Die erste Zelle

Kann denn das Leben zufällig ohne Zutun eines Schöpfers entstanden sein?

 

 

Die allererste Zelle, aus der laut Evolutionstheorie alles Leben auf dieser Erde hervorgegangen sei, wie ist sie entstanden?

Dieser Beitrag soll kein biochemischer Kauderwelsch werden.

Daher fasse ich alle Punkte kurz und knapp zusammen:

 

1. Die zufällige Entstehung einer Zelle ist unmöglich

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zelle zufällig entsteht, ist verschwindend gering. Allein die spontane Entstehung der 200 Enzyme des Lebens hat eine Wahrscheinlichkeit von 1:1040.000 !!! Das bedeutet: Das Leben kann auch dann nicht durch Zufall entstehen, wenn das ganze Universum eine „Ursuppe" wäre.1 Und stellen Sie sich vor, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine funktionierende, lebende Zelle aus Zufall entsteht. Die Wahrscheinlichkeitsrechnungen der Evolutionsgegner sind den Verfechtern der Evolutionstheorie ein Dorn im Auge. Daher argumentieren sie erstens mit der ungeheuer langen Zeit, die zur Verfügung stand, bis sich Leben auf der Erde entwickelte, und sie betonen immer wieder, dass man mit diesen Rechnungen die Mutation und Selektion ausklammere. Zweitens sei die Wahrscheinlichkeit mit dem „Trial and error"-Prinzip der Mutation und Selektion weitaus höher als von den Evolutionsgegnern berechnet; d.h. bei dem Evolutionsprozeß wird nicht alles verworfen, sondern das Falsche wird modifiziert, d.h. aus dem Schlechteren wird etwas Besseres, bis hin zur Perfektion. Also der Trend geht vom Primitiven zum Höherentwickelten. Das aber widerspricht den Naturgesetzen ( siehe Punkt 8).

 

2. Eine halbe Zelle kann nicht existieren, denn alle Funktionen der Zelle sind lebensnotwendig und unentbehrlich.

Eine halbe Zelle ist eine tote Zelle. Das setzt voraus, dass alle Biomoleküle der ersten Zelle (DNA bzw. RNA, Zellmembranlipide, sämtliche Organellen, Enzyme, Botenstoffe, Ionenkanäle und, und, und) zur gleichen Zeit synthetisiert und an die richtige Stelle gesetzt werden müssen. Daher hat es auch gar keinen Sinn, beweisen zu wollen, dass einfache Biomoleküle zufällig entstehen können. Außerdem sind die als Beweis vorgeführten Experimente umstritten (siehe Punkt 7).

Die Zelle ist die kleinste Einheit des Lebens. Die Erbsubstanz, egal ob DNA oder RNA, ohne Zellmembran wäre genauso wenig überlebensfähig wie das Gehirn ohne dazugehörigen Körper.

Zu Komplex für den blinden Uhrmacher, dem Zufall, der Beweis für „intelligent design": die Zelle

Bild: H.Yahya

3. Eine Zelle ist sehr komplex

Meist wird die Komplexität der Zelle verharmlost um Zugeständnisse abzugewinnen, dass sie doch rein zufällig entstanden sein könnte. Längst ist nicht alles erforscht, was in der Zelle passiert, und die Forschungen werden wahrscheinlich auch nie ein Ende nehmen.

Da die Komplexität allgemein bekannt ist, entwerfen die Evolutionisten immer neue Theorien zur Entstehung der Erde. Es ist die Rede von Precursorzellen, also von primitiveren Zellen und von Precursor-RNA, also einer primitiven Erbsubstanz. Die Evolutionisten versuchen die Existenz dieser hypothetischen Vorläufer zu beweisen, ohne deren Existenz gezeigt zu haben.3

Nehmen wir eine Uhr als Beispiel: damit eine Uhr fehlerlos funktioniert, müssen alle Zahnräder intakt sein. Fehlt ein einziges Rädchen, ist die Uhr nicht zu gebrauchen. Diese nicht zu „verharmlosende Komplexität" zeigt, dass die Uhr ein fehlerloses Produkt eines „intelligenten Designs" ist.2 Der amerikanische Biochemieprofessor Michael Behe gibt in seinem Buch „Darwin´s Black Box" viele Beispiele zur „nicht verharmlosenden Komplexität". Wie Behe betont, widerlegen die nicht zu verharmlosend komplexen Organe den Darwinismus und bestätigen intelligentes Design; d.h. sie sind erschaffen.

 

4. Das Leben entstand nicht in irrsinnig langen Zeitspannen

Zum ersten: Es ist bekannt, dass das Leben innerhalb von nur einigen 100 Millionen Jahren entstand3. Die junge Erde war 500 Millionen Jahre leblos. Dann tauchten auf einmal verschiedene Lebewesen auf, nicht nur Einzeller, sondern weitaus komplexere Lebewesen; Schnecken, Schwämme, Trilobiten, Seesterne, Schalentiere, Kaulquappen und andere wirbellose Tiere. Diese Tiere besitzen sogar sehr komplexe Sinnesorgane wie Facettenaugen, die heute noch einige Tiere besitzen.

Das heißt also: das Leben entstand doch nicht in sooo langen Zeitspannen.

 

5. Mutation und Selektion können die Entstehung des Lebens nicht erklären

Kommen wir zur Mutation und Selektion. Diese Mechanismen können lediglich mikroevolutionäre Prozesse erklären, aber nicht die Entstehung des Lebens aus nicht lebenden Bestandteilen. Denn es muss zuerst eine Erbsubstanz existieren, damit Mutation stattfinden kann; erst danach kann die weniger vorteilhafte Variante ausselektiert werden. Die Evolutionisten müssen sich doch gefallen lassen, in diesem Fall die Meßlatte der Mathematik anzulegen. Und die Mathematik spricht eine eindeutige Sprache: eine Zelle kann nicht zufällig entstehen. Die Zelle arbeitet nach so detailliertem Design, dass der Wissenschaftler Fred Hoyle sie mit einer Boeing 747 vergleicht. (Sogar dieser Vergleich ist untertrieben, denn die Zelle beschafft ihre eigene Energie selbst, pflanzt sich fort, kommuniziert, erledigt selbständig Aufgaben und und und.) Hoyle fragt berechtigterweise: „Kann denn ein Orkan, der über einen Schrottplatz fegt, eine Boeing 747 herstellen?"4 So sehen die Chancen des Zufalls aus, bei dem Versuch eine Zelle herzustellen.

 

6. Sich selbst kopierende Erbsubstanz RNA(Ribonukleinsäure)

Die Evolutionisten haben eine Theorie zur Entstehung des Lebens; „The RNA World": Es entstand eine kleine RNA, ganz primitiv, nicht zu vergleichen mit der heutigen RNA, eben ganz archaisch, aber diese RNA ist in der Lage sich selbst zu reproduzieren; genannt: self replicating RNA, voilà.

Diese kleine RNA produzierte in „zellähnlichen Verbänden" Proteine, die die lebenswichtigen Funktionen der Zelle erledigten und kopierte sich selbst um sich zu vermehren. Hier warten auf diese kleine RNA ungeheure Hindernisse, die unüberwindbar sind.

Dazu schreiben die Evolutionisten Joyce und Orgel: die Diskussion verdichtet sich an einem Punkt: Das Märchen von der sich selbst replizierenden RNA, die einer Polynukleotid-Suppe entstieg... Dieser Begriff ist nicht nur nach der heutigen präbiotischen Chemie unrealistisch, er zerstört sogar den wohlwollenden Gedanken, dass die RNA sich selbst replizieren kann. Denn es scheint unwahrscheinlich, dass ein sich selbst replizierendes Ribosom zufällig ohne Evoltionsprozeß entsteht. Solange keine Form der Ribosomen existiert, die sich selbst kopiert, hat es auch keinen Sinn nach deren Ursprung zu forschen."5

Wie schon erwähnt, sind sogar die kleinsten Einheiten des Lebens Ribosomen, Proteine, Membranlipide, ganz zu schweigen von einer ganzen Zelle viel zu komplex, als dass sie das Produkt des Zufalls sein könnten.

 

7. Aminosäuren, Bausteine des Lebens, können ohne weiteres nicht von alleine in der Natur entstehen.

Beim Menschen z.B. müssen sie entweder innerhalb der Zelle synthetisiert (zusammengebaut) werden oder müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. „Aber einen Moment", werden einige Leser sagen. „Hat denn Stanley Miller 1953 mit seinem Versuch nicht gezeigt, dass sich einfache Aminosäuren selbst bilden können?" Ja, das ist richtig. Jedoch gibt es eine Reihe von Einwänden gegen seinen Versuch, so dass er 1985 in seinem Buch zugeben musste, dass sein Versuch die Entstehung des Lebens nicht beweist.

8. Die Evolution wiederspricht dem 2. Gesetz der Thermodynamik

Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik lautet: „ In einem sich selbst überlassenem System wächst nicht die Ordnung, sondern die Unordnung." Ohne ständig zugeführte Energie und Information herrscht überall Abwärts- statt Aufwärtsentwicklung.

Aus dem 2. Gesetz der Thermodynamik kann man ableiten, dass eine chemische Reaktion freiwillig anläuft, wenn die Unordnung zunimmt. Diese Regel gilt auch für alle anderen Vorgänge des Lebens; z.B. kann der Wind einen Obstkorb umschmeißen und die Früchte auf dem Boden verstreuen, aber der Wind kann die unordentlich auf dem Boden liegenden Früchte nicht wieder alle in den Korb bekommen. Also wieso soll sich aus einem niederen Lebewesen ein höheres Wesen entwickeln?

Alle chemischen Prozesse laufen also ab, weil sich damit die Unordnung vergrößert. Auch das Leben gehorcht diesem Gesetz.

 

Quellen:

1 Fred Hoyle, Chandra Wickramasinghe, Evolution from Space, New York, Simon & Schuster, 1984

2 Harun Yahya, Darwinizm´in Sonu, 1998, Istanbul

3 Orgel LE, Trend in Biochemical Sciences 1998, 23:491-495

4 Hoyle on Evolution, Nature, 1981, 294:105 ff.

5 G.F. Joyce, L.E. Orgel, „Prospects for Understanding the Origin of the RNA World", R.F. Gesteland, J.F. Atkins, In the RNA World, New York: Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1993, S. 13

Hüseyin Yücel

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