RES MIRABILES

 

„Er hat die beiden Meere strömen lassen, die zusammentreffen, zwischen denen aber eine Schranke liegt, so daß sie sich keine Übergriffe leisten." (55:19-20)1

So steht es im Heiligen Qur´an. Jahrhunderte lang glaubten die Muslime an diesen Vers, genauso wie heute, ohne einen wissenschaftlichen Beweis dafür zu haben. Sie zweifelten nicht daran, denn es sind Gottes Worte, Worte des Herrn der Welten, der alles Existierende geschaffen hat.

In unserem Jahrhundert ist es nun Wissenschaftlern gelungen, das Phänomen, das Allah (ta´ala) uns als Zeichen Seiner Macht demonstriert, zu belegen.

In der islamischen Welt erzählt man sich folgende Geschichte:

Der berühmte fränzösische Meeresforscher Jean-Jacques Cousteau soll Untersuchungen am Paß von Gibraltar vorgenommen haben. Als er dieses Phänomen, das heute als „Konvektionszelle" in die Physikbücher Einzug gehalten hat, dort entdeckte, teilte er dies einigen seiner hiesigen muslimischen Kollegen mit. Aber diese seien gar nicht überrascht gewesen und hätten ihn auf den obigen Qur´an-Vers verwiesen. So oder so ähnlich erzählt man sich diese Geschichte. Es ist mir leider nicht gelungen, den Wahrheitsgehalt dieser Anekdote zu überprüfen.

Es ist ein klares Wunder des Gnadenreichen Qur´an, wissenschaftliche Erkenntnisse, die 1400 Jahre nach seiner Offenbarung enthüllt werden, preisgibt.

In einschlägigen Fachbüchern werden genau die Worte des Gnadenreichen Qur´an benutzt:

„Die unterschiedlichen Oberflächenspannungen der Meere verhindern, wie eine Schranke, daß sie sich vermischen."2

Das selbe Phänomen wird nicht nur am Paß von Gibraltar gesichtet, sondern in allen Weltmeeren. Das Bild unten zeigt uns, wie komplex diese unterschiedlichen Wassermassen aneinander entlangströmen, ohne sich zu vermischen. Das Bild unten vermittelt einen kleinen Einruck davon:

Ein anderes Geheimnis der Meere, das erst gelüftet werden konnte, nachdem die Menschen tiefer als 200 Meter unter Wasser tauchen können, wird ebenfalls im Gnadenreichen Qur´an vor Augen geführt. Mit einer Metapher, die eindeutiger nicht sein kann, zeigt Allah (ta´ala), daß der Qur´an Sein Wort ist und kein irdisches Machwerk ist.

Allah, der Allwissende sagt:

„ Oder (der Zustand der Ungläubigen) gleicht der Dunkelheit in einem tiefen Meer, bedeckt von einer Welle; darüber ist eine Welle, darüber (dunkle) Wolken. Dunkelheiten übereinander; wenn er seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen. Wenn einem Allah kein Licht gibt, gibt es für ihn kein Licht." (24:40)1

Erschreckend nicht? In diesem Vers wird der Zustand des Ungläubigen mit der Dunkelheit in der Tiefe der Meere verglichen.

Dieses Phänomen tritt erst ab 200 Metern Tiefe auf. Das Sonnenlicht wird durch dunkle Wolken abgeschwächt (erste Stufe der Dunkelheit), dann an der Wasseroberfläche, die wie ein Prisma wirkt, gebrochen und das Spektrum wird nach und nach absorbiert. „... bedeckt von einer Welle; darüber ist eine Welle, darüber (dunkle) Wolken." In 10 Metern Tiefe wird erst der rote Anteil des Lichtes absorbiert, in 50 Metern der gelbe Anteil, in 100 Metern der grüne und so weiter. Also, Abstufungen der Dunkelheit: „Dunkelheiten übereinander" Erst bei 200 Metern wird allmählich der letzte, blaue Anteil absorbiert, so daß es immer dunkler wird. Erst bei etwa 1000 Metern Tiefe herrscht totale Finsternis.3

 

„... bedeckt von einer Welle; darüber ist eine Welle" weist ebenfalls auf ein Wunder hin. 1900 hat man erkannt, daß es neben den oberflächlichen Wellen, die man mit dem bloßen Auge sehen kann, noch innere Wellen gibt, die mit dem menschlichen Auge nicht zu sehen sind. „Die inneren Wellen bedecken die Tiefen der Meere und Ozeane, weil sie eine höhere Dichte haben, als das Wasser über ihnen. Sie verhalten sich genauso wie die Oberflächenwellen, sie brechen ebenfalls das Licht. Die inneren Wellen können mit dem menschlichen Auge nicht gesehen werden, aber man entdeckt diese, wenn man die Temperatur und den Salzgehalt des Wasser untersucht."4

 

Allah (ta´ala) hat den Menschen so viele Zeichen gegeben. Sie müssen nur mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, dann werden sie die göttlichen Zeichen erkennen, inschaALLAH.

 

... Bis zum nächsten Mal, so Gott will ...

 

 

Quellen:

www.it-is-truth.org

www.kuranmucizeleri.com

1 Qur´an

2 Principles of Oceanography, Don Mills, Ontario, Addison-Wesley Publishing, S. 92

3 Elder, Danny; and John Pernetta, 1991, Oceans, London, Mitchell Beazley Publishers, S. 27

4 Gross, M. Grant; 1993, Oceanography, a View of Earth, 6. edition, Englewood Cliffs, Prentice-Hall Inc., S. 205

 

 

Hüseyin Yücel

 

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