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Res Mirabiles

Wundersame Dinge... berichtet der Herr der Welten im Gnadenreichen Qur´an

Heute wissen wir ziemlich genau, wie sich der Mensch im Mutterleib entwickelt, welche Phasen das werdende Geschöpf durchläuft und wie es aussieht. All das ist mit Hilfe der modernen Wissenschaften und der Technik möglich. Die Wissenschaft der Embryologie ist zwar seit der Antike erforscht, aber der Durchbruch für die Erkenntnisse kamen in den letzten 150 Jahren.

Die alten Griechen leisteten wichtige Beiträge zur Entwicklung der wissenschaftlichen Embryologie, obwohl sich später herausstellte, dass viele ihrer Ideen nicht richtig waren.1

Erstmals im 5. Jahrhundert v. Chr. beschrieb Hippokrates die Entwicklung von bebrüteten Hühnereiern. Ein Jahrhundert später schrieb Aristoteles eine Abhandlung über Hühnchen- und andere Embryonen.

Im 2. Jahrhundert v. Chr. schrieb dann Galen "Über die Bildung des Fetus", worin er erstmals die Fetalentwicklung und die Eihüllen richtig beschrieb.1

Zwar hatten die Wissenschaftler im 16. Jahrhundert nach Leuwenhoeks Erfindung eines leistungsfähigen Mikroskops bessere Möglichkeiten die Embryonen zu erforschen, aber trotzdem dauerte es bis 1827, dass die Grundlagen der Embryologie richtig gedeutet wurden. Zuvor dachte man, dass das Spermium "ein kleines menschliches Wesen" sei, das im Mutterleib nur noch zu wachsen brauche. Daraufhin verdammten einige Theologen die Masturbation als Mord.2

Erst der Königsberger Forscher Karl Ernst von Baer brachte 1827 Licht in die noch von Spekulationen beherrschte Embryonenforschung. Daher nennt man von Baer auch "den Vater der modernen Embryologie". 1

All diesen Spekulationen zum Trotz verkündete der heilige Qur´an bereits seit 1200 Jahren die Wahrheiten über die Entstehung des Menschen.

Der Qur´an berichtet, dass der Mensch aus der Quintessenz einer Flüssigkeit entsteht: "(Gott) hat die Nachkommenschaft (des Menschen) aus der Quintessenz einer verächtlichen Flüssigkeit geschaffen."3

Das hier mit "Quintessenz" übersetzte arabische Wort (sulalat) bezeichnet einen Gegenstand, der einem anderen entnommen wurde, aus einem anderen stammt, den besten Teil einer Sache. Ob man es so oder anders übersetzt, es handelt sich immer um den Teil eines Ganzen.4

Außerdem lehrt der Qur´an, dass das Sperma eine "Mischung" (amshaj) (vgl. Qur´an 76:2) von Flüssigkeiten ist. Heute wissen wir, dass das Samensekret eine Mischung aus den Nebenhoden, Samenblasen (vesiculae seminales), der Prostata der Cowper-Düsen (glandulae bulbourethrales) und den Anhangsdrüsen des Harnleiters.5

Ganze 1000 Jahre nach diesen Versen behauptete William Harvey, der Hofarzt des englischen Königs Charles I., dass das Sperma eine immaterielle Rolle bei der Zeugung spiele, das "Weibchen" zur Fruchtbarkeit anrege, "wie Stahl, der aus Stein Feuer schlägt". Etwa 20 Jahre nach ihm korrigiert ihn der Niederländer de Graaf und erklärt, dass die Merkmale beider Eltern vererbt werden. Knapp 200 Jahre nach ihm gibt der gelehrte Mönch Mendel drei Regeln der Genetik bekannt, die heute noch ihre Gültigkeit haben.2

Aber schon Muhammed (F.s.m.i.) erklärte einem Beduinen die Grundzüge der Genetik:

Abu Huraira berichtet: " Ein Beduine kam zum Propheten (F.s.m.i.). Er sagte: O Prophet! Meine Frau gebar ein schwarzhäutiges Kind. (Ich verdächtige meine Frau des Ehebruchs).

Daraufhin fragte ihn der Prophet (F.s.m.i.): "Hast du Kamele?"

Der Beduine: "Ja, habe ich."

Der Prophet (F.s.m.i.): "Welche Farbe haben sie?"

Der Beduine: Sie sind rötlich."

Der Prophet (F.s.m.i.): Sind darin auch graue Kamele?"

Der Beduine: "Ja."

Der Prophet: "Woher kommt denn diese graue Farbe?"

Der Beduine: "Vielleicht kommt sie von ihren Vorfahren."

Der Prophet (F.s.m.i.): "Dein Kind könnte seine Hautfarbe von einem seiner Vorfahren geerbt haben."6

Mit dieser Aussage erklärt der Prophet die Regel, die die moderne Wissenschaft als "das dritte Mendelsche Gesetz" kennt. Der moderne Wissenschaftler würde sagen: "Es haben sich hierbei ein oder mehrere rezessive Gene in der Folgegeneration phänotypisch manifestiert." Sowohl der Prophet als auch der Wissenschaftler erklären ein und dasselbe Prinzip, nur in einem anderen Wortlaut.

Hat der Prophet auch experimentiert wie Mendel? Gewiss nicht, sein Wissen ist göttlichen Ursprungs.

Noch Leonardo da Vinci (1452-1519) glaubte, dass das Sperma des Mannes von seinem Gehirn über das Rückenmark und die Nieren in die Hoden fließe. 2 (s. Abb. r.)

Der heilige Qur´an erklärt, woher das Sperma kommt: "Darum soll der Mensch denn bedenken, woraus er erschaffen ist! Erschaffen wurde er aus einer herausschießenden Flüssigkeit, die zwischen den Lenden und den Rippen hervorkommt."7

Die Übersetzung des Fachbegriffs "Ejakulat" ist bereits vielen geläufig; es bedeutet "herausschießende Flüssigkeit", aber dass das Sperma zwischen den Lenden und den Rippen hervorkommen soll, leuchtet nicht jedem ein. Aber tatsächlich ist das so:

Die Hoden des Embryo entstehen aus dem Gewebe der Urniere und trennen sich von ihnen. Die Lage der Urniere ist "zwischen den Lendenwirbeln und den Rippen". Die Hoden wandern dann in der 28. Schwangerschaftswoche durch den Leistenkanal und in der 32.-38. Woche wandern sie in den Hodensack. In der Embryologie nennt man das "Descensus testis" (Hodenwanderung, s. Abb. r.). 8

Diese Informationen entnahm ich dem Buch von Prof. Dr. Keith L. Moore aus Kanada. Eine kurze Zusammenfassung seiner Qur´anstudien veröffentlichte Prof. Moore unter dem Titel "A Scientist's Interpretation of References to Embryology in the Qur'an"14.

Zwei renommierte kanadische Zeitungen berichteten über seine Qur´anstudien (Globe and Mail am 22. November 1984 und The Montreal Gazette am 23 November 1984).

Prof. Moore ist Hochschullehrer am Institut für Anatomie und Zellbiologie in Toronto. Er war 8 Jahre Institutsleiter. Zuvor arbeitete er 11 Jahre an der Universität in Winnipeg, Kanada. Er wurde zum Mitglied der folgenden Vereinigungen gewählt: Royal Medical Association of Canada, International Academy of Cytology, Union of American Anatomists und Union of North and South American Anatomists. Er erhielt 1984 den begehrtesten Preis seines Faches, J.C.B. Grant Award von der Canadian Association of Anatomists. Er veröffentlichte viele Bücher über klinische Anatomie und Embryologie, acht davon werden an Hochschulen als Lehrbücher benutzt. Sein Buch "The Developing Human" wurde in sechs Sprachen übersetzt – unter anderem ins Deutsche. Zwei seiner Bücher sind in deutscher Sprache erhältlich.

Die Erläuterungen des Prof. Moore in seinem Buch beziehen sich hauptsächlich auf diesen Qur´anvers: "Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus einer Substanz aus Lehm. Alsdann setzten Wir ihn als ‘nutfah’ (Samentropfen) an eine sichere Ruhestätte. Dann bildeten Wir den Tropfen zu einer ‘alaqah’ (etwas, was sich anheftet; Blutegel) ; dann bildeten Wir die ‘alaqah’ zur ‘mudghah’ (gekautes Fleisch, Fleischklumpen); dann bildeten Wir aus dem ‘Fleischklumpen’ ‘‘idhaam’ (Knochen); dann bekleideten Wir die Knochen mit ‘lahm’ (frisches Fleisch)"9

Das arabische Wort alaqah’ hat drei Bedeutungen. Erstens bedeutet es "Blutegel", zweitens "etwas, was sich anhängt" und drittens bedeutet es "Blutklumpen". Als Professor Keith L. Moore einen Vergleich anstellte zwischen einem Blutegel und dem Embryo in der Phase, die vom Quran als die Phase der alaqah’ bezeichnet wird, bemerkte er, daß es eine große Ähnlichkeit zwischen beiden gibt.

Die zweite Bedeutung des Wortes alaqah’ ist "etwas, was sich anhängt". Prof. Moore zeigte, daß das Embryo in der Phase der alaqah’ in der Gebärmutter hängt (siehe Bild unten).14

Die dritte Bedeutung des Wortes alaqah’ ist "Blutklumpen". Es ist wichtig, wie Prof. Moore hinzufügte, daß beim Embryo in der Phase der alaqah’, das eintretende Blut intern in Gefäße eingeschlossen ist, bevor der metabolische Zyklus zwischen Embryo und Plazenta beendet ist. So ist also das Blut eingeschlossen, und aus diesem Grund sieht der Embryo auch wie ein Blutklumpen aus. Und gerade darin besteht das Wunder, daß durch das eine quranische Wort alaqah’ mit seinen verschiedenen Bedeutungen eine umfassende Beschreibung für die verschiedenen Eigenschaften des Embryos in dieser Phase gegeben ist. Wie hätte Muhammed (saw) dies einfach so aus sich selbst heraus wissen können?!

 

Prof. Moore berichtete auch über den Embryo in der Phase der ‘mudghah’. Das Wort ‘mudghah’ bedeutet im arabischen: "Ein Fleischstück, welches diejenige Größe hat, die es erlaubt, daß man es zerkauen kann, um es herunterzuschlucken."

 

Er stellt weiter fest: „Der Qur´an erklärt auch, dass sich der Spermatropfen zu einem Blutklumpen entwickelt. (ein implantierter Blastozyt oder ein spontaner Abort der Leibesfrucht würde einem Blutklumpen ähneln.) Es gibt ebenfalls Hinweise darüber, dass das Embryo wie ein Blutegel aussieht. In der Erscheinung ist das Embryo einem Blutegel oder Blutsauger nicht unähnlich. Außerdem wird gesagt, dass das Embryo einer gekauten Substanz ähnlich ist, wie Gummi oder Holz. (Die Somiten auf dem Embryo gleichen Zahnabdrücken auf einer Substanz.)"10

(Prof. Keith L. Moore nahm ein Stück Tonerde und kaute es in seinem Mund, wie wir in Abb. r. sehen können. Er verglich dieses mit einem Bild mit eines Embryos in der Phase der ‘mudghah’, welches im Bild unten zu sehen ist. Daraufhin sagte er, daß sich das gekaute Stück und das Embryo in der Phase der ‘mudghah’ ähneln.)13 (s. Abb. r.)

Prof. Moore schreibt weiterhin: "Der Mensch verdankt seine Entstehung einer Mischung von männlichen und weiblichen Sekreten. So steht es im Qur´an, im heiligen Buch der Muslime. Es werden mehrere Hinweise gemacht, dass der Mensch aus einem Spermatropfen geschaffen ist und es gibt Andeutungen, dass das resultierende Organismus sechs Tage nach dem Beginn in die Gebärmutter der Frau wandert. (Der menschliche Blastozyt beginnt tatsächlich sechs Tage nach der Fertilisation sich einzunisten.)10

Der folgende Textabschnitt ist auch in der deutschen Ausgabe zu finden: "Auch nimmt der sich entwickelnde Embryo am 40. bis 42. Tag menschliche Züge an, (der menschliche Embryo beginnt sich tatsächlich in dieser Phase von einem animalischen zu unterscheiden.) Der Qur´an sagt ferner, das sich der Embryo hinter "drei Vorhängen der Dunkelheit" entwickelt. Damit sind wahrscheinlich

1. die mütterliche Bauchwand

2. die Wand des Uterus

3. die Eihäute gemeint."1 (s.Abb. r.)

Mit den "drei Vorhängen der Dunkelheit" meint er folgenden Qur´anvers: " ... Er erschafft euch in den Schößen eurer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, in drei Finsternissen ..."12

Prof. Moore macht Anlehnungen an den folgenden Hadith: "42 Nächte (nachdem der Spermatropfen in die Gebärmutter gelangte) schickt Allah einen Engel und formt das Embryo (durch den Engel); er erschafft ihm Gehör, Augen, Haut, Fleisch und Knochen. Dann fragt der Engel: "O Herr; soll es ein Junge werden oder ein Mädchen?" Dein Herr entscheidet und der Engel schreibt auf. Dann fragt der Engel weiter: "O Herr, wann wird es sterben?" Dein Herr entscheidet und der Engel schreibt auf. Der Engel fragt wieder: "O Herr, was wird es (an Gütern) bekommen?" Dein Herr entscheidet und der Engel schreibt auf. Dann kehrt der Engel wieder mit dieser Seite zurück, er fügt weder etwas hinzu noch löscht er etwas davon.11

Prof. Moore gibt Sheikh Ez-Zindani dieses Interview: "Es war für mich ein großes Vergnügen die Hinweise des Qur´an über die menschliche Entwicklung klarzustzellen. Es ist mir klar, dass diese Hinweise Muhammed (F.s.m.i.) von Allah oder Gott kommen muß, denn fast all diese Kenntnisse waren sogar viele Jahrhunderte später nicht bekannt. Das beweist für mich, dass Muhammed (F.s.m.i.) der Prophet Allahs ist."13

Auf die Frage: "Glauben Sie, dass der Qur´an Gottes Wort ist?" antwortet er: "Ich habe keine Schwierigkeiten das zu akzeptieren." Dann fragt er ihn weiter: "Wie können Sie gleichzeitig an Muhammed (F.s.m.i.) (Islam) und Jesus Christus (Christentum) glauben?"

Daraufhin antwortete er: "I believe they both come from the same school."

 

 

Quellen:

1 Keith L. Moore, Embryologie (dt. Übersetzung), Stuttgart 1990, S. 6 ff

2 GEO Wissen, Sex Geburt Genetik, März 1998, S. 56 ff

3 Qur´an (32:8)

4 Maurice Bucaille, Bibel, Koran und Wissenschaft, 1994 München, S. 206

5 Junqueira/Carneiro, Histologie, (dt. Übersetzung), Berlin 1996, S. 642

6 Bukhari, Kitab ut-Talaq

7 Qur´an (86:5-7)

8 Keith L. Moore, Embryologie (dt. Übersetzung), Stuttgart 1990, S. 327 ff

9 Qur´an (23:12-14)

10 Keith L. Moore, The Developing Human, 3th edition, Philadelphia 1982

11 Prof. Dr. Ibrahim Canan, Hadis Ansiklopedisi, Istanbul 1993, Bd. 13 S. 361

12 Qur´an (39:6)

13 http://www.it-is-true.org/chapters/stagesa.htm

14 The Journal of the Islamic Medical Association, Vol.18, Jan-June 1986, pp.15-16

 

Hüseyin Yücel

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