
Jerusalem
Jerusalem, jene Stadt, die die drei Weltreligionen - Islam, Christentum und Judentum - beheimatet. Sie ist die Stadt, in der die drei Kulturen aufeinanderstoflen. Sowohl f¸r Muslime als auch f¸r Christen und Juden ist jene eine Heilige. Um 1850 v. Chr. war Jerusalem durch die Urusalimmu als Siedlung belegt worden , wurde jedoch um 1000 v. Chr. Hauptstadt der von Kˆnig David regierten Juda. Im 6. Jahrhundert v.Chr.eroberten die Babylonier die Stadt und 63 v. Chr. die Rˆmer, die es 70 n.Chr.weitgehend zerstˆrten. 637 wurde nach einem Kampf zwischen Artebon - General der byzantistischen Armee- und Amr-ibnil-As - Kommandeur der muslimischen Armee- Jerusalem dem Kalifenreich eingegliedert. Im Jahre 1099 gewannen die Kreuzfahrer vor¸bergehend die Stadt f¸r das Christentum. 1244 aber war es wieder unter islamischer Administration und seit 1516 zum Osmanischen Reich gehˆrend.Nach dem 1. Weltkrieg im Jahre 1918 folgte Britische Mandatszeit. Jerusalem ist heute unter der Verwaltung Israels.
So liegt auch Bethlehem, Geburtst‰tte Jesus, ca. 30 km von der f¸r die Juden heilige Klagemauer genauso wie f¸r die Muslime heilige El-Aqusa-Moschee, entfernt. Auf unserer Umrahreise hatten wir noch die Gelegenheit die heilige Stadt Jerusalem zu besichtigen.
Wir nahmen die Mˆglichkeit wahr und besuchten am Heiligabend Bethlehem,die s¸dlich von Jerusalem im israelitisch besezten Westjordanland liegt. Bethlehem hat eine Einwonerzahl von rund 25.000 Menschen. Bereits bei unserer Ankunft waren die Ges‰nge des Kirchenchors zu hˆren . Eine grosse Menge an Menschen- versammelt aus verschieden Nationen der Welt - lauschtem dem Chorgesang. Nach vielen Bem¸hungen ist uns leider aufgrund einer Sicherheitsmaflnahme - denn der PLO Chef Arafat wurde in ein paar Stunden dort erwartet- nicht die Erlaubnis erteilt worden jene Kirche, in der einst Jesu Christus (<< der Gesalbte>>) geboren sein soll, zu bekundschaften. Jesus ist zwischen 7 und 4 vor christlicher Zeitrechnung geboren und starb um 30 n.Chr. nach christlicher Auffassung. Die heutige Zeitrechnung in den christlich gepr‰gten L‰ndern basiert auf der Geburt Jesus Christus. Gem‰fl neuer Erkenntnisse ist die im 6. Jahrhundert festgelegte Zeit Christi Geburts falsch. Die Geburtskirche ist das Ziel zahlreicher Christen.
Im Anschlufl an das Programm war es f¸r die Anwesenden mˆglich ein grandioses Feuerwerk zu erleben. Die Nacht wurde f¸r kurze Zeit lang zum Tage.
Am letzten Tag unserer Jerusalemreise hatten wir noch das Gl¸ck die Klagemauer der Juden zu besichtigen. Ich sage deswegen Gl¸ck, weil uns der Eintritt zuerst gar nicht, dann nur nach einer Kontrolle der Reisep‰sse, erlaubt worden ist.
Die Klagemauer ist ein Mauerrest des j¸dischen Tempels aus der Zeit Salomos, dem Sohn Kˆnig Davids. Dieser Tempel wurde im 9. Jahrhundert v.Chr. errichtet. An der Klagemauer beten die Juden - wobei M‰nner und Frauen getrennt sind- und klagen ¸ber die Zerstˆrung des Tempels durch die Rˆmer - 70 v.Chr.- und die ÑEntweihung" (nach israelitischer Auffassung) des Ortes duch die Muslime im Jahre 638. Die Klagemauer wurde in die Stadtmauern Jerusalems, die durch das Osmanische Reich gebaut wurde, integriert. Die Juden vermuten unterhalb der Klagemauer die Statur Salomos, die f¸r die Juden sehr wichtig ist. Diese Vermutung war auch das Motiv ihrer Ausgrabungen unterhalb der Al-Aqsa -Moschee, welche durch viel Blutvergiessen auf beiden Seiten gestoppt wurde.
Auch besteht die Mˆglichkeit das Grabmal Kˆnig Davids zu sehen. ‹ber seinem Grab ist eine judische Fahne mit hebr‰ischen Zeichen zu erkennen. Kˆnig David war der Nachfolger von Saul und der 2. Kˆnig von Israel-Juda zwischen 1000-970 v.Chr.
Nach einem Attentat eines Juden in die Halil Ibrahim Mosche in Hebron wurden w‰hrend des Freitagsgebets zahlreiche Muslime erschossen. Daraufhin wurde die Moschee f¸r 9 Monate geschlossen. Nach Ablauf dieser Zeit stellte man fest, dass die Juden die H‰lfte der Moschee zu einer Synagoge umgebaut haben. Ihre Rechtfertigung beschr‰nkt sich auf die Aussage, dass auf der Seite der neuen Synagoge j¸dische Propheten liegen (welche ? ).
Auf der Seite der Moschee liegen folgende Propheten :
Abraham und seine Frau Sarah, und seine Sˆhne Ishaq und Ismail.
Damit man heute in die Moschee eintreten kann, muss man zwei Metalldetektoren passieren.
Den Eintritt kontrollieren die Juden. Die Stadt Hebron, in der diese historische Mosche liegt, ist nicht allzuweit entfernt von der heiligen El-Aqusa-Mosche. Die eigentliche El-Aqusa-Mosche wird h‰ufig mit dem Felsendom - f‰llt wegen seines prachtvoll farbigen Baus auf - verw‰chselt. Der Felsendom hat innen und aussen Marmorsockel und ist mit Goldgrundmosaiken verziert. Der Felsendom ist vom Kalifen Abd Al Malik in den Jahren 688-91 errichtete oktogonale Kuppelbau zum Schutze des heiligen Felsens. Denn auf diesem Felsen ist laut ‹berlieferung die Himmelfahrt ( Mirë‚dsch und Isra) Muhammeds (F.s.m.i. ) erfolgt. Dieses Wunder ereignete sich am 27 Recep des Mondkalenders.
Auch war die El-Aqsa-Moschee f¸r mehrere Jahre die Gebetsrichtung der Muslime. Noch w‰hrend eines Gebetes in Medina ‰nderte sich nach einer Offenbahrung die Gebetsrichtung der Muslime in Richtung der heiligen Kaaba. ÑWir sehen, wie dein Gesicht sich dem Himmel suchend zukehrt, und Wir werden dich nun zu einer Gebetsrichtung wenden, mit der du zufrieden sein wirst. So wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee..." (2:144).
Die El-Aqsa-Moschee wurde erstmals durch David und Salomo errichtet. Im 7. , 9. und 13. Jahrhundert n. Chr. wurde die heilige Mosche erneuert. 1969 erlitt die Moschee infolge einer Brandstiftung grofle Sch‰den. Die Reparaturen laufen heute immer noch weiter.
Wir hatten die Mˆglichkeit ein Freitagsgebet in der heiligen Mosche zu verrichten. Etwa 300.000 Muslime waren versammelt, um das Freitagsgebet gemeinsam zu verrichten. Schon Stunden davor war die Moschee sammt ihrer Umgebung ¸berf¸llt. W‰hrend immer mehr Muslime kamen ertˆnte aus den Lautsprechern die Rezitation des Qurëans.
Es fiel auf, dass die Pr‰senz der j¸dischen Polizei w‰hrend des Freitagsgebetes enorm gestiegen war. Durch dieses hohe Aufgebot der j¸dischen Polizei und die damit verbundenen Kontrollen haben viele Unannehmlichkeiten, wie Gedr‰nge und das Verpassen der Freitagspredigt, die eigentlich den Sinn der Zusammenkunft darstellt, bereitet.
Eins sollten wir nicht vergessen: ÑGesgnet ist der, der den Menschen Gutes tut" (Prophet Muhammed (F.s.m.i)).
Quellen:
Qur¥an
ISIS Verlag, Grofles Lexikon A-Z
IGMG, 40 Hadithe