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Was habe ich nur falsch gemacht?

Diese Frage wird bei enttäuschten, verzweifelten Eltern laut, die sich wiedereinmal selbst fragen, was an der Erziehung ihrer Kinder schief gelaufen ist, wo sie was versäumt haben.

Wagen wir in diesem Moment der Verzweiflung den Anfang dieser Geschichte uns zu vergegenwärtigen, so sehen wir meistens Mütter, kurz vor der Geburt ihrer Schützlinge, geängstigt, überfordert. Fragen werden in ihnen laut, ob sie ihrer Rolle als Mutter gerecht werden, welche Erziehungsmethoden sie anwenden sollen, wie sie in bestimmten Konfliktsituationen handeln würden. Umrungen von etlichen Fragen stürzen sie sich auf Bücher, in der Hoffnung auf ein Patentrezept.

Die Frage nach der Erziehung beschäftigt nicht nur Eltern, sondern ganze Fachbereiche, wie z.B. der Pädagogik, der Psychologie, der Soziologie. Ein Thema also, welches so umstritten ist, daß man es kaum schafft auf einen Nenner zu kommen. Bei der Überflutung von Theorien, angefangen von Freud über Piajet zur Maria Montessori, ist es kaum möglich, in diesem Rahmen, ein Überblick zu geben über dieses breite, revolutionenüberspickte, gerissene Thema. Ein Thema, welches im Rückblick unterschiedliche Entwicklungen durchlaufen mußte und heute noch nicht als abgeschlossenes, geklärtes Thema anzusehen ist. Es unterliegt sowohl geographischen, als auch geschichtlichen Veränderungen, wobei wir immer im Hinterkopf die Frage „ Wer zu was erzogen werden soll?" behalten müssen.

Dem gegenüber hat der Qur’an, der vor ca. 1400 Jahren herabgesandt wurde, eine Wahrheit beinhalten, die für jedes Volk, in jeder beliebigen geschichtlichen Periode, an jedem beliebigen Ort seine Gültigkeit und Aktualität bewahrt und weiterhin auch bewahren wird. Die Erziehungsfragen, was sie ist, wer wen erzieht und welche Methoden angewendet werden können, sind größtenteils dieselben wie vor 1400 Jahren und die Antworten ebenso.

Der Muslim hat ein lineares Geschichtsbewußtsein, im Gegensatz zu der westlichen Gesellschaft, die durch ein globales Geschichtsbewußtsein geprägt ist und dementsprechend im allgemeinen die Religion als „ überwundene" Geschichte ansieht.

Bevor wir einen Blick in den Qur’an werfen, widmen wir uns der heutigen Situation. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, wo die Schule ihrer Funktion nachgeht, die Kinder auf ihre Außenwelt vorzubereiten. Die Lehrpläne sind danach ausgerichtet gesellschaftskonforme Menschen zu „ produzieren". Mittlerweile ist man der Erkenntnis nahegekommen, zumindest in der Primarstufe, daß das so nicht geht. Diskussionen über die Notenvergabe in der Grundschule verdeutlichen das Problem. Der Ausspruch vom Bundespräsidenten Romann Herzog, man wolle keine „ Kuschelecken" schaffen, zeigt wie weit man noch davon entfernt ist, in unserem System, etwas zu verändern. Man möchte gesellschaftsfähige, leistungsfähige Individuen formen, wenn man dann noch von Individuen sprechen kann. In all dem wird der Muslim, in dreierlei Hinsicht, mit weiteren Problemen konfrontiert: er wird generell als gesellschaftliches Problem angesehen, hinzu kommt, daß viele muslimische Eltern auf traditionelle Erziehung wertlegen und so bei dem Einzelnen Diskrepanzen entstehen können, weiterhin wird von der Gesellschaft der Säkularismus verlangt, wo sich keiner des Schizophrenität entziehen kann.

Der Islam ist eben sinnbestimmt und Merkmal eines Lebensweges.

Welche Erziehungstheorien stellt der Islam dem gegenüber?

Um diese Frage zu beantworten, machten wir uns auf den Weg nach Meschede, in Richtung Sauerland, wo ein Wochenendseminar stattfinden sollte. Als Referenten trafen Schwester Amina und Schwester Rabeya aus Köln ein.

 

Vorab folgende Überlegungen:

Jedem Einzelnen wurde der Geist von Allah eingehaucht, jeder Einzelne ist mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, so kann jeder Einzelne seinen individuellen Weg zu Allah finden.

Das Ziel ist also jedes Individuum nach seinen Fähigkeiten zu fördern, um Allah zu erkennen.

Welche Rolle übernimmt hier der Lehrer?

Folgende Fragestellungen können als Richtschnur angesehen werden:

Welche Fähigkeiten hat dieser Mensch?

Nutzt er sie?

Wie kann man sie fördern?

Wie bringt er sie für die gesamte Gesellschaft ein?

Daß diese Auffassung von Erziehung, in unserer Gesellschaft, nicht unbedingt beliebt ist, liegt auf der Hand. Schon allein aus dem Grund, daß man dem Konkurrenzdenken kein Platz einräumen möchte. Ich hoffe Ihnen ein Denkanstoß gegeben zu haben, um dieses Thema weiter zu erforschen und zu diskutieren .

Alle Interessenten können sich an das Institut für Internationale Pädagogik und Didaktik (IPD) wenden, um weitere Informationen zu erhalten oder auch das Team einzuladen.

Das IPD bietet daneben noch zwei Kurse an:

a) Global-islamischer Jahreskurs, der die MuslimInnen in einem Jahreskurs befähigen soll, in muslimischen Bildungseinrichtungen pädagogisch und didaktisch qualifizierten Unterricht zu erteilen.

b) Global-islamisches Begfleitstudium: der die muslimischen StudentInnen in einem Zusatzstudium befähigen soll, in muslimischen Bildungseinrichtungen Unterricht zu erteilen.

Die Aktualität dieses Themas kann nicht bestritten werden, sei es im Hinblick auf den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, welches zur Zeit als Diskussionsstoff „serviert" wurde, aber auch im privaten Bereich die Erziehung der eigenen Kinder und die der Gemeinschaft. Es ist die Pflicht jedes Menschen das Wohl des anderen zu wollen und es zu fördern, dafür muß man zuerst selber natürlich bestimmte Voraussetzungen mitbringen.

Der Verantwortung etwas zu Lernen und zu Lehren kann sich keiner entziehen.

Ich möchte Ihnen die Publikationen, die Unterrichtsmaterialien, nicht vorenthalten:

- Schriftenreihe 01: Woher kommen die Elemente? Teil I,

- Schriftenreihe 02: Meine Familie und ich(Aus der Reihe Ich und die Anderen),

- Schriftenreihe 03: Wir und die anderen Religionsgemeinschaften 2-teilig,

- Schriftenreihe 04: Spurensuche-Rätselgeschichten und Crimestories aus dem Qur’an,

- Schriftenreihe 05: Irritationen. Muslimische Mädchen über sich. Ein Interviewbuch,

Schriftenreihe 06: Wir und die Umma,

- Schriftenreihe 07: Woher kommen die Elemente

- Schriftenreihe 08: Rund um den Qur’an (Spiele, Projekte, Materialien),

- Schriftenreihe 09: „Eine Zensur findet nicht statt..." Art.5GG- Arbeitsblätter zum medienkritischen Unterricht 1, Darstellung und Vergleich von Judentum, Christentum und Islam,

 

Kontaktanschrift:

IPD-Institut für Internationale Pädagogik und Didaktik Dollendorfer Str.6, 50939 Köln, Tel./Fax: 0221/462533

 

Alles Lob gebührt Allah.

 

 

Ayfer Cerci

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