Hallo. Mein Name ist Julia und ich bin eine absolute Suckerin. Ich selbst w�rde mich als meistens depressiv bezeichnen. Ich bin nicht suizid gef�hrdet, aber wenn ich alleine bin, oder manchmal auch in einer Gruppe, kommt in mir ein Gef�hl der Leere und der Traurigkeit hoch. Ich wei� nich was es ist, aber es ist schrecklich. Ich mache mir Gedanken was alles auf der Welt passiert. Ich will mich in meinem Zimmer verkriechen, alleine sein. Meistens kann ich die Gegenwart anderer Menschen nicht ertragen. Darum bleibe ich mittags meistens zuhause in meinem Zimmer. Ich habe niemals in meinem Leben irgendetwas wirklich schreckliches erlebt. Die meisten Menschen, die denken und f�hlen wie ich, haben ein tragisches Erlebnis hinter sich. Ich habe mir Gedanken gemacht wieso es mir so geht. Und ich habe absolut keinen Ahnung. Ich kann mich noch an alles erinnern und habe nichts verdr�ngt. Ich wollte schon zu einem Psychologen gehen, aber meine Mutter hat gemeint ich sollte doch einfach mal mit ihr reden. Ich w�sste nicht �ber was und sie steht mir zu nahe.. ich kann nicht sagen was in mir vorgeht. Ich will mit jemandem reden, der mir fragen stellt auf die ich antworten kann. Ich will nicht nachdenken. Wenn mich jemand fr�gt "Was ist mit dir los?" Kann ich keine Antwort geben. Ich habe keine Ahnung wieso ich so verdammt labil sind. Ich sitze rum und bin fr�hlich. Und auf einmal kommt es hoch. Ich wei� nicht was es ist, aber es ist ein SCHEI� Gef�hl. Ich will wissen was mit mir los ist und will etwas dagegen unternehmen.
Ich kenne Leute, denen es �hnlich geht. Sie alle haben schwere Schicksalsschl�ge hinter sich. Ich habe nur zweimal einen wirklich geliebten Menschen verloren. Das eine Mal war ich in der sechsten Klasse und es war mein Trainer, er hat sich erh�ngt. Damals habe ich einmal geweint, als es mir gesagt wurde. Nicht mal mehr auf der Beerdingung weinte ich. Ich habe es einfach vergessen. Damals war ich noch qietschvergn�gt und ich habe mich durch den Tod Manfred M�ckels nicht davon abbringen lassen. Ich war gl�cklich und etwa 2 Tage sp�ter war alles vergessen. Wenn ich allerdings heute wieder an diesen Menschen denke vermisse ich ihn. Dann war da noch der Tod meines �berall geliebten Lehrers Reinhold Ziegler. Er war mein Mathelehrer, aber der einzig nette, den ich jemals kennen gelernt habe. Ja, ich hab mich sogar auf seine Stunden gefreut. Er erz�hlt uns irgendwelche Geschichten und machte Witze und k�mmerte sich um seine Sch�ler. Mag sein, dass ich sensibler als andere bin, aber wenn ich an ihn denke steigen mir immernoch die Tr�nen in die Augen. Vielleicht ist es aber auf die gesamte Situation, ich bin in den letzten Jahren sehr schnell emotional angegriffen. Na ja, als dann meine Freundinnen vorbei kamen und mir sagten er w�re bei einem Autounfall ums Leben gekommen dachte ich gar nichts, ich f�hlte nichtmal etwas besonderes. Ich ging hoch um meine Schue anzuziehen und wollte weinen. Es kam nicht �ber mich, ich habe mich sozusagen dazu gezwungen. Einfach weil ich fand es ist angebracht zu weinen. Ich ging mit ihnen weg und meine Gef�hle �berkamen mich immer mehr. Ich musste weinen, ich konnte �berhaupt nichts fassen. Wir sa�en am Schluss nur noch zu zweit vor der Galerie, ich und Alex, und sagten gar nichts. Wir starrten vor uns hin. Um 8 beschloss sie nach Hause zu gehen, aber ich konnte noch nicht. Sie wollte mich zwar nicht alleine sitzen lassen, aber ich versichterte ihr, dass ich klar komme. Ich sa� einfach nur da und starrte vor mich hin. Fragte mich warum. Fragte mich wieso sowas �berhaupt passiert. Nach einer halben Stunde ging auch ich nach Hause. Unterwegs traf ich meine Eltern mit Hund, die auf der Suche nach mir waren. Meine Mutter hakte sich bei mir ein und das erste was sie tat, war ihre Neugierde zu befriedigen. Sie fragte mich aus was passiert sei, anstatt mich zu fragen wie ich mich f�hlte. In diesem Moment hasste ich sie. Wie in sovielen Momenten. Ich habe nicht wirklich Probleme mit meinen Eltern. Ich f�hle mich oft unverstanden und benachteiligt. Ich entdecke oft Situationen, in denen meine Eltern bei mir anders reagieren als bei meinen Schwestern als sie so alt waren wie ich. Sie geben sich keine M�he mich zu verstehen. Sie sind stur und meinen sie kennen mich. Wie meine Freunde. Alle denken sie wissen �ber mich bescheid oder denken mich ich w�rde mich anstellen und eine Show abziehen. So kommt es mir vor. Ich erhalte eine Fassade aufrecht, die sich bei jedem Menschen �ndert. Nur die Menschen, die diesen Text lesen, kennen mein wahres ich. Verstehen mich. Kennen meine labile und depressive Seite. Irgendwann werde ich dazu mehr schreiben, aber ich kann meine ganze Gef�hlswelt nicht auf einmal niederschreiben, da es mich jedes Mal fast erschl�gt. Ich danke euch einfach daf�r, dass es euch gibt. Vielleicht bin ich ja einfach nicht suizidgef�hrdet, weil ich eben doch Menschen hab, denen ich ab und zu etwas anvertrauen kann. Und vorallem danke ich euch, dass ihr keine Fragen stellt, sondern wartet bis ich von mir aus erz�hle. Daf�r liebe ich euch alle!
Ich   Steven    Sinniges&Unsinniges    Wuhu     G�stebuch
Was kann ich f�r eure Welt
Wenn ihr mit den Hunden bellt
Weil ihr glaubt ihr braucht die Regeln
schafft ihr Regeln die das regeln
Was kann ich denn daf�r
Was kann ich denn dazu
Denn ich hab nur dieses Leben
Dieses Leben will ich leben!
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