Da� sie dabei den vermutlich letzten Mann und Menschen in ihrem abgeschlossenen Lebensraum exekutiert, scheint sie jedoch nicht zu interessieren. Sicher denkt sie in dem Augenblick, in dieser Emotionellen Situation auch nicht daran. Auf den ersten Blick mag diese Reaktion �berzogen wirken, wenn man jedoch bedenkt, da� sie in der Zeit ihres Aufenthalts ihre sozialen Bindungen auf Tiere beschr�nken mu� und sie mit Menschen eigentlich nichts mehr zu tun haben kann und will, wirkt die Tat verst�ndlicher. Wahrscheinlich ist auch alles zu schlagartig passiert um sich �ber etliche Dinge noch den Kopf zu zerbrechen. Ihre Bewertung von Beziehungen mit anderen Menschen f�llt vernichtend aus, das ist ihr in Ihrem Gef�ngnis langsam bewu�t geworden. Vielleicht dankt sie sich, dass ein Mann sie m�glicherweise nur herumkommandieren w�rde, und sie w�rde gehorchen, da sie die Schw�chere w�re. Ich denke das st�rkste und ausgepr�gteste Gef�hl, dass ihr f�r Menschen noch geblieben ist, ist Mitleid. Mitleid aufgrund gesellschaftlicher Konventionen, Leben auf der Basis von Belanglosigkeiten und Zw�ngen.
"Der einzige Feind, den ich in meinem bisherigen Leben gekannt hatte, war der Mensch gewesen.�

Der Schlu� der Wand dagegen ist offen. Sie "hatte das Alte verloren und das Neue nicht gewonnen ..."
� Jetzt bin ich ganz ruhig. Ich sehe ein kleines St�ck weiter. Ich sehe, dass dies noch nicht das Ende ist. Alles geht weiter.�


Anfangs kam mir Marlen Haushofers Roman �Die Wand� ein bi�chen langweilig und eint�nig vor, doch Haushofer beschreibt einfach ihr leben und ihren gleichzeitigen Kampf damit, abgeschlossen von jeglicher Zivilisation. Ich empfand den Roman zum Teil sehr deprimierend und dr�ckend, doch vielleicht ist es mir und wahrscheinlich auch vielen anderen, so dabei gegangen, da die Frau sich eben in einer Situation befindet, die sich h�chstwahrscheinlich kein Mensch wirklich vorstellen kann und will. Es geht sicher auch �ber das menschliche Vorstellungsverm�gen hinaus in v�lliger Abgeschiedenheit zu leben. Der Mensch ist nun einmal ein Gesellschaftswesen. Ohne Zweifel kann man auch, bessergesagt ganz besonders, in unserer heutigen Gesellschaft an Einsamkeit leiden. Zitat: �Wo sind denn die Menschen?� Fuhr der kleine Prinz endlich fort. �Man ist ein bi�chen einsam in der W�ste...� �Man ist auch bei den Menschen einsam�, sagte die Schlange.(Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exup�ry S.58)

Was mich verwundert hat ist, dass die Frau fast vom Beginn des Buches an resigniert und sie ihre Situation kampflos hinnimmt. Ich habe auf gewisse Weise immer auf eine Art Ausbruch und Nachgabe der Gef�hle gewartet, aber es passierte nichts dergleichen. Es ist mir noch immer ein R�tsel wie sie sich dieser Situation so schnell anpassen konnte. Obwohl, sie pa�t sich zwar der Situation an und kommt zum �berleben damit zurecht, aber sie ist nicht gl�cklich, und das bis zum Ende des Romans. Sie war ihr ganzes Leben lang nicht gl�cklich, ausgenommen vielleicht ihre Kindheit. Vielleicht unternimmt sie keine weiteren Schritte, da sie mit ihrem vorherigen Leben im Grunde auch schon ungl�cklich war, aber das hat wahrscheinlich auch viel mit dem Leben der Autorin, Marlen Haushofer selbst zu tun.
Obwohl ich mir die ganze Zeit eine Ver�nderung ein Handeln erwartet habe und mir im Augenblick nicht vorstellen kann (ich meine damit die v�llige Isolation, denn welches menschliche Wesen hat noch nie ein Gef�hl der Einsamkeit erfahren? Obwohl es zum Leben sicher auch dazugeh�rt, aber nat�rlich nur in begrenztem Ma�e!)genauso gehandelt zu haben, h�tte ich in Wirklichkeit vielleicht auch nicht anders gehandelt, bessergesagt �berhaupt nicht gehandelt(obwohl ich das jetzt nat�rlich schwer sagen kann)
b.a.c.k
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