Veitstanz

�ngstlich vor dir Weite suchen,
dich nicht findend dabei fluchen;
springen, tanzen und mich drehen,
nur noch grelle Farben sehen;
immer neu den Drachen schicken,
meine Haut mit Dornen spicken,
um das Haus im Veitstanz springen,
vor dem Feuer mit dir ringen.
Alles dreht sich um mich her,
die Welt versinkt im Farbenmeer -
wenn ich tanze,
mit dir tanze.
Geil auf dich die Zweifel t�ten,
in dem Schattenkreis err�ten,
wenn ich nackt, wie ich geboren,
halb gefunden, halb verloren,
halb gezogen, halb gesunken,
halb verdurstet, halb betrunken
mittern�chtlich bei dir liege,
t�richt mich um dich betr�ge.
Alles dreht sich um mich her,
die Welt versinkt im Farbenmeer -
wenn ich tanze,
mit dir tanze.
In meinem Kopf sind Spiegelscherben,
taumelnd st�rzte ich ins Verderben.
Zwischen Tod und ewig leben
muss es etwas drittes geben.
Alles dreht sich um mich her ...
Kleid aus Rosen

Ein gutes M�dchen lief einst fort,
verliess der Kindheit sch�nen Ort;
verliess die Eltern und sogar
den Mann, dem sie versprochen war.
Vor einer Haus da blieb sie stehn,
darinnen war ein Mann zu sehn
der Bilder stach in nackte Haut,
da rief das gute M�dchen laut:
Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weisses Kleid,
stech die Blumen in den blossen
unber�hrten M�dchenleib.
'Diese Rosen kosten Blut',
sprach der Meister sanft und gut,
'enden fr�h dein junges Leben,
will dir lieber keine geben.'
Doch das M�dchen war vernarrt,
hat auf Knien ausgeharrt
bis er nicht mehr widerstand
und die Nadeln nahm zur Hand.
Meister, Meister gib mir Rosen ...
Und aus seinen tiefen Stichen
wuchsen Bl�tter, wuchsen Bl�ten,
wuchsen unbekannte Schmerzen
in dem jungen M�dchenherzen.
Sp�ter hat man sie gesehn,
einsam an den Wassern stehn.
Niemals hat man je erfahr�n,
welchen Preis der Meister nahm.
Meister, Meister gib mir Rosen ...
b.a.c.k
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