Unter Deutschlands Rockstars ist er mit rund zehn Millionen verkauften CDs einer der erfolgreichsten und vielseitigsten: Bereits vor seinen ersten Plattenerfolgen arbeitete er als musikalischer Leiter des Schauspielhauses Bochum und Schauspieler - unter anderem im Welterfolg �Das Boot�.
Aus dieser Rolle d�rften ihn die meisten Deutschen kennen - oder aber dank seines Welterfolges "M�nner" vom Album "Bochum" (1984). Seitdem gilt er als begabter Rocks�nger mit leichtem Hang zu stilisiertem Selbstmitleid.
Den Erfolg von Bochum konnte Gr�nemeyer nicht wiederholen. Gr��eres Aufsehen erregte er erst wieder, als er 1994 als erster nicht englisch singender Musiker eingeladen wurde, bei "MTV Unplugged" zu spielen. Die Aufzeichnung fand in den Potsdamer Babelsberg Studios statt.

Nach f�nf Jahren Abstinenz erschien im April 1998 Gr�nemeyers neuntes Studio-Album "Bleibt alles anders". Die im Anschluss an die Ver�ffentlichung geplante Tour wurde jedoch wegen privater Schicksalsschl�ge zun�chst mehrfach verschoben und dann ganz abgesagt.
ho: Sie haben einmal gesagt, dass Sie den Text Ihrer Lieder f�r eher sekund�r halten und die Melodie im Vordergrund steht ...

Herbert Gr�nemeyer: Ja, das ist schwer zu erkl�ren. Die Gesamtheit muss wirken. Text hat auch noch eine ganz andere Ebene als den Inhalt: Text hat eine rhythmische Ebene und ist auch ein Instrument. Man sollte sich davor h�ten, dass man den Text seziert und sagt "Ich mag das Lied, weil der Text gut ist." Die Melodie muss wirken, das Arrangement muss wirken - das ist eine Einheit. Wir neigen oft noch dazu, mit dem Ohr am Text zu kleben - davon m�ssen wir uns l�sen. Aber nat�rlich sind mir auch die Texte sehr wichtig - gerade weil mir meine Musik so wichtig ist, versuche ich auch Texte zu schreiben, die diese Musik st�tzen und transportieren.
Land unter

Der Wind steht schief
die Luft aus Eis
die M�ven kreischen nur
Elemente duellieren sich
Du h�lst mich auf Kurs
hab keine Angst vorm Untergeh'n
Gischt schl�gt ins Gesicht
k�mpf mich durch zum Horizont
denn dort treff ich Dich

Geleite mich heim
rauhe Endlosigkeit
bist zu lange fort
mach die Feuer an
damit ich Dich finden kann
steig zu mir an Bord
�bernimm die Wacht
bring mich durch die Nacht
rette mich durch den Sturm
fa� mich ganz fest an
da� ich mich halten kann
bring mich zum Ende
la� mich nicht mehr los

Der Himmel heult
die See geht hoch
Wellen wehren Dich
st�rzen mich von Tal zu Tal
die Gewalten gegen mich
bist so ozeanweit entfernt
Regen peitscht von vorn
und ist's auch sinnlos
soll's nicht sein
ich geb' Dich nie verlorn

Geleite mich...
b.a.c.k
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