Titel: Wo bist du?

Autor: GinaAkari/GiaSheeneDarkstealer

E-mail: [email protected] oder [email protected]

Fanfiction: Gundam Wing

Pairing: 1x2

Rating: PG-16

Warnung: [songfic] [depri] [death] [lime]

Kommentar: Duo fühlt sich allein und überrascht Heero mit einem köstlichen Drink...

Disclaimer: Gundam Wing gehört Bandai, Sunrise, etc... „Wo bist du“ gehört der Band

                   „Silly“. Ich mache hiermit keine Kohle, dient lediglich dazu Spaß zu haben...

 

 

 

 

„Die Nacht hat den Tag langsam umgebracht und alle Katzen grau gemacht... Ich kühle am Fenster mein Gesicht. Wo bist du? Wo bist du? Warum kommst du nicht?“

 

Siehst du denn die Tränen nicht, die ich weine? Du bist doch sonst immer da! -Immer, wenn du gerade wieder Lust hast, dich an mir abzuschinden, mich in deinem Verlangen an mich zu reißen und mich zu nehmen, ob ich will oder nicht...

 

Wieso bist du jetzt nicht da, wenn ich mich so einsam fühle und mir wünsche in deinen starken Armen zu liegen, schwach sein zu dürfen? Alles, was ich will, ist deine Wärme spüren, Heero...

 

Mein Gesicht glüht, die Augen rot von den Tränen, die ich geweint habe... Das kalte Fensterglas tut gut so gut auf meiner heißen Haut...

 

„Die Straße schickt lockend ein Lachen rauf. Ich will es nicht und werf’s wieder raus...“

 

Was soll ich mit dem schönen Anblick, wenn du ihn nicht mit mir teilst?!

 

Die Sonne versucht ihre schwachen Strahlen durch den wolkenbehangenen Himmel zu senden, so wie ich versuche dir meine Liebe zu schenken, auf dass du sie erwiderst... Doch du tust es nicht! Ich bin für dich nicht mehr, als ein Objekt deiner Begierde, das für dich bereit ist, wann immer du es willst...

 

Und das Schlimmste daran ist, dass ich mich daran erfreue! Ich bin lieber nur eine Marionette für dich, als wenn ich dir gar nichts bedeuten würde...

 

Draußen liegt Schnee. Der Himmel ist dunkel und die Tannen vor dem Haus scheinen sich dicht aneinander zu drängen. Es ist verdammt kalt draußen! Und auch mein Herz fühlt sich so erfroren an...

 

„In meinen Tränen schwimmt Kerzenlicht... Wo bist du, wo bist du? Warum kommst du nicht?“

 

Du hast mich hierher gebracht, in diese einsam daliegende Berghütte. Ich hab’ mir das alles so wunderschön romantisch vorgestellt, habe gedacht du würdest zusammen mit mir am Kamin sitzen wollen, kuscheln... Es hat mich so überrascht! Ich dachte, du wärst sanfter geworden...

 

Doch von Sanftheit fehlt dir jede Spur, Yuy! Andauernd schlägst du mich und tust mir weh...

 

Ein leises Schluchzen kämpft sich aus meiner Kehle durch meine Lippen hindurch. Ich kann das einfach alles nicht mehr ertragen! Wieso siehst du denn nicht, dass ich dich so sehr brauche, mich nach zärtlichen Berührungen von dir sehne?

 

Ich setzte mich wieder auf die Couch, schlinge eine Decke um mich und ziehe die Füße an. Ich lege meinen Kopf auf meine Knie und weine leise weiter. Mein Körper zittert und ich friere... Wieso wärmst du mich nicht?

 

„Eine Fliege ertrinkt in meinem Wein. Es ist totenstill. Ich hör’ sie ‚Hilfe’ schrei’n... Ich seh’ ihr zu und ich sehe mich...“

 

Das Insekt ertrinkt qualvoll. Nur eine Fliege... Sie ist es nicht wert, dass man ihr hilft. Genau, wie ich...

 

Wieso solltest du mir helfen, Heero? Mich beschützen? Dazu müßtest du dich ändern... Das wäre wirklich zu viel verlangt!

 

Ich lache bitter auf und beiße mir auf die Lippe.

 

„Wo bist du? Wo bist du? Warum kommst du nicht?“

 

Warum? Heero, warum?

 

Siehst du denn nicht, dass ich dich so sehr liebe, dass ich mich zu deinem Sklaven mache? Ich bin abhängig von dir, das weißt du. Und ich muss sagen: Du nutzt es wirklich fabelhaft aus!

 

Ich sitze einfach still da, tue nichts. Das Ticken der großen Standuhr zeigt mir an, wieviele Minuten vergehen. Sehen kann ich nichts. Es ist zu dunkel hier... Die Wohnung nur erhellt von dem Licht der Kerzen, die ich angezündet habe.

 

Ich wollte, dass du es schön hast, wenn du von deiner “Arbeit“ zurückkommst, dachte nur, es könnte dir gefallen und dich vielleicht in etwas mildere Stimmung versetzten...

 

Doch du bist nicht da! Weder jetzt, noch irgendwann...

 

Langsam erhebe ich mich und gehe zu der kleinen Bar, die ich schon fast geleert habe, in all den Tagen, die wir nun schon hier wohnen. Meine Hände zittern, als sie zwei Gläser aus dem Regal nehmen. Ich tue etwas von dem Schnaps hinein. Dann hole ich ein kleines Fläschen aus der Tasche und verteile den Inhalt sorgsam auf die Gläser.

 

Wir wollen doch anstoßen, wenn du zurückkommst, ne?!

 

Ich gehe zurück zur Couch. Es ist jetzt kurz vor Mitternacht. Du müßtest bald zurück sein.

 

Traurig kuschele ich mich in meine Decke und schließe die Augen. Ich kann nicht schlafen. Wie immer warte ich darauf, dass du endlich nach Hause kommst. Und hej...

 

„Babe, Babe, wenn du kommst, brennt in der Minibar noch Licht. Da steht ein Bittermandel-Shake. Den überlebst du nicht, den überlebst du nicht...“

 

Endlich ist es soweit! Ich höre, wie du den Schlüssel im Schloss herumdrehst. Die Tür geht leise auf und du trittst ein, hängst deinen langen Mantel an den Haken im Flur.

 

„Die Nacht hat den Tag langsam umgebracht und alle Weiber so wunderschön gemacht...“

 

Bei welcher von ihnen warst du diemal? Ich weiß doch, dass du nicht wirklich auf Männer stehst... Du bist auch nur mit mir zusammen, weil ich so weiblich wirke, du alles mit mir machen kannst... Das ist so schön einfach!

 

Doch ich unterdrücke die Wut und den Schmerz in mir.

 

Ich stehe auf und gehe auf dich zu. „Hy, Heero!“, begrüße ich dich mit meiner gespielt fröhlichen Miene. Du siehst mich nur an, erwiderst meinen Gruß jedoch nicht. Ich habe es auch nicht erwartet.

 

Als wäre nichts gewesen, ziehe ich dich zu der Couch. Widerwillig folgst du mir. Meine Tränen sind inzwischen getrocknet, du siehst nicht, dass ich geweint habe. Nur mein Herz weint weiter...

 

Du siehst verfroren aus. Wie gerne würde ich dich jetzt an mich ziehen und dich wärmen. Doch du würdst mich wieder von dir stoßen, das weiß ich...

 

„Trink’ doch erstmal einen Schluck!“, biete ich dir an und reiche dir eines der beiden Gläser. Emotionslos nickst du mir zu und setzt das Glas an deine Lippen. Ich weiß, dass du lieber Wein trinkst, aber es ist keiner mehr da. Nur das eine Glas, in dem noch immer die tote Fliege schwimmt.

 

Auch wir werden bald tot sein, Heero! Du weißt es noch nicht, ahnst nichts davon. Doch ich weiß, welch’ tötliche Flüssigkeit du trinkst, deinen Hals hinabgleiten läßt. Ich nehme mein Glas und trinke einen Schluck. Wir müssen den Inhalt nicht einmal wirklich leeren. Ein winziger Tropfen genügt.

 

Heero... Ich werde für dich sogar zum Mörder! Du darfst mir nicht böse sein! Ich liebe dich doch! Ich liebe dich so sehr, dass ich mit dir zusammen sein will! Und wenn ich nicht im Leben mit dir glücklich sein darf, dann sollst du mir wenigstens im Tod gehören!

 

Du wirst nichts spüren, genausowenig, wie ich. Das Gift wird seine Wirkung langsam verteilen. Erst wird uns etwas warm werden, dann werden wir müde werden und letztendlich werden wir einfach einschlafen...

 

Ich sehe in deinen wunderschönen, kobaltblauen Augen, über die sich langsam ein nebliger Schimmer legt. Es wirkt schon, nicht wahr?! Du wirst schon müde, Heero... Genauso, wie ich...

 

Plötzlich hebst du mih hoch und trägst mich in unser Schlafzimmer. Ich merke, dass es dir nicht so leicht fällt, mich zu tragen, wie sonst... Vorsichtig legst du mich auf das Bett ab und setzt dich zu mir.

 

Du neigst dich nach vorne und gibst mir einen Kuss. Deine Lippen sind warm, deine Berührungen leicht, der Druck deiner Lippen ganz sanft.

 

Mit einer Hand fährst du vorsichtig durch mein Haar und öffnest den Zopf. Deine Hand streichelt zärtlich über meine Wange. Dann befreist du mich von meinen Sachen.

 

Du hast mich noch nie so zärtlich berührt, wie jetzt...  Mein Herz rast und mir wird ganz flau im Magen. Es scheinen tausend Schmetterlinge darin herumzuschwirren. Vielleicht ist es auch nur das Gift...

 

Benebelt vor Glück und dem Rauschzustand, der mich langsam von innen zersetzt, ziehe ich dir die Sachen aus. Du schmunzelst und küßt meinen Hals, brinsgt mich dazu die Beine zu spreizen und kniest dich in dein kleinen Freiraum dazwischen. Vorsichtig hebst du meinen Hintern an, beginnst in mich einzudringen. Immer und immer wieder küßt du mich dabei sanft. Deine Hände streicheln mich.

 

Mit zärtlichen Stößen nimmst du mich, solange, bis wir beide kommen. Ich bin wie verzaubert von deinen Berührungen. Du kannst kaum noch die Augen offen halten, als du dich auf meine Brust sinken läßt.

 

Es war noch nie so schön, wie heute, Heero... Ich wünschte nur, wir könnten uns noch einmal so berühren, uns mit soviel Verständnis und Liebe begegnen, wie eben.

 

Doch uns rennt die Zeit davon. Die Uhr tickt immer weiter. Ich kann kaum noch etwas sehen, starre nur geradeaus, auf dich hinunter, streichle deinen Haarschopf. Du läßt deine Hand immer wieder zärtlich über meine Brust streicheln.

 

Konntest du nicht schon früher so sein? Warum fällt mir das Sterben auf einmal so schwer? Plötzlich wünschte ich, ich hätte uns diesen Todescocktail nicht gemischt.

 

Sie werden uns nackt finden, in unserem Bett... Trowa, Quatre, Wufei... Sie werden keinem sagen, wie gemein du zu mir warst und wie sehr ich dich dafür verabscheut habe, doch sie werden wissen, dass ich dich umgebracht habe, Heero...

 

„Ich heule und ich haße dich...“

 

Haße dich, weil du mir nicht früher gezeigt hast, dass du auch anders kannst, weil wir jetzt sterben werden, weil wir in dieser Nacht alles bekommen und alles gegeben haben...

 

Du schließt die Augen. Ich spüre deinen Atem nicht mehr auf meiner Haut. Mit letzter Kraft und Mattigkeit küße ich zärtlich deine Stirn.

 

Hast du doch gewußt, was ich getan habe? Warst du deshalb noch einmal so lieb zu mir? Weil du wolltest, dass ich einen schönen Tod sterbe? Ich wünschte es wäre so, Heero... Ich wünschte, du liebtest mich!

 

Langsam fallen mir die Augen zu. Ich lächele, weil ich glaube den neuen, den sanften Heero, im Tod wiederzusehen. Doch ich habe etwas Wichtiges vergessen: Selbstmörder kommen niemals in den Himmel! Ich hole noch einmal tief Luft, mein Herzschlag verstummt...

 

Auf der anderen Seite suche ich dich, doch kann dich nicht finden... Wieder beginne ich zu weinen. War denn alles, was ich getan habe, umsonst?!

 

„Wo bist du? Wo  bist du? Warum kommst du nicht?“

 

 

*Owari*

 

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