Titel: Liebe bis in den Tod

Autor: Julia

E-Mail: [email protected]

Widmung: Gia, ich kann nicht glauben, dass ich das wirklich für dich schreibe!!! Und ein kleines Danke an Bini, die mir beim Anfang geholfen hat.

Fanfic: Gundam Wing

Rating: NC-17 (!!)

Warnung: yaoi, sm/bondage, angst, rape, violence, death (?)

Kommentar: Eigentlich hasse ich solche Storys Nie im Leben würd ich so was Lesen! Aber für meine Liebste überwinde ich mich und schreibe es.

Pairing: 2x1x2

Disclaimer: Keine Geldmache mit dieser Story! Rechte für Gundam Wing liegen bei Bandai,

                   Sunrise und co...

 

Das Zimmer war weiß. Ein bedrückendes, nacktes weiß. Alles darin. Die Wände, die Decke, der Boden, das Fensterbrett. Es war ein unangenehmes weiß. Es strahlte kein Licht aus und der Raum wirkte auch nicht heller. Im Gegenteil, dem bezopften Jungen kam es jedes Mal wie in einem Irrenhaus vor, nur das die Möbel nicht gepolstert waren. Nicht, dass er je in einem Irrenhaus war, aber seiner Meinung nach war auch das nur noch eine Frage der Zeit. Das metallene Klappbett war frisch gestrichen worden. Selbst das Waschbecken in der Ecke war weiß. Duo fühlte sich unwohl. Allerdings lag das nicht nur an der erdrückenden Farbe. Mehr an dem einzigen Farbklecks im Zimmer. Ein dunkelbrauner, verwuschelter Haarschopf, der unter der Bettdecke hervorlugte. Traurig zog sich Duo einen Stuhl ans Bett und setzte sich. Er konnte spüren wie die Tränen wieder in seine Augen traten. Es war alles seine Schuld. Er fischte unter der Decke nach Heeros Hand und hielt sie zärtlich fest. Sich selbst hassend, starrte Duo auf den dicken Verband um Heeros Handgelenk. Wie hatte er das nur zu lassen können?

 

~Flashback~

 

„Ich bin wieder da Schatz!“ Duo warf seinen Rucksack in die Ecke. „Ich hab dir Wundsalbe mitgebracht!“ Keine Antwort. Duo zuckte mit den Schultern. Wahrscheinlich schlief Heero, er hatte ihn ja auch ziemlich hart rangenommen. Er suchte die Salbe aus dem Rucksack und ging ins Schlafzimmer. Das erste, dass ihm auffiel war das Blut. Es war förmlich überall. Heero lag auf den Bett in seinem eigenen Blut. Duo schrie auf und rief den Notarzt.

 

~Flashback End~

 

Tränen tropften auf Heeros Hand. Er zuckte leicht. Duo wischte sich über die Augen und sah Heero zärtlich an. „Verzeih mir! Oh bitte verzeih mir.“ Er wurde von einem erneuten Weinkrampf geschüttelt.

 

~Flashback~

 

„Knie gefälligst nieder du Wurm!“ Duos harte laute Stimme halte durch die Wohnung. Heero lag gekrümmt auf den Boden. „Ja Herr.“ Er versuchte sich aufzuraffen und sich hinzuknien. Duo knurrte bedrohlich und ließ die Gerte auf Heeros Rücken schellen. „Du bist ein unartiger Sklave!“ „Vergebt mir Herr.“ Duo zischte. Heero tat sein Bestes um sich wieder hin zuknien. Tausend Gedanken huschten durch seinen Kopf. Er musste stark sein für Duo. Er musste ihm gehorchen sonst würde sich der süße, lächelnde Junge wieder in ein Monster verwandeln und ihn verletzen. Er hatte Angst, fürchterliche Angst. Duo zog ihn brutal an den Haare nach oben und rammte sein Knie in Heeros Bauch. Wimmernd sank der braunhaarige Junge aufs Bett, wo Duo ihn sofort mit Handschellen ankettete. Heero versuchte seine Gedanken abzuschalten. Die Tortur über sich ergehen zu lassen, wie jedes Mal. Er wünschte sich so sehr, dass Duo ihn einmal zärtlich nehmen würde, aber das tat er nie. Heero schloss die Augen und stöhnte. Er wusste, dass Duo es als ein Stöhnen der Lust aufnehmen würde, aber das war es nicht. Heero hatte Schmerzen. Körperlich sowie seelisch. Das sein Körper weh tat und blutete war er bereits gewohnt, das hörte auch wieder auf. Der Schmerz in seinem Inneren dagegen halte ewig wieder. Es war ruhig um ihn herum und die Angst nahm zu. Stille war bei Duo nie etwas gutes. Und er sollte Recht behalten. Duo begann mit einem Messer seinen Namen in Heeros Haut zu ritzen während er brutal in ihn eindrang. Heero schrie und Tränen traten ihm in die Augen. Er schluckte den dicken Kloß in seinem Hals hinunter. Duo fickte ihn brutal, gewalttätig, ohne Rücksicht auf Heeros Erregung. Nur auf seinen eigenen Genuss fixiert. Heero zwang sich zu Atmen. Es tat so weh. Er keuchte laut, schnappte nach Luft. „Das gefällt dir wohl mein kleiner Sklave!“ Duo biss brutal in seine Brustwarze. Heero stöhnte abwesend. Er hoffte nur, dass es bald vorbei sein würde. Duos Stöße wurden härter und Heero schaltete ab. Er dachte daran, dass Duo auch anders sein konnte. Er wünschte sich so sehr, dass Duo zärtlicher wäre, sanfter, wie ein Frühlingshauch. Aber er wagte nicht zu widersprechen oder Duo zu sagen, dass ihm diese Sachen die er machte nicht gefielen. Die Angst, dass Duo ihn verlassen könnte war viel größer als der Schmerz in ihm.

 

~Flashback End~

 

Duos Schluchzen nahm ab, als er bemerkte, dass Heero sich bewegte. Er sah auf und blickte ihn tieftrauriges Kobaltblau. „Heero! Wie fühlst du dich?“ Eine ganze Weile schwieg der andere Junge. Löste nur seine Hand von Duo und setzte sich auf. „Warum?“ Duo verstand nicht ganz. „Warum bin ich nicht tot? Wieso hast du mich nicht sterben lassen!?“ Tränen traten in Heeros Augen und er klammerte sich in die Decke. „Ich hab doch immer getan was du wolltest! Ich gehörte dir. Du konntest mit mir machen was du wolltest!“ Duo sah ihn entsetzt an, nicht fähig zu antworten. „Du hast mir alles genommen! Meine Würde! Meinen Willen! Lass mich wenigstens entscheiden, wann es genug ist.“ Heero weinte hemmungslos und Duo wünschte sich er würde an Heeros Stelle in diesem Bett liegen. Wünschte sich es wäre alles anders gelaufen. Wünschte sich er wäre tot. „Heero...ich..“ Duo streckte die Hand aus und legte sie auf Heeros tränenverschmierte Wange. Der Braunhaarige fuhr erschrocken zurück. Seine Augen waren angstvoll geweitet und sein Gesicht war bleich. „Bitte nicht noch mal...Bitte...“ Er wimmerte leise. Duo zog die Hand zurück, als hätte er sich verbrannt. „Heero...“ Der sonst so starke Pilot, lag zusammen gerollt auf seinem Bett und wimmerte kläglich.

 

~Flashback~

 

„Was...was tust du da Duo?“ Auf Duos Gesicht stahl sich ein Grinsen. Er presste Heeros Handgelenke schmerzlich nach oben und kettete ihn an das Bettgeländer. Heero war viel zu überrascht um sich zu wehren. Duo biss ihn brutal in die Seite. „Oh mein süßer kleiner Sklave.“ Sklave!? Heero riss erschrocken die Augen auf. „Das ist ein schlechter Scherz Duo!“ Duos unnachgiebige Faust traf ihn brutal am Kinn. Heero schluckte. „Mach mich los!“ Duo drückte Heeros Erregung schmerzhaft zusammen. „Ich glaube ich du hast nicht verstanden! Ich habe hier das sagen.“ Heeros Körper begann vor Angst zu zittern. Das konnte nicht Duo sein, der da über ihn hockte und ihn quälte. „Duo...“ Wieder eine Ohrfeige. „Nenn mich Herr! Du elender Wurm.“ Heero unterdrückte die Tränen. „Ja Herr.“ Duo strich seine Seite entlang und kniff ihn leicht. „So ist es gut Sklave!“ Heero nickte und starrte furchtsam in Duos Augen. Sie waren so anders. Das war nicht der lebhafte Junge den er so liebte.

 

~Flashback End~

 

Heero schrie laut auf und zog die Decke über seinen Kopf. „Geh weg...“ „Heero ich...“ „Geh weg! Bitte geh weg..“ In Duo schrie es. Er konnte doch nicht einfach gehen. Langsam zog er Heero die Decke vom Kopf. Heeros Augen weiteten sich angstvoll und er kletterte aus dem Bett, hockte sich in eine Ecke und krümmte sich zusammen. „Bitte tu mir nicht mehr weh...Bitte Duo....Ich...ich hab doch immer gemacht was du wolltest.....Bitte...Es tut so weh...“ Duo blieb wie angewurzelt stehen. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und er zitterte stark. Er hatte noch nie jemanden so sehr gehasst wie sich selbst in diesem Moment. „Ich werd dich nicht anfassen Heero. Hab keine Angst.“ Keine Angst. Das hörte sich selbst für Duo unglaublich lächerlich an. Er hatte Heero gepeinigt, gedemütigt und versklavt. Natürlich hatte er Angst vor ihm. „Wieso hast du nie etwas gesagt Heero? Wieso hast du mich glauben lassen es wäre okay für dich? Wieso??“ In Duos Augen brannten Tränen, doch er konnte nicht mehr weinen. Er hatte keine Kraft mehr. Er hatte nur geweint, die letzten Wochen, nach Heeros Selbstmordversuch.

 

~Flashback~

 

„Wie bitte?“ „Mr. Maxwell bitte beruhigen Sie sich. So helfen Sie niemanden.“ „Beruhigen?“ Duo pfauchte den Arzt an. „Mein Freund hat sich die Pulsadern aufgeschnitten und sie sagen mir ich soll mich beruhigen!!!??“ Duo sank auf die Knie. „Wieso hat er das getan?“ Der Arzt betrachtete Duo mitleidig. „Es hat seelische Ursachen. Er hat Verletzungen am ganzen Körper, die er sich nicht selbst zugefügt haben kann. Wir denken das die Person die ihm das angetan hat Schuld trägt. Genaueres können wir Ihnen allerdings erst sagen wenn er aufgewacht ist.“ Duo war bei den Worten des Arztes bleich geworden und hatte abwesend genickt. Es war seine Schuld. Alles seine Schuld. Sein wunderbarer unschuldiger Engel wollte seinetwegen sterben. Duo brach zusammen.

 

~Flashback End~

 

„Ich hatte Angst Duo.....“ Der Angesprochene sah auf und betrachtete Heero vorsichtig. Er sah so furchtbar zerschunden aus. „Angst? Wovor?“ Heero weinte leise. „Das du mich verlässt, wenn ich das nicht mache...Das du mich wegschickst wenn ich dir nicht gefügig bin..“ Heeros Stimme wurde immer leiser und brach schließlich. Duo wurde schlecht und er hatte das Gefühl als müsste er sich übergeben. Er empfand Abschaum und Ekel vor sich selbst. „Bitte geh jetzt Duo...“ Duo schluckte und nickte. Er würde gehen, er musste nur noch eines klar stellen. „Ich hätte dich nicht verlassen Heero. Nie. Ich liebe dich.“ Wütend raffte Heero sich auf, etwas von seiner früheren Würde zurückerkämpfend. „WARUM HAST DU DAS DANN GETAN!?“ Heeros Stimme halte durch das ganze Krankenhaus und Duo zuckte zurück. „Ich dachte du würdest es mögen...Ich...ich war dumm....Ich habe nicht darauf geachtet....Ich...“ Duo kam sich so unendlich schmutzig vor. „Verzeih mir Heero.“ Duo drehte sich schnell um und rannte aus dem Raum. Heero sah ihm nach. Er konnte nicht mehr. Mit letzter Kraft schaffte er es bis zum Bett bevor er anfing zu weinen. Er liebte Duo doch.

 

Duo rannte zurück in ihre Wohnung. Es war furchtbar. Alles erinnerte ihn hier an seinen Heero. Seinen Heero den er verloren hatte, durch seine krankhafte Dummheit. Duo öffnete den Kasten und entfernte all die Lederklamotten, Handschellen und sonstige Spielsachen die er im Laufe der Zeit angesammelt hatte. Er entfernte alles das an seine Taten erinnerten. Er bezog das Bett neu, stellte Blumen auf den Tisch, putze die Wohnung. Wieso tat er das nur? Glaubte er wirklich, dass Heero zu ihm zurückkommen würde? „Nein!“ Duo sank auf den Boden und boxte gegen eine Wand. „Nein...Nein...Nein! Nein! Nein! Nein!“

 

Heero schlief unruhig, trotz der Beruhigungsspritze die man ihm gegeben hatte. Immer wieder sah er Duo vor sich. Er konnte ihn nicht vergessen. Er liebte ihn, aber was Duo getan hatte war..... Heero schrak im Schlaf hoch und setzte sich kerzengerade auf. Er war schweißgebadet und rang nach Luft. „Duo!“ , war das einzige was er schrie bevor er ohnmächtig wurde.

 

~Flashback~

 

Heero ging unruhig in der Wohnung auf und ab. Duo war gerade gegangen, das tat er immer nach dem er ihn gefickt hatte. Er musste es schnell tun, dass wusste er. Er hatte sich dagegen entschieden Duo einen Abschiedsbrief zu schreiben, das würde auch nichts mehr ändern. Tränen traten ihm in die Augen, wenn er daran dachte, dass bald alles vorbei sein würde. Aber er musste es tun. Entweder er beendete es selbst oder Duo würde ihn Stück für Stück weiter zerstören, bis es zu spät war. Weinend setzte er sich aufs Bett. Hier hatte alles angefangen und auch hier sollte es enden. Entschlossen setzte Heero das Messer an seine Pulsadern und begann zu schneiden.

 

~Flashback End~

 

Als Heero die Augen wieder aufschlug war es dunkel im Zimmer. Er drehte den Kopf leicht und sah auf die medizinische Anzeige. Systematisch begutachtete er sie. Normaler Puls. Das war gut. Er versuchte die Gedanken an das Geschehene zu verdrängen, doch es gelang ihm nicht. Er zog sich die Decke über den Kopf und schloss, die Augen als er Schritte am Gang vernahm. Seine Tür wurde geöffnet und jemand betrat den Raum. „Danke Doc, dass sie mich angerufen haben.“ Ein bestätigender Laut und das Klacken der Tür, als sie wieder geschlossen wurde. Heero war leicht zusammengezuckt als er Duos warme Stimme gehört hatte. Wieso war er hier? Hatte er ihn nicht genug gequält? Heero bewegte sich nicht und öffnete auch nicht die Augen, als Duo ihm die Decke vom Kopf zog. Er hatte Angst, aber er wagte nicht sich zu rühren. Zu seinem Erstaunen deckte Duo ihn gut zu und strich seinen Polster glatt. „Heero....“ Der Angesprochene antwortete nicht, Duo schien das auch nicht zu erwarten. Er setze sich auf den Stuhl, der am Bett stand und nahm Heeros Hand in seine. „Ich weiß du kannst mich nicht hören...aber....es tut mir wirklich leid Heero.“ Er schwieg eine Weile und hauchte einen Kuss auf Heeros Handrücken. „Ich bin gekommen um mich zu verabschieden. Ich hab dir zu viel Schmerz zugefügt, als dass ich glauben könnte du würdest mir verzeihen. Ich war ein Narr Heero. Wenn du nach Hause kommst werde ich schon weg sein. Mein Zug geht heute Nacht. Ich verstehe es wenn du nicht weiter in der Wohnung wohnen willst. Die Erinnerungen...“ Er verstummte und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, die bereits auf Heeros Hand tropften. Duo stand auf und streichelte über Heeros Stirn. „Leb wohl Koi.“ Er drückte einen sanften Kuss auf Heeros Stirn und ging dann zur Tür. Kurz blieb er in der geöffneten Tür stehen, bevor er sich umdrehte und lächelte. „Ich liebe dich Heero.“ Lautlos fiel die Tür ins Schloss.

 

Heero setzte sich kerzengerade auf und starrte Duo nach. Er...er war gegangen. Er war endlich frei. Wieso, verdammt fühlte er sich dann als hätte er alles verloren? Er hatte doch gewollt, dass Duo ging, oder?

 

~Owari~

 

 

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