Titel: Shooting Stars

Autor: Julia & GinaAkari/GiaSheeneDarkstealer

E-Mail: Julia: [email protected] Gina/Gia: [email protected]

Widmung: Julia: Gia. Danke für mein erstes RPG *festknuddel* Gina/Gia: Meinerseits an

                  Julie! Du bist klasse! *knutsch*

Fanfiction: Gundam Wing

Rating: NC-17 (Ich richte mich da nach Julie, hab’ dafür selbst immer zu komische

             Ansichten (*g*)

Warnung: [yaoi] [lemon] [angst] [silly] [sap] [rom] [language]

Kommentar: Julia: Bringt euch in Sicherheit... Gina/Gia: Tja, auf sowas kommt man halt beim

                     Chatten... Wir quälen euch jetzt! *g* Ach noch was: Da ich mich strikt gegen die

                     neue Rechtschreibung wehre und diese also auch nicht beherrsche, ist dieses

                     Geschichte jetzt mal in zwei verschiedenen Rechtschreibvarianten geschrieben.

                     Gomen!!! Ach ja: Heero ist Model und Duo Fotograf!

Pairing: 1x2x1??? 3x4 13x5x6x5x13x6????? *blödguck* Zuviel für mich, gomen! *g*

Disclaimer: Keine Geldmache mit dieser Story! Rechte für Gundam Wing liegen bei Bandai,

                   Sunrise und co...

 

 

 

Die lange Limosine hielt vor dem großen Gelände. Lange, muskulöse Beine schwangen sich aus dem Wagen. Kurze Zeit später folgte auch der Oberkörper. Ein kurzer, skeptischer Blick glitt aus den kobaltblauen Augen über das große Anwesen.

 

Hier also sollte das nächste Shooting stattfinden. Und ein neues Team sollte die Aufnahmenmachen. Na toll! Heero steckte die Hände in die Taschen seines edlen, weißen  Anzuges und stapfte in die große Empfangshalle.

 

Schweigend sah er sich um. Er ging auf die Empfangsdame zu und stellte sich vor. Das junge Mädchen lächelte freundlich, doch es ließ ihn kalt. “Sie werden gleich abgeholt Mr. Yuy.” Heero nickte und lehnte sich an eine Wand.

 

Kurze Zeit später erschien ein großer, gutaussehender Mann in der Halle. Sein Platinblondes Haar fiel ihm über die Schultern. Der Mann hatte eine seltsame Art zu gehen, er schwang seine Hüften ständig hin und her. “Ach da ist ja unser Star. Oh wie süü~~üß.”

 

Er schnappte sich Heeros Hände und drückte dem geschockten Jungen je einen Kuss auf die Wangen. Heero räusperte sich kurz und brachte den Schönling wieder auf Abstand. Dann sahen seine Augen sich um.

 

"Ich nehme an, sie sollten mich abholen. Wenn sie mir bitte mein Zimmer zeigen würden..." Er verschwieg, daß ihn der lange Flug etwas ermattet hatte und verschränkte abwartend die Arme.

 

“Aber natürlich Herzchen. Wenn du mir bitte folgen würdest.” Heero schüttelte den Kopf und folgte dem jungen Mann der bereits Richtung Fahrstuhl tänzelte. Sie fuhren in eines der obersten Stockwerke und der Mann führte Heero zu einer großen, schweren Eichentür.

 

“So Schätzchen. Ruh dich erst mal aus. Wir holen dich heute Abend um 6 ab. Du kannst dich in der Zwischenzeit ja umsehen.” Er drückte Heero einen Schlüssel in die Hand und wand sich zum gehen um.

 

Heero ersparte es sich lieber noch nach einigen Wegen zu fragen. Die würde er allein sicher besser herausfinden als mit diesem, diesem... Heero fehlten die Worte. Er schüttelte sich und schloss die Zimmertür auf.

 

Er trat ein und sah sich um. Wenigstens war die Einrichtung gemütlich und seinem Status angepasst. Er ließ sich auf das teure, große Wasserbett sinken und schlief sofort ein.

 

Als Heero wieder erwachte war es bereits 14 Uhr. Er verspürte ein leichtes Hungergefühl und beschloss sich erst einmal etwas zu essen zu besorgen. Heero strich seinen Anzug glatt und schloss die Tür hinter sich ab.

 

In diesem Stockwerk befanden sich einige andere Türen. Wohl auch Gästezimmer, wie er annahm. Er fuhr sich rasch durch die Haare und stieg dann in den Aufzug. Er hoffte nur das es hier auch etwas angemessenes zu Essen gab.

 

In dem großen Speisesaal, zu dem Heero nach einigem Suchen endlich gelang, wurde gerade ein riesiges Buffet aufgebaut. Es war extra für seine Ankunft geplant worden. Heero besah sich die Speisen, aber nichts davon war nach seinem Geschmack.

 

Plötzlich wuselte ein Koch um ihn herum. Er verbeugte sich tief. "Ah, Mr. Yuy... Es freut mich, sie in meinen Gefilden begrüßen zu dürfen!" Er richtete sich wieder auf und deutete auf das Buffet. "Es ist zwar noch nicht eröffnet, aber fangen sie ruhig schon an.

 

Heero zog die Augenbraue nach oben. "Nein, danke... Das ist nicht nach meinem Geschmack!" Wufei kippte fast um. "bitte?" Er hatte sämtliche Köstlichkeiten zubereitet, die es gab und hatte weder Kosten noch Mühen dafür gescheut.

 

Heero zuckte mit den Schultern. “Ich bin Besseres gewöhnt.” Wufei fielen fast die Augen aus dem Kopf. “Aber…” Heero schüttelte mit dem Kopf. Wufei schluckte hart. Er durfte Heero nicht beleidigen auch wenn er das Bedürfnis verspürte seinem Gegenüber eine zu verpassen.

 

Seit Tagen hatte er sich auf Heeros Ankunft vorbereitet. War nur in der Küche gestanden. Hatte für den hohen Gast sogar sein  Privatleben vernachlässigt. “Gibt es hier wenigstens einen Fitnessraum, oder eine Schwimmhalle?” Wufei nickte und erklärte Heero den Weg.

 

Mit eleganten Schritten verließ Heero den Raum, um das Sportgelände zu suchen. Im Anzug wollte er nicht unbedingt trainieren, jedoch wollte er sich die Anlage zumindest einmal begutachten.

 

Als er gegangen war attackierte Wufei den Kohl mit seinem Küchenmesser. "Injustice!!!", murmelte er leise und seine Stirn legte sich in Falten. Was bildeten sich diese Models immer

ein?!

 

“Wufei? Was zur Hölle tust du da?” Ein blonder kurzhaariger Junge tauchte hinter Wufei auf und blickte ihn fragend an. “Ich rege mich ab das siehst du doch!” Der Junge machte einen verwirrten Gesichtsausdruck und verschwand aus dem Saal. Wer weiß woran Wufei sich sonst noch abreagieren würde.

 

Heero nickte. Der Fitnessraum war nicht schlecht. Er hatte schon größere Gesehen, aber er war annehmbar. Die Schwimmhalle dagegen war unter jeder Kritik. Ein Becken. Nicht gerade groß. Er musste seinen Agenten daran erinnern das er eines der erfolgreichsten Models Japans war.

 

Heero ging zurück auf sein Zimmer. Hatte er doch glatt sein Handy liegen lassen. Es musste ihm beim Schlafen aus der Tasche gerutscht sein. Außerdem dauerte es auch nicht mehr lange, bis er abgeholt werden würde. Das Gelände war so groß, dass allein der Weg zum Fitnessplatz schon ewig gedauert hatte.

 

In seinem Zimmer angekommen, fuhr er sich durch die Haare und duschte sich. Dann schlüpfte er wieder in seine Sachen, die dieses mal nur aus Jenas und einem weißen, bauchfreien Shirt bestanden. Dennoch war beides von den teuersten Modefirmen der Welt und er sah unglaublich gut darin aus.

 

Er schaute auf die Uhr. Schon fünf Minuten Verspätung! Wo war er da nur gelandet?! Er seufzte laut und wanderte ungeduldig im Zimmer auf und ab. Als es endlich an der Tür klopfte war Heeros Laune am Nullpunkt angekommen.

 

“Na endlich!” Er stürmte zur Tür und riss sie auf. “Gomen Schätzchen aber meine Nägel waren noch nicht trocken.” Heero vergaß seine patzige Antwort als der Mann ihm seine rosa lackierten Fingernägel unter die Nase hielt. Er konnte es nicht fassen. Wer zur Hölle stellte solches Personal ein. “Tut mir leid das du warten musstest. Ich bin übrigens Zechs.”

 

Aus ihm unbekannten Gründen bekam Heero augenblicklich einen Anfall von Kopfschmerzen. "Aha.", sagte er nur. Kein "Freut mich!", keine Vorstellung seinerseits. Er wusste ja, dass man ihn kannte. "Bring' mich zur Arbeit!", schnauzte er Zechs statt dessen an.

 

Zechs zuckte mit den Schultern und führte Heero zum Aufnahmestudio. Er war es gewohnt mit arroganten Models zusammenzuarbeiten. Auch wenn dieses hier besonders patzig war.

 

“So bitte schön.” Er hielt Heero die Tür auf und deutete ihm einzutreten. “Mr. Maxwell wird sich gleich um sie kümmern.” Heero nickte. Er wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen.

 

Zechs schloss die Tür hinter dem Jungen und beschloss Wufei einen Besuch in der Küche abzustatten.

 

Wufei war gerade dabei wild Gemüse und Fleisch zu schnetzeln. Er regte sich immer noch auf, als Zechs eintrat.

 

Heero sah einen Hocker und setzte sich. "Wah!" Sofort stand er wieder. Das wacklige Ding fiel ja fast zusammen! Er fluchte vor sich hin. Es war wirklich unverantwortlich, was man ihm hier zumutete.

 

Eins wusste er. In diesem Saftladen würde er bestimmt nie wieder kommen. Er drehte sich zur Seite und erstarrte. Wunderschön. Er hatte schon viele schöne Frauen gesehen, aber diese hier übertraf alles.

 

Langes, zart gewelltes kastanienbraunes Haar, das ihr über die Schultern bis zu den Kniekehlen hing. Warme, leuchtende indigofarbene Augen. Ein Lächeln das Eisberge zum Schmelzen brachte und ein Körper für den man tötete.

 

Nach einem Moment, den er brauchte um den Anblick zu verkraften, fand Heero schnell wieder seine Manieren wieder. Er verbeugte sich vor diesem wunderhübschen Geschöpf und ergriff ihre Hand.

 

"Gestatten, dass ich mich vorstelle? Mein Name ist Yuy. Heero Yuy." Er hauchte einen zarten Kuss auf den weichen Handrücken und richtete sich wieder auf.

 

Seine Gegenüber legte die Stirn leicht in Falten und lächelte sanft. “Es freut mich Sie endlich kennen zu lernen. Ich wollte schon immer mit Ihnen zusammenarbeiten Mr. Yuy.” “Die Freude ist ganz auf meiner Seite.”

 

Heero hatte nicht erwartet, dass er Aufnahmen mit einem anderen Model machen würde. Normalerweise hätte er auch etwas dagegen, er stand lieber alleine im Rampenlicht. Aber bei diesem elfenartigen Geschöpft störte es ihn ganz und gar nicht.

 

"Nun..." Heero suchte nach einem Gesprächsthema. Er wollte diese wunderschöne Dame unbedingt länger in seiner Gegenwart haben.

 

"Wissen sie schon, wann die erste Session stattfinden soll? Wie es aussieht, werden wir ja zusammenarbeiten. Ich freue mich schon darauf!" Heero war selbst erstaunt über die plötzliche Wärme in seiner Stimme. Diese Frau verzauberte ihn geradezu.

 

Er konnte sich nicht erinnern das eine Frau je solch eine Wirkung auf ihn gehabt hätte. Allein diese Augen.

 

“In einer halben Stunde. Ich muss mich nur noch umziehen. Treize wird ihnen alles erklären.” Sie gab einen eher undamenhaften Pfiff von sich und gleich darauf erschien ein hochgewachsener Mann mit sandbraunen Haaren.

 

Heero war ein wenig traurig, er hätte sich lieber noch länger mit diesem Engel unterhalten.

 

Treize sah Heero kritisch an und zog ihn dann in die Gardarobe. "Ich bin hier der Stylist und auch Visagist...", erklärte er und suchte einige sehr knappe Sachen heraus. "So, für das erste Shooting werden wir das hier nehmen!"

 

Er drückte Heero eine enge, rote Bolerojacke in die Hand und passend dazu schwarze, kurze Lederhosen. Heero nickte und ging sich umziehen. Als er wiederkam, pfiff Treize anerkennend und drückte Heero auf einen weichen Stuhl vor dem riesigen Schminktisch. Er begann ihn zu bearbeiten und Heero hielt brav still.

 

Heero achtete gar nicht darauf was Treize mit ihm machte. Er war in Gedanken immer noch bei seinem Engel. Was sie wohl tragen würde? Er besah sich sein eigenes Outfit und ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht.

 

“So fertig. Siehst gut aus.” Heero nickte. Er wusste das er überdurchschnittlich attraktiv war, sonst wäre er ja auch kaum Model geworden. “Der Aufnahmeraum ist dort drüben.” “Hn.” Heero nickte und trat in den stark beleuchteten Raum.

 

Einige Leute waren gerade dabei die Scheinwerfer einzustellen. Darunter ein Junge, der aufgeregt hin und her wuselte und den sie Trowa nannten. Er schien wohl für das Set verantwortlich zu sein. Heero sah zu der aufgebauten Kulisse. Jetzt ging es also an die Arbeit...

 

Seufzend setzte er sich auf einen Stuhl und wartete auf weitere Anweisungen. Trowa huschte aufgeregt im Raum umher.

 

“Möchten sie etwas trinken Sir?” Heero drehte sich zu der warmen, weichen Stimme um. Endlich jemand der normal aussah. “Ich bin Quatre, Sir. Möchten Sie etwas Tee?” “Nein danke.” Der Junge verbeugte sich leicht und verschwand durch eine Tür.

 

Wo blieb nur dieses wunderschöne Mädchen von vorhin. Endlich sie kam durch eine Tür. Sie trug eine enge Lederhose und ein weites, weißes Rüschenhemd. Ihre Haare waren zu einem langen Zopf geflochten worden. Sie sah einfach unwiderstehlich aus.

 

Heero bestellte bei Quatre zwei Gläser Champagner, die dieser auch sofort brachte. Er reichte der umwerfenden Schönheit eines der Gläser und lächelte sie an. Seine tiefkobaltblauen Augen glänzten und er versuchte betont aufreizend zu wirken, wobei er sich dafür nicht einmal anstrengen musste.

 

Das fremde Mädchen blickte ihn etwas verwirrt an. Eigentlich hatte sie gehört das Heero Yuy ein aufgeblasener arroganter Kerl war, aber eigentlich war er ziemlich charmant.

 

Treize stürmte durch die Tür. “Planänderung! Der Chef hat angerufen! Sie wollen Aktfotos.” "Oh..." Heero wurde etwas rot und Treize wedelte hektisch mit den Händen. "Na los, Junge! Wir haben nicht ewig Zeit!" Trowa nickte zustimmend. "Wir brauchen das Licht!"

 

Heeros Röte nahm etwas zu. Er sollte... Mit ihr?! Quatre seufzte. Der Junge tat ihm leid. Vergessen war, dass er ihn erst weggeschickt und dann doch gleich wieder zu sich gerufen hatte. Er war ja auch nur ein armer Star... Quatre seufzte und ließ sich auf einen Stuhl nieder.

 

Heero war nervös, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ. Er hatte erst einmal Aktfotos gemacht, allerdings alleine und nicht mit einem anderen Model. Und dann auch noch sie. „Komm schon.“ Treize zog ihn zurück zu den Umkleiden und drückte ihm einen flauschigen Bademantel in die Hand.

 

Widerwillig begann Heeros sich auszuziehen. "Ahh... sehr schön..." Treize bestaunte seinen guten Körperbau und holte etwas Öl. Er schmierte Heeros Muskeln damit ein, so dass sie noch mehr zur Geltung kamen. Dann schlang er den Bademantel um ihn und schob ihn wieder auf die Kulisse zurück.

 

Er drückte Heero auf den Boden unter der Palme. Heero wusste, dass er den Bademantel jetzt loslassen sollte, doch er konnte sich kaum rühren. Er konnte doch nicht wirklich, zusammen mit ihr...

 

Er zwang sich, sich zusammenzureißen. Das Mädchen betrat wieder den Raum. Moment mal. Wieso trug sie keinen Bademantel? Sie würde sich doch nicht direkt vor ihm ausziehen? Heero schluckte schwer. Treize trat hinter ihm und zog an seinem Bademantel. Widerwillig reichte er Treize das Kleidungsstück und sah zu Boden. Schlimmer konnte es jetzt wirklich nicht mehr werden.

 

Treize verschwand schnell mit dem Bademantel und Heero bemerkte mit einem unwohlen Gefühl in der Magengegend, dass er vollkommen aus seiner Reichweite geraten war. Er sah schüchtern zu dem Mädchen und musste seinen Blick schnell wieder auf den Boden richten, um seine aufkommende Erregung zu unterdrücken. Er biss sich auf die Lippen. Das konnte doch nur ein schlechter Scherz sein...!

 

„Mr. Maxwell ihre Kamera!“ Der Angesprochene rührte sich nicht. Er konnte seine Blicke einfach nicht von Heero lösen. So wunderschön. Trowa räusperte sich. „Was? Ja her damit.“ Heero sah auf und erstarrte. Das war Duo Maxwell. Sein wunderschöner Engel war Maxwell.

 

Ein Junge? Das konnte nicht wahr sein! Das durfte einfach nicht wahr sein!

 

'Oh Gott!' Dachte Heero bei sich. Er wäre am liebsten im Erdboden versunken und als wenn das nicht noch genug wäre, konnte er nicht anders, als Duo anstarren. Er sah so... weiblich aus in diesem Aufzug. Heero stellte mit Entsetzten fest, dass seine Erregung immer mehr zunahm und er wurde knallrot.

 

Duo wurde knallrot als er Heeros Erregung bemerkte. Er hätte von Anfang an klarstellen sollen, dass er ein Mann war. Aber Heero war einfach zu charmant gewesen.

 

Wie sollte er unter diesen Bedingungen nur arbeiten? Er biss sich auf die Lippen und atmete tief durch. Er war Profi. Er konnte das. Er begann Heero Anweisungen zu geben und zwang sich nicht ständig in die Körpermitte des Jungen zu starren. Und Heero tat alles, was Duo sagte.

 

Er fühlte sich fast, wie seine Marionette, doch anders, als bei den anderen Fotografen fühlte es sich bei ihm sogar angenehm an. Auch wenn seine Lage etwas... ungewohnt war. Er konnte einfach nicht begreifen, dass ihn ein Junge so erregen konnte.

 

Duo war froh, dass alles so glatt lief. „Kulissenumbau!“ Sofort huschte Trowa wieder durch die Menge und Treize reichte Heero seinen Bademantel. Heero atmete tief durch und hüllte sich fest in dem weichen Stoff ein. Er zwang sich an etwas anderes als indigofarbene Augen zu denken. Das war unnormal. Maxwell war ein Junge, genau wie er.

 

Heero biss sich auf die Lippen und Treize fuhr ihn schroff an. "Was soll das?! Willst du dein Make-Up ruinieren?!" Heero zuckte zusammen. Gewöhnlich hätte er eine patzige Antwort gegeben, aber er war momentan viel zu durcheinander. Er kam sich regelrecht hilflos vor und stand verwirrt in der Mitte des ganzen Gewusels um ihn herum. Quatre reichte ihm einen Tee, den Heero dieses mal dankend annahm.

 

Er wünschte sich wirklich das alles schnell vorbei war. „So weiter geht’s.“ Heero seufzte laut und ließ sich auf dem Motorrad nieder. Wer wollte nur solche Fotos von ihm? Naja wenigstens wurde er gut bezahlt. Es war zum verrückt werden.

 

Seufzend lehnte Heero sich auf dem Motorrad zurück und drückte seinen Rücken an das kalte Metall. Er posierte so, wie Duo es wollte und langsam begann es sogar Spaß zu machen, wenn auch nicht viel. Er versuchte das Beste aus seiner Situation zu machen. Quatre war es zu heiß geworden. Er war gegangen.

 

Quatre steckte seinen Kopf zur Küche herein und räusperte sich einmal laut. Sofort fuhren die beiden Gestalten auseinander. „Äh...Quatre. Was führt dich hierher?“ „Nun...“ „Hast du das zickige Model nicht mehr ausgehalten?“ Wufei war immer noch sauer. Er hatte sich soviel Mühe gegeben. „Hmm. Aber einen Körper hat er das kann ich euch sagen.“ „Quatre!!“ Der blonde Junge wurde sofort rot und lächelte verlegen. Wufei und Zechs schüttelten nur ihre Köpfe.

 

Heero bog seinen Körper so weit wie möglich nach hinten und schloss die Augen. „Lächle!“ Heero schnaubte. Ihm war nicht nach Lächeln.“ Komm schon. Tu’s für mich.“ Das Reichte. Heero lächelte schief. Als Heero den großen Spiegel an der Decke erspähte und sich darin sah, musste er zugeben, dass dieses Lächeln wirklich dämlich aussah und er ließ die Mundwinkel schnell wieder in ihre gewohnte, emotionslose Form zurückfallen, wie auch seinen restlichen Gesichtsausdruck. Er schlang die Arme unter den Kopf, wie Duo es wünschte und seufzte kaum hörbar.

 

Duo ließ die Kamera ratlos sinken. Er musste diesen Jungen doch irgendwie zum Lächeln bekommen. „Halt.“ Er drückte Trowa die Kamera in die Hand und ging langsam auf Heero zu. Heero schluckte. Was hatte Duo nur vor? Fragend glitt Heeros Blick zu Duo. Er bewegte sich nicht. "Etwas mit der Pose nicht okay?", fragte er und nuschelte etwas. Trowa grinst und kümmerte sich um die Kamera und die neuen Lichteinstellungen.

 

Duo reagierte nicht sondern streckte nur seine Hand aus und zog Heeros Mundwinkel leicht nach oben. „Tut das weh?“ Heero war zu perplex um antworten zu können. Er schüttelte nur den Kopf. „Dann Lächle!“

 

Während Heero die zarten Finger an seinen Mundwinkeln spürte, fuhr ein Kribbeln durch seinen Körper. Er nickte abwesend und erstarrte fast in der Bewegung. Sein Körper spannte sich an und er sah Duo starr in die wunderschönen Augen.

 

Duo lächelte sanft und streichelte einmal flüchtig über Heeros Wange, bevor er zurück zu seinem Platz ging. Er hielt Trowa die Hand hin, der ihm sofort seine Kamera reichte. Er knipste den ganzen Film leer.

 

Seufzend sah Duo auf die Uhr. „Schluss für heute. Aufräumen und ab mit euch. Essen gibt in einer halben Stunde.“

 

Sofort war Heero auf den Beinen. Er taumelte etwas. Nach all den Jahren hatte er sich noch immer nicht an das grelle Licht gewöhnt, dass seine Augen blendete. Treize legte ihm einen Bademantel über die Schultern und Heero wickelte sich darin ein.

 

Obwohl er die ganze Zeit posiert hatte, kam es ihm vor, als würde er in den Bewegungen stocken. Sie schienen nicht ganz so elegant und geschwungen zu sein, wie sonst. Sein Blick wanderte zu Duo und sein Herz raste. Was war das für ein Gefühl?

 

Duo entging der Blick nicht den Heero ihm zuwarf. Tat es aber als einfach freundlich ab. Sein Magen knurrte und  verlangte nach Nahrung. Zögernd ging er auf Heero zu. „Nett mit Ihnen arbeiten zu dürfen Mr. Yuy. Sie sind gut.“ Duo zwang sich nicht zu erröten und sah seinen Gegenüber fest an. Heero konnte nicht umhin, dass seine Wangen sich rötlich färbten. "Danke! Es macht auch.. Spaß... mit ihnen!", stammelte er. Nervös spielte er mit seinem Bademantelgürtel.

 

Duo biss sich fest auf die Lippen. Am liebsten hätte er Heeros Bademantel geöffnet und ihn hier und jetzt auf der Stelle genommen. Er seufzte leise und schüttelte den Kopf. Jeder in der Modebranche wusste das Heero Yuy heterosexuell war. Duo lächelte noch einmal freundlich und verabschiedete sich dann von Heero.

 

"Würden sie...", rief Heero ihm nach und biss sich fest auf die Lippe. Sein Blick wanderte unsicher hin und her. Duo drehte sich zögernd um. „Würde ich was?“ Doch Heero schwieg. Duo zuckte etwas mit den Schultern. Models hatten nun mal ihre Eigenheiten.

 

Schließlich rang Heero sich doch durch. Er wusste nicht einmal, wieso er es wollte, aber er wollte, dass Duo noch etwas blieb. "Sehen wir uns beim Essen?", fragte er mit heiserer Stimme. Duo lächelte fröhlich und streichelte kurz durch Heeros Haare. Eigentlich wusste er selbst nicht so genau warum er das tat. „Gerne.“ Eigentlich wollte er ja ausgehen, aber....

 

Ungläubig schielte Heero zu seinen Haaren hinauf. Dann nickte er und verschwand hastig wieder in seiner Gardarobe um sich umzuziehen. Treize hatte ihm bereits seine Sachen wieder bereitgelegt und Heero beieilte sich hineinzuschlüpfen. Er ging nicht erst auf sein Zimmer, sondern suchte gleich den Speisesaal auf.

 

Zögernd sah er sich um. Von Duo keine Spur. Zechs kam fröhlich auf ihn zu. „Herzchen, wie geht’s dir denn? Wir waren die Aufnahmen? Ich hab gehört sie haben Nacktfotos von dir gemacht?“ Heero nickte nur. „Meine Güte. Was hätte ich nur gegeben um dabei sein zu können.“ Heero schüttelte angewidert den Kopf. Dieser Zechs war wirklich nicht mehr normal.

 

„Ich zeig dir deinen Platz. Du darfst dich geehrt fühlen. Mr. Maxwell hat angeordnet das du an seinem Tisch sitzen darf. Du musst wissen seinem Vater gehört das hier alles Schätzchen und...“ Aber Heero hörte bereits nicht mehr zu.

 

Duo hatte angeordnet, dass Heero an seinem Tisch saß?! Seine Knie wurden augenblicklich weich und in seinem Magen kribbelte es. Er ließ sich von Zechs, der wild auf ihn einredete zu dem entsprechenden Platz führen. "Sag mal, Schätzchen, hörst du mir eigentlich zu?!" Zechs stieß Heero mit seiner Hüfte an und Heero warf ihm einen bitterbösen Blick zu.

 

„Äh schon gut!“ Zechs hob abwehrend die Hände. Keines der Model die er kannte hatte so einen Blick drauf. Duo tauchte auf und ließ sich am Tischende auf einen Stuhl fallen. Heero saß jetzt links von ihm. „Sorry das du warten musstest. Ein Telefonanruf kam dazwischen.“ „Kein Problem.“ Heero war froh das er saß, als er spürte wie seine Knie weicher wurden.

 

Bei der Auswahl des Essens war Heero dieses mal alles andere als wählerisch, was Wufei, der sich persönlich um diesen Tisch kümmerte, fast aus den Socken riss. Ohnehin war Heero viel zu kribblig im Magen, um etwas zu essen. Er sagte nichts, aber sein Blick ruhte die ganze Zeit bewundernd auf Duo.

 

Duo leckte sich langsam über die Lippen. „Ausgezeichnet Wufei. Erinnere mich daran dich zu befördern.“ Wufei gab Duo eine kleine Kopfnuss. „Duo no baka. Das Essen ist wie immer.“ „Ja? Ich finde es heute besonders gut, aber das liegt vielleicht auch nur an meiner Gesellschaft.“

 

Während Heero das Essen langsam in sich hineinschob, war er ganz abweisend. Er merkte es nicht einmal, als er bei dem Hummer die Kruste mitaß. Es knirschte nur furchtbar zwischen seinen Zähnen und Wufei sah ihn verwirrt an.

 

„Models und ihre Essgewohnheiten.“ Wufei schüttelte den Kopf und huschte wieder zurück in die Küche.

 

Dafür ließ Treize sich Heero gegenüber nieder. „Duo-san wann ist das morgige Shooting?“ „Um 8, wieso?“ „Wu-chan, Zechs und ich möchten Nachmittags einen Ausflug machen.“ Er sah zwischen Duo und Heero hin und her. „Kommt doch mit wenn ihr Lust habt.“ Heero war gerade dabei sich die Kruste wieder aus den Zähnen zu fischen. Er stockte und sah Duo fragend an.

 

Er wollte nur mitgehen, wenn er auch ging. Die Vorstellung mit diesem Zechs allein zu sein behagte Heero nämlich ganz und gar nicht. Duo legte seine Stirn in Falten und nahm einen Schluck Wein. „Ich weiß nicht. Wo fahrt ihr denn hin?“ "Wir hatten vor an den Strand zu fahren, also... Ich meine, da wir morgen ja sowieso dort das Shooting haben... Ein Stückchen weiter gibt es eine wunderschöne Badebucht!"

 

Duo nickte langsam. Die Idee war ausgezeichnet. Außerdem freute er sich auf Heeros Anblick in einer Badeshorts.

 

„Gerne. Was meinen Sie Mr. Yuy?“ Heero schluckte. Irgendwie fand er dieses Sie unpersönlich. Doch erst mal nickte Heero. Er wollte unbedingt in Duos Nähe sein. "Nennen sie mich doch bitte, Heero!", bot er dann Duo an. Duo strahlte übers ganze Gesicht. „Gerne. Ich bin Duo.“ Er streckte Heero seine Hand entgegen.

 

Erleichtert darüber, dass Duo sein Angebot nicht abschlug, nahm Heero seine Hand. Sein sonst so fester Händedruck war ganz weich und seine Hand zitterte etwas. Verlegen wandte er sich wieder seinem Teller zu.

 

Duo beobachtete Heero eine Weile beim Essen. Er sah einfach zu lecker aus. Wufei stellte den Nachtisch vor ihnen ab und Duo bedankte sich artig. „Gut dann fahren wir also morgen an den Strand.“ Treize nickte. „Sollen wir Q-man und Trowa auch mitnehmen?“

 

Verzweifelt versuchte Heero sich daran zu erinnern, wer die beiden waren. Schließlich fiel es ihm auch wieder ein, aber er hatte eh kein Mitspracherecht. Er war ja nur geduldet und er war sich nicht gerade sehr sicher, dass Duo seine Gegenwart überhaupt mochte. Langsam und nachdenklich löffelte er sein Eis.

 

„Heero ist alles in Ordnung? Du siehst so traurig aus.“ Heero sah auf und begegnete Duos besorgten Blick. „Nein, nein alles okay. Nur etwas müde.“ „Hmm am besten du gehst gleich schlafen.“ Mist. Dabei wollte Heero noch mehr Zeit mit dem jungen Fotografen verbringen, ihn besser kennen lernen.

 

Er biss sich auf die Lippe. Das war also eine schlechte Ausrede gewesen. "Ich lasse mir nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe!", sagte er einen Tonfall schärfer, als er es eigentlich wollte.

 

Duo zuckte zusammen. Verwirrt blickte er Heero an. „Entschuldige...“ Rasch stand er auf und marschierte aus der Halle. Dabei wollte er doch nur nett sein. Heeros Freundschaft für sich gewinnen.

 

Heero stöhnte auf. Er stellte sich manchmal auch wirklich blöd an. Langsam stand er auf und lief Duo hinterher. Es dauerte etwas, bis er ihn gefunden hatte.

 

Duo saß auf einer Parkbank im Garten. Heero fiel erst jetzt auf wie schön es hier eigentlich war. Vorsichtig ließ er sich neben Duo sinken. „Duo?“ Etwas unsicher stand Heero da. Heeros Blick wanderte über Duo. Er war wirklich superschön! "Tut mir leid...", murmelte er leise.

 

Duo nickte und sah Heero fest an. „Tut mir auch leid. Ich hab überreagiert. Kommst du jetzt morgen mit zum Strand. Ich würd mich sehr freuen.“ Heero nickte. "Hai!" Er biss sich schnell auf die Lippe. Sein japanischer Akzent hatte hier jetzt nichts zu suchen!

 

Duo riss erstaunt die Augen auf. Er wusste das Yuy japanische Vorfahren hatte, aber nicht das er Japanisch sprechen konnte. Ihm fiel ein, dass Heero auch in Japan ein berühmtes Model war und nicht nur hier in den USA.

 

"Mmh..." Heero sah zum Mond empor. Die Nacht war sternenklar und auf diesem prächtigen Anwesen hier noch schöner. Er hatte nicht oft Zeit solche Anblicke so zu genießen und schnurrte leise.

 

Duo rückte unbemerkt ein Stück näher an Heero heran. War das gerade ein Schnurren? Duo schüttelte den Kopf. Das musste er sich eingebildet haben. Er hob eine Hand und legte sie hinter Heero auf die Banklehne. Was tat er hier eigentlich?

 

Heero bemerkte es nicht. Er war zu versunken in dem schönen Anblick. Er lehnte sich etwas zurück, schlug die Beine übereinander und schloss die Augen. Für den Bruchteil einer Sekunde huschte ein Lächeln über sein Gesicht.

 

Duo beobachtete Heero genau. Er sah so schön aus wenn er lächelte. Duo gähnte leise und stand auf. „Ich werde zu Bett gehen. Wir sehen uns morgen beim Frühstück.“ "Hn!" Heero gab einen widerwilligen Laut von sich und erschrak darüber. So langsam musste er sich wirklich zusammenreißen!

 

„Gute Nacht, Heero.“ Ehe er sich’s versah spürte er Duos weiche Lippen auf seiner Stirn. Erstaunt sah er Duo nach, der schnell ins Gebäude rannte.

 

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis Heero sich durchringen konnte und ebenfalls zu Bett ging. Doch er konnte absolut nicht schlafen in dieser Nacht. Immer wieder tauchte Duos Bild vor ihm auf. 'Er ist ein Junge! Denk' nicht mal dran, Yuy!' Schalt er sich selbst.

 

Am nächsten Morgen erschien er vollkommen übermüdet am Set. "Himmel, Heero! Du siehst blass aus! Das wird ja die reinste Herausforderung für mich!", stöhnte Treize, als er ihn erblickte.

 

„Ich hab schlecht geschlafen!“ „Das sieht man.“ Heero gab ein Knurren von sich und ließ sich in den Wagen plumpsen. Sie würden eine halbe Stunde bis zum Strand fahren und Treize würde ihn erst dort schminken. So hatte er noch Zeit, um wenigstens ein wenig Schlaf nachzuholen.

 

Er merkte wie sich jemand neben ihn setzte und blickte sich um. Duo! Sofort war es um Heeros guten Willen sich wenigstens noch etwas auszuruhen geschehen. Er sperrte die Augen auf und konzentrierte sich darauf aus dem Fenster zu starren.

 

Er war hundemüde und er hatte Schüttelfrost. Er war gerade erst von einem fast nicht enden vollenden Aufenthalt im tiefverschneiten Norden wiedergekommen.. Dort war es eiskalt gewesen. Hier knallte die Sonne regelrecht vom Himmel. Es war furchtbar!

 

Heero fuhr herum als sich eine warme Hand auf seine Schulter legte. Duo lächelte ihn an und hielt ihm eine Flasche entgegen. „Bei der Hitze solltest du mehr trinken Heero!“ Heero nickte dankbar und nahm einen großen Schluck Wasser.

 

Die kühle Flüssigkeit tat wirklich gut. Er reichte Duo die Flasche zurück und legte seinen Kopf weit zurück.

 

Vor seinen Augen drehte sich alles etwas und er hielt es für besser noch etwas zu schlafen. Es war eh viel zu früh zum Aufstehen! Dennoch gelang es ihm lediglich etwas zu dösen. Er warf einen Blick auf das Wagenthermometer. 45°C! Wie konnte man das nur aushalten?! Er sah zu Trowa und Quatre, die sogar noch heißen Tee tranken.

 

Duo blickte Heero besorgt an. Vielleicht sollten sie doch wieder in das klimatisierte Studio fahren, aber die Aufnahmen am Strand mussten gemacht werden.

 

Heero starrte aus dem Fenster. Allmählich ging es ihm etwas besser. Es drehte sich wenigstens nicht mehr alles. Er war froh das er nach dem Shooting etwas im Meer schwimmen konnte.

 

Als sie endlich ihr Ziel erreichten, zog Treize Heero zu einem kleinen Plätzchen zwischen den Steinen. Dort wurde der provisorische Schminktisch aufgebaut. Wenigstens war es dort etwas schattig. Dennoch musste Treize schnell arbeiten. Bei der Hitze verlief das Make-Up sehr schnell.

 

Heero bekam fast einen Kollaps, als er feststellte, dass die Aufnahmen in der prallen Sonne stattfinden sollten, aber er rekelte sich artig im Sand.

 

Duo lief das Wasser im Mund zusammen als er Heero so sah. Er musste sich schwer beherrschen um nicht über das schwitzende Model herzufallen. Er beeilte sich mit dem fotografieren. Hier war es eindeutig zu heiß.

 

Heero kniff die Zähne zusammen. Der heiße Sand brannte auf seiner Haut und das Öl, mit dem Treize ihn immer wieder einschmierte, weil es so schnell einzog, zog die Sonne noch mehr an. Es war wirklich kaum zu Aushalten. In seinem Kopf hämmerte es dumpf und vor seinen Augen sah er nur noch rote und grüne Punkte tanzen.

 

Duo war einem Sonnenstich nahe. Ihm war heiß und es lag nicht nur am Wetter. Das Öl glänzte auf Heeros Körper und Duo fragte sich ob er sich nicht heimlich ein paar Bildabzüge machen könnte. „Okay. Schluss.“

 

Heero atmete erleichtert aus. Es war auch wirklich besser so. Lange hätte er es nicht mehr ausgehalten. Es war schon schwer genug gewesen so zu tun, als hätte er bei dem Shooting Spaß gehabt. Manchmal hasste er seinen Job wirklich.

 

Quatre hatte in der Zwischenzeit die Kühlbox aus dem Wagen geholt und reichte jeden einen kalten Drink.

 

Heero trank sein Glas mit einem Zug leer und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Furchtbare Hitze. Duo ließ sich neben ihm in den Sand plumpsen. „Wo ist den jetzt diese Badbucht? Ich hoffe dort gibt es auch schattigere Plätzchen!?“

 

Zechs nickte und wackelte mit seinem Hüftschwung zum Wagen. "Kommt schon, Kinderchen! Kommt! Ich zeig euch den Weg!" Die Assistenten wurden fortgeschickt und alle übrigen liefen stöhnend zum Wagen. Heero bekam fast einen Herzstillstand, als er sich hineinsetzte. Es war eine erdrückende, schwüle Hitze darin, die sich aufgestaut hatte.

 

Heero würde kotzübel. Es war einfach zuviel. Er schloss die Augen und ließ sich nach hinten sinken. Duo fischte in der Kühlbox nach einem Akku und drückte ihm Heero in die Hand. Dankbar sah Heero ihn an und drückte sich den Akku auf die Stirn. Er war sich sicher, dass sein Körper so heiß war, dass das Eis darin binnen von Sekunden hätte schmelzen müssen. "Wie haltet ihr das nur aus?", stöhnte er.

 

Duo lachte leise. „Ich bin hier geboren. Die Hitze ist nur Gewohnheitssache.“ Heero nickte und war froh als der Wagen wieder anhielt. Aufgeregt watschelte Zechs voran. Treize folgte ihm dicht und Quatre hatte sich bei Trowa untergehakt. Zechs führte sie zu der kleinen Bucht und Heero war heilfroh, dass es tatsächlich schattige Plätzchen gab.

 

Der ganze, kleine Strandabschnitt war umgeben von wunderhübschen Palmen und Sträuchern. Er legte sein Handtuch unter einer Palme ab. Trowa und Quatre suchten sich ein Plätzchen etwas abseits und auch Treize und Zechs machten es ihnen nach.

 

Duo stand unschlüssig herum. Konnte er es wagen und sich zu Heero legen? Vielleicht war es dem Jungen unangenehm. Duo wollte nicht aufdringlich wirken.

 

Heero sah sich um. „Wo ist Wufei eigentlich?“ Zechs sah von seiner Beschäftigung – Treize den Rücken einzucremen – auf und lächelte freundlich. „Mach dir keine Gedanken Schätzchen. Wu-chan kommt mit dem Essen nach.“ Heero nickte. Irgendwie fand er es seltsam, dass Wufei von Zechs Wu-chan genannt wurde.

 

Und wieso cremte er Treize den Rücken ein? Okay dabei war nichts Besonderes. Aber die Art wie er es tat beunruhigte Heero irgendwie. Dabei könnte sein eigener Rücken auch etwas Sonnencreme vertragen. Er war schon knallrot, aber das fiel Heero gar nicht auf. Sein Blick wanderte zu Duo, der immer noch keinen festen Platz gefunden hatte.

 

Duo schluckte. Er sah zu Heero hinüber und ließ sein Handtuch kurzerhand neben ihm fallen. „Du solltest dich eincremen. Du bist schon ganz rot.“ "Hn?" Heero schielte auf seinen Rücken. Duo hatte recht. Er war fast schon krebsrot. Er kramte in seiner Tasche und zog Sonnensschutzlotion hervor. Wie er erkennen konnte, war er der einzige mit Schutzfaktor 30. Die anderen hatten höchstens 10.

 

Duo streckte sich neben ihm aus und Heero fragte sich ob er es wagen sollte Duo um Hilfe zu bitten. Allein die Vorstellung wie Duo ihm den Rücken eincremte erregte ihn ungemein. So seufzte er nur und rieb sich die Stellen mit Lotion ein an die er auch ohne Hilfe kam. Selbst das war schon kompliziert, da seine Schultern schon fast verbrannt waren und es tierisch zog, als er sich so verrenkte. Na ja, er würde von einem Sonnenbrand schon nicht umkommen.

 

Duo sah Heero interessiert zu. Die Haut an seinen Schultern begann bereits einzureißen. „Soll ich dir helfen Heero?“ Heero hielt kurz die Luft an. "Würdest du?", fragte er dann zaghaft. Duo nickte zögerlich und nahm Heero die Tube aus der Hand.

 

Er verteilte das Sonnenöl auf Heeros Schultern und begann dann vorsichtig mit einer Massage. "Mmh..." Heero hielt ganz still und genoss es, wie Duo die kühlende Flüssigkeit auf seiner heißen Haut verrieb. Seine Hände waren ganz warm und weich. Einfach wunderschön...

 

Duo genoss es Heeros weiche Haut zu berühren. Er seufzte lautlos und stöpselte die Tube zu. „Fertig!“ Heero hätte fast ein enttäuschtes „Schon?“ von sich gegeben, aber er nickte nur. Er sah auf Duos Rücken. "Soll ich?", fragte er und zeigte auf die Sonnencremé.

 

„Nein danke. Ich hab mich vorher eingecremt.“ Duo schluckte. Er wusste er würde Heeros weiche Hände auf seinem Körper nicht ertragen. Heero nickte und sah aufs Wasser.

 

Die Sonne stand immer noch hoch am Himmel. Es war vielleicht noch zu früh zum Baden, aber er wollte seinen Körper etwas abkühlen. Er zog sich die lange Jeans aus und legte sie ordentlich zusammen.

 

Er ging zum Auto und zog sich um. Dann ließ er sich wieder neben Duo nieder. Dieser lag auf dem Rücken und hatte die Arme hinterm Kopf verschränkt. Heero konnte nicht umhin ihn zu necken. Er ließ etwas von dem kalten Eiswasser, das noch an der Cokedose, die er sich mitgebracht hatte, hing, auf seinen Bauch tropfen.

 

Duo schreckte hoch und keuchte. „Du...du...Na warte.“ Er schnappte sich seine Wasserflasche und leerte sie über Heeros Kopf aus. Einen Moment lang stand Heero verblüfft da und schaute drein, wie ein begossener Pudel.

 

Zechs bekam bei dem Anblick einen Lachkrampf. "Herrlich!" Er wedelte aufgebracht mit seiner Hand auf und nieder.

 

"So, so..." Heero grinste plötzlich hinterhältig. Im nächsten Moment hatte er Duo über seine Schulter geworfen und rannte mit ihm ins Wasser.

 

Duo lachte laut und freudig auf und es hörte sich wie Musik in Heeros Ohren an. Er war sich sicher, dass er noch etwas so schönes gehört hatte wie Duos Lachen. Verwirrt merkte er, dass er selbst davon angesteckt wurde und schnell tauchte er unter.

 

Prustend tauchten die Beiden wieder auf. Duo klammerte sich von hinten an Heero und versuchte ihn unterzutauchen!

 

„Du hast meinen heiligen Zopf nass gemacht!!!“ Heero lachte belustigt auf. Dieser Junge hatte etwas Unglaubliches an sich. Er konnte es einfach nicht lassen. Für diesen Spruch musste Duo bluten! Heero tauchte noch einmal unter und grinste ihn dann, als sie wieder auftauchten, breit an. Duo kicherte und wischte sich eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht.

 

Zechs wedelte mit den Händen umher. „Diese Jugend...“ Treize lachte leise. „Ja Opi...“ Genau in diesem Moment tauchte Wufei auf. Mit katzenhafter Eleganz schlich er sich an und legte Zechs die Hände auf die Schultern. Vor Schreck sprang dieser auf und das Seidentuch, das er sich um die Hüfte gebunden hatte, rutschte hinunter. Wufei leckte sich die Lippen. „Mhmm..“ Zechs lief rot an und fischte nach seinen Tuch. Treize lachte und zog Wufei für einen schnellen Kuss an sich.

 

„Was hat dich so lange aufgehalten?“ „Tee.“ „Tee?“ Zechs ließ sich neben Wufei nieder und zog ihn auf seinen Schoß. „Quatre wollte ungefähr 20 Sorten Tee. Ich dachte ich würde es nie schaffen all die Kisten hier her zu schleppen. So ein Teesüchtiger.“ „Hey das hab ich gehört Wufei.“ Quatre versuchte Wufei böse anzufunkeln was ihm aber gänzlich misslang. So gab der Araber nur ein Seufzen von sich und kuschelte sich wieder an den schlafenden Trowa.

 

Heero sah zu Duo, der im Wasser stand. Er grinste, warf sich auf ihn und zog ihn wieder mit sich unter Wasser. Duo genoss es mit Heero herumzutollen. Er fühlte sich wirklich wohl in der Gegenwart des Models.

 

Nach einer Weile tauchte Heero wieder auf. Er war schon vollkommen aus der Puste. Er sah zu Duo und plötzlich merkte er, wie albern er sich benahm. Und das ihm! Kurzerhand ließ er sich nach hinten kippen und landete wieder unter Wasser.

 

Duo wartete bis Heero wieder aufgetaucht war und bespritzte ihn dann mit Wasser. Heero sah ihn perplex an. Das heißt er hätte es getan, wäre nicht die volle Wucht des Wasserschwalls in seinem Gesicht gelandet. "Oh Maxwell!" Heero rächte sich mit einer gewaltigen Wasserfontäne.

 

Duo wurde rot und war froh das Heero es wegen der Wasserwucht nicht sehen konnte. Dieses ’Oh Maxwell’ würde er gerne noch einmal hören. Allerdings in einem völlig anderen Zusammenhang.

 

Nach einer Weile wurde Heero wieder ruhiger. Die brühend warme Sonne war fast schon vergessen. Er stiefelte wieder auf dem Wasser und ließ sich auf sein Handtuch plumpsen. Wufei versorgte alle mit etwas zu Essen und setzte sich dann zu Treize und Zechs.

 

Duo stampfte aus dem Wasser und wand seinen Zopf über dem schlafenden Trowa aus. „Hey Dornröschen. Hat dein Prinz dich nicht wachgeküsst?“ Trowa schreckte hoch, blieb aber gelassen. Er sah Quatre, umarmte ihn, zog ihn an sich und überwältigte ihn mit einem Kuss. "Böser Junge!" Er grinste und Quatre fütterte ihn.

 

Heero sah verwirrt zu den beiden. Er seufzte. Dieser Auftrag war ganz anders, als die anderen... Er machte Spaß! Heero durfte gar nicht daran denken, was wäre, wenn seine Arbeit hier vorbei war.

 

Er mochte es hier. Die Leute waren nett und wenn er ehrlich war konnte er sogar Zechs ganz gut leiden. Und dann war da natürlich noch Duo. In den er dabei war sich Hals über Kopf zu verlieben.

 

Bei dem Gedanken bald wieder fortzumüssen, verging Heero seine ganze gute Laune. Er lehnte sich zurück, legte den Arm über die Augen und seufzte. Auf Zechs machte es den Anschein, als würde er das extra tun, doch dem war nicht so. Zechs drehte sich wieder zu Wufei und fütterte ihn mit Schrimps.

 

Duo dagegen schnappte sich zwei Dosen Cola und ging zurück zu seinem Platz. Er reichte Heero eine Dose und setzte sich. „Kein Hunger?“ Heero schüttelte den Kopf, wurde aber prompt von seinem verräterischen Körper hintergangen, da sein Magen laut aufknurrte.

 

Duo grinste schief. „Was denn jetzt? Hunger oder nicht?“ Heero seufzte. "Hai!" Er richtete sich etwas auf und besah sich das kleine Buffet. Es war bei weitem nicht so groß, wie das am Vorabend und auch nicht so vielseitig, aber es sah viel leckerer aus.

 

„Sieht gut aus Wufei.“ Der Chinese verschluckte sich fast an seiner Melone und hustete etwas. War das der selbe arrogante Junge von gestern? Was hatte ihn nur so verändert? Sein Blick fiel auf Duo und er lächelte wissend. Er musste das sofort Treize und Zechs erzählen. Hmm wobei Zechs dann sicher Verkupplungsversuche starten würde.

 

Heero lud sich ein paar Früchte auf seinen Teller und setzte sich dann mit angezogenen Knien wieder neben Duo. Er aß eine Banane und ertappte sich selbst dabei, dass er das auf ziemlich eigenwillige Art und Weise tat.

 

Duo beobachte Heero aus den Augenwinkeln heraus. Das dürfte doch nicht wahr sein. Wer aß eine Banane auf diese Art und Weise? Machte er das etwa mit Absicht? Nein bestimmt nicht.

 

Duo schluckte hart und versuchte seine aufkommende Erregung zu unterdrücken. Als wenn das nicht genug wäre, nahm Heero sich auch nur eine zweite Banane, kombiniert mit einem Schüsselchen Erdbeeren.

 

Das war zuviel für Duo. Er drehte sich auf den Bauch uns presste seine Augen fest zusammen. Heero sah ihn fragend an, immer noch die Banane im Mund. "Geht's dir nicht gut?", brachte er mit vollem Mund hervor.

 

Duo wusste er musste etwas tun. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder Angreifen und Heero küssen oder Flucht. Er dachte eine Weile darüber nach bis ihm eine bessere Idee kam. Heero mit seinen eigenen Waffen schlagen. Also stand er langsam auf und ging zum Buffet.

 

Heero hatte eigentlich eine Antwort erwartet, aber gut... Wenn Duo nicht wollte... Er aß weiter seine Banane und lehnte sich zurück.

 

Zechs beobachtete die beiden und langsam begann er den Braten zu wittern. Ein Grinsen stahl sich über sein Gesicht und er berichtete Wufei und Treize flüsternd von seiner Entdeckung.

 

Duo besah sich die Früchte. Honigmelone. Perfekt. Mit ein paar Scheiben bewaffnet ließ er sich wieder neben Heero nieder. Genießerisch begann er an dem weichen Fruchtfleisch zu saugen. Der Saft der Melone rann ihm über die Mundwinkel.

 

Irritiert beobachtete Heero Duo. Er konnte an Duos Augen erkennen, dass er gewöhnlich nicht ganz in diesem Stil aß. Was bezweckte er damit?! Duo ließ sich von Heeros verwirrten Gesichtsausdruck nicht beirren. Er knabberte an seiner Melone und schloss die Augen.

 

Langsam spürte Hero, dass seine Gedanken abwichen und er nicht mehr ganz ans Essen dachte. Er spürte, wie er erregt wurde und versuchte nicht mehr in Duos Richtung zu sehen, was ihm mehr als misslang. Zechs sah es und musste vor sich hinkichern. Was ihm einen leichten Rippenstoß von Wufei bescherte.

 

Duo leckte seine Finger ab. Ließ sie langsam in seinen Mund gleiten um sie zu säubern. Heero wurde etwas rot um die Nasenspitze als er spürte, wie seine Badeshorts enger wurden und er entschied sich für die Flucht ins Wasser.

 

Er stellte seinen Teller ab und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Ganz langsam lief er, bis er im Wasser stand und sich einfach umfallen ließ.

 

Duo seufzte und legte seinen Teller zur Seite. „Ihr drei braucht gar nicht so zu grinsen!“ Duos Aussage trug nicht gerade dazu bei das Wufei und seine Freunde sich beruhigten.

 

Zechs musste immer wieder vor sich hinkichern und je mehr er versuchte es zu unterdrücken, desto lauter wurde es. Auch Treize konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Wufei stocherte in seinem Obstsalat und versuchte die gleiche Wirkung bei den beiden zu erzielen, wie Duo zuvor bei Heero.

 

Gib’s auf Wufei. So gut wie Duo bist du nicht.“ Trowa grinste leicht und Quatre nickte zustimmend. „Ach nein?“ „Nein.“ Das reichte. Wufei schmiss sich über Treize und begann ihn wild zu küssen. Und ob er so gut wie Duo war!

 

Eine Weile später kam Heero wieder aus dem Wasser. Er schnappte sich wortlos Duos Zopf und zog ihn hinter sich her.

 

Duo war viel zu erstaunt um sich zu Wehren. Er hasste es wenn jemand so brutal mit seinem Zopf umging.

 

Heero zog Duo noch ein Stückchen weiter, bis sie in Mitten einer einzigen Blütenpracht standen. Überall Grün und mitten zwischen den ganzen Gewächsen türkisfarbenes, klares Wasser. Heero ließ Duos Zopf los.

 

Duo ließ sich auf einen Stein sinken und rieb seine schmerzende Kopfhaut. „Was sollte das?“ "Ich wollte es dir zeigen!" „Oh...Aber du hättest mich dazu nicht am Zopf ziehen müssen.“

 

Duo sah sich um. Es war wirklich wunderschön hier. Langsam ließ er sich in das klare Wasser gleiten. „Woher kennst du diesen Ort?“ "Hab' ich gerade beim Schwimmen entdeckt." Heero ließ sich zu Duo ins Wasser gleiten.

 

Duo nickte. Er schloss die Augen und lehnte sich zurück. Es war sehr eng hier und er konnte Heeros Bein an seinem spüren. Heero lehnte sich etwas zurück und legte seine Arme auf die Steine hinter ihm. Er schloss die Augen und lächelte.

 

Duo konnte nicht widerstehen. Er wusste selbst nicht woher er den plötzlichen Mut nahm. Er ließ sich tiefer hinunter gleiten und lehnte sich an Heero. Heeros Puls begann zu rasen. Er öffnete die Augen und sah Duo fragend an. Doch dieser hatte seine Augen fest geschlossen. Heero wagte es nicht sich zu bewegen.

 

"Was sollte das Spielchen mit der Melone vorhin?", fragte er dann etwas mutiger. Duo schreckte hoch und sah Heero entgeistert an. „Wa...Was meinst du? Ich hab nur gegessen!“ "Hn!" Heero war nicht so dumm, als hätte er nicht bemerkt, dass Duo absichtlich anders gegessen hatte. Er zog ihn plötzlich an sich und hielt ihn fest.

 

Duo riss erstaunt die Augen auf. „Du...du hast eine Banane gegessen! Es ist deine Schuld!“ Nun sah Heero verblüfft aus. "Bitte?" „Also...äh weißt du...“ Duo schluckte. Verdammte Scheisse! So langsam konnte Heero sich den Zusammenhang erdenken. Er grinste. "Heißt das, ich törn' dich an?" Duo biss sich auf die Lippen und wurde sofort rot. Langsam nickte er.

 

Wow... Mit dieser Reaktion hatte Heero nicht ganz gerechnet. Aber egal! Es ermutigte ihn. Er hielt Duo fester und zog ihn näher. Dann schaltete sein Verstand ganz aus und er presste seine Lippen fest auf Duos.

 

Duo schloss perplex die Augen und schlang seine Arme um Heeros Hals. Die Lippen des Models waren angenehm warm und weich. Heero legte den Kopf etwas schief und schmiegte seinen Oberkörper dichter an Duos. Es fühlte sich gut an, wie ihre nackte Haut sich aneinander drückte.

 

Duo seufzte leise und strich mit seiner Zunge an Heeros Mundwinkeln entlang. Er nahm einen Arm von Heeros Schulter und legte ihn stattdessen auf Heeros Brust. Er trommelte leicht mit den Fingern und fuhr über die glatte Haut. Heero gab Duo etwas nach und öffnete seinen Mund ein wenig. Duo schmieget sich fester an seinen Gegenüber und ließ seinen Zunge gierig in Heeros wartenden Mund gleiten.

 

Heero spürte, wie seine Knie immer weicher wurden. Er spürte Duos Zunge seinen Mund ertasten, seine Zungeumspielen und plötzlich wurde ihm ganz anders. Er drückte Duo leicht von sich und sah ihn verunsichert an.

 

Duo öffnete die Augen und traf Heeros unsichern Blick. „Gomen Heero. Ich..“ Oh mein Gott. Was hatte er nur getan. Duo schluckte und machte Anstallten auszustehen. Doch Heeros Blicke baten ihn zu bleiben.

 

"Es ist ungewohnt...", wisperte er leise. Er erinnerte sich an die Storys mit seinen sogenannten Freundinnen, die andauernd in der Zeitung standen. Ungewohnt? Okay Duo nahm an das Heero noch nie einen Jungen geküsst hatte, aber da waren eine Menge Mädchen gewesen soweit er wusste. War er nicht auch momentan mit dieser grottenschlechten Schauspielerin zusammen?

 

Heero entspannte sich wieder etwas und sah zu Duo. Er schüttelte den Kopf. "Egal... Es ist alles eins..." Er zog Duo wieder an sich und drückte erneut seine Lippen auf seine.

 

Duo seufzte beglückt. Bis ihm das Mädchen einfiel mit dem Heero letztens in allen Zeitungen abgelichtet worden war. Zögernd löste er sich wieder von Heero. Er erntete fragende Blicke. Sie schienen beide nicht ganz zu wissen, was sie wollten...

 

Duo schluckte hart. Er wusste das er Heero begehrte, aber da war noch etwas anderes. Ein warmes Gefühl das sich in seiner Herzgegend breit machte. "Hej, was hast du?" Heero erwartete eine Antwort. Duo rückte ein Stück von Heero ab. „Was ist mit deiner Freundin?“ Sofort legte sich Heeros Stirn in Falten. "Sie ist nicht meine Freundin!", protestierte er.

 

Duo zog skeptisch eine Augenbraue nach oben. „So?“ "Sie ist nur ein Mädel, das mir hinterher rennt!" Heero schüttelte angewidert den Kopf. Ihm wurde schon bei dem Gedanken daran schlecht, Relena als Freundin zu haben. Duo seufzte erleichtert. „Und du bist sicher das du sie nicht willst?“ Heero nickte heftig. "So sicher, wie nie in meinem Leben..."

 

Duo lächelte. Er war froh. Wobei das noch immer nicht bedeutet das Heero ihn wollte. Aber es war ein Anfang. Er hob sein Becken etwas an und ließ sich auf Heeros Schoß gleiten. Genießerisch schloss er die Augen und lehnte sich an Heeros Brust. Heero schmunzelte und strich Duo übers Haar.

 

"Ich war noch nie... mit einem Jungen zusammen...", flüsterte er leise. „Das dachte ich mir.“ Duo kuschelte sich fester an Heero. Genoss einfach die Nähe des Anderen. Heero küsste zärtlich Duos Hals. "Warum?"

 

Duo zuckte leicht mit den Schultern. „Bin nicht sicher. Du wirkst einfach so.“ Er legte seinen Kopf schief um Heero besseren Zugang zu seinem Hals zu verschaffen. Heero bedeckte Duos Hals mit Küssen, streifte seinen Nacken. "Und nun?" „Und nun was?“ Duo drehte seinen Kopf um Heero ansehen zu können. Er grinste leicht.

 

"Das frage ich dich!" Heero verzog keine Miene. Man konnte seinem Gesicht nicht ansehen, was er wirklich wissen wollte. Duo war sich nicht sicher was Heero meinte, so zuckte er nur mit den Schultern. „Nun, wir gehen zu den Anderen zurück...“

 

„Hn!“ Heero biss sich etwas auf die Lippe, stand aber auf. Duo sah ihn fragend an. Hatte er etwas Falsches gesagt? „Heero?“ Heero regierte nicht darauf, dass er angesprochen wurde, sondern folgte Duo.

 

Bei den Anderen angekommen ließ Duo sich wieder auf sein Handtuch sinken. Irgendwie fühlte er sich unwohl. Heero ging noch mal ins Wasser. Es war wirklich zu warm an Land jedenfalls für ihn.

 

Nachdem er sich erfrischt hatte ging auch er zu den anderen zurück, die fleißig dabei waren Duo aufzuziehen. Er wollte sich gerade entspannt zurücklegen, als er auf dem Klatschblatt, das Zechs gerade las (ja er konnte lesen), auf dem Titelblatt ein riesiges Foto von Relena und ihm sah.

 

Relena trug eines ihrer furchtbaren Kleider und hing an seinem Arm. Das Schlimmste war das Heero auf dem Bild strahlend lächelte. Sein Agent hatte darauf bestanden. Er hoffte nur das Duo es nicht sehen würde. Doch dieser drehte sich bereits mit offenem Mund und aufgerissenes Augen zu ihm um.

 

“Heero…” “Hn?” Duos Augen verengten sich zu engen Schlitzen und er presste die Lippen zu einem schmalen Strich.

 

 Es brauchte nicht viel Verstand um Duos Gedanken zu erraten. "Das Foto ist gestellt!", protestierte Heero. Jetzt erst fiel auch Zechs das Bild auf. Er begutachtete. "Na, Schätzchen... Du siehst aber sehr fröhlich aus...", bemerkte er kritisch.

 

Heero knurrte leise und warf einen absolut tödlichen Blick in Zechs Richtung. “Dieses Mädchen bedeutet mir nicht das Geringste!” Langsam würde er wütend. Wie strahlend sie auf dem Bild aussah... Heero hasste sie so abgrundtief und andauernd verfolgte sie ihn...

 

Er war wirklich wütend. Am liebsten hätte er das Foto zerrissen, zumal es auf den nächsten zwei Seiten einen Sonderbericht mit Spekulationen über Relena und ihn gab, aber Zechs protestierte heftig, da er seine Zeitschrift noch zu ende lesen wollte.

 

Zu allem Überfluss begann Zechs auch noch aus dem Artikel vorzulesen.

 

“…Bei der Vorstellung der neuesten Modenschau durfte ein Mann natürlich nicht fehlen. Heero Yuy. Japanisches Topmodel. An seiner Seite die Jungschauspielerin Relena Peacecraft. Man munkelt bereits über eine Verlobung der beiden…..”

 

Duos Blick glitt sofort zu Heeros Ringfinger. Der war natürlich nicht von einem Ring besetzt und Heero wurde wütend.

 

Er hasste dieses Mädchen! Und er hasste die Presse! Er hasste es, wie sie sein Privatleben, auch wenn er kaum welches hatte, in der Öffentlichkeit breittraten. Selbst wenn Relena seine Verlobte wäre, wobei schon der Gedanke daran reichte, um Heero sich sauelend fühlen zu lassen, ging es niemanden etwas an.

 

Heero schnaubte laut und schnappte sich Zechs Zeitung. Wütend riss er das große Foto entzwei. “Hej ich wollte das noch lesen.” “Grrrr.”

 

Ohne Zechs Einwürfe zu beachten zerriss Heero das Zeitungspapier zu Konfetti. Er lief zum Wasser und schmiss die Schnipsel wütend hinein. Dann ging er zu den anderen zurück und ließ sich wieder auf sein Handtuch fallen.

 

Duo blickte ihn besorgt an. Er hatte nicht gewusst, dass ein Mensch Aufgrund eines Fotos so wütend werden konnte. Er rutschte ein Stück näher an Heero und umarmte ihn mit einem Arm.

 

“Alles okay?” Stur schüttelte Heero den Kopf. "Nein!" Sofort nahm Duo seinen Arm wieder weg. “Aha.” Heero hätte sich ohrfeigen können. Er hätte gern in Duos Arm gelegen. Noch missmutiger rutschte er mit seinem Rücken an der Palme hinunter, an der er sich angelehnt hatte.

 

Duo seufzte innerlich auf. Er schnappte sich ein Buch und legte sich auf den Bauch. Heero nicht aus den Augen lassend.

 

Heero hatte die Augen geschlossen. Er war schlagartig müde geworden und war eingeschlafen. Nun brutzelte die Sonne sein Haut wieder rot.

 

Zechs merkte es als erster. Treize war gerade dabei ihm den Rücken zu kraulen und Wufei hatte sich eng an Treize geschmiegt. "Hej, der verkohlt ja!" Zechs zeigte auf Heero.

 

Duo stand auf und schnappte sich Heeros Sonnencreme. "Go, Maxwell, go!" Zechs grinste breit und schielte zu Trowa und Quatre, die eng umschlungen unter einem kleinen Busch lagen und schliefen.

 

Heero zog eine Augenbraue nach oben und sah Duo fragend an. Dieser drehte Heero herum und tropfte etwas Öl auf Heeros Rücken. "Iihk.. das ist kalt!" Heero konnte nichts dafür. Diesen Schrei hatte er sich wirklich nicht verkneifen können.

 

Duo seufzte. “Heero…Hast du heute Abend schon etwas vor?” "Nein." Heero verschränkte die Arme unter dem Kinn und spannte die Rückenmuskulatur etwas an.

 

“Ähem…also…wir…ich…möchtest du…?” Duo verfluchte sich innerlich selbst. Er wollt einfach nur den Abend mit Heero verbringen. Und wenn er ehrlich war auch die Nacht, aber traute sich nicht zu fragen.

 

"Mmh...", gab Heero ein leises, zustimmendes Brummen von sich. Er wusste, dass er etwas auf Duo zugehen musste, wenn er ihn wirklich für sich gewinnen wollte.

 

Zechs war sofort hellauf begeistert. "Oh Treize-schatz, gehen wir auch weg? Oh, bitte, bitte!" Zechs kniete vor Treize und sah ihn flehend an. Treize lachte. Er sah zu Wufei und dieser zog die Augenbraue hoch. "Nur, wenn ich mitkommen darf!" "Aber natürlich Wu-chan!" Zechs wedelte schnell mit der Hand.

 

Duo grinste von einem Ohr zum Anderen und warf sich auf Heero. “Danke.” Er platzierte einen zarten Kuss auf Heeros Nacken und richtete sich dann wieder auf. Er freute sich wie ein kleines Kind.

Von Trowa ertönte ein lautes Schnarchen, was ihm einen Stoß von Quatre einbrachte, der davon aufgewacht war.

 

Schnell zog Heero Duo wieder zu sich herunter. "Dageblieben!" Er schloss die Augen und drehte sich auf den Rücken.

 

Quatre sah schläfrig umher, war aber jedoch sofort wieder wach. "Oh, Wu-chan? Wo hast du den Tee hingestellt?", fragte er. Wufei deutete auf eine kleine Box und Quatre nickte. "Danke!" "Typisch Q-man! Kaum wach, aber Teetrinken!" Zechs gluckste amüsiert.

 

Etwas das Zechs besser nicht gesagt hätte. Denn sofort begann Quatre mit einem Vortrag über die Vorzüge von Tee. Wufei stimmte schließlich mit ein und murmelte immer wieder “Ungerechtigkeit…”

 

Duo seufzte und legte seinen Kopf auf Heeros Brust. Heero ließ seine Hand auf Duos Haarschopf gleiten und massierte ihn etwas mit den Fingerkuppen. "Sag mal sind die immer so?", fragte er mit halbgeschlossenen Augen.

 

Duo seufzte dramatisch auf. „Oh ja. Warte bis Zechs und Treize sich um Wufei streiten!“ „Bitte? Was für eine Art von Beziehung haben die?“

 

Der Blick Heeros schwankte zu Treize, Wufei und Zechs, die sich untereinander neckten und sich auf ihren Handtüchern rekelten. Es stimmte schon: Wufei und Zechs schienen sich fast darum zu duellieren, wer dichter an ihrem Angebeteten lag.

 

Heero besah sich das Schauspiel interessiert. Wufei biss gerade in Zechs Schulter und Treize rieb sich an ihm. Sehr kompliziert. Geistesabwesend strich er durch Duos Haar. "Was willst du eigentlich heut' Abend machen?", fragte er dann nach einer Weile.

 

Oh Duo vielen da eine Menge Dinge ein. Er schluckte und zwang sich nicht zu erröten. “Was würdest du denn gerne machen Heero?” "Mmh..." Heero dachte einen Moment lang nach. Auf eine Feier gehen? Nein, dazu hatte er keine Lust. Dazu zwang ihn sein Beruf schon zu sehr.

 

"Ich weiß nicht... Irgendwas Gemütliches!" Duo dachte eine Weile darüber nach. “Kino?” Wieder dachte Heero nach. "Können wir nicht einen Film leihen?" Er hatte keine Lust wieder ein Kino sperren zu lassen, oder von zig Fans umringt zu werden.

 

“Okay gerne. Welchen Film magst du denn? Wollen wir ihn bei mir daheim sehen?” Ein Nicken. "Weiß nicht. Such' was aus..." Heero hatte kaum Zeit sich irgendwelche Filme anzusehen und wenn er welche sah, dann war das meistens schon bei den Premieren, zu denen er geladen wurde.

 

Duo nickte. Er schmiegte sich fest an Heero und schloss die Augen. Er gähnte leise und schlief langsam ein. Duo nicht wecken wollend rührte sich Heero keinen Zentimeter.

 

Doch das war auch gar nicht nötig. Quatre half ihm gern, wenn er Durst bekam. Es war zwar eine kleine Qual sich jedes mal, wenn er Heero eine Tasse Tee brachte, die Entstehungsgeschichte dieser ganz bestimmten Sorte, die eh fast immer die gleiche war, anzuhören, aber was tat man nicht alles?!

 

Gegen Abend stupste Heero Duo an. "Hej, Maxwell! Wir müssen los!" Duo rollte im Halbschlaf herum und striff mit seiner Hand über Heeros Badehose. “Maxwell!” Duo blinzelte leicht und rieb sich über die Augen. “Oh…Heero.” Er setzte sich leicht auf und drückte Heero einen kurzen Kuss auf die Lippen.

 

Unsanft scheuchte Heero Duo von seinem Handtuch und begann ihre Sachen zusammenzulegen. Die anderen waren bereits vorgelaufen. Trowa und Quatre liefen eng umschlungen un Treize hatte jeweils eine Hand und Wufeis und eine auf Zechs' Hintern gelegt.

 

Bei diesem Anblick konnte Heero nur den Kopf schütteln. Er musste die drei bei Gelegenheit fragen wieso sie so eine Beziehung führten. Er zog sich hinter einem Stein um und ging dann zum Wagen wo die Anderen schon warteten.

 

Und sofort sprang Zechs' als selbsternannter Liebesbote ein. "Duo, Heero... ihr nehmt den anderen Wagen! Hier passen eh nicht alle rein!" Er deutete zu einem der drei Wagen und scheuchte Wufei und Treize in den anderen. Quatre und Trowa nahmen den zweiten Wagen auf den immer noch die halbe Ausrüstung geladen war.

 

Duo nickte und schnappte sich Heeros Hand. “Kommst du?” Heero nickte. Er folgte Duo und verstaute seine Sachen im Kofferraum. Dann setzte er sich auf den Beifahrersitz und die kleine Kolone schlug sich ihren Weg durch den Sonnenuntergang.

 

Während der gesamten Rückfahrt wandte Heero seinen Blick nicht von Duo ab. Er war so wunderschön. Sollte er es wagen und seine Hand auf Duos Oberschenkel legen?

 

Eine Weile kämpfte er mit sich selbst, doch dann entschied er sich dagegen. Das ging so zu schnell. Sie hatten Zeit. Oder eigentlich auch eher nicht. In spätestens einer Woche war der Abreisetermin für ihn.

 

Er wollte nicht gehen. Heero biss sich auf die Lippen als er spürte das ihm Tränen in die Augen traten. Wieso musste das auch alles so kompliziert sein?! Abwesend starrte er aus dem Fenster.

 

Duo drehte das Radio auf und sag leise mit. Heero stellte fest das Duo eine wirklich schöne Stimme hatte.

 

Er kannte das Lied. Er war bei einem der Konzerte des Sängers gewesen. Er schmunzelte etwas und lauschte Duos lieblicher Stimme.

 

Duo hielt an einer roten Ampel und drehte seinen Kopf zu Heero. Er bedachte ihn mit einem überwältigten Lächeln.

 

Ganz plötzlich spürte Heero das Kribbeln in seinem Magen wieder zunehmen. "Hast du dich schon für einen Film entschieden?", fragte er.

 

“Hmm…Keine Ahnung.” Duo beugte sich kurz zur Seite und strich über Heeros Wange bevor er weiter fuhr.

 

Heero spürte seinen Magen Purzelbäume machen und drückte sich etwas mehr in den Sitz. "Gehen wir gleich zu dir oder treffen wir uns später?"

Duo grinste. “Wie es dir lieber ist. Du kannst ruhig gleich mitkommen, aber ich muss noch duschen!”

 

"Mmh... hast recht!" Heero besah sich seine Haut, die von dem salzigen Meereswasser schon ganz trocken war. Ihm würde eine Dusche auch ganz gut tun.

 

Duo nickte. Er parkte vor dem Anwesen und stieg aus. Heero tat es ihm gleich. Duo hakte sich bei Heero unter und zog ihn in das Gebäude.

 

Als sie wieder in der großen Empfangshalle standen, kratzte Heero sich am Kopf. "Ich werd' dann auch mal duschen geh'n..."

 

“Oh du kannst auch mit...äh…bei mir duschen! Das ist überhaupt kein Problem.” Duo schalte sich selbst einen Idioten und spürte wie er bis unter die Haarwurzeln errötete. Heero grinste. "Kann ich das, ja?!" Es klang eher, als würde er eine amüsierte Feststellung treffen, als eine Frage stellen.

 

Duos Gesicht färbte sich dunkelrot und er nickte. Bevor Heero ablehnen konnte zog er ihn schon zu einem kleinen privaten Aufzug. So langsam fing dieses Spielchen an Heero immer mehr Spaß zu machen. Er folgte Duo in seine Wohnung und war verblüfft. Es war wunderschön dort!

 

Duo sah verlegen auf seine Hände. “Hmm willst du zu erst duschen? Ich könnte uns in der Zwischenzeit was kochen oder so…” Heero zuckte mit den Schultern. "Mir egal!" “Okay dann geh ich zuerst. Fühl dich ganz wie zu Hause.”

 

Heero nickte und Duo verschwand hinter einer Tür. Heero sah sich etwas im Zimmer um, dann ließ er sich auf die weiche, bequeme Couch sinken und wartete geduldig.

 

Endlich. Die Tür öffnete sich wieder und Duo kam wieder ins Zimmer. Mit nassen offenen Haaren und nur mit einem Handtuch bekleidet.

 

Für einen Moment klappte Heero bei diesem prächtigen Anblick fast der Kiefer herunter, dann besann er sich schnell wieder und ging ins Bad. Ha! Was Duo konnte, konnte er schon lange. Er duschte und rief dann nach einer Weile: "Duo, es ist kein Handtuch mehr da!"

 

Duo überlegte was er tun sollte. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht und ging ins Bad. Heero steckte seinen Kopf durch die Duschtür und sah ihn fragend an. Duo grinste breit und zog das Handtuch von seinen Hüften. “Hier bitte schön.”

 

"Äh..." Heero war etwas fassungslos. Damit hatte er nicht gerechnet. Wie schaffte dieser Maxwell es nur immer seine eigenen Waffen gegen ihn zu richten?! Er starrte ihn verwirrt an und versuchte Duo nicht anzustarren. Aber Himmel, bei solch einem göttlichen Körper war das unmöglich!

 

Duos Grinsen würde wenn möglich noch breiter. Er warf seine Haare graziös über seine Schultern. “Wieso starrst du mich so an Heero? Siehst du etwas das dir gefällt?” Nun erwiderte Heero das Grinsen. "Es ist annehmbar!" Plötzlich loderte ein Feuer in seinen eisigen, kobaltblauen Augen auf.

 

“Nani?” Mit dieser Antwort hatte Duo ganz sicher nicht gerechnet. Er schnappte sich eine frische Short aus dem Badezimmerschrank und ging zurück ins Wohnzimmer.

 

Heero nahm das Handtuch und band es sich um die Hüfte. Dann ging er Duo nach. Er bekam gerade noch eine der langen Haarsträhnen zu fassen und hielt sie fest, so dass Duo ihn ansehen musste. Er grinste ihn herausfordernd an.

 

Duo sah das Feuer in Heeros Augen und überlegte nicht lange. Er presste seinen Körper gegen Heeros. Heero hielt ihn weiter fest. Er ließ zwar Duos Haarsträhne los, doch seine Arme legten sich um die Hüften des jungen Fotografen und er drückte ihn fest an sich.

 

Duo stellte sich auf die Zehenspitzen und gab Heero einen Kuss auf die Nasenspitze. Heero schloss für eine Sekunde die Augen. Er strich über Duos seidiges Haar und vergrub seine Hände darin.

 

Duo gab ein Seufzen von sich. ´Nur eine Woche…’, dachte er traurig. Er löste sich ein Stück von Heero und ließ sich auf die Couch plumpsen. Je näher er Heero kam desto schmerzlicher würde der Abschied werden.

 

"Hn!" Heero ließ sich ans andere Ende der Couch sinken, von dem aus er auf die Videos sehen konnte, die in Duos Fernsehschrank standen.

 

Duo stand kurz auf um sich etwas zu trinken zu holen. Heero sah sich währenddessen die Filmtitel an.

 

"Mmh..." Er kannte nicht einen einzigen davon und wenn er ehrlich war, hatte er auch keine Lust jetzt fernzusehen. Leise stand er auf und schlich sich in Duos Schlafzimmer. Dort legte er sich ins Bett. Er hatte das Handtuch mitten auf den Wohnzimmerboden geworfen und kuschelte sich in die weichen Kissen.

 

Duo kam aus der Küche zurück und sah sich im Wohnzimmer um. Keine Spur von Heero. Nur das Handtuch lag auf dem Boden.

 

“Heero?” Keine Antwort.

 

Er schaute im Bad nach. Wo könnte er denn sonst sein? Blieb nur noch das Schlafzimmer. Duo konnte sich zwar nicht vorstellen, dass Heero dort war doch er öffnete die Tür.

 

Zwar hatte Heero die Augen geschlossen, doch ihm war anzusehen, dass er nicht schlief. Duo zwang sich seinen Blick von Heeros Hintern loszureißen und setzte sich zu Heero aufs Bett.

 

Langsam öffnete Heero die Augen und blinzelte Duo an. "Dein Bett ist gemütlicher als meins...", flüsterte er leise. Duo lachte leise. “Nun wenn du möchtest kannst du heute Nacht hier schlafen…” Heero grinste. "Ich wäre eh nicht gegangen!"

 

Er zog Duo stürmisch an sich und presste seine Lippen auf seine. Duo riss die Augen auf, nur um sie gleich wieder zu schließen. Er bewegte seine Lippen leicht gegen Heeros und sank mit ihm in die weichen Kissen zurück. Heero schlang eines seiner Beine um Duos und öffnete seinen Mund etwas.

 

 

Duo nahm die Einladung sofort an und ließ seinen Zunge in Heeros Mund gleiten. Vorsichtig - um den Anderen nicht zu erschrecken- erkundete er Heeros Mundhöhle.

 

Langsam und Stück für Stück ließ Heero Duo seinen Mund erkunden. Seine Augen waren geschlossen und seine angespannten Muskeln lockerten sich etwas. Mit der Hand fuhr er zärtlich durch Duos Haar und spielte etwas damit.

 

Duo genoss Heeros Berührungen und schmiegte sich fester an ihn. Widerwillig löste er sich von Heero um nach Luft zu schnappen. “Du schmeckst süß.”

 

"Und du schnupperst nach Honig!" Heero lächelte Duo an. Eines seiner seltenen, wirklich umwerfenden Lächeln. Duo seufzte glücklich und leckte über Heeros Lippen. Er wollte mehr. Viel mehr. Aber er wollte Heero nicht bedrängen. Noch nicht.

 

"Maxwell?" “So heiße ich, Yuy.” Duo grinste breit und kuschelte sich fest an Heero. Das war nicht die Antwort, die Heero hören wollte. Er wollte einfach nur ein stinknormales 'Ja?'. "Maxwell?", wiederholte er sich.

 

Duo seufzte. “Ja? Kannst du nicht gleich sagen was du willst?” Okay. Duo sollte seinen Willen haben. "Ich will jetzt Sex mit dir, Maxwell!"

 

Duo lief knallrot an und sprang auf. “Bitte was?” Er hatte nicht damit gerechnet das Heero es so genau beim Namen nennen würde. Nicht das er wirklich etwas dagegen hatte, aber sie kannten sich doch erst zwei Tage. "Willst du, oder willst du nicht?!" Heero richtete sich ungeduldig auf. "Es ist das erste und wahrscheinlich letzte Mal, dass ich daran denke mich von einem Jungen ficken zu lassen, also entscheide dich schnell!"

 

Duo war sich nicht sicher was er tun sollte. Er wollte Heero. Aber…Er wusste auch nicht was mit ihm los wahr. Vielleicht wollte er mehr als einfach nur Sex.

 

Duo schüttelte den Kopf. Mehr würde er nicht bekommen, also sollte er sich mit dem zufrieden geben was ihm angeboten wurde.

 

Er ließ sich vor Heero nieder und ließ seine Hand über Heeros Brust gleiten. Dann nickte er zögernd.

 

Heero fing den verunsicherten Blick auf und hielt Duos Hand fest. Er streckte sich etwas und küsste ihn. „Das darfst nur du mit mir machen, klar?!“, flüsterte er leise.

 

Duo lächelte glücklich. Heeros Worte bedeuteten ihm mehr als er zugeben wollte. Er strich mit seinen Fingern zart an Heeros Hals entlang. Entzückt streckte Heero seinen Hals etwas und hielt Duo fest.

 

Duo schloss die Augen und ersetzte seine Finger mit seinen Lippen. Daraufhin drehte Heero seinen Kopf etwas zu ihm und begann an seinem Ohrläppchen zu knabbern.

 

Der bezopfte Junge gab ein zufriedenes Seufzen von sich und legte seine Hand auf Heeros Bauch. Zärtlich streichelte er über die weiche Haut. "Mmh..." Genüsslich zog Heero die Luft ein und rekelte sich etwas.

 

Duo strich Heeros feste Bauchmuskeln nach. Er hatte noch nie jemanden gesehen der so perfekt war. Heero vergrub seine Hände in Duos Haaren und legte seine Stirn an Duos. Seine Augen blinzelten ihn an und der kalte Blick in ihnen wurde auf einmal richtig warm.

 

Duo schmolz förmlich unter Heeros Blick dahin. Er fuhr mit seinem Finger leicht in Heeros Bauchnabel und gab ihn einen zarten Kuss. Ein Lächeln zog sich über Heeros Lippen.

 

"Ist es schön?", fragte er leise. "Mehr als das. Und für dich?" Duo blickte ihn fragend an. Er wollte das es für Heero auch gut wahr. Mehr als gut. Perfekt.

 

Etwas schüchtern nickte Heero. Er ließ seine Hand über Duos Wirbelsäule gleiten. Ein prickelnder Schauer lief Duos Rücken hinab. Er schob sich ein Stück näher an Heero heran.

 

Willig und mit sehnsüchtigen Blick legte Heero seine Lippen wieder sanft auf Duos. Er schloss die Augen und genoss die Wärme, die ihn durchströmte.

 

In Duos Magen begann es wild zu kribbeln. Es fühlte sich so an als ob tausend Ameisen darin herumkrochen. Glücklich bewegte er seine Lippen gegen Heeros und legte einen Arm in dessen Nacken.

 

Plötzlich wurde Heero etwas rot. Er löste seine Lippen wieder von Duos und nahm ihn in die Arme, schmiegte sich dicht an ihn, seine Wange an seiner Schulter reibend.

 

Duo blickte ihn fragend an. "Alles okay?" Er streichelte langsam über Heeros Kopf.

 

"Es ist nur..." Heero hob seinen Kopf und sah Duo tief in die Augen. "Jeder Blick von dir, zieht mich so an... Es ist, als würdest du mich mit ihnen in die Knie zwingen und ich will, daß du mich berührst... Ich fühl' mich so... schwach bei dir..."

 

Duo schüttelte verwirrt den Kopf. Solch eine Wirkung hatte Heero auch bei ihm. Er zog Heero fest an sich und streichelte ihm über den Rücken. Er hatte keine Ahnung was er jetzt sagen könnte.

 

Doch Duo mußte auch gar nichts sagen. Heero reichte es so, wie es war, völlig aus. Er hob den Kopf wieder an und legte seine Lippen erneut auf Duos. Dieser begann sofort den Kuß zu erwidern. Er liebte Heeros süßen und doch herben Geschmack.

 

Heeros Hände suchten Duos zarte Haut und strichen zärtlich über seine Schultern. Sie glitten an Duos Oberkörper hinab und strichen zärtlich über die Brustmuskeln. Duo zog die Luft ein. Heeros Hände auf seinem Körper fühlten sich unglaublich gut an.

 

Fragend sah Heero Duo an. "Ist es... Ist es gut so?" Er war sichtlich unsicher. Duo nickte heftig. "Mach weiter." Heero nickte und rutschte ein Stückchen näher zu Duo. Er strich ihm die Haare aus dem Gesicht und beugte sich etwas vor. Kurz zuckte er zurück, doch dann legte er seine Lippen an Duos Hals und küsste ihn zärtlich.

 

Duos Kehle entkam ein leises Schnurren und er streckte Heero seinen Hals entgegen. Heero schmunzelte und kam der Aufforderung nach. Er bedeckte Duos Hals mit zärtlichen Küssen, die immer tiefer, bis zu seinem Schlüsselbein glitten, wo er einen Moment innehielt.

 

"Mhm..." Duo fuhr geistesabwesend durch Heeros Haare. Das war gut. Fast zu gut. Nun schnurrte auch Heero leise und rieb seinen Kopf zärtlich an Duos Oberkörper.

 

Duo rollt herum und kam über Heero zum liegen. Er wollte das gutgebaute Model etwas verwöhnen. Langsam senkte er seine Lippen auf Heeros Brust herab und begann an der empfindlichen Haut zu saugen. "Mihmmm..." Heero schloss die Augen und verzog genüsslich das Gesicht. Er kraulte Duo sanft den Nacken.

 

Duo seufzte leise gegen Heeros Brust und strich mit seiner Zunge leicht über Heeros linke Brustwarze. Die Wirkung war überraschend. Heero zog scharf die Luft ein und bäumte sich auf. Schnell ließ er sich wieder fallen. Sein ganzer Körper zitterte leicht.

 

Duo kicherte leise und ließ seine Zunge noch einmal hervorschellen. Dan umschloss er die Brustwarze mit seinem Lippen und begann an dem weichen Fleisch zu knabbern.

 

"Duu~uuo!" Heero biss fest die Zähne zusammen und reckte Duo seinen Oberkörper entgegen. Seine Erregung nahm immer mehr zu. Es war einfach wunderschön so von Duo berührt zu werden.

 

Duo wanderte zu Heeros anderer Brustwarze und wiederholte das Spiel. Mit einer Hand fuhr er zu Heeros Schenkeln hinab und streichelte ihn vorsichtig. "Awwww..." Heero zog die Luft ein und zuckte wieder zusammen. Sein Körper bäumte sich etwas auf und sein Gesicht verzog sich mit einem Ausdruck zwischen Genuss und Qual.

 

Duo hörte einfach nicht auf ihn zu necken. Er biss leicht in Heeros Seite und glitt mit seiner Hand an Heeros Schenkel entlang. "Duuu~oooooo!" Heeros Hand legte sich auf Duos Haarschopf und fuhr zärtlich darüber.

 

Duo ließ seine Lippen weiter nach unten gleiten und stöhnte leise. Heero schmeckte so unheimlich gut. So sehr Heero sich auch beisammen nehmen wollte... Dieses Spiel war viel zu schön! Er wollte, dass es nie endete... Stöhnend zog er Duo etwas zu sich nach oben und küsste ihn.

 

Duo erwiderte den Kuss zärtlich. "Heero..." Heero legte seine Hand auf Duos Hintern und tauchte so unter ihm weg, dass er mit den Lippen seinen Nippel berühren konnte. Den anderen streichelte er sanft mit den Fingern seiner freien Hand.

 

Duo zog überrascht die Luft ein und schloss die Augen. Langsam und ganz zärtlich ließ Heero seine Zunge über die zarten Nippel gleiten, küsste sie und saugte etwas an ihnen. Seine Hand massierte dabei sanft Duos Hintern.

 

Duo warf den Kopf in den Nacken und stöhnte laut auf. Das hätte er nicht von Hero erwartet. Er drückte sich fest an Heero so das seine Erregung gegen Heeros Bauch gedrückt wurde.

 

Langsam tauchte Heero immer tiefer unter Duo weg. Seine Küsse wanderten von seiner Brust zu seinem Bauch hinunter. Einen Moment stockte Heero und sah Duo schüchtern an, dann küsste er vorsichtig Duos Glied.

 

"Heero!!!" Duo konnte es nicht glauben. Er krallte seine Hände in Heeros Kopf und drückte ihn leicht nach unten. Verwirrt sah Heero Duo an. "Gefällt es dir nicht?"

 

Schnell schüttelte Duo den Kopf. "Doch ich will nur nicht das du dich zu etwas gezwungen fühlst. Heero schmunzelte. Duo war wirklich süß und so furchtbar lieb... Mit einem Lächeln auf den Lippen küsste er wieder zärtlich sein Glied. "Ich weiß nur nicht genau..." Er wurde etwas rot. "..was ich tun muss..."

 

"Ooo~~oh...Mach einfach was dein Gefühl dir sagt..." "O...kay..." Heero hielt einen Moment inne und ließ dann, noch etwas unschlüssig, seine Zunge über Duos Glied gleiten. Genüsslich verzog er die Lippen. "Du schmeckst gut, Maxwell!"

 

Duo war nicht fähig zu sprechen. In ihm breitete sich eine unglaubliche Hitze aus. "Mhmm...Mehr!" Langsam stupste Heero Duo etwas mit seiner Nase und umschloss seine Spitze dann leicht mit seinen Lippen.

 

Duo zwang sich zu atmen. Alles in ihm glühte. Schließlich traute Heero sich Duo ganz zu schlucken und leckte zärtlich mit seiner Zunge über die straffe Haut. Seine Hand massierte noch immer Duos Hintern.

 

"Oh...Gott...." Duo warf den Kopf in den Nacken. Er war kurz davor zu explodieren. Die Dinge um ihm herum nahm er nur noch verschwommen war.

 

Als Heero merkte, wie nah Duo dran war, nahm er seinen Mund wieder zu ihm und krabbelte etwas höher, bis er mit seinen Lippen die Duos wieder erreichte.

 

Duo keuchte laut. Er knabberte zart an Heeros Unterlippe. Heero knabberte an Duos Ohrläppchen.

 

"Willst..." Er zögerte kurz. "Willst du mich noch?" Seine Stimme war schwach und fast nicht mehr zu hören. 'Ich werde nie aufhören dich zu wollen', dachte Duo. Aber er nickte nur. "Wenn du es auch willst." "Mmh..." Heero nickte leicht und drückte sich eng an Duo.

 

Duo seufzte leise. Langsam ließ er seine Finger zu Heeros Hintern gleiten. Heero hob seinen Körper etwas an, um es Duo leichter zu machen.

 

Duo massierte die weiche Haut und knabberte verführerisch an Heeros Hals.

 

Die zarten Berührungen ließen Heero langsam wieder wacklig werden. Langsam ließ Duo einen Finger in Heero gleiten. Leise stöhnte Heero auf. Das fühlte sich komisch an!

 

Duo drang vorsichtig tiefer ein. Er wollte Heero unter keinen Umständen weh tun.

 

Vorsichtig begann Heero sich etwas zu winden. Er schloss die Augen und hielt die Luft an. Duo schob einen zweiten Finger in Heeros warmen Körper. Tastend suchte er nach der Prostata des Jungen.

 

Geduldig ließ Heero alles über sich ergehen, was Duo tat. Er holte schwerer Luft. Duo blickte Heero fest an. "Soll ich aufhören?"

 

Heero schüttelte den Kopf. "Nein...", flüsterte er leise. Duo nickte und bewegte seine Finger zärtlich in Heero.

 

Plötzlich bäumte sich Heero etwas auf. Das fühlte sich wahnsinnig an! Duo lächelte leicht, als er Heeros Reaktion bemerkte.

 

Er drückte seine Finger tief in Heeros Körper und knabberte an dessen Ohr. Zärtlich hauchte Heero einen Kuss auf Duos Wange und lehnte dann den Kopf etwas zurück. Er drückte seinen Körper etwas durch.

 

Duo ließ seine Finger aus Heero gleiten und drehte ihn auf den Bauch. "Bereit, koi?"

 

Langsam nickte Heero. Etwas unsicher war er sich schon, aber er wollte Duo furchtbar gern!

 

Duo umschlang Heero von hinten. Hauchte zarte Küsse in dessen Nacken. Langsam begann er in ihn einzudringen.

 

"Uh!" Heero krallte seine Finger etwas ins Kissen und beugte den Kopf nach vorne, streckte sich. Das fühlte sich verrückt an und es tat weh...

 

Duo seufzte. Er konnte spüren, dass Heero nicht wirklich für ihn bereit war. Aber er war sich nicht sicher ob er jetzt wieder aufhören konnte.

 

 "Du musst dich entspannen!" Heero nickte. Duo hatte ja recht, aber es war plötzlich so verwirrt. Der versuchte sich zu entspannen, doch es gelang ihm nicht ganz. "Scheiße, tut das weh!", wimmerte er leise.

 

Duo ließ sich wieder aus Heero herausgleiten. "Verdammt", flüsterte er. Er wollte Heero so sehr. Aber ihm weh zu tun, würde er nie wagen.

 

Erschrocken drehte Heero seinen Kopf zu Duo. Über seine Wangen liefen ein paar Tränen. "Nein.." Er schluckte leise. "Bitte mach weiter!"

 

"Aber...." Duo sah ihn erschrocken an. Sanft wischte er die Tränen weg. Er schlang ein Bein um Heeros Körper. "Ich will dir nicht weh tun Hee-chan."

 

Heero küsste Duo schnell und sah dann zu Boden. "Beim ersten Mal tut's doch oft weh, oder?!" Seine Stimme klang leise, doch er versuchte zu lächeln.

 

Duo nickte. Langsam drang er wieder in Heero ein. Sicher, dass er dieses mal nicht stoppen konnte.

 

Heero streckte sich wieder etwas, versuchte sich zu entspannen. Es tat immer noch weh, doch er biss die Zähne zusammen. Es würde ja gleich besser werden! Hoffte er zumindest... Vorsichtig griff er nach Duos Hand und hielt sie fest. Er stöhnte laut auf, als er dabei seine Lage etwas veränderte und wieder rannten Tränen über seine Wangen.

 

Duo biss sich auf die Lippen und drang weiter in Heero ein. Er drückte Heeros Hand und streichelte mit seinem Daumen leicht darüber. Seine freue Hand ließ er nach vorne zu Heeros Glied gleiten und umschloss es sanft.

 

Heero zog scharf die Luft ein, als er spürte, wie Duos Hand ihn umschlang.

 

Duo versank völlig in Heero und hielt still. Er wollte das Heero sich an den Zustand gewöhnte bevor er zu stoßen begann. Einzig seine Fingerspitze strich leicht über Heeros steifen Glied.

 

Heero zitterte leicht. Er verstand Duos Absicht und lächelte. Nach einem kleinen Moment nickte er zustimmend, hoffend, dass es auch wirklich genügte.

 

Duo begann langsam sich zu bewegen. Mit vorsichtigen, gleichmäßigen Stößen. Er wollte Heero nicht überfordern.

 

Am Anfang tat es noch etwas weh und Heero stöhnte und keuchte leise vor Qual, doch langsam spürte er, wie es besser wurde.

 

Als Duo bemerkte, dass Heero sich langsam entspannte begann er heftiger zu stoßen. Er konnte ein lautes Stöhnen nicht unterdrücken. Heero war so unglaublich eng und warm.

 

Als Heero nun auch endlich wieder die Lust überkam war er ganz entspannt und begann vorsichtig sich in Duos Takt zu bewegen. Er spürte wie Duo einen Punkt in ihm berührte, von dessen Existenz er noch nicht einmal gewusst hatte und stöhnte laut auf, Duos Hand immer noch um sein wieder fester werdendes Glied wissend.

 

Duo lächelte selig als er Heeros Stöhnen vernahm. Es gefiel ihm also auch. Er konzentrierte sich weiter auf seine festen Stöße und begann seine Hand langsam auf und abwärts zu bewegen.

 

Wieder gab Heero ein Stöhnen von sich, dieses Mal mit mehr Lust in der Stimme.

 

Duo begann Heeros Nacken zu küssen. Es war wunderbar Heero zu spüren. Er ließ seine Stöße schneller werden und passte das pumpen seiner Hand der Geschwindigkeit an. Spätestens jetzt war Heero wieder vollkommen gelöst. "Oh Ma~aaxwell!", stöhnte er laut auf und stieß kräftig in Duos Hand.

 

Duo drückte Heeros Glied ein wenig unsanft. Er konnte nicht anders. Er war viel zu erregt um noch klar zu denken. "Heero..."

 

Heero jaulte leise auf, doch der Gedanke an den Schmerz wurde ihm sofort wieder genommen, von dem wunderbaren Gefühl, das Duos Stöße in ihm bewirkten. Er passte sich Duos Rhythmus mehr an und stieß kräftiger in seine Hand.

 

"Ohhh." Duo riss die Augen auf. Er war kurz davor zu kommen. Doch er wollte es noch etwas in die Länge ziehen, also verlangsamte er seine Stöße wieder.

 

Gequält seufzte Heero auf, doch er zwang sich dazu auch wieder ruhiger zu werden. Das war einfach unglaublich schön und so sanft war es auch nicht gerade ohne... Vorsichtig drehte er den Kopf etwas zu Duo und lächelte ihn an.

 

Duo erwiderte das Lächeln sofort und beuget sich etwas nach vorne um Heero zu küssen.

 

Heero seufzte glücklich gegen Duos Lippen, als er diese auf seinen fühlte.

 

Duo begann wieder schneller zu Stoßen. Diese langsame Geschwindigkeit brachte ihn fast um den Verstand.

 

Für Heero war es gleich. Er wollte alles, was Duo auch wollte!

 

Duo presste sich fester an Heero. "Mmmmh..." Heero warf den Kopf in den Nacken.

 

Duo biss etwas in Heeros Schulter und bewegte sich weiter. Er hielt es kaum noch aus. Heero stöhnte laut auf und wimmerte etwas, als Duo wieder diesen bestimmten Punkt in ihm berührte. Er presste seine Erregung fest in Duos Hand und bäumte sich etwas auf, kurz davor für ihn zu kommen.

 

Duo biss sich fest auf die Lippen bis er zu bluten anfing. "Ooo~~hh Heero!" Er streckte den Rücken durch und ergoss sich in Heeros willigen Körper.

 

"Awwagkk..." Mit einem leisen, zufrieden Seufzer kam kurz darauf und Heero und fiel langsam in sich zusammen. Er rang leise nach Luft und zitterte noch etwas. Er wollte etwas sagen, doch brachte kein Wort heraus.

 

Duo rang nach Atem, als er langsam aus Heero hinausglitt. Mit letzter Kraft zog er den zitternden Jungen an sich. Heero schmiegte sich dicht an Duo und legte seinen Arm um ihn. Die Augen hielt er geschlossen. Er war noch immer ganz erschöpft.

 

Duo hauchte einen Kuss auf Heeros Stirn und zog die Decke über sie. Auch Heero hauchte einen leichten Kuss auf Duos Brust. Er lächelte glücklich.

 

"Danke..." Duo lächelte Heero sanft an.

 

Heero machte ein fragendes Gesicht. "Wofür?", flüsterte er leise.

 

Heero bekam keine Antwort. Duo schlief bereits.

 

"Mmh..." Heero brummte zufrieden und schlief dann auch ein.

 

Als Duo am nächsten Morgen erwachte war Heero nicht an seiner Seite. Verwirrt blickte er sich um. Im Bad klapperte es etwas. Wenig später kam Heero wieder. Er sah immer noch recht müde aus, war gewaschen, aber noch nackt. Als er sah, dass Duo wach war, grinste er und machte sich auf die Suche nach seiner Hose.

 

Murmelnd sah zu wie Heero in seine Hose schlüpfte. Er war sich unsicher was er jetzt sagen sollte. Heero hörte das Murmeln und sah zu Duo. Er ging zu ihm und setzte sich neben ihn. Dann hauchte er ihm einen Kuss auf die Stirn. "Arigato, koi!" Er stand wieder auf und suchte sein Top.

 

Duo grinste von einem Ohr zum Anderen. Heute würde ein wirklich guter Tag werden, dessen war er sich sicher.

 

Als Heero seine Uhr wiederfand, fluchte er laut. Er beeilte sich mit dem Anziehen und stolperte fast, als er nur auf einem Bein durch die Wohnung hüpfte, da er gerade dabei war sich den anderen Schuh anzuziehen.

 

Duo beobachtete ihn amüsiert. "Sag mal...Was machst du da eigentlich?" "Hab' noch 'nen Termin!", murmelte Heero abwesend und noch ehe Duo sich versah, knallte seine Wohnungstür zu und Heero war weg.

 

Duo sah ihm verwirrt nach. Termin?

 

Die Pressekonferenz war stressig gewesen und Heero freute sich, als er in die Empfangshalle trat und Duo dort sah. Er wollte sofort zu ihm, doch noch bevor er sich versah, wurde sein Handgelenk gepackt.

 

Heero staunte nicht schlecht, als er seinen Manager erblickte, der ihm die neuste Ausgabe des Abendblattes unter die Nase hielt. Auf der Titelseite ein riesiges Bild von Duo und ihm, wie sie zusammen in sein Zimmer verschwanden. 'Heero Yuy schwul? Neuer Partner?' Stand darunter.

 

Heero fragte sich nicht, wo die Journalisten das nun wieder herhatten. Er kannte sie ja. Seufzend ließ er die Standpauke seines Managers, von wegen diese Schlagzeilen schadeten seine Ruf, über sich ergehen.

 

"Planänderung, Yuy! Wir fahren sofort ab!", befahl er und zog Heero, der ihn geschockt ansah einfach mit weg. Die Szene war laut genug gewesen, dass sie jeder hören konnte.

 

Duo fuhr sofort herum und starrte Heero an. Er konnte es nicht glauben. Er wollte es nicht glauben. Heero durfte nicht gehen. Er musste etwas tun. Sofort. Er stampfte auf Heeros Manager zu und baute ihn vor sich auf. "Entschuldigen Sir! Aber Heero wird nirgendwo hingehen. Wir haben einen Vertrag, der besagt das Mr. Yuy bis Ende der Woche für unsere Aufnahmen zur Verfügung steht!"

 

Der Manager blickt Duo giftig an. "Aha! Der werte Freund! Vergessen sie den Vertrag! Der ist Schnee von gestern!", fuhr der Manager Duo an. Heero zuckte zusammen. Er wollte nicht! Er wollte Duo nicht verlassen müssen! Er war vor Schock immer noch unfähig sich zu rühren, oder etwas zu sagen.

 

"Das können sie nicht machen!" Duos Augen sprühten Funken. "Und außerdem haben Heero und ich nur ferngesehen! Sie wissen doch genauso gut wie ich, dass die Presse alles aufpuscht." Duo schluckte. Er wollte Heeros Karriere einfach nicht gefährden.

 

"Das ist mir scheißegal, ob da was Wahres dran ist, oder nicht! Dieses dämlichen Fans glauben alles!", schnaubte der Manager. "Komm!" Er zog Heero brutal mit sich und dieser sah vollkommen verstört aus. Er konnte nicht mehr, als Duo einen, um Verzeihung bittenden, Blick zuwerfen.

 

Duo schnaubte. Heero hätte wenigstens irgendetwas sagen können. Aber vielleicht wollte er ja gehen. Vielleicht war letzte Nacht nur ein Ausrutscher für Heero gewesen und.... Duo spürte wie ihm die Tränen in die Augen stiegen und er marschierte in die Küche. Er brauchte jetzt jemanden zum Reden.

 

In der Küche war Wufei gerade dabei wieder an einem festlichen Mittagsmahl zu werkeln. Zechs Quatre half ihm dabei den Tee zu kochen und die Cocktails vorzubereiten, wobei es ohne Trowas Mitwirken wohl diesen Abend ganz ohne Alkohol hätte gehen müssen.

 

Duo schniefte laut und Quatre fuhr erschrocken herum. "Duo?" "Er...er ist weg." Wufei sah Duo fragend an. "Wer ist weg?" Duo sank auf die Knie. Der Gedanke Heero vielleicht nie wieder sehen zu können brachte ihn fast um. "Hee-chan."

 

"Duo!" Sofort war Quatre neben ihm und nahm ihn fürsorglich in die Arme. Trowa sah zu den beiden herüber. "Wieso denn das?", fragte er ernst.

 

Duo zitterte und klammerte sich fest an Quatre..."Sein....Manager hat ihn...geholt...."

 

Wufei und Trowa hätten gerne noch weitere Fragen geklärt, aber es war offensichtlich für sie, dass Duo dazu erst einmal keine Nerven hatten und so ließen sie es sein und schenkten im statt dessen mitleidige Blicke. Quatre streichelte Duo liebevoll und gab ihm etwas Tee zu trinken.

 

Duo nippte dankbar an seiner Tasse. Langsam beruhigte er sich wieder. "Da war ein Foto von uns in einer dieser Klatschmagazine."

 

Wufei, Trowa und Quatre tauschten kurz einen wissenden Blick aus und Quatre versuchte weiter ihn zu beruhigen. "Iss' erst mal was!" Wufei reichte Duo ein Eis.

 

"Danke." Duo löffelte eine riesige Menge Schokoladeneis in sich hinein. Danach fühlte er sich besser, zumindest redete er sich das ein.

 

Heero saß in seinem Zimmer mit Meerblick. Er war sofort wieder für einen neuen Auftrag gebucht worden. Schon eine entsetzlich lange Woche war vergangen in der er nichts von Duo gehört hatte.

 

Wie auch? Er wusste ja nicht, wo er war! Und Heero traute sich nicht anzurufen. Er machte sich schwere Vorwürfe einfach so gegangen zu sein. Duo musste denken es wäre ihm wirklich nur um diese eine Nacht gegangen. Bei dem Gedanken daran war ihm ganz schlecht.

 

Duo saß in der kleinen Bucht am Meer, die Heero ihm vor einer Woche gezeigt hatte. Er kam jeden Tag hier her um nachzudenken und um zu weinen. Eigentlich dachte er, dass er keine Tränen mehr hätte, aber es hörte einfach nicht auf.

 

Alle Aufträge waren umgebucht worden, er war nicht in der Lage auch nur ein Foto zu knipsen. Seine Freunde machten sich bereits schreckliche Sorgen um ihn. Duo aß nicht. Er sprach nicht.

 

Und was am schlimmsten war, er lächelte nicht. Duo konnte einfach nicht. Er fühlte sich so einsam. So benutzt.

 

Es dauerte nicht lange, bis ein Jahr vergangen war. Es war definitiv das schlimmste Jahr aus Heeros ganzem Leben gewesen. Die Aktfotos, die Duo von ihm geschossen hatte, waren eingeschlagen wie eine Bombe. Seitdem rissen sich die Magazine und Shows darum seinen Körper nackt zu sehen. Mit Kleidung interessierte man sich kaum noch für ihn und ihm war mehr als jemals zuvor bewusst, dass er für all die Leute und auch seine Fans nur ein Stück Fleisch war, ein Gegenstand, den man einfach so verwenden konnte, wie man wollte.

 

Er hatte aufhören wollen zu modeln, aber er hatte einfach nicht die Kraft dafür. Immer mehr Aktbilder, teilweise richtig dreckige, wurden von ihm gedruckt. Doch das Schlimmste war die Trennung von Duo. Das und der Gedanke daran, wie sehr er ihn verachten musste, wenn er de Fotos in  den Zeitschriften sah.

 

Und genau das tat Duo auch. Er verachtete Heero. Aber nicht für die Fotos. Nein dafür das er einfach gegangen war. Einfach so ohne ein Wort zu sagen. Nach dem er Duo benutzt hatte.

 

Der bezopfte Junge hatte all seine Fröhlichkeit verloren. Seine Arbeit verrichtete er routiniert ohne wirklich auf das Model zu achten. Es war ihm egal. Alles egal.

 

Er hatte noch ein Foto von Heero. Eines, das er selbst gemacht hatte. Er hielt es unter seinem Kopfkissen versteckt. Fest umklammerte er es wenn er schlief. Schlief und von Heero träumte und zu ihm zurückkam.

 

Aber so naiv war Duo nicht. Er wusste, dass es für Heero nur ein One-Night-Stand gewesen war. Und dennoch sehnte er sich so sehr nach dem Model, dass es ihm die Luft abschnürte.

 

Auch Heero sehnte sich nach Duo. Er wollte nirgendwo lieber sein, als bei ihm! Egal auf welchen Reisen er war und wie schön es an seinen Aufenthaltsorten auch sein mochte: Er wollte nur zurück zu Duo.

 

Doch er traute sich nicht.

 

Er konnte sich schon gar nicht mehr der Anzahl der Tränen erinnern, die er alle vergossen hatte. Keines seiner Fotos sah ihm mehr ähnlich. Sein Lächeln wirkte auf einmal so dreckig und so fühlte er sich auch. Er versuchte es mit allem: Alkohol, Drogen, Selbstmord, doch er konnte Duo einfach nicht vergessen.

 

Duo wusste nicht mehr was er tun sollte. Er musste Heero sehen. Einfach nur um ihn zu fragen warum er gegangen war. Mehr würde er nicht verlangen. Nur eine Antwort. Er blätterte einige von Zechs Magazinen durch um Heeros momentanen Aufenthaltsort herauszufinden. Dann griff er zum Telefon. Doch es war ein Magazin gewesen, das nur monatlich erschien und so konnte man Duo nur sagen, dass Heero bereits weitergereist war.

 

Als Heero von dem nächsten Shooting erfuhr, schluckte er schwer. Akte reichten jetzt also nicht mehr. Sie wollten richtige pornografische Bilder von ihm. Allein bei der Vorstellung daran sträubte er sich. Doch es gelang ihm einfach nicht sich dagegen zu wehren. Alles, was ertun konnte, war für dieses Shooting, vor dem er soviel Angst hatte, einen ganz bestimmten Fotografen anheuern zu lassen:

 

Duo Maxwell.

 

Duo hatte keine Lust auf Arbeit. Es war nicht seine Sache pornographische Bilder zu machen. Man hatte ihm nicht gesagt wer das Model sein sollte. Aber es interessierte ihn auch nicht.

 

Immer wieder erreichten ihn Anrufe, von den jeweiligen Firmen. Heero wollte mit der Arbeit einfach nicht ohne Duo beginnen, doch langsam lief ihm die Zeit davon.

 

Duo seufzte und legte den Telefonhörer auf. Sein Vater hatte ihn dazu überredet diese Fotos zu machen. Es ging um viel Geld und schlussendlich hatte er zu gesagt. Niedergeschlagen stand er auf und erzählte den Anderen von der bevorstehenden Session.

 

Keiner seines Teams war wirklich von diesem Vorhaben angetan, nicht zuletzt, da sie sich furchtbare Sorgen um Duo machten, doch letztendlich war es seine Entscheidung und der Tag des ersten Shootings gekommen. Duo und sein Team mussten dafür extra nach Australien anreisen.

 

Duo hasste Flüge, einfach aus dem Grund, weil man nichts zu tun hatte. Und wenn ihm langweilig war musste er wieder an Heero denken.

 

Zechs versuchte ihn abzulenken, indem er ihm Witze erzählte und Quatre und Trowa versuchten ihn etwas aufzumuntern, doch es war schier aussichtslos.

 

Sofort, als Duo in der Empfangshalle des, extra für das Shooting reservierten, Hotels ankam, wurde er von einem der Manager geschnappt und ihm wurde erklärt, dass das erste Shooting bereits in einer Stunde stattfinden sollte. Das Model würde er erst dann kennen lernen.

 

Duo nickte tonlos und zuckte mit den Schultern. Was kümmerte es ihn schon. Er ging auf sein Zimmer und warf seine Tasche auf das breite Bett. Die Mühe sich umzusehen machte er sich erst nicht. Er nahm eine rasche Dusche und zog sich um. Seine Sachen waren verschwitzt von dem langen Flug.

 

Seufzend ging er wieder hinunter in die Halle. Und sofort wurden er und die anderen in den Shootingraum gebracht. Die Kulisse war schon aufgebaut. Trowa musste sich lediglich noch um die passenden Lichteffekte kümmern. Er machte sich sofort an die Arbeit und als alles fertig war, nahm ein großer, stämmiger, nackter Mann inmitten der roten Tücher und Leinen, die auf dem Boden ausgebreitet waren, Platz.

 

Duo unterdrückte den Drang zu erbrechen und schnappte sich seine Kamera. "Halt!" Der Manager platzte dazwischen. "Wir sind ja noch nicht fertig!" Er trat etwas zur Seite und hinter ihm schob sich ein Junge entlang.

 

Er trug einen kurzen, roten Satinbademantel und stellte sich vor den Mann auf dem Bettzeug. Sein Kopf war gesenkt und sein Pony verdeckte sein Gesicht, so dass man ihn nicht auf Anhieb erkennen konnte. Er war aufgeregt und zitterte, als er sich den Bademantel abstreifte und weiterreichte. Er ließ sich auf die Knie gleiten und noch immer hob er nicht den Kopf.

 

Duo wurde schlecht. Worauf hatte er sich da nur eingelassen, als er zugestimmt hatte diese Fotos zu machen? Er wusste auch nicht warum, aber der Junge kam ihm irgendwie bekannt vor.

 

Dann wurde das Licht ausgeknipst und nur noch die Scheinwerfer erleuchteten den dunklen Raum. "Schlagen sie am besten die Posen vor! Hauptsache man sieht viel!", forderte der Manager Duo auf.

 

Der Junge rührte sich noch immer nicht.

 

Duo sah den Mann warnend an. Er mochte seine Arbeit nicht mehr so wie früher. Aber er ließ sich nicht von einem Laien sagen, was er zu tun hatte. Sofort verstummte der Manager und deutete Duo nur noch endlich anzufangen.

 

Duo nickte und drehte sich wieder um. "Also gut...fangen wir endlich an. Ich will das endlich hinter mich bringen."

 

Erfreut klatschte der Manager in die Hände. Der Mann hinter Heero machte es sich bequemer und wartete auf Duos Befehle. Heero selbst stand da, wie eine Salzsäule.

 

"Beweg’ dich endlich Junge und setz dich zu dem Anderen! So schwer kann das doch nicht sein." Duos Stimme bebte vor unterdrückter Wut.

 

Heero setzte sich und der Mann legte seinen starken Arm um Heeros Hüfte, der leicht zusammenzuckte, aber immer noch starr auf den Boden sah. Es war sehr wohl ersichtlich, dass er das alles eigentlich nicht wollte.

 

"Stell dich nicht so an. Du wirst schließlich dafür bezahlt." Duo wusste, dass das nicht seine Art war zu reden. Aber er war wütend. Wütend auf sich selbst weil er Heero vertraut hatte. Wütend auf diesen Jungen, weil er nicht weitermachte und wütend auf den verdammten Rest der Welt.

 

Heero spürte die starken Arme um seine Tailie und hätte schreien können, doch er blieb ruhig und schmiegte sich an den Mann hinter sich. Schon an Hand seiner Bewegung war zu erkennen, dass er eigentlich ein Profi sein musste. Sein Kopf zeigte jedoch noch immer zu Boden.

 

"Heb endlich denn Kopf sonst werd ich wirklich sauer!" Duo stampfte auf. Sie hätten längst fertig sein können.

 

Langsam und zögerlich hob Heero den Kopf. Sein Blick haftete fest an Duo, aber er zitterte und man sah in seinen Augen all die Angst und Verzweifelung in ihm.

 

Duo erstarrte. "Oh mein Gott..." Die Kamera entglitt seinen Händen und zerklirrte am Boden. Sein erster Gedanke war einfach in Ohnmacht zu fallen um diesem Ort zu entfliehen, aber das konnte er nicht.

 

Heero sah ihn noch immer verzweifelt an. Ein Blick, der Duo sagte, wie leid ihm alles tat und wie sehr er alles, was geschehen war bereute und hasste. Und sie sagten ihm auch, dass er dieses Shooting nicht wollte, sogar panische Angst davor hatte.

 

Duo schluckte. Er musste etwas tun. Zeit schinden. Er wandte sich an den Manager. "Ich werde diese Fotos nicht machen!" "Waaaaas?! Aber, aber... das können sie nicht machen!", stotterte der Manager fassungslos.

 

Heero biss sich auf die Lippe. Das warme Blut rannte seinen Hals entlang, tropfte auf seine Brust hinab, doch er merkte es nicht. Sein Blick klebte an Duo und sein Herz raste. Dann sah er nichts mehr. Ihm wurde schwarz vor Augen und er kippte um.

 

"Heero!" Duo rannte sofort zu dem bewusstlosen Jungen und hob ihn auf seine Arme. "Und ob ich das machen kann!" Duo schnaubte laut. "Und Sie! Sie hören von meinem Anwalt. Heero ist noch minderjährig! So etwas ist verboten." Der Manager erstarrte. Woher wusste Duo das eigentlich?! Sie hatten extra für dieses Shooting Heeros Akte frisiert!

 

"Trowa. Räum hier auf. Und ruf meinen Anwalt an." Trowa nickte. Duo wickelte Heero in ein Tuch und trug ihn dann aus dem Raum.

 

Trowa und Quatre waren immer noch geschockt. Sie konnten nichts weiter tun, als Duos Befehle auszuführen und das taten sie mehr als gern für ihre beiden Freunde. Heero hing noch immer in Duos Armen. Er war ganz entkräftet von den schlaflosen Nächsten, den Drogen und dem Alkohol und seine Nerven waren Am Ende.

 

Duo zitterte stark. Er ignorierte die geschockten Blicke, als er Heero durch die Halle auf sein Zimmer trug. Er legte den Jungen auf sein Bett und decke ihn fest zu.

 

Nach einigen Minuten wurde Heero endlich wieder wach. Er war ganz verstört und wusste nicht, was los war, als er Duo sah.

 

Duo legte ihm einen Finger auf die Lippen. "Du solltest schlafen. Du siehst nicht gut aus, Yuy!"

 

Heero wurde rot. Er war ganz aufgebracht. Duo war da! Es war kein Traum! Heero hatte ihm doch so viel zu erklären. Er setzte sich rasch auf, doch gleich wurde ihm wieder schwindlig und er sackte zusammen.

 

Duo drückte ihn energisch aufs Bett. "Du schläfst jetzt, hast du verstanden? Wir reden nachher!" Eingeschüchtert von Duos Tonfall, traute Heero sich nicht zu wiedersprechen. Er schloss die Augen und nach einem langen Kampf mit sich selbst schlief er schließlich doch ein.

 

Duo seufzte erleichtert, als er Heeros gleichmäßiges Atmen sah. Er hatte nicht übertrieben, las er gesagt hatte, dass Heero nicht gut aus sah. Er wirkte abgemagert und überanstrengt.

 

Er war froh im Moment nicht mit Heero reden zu müssen. Er wusste nicht was er hätte sagen können. Ein Jahr lang hatte er ihn nicht gesehen und jetzt war er auf einmal wieder da.

 

Duo seufzte. Er beschloss in die Küche  zu gehen und erst einmal etwas zu Kochen. Heero sah so aus als könnte er etwas vertragen und er selbst hatte ebenfalls Hunger.

 

Unterdessen wälzte sich Heero im Bett. Er schlief unruhig, denn selbst in seinem tiefsten

Unterbewusstsein machte er sich Sorgen. So kam es, dass er bald wieder erwachte.

 

Duo stocherte lustlos in seinem Obstsalat herum. Er seufzte zum wiederholten Male.

 

Heero hörte es nicht, doch sein Instinkt trieb ihn in die Küche. Als er aufstand erschrak er über die Mattigkeit in ihm. Er war schon lange müde gewesen, aber er hatte sich keine Auszeit gegönnt. Langsam tastete er sich an der Wand entlang bis in die Küche.

 

Duo starrte aus dem Fenster. Draußen wurde es bereits dunkel. Er hatte die ganze Zeit darüber nachgedacht was er Heero sagen könnte. Nicht das er es jetzt wusste, aber er wollte sich erst mal anhören was Yuy zu sagen hatte.

 

Plötzlich stand Heero neben ihm. Er sah Duo direkt in die Augen, zitterte etwas. "Du hältst mich für den größten Abschaum, den es gibt...", murmelte er leise. Sein Blick glitt etwas zur Seite, doch dann wendete er sich wieder Duo zu. "Du hast recht!"

 

Duo schüttelte den Kopf. "Das tu ich nicht...ich...." Er schluckte hart und zog Heero mit sich ins Wohnzimmer.

 

"Ich... Ich hab' mich nicht getraut mich bei dir zu melden...", wisperte Heero leise. Er konnte sich nicht setzten. Dazu war er zu aufgeregt. Duo starrte traurig auf seine Hände. "Warum nicht?" "Weil... ich..." Heero sah zu Boden.

 

"Ich hatte Angst, dass du mich hasst!"

 

Duo sprang auf. "Bist du verrückt? Alles was ich wollte, warst du Heero! Und du bist einfach gegangen. Ich hab mir so gewünscht, dass du dich melden würdest..." Heero schluckte schwer.

 

"Ich hab' geglaubt, du würdest mich hassen, weil ich gegangen bin...", wisperte er leise. Er konnte kaum noch stehen. Duo sagte ihm, er hätte genau das Falsche getan?! Tränen liefen über Heeros Wangen. Er hatte alles nur schlimmer gemacht...

 

Duo erschrak. Er wollte nicht das Heero weinte. Langsam streckte er die Hand nach Heero aus und legte sie auf seine Wange. "Nicht.....Nicht weinen."

 

Doch Heero sank auf seine nie und weinte weiter. "Ich bin do dumm!" Er schüttelte den Kopf, als wolle er die Last einfach so von sich werfen. Sein Herz krampfte sich zusammen. Er liebte Duo doch!

 

Duo ließ sich auf die Knie fallen und zog Heero an sich. "Schh...Es ist nicht deine Schuld." Beruhigend streichelte er dem Model über den Rücken. "Ich..." Heero schniefte. "Ich hätte nicht mitgehen dürfen!"

 

Duo schüttelte den Kopf. "Nein... ich...Du hattest keine Wahl." Heero schüttelte kräftig den Kopf. "ich hätte einfach alles hinwerfen sollen!" Er fiel Duo um den Hals. "Ich liebe dich doch!"

 

Duo riss die Augen auf. "Kannst.....Würdest du......Sag das nochmal!!" Irritiert sah Heero Duo an. Dann wiederholte er seine Worte nochmal, ganz leise: "Ich...liebe dich!"

 

Duo konnte nicht anders er brach in Tränen aus. Er war so gerührt. So glücklich.

 

Erschrocken sah Heero Duo an. Vorsichtig legte er die Hände auf seinen Rücken und streichelte ihn.

 

Duo klammerte sich so sehr an Heero, dass dieser fast keine Luft mehr bekam. "Hee-chan..."

 

Heero biss sich auf die Lippe, die sofort wieder aufriss und blutete. "Kannst... Verzeihst du mir?", fragte er leise und wusste, dass er sofort aus dem Fenster springen würde, wenn Duo nein sagte.

 

"Ich..." Duo beugte sich vor und leckte vorsichtig das Blut von Heeros Lippen. "Ja. Alles was du willst." Etwas ungläubig sah Heero Duo an. "Wirklich?", fragte er leise. "Obwohl ich dir so wehgetan habe?!"

 

Duo schüttelte den Kopf. "Ich liebe dich."

 

Heeros Augen weiteten sich, als er das hörte. Es brauchte einen Moment, bevor er es wirklich verstand, doch dann drückte er sich überglücklich wieder an Duo und sank in seinen Armen zusammen.

 

Duo verteilte kleine Küsse auf Heeros Gesicht und ließ seinen Tränen freien Lauf. Heero schüttelte sich. "Duo, ich... ich will das alles nicht mehr." Heero schaute etwas verzweifelt auf. "Ich will nur noch bei dir sein!" Duo nickte verständnisvoll. "Ich helfe dir."

 

Heero nickte hastig. Dann drückte er seine Lippen fest auf Duos. Duo war zu überrascht um den Kuss sofort zu erwidern.

 

Sofort unterbrach Heero den Kuss wieder. Er stand auf. "Tut mir leid..." Er ging ins Bad und stellte sich unter die Dusche. Er drehte das Wasser auf und seifte sich ein. Dann rubbelte er sich solange ab, bis er krebsrot war.

 

Duo starrte ihn verwirrt nach. Dann stand er auf und ging ins Badezimmer. "Heero?"

 

Heero sah ihn an und versuchte zu lächeln. "Tut mir leid, ich... bin so dreckig!" Er rubbelte weiter an seinem Arm herum.

 

"Nani?" Duo zog sich aus und stellte sich zu Heero unter die Dusche. "Du bist schon ganz rot. Hör auf." Heero ließ die Arme sinken und legte seinen Kopf an Duos Brust. "Ich bin so dreckig... Ich hab mich ausgezogen für sie alle... Für Geld... und mein Körper war nur die Ware... Schon immer..." Er schluckte schwer.

 

Duo zog Heero fest an sich. "Hej schon gut. Du musst das jetzt nicht mehr machen. Wir bleiben zusammen!"

 

"Hmm!" Eine Träne rannte über Heeros Wange und er schmiegte sich dichter an Duo, hielt ihn fest, in seinem Wunsch ihn nie mehr verlassen zu müssen.

 

Duo küsste die Träne behutsam weg. "Keine Angst."

 

"Nicht, wenn du da bist!" Heero küsste Duo wieder und löste das Band seines Zopfes. Duo lächelte sanft. Das erste richtige Lächeln seit einem Jahr. Heero sank etwas tiefer und lächelte. Er fühlte sich schwach, aber unglaublich glücklich!

 

Duo hielt Heero fest und stellte die Dusche ab. "Du solltest noch schlafen. Du siehst mitgenommen aus." "Bleib' bei mir!", flüsterte Heero leise und löste sich keinen Millimeter von Duo. "Immer! Aber du gehörst ins Bett!" Duo strich Heero zärtlich durch die Haare. Heero strahlte Duo an. "Kommst du mit?", fragte er leise.

 

Duo nickte. Etwas Schlaf war wirklich nicht schlecht. Der lange Flug war heftig gewesen und danach gleich das Shooting. "Ich muss nur noch Trowa anrufen und fragen ob er alles geklärt hat." Heero sah Duo fragend an, während er sich abtrocknete und Duo ein Handtuch reichte.

 

Duo biss sich auf die Lippen. Er war sich nicht sicher ob er Heero davon erzählen sollte. Schließlich holte er tief Luft. "Ich verklage deinen Manager." "Was?" Heero sah Duo ungläubig an.

 

"Du bist minderjährig." Duo rubbelte sich trocken.

 

"Hai!" Heero nickte. Er war gerührt, dass Duo das für ihn tun wollte, andererseits wollte er ihm jedoch auch keine Probleme bereiten.

 

Duo zog Heero mit sich weiter ins Schlafzimmer. Er drückte ihn in das Bett und fischte nach dem Telefon. Dann wählte er Trowas Zimmernummer. Trowa nahm sofort den Hörer ab. "Hallo?"

 

"Tro-kun? ich bin’s Duo." "Oh!" Trowa machte eine kurze Pause. "Ist alles okay?", fragte er dann. Quatre sprang sofort neben ihn. "Wer ist dran?", wollte er wissen. "Duo!", sagte Trowa kurz und Quatre lauschte gespannt.

 

"Ja. Heero geht’s gut. Hast du den Anwalt erreicht?" "Ja! Er meint wir haben den Prozess praktisch schon gewonnen!" Duo lachte leise. "Danke Trowa. Ich denke wir sollten das heute Abend feiern." "Ich werde alles Nötige veranlassen!" Trowa nickte Quatre zu und der blonde Araber atmete erleichtert auf.

 

"Danke Trowa. Und liebe Grüße an Q-man." Duo hatte Quatre seit langen nicht mehr so genannt. Er hatte niemanden an sich ran gelassen.

 

"Okay!" Trowa legte den Hörer auf und erzählte Quatre die Neuigkeiten. Der Junge war daraufhin ganz aus dem Häuschen und brauchte erst einmal einen weiteren Tee.

 

Duo legte auf und ließ sich aufs Bett sinken. Heero lächelte und schmiegte sich eng an ihn. Es tat so gut Duos Nähe wieder zu spüren!

 

Duo schlang die Arme fest um seinen Partner. Wohlig seufzend schloss er die Augen. "Schlaf ein wenig. Heute Abend gibt’s ne Feier." "Okay..." Heero nickte und schlug die Augen zu. Sein Herz raste wie wild, als er sich ganz dicht an Duo kuschelte. Plötzlich schien ihm kein Bett mehr zu groß und einsam zu sein. Es war einfach wunderschön!

 

Duo spürte wie die Tränen wieder in ihm hochkamen. Er hatte sich so nach Heero gesehnt. "Schlaf gut, Liebster." Er hauchte einen Kuss auf Heeros Stirn.

 

Heero verzog die Lippen zu einem Lächeln. Er richtete sich etwas auf, gab Duo einen zärtlichen Kuss und legte sich dann wieder hin. Es dauerte nicht lange, bis er eingeschlafen war. Duo strich noch eine Weile durch Heeros Haar bevor er auch einschlief.

 

Als Duo sich etwas weiter zur Seite neigte, spürte er, dass etwas in seiner Hosentasche sich komisch anfühlte. Er griff schlaftrunken hinein und zog das Foto von Heero hervor, das er noch besaß und immer bei sich trug. Er sah es an und legte es dann schmunzelnd auf den Nachttisch.

 

Ein Foto war zwar schön, besonders von Heero, doch letztendlich war es nur ein Abbild und konnte die wirkliche Schönheit  des Objektes nicht wiederspiegeln. Und ihm gehörte jetzt das Original. Für immer...

 

~Owari~

 

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