Ohne Flügel Teil 1 von HeeroYuy
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Fan Fiction -WK- Weiß
Titel: Ohne Flügel
Autor: Heero Yuy
Parings: Aya/Ken
Rating: PG
Warnings: lime, angst
Email to: [email protected]
Kommentar: Aya und Ken finden langsam zueinander. Aber is it
love? Who
knows...(wenns nach Ken gehen würde bestimmt^^)
Die Charaktere gehören mir nicht und ich beabsichtige in
keinster Weise Profit
mit dieser Geschichte zu machen.
Ohne Flügel1
Aya schaltete den Fernseher aus. Ken lag auf der Couch und
schlief. <War das
Spiel nicht so spannend, was? Fußballnarr.> Aya deckte
ihn zu. Ken murmelte
etwas und drehte sich auf die andere Seite. Aya musterte ihn
amüsiert. <Wie ein
kleines Kind liegst du da. Irgendwie niedlich.> Er ließ
ihn schlafen und ging in
sein Zimmer zurück,
Flashback
Ken hatte nicht vor vielen Dingen Angst, aber einmal erlebte
er etwas, wovor er
sich wirklich geekelt und gefürchtet hatte. Es lag Jahre
zurück...
Damals war er mit seinen Eltern im Urlaub an einem See
gewesen. Nach dem
Schwimmen stellte Klein-Ken schockiert fest, dass sich
Würmer an seinen Beinen
festgesaugt hatten - Blutegel. Er hatte geschrieen wie am
Spieß, bis sein Vater
sie alle entfernt hatte. Manchmal hatte Ken Alpträume davon
- er war erst acht
und verstand nicht wirklich warum diese Würmer nur an sein
Blut wollten. Ken
dachte immer, sie würden ihn fressen wollen. Es hatte nie
wirklich wehgetan,
aber da war dieses Saugen... Ken zitterte schon, wenn er nur
daran dachte. Auch
diesmal war es für den jungen Ken ein schrecklicher
Alptraum.
Obwohl sein Verstand schrie, er solle es nicht tun, lockte
es Ken ins Wasser.
Dies empfing ihn erfrischend kühl an diesem heißen
Sommertag, trieb alle Ängste
davon. Ken beobachtete ein paar Fische, die sich an einem
Einsiedlerkrebs zu
Schaffen machten. Belustigt betrachtete Ken sie, wie die
Tiere um die begehrte
Beute kämpften. Auf einmal spürte er ein Brennen am Arm und
erblickte das dunkel
braune Lebewesen. Wie war es dorthin gekommen? Während es
sich mit seinem Blut
voll sog, wurde es fast unmerklich größer. Ken schrie auf
und schlug danach. Es
platzte merkwürdiger Weise und sein eigenes Blut ergoss sich
über seinen Arm.
Doch... der Rüssel steckte noch in seinem Arm! Ken zog
panisch daran, bis er den
Tierkopf heraus hatte - er hinterließ eine Wunde, so groß
wie ein Geldstück. Nun
fühlte Ken sie überall... Sie hatten ihn in Besitz genommen,
wollten ihn
fressen. "Hilfe! Hilfe, Daddy! Mommy, Daddy!
Hiilfee!!" doch er war allein.
Allein mit diesen Tieren... eines war auf seiner rechten
Schläfe. Wie zum Teufel
war es dorthin gekommen?! Ken fühlte wie der Blutegel ihm
den Rüssel in den Kopf
stieß und zu saugen begann. Er wollte es wegstoßen, doch da
sah er, dass selbst
an seiner Hand mehrere der Tiere klebten. Sie waren
überall... sein Denken
schwand dahin.
"Ken? Hör auf zu schreien Kleiner. Scht..." Ken
riss die Augen auf und erblickte
das gutmütige Gesicht seines Vaters. "Ken. Hattest du
einen Alptraum? Alles wird
gut, Kleiner, nur ein Traum." Der kleine Junge ließ
sich zu einem Schluchzer
hinreißen, was er selten vor seinem geliebten Vater zuließ.
Der nahm ihn sanft
in die Arme und tröstete ihn. "Nur ein Traum." Der
kleine Ken schloss die Augen,
als sein Vater ihn aus dem Bett hob. "Du darfst bei Mom
und mir schlafen, okay?"
Ken nickte zustimmend. "Gut." Mr. Hidaka brachte
seinen Sohn ins Schlafzimmer,
legte ihn in die Mitte des großen Bettes. "Danke
Daddy", flüsterte der Junge
liebevoll und schmiegte sich in die starken Arme seines
Vaters. Sein Daddy - er
würde ihn vor allem beschützen. Vor bösen Dämonen, vor dem
Tod und sogar vor den
Blutegeln. Sein Daddy war Gott. "Schlaf jetzt. Und weck
Mom nicht, hörst du?"
"Nein, mach ich nicht, Daddy." "Gut." Es
dauerte nicht lange, bis Ken wieder
schlief. Diesmal träumte er davon, ein großer Fußballer zu
sein, der viele Tore
schoss und jedes Spiel mit seiner Mannschaft gewann. Er
träumte davon, wie sein
Vater ihm zujubelte und strahlte vor Stolz, seine Mutter im
Arm haltend.
"Ken du Pennsuse." Omi schüttelte Ken an der
Schulter. "Hey du großer
Fußballheld! Es ist Zeit für's Frühstück!" "Mm...
schrei doch nicht so Omi..."
Omi lächelte. "Anders kriegt man dich ja nicht aus
deinem Winterschlaf. Komm,
Frühstück steht auf dem Tisch." Wie um das zu
bestätigen schaute Yoji um die
Ecke. Er hatte Marmelade am Mundwinkel. "Los du
Schlafmütze." Omi ging in die
Küche. Ken rieb sich die Augen, strampelte die Decke ans
andere Ende der Couch.
Hatte er sich zugedeckt? Er konnte sich nicht mehr erinnern.
Das letzte, was er
wusste, war, dass Deutschland gegen Italien verloren hatte.
2:0 glaubte er...
oder 2:1? Nachdenklich, die Finger über die Schläfe fahren
lassend, betrat er
die Küche. Es war nicht das erste Mal, dass er auf der Couch
eingeschlafen war,
die anderen waren es gewöhnt. Die Küche sah nicht gerade gut
aus - kurz gesagt -
sie war ein Schlachtfeld. Zwei Tüten Cornflakes standen auf
dem Tisch, der
meiste Inhalt lag wohl unter Omis Stuhl verstreut. Ein paar
von diesen
klebrigen, in Honig getauchten Flakes, klebten ihm um den
Mund. Yoji schob die
Sonnenbrille ein wenig hinunter und musterte Ken. "Du
siehst schrecklich aus",
stellte er nüchtern fest und wandte sich dann wieder einer
Zeitschrift zu. Die
Marmeladenspur war inzwischen von seinem Mundwinkel
verschwunden. "Danke." Ken
strich sich flüchtig das haar zurück, setzte sich an den
Tisch und schenkte sich
Tee ein. <Erst mal wach werden> dachte er sich und
trank einen Schluck. Aya
betrat den Raum, schnappte sich eine Tasse und schenkte sich
ebenfalls Tee ein.
Stumm stand er an der Wand und beobachtete die anderen eine
Weile. "Na, wie ist
das Spiel ausgegangen, Fußballnarr?", fragte Yoji, ohne
jegliches Interesse. Ken
zuckte die Achseln. "Ich weiß nicht." Omi wischte
sich die klebenden Flakes vom
Gesicht und kicherte. "Ach? Ich dachte, du hättest dir
das Spiel angeschaut."
"Hab ich auch", erwiderte Ken trotzig.
"Deutschland hat verloren. 2 : 1 glaub
ich." "Aha." Yoji vertiefte sich wieder in einen
Artikel. Ken lehnte sich zurück
und schloß die Augen. Leichte Kopfschmerzen kündigten ich
an. In seinen Schläfen
pochte es merklich, sein Blut pulsierte in den Adern. Ken
fuhr ein Seufzer von
den Lippen, die er mit der Zunge kurz befeuchtete. Der Tee
schmeckte grauenvoll.
Wahrscheinlich hatte Omi ihn gemacht. Ken hatte keine
Ahnung, was man beim Tee
kochen falsch machen konnte, aber Omi schien darüber bestens
informiert zu sein.
<Wie kann Aya das Zeug nur trinken, ohne die Miene zu
verziehen?> Er warf dem
Rotschopf einen Seitenblick zu, doch der sah beharrlich aus
dem Fenster. Die
große Uhr über der Tür tickte geschäftig und war das einzige
Geräusch, bis auf
Yojis andauerndes Blättern und Omis Milchgeschlürfe.
"Ich öffne dann mal den
Laden." Ohne irgendeine Antwort abzuwarten, verließ Aya
die Küche. Omi wandte
den kurz den kopf um ihm nachzusehen, war dann aber wieder
mit seinen Cornflakes
beschäftigt. Yoji schien Aya nicht einmal gehört zu haben.
Ken schloss die Augen
und ließ sich ein wenig von den Sonnenstrahlen wärmen, die
durch das Fenster
fielen. Die meisten jedoch wurden von den großen pflanzen
auf der Fensterbank
abgefangen, die Omi liebevoll pflegte. Yoji nannte es
"Omis kleiner Urwald" .
Nach ein paar Minuten stand Ken auf, weil er die Glocke der
Ladentür leise
läuten hörte. Aya stand hinter dem Tresen und hatte ein
freundliches Gesicht
aufgesetzt, während er mit der jungen Frau sprach, die sich
anscheinend nicht
entscheiden konnte. Als ihr Entschluss dann schließlich doch
feststand, steckte
Ken ihr den Strauß zusammen und wickelte ihn in Papier.
"Bitte sehr, Ma'am."
"Vielen Dank." Aya nahm das Geld entgegen und die
Frau verließ den Laden. Ken
lehnte sich gegen den Tresen. "Du hast mich zugedeckt,
stimmts?" "Wie kommst du
darauf?" "Yoji würde seinen Schönheitsschlaf nicht
unterbrechen und Omi ... den
weckt nichts auf, wenn er erst mal schläft."
"Aha." "Auf jeden Fall danke, Aya."
"Hm. Schon gut." Wenn Ken nicht solche
Kopfschmerzen gehabt hätte, hätte er den
Vorteil bestimmt besser ausgenutzt, mit Aya mal allein zu
sein. Aber der Schmerz
hinter seiner Stirn ließ ihm keine Ruhe. Seufzend richtete
Ken sich wieder auf.
"Nimm eine Tablette", riet Aya ihm. Ken nickte
langsam und verließ den
Blumenladen. In der Küche traf er nur noch Omi an, der
gerade seine Pflanzen
goss. Ken verschwand im Bad, duschte und nahm zwei
Kopfschmerztabletten.
Natürlich wirkten sie nicht sofort, doch schneller als er
erwartet hatte und die
Schmerzen waren bald vergessen. Nun saß er in seinem Zimmer
auf dem Bett, die
Haare noch nass und schimmernd im Licht der Sonne, einen
Fußball in der Hand
haltend. Ken drehte und wendete ihn in seinen Händen,
betrachtete das
schwarz-weiße Muster. So spielen wie gestern Alessandro del
Piero ... das war
immer sein Traum gewesen. Ken seufzte und verstaute den
Fußball wieder unter dem
bett, nahm stattdessen ein Handtuch und trocknete sich die
Haare.
Omi betrat sein Zimmer, wie immer ohne anzuklopfen. Ken sah
ihn verwundert an,
als Omi unter sein Bett kroch und den Fußball hervorholte.
"Lass uns eine Runde
spielen." Ken zuckte die Achseln. "Na schön."
Omi lächelte und lief hinaus. Ken
folgte ihm. Es war lange her, dass er das letzte mal mit
diesem Ball gespielt
hatte. Omi dribbelte begeistert vor dem Haus, machte ein
paar Kopfbälle. Die
Kunden des Ladens beobachteten ihn amüsiert. Ken kicherte
und fing den Ball. "Du
bist ziemlich gut." "Danke." Ken zeigte ihm
ein paar Tricks, die Omi mit großen
Eifer nachzumachen versuchte. Während er noch übte, blickte
Ken stirnrunzelnd in
den Himmel. Die Sonne war hinter dicken, schwarzen Wolken
verschwunden. <Es
fängt gleich an zu regnen.> Omi verlor den Ball und schob
beleidigt die
Unterlippe vor. "Ich lerne das nie." "Gib
nicht so schnell auf." Ken hob den
Ball auf. "Das wird schon werden." Er gab Omi den
Ball wieder. Aber als auch die
nächsten Versuche scheiterten, schoß dieser den Ball wütend
über die Straße
gegen einen Baum. "Verdammt!" Omi ging dem Fußball
nach, um ihn zu holen. "Lass
uns reingehen, es regnet gleich." "Ist gut."
Omi gab Ken den Ball zurück. Aya
hielt ihnen die Tür des Ladens auf. "Eine neue
Mission", sagte er nur. Mehr war
auch nicht nötig.
In der Dunkelheit waren sie nur als schnelle Schatten zu
erblicken, die
zielsicher auf ein großes Bürogebäude in Tokio zuliefen.
Eigentlich war es ein
Auftrag wie jeder andere auch. Doch hatte keiner der Jungs
damit gerechnet, dass
ihr Opfer so gut bewaffnet war. Aya fasste sein Katana
während Yoji den
Geschäftsmann mit seinen Saiten fesselte. Omi stand an der
Tür und lugte
vorsichtig heraus, um sicher zu gehen das niemand kam. Ken
bemerkte eine
schnelle Handbewegung des Mannes, wunderte sich ein paar
Sekunden, bis er das
Klicken einer Waffe hörte, die entsichert wurde. Ken fuhr
seine Krallen ein und
lief zu Aya. "Aya!" Der Rotschopf wandte sich um,
blickte Ken verärgert an. "Was
ist..." Ken warf sich auf ihn, als der Schuss losging.
Omi schrie bei dem Knall
auf, fuhr herum. Yoji stand sprachlos da. Hatte der
etwa....? Es herrschte
Stille. Ken fühlte nichts, nur ein brennen, als die Kugel in
seinen Körper
einschlug. Diese hinterließ allerdings bei Weitem mehr Blut
als ein Blutegel.
Langsam wurde er sich bewusst, dass er auf Aya lag. Dieser
starrte ihn mit einer
Mischung aus Überraschung und Zorn an. Kurzerhand erledigte
Omi den Mann, kam
dann zu Ken gelaufen. "Ken? Aya?" Aya stand auf
und zog Ken mit. "Aya, was ist
mit ihm?" "Ich weiß nicht. Er bewegt sich
nicht." Ken wollte erklären, es ginge
ihm gut, sie bräuchten sich keine Sorgen machen, doch er
bekam den Mund nicht
auf. Alles fühlte sich taub an, weggetreten ... anders.
Würde Aya ihn nicht
halten, wäre er schon längst gefallen. Ken fühlte, wie er
geschüttelt wurde,
diesmal von Yoji. Er hörte seine Stimme, sie war weit weg.
Jemand strich ihm die
Haare aus der Stirn. Omi? Aya? Yoji? Er wusste es nicht.
"Er muss ins Krankenhaus", sagte Omi leise und zog
die Hand aus Kens Haaren
zurück. "Ja, lasst uns verschwinden." Aya hob Kenn
hoch und trug ihn hinaus. Er
schien zwar sehr dünn und schlaksig, doch Kraft hatte er.
Omis staunte immer
wieder darüber.
Die nächsten Tage verliefen mehr oder minder normal - Yoji
musste die nervenden
Fragen der Mädchen nach Ken beantworten, Omi schickte die
Nachbarsjungen weg,
die mit Ken Fußball spielen wollten. Es war ungewöhnlich
ruhig im Blumenladen.
Selbst Omi erledigte seine Arbeit still und gewissenhaft.
Das schrille Läuten
des Telefons durchbrach irgendwann die Stille. Jeder der
drei Jungs hatte nur
einen Gedanken: Eine neue Mission. Yoji meldete sich und war
überrascht, nicht
Manx' Stimme zu hören, sondern die einer jungen
Krankenschwester, die nach Ran
Fujimiya verlangte. Stirnrunzelnd rief Yoji Aya ans Telefon.
"Das Krankenhaus."
Aya machte ein frustriertes Gesicht und griff nach dem
Hörer, den er jedoch nach
knapp einer Minute schreckensbleich wieder fallen ließ.
"Alles ok? Aya?" Yoji
sah ihn besorgt an. Aya öffnete den Mund und Yoji dachte, er
bekäme eine
Antwort. Doch der Rotschopf stieß nur einen erstickten
Schrei aus. "Aya?" Yoji
packte ihn an der Schulter. "Hey, was ist? Ist etwas
mit Ken?" Ayas Lippen
formten Worte, doch er sprach sie nicht aus. Omi stand in
der Tür. "Was ist
los?" Niemand antwortete ihm.
to be continued