Every Night...
WK-Fan Fiction
Autor: HeeroYuy
Email:
[email protected]
Warnings: yaoi,
lime
Pairing:
Crawford/Nagi
Kommentar:
ungewöhnliches Pairing ^^ ich hoffe ich hab Crawford einigermaßen gut
rübergebracht...ähem...*hust* -.-'''
(Songtext by Paul
Anka, "Every Night")
Jede Nacht kommst
du zu mir. Jede verdammte Nacht stehst du an meinem Bett und kriechst zögernd
zu mir unter die Decke. Jede Nacht. Ich frage dich nicht, warum. Der
Angstschweiß glänzt im fahlen Licht des Mondes auf deiner Stirn. Schon oft
wollte ich dich wegschicken, dir sagen dass du nie wieder kommen sollst. Aber
ich kann nicht. Immer wieder lasse ich zu, dass du deinen schlanken, schönen
Körper an meinen presst, dass deine Tränen in meinem Kissen versickern. Du
sagst nie ein Wort, deine Schluchzer sind alles, was ich höre. Wieso kann ich
dich nicht wegschicken? Aber immer, wenn ich in dein Gesicht schaue, in deine
Augen, die vor Tränen schimmern, vergesse ich mein Vorhaben. Du suchst meine
Nähe, egal wie oft ich von dir abrücke, du kommst immer wieder zu mir. Oft
liege ich an der Bettkante, was dich aber nicht daran hindert dich an mich zu
schmiegen. Dann nehme ich es hin. Natürlich könnte ich gehen, vielleicht im
Wohnzimmer auf der Couch schlafen. Aber ich glaube, selbst dahin würdest du mir
folgen.
Nun ist es wieder
soweit. Ich muss es nicht vorraussehen, um zu wissen dass du kommst. Meine Tür
knarrt leise, du schließt sie vorsichtig hinter dir. Langsam, wie ein Raubtier
auf der Jagd, bewegst du dich auf mein Bett zu. Diesmal rücke ich gleich ein Stück
zur Seite, um dir Platz zu machen. Erstaunt schaust du mich an, schlägst die
Decke zurück und steigst in das Bett. Ich wische dir die Tränen von den Wangen,
was ich sonst nie tue. Irgendwie tust du mir leid. Was dich wohl quält?
Bestimmt sind es Albträume. Ich lege
meine Arme um deinen zitternden Körper, ziehe dich näher an mich. Du zuckst
zusammen, windest dich, aber ich lasse nicht locker. Schließlich gibst du auf,
legst deinen Kopf auf meine Schulter und schließt die Augen, während ich dir
das Haar zurückstreiche. Ich habe dich noch nie so intensiv beobachtet, wie
jetzt. Mir ist nie aufgefallen, wie herrlich weich deine Haut ist, wie schön
sich deine Haare anfühlen, die sich um meine Finger wickeln. Aber irgendwie
ärgert es mich auch, weil ich diesen Moment nicht vorrausgesehen habe.
Egal...dein heißer Atem kitzelt auf meiner bloßen Haut, ein paar deiner Tränen
tropfen mir auf die Brust. Du schluckst deine Schluchzer hinunter, klammerst
dich an mich. Ich weiß nicht, was ich damit beabsichtige, aber meine Hände
machen sich einfach selbstständig, erkunden deinen Körper. Deine Umarmung wird
enger, angespannt hältst du den Atem an und öffnest die Augen wieder, schaust
zu mir auf. Du erwartest eine Antwort, auf eine Frage die zwischen uns in der
Luft schwebt, aber ich kann sie dir nicht geben. Das ist das erste mal, dass
ich dir keine Antwort geben kann. Dein Gesicht rückt immer näher an meines.
Bist du es, der näher kommt? Bin ich es, der sich zu dir hinunterbeugt? Ich
weiß es nicht. Was tue ich nur?! Ich kann nicht mehr klar denken, meine
Gedanken lassen sich nicht mehr einfangen, sie wirbeln herum wie Blätter im
Wind. Deine Lippen streifen flüchtig meine, dann zuckst du zurück, aber ich
halte dich fest. Jetzt entkommst du mir nicht mehr, Nagi.
~Every night I
keep prayin' that you love me
Every night I
keep prayin' that you do
'Cause I know
that my life would be worthless
Without you
Every night I
keep prayin' that you want me
Every night I
keep prayin' that you do
'Cause I know
that my heart would be broken
Without you~
Ein leiser
Seufzer kommt aus deinem Mund, als ich von dir ablasse. Deine großen, blauen
Augen schauen mich schüchtern an, ein leichtes Rot hat sich auf deine Wangen
gelegt. In der Zwischenzeit ruhen meine Hände an deiner Taille, die so schmal
ist, dass ich glatt neidisch werden könnte. Du verkriechst dich wieder etwas
unter der warmen Decke, ziehst die Beine an. Als ich dich wieder an mich ziehe,
merke ich auch warum. Deine Erregung presst sich an meine Hüfte, aber ich
ignoriere sie, hebe nur dein Kinn an um dich wieder zu küssen. Nach einiger
Zeit breche ich das Zungenspiel ab, ziehe dich zu mir nach oben und drücke dich
ins Kissen. Du willst etwas sagen, aber ich lege dir einen Finger auf den Mund.
Worte würden nur die Stimmung schädigen, und ich weiß nicht, ob ich dann noch
tun würde, was ich vorhabe. Wenn ich erstmal wieder klare Gedanken fassen kann,
werde ich mich für all dies hier verfluchen. Aber soweit sind wir noch nicht.
Dein Geruch vernebelt mir die Sinne, alles worauf ich mich konzentriere sind
deine hektischen Atemzüge. - Auf etwas anderes kann ich mich auch gar nicht
mehr konzentrieren, selbst wenn ich gewollt hätte. Du liegst wehrlos unter mir,
beobachtest mein Tun nervös. Im Moment spielt meine Zunge noch mit deinen Brustwarzen,
es macht mir Spaß spielerisch in das harte Fleisch zu beißen, bis du leise
winselst. Du flüsterst meinen Namen, aber diesmal belehre ich dich nicht, dass
du mich Crawford zu nennen hast. Aus deinem Mund klingt alles schön.
~Every night I
keep prayin' that you love me
Every night it's
the question that you don't or do
So my love, let
me know you really love me~
An diesem Morgen
gehst du nicht, so wie sonst immer. Du bleibst in meinen Armen liegen, schläfst
friedlich. Ich verweile einen Moment, dann siegt mein klarer Menschenverstand
und ich wecke dich. Du verabschiedest dich mit einem Kuss, den ich mit
gemischten Gefühlen erwiedere. Dann bist du weg. Ich habe Kopfschmerzen, in
meinen Schläfen pocht es merklich. Aber ich musste jetzt einen Entschluß
fassen, der sich nicht weiter aufschieben lässt. Soll ich die letzte Nacht
einfach ignorieren? Dich wegschicken, wenn du wiederkommst? Oder soll ich dich
und deine Gefühle dulden...und vor allem...meine Gefühle? Aber sie zu
verstecken ist nicht einfach, besonders, wenn man ein Mastermind im Haus hat,
der nur zu gerne herumschnüffelt. Was ist zu tun? Wie soll es
weitergehen...wenn es denn überhaupt weitergeht? Das Nachdenken verursacht nur
noch mehr Kopfschmerzen. Trotzdem muss ich einen Entschluß fassen.
~~~
Da bist du
wieder. Deine Gestalt erscheint im Türrahmen, so wie jede Nacht. Du kommst an
mein Bett, aber ich reagiere nicht. Ich liege von dir abgewandt, du kannst mein
Gesicht nicht sehen. "Ich weiß, dass du nicht schläfst." Ergeben
seufzend drehe ich mich zu dir um. Was wird diese Nacht geschehen? Wird sich
die gestrige wiederholen? Lasse ich das zu? Meine Gedanken fangen wieder an zu
tanzen, sie entziehen sich meinem Griff, werden von einem lautlosen Wind
davongetragen. Ich lasse sie ziehen...denn ich brauche sie nicht mehr.
Du kommst zu mir
unter die Decke, wie jede Nacht.
Du schmiegst dich
an mich, wie jede Nacht.
Deine Tränen
trocknen....versickern in meinem Kissen...wie jede Nacht...
Schüchtern küsst
du mich...wie letzte Nacht.
Du sagst, du liebst
mich.
Da mir keine
passende Antwort einfällt, schweige ich einfach.
Owari