Titel: Dann denk ich mal was anderes...oder auch nicht....

Autor: Julia

E-Mail: [email protected]

Widmung: Gia-chan, die ich über alles liebe.

Fanfic: Gundam Wing

Rating: PG

Warnung: [shonen ai] [sap] [AT]

Kommentar: Also Gia, jetzt erfüll ich dir deinen Fanficwunsch. *seitenzähl* Wow, das is ja mal ne lange Songfic.

Pairing: 1x2, 3+4, 5+6 (Wow! Einmal ohne Treize-sama! *staun*)

Disclaimer: Keine Geldmache mit dieser Story! Rechte für Gundam Wing liegen bei Bandai,

                   Sunrise und co... „Dann denk ich mal was anderes.“ Gehört 2-Raum-Wohnung.

 

Gutgelaunt band Duo sich die Schürze um. Er war wieder dran mit kochen und er tat es gerne. Es gab Makkaroni mit Tomatenbasilikumsauce. Duo lächelte sanft, als er das Radio andrehte, er wusste, dass sein Koi dieses Gericht sehr mochte. Duo sah auf die Uhr und schnappte sich dann sein Telefon. Kurz darauf vernahm er die warme Stimme seines Liebsten. „Ja?“ „Bist du noch unterwegs?“ Kurze Stille. Dann eine Stimme, die sich nach einem sanften Lächeln anhörte.

 

„Hai...Ich freu mich auf dich.“ „Ich mich auch auf dich Koi.“ Duo sah auf den Kalender. Genau zwei Monate war es jetzt her, seit er Heero gesehen hatte. „Wann wirst du hier sein Hee-chan.“ Wieder dieses Lächeln in Heeros Stimme. „In 20 Minuten.“ Duo drehte das Radio lauter, als ihm eine Idee kam. „Ich muss jetzt auflegen, hör doch mal ein bisschen Radio dann vergeht die Zeit schneller.“ „Hai..“ Heero legte lächelnd auf und schaltete seinen Lieblinssender ein.

 

Duo grinste und wechselte auf Yamamoto Records, Heeros Lieblingssender. Er warf die Nudeln in den Kochtopf und wusch den Salat.

 

Heero war froh, dass die Werbung vorbei war und freute sich auf den nächsten Song. „Hier ist J.K. von Yamamoto Records. Der nächste Song wurde von Duo für seinen Liebsten gewünscht, der ihm eine gute Heimreise wünscht.“ Heero fuhr fast gegen einen Baum.


*Wir trafen uns in einem Garten. Wahrscheinlich unter einem Baum Oder wars in einem Flugzeug? Wohl kaum, wohl kaum!*

 

Heero lachte leise, als er den Song erkannte. Das war nicht nur irgendein Lied, nein! Dieser Song verband ihn und Duo aufs außergewöhnlichste. Dieses Lied hatte sie in ihrer Beziehung begleitet, sie geführt.

 

Duo fragte sich, was Heero wohl jetzt tat? Ob er auch wie er selbst mitsang?

*Es war einfach alles anders. Viel zu gut für den Moment. Wir waren ziemlich durcheinander. Und haben uns dann bald getrennt*

 

Genauso war es gewesen. Als ob sie es abgemacht hätten, heimlich still und leise. Doch das war es nicht. Es war kurz vor Ende des Krieges gewesen, in einen von Quatres riesigen Anwesen. Es lag nahe bei dem Strand an dem sie sich kennen gelernt hatten. Irgendwann Nachts hatte es Heero aus undefinierbaren Gründen dorthin gezogen. Er war einfach nur dagestanden und ´hatte auf das Meer gestarrt. Und dann...hatte er jemand Singen gehört. Langsam war er der Stimme nachgegangen und war schließlich auf Duo gestoßen der dieses Lied sang. Der bezopfte Junge hatte aufgesehen und Heero fixiert. Ihre Blicke hatten sich getroffen und beide hatten genickt. Ohne ein Wort zu sprechen hatte sich Heero zu Duo gesetzt und ihn an sich gezogen.

 

Am nächsten Morgen war alles wie vorher gewesen, und auch nicht.....


*Komm doch mal für einen Kuchen. Später gehn wir in den Zoo. Dann lassen wir uns suchen, übers Radio*

 

Und dann....das Ende des Krieges. Plötzlich und überraschend. Zurückgeblieben waren fünf Piloten, die nichts mit ihrem Leben anzufangen wussten. Quatre und Trowa wollten die Zerstörten Kolonien wieder aufbauen und Wufei hatte sich mit Zechs irgendwohin verzogen, abgeschieden von der Welt. Endlich mit dem Liebsten vereint.

 

Duo dagegen hatte sich leer gefühlt. Es gab keinen Grund mehr für ihn bei den anderen zu bleiben, also war er gegangen. Hatte sich eine kleine Wohnung gekauft und sich einen Job gesucht. Alleine, mit der wunderbar süßen Erinnerung an eine Nacht am Strand.

 

Monate waren vergangen, Jahre... Duo erinnerte sich noch daran, als wäre es gestern gewesen. Im Radio war das Lied gelaufen und es hatte an der Tür geklopft. Missmutig hatte Duo von seiner Arbeit aufgesehen und war öffnen gegangen.

 

Da hatte er gestanden. Der ehemalige Pilot von Wing Zero. Nass bis auf die Knochen und mit einem Blick, der Eisberge zum schmelzen bringen würde.

*Ich weiß nicht ob du mich verstehst, oder ob du denkst ich spinn. Weil ich immer wenn du nicht da bist, ganz schrecklich einsam bin*

Lange geblieben war Heero nicht, aber das hatte Duo nichts ausgemacht. Trowa und Quatre waren in die Nebenwohnung gezogen und so war er nie alleine... Doch was viel wichtiger war, Heero hatte einige Sachen bei ihm gelassen, bevor er wieder gegangen war. Und Heero Yuy ließ niemals Dinge zurück wenn er nicht beabsichtigte wieder zu kommen.

*Dann denk ich mal was andres, als immer nur an dich! Weil das viele an dich denken, bekommt mir nicht! Am nächsten Tag bin ich so müde.... Ich pass' gar nicht auf! Meine Freunde finden, ich seh fertig aus*

Es war ein seltsames Zusammenleben zwischen den ehemaligen Piloten entstanden. Heero kam und ging, ohne ein Wort zu sagen, manchmal für Wochen und länger. Immer wenn er unterwegs war, ertappte sich Duo dabei wie er die ganze Wohnung nach Heeros Sachen absuchte. Es gab ihm Hoffnung die Sachen zu sehen, es ließ ihn hoffen dass Heero wiederkommen würde. Duo wusste nicht einmal wieso Heero immer wieder wegging. Es musste etwas mit seiner Arbeit zu tun haben, er war im Dienst der Regierung tätig. Im Grunde war es Duo egal was Heero tat, solange er wieder zurück kam. Er fehlte ihm. Duo hatte sich an dieses Zusammenleben gewöhnt, auch wenn Heero auf der Couch schlief. Zumindest in der ersten Zeit. Irgendwann... ändern sich die Dinge....oft ganz von selbst.


*Es hat seit Tagen nicht geregnet, es hat seit Tagen nicht geschneit. Der Himmel ist so klar und die Strassen sind breit.*

Es war einer dieser schönen Frühlingstage gewesen. Heller, blauer Himmel, milde Prise und leichter Sonnenschein. Im Grunde war es Zufall gewesen, aber Duo glaubte nicht daran. Seiner Meinung nach hatte Heero die Couch angesägt, sodass sie zusammengekracht war.

 

Grinsend erinnerte sich Duo an Heeros verblüfftes Gesicht, als das Sofa unter seinem süßen Hintern zusammen geklappt war. Der bezopfte Junge rührte die Soße um und besah sich die halbweichen Nudeln. Heero hatte sich die Couch besehen, versucht sie zu reparieren, vergeblich. Im Endeffekt war er mit seinem Polster in Duos Schlafzimmer gestanden und hatte ihn lieb angesehen. Das Duo nicht nein sagen konnte, war ja klar.


*Ist da Leben wie ein Spielfilm, oder geht’s um irgendwas? Wir haben jede Menge Zeit! Und du sagst: "Na ich weiß nicht. Stimmt das?"*

Schweigend waren sie nebeneinander gelegen, hatten zur Decke gestarrt und nicht gewagt sich zu bewegen. Bis sie sich beide zur Mitte gedreht hatten und ihre Köpfe gegeneinander gekracht waren.

 

Heero erinnerte sich noch allzu gut an die Beule, die er dank Duos Dickschädel davon getragen hatte. Duo hatte ihm sanft die Hand auf Stirn gelegt und ihn gestreichelt. „Tut es weh?“ „Iie...“ Heero hatte seinen Gegenüber fest angesehen und war unmerklich ein Stück näher gerutscht. Auch Duo hatte sich weiter zur Bettmitte bewegt, bis sie dicht aneinander gedrückt lagen. Lächelnd hatte Duo die Hand aus gestreckt und sie in Heeros Nacken gelegt. Er hatte sanft an den kurzen Haaren gedrückt und das Gesicht seines Freundes zu seinem gedrückt um ihn zu küssen. Miteinander geschlafen hatten sie in dieser Nacht nicht, es genügte ihnen schon den Anderen neben sich zu wissen. Sie hatten zeit, sie mussten nichts übereilen.


*Fahr doch mit mir nach Italien! Wir verstehen zwar kein Wort, aber lieber mal gar nichts verstehen, als nur bei uns im Ort!*

 

In der darauffolgenden Zeit waren sie sich immer näher gekommen. Heero hatte nicht auf der neuen Couch geschlafen, sondern war im Schlafzimmer geblieben. Und dann hatte Heero wieder weg müssen. Duo war traurig an der Tür gestanden und hatte sich an ihn geklammert. Und Heero hatte ihn kurzerhand einfach mitgenommen.

Duo war erstaunt über Heeros Entscheidung gewesen, nicht das er sich beklagt hatte. Rom war toll! Duo gefiel die Stadt auf anhieb und er verbrachte jede freie Minute, die Heero aufbringen konnte, mit ihm.


*Dann denk ich mal was andres, als immer nur an dich! Weil das viele an dich denken, bekommt mir nicht! Am nächsten Tag bin ich so müde.... Ich pass' gar nicht auf! Meine Freunde finden, ich seh fertig aus*

Duo sah auf die Uhr. Bald würde sein Koi da sein. Er konnte es schon kaum nicht mehr erwarten ihn endlich in die Arme zu schließen. Er hasste die Tage an denen Heero nicht da war. Sein großes Bett kam ihm dann so furchtbar leer und einsam vor, dass er Nächte lang weinte.


*Alle Fenster und Gardinen. Ich geh alleine durch die Stadt. Ich frag mich ob mich jemand liebt und meine Telefonnummer hat...*

Die Nudeln waren fertig, die Sauce herzförmig darüber gegossen und der Salat war mariniert. Mit einem lieblichen Lächeln auf dem Gesicht deckte Duo den Tisch. Er hatte letzte Woche auf einem Flohmarkt einen wunderschönen silbernen Kerzenständer entdeckt und ihn unbedingt kaufen müssen. Das antike Stück stand jetzt mit dunkelblauen Kerzen auf dem Tisch und wartete auf seine Einweihung. Duo hatte sich wirklich Mühe gegeben. Sogar die Wohnung geputzt, was er normalerweise total verabscheute.

 

Immer wieder glitten seine Blicke zur Uhr. Heero war schon fünf Minuten zu spät. Das war doch sonst nicht seine Art. Gedankenverloren starrte Duo aus dem Fenster, bis ihn das Telefonklingeln aufschrecken ließ. „Bei Maxwell-Yuy.“ Ein Seufzen. „Ich bins.“ „Oh, was ist los? Wo steckst du?“ „Im Stau, ich werd mich wohl um ein paar Minuten verspäten.“ „Oh.“ Man konnte dir Enttäuschung in Duos Stimme hören. Heero bis sich auf die Lippe, als er merkte das die Autos sich wieder bewegten. „Bis gleich,“ Dann legte er auch schon auf.


*Warum immer alle fernsehen? Das macht doch dick! Ich stell mir vor ich wär ein Fuchs, in einem Zeichentrick..*

Ungeduldig ging Duo in der Wohnung auf und ab. Endlich, ein Klicken an der Tür, das Geräusch eines sich drehenden Schlüssel. Erwartungsvoll drehte er sich um und musterte seinen Schatz. Heero trug schwarze Stiefel, die von einer Bluejeans verdeckt wurden. Dazu ein kariertes Hemd, dessen Kragen weit offen war. Die Ärmel hatte Heero aufgekrempelt und so konnte seine muskulösen, gebräunten Arme sehen. Mit einer Hand hielt Heero seine Tasche, die er sich über die Schulter geworfen hatte. Duos Blicke wanderten höher und blieb an einem weichen sinnlichen Mund hängen, der zu einem Lächeln verzogen war. Auf Duos Gesicht breitete sich ebenfalls ein Lächeln aus, als er in kobaltblaue Augen blickten die ihn anstrahlten. Heero ließ seine Tasche fallen. Gleichzeitig gingen sie aufeinander zu.


*Dann denk ich mal was andres, als immer nur an dich! Weil das viele an dich denken, bekommt mir nicht! Am nächsten Tag bin ich so müde.... Ich pass' gar nicht auf! Meine Freunde finden, ich seh fertig aus*

 

„Willkommen daheim.“ Heero lachte und zog Duo enger an sich. Das Essen war mittlerweile kalt und die Kerzen herunter gebrannt, doch das interessierte die Beiden nicht im geringsten. „Du hast nicht zufällig Hunger?“ „Iie....Tut mir leid...Du hast extra gekocht..“ Duo legte seine Hand auf Heeros warmen Bauch und streichelte darüber. „Hab was besseres bekommen.“ Grinsend ließ er seine Hand tiefer gleiten. „Duo....“ „Hm?“ „Ich...liebe dich.“ Duo sah ihn erstaunt an. Das hatte Heero noch nie zu ihm gesagt. „Ich liebe dich auch Koi.“ Heero lächelte und schloss müde die Augen. Er war froh endlich ein zu Hause gefunden zu haben. Und bei Duo war er definitiv daheim.

 

 

Owari

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