Titel: Mach’ die Augen zu und küß’ mich

Autor: GinaAkari/GiaSheeneDarkstealer

E-Mail: [email protected] [email protected]

Widmung: Die ist für Dich, Julie-chan!!! Genau wie die erste Version! *smile*

Fanfiction: Gundam Wing

Rating: PG-16

Warnung: [yaoi] [songfic] [sad] [death]

Pairing: 5x2 und 1x2 (angedeutet)

Kommentar: Das ist jetzt also sozusagen dasgleiche wie „Mach’ die Augen zu und küß’ mich“ (die 13x1) in Grün, nur halt mit 5x2... Hej, ich erfülle’ nur Wünsche. *g*

Disclaimer: Gundam Wing gehört Bandai, Sunrise, etc. „Mach die Augen zu“ gehört den

Ärzten. Ich leihe mir die Figuren und den Song nur aus. Keine Geldmache damit und gegen das Copyright will ich auch nicht verstossen!

 

 

 

Duo lag auf seinem Bett und dachte nach. Früher hatte er das Bett immer mit Heero geteilt... Wenn er noch da wäre, wäre er jetzt neben ihm gelegen, hätte ihn gehalten... Doch Heero lebte nicht mehr. Eine Träne rollte über Duos Wange und er krallte sich an sein Kissen, stellte sich vor, daß es Heero wäre...

 

Wieso hatte er damals diese Mission auch allein ausführen müssen?! Duo wollte mit ihm gehen, aber nein! Heero hatte darauf bestanden allein zu gehen. Er wollte, daß Duo sich noch ausruhte, weil er gerade erst von einer Grippe genesen war.

 

Grippe... Pah! Duo rümpfte verächtlich die Nase. Was war schon eine Grippe?! Scheinbar zu viel... Sie hatte Heero das Leben gekostet! Duo war ganz sicher, daß er ihn hätte schützen können, wenn er bei ihm gewesen wäre... Aber der Stahlträger, der ihn begraben hatte... Die Schüsse... Duo erinnerte sich daran, wie ihm von Heeros Tod berichtet worden war und es war wie jedes Mal, wenn er das tat: Er kam sich vor, als wäre er direkt dabei gewesen...

 

Tränen rannten weiter über seine Wange und er merkte gar nicht, daß er beobachtet wurde. Weinend schlief er ein...

 

Am nächsten Morgen stand ein Tablett mit etwas zu Essen auf seinem Nachttisch. Duo war verwirrt. Dann überlegte er und dachte wieder logisch. Das war sicher Quatre gewesen. Der blonde Junge war immer so lieb besorgt um seine Freunde...

 

Duo seufzte. Seit Heeros Tod waren schon drei Jahre vergangen. Er mußte ihn einfach vergessen. Alle sagten ihm, daß Heero sicher nicht gewollt hätte, daß er traurig war und er versuchte für Heero glücklich zu sein, doch an manchen Tagen gelang es einfach nicht...

 

Als Duo aufgegessen hatte und aufstehen wollte, öffnete sich die Tür. Wufei trat ins Zimmer. „Alles okay?“, fragte er ruhig. Duo nickte. Seit Heero nicht mehr lebte, hatte der chinesische Junge sich sehr verändert. Er ärgerte Duo nicht mehr und war auch viel ruhiger geworden. Natürlich... Er konnte sich auch nicht mehr mit Heero streiten.

 

Ein leises, unterdrücktes Seufzen, fuhr über seine Lippen. Wufei trat einige Schritte auf ihn zu und nahm ihn in den Arm. „Du mußt ihn endlich loslassen!“ Duo sah auf den Boden. „Aber... Es tut weh...“

Wufei nickte zustimmend. Duo tat ihm so leid. Er hätte so gern etwas für in getan, das ihn aufmunterte. Er liebte ihn doch! Er hatte ihn schon immer geliebt! Deswegen hatte er sich auch ständig mit Heero gestritten und Duo so geneckt...

 

Und Duo schien nicht einmal zu bemerken, wieviel er für ihn empfand... „Er hat mich doch so geliebt...“, schluchzte Duo haltlos. Die Worte brannten in Wufeis Herz. „Denkst du, er ist der Einzige?!“, fuhr er ihn härter an, als er es eigentlich wollte. Duo verstand nicht ganz. Was wollte Wufei ihm damit sagen?! Er kam nicht dazu weiter nachzudenken, denn zwei zarte Lippen preßten sich fest auf seine.

 

*Mach die Augen zu und küß’ mich. Und dann sag’, daß du mich liebst. Ich weiß genau, es ist nicht wahr, doch ich spüre keinen Unterschied, wenn du dich mir hingibst..*

 

Duo fühlte, wie ihn ein Prickeln durchfuhr. Wufei war erst der zweite Mensch, der ihn küßte. Duo hatte sich immer vorgestellt, daß jeder Kuß sein würde, wie die von Heero, doch dieser war ganz anders. Er war genauso warm und liebevoll... Duo wußte nicht, was es war, aber etwas war anders...

 

Wufei sah, wie Duo seine Augen schloß. Er wußte, daß er ihn völlig überrumpelt hatte, aber er haßte es, Duo traurig zu sehen und ihm fiel einfach kein anderer Weg mehr ein, um ihn aufzuheitern. Er hoffte inständig, daß Duo ihm sein Tun nicht übel nahm. Er wollte doch nicht mehr, als ihm seine Liebe gestehen und die Chance darauf, daß diese erwidert wurde.

 

*Mach’ die Augen zu und küß’ mich. Mach’ mir ruhig etwas vor... Ich vergesse, was passiert ist und ich hoffe und ich träume, ich hätt’ dich noch nicht verlor’n...*

 

Duo seufzte leise in Wufeis Mund. Er stellte sich vor, daß nicht er, sondern Heero ihn küssen würde. Er wußte, daß er damit ganz bestimmt nicht das tat, was Wufei sich von ihm erhoffte und er wußte, daß er sich selbst betrog. Es war ein einfacher, verzweifelter Versuch Heero wieder bei sich zu wissen, doch es war nur ein Traum. Nur ein scheiß-kleiner Traum in einer so grausamen Welt...

 

*Es ist mir total egal, ob du wirklich etwas fühlst... Tu’, was du willst!*

 

Wufei wußte, was in Duo vorging. Sein kleiner, lieblicher Baka... Er mußte ihm nichts sagen... Es war gut, daß Duo ihn küßte, seinen Kuß auf so zärtliche Weise erwiderte, aber es tat weh, daß er dabei nicht an ihn dachte. Wufei löste sich langsam von Duo, um Luft zu holen, hielt ihn aber fest.

 

Er mußte ihm einfach Zeit geben. Zu frisch waren die Wunden, die Duo in sich trug. Irgendwann würde er vielleicht für ihn so empfinden, wie er es für Heero getan hatte, aber bis dahin hatten sie noch einen weiten Weg zu gehen. Es würde ihnen beiden weh tun, aber Wufei war sicher, daß sie es schaffen konnten, wenn sie sich Mühe gaben.

 

„Heero hat mich gebeten auf dich aufzupassen...“, wisperte er leise. Duo schluckte. Er sah Wufei tief in die Augen und wußte, daß er nicht log. Er nickte. Heero hatte ihn geliebt. Er hatte immer nur das Beste für ihn gewollt. Wie es aussah, war Wufei das Beste für ihn... Seine Liebe war ihm geblieben... Vielleicht würde er sie eines Tages erwidern können. Er spitzte die Lippen und Wufei küßte ihn erneut, ganz sinnlich und liebevoll.

 

*Mach’ die Augen zu und küß’ mich. Ist es auch das letzte Mal... Laß’ uns den Moment des Abschied noch verzögern, laß’ mich jetzt noch nicht allein mit meiner Qual...*

 

Duo stellte sich vor, wie Heero ihn erneut küßte, doch das Bild vor seinen Augen wurde immer schwächer und als Wufei sich wieder von ihm löste, kam es ihm vor, als würde das Bild von Heero etwas weiter von ihm rücken. Er klammerte sich an Wufei und weinte leise, fühlte die beruhigenden Streicheleinheiten auf seinem Rücken.

 

*Mach’ die Augen zu und küß’ mich. Mach’ mir ruhig etwas vor... Wenn du willst, kannst du dann geh’n, aber denk’ daran: Ohne dich bin ich verlor’n...*

 

Duo vergrub sein Gesicht in Wufeis Brust. „Ich...“ Er schluchzte laut. „Ich weiß nicht, ob ich dich je... lieben kann, wie ihn...“

 

*Es ist mir absolut egal, ob du nur noch mit mir spielst... Tu’, was du willst!*

 

Wufei nickte und wischte Duo zärtlich die Tränen weg. „Es wird okay sein, Duo...“, wisperte er leise. Duo nickte, hielt sich weiter an ihm fest. Es tat gut, daß Wufei ihm Halt gab.

 

*Mach’ die Augen zu... Mach’ die Augen zu... Mach’ die Augen zu... und küß’ mich...*

 

Wufei hob Duo hoch und legte ihn wieder aufs Bett. Er deckte ihn zu und hielt ihn in den Armen. So lange Duo ihn brauchte, würde er bei ihm sein und ihm Kraft geben...

 

~Owari~

 

 

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