das Alphabet der Vagindra Schrift

Sieht man sich nun also das Alphabet der Vagindra Schrift an, so fällt, wie schon angedeutet auf, daß Agvaan Lchaaramba die Absicht von Namkhajžamc, die Variationen der Schriftzeichen je nach Stellung im Wort zu minimieren, noch erheblich weiter geführt hat. Agvaan Lchaaramba hat sich auf eine Form pro Zeichen, gleichgültig an welcher Stelle im Wort der Buchstabe steht, beschränkt. Diese Minimalisierung ist natürlich eine enorme Erleichterung beim Erlernen dieser Schrift. Wenn man sich nun die Buchstaben genauer anschaut, so stellt man fest, daß sich Agvaan Lchaaramba meist für die mittlere Variante der Vorgänger – also der klassischen mongolischen Schrift und natürlich auch der Klaren Schrift – entschieden hat.

Agvaan Lchaaramba orientiert sich also vor allem an der klassischen mongolischen Schrift und dann auch an der Klaren Schrift, die ihm in jedem Falle sicherlich Anregungen gegeben hat, wie man die klassischen Buchstaben überhaupt variieren kann. In Hinsicht auf die Eindeutigkeit der Buchstaben in Bezug auf ihre Stellung im Wort und die Einführung von Satzzeichen zeigt sich die Nähe zu den europäischen Schriften und vor allem zur russischen Schrift. Tatsächlich war es eines der Hauptziele von Agvaan Lchaaramba, mit seiner Schrift die Übersetzung aus dem Russischen zu erleichtern. In diesem Zusammenhang ist natürlich sein persönliches Leben von Belang, daß ihm zeigte, wie wichtig Rußland und die russische Sprache in Zukunft für die Mongolen sein würden und schon waren.

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