das Alphabet der Quadratschrift
Ebenso wie die klassische mongolische Schrift und im Unterschied zur horizontal geschriebenen tibetischen Schrift wird die Quadratschrift vertikal und zwar von oben nach unten geschrieben. Wie die tibetische Schrift aber ist die Quadratschrift eine Silbenschrift, daß heißt, daß jedem Konsonanten der Vokal a inhärent ist. Es gibt also kein "n" sondern nur ein "na". Dieser Vokalwert kann durch ein nachfolgendes Vokalzeichen geändert werden, um so die sieben mongolischen Vokale ausdrücken zu können. In der Quadratschrift gibt es eine Unterscheidung in der Schreibweise der Zeichen nach Stellung im Wort nur noch bei den Vokalen.


* Dieses Kästchen steht für einen beliebigen Konsonanten.
Lodojžalcan orientierte sich insgesamt sehr stark an dem tibetischen Alphabet. Insofern ist der Name "Quadratschrift" passend, da es sich im Großen und Ganzen um eine quadratische Variante des tibetischen Alphabets handelt. dennoch gibt es vor allem bei den Vokalzeichen einige Unterschiede. Durch die vertikale Schreibweise der Quadratschrift können hier die Vokalzeichen nur unter die Konsonanten gesetzt werden. Um die Tibetischen fehlenden Vokale ö und ü auszudrücken, kombinierte Lodojžalcan in Anlehnung an die klassische mongolische Schrift die Zeichen für e und ü bzw. ö. Im Unterschied zu der klassischen mongolischen Schrift gibt es in der Quadratschrift beinahe keine Homographen (ein Schriftzeichen für mehrere Lautzeichen).