Die Geheime
Geschichte der Mongolen
Die
meisten Informationen, die wir über die Mongolen im 13. Jahrhundert und vor
allem natürlich über Cingis Khaan haben, stammen aus chinesischen und
vorderasiatischen Quellen. Da verwundert es natürlich nicht, wenn das Urteil über
die Mongolen vorsichtig gesagt subjektiv eingefärbt sind. Immerhin stammen die
Chronisten aus Ländern bzw. Städten, die entweder schon von den Mongolen
erobert worden sind oder von einer solchen Eroberung direkt bedroht sind.
Um
so bedeutender ist die sogenannte "Geheime Geschichte der Mongolen"
(auf mongolisch: mongolyn nuuc tovšoo"), denn sie ist die einzige uns
erhaltene Chronik, die diese Zeit aus der Sicht der Mongolen schildert. Für die
Wissenschaft bedeutet das die Chance, das Bild der Mongolen kritisch überprüfen
und korrigieren zu können. So relativiert sie doch das Bild der blutrünstigen
Barbaren, auch wenn sich die Mongolen selbst auch nicht als unschuldige Lämmer
darstellen.
Die "Geheime Geschichte" erzählt von dem mythischen Ursprung der Mongolen, von der Jugend Temüjins (1), seinem Aufstieg zum Herrscher über die zentralasiatischen Steppenvölker, seiner Ernennung zum Cingis Khaan und von seinen weiteren Eroberungsfeldzügen nach China und Vorderasien. Und es wird auch über die Regierungszeit seines Sohns und Nachfolgers Ögedei Khaan berichtet.
Eben
diesen Inhalt kannst du unter den entsprechenden Links im Frame links finden.
Zusätzlich habe ich noch je einen Abschnitt zur Frage der Datierung und des
Verfasser der "Geheimen Geschichte" und einen Abschnitt zur
Charakterisierung Cingis Khaans hinzugefügt.
Um
jeder Verwirrung vorzubeugen und das Wiederfinden von einzelnen Stellen zu
erleichtern: Die "Geheime Geschichte" ist in Paragraphen eingeteilt,
und ich werde mich dieser praktischen Einteilung bedienen, um auf bestimmte
Stellen zu verweisen.
Und
für diejenigen, die mehr lesen wollen, hier die bibliographischen Details zu
den beiden deutschen Übersetzungen:
a) Haenisch, Erich: Die Geheime Geschichte der
Mongolen. Leipzig 1948 (2. verbesserte Aufl.)
b) Taube, Manfred: Geheime Geschichte der Mongolen. Herkunft, Leben und Aufstieg Cinggis Qans. Leipzig: Gustav
Kiepenheuer Verlag 1989.
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(1)
Temüjin ist der eigentliche Name Cingis Khaans. (zurück
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