28. September 1924
Von einem Giftanschlag geschwächt, musste Rudolf Steiner einen Vortrag vorzeitig beenden.
Er schliesst seine Ausführungen mit den Worten:



Sonnenmächten Entsprossene,
Leuchtende, Weltenbegnadende
Geistesmächte; zu Michaels Strahlenkleid
Seid ihr vorbestimmt vom Götterdenken.

Er, der Christusbote, weist in euch
Menschentragenden, heiligen Welten-Willen;
Ihr, die hellen Ätherwelten-Wesen
Trägt das Christuswort zum Menschen.

So erscheint der Christuskünder
Den erharrenden, durstenden Seelen;
Ihnen strahlet euer Leuchte-Wort
In des Geistesmenschen Weltenzeit.

Ihr, der Geist-Erkenntnis Schüler,
Nehmet Michaels weises Winken,
Nehmt des Welten-Willens Liebe-Wort
In der Seelen Höhenziele wirksam auf.


Dr. Steiner verstarb 1925 als Folge des Giftanschlages 1924 an einem Versagen des Verdauungsapparates.

Dieser letzte Vortrag ist bemerkenswert, weil Steiner mitteilt, dass im neutestamentlichen Lazarus die Seele von Johannes der Täufer inkarniert hat. Diese Individualität kam wieder als der italienische Maler Raffael (1483-1516) sowie als der Dichter Novalis Georg Friedrich von Hardenberg (1772-1801). Auch ist er als Prophet Elias und Pinehas (4. Mose 25,7) auf den Weltenplan getreten.

Eine andere von Dr. Steiner mitgeteilte Reinkarnationsreihe betrifft Christian Rosenkreutz (1378-1484): Steiner identifiziert ihn als Johannes den Evangelisten und als Hiram Abiff, den Architekten des Salomonischen Temples in Jerusalem, 1000 v. Chr.

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