Titel
GONE - das Album
GONE - der Abend
GONE - und dann
neues
g�stebuch
In der Welt
am 1.09.2005 geht es nach drau�en und ab dann protokolliere ich hier mein Leben auf der Walz.
NEW YORK NYC ist eine grosse Stadt. Mit sieben Millionen Einwohnern und der Insel Manhattan (3 Mio.) als ihrem pulsierendem Herzstueck ist sie fuer einen unbescholtenen Wanderer aus Hamburg gerade zu einschuechternd. Mein Flug war gut und Mike Krueger war mit an Board. Ausserdem habe ich einen interessante Polin kennen gelernt, die in der naechsten Woche mit der Arbeit fuer ihre Dissertation ueber franzoesische Lyrik anfaengt und bereits 5 jahre in Manhattan lebt. Doch harlem ist ein ghetto und das ist nicht zu uebersehen. meine Jugendherberge befindet sich in der 113 Strasse zwischen einer methadonklinik und einer Familientherapie. noch bevor ich das Hostel ueberhaupt erreicht hatte, wurde ich von einem grossen, schwarzen mann angerempelt und (da er stark war und behauptete ich haette soeben die medizin fuer seine schwangere frau kapputt gemacht dazu genoetigt 240 Dollar aus einem Automaten zu ziehen. Dieses Ereignis vorurteilte in mir ueber New York und ich bekam es mit der Angst zu tun. Alleine traute ich mich nicht mehr auf die Strasse und auch in Begleitung zweier starker Iren war mir da draussen immer etwas mulmig zu Mute. Nun ist es auf einer Reise, die man alleine bestreitet durchaus notwendig alleine mobil zu sein. Andernfalls (und genau das war hier eben der fall) zersetzt sich das ganze System. Ich habe dann Konsequenzen gezogen und mich auf den Weg nach San Francisco gemacht. Trotzdem hat mich NY begeistert. Gross, verrueckt, nur uptown zu gefaehrlich.
SAN FRANCISCO San Francisco (im Folgenden SF) ist voll mit kunst. zumindest der Kern der Stadt, auf den die Touristenbewerber am stolzesten sind, gibt es zahlreiche Kunstgallerien, angefuellt mit wichtigen Stueckchen auf Leinwand oder Sockel. Es sind nicht die grossen Nationalmuseen, sondern die Privaten Gallerien in den Strassen, die verkaufen wollen. Da geht man dann so rein, spricht: "Hmm, das da im Schaufenster. Das sieht aber nach was aus..." - "Das da? Ja, das ist Picasso." - "Pic... ah so, und das kostet?" - " 6einhalb Millionen ohne Steuer." So etwas gefaellt mir. Auch sind die Tenderloins (Ghetto, aber nicht im Ernst.) ganz und gar unspektakulaer im Vergleich zu... na? Ich war vor dem Full House und auf der Golden Gate Bridge. Glaube ich, denn ein Nebelring umklammerte SF leidenschaftlich. Dann gibt es noch zahme Eichhoernchen. Mitten im Stadtpark. Sehr niedlich. Ich mag auch Alvin and the Chipmunks und wollte sofort mit Ihnen singen.
CHRISTCHURCH Quasi zu Hause. Meine Reise von San Francisco nach Christchurch war anstrengend. Ich habe 2 Fluege verpasst, mich dann in andere geschmuggelt, letztendlich mein Ziel erreicht und erkannt, dass sich ueber die 3 jahre, in denen ich weg war, nicht viel veraendert hat. Eine neue Couch, ein Internetcafe ist ein Haeuschen weitergezogen. Ansonsten alles wie frueher. Ich besuchte den Musikladen, in dem ich meine 7/8 Westerngitarre gekauft habe. Alan Irvine, der Verkaeufer (ein aeltlicher Musiker mit wallendem Haar und einem Schnurrbart), der mich damals beraten hat, stand wie eh und je hinter der Theke und wuenschte mir einen guten Tag. Ich erklaerte wer ich sei und dass ich seinen Namen kennte. Er wusste nichts von mir, konnte sich aber an die Gitarre erinnern. Im Moment suche ich Arbeit und Wohnung, habe schon ein neues Fahrrad und ein wenig Begeisterung an der Freiheit in der Fremde eingebuest.
in der Welt 2