Feinden entkommen und gute Nahrung ergattern
Können Tiere lügen?
Ja! Im Tierreich wird getrogen und belogen. Überleben heißt die Devise und
dafür sind alle Mittel und Wege recht. Wer die besten Tricks auf Lager hat,
entkommt seinen Feinden und ergattert sich die beste Nahrung. Deshalb wählen
wir heute den besten Trickser im Tierreich. Wer ist dein Favorit?
Löwen klettern nur selten auf Bäume. Das wissen nicht nur viele Menschen,
sondern auch Zebras und Antilopen. Sie gehen davon aus, dass die gefährlichen
Raubkatzen irgendwo versteckt im hohen Gras auf sie warten. Nach oben schauen
sie nicht. Ein gefährlicher Irrtum! So genannte „Baum-Löwen“ haben nämlich eine
ganz besondere Jagd-Taktik entwickelt. Scheinbar faul hängen sie in den Bäumen,
als könnten sie kein Wässerchen trüben. Es sieht aus, als würden sie ein
Nickerchen halten. In Wirklichkeit lauern die Raubkatzen auf Beute. Sobald ein
Beutetier unter dem Baum lang läuft, schnappt die Falle zu.
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Ein listiger Fuchs |
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Wie bekam der Rotfuchs seinen Spitznamen „Reinicke, der Listige“?
Vielleicht lag es an diesem genialen Trick: Wenn Reinecke Rotfuchs im Winter Hunger
bekommt, stellt er sich scheintot. Völlig unbeweglich liegt er herum, bis sich
neugierige oder unvorsichtige Vögel nähern. Sobald die Piepmätze nahe genug
herankommen, schnappt er blitzschnell zu. Dass Füchse schlaue Tiere sind,
erkennt man auch daran, dass sie sich normalerweise von uns Menschen
fernhalten. Nur in der Winterzeit, wenn die Nahrung knapp wird, schleichen sie
in der Nähe menschlicher Siedlungen herum. Meist haben sie es auf Gänse, Enten,
Hühner und andere Haustiere abgesehen.
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Oder nehmen wir die
Blindschleiche: Sie sieht
aus wie eine Schlange, bewegt sich wie eine Schlange und fühlt sich an wie eine
Schlange – ist aber keine. Tatsächlich ist die Blindschleiche eine Echse. Durch
ihre Schlangenform wird sie von vielen Feinden in Ruhe gelassen. Biologen
bezeichnen eine solche Nachahmung zum Schutz vor Feinden als „Mimese“. Die
Blindschleiche kann aber noch mehr: Wenn sie verfolgt wird, kann sie einen Teil
ihres Schwanzes abwerfen. Durch den zappelnden Schwanz wird der Feind
abgelenkt. Der Verfolger stürzt sich auf den Schwanz, während die
Blindschleiche unbemerkt entkommt.
Sollten sich auf
einmal die Äste eines Zweiges verselbständigen, braucht in Südamerika niemand
Panik bekommen. Es sind „Stabheuschrecken“,
die sich hier bewegen. Die Tiere sind dermaßen perfekt getarnt, dass es fast
unmöglich ist, sie zu entdecken, so lange sie sich nicht bewegen. Diese Art der
Tarnung wird als „Mimikry“ bezeichnet. Wer so perfekt getarnt ist, braucht nur
abzuwarten, bis sich ein Beutetier nähert, und blitzschnell zupacken.
Das
Chamäleon hat sich mit
seiner Trickserei schon einen Ruf gemacht. Es ist bekannt dafür, dass es seine
Hautfarbe dem Untergrund anpassen kann. Perfekt getarnt lauert das Chamäleon
dann auf sein Opfer. Sobald sich ein Insekt nähert, schleudert es seine lange
Zunge wie eine Harpune auf die Beute.
© Nordkurier auf http://www.nordkurier.de/mega/kinder/wissen/tiere.html
Greger sagt: Schreib etwas über ein Tier oben. Lern neue Wörter!