Das Maut-Desaster und
seine Folgen für Hamburg.....
... ein Trauerspiel in
wohl noch vielen Akten!
...es kommt also noch dicker, als wir das in der
Pressemitteilung FDP Altona,18.02.04 http://de.geocities.com/joergbarandat/PM-Maut.JPG
bereits herausgestellt hatten:
http://www.welt.de/data/2004/05/07/274624.html
CDU
spricht von "schwarzem Tag": Wichtige Verkehrsprojekte vorerst
gestoppt - Hafenquerspange und Ortsumgehungen auf Eis
von
Martin Kopp
Der Verkehrsausschuss des Bundestags hat die
Verkehrsentwicklung Hamburgs auf Jahre hinaus ins Abseits gestellt. Der Bund
hat angesichts hoher Ausfälle bei der geplanten Lkw-Maut und wegen der
insgesamt knappen Finanzmittel für die Metropole Hamburg wichtige Straßen- und
Schienenbauprojekte für Jahrzehnte auf Eis gelegt.
So ist mit rot-grüner Mehrheit der Bau der A 20
zwischen Stade und Sittensen aus dem Bundesverkehrswegeplan bis 2015 genommen
worden. Damit wird die Autobahn, die vor allem als Entlastung des Elbtunnels
gedacht war, nicht finanziert und kann nicht, wie geplant, an die A 1
angebunden werden. Ebenso ist der zweite Plan zur Weiterführung der A 20 als
Küstenautobahn A 22 im Westen Niedersachsens nicht verankert.
Auch der Erweiterung der A 7 auf acht Fahrstreifen
droht das Aus. Dieses Bauvorhaben soll über ein privates Betreiber-Modell
finanziert werden. Aber SPD und Grüne haben am Mittwoch im Ausschuss eine von
FDP und CDU beantragte Aufstockung der Mittel verhindert. Der Vorsitzende des
Verkehrsausschusses Eduard Oswald (CSU) sagte gegenüber der WELT: "SPD und
Grüne haben alle Änderungsanträge der Unionsfraktion und der FDP zum
Bundesverkehrswegeplan abgebügelt." Damit dürfte auch der Ausbau der B 431,
der Ortsumgehung Rissen, gestorben sein. Der verkehrspolitische Sprecher der
Unions-Fraktion im Bundestag und Hamburger Landesvorsitzende der CDU, Dirk
Fischer, sprach von einem "schwarzen Tag für Hamburg, weil über das
Bekannte hinaus keine Verbesserungsvorschläge im Bundesverkehrswegeplan
aufgenommen wurden".
Er wirft der rot-grünen Regierungskoalition zudem
Gesetzesbruch vor. Denn das von allen Parteien getragene Mautgesetz sieht vor,
dass die Einnahmen der Maut, von denen Fischer glaubt, dass sie ab dem 1. Januar
2005 fließen, zusätzlich den Haushaltsansätzen im Bundesverkehrsministerium
gutgeschrieben werden und dem Straßenbau zugute kommen. "Aber die
Bundesregierung senkt jetzt den Haushalt und füllt ihn mit den Mauteinnahmen
auf", schimpft Fischer. Dabei bleibe weniger übrig, als 2003 ursprünglich
eingestellt worden ist. "Wir haben mit Maut weniger Geld als vorher ohne.
Das ist ein reines Abkassiermodell", so Fischer.
Der verkehrspolitische Sprecher der
CDU-Bürgerschaftsfraktion, Klaus-Peter Hesse, erklärte, Hamburg sei offenbar
von der politischen Landkarte der Bundesregierung verschwunden. "Rot-Grün
hat kein Interesse daran, was für die Bürger der Stadt wichtig ist."
Auch die CDU-Bundestagsabgeordneten aus
Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen und Gero Storjohann beklagten,
Rot-Grün würde in verkehrspolitischen Fragen die Zukunft Schleswig-Holsteins
"gegen die Wand" fahren. So hatte die CDU auch den Ausbau der
Bahnstrecke Hamburg-Elmshorn gefordert. Dieses wurde abgelehnt.
Mehr als 50 000 Pendler aus dem Kreis Pinneberg
fahren auf dieser Bahnstrecke täglich nach Hamburg. "Die hier bestehenden
Kapazitätsengpässe müssen endlich beseitigt werden. Das benötigte dritte Gleis
liegt Dank Rot-Grün jetzt erst einmal auf Eis", so Storjohann und
Carstensen. Sie hatten außerdem den schnellen Bau der A 21 zwischen Bargteheide
und Kasseburg sowie der B 199 zwischen Niebüll und Leck gefordert. Zudem setzte
sich die CDU für die Planungsmöglichkeit der B 206 zwischen Itzehoe und Bad
Bramstedt ein.
Die parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens (SPD), die für den Wahlkreis
Eimsbüttel im Bundestag sitzt, war am Donnerstag trotz vielfacher Anfragen für
eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch der stadtentwicklungspolitische
Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Werner Dobritz war nicht zu erreichen.
Artikel
erschienen am 7. Mai 2004