Guntraige - Die Tonart der Traurigkeit



Die Leiden meiner Lieben

L'amour de Tristan

La Chanson d'Yseult

 

 

Die Leiden meiner Lieben

Ich besinge die Leiden meiner Lieben,
die darnieder liegen und doch die Sonne am Ende des Weges sehen.
Ich beweine die Traurigkeit, die mein Herz erfüllt,
die Tränen die der Himmel über die jungen Herzen weint.
Doch selbst die Bäume stimmen in mein Lied,
um uns ist alles verschwommen,
und die Sonne,
sie scheint nicht mehr...

Mit meinem letzten Lied begleite ich die sterbende Seele in die nächsten Kreise,
übergebe der Welt, was sie uns einst geschenkt.


 

L'amour de Tristan

Manchmal scheint es mir,
als könnte ich nicht einmal mehr zum Spiegel gehen,
 um mich zu versichern, dass ich noch ich bin.
Gefühle sind das schlimmste, was einem passieren kann,
und dennoch wüsste doch keiner von uns ohne sie zu Leben.
Wenn uns die Liebe erst einmal in ihren Bann gezogen hat,
könnten wir uns selber nicht mehr lieben.
Alles scheint nur nach dem Objekt der Liebe schreien,
als würde jede einzelne Faser sich nach dieser einen Berührung sehnen
und wenn sie dann nun endlich da ist, dieses eine einzelne,
möchte man sterben....
oder singen:

"
Nichts schien mir mehr wert zu sein, als deine Liebe,
nichts schien mir vertauter als deine Augen,
nichts war mit näher als deine Hände um mein Herz,
nichts war mir friedlicher als deine Nähe.

Doch wenn sich der Nebel über mich erhebt,
wenn die Schmerzen nach- und Leere zurücklassen,
wenn die Einsamkeit ihren Tribut verlangt,
scheint es als würde ich erwachen.

Der Traum einer klaren Nacht ist verflogen,
die Illusionen eines einsamen Herzens.
Zweisamkeit, ein Wort; welch Unglück.
Fremd zu sein in seiner eigenen Welt."

"Ich weiss nicht, was mich in diesen Weiten erdrückt.
Dies Luft scheint eisern,
die Bäume starr.
Ein Nebel senkt sich über mich,
die Schrecken verschwinden,
die Einsamen bleiben.
Ich weiss nicht woher die Weiten kommen.
Nun sind sie da.
Die Schatten scheinen vergessen,
die Trübung meiner Augen lässt nicht nach.
Die Stimmen die zu mir sprechen,
sind verloren.
Denn deine Stimme hör ich nicht."

 

La Chanson d'Yseult


De cette fleur qu'il m'a mandée
il ne me reste aujourd'hui
que la mémoire et le parfum qui frôle déjà l'imagination.
 

Ainsi que de mon amour, qui ne me rappelle qu'une histoire.
Le récit dont on se souvient bien
sans avoir gardé l'image.
 

Le conte que j'ai conservé dans quelque coin de ma conscience. 

Le poème
dont chaque sentiment lui ressemble.
 

Tristan et Yseut

 

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