Jahreskreis-Feste
 
Wenn man dem Boden, auf dem das druidische Leben fusst, benennen müsste, würde jeder wohl als erstes an die Verbindung zur Natur denken.
Die Verbindung zwischen dem Individuum und der Natur, die ihn hervorgebracht hat, die ihn nährt, ihn ihre Kraft spüren lässt, ist etwas vom ersten, was man entwickeln sollte, wenn man sich für Druiden interessiert.
Die Welt in ihrer Ganzheit ist ein Makrokosmos, der seinen eigenen Gesetzen folgt und eine eigene Stabilität aufrecht erhält. Der Mensch als Gattung und das Individuum als Einzelnes, sind ein Teil dieses Makrokosmos, ein Teil seiner Gesetze und seiner Stabilität. Doch der Mensch seinerseits ist ein Mikrokosmos. Dieser Mikrokosmos, ist Teil eines Grösseren, dessen Struktur er in sich trägt und dessen gleichen Gesetzen er folgt.
Wenn nun der Mensch als Mikrokosmos nicht im Einklang mit dem Makrokosmos ist, wenn die beiden Teile einer einzigen Einheit auseinanderschwingen, ist das Gleichgewicht, was für Gesundheit, Glück und Verwirklichung verantwortlich ist, nicht mehr gegeben.
Aus diesem Grunde ist es nötig, dass wir in einer Zeit, in der sowohl die Individuen, als auch die Gesellschaft, sich nur auf das Funktionieren des Mikrokosmos und der künstlich erschaffenen Lebensstrukturen konzentrieren, uns zurückbesinnen auf die Gesetze des Ganzen, dessen kleinstes Teil wir sind.
Die Methode dies zu erreichen, ist so einfach, wie die Gesetze der Welt auf der wir leben: höre in Dich hinein, höre die Rufe der Natur in Dir.

Die Veränderungen, welchen die Natur  um uns und in uns unter dem Jahr unterworfen ist, sind der Schlüssel zum besseren Verständnis der Beschaffenheit des Kosmos. Darum feiern die Druiden, aber auch Wiccas und andere neopagane Bewegungen, die jahreszeitlichen Veränderungen der Natur: das Auf- und Absteigen des Mondes und der Sonne.
Die Jahresfeste der Kelten sind in vier Sonnen- und vier Mondfeste eingeteilt.

Im Folgenden findest Du, die Aufstellungen der traditionellen Feste des Jahreskreises, mit sämtlichen Analogien die für ein Ritualfest nötig sind.
 
 

 
 
 
Sonnenfeste
Alban Arthuan:    21. Dezember
Eostre/Alban Eiler:     21. März
Alban Heruin:     21. Juni
Mabon/Alban Elued:     21 September
 
Mondfeste
  Samhaim:     31. Oktober bis 2. November
Imbolc:     2. Februar
Beltaine:    1. Mai
Lughnasadh:    1. August
zusätzliche Festtage für die Weiblichkeit
Fest der Banshees: 1. November
Tag des Inneren: 23. November
Fest der dreieinigen Göttin: 6. Januar
Fest der Morrigan: 7. Januar
Fest der Rhiannon: 4. März
Nacht der Lunantisidhe: 16. Mai
Fest der Aine: 25. Juni
Fest der Cerridwen: 3. Juli
Fest der Rowena: 25. Juli
Samhaim: 31. Oktober bis 2. November
Samhaim oder auch Samain bedeutet "Versammlung", aber auch "Ende des Sommers". Der Monat November heisst heute noch im Neuirischen Samhain.
An Samhaim ist der Beginn des neuen Keltenjahres, denn es ist das höchste Fest des ganzen Jahres. Es ist das Fest der Ernte und der Vorbereitungen für den kalten Winter. Es ist aber auch das Fest an dem die Grenzen zur Anderwelt am leichtesten zu überschreiten sind. Wenn man beginnen möchte Trancereisen in die Anderwelt zu erlernen, dann ist die Zeit um Samhaim die beste Zeit dafür.
Aus diesem Grund wird an Samhaim die Verbindung zu den Ahnen in der Anderwelt gepflegt, man ehrt die Verstorbenen Vorbereiter des eigenen Lebens, denn sie sind der einzige Grund, warum wir heute auf der Welt sind.
Die Symbole dieses Festes sind alles was mit Ernte zu tun hat (Kürbisse, Winteräpfel, versch. Rübenarten).
Zur Räucherung nimmt man Weihrauch und Tannendufte.
Die Farben dieses Festes sind Weiss und Schwarz, Öffnung und Schutz vor den Heimsuchungen der Ahnen.
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Alban Arthuan: Wintersonnenwende    21. Dezember

Die Wintersonnenwende am 21. Dezember ist der kürzeste Tag im Jahreszyklus. Der Name Alban Arthuan bedeutet übersetzt "das Licht des Arthus". Es ist der Tag der tiefsten Dunkelheit, in dessen Nacht das Licht und das neue Jahr wiedergeboren werden. Alban Arthuan ist demnach das Lichtfest, welches in der Tradition nicht im Coven sondern alleine oder mit seinen Nächsten gefeiert wird.
Die Symbole dieses Festes sind allen durch die Weihnachtsbräuche bekannt: der Julscheit, das Kaminfeuer, Mistelzweige und Bienenwachskerzen, sowie Tannenzweige in allen Variationen.
Alle Lichtrituale mit Kerzen werden ebenfalls zu diesem Zeitpunkt gefeiert.
Zur Räucherung benutzt man Weihrauch und Myrrhe, versch. Tannenöle
Bei der Farbenwahl sollte man sich an die Farben des Feuers halten, also Gold-Gelb-Weiss-Rot sowie Kombinationen davon.
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Imbolc: 2. Februar
Imbolc ist das erste Frühlinsfest im Jahreszyklus und der Name bedeutet "Niederschlag". Es fällt mit dem frühchristlichen Fest der Brigitte/Brigid zusammen und auch mit Maria Lichtmess. Imbolc ist ein Fest der Fruchtbarkeit und ein Fest der Reinigung nach der Härte des Winters, in Irland begann mit diesem Fest die Zeit des Pflügens der Erde, die den Winter durch ihre Kräfte sammelte. Doch die Reinigung erstreckt sich nicht nur auf den äusseren, körperlichen Bereich, sonder ebenso auf den inneren, seelischen Bereich. An diesem Fest fast man neue Pläne und neue Träume, denen man sich dann das Jahr durch widmet. Man teil diese Träume mit der Gemeinschaft um die Inspiration zu verstärken (Coven etc.).
Die Symbole dieses Festes sind vor allem  Kerzen, die das Licht in die Seele, den Geist und hinaus in die Welt tragen, daher auch die heidnische Verankerung zu Maria Lichtmess. Ein weiteres Symbol ist das Wasser.
Die Farbe dieses Festes ist vor allem weiss und seine verschiedenen Kombinationen (hellgelb...), denn es stellt einen Neubeginn dar und soll ebenfalls die Unschuld der wiedererwachenden Natur und unseres Innersten symbolisieren.
Zur Räucherung nimmt man verschiedene kreativitätsfördernde oder auch traumfördernde Pflanzen und Öle, wie z.B. Bergamotte, Lemongrass, Neroli, aber auch Eisenkraut, das von den äusseren Einflüssen beruhigt.
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Alban Eiler: Frühjahrsäquinox    21. März

Die Frühlings-TagundNachtgleiche ist der erste Tag im Jahr, an welchen sich das Licht und die Dunkelheit zu gleichen Teilen die Waage halten. Der Name Alban Eiler bedeutet übersetzt "das Licht der Erde". Es ist das Fest Taliesins, des Barden aber auch das Fest des Frühlings und des Lebens, das in die Welt zurückgekehrt ist. An diesem Festtagen werden die Pflanzen und Bäume für das Jahr gesegnet und die neue Saat ausgesät.
Die Symbole dieses Festes sind Knospen, Blüten Samenkörner und junge Blumen wie Osterglocken und alles was mit Vögeln und Bäumen zu tun hat und allem voran das Kleeblatt.
Zur Räucherung nimmt man eindeutig Eisenkraut, denn es erdet die starken Einflüsse des Äquinox. Sowie Zitronenöle und Rosmarin.
Die Farben dieses Festes sind alle möglichen bunten und gemischten Farben des Frühlings, vor allem Weiss, Gelb und grün.
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 Beltaine: 1. Mai

Beltaine bedeutet übersetzt "Bels Feuer", und bezeichnet heute noch im Irischen de Monat Mai. Dieses Fest zeichnet den Beginn der Leidenschaft des Sommers. Die Fruchtbarkeit, die an Imbolc gefeiert wurde, hat nun ihren Höhepunkt erreicht. Beltaine ist der traditionelle Festtag der keltischen Hochzeit und der Zeugung der Nachkommen. Das Maifest findet sich schliesslich auch in anderen Traditionen wie der Walpurgisnacht, oder dem Aufstellen der Maibäume in ländlichen Gegenden, sowie dem Maitanz.
Die Symbole dieses Festes sind junge Bäume und Blüten, und zur Räucherung nimmt man süsse Düfte wie Rose, Ylang-Ylang, Patchouli.
Die Farben dieses Festes sind alle möglichen Sonnenfarben, wie Gelb, Orange, Rot.
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Alban Heruin: Sommersonnenwende    21.Juni
Alban Heruin bedeutet übersetzt "Licht der Küste", es ist der längste Tag des Jahreszyklus und die Sonne erreicht ihren persönlichen Höchststand.
Wie schon der Name sagt geht es bei diesem Fest um den Kreislauf des Wassers, das um die Küsten herumfliesst, die Abgrnzung zwischen Wasser (Meer) und der Erde (Eirin).
Die Symbole des Festes sind Blumen, Blätter und das Met, welches wenn es an diesem Tag gebraut wird, mit speziellem Geist beseelt wird. Zur Räucherung nimmt man vorzugsweise Lavendell, Rose, Bergamotte, sowie Salbei und Beifuss.
Die Farben dieses Festes sind natürlich Gold, das den hohen Stand der Sonne symbolisiert, Gelb und Grün.
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Lughnasadh
Lughnasadh bedeutet wörtlich die "Zusammenkunft im Namen Lugs", und nicht wie meisst falsch übersetzt "Brautnächte des Lugh" (denn nasad bedeutet lediglich "Zusammenkunft").
Das Fest ist der Beginn der Erntezeit in Irland, Freunde finden zusammen und feiern die reiche Zeit der Gaben, welche die gütige Mutter den Menschen hat zukommen lassen.
Die Symbole des Festes sind sicherlich frisch gebackenes Brot und alles was mit Korn und der Ernte zu tun hat. Man verbrennt zur Ràcuherung Bergamotte, Lavendel und Myrthe.
Die Farben des Festes sind Gelb (für die Sonne), Rot und Gold.
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Alban Elued: Herbstäquinox    21.September
Alban Elued bedeutet "Licht des Wassers". Das Fest steht am Ende der Erntezeit und läutet auf seine Art das Eintreten der Ruhezeit des Winters. Es ist das zweite Mal, dass Tag und Nacht sich in einem Gleichgewicht befinden. An diesem Fest steht der Dank für die reichen Gaben der Erde im Mittelpunkt, denn sie ermöglicht, dass wir den Winter und die Ruhe der Natur erleben dürfen und wir nicht zu darben brauchen.
Die Symbole des Festes sind alle Arten von Obst und Ernte, das Weizenkorn und die Garbe, der Wein. Zur Räucherung nimmt man Eichenmoos, Zeder und andere herbe Herbstdüfte.
Die Farben des Festes sind dunkles Grün, und Braun und dunkles Gelb.
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