Anonymer Ex-Moslem
Liebe
Moslems und Kafirs.
Ich habe alle Geschichten von den Leuten gelesen, die den
Islam verlassen haben. Es ist echt toll, andere Leute kennenzulernen,die dasselbe durchmachen, wie ich! Ich hoffe, dass
meine Geschichte nicht zu typisch ist. Es tut mir leid, wenn ich etwas sehr
generell schreibe. Aber ich habe Angst entdeckt zu werden und möchte meine
Familie schützen.
Ich wurde in einer arabischen Familie in den USA erzogen.
Meine Eltern kommen aus dem Mittleren Osten und waren beide nicht religiös. Sie
heirateten und zogen nach Amerika um, um dort zu studieren. Als sie ankamen
stießen sie auf einige religiöse Fanatiker und wurden auf einmal
super-religiös. Was für ein Glück! Ich wurde zu einem Super-Moslem erzogen.
Warum? Weil man mir sagte, dass meine Familie etwas besonderes
sei. Ich gehöre nicht zum Abfall, wie all die anderen. Ich bin besonders. Ich
komme aus einer ehrwürdigen Familie, es gibt viel Respekt und ich bin ein
Moslem- nicht wie der Rest des amerikanischen Mülls. Mit 8 fing ich an, die
täglichen 5 Gebete zu verrichten. Ich hab ab der 8.Klasse bis zum 4.Jahr im
College Buch darüber geführt, dass ich nicht ein einziges Gebet vergessen hab!
Kein einziges Gebet verpasst! Ich habe sogar das Kino verlassen, um passend zu
beten. Ich betete täglich auch extra-Gebete , Shef und Watr.
Da diese Gemeinde so religiös und all meine Freunde Moslems waren, blieb mir
gar nichts anderes übrig, als mit ihnen abzuhängen. Mir wurde gesagt, dass ich
keine Freundschaft mit Nicht-Moslems schließen dürfe. In der Schule war ich als
Moslem bekannt und man bliebt entfernt von mir. Wie
schlau! Mein Vater wurde immer fundamentalistischer und wurde schließlich der
Imam der Moschee. So war und bin ich immer noch sehr gut über den Islam
ausgebildet. Ich weiß mehr als ein Durchschnittsmoslem. Sobald ich Schulferien
hatte, machte ich Khurooj. Ich besuchte andere Städte
und Staaten, lebte in verschiedenen Moscheen und lernte über den Islam oder lud
verstörte Moslems in die Moschee ein. Mein Rekord liegt bei 23 Tagen in einer
einzigen Moschee. Ich wurde immer enger mit den Moslems befreundet, die sich um
mich herum befanden, Freunde auf Lebenszeit... Um euch diese Lebensgeschichte
etwas zu ersparen reicht es, wenn ich einfach erwähne, dass ich super-religiös
war, bis zu meinem 3. Jahr am College.
Dort lernte ich ein nettes, christliches Mädchen kennen. Sie
liebte ihren Gott so sehr. Aber ich als Moslem wußte,
dass ihre Liebe nur ein Trugbild und falsch war. Es gibt nichts, was man mit
der Liebe eines Moslems vergleichen kann, richtig? Je mehr ich allerdings mit
ihr meine Zeit verbracht habe, was ich natürlich als falsch empfand, denn
schließlich war sie kein Moslem und ein Mädchen dazu , desto mehr stellte ich
fest, wie stark ihre Liebe für Gott tatsächlich war. Es war kein Betrug. Ich
fragte mich, wie Gott jemanden, der ihn so stark liebt, in die Hölle befördern
könnte?! Also tat ich mein Bestes, sie zum Islam zu bringen. Ein Jahr lang
lehrte ich ihr den Islam und ihr hat es gut gefallen. Aber sie sagte, dass sie
das Christentum liebe und für immer Christin bleiben würde. Schade, also wird
sie doch in der Hölle landen, dachte ich. Bestimmt hat sie erkannt, dass der
Islam die Wahrheit ist, aber es ist einfach zu schwer für sie, eine Muslimin zu sein, was sie allerdings nicht zugeben möchte.
Dann bemerkte ich noch andere Christen, Juden, Hindus, Bahais,... die Gott wirklich liebten, aber eben keine
Moslems waren. Landen sie alle in der Hölle? Ja. Das ist die Antwort. Schwer zu
verkraften, aber wahr. Am College
besuchte ich viele Philosophie-Kurse und belegte sie praktisch als Nebenfach.
Das war der Grund, warum ich hauptsächlich einen offenen Verstand bewahrte.
Dann kam der 11.September. Als ich es zum ersten Mal sah, betete ich „Bitte
lass keine Moslems dafür verantwortlich sein!“. Wie pathetisch! Als Moslem war
das alles, worum es mir ging. Aber für weitere 9 Monate verteidigte ich den
Islam noch auf´s Äußerste.
Aber es gab Menschen, die den Islam hinterfragten und
Forschungen anstellten und dabei einige gute Argumente hervorbrachten. Es sah
alles zuerst ziemlich ignorant und voreingenommen aus, aber auch ich musste
Nachforschungen anstellen, um es mit ihnen aufnehmen zu können. Dabei hab ich einen
großen Fehler gemacht. Wenn du ein Moslem bist, der dies hier liest und
weiterhin ein Moslem bleiben möchtest, kann ich dir nur einen Tipp geben: Prüfe
deinen Glauben! Suche nach der Wahrheit! Da mein Vater der Präsident der
islamischen Gemeinde war, habe ich ihm einige harte Fragen gestellt und ihn
Nachforschungen anstellen lassen. Dann habe ich alles analysiert. Ich hab
öffentliche Reden über den Islam gehalten, um den 11.September abzuwehren und
darin war ich verdammt gut.
Ich habe diese Seite gefunden, bevor ich den Islam verlassen
habe. Ich wäre für euch eine ganz schön harte Nuss gewesen! Ich erkannte, dass
mein Problem mit Islam sich generell in organisierten Religionen wiederfindet, in allen von ihnen. Ich entwickelte eine eher
humane Weltanschauung und stellte Fragen, die ich eigentlich nicht stellen
sollte. Das war nicht einfach. Durch meinen religiösen Hintergrund kannte ich
nichts, außer dem Islam. Ohne Islam wäre ich ein Niemand. Ich bin deswegen
sogar fast von der Schule geflogen. Ich habe mein Studium vernachlässigt und
bin täglich nur der Religion nachgegangen. Und immer wieder landete ich in
einer Einbahnstraße.Ich betete so oft salat-ul-istikhara und bat um Hilfe. (Ich denke, es hat
gewirkt.) Ich bat Gott um seine Führung. Ich wollte doch nur die Wahrheit!
Langsam bemerkte ich, dass Islam nicht anders war, als all die anderen
Religionen. Ich war darüber sehr erschrocken und verwirrt. Gott sollte doch
einfach nur glücklich über mich sein. Also las ich den Koran und dort las ich
detailliert, wie sehr Gott die Ungläubigen hasst und wie er sie in der Hölle
quälen würde. Dann dachte ich: „Halt, du bist selbst ein Kafir.
Gott hasst mich!“ Ich ließ den Koran fallen und habe ihn seitdem nicht mehr
berührt. Das war nicht einfach. Immer noch sah ich den Koran als Gottes wahre
Worte an. Ich konnte nicht mehr schlafen. Maximal schlief ich in den nächsten
drei Monaten täglich 2 Stunden. In dieser Zeit habe ich meine Nachforschungen
noch verstärkt und bin damit immer weiter vom Islam abgefallen. Nachdem ich
ganz logisch die Idee eines solchen märchenhaften Platzes widerlegte, konnte
ich wieder schlafen.
Aber meine Familie und meine Gemeinde sind immer noch hier.
Und sie werden mit jedem Tag religiöser. Es ist traurig zuzusehen, wie mein
kleiner Bruder auch immer religiöser wird. Er hasst alle Schwulen. Ich versuche
ihn, vom Gegenteil zu überzeugen, aber dann deutet er auf den Koran und die
Sunnah und dagegen darf ich nichts sagen. Das ist so schlimm! Ich kann weder
meiner Familie, noch meinen Freunden meinen Wandel mitteilen. Das ist traurig.
Wenn ich es meiner Familie erzählen würde, würden sie mich verstoßen und enge
Freunde werden darüber beraten, wie sich mich umbringen könnten. Zum Glück lebe
ich in Amerika. Ich erinnere mich an einen Menschen, der Moslem wurde und nach
2 Monaten wieder den Islam verließ. In der Moschee hörte ich, wie Männer
darüber redeten, wie dieser Mann getötet werden könnte. Ich weiß, dass mein
Vater dasselbe sagen würde. Er betet für den Tod meiner Schwester, weil sie
nicht heiraten möchte und außerdem enge Kleidung und sogar Parfüm in der
Öffentlichkeit trägt. Was für eine Schande!
Also muss ich wirklich ruhig bleiben. Nur einige enge Kafir-Freunde wissen Bescheid. Es ist wirklich lustig, denn
sie können nicht glauben, dass von allen Menschen gerade ich ausgetreten bin!
Ich habe jede Menge Spaß, seitdem ich meine Moslemsein
vortäuschen muss. Während Ramadan stand ich mal neben einem Kind und dann hab
ich meinen Kopf in seine Richtung gedreht und geflüstert „Mensch, das dauert ja
ewig!“. Das Kind hat lachend das Gebet verlassen und wenn er über mich redet,
hat ihm niemand geglaubt, denn er ist ja noch ein Kind.
Die Situation in meiner Familie verschlechtert sich mit
jedem Tag. Jetzt suchen meine Eltern sogar nach einer Frau für mich! Aber
wenigstens kann ich jetzt jeden Abend mit ruhigem Gewissen ins Bett gehen.