die Etikette ist ein dienliches Werkzeug um Mi�verst�ndnisse in der Kommunikation zu verhindern. Sie soll die Schwachen vor der Willk�r der Starken sch�tzen, denn die kainitische Gesellschaft ist viel starrer und hierarchischer, als die menschliche. So haben sich bestimmte Regeln im Umgang miteinander als Allgemeing�ltig durchgesetzt. Dies ist insbesondere bei den Kainskindern von N�ten, da es sich bei ihnen um eine Gruppe handelt, die aus unterschiedlichen Kulturen und unterschiedlichen Zeiten stammt. So ist es n�tig, einen gemeinsamen Nenner im Verhalten zu finden, damit man sich in dieser Gesellschaft nicht gleich an die Gurgel geht. Dieser Text ist Teil der kainitischen Allgemeinbildungen und jeder Sire hat seinem Kind diese Regel zukommen zu lassen, damit es f�r den Umgang mit anderen Kainiten gewappnet ist.
Wer sich an diese Grundregeln h�lt, wird auch in Gegenwart von Ahnen relativ sicher im gesellschaftlichen Umgang mit anderen Kainiten sein. Jedoch sei darauf hingewiesen, das auch die sture Einhaltung dieser Benimmregeln keine absolute Garantie f�r ein korrektes Benehmen gegeben werden kann. Ein Childe sollte es nicht vers�umen, bei Unsicherheiten seinen Sire oder ein Mitglied der jeweiligen Dom�ne zu fragen, wie es sich verhalten soll. Nicht einmal ein versierter Ancilla, dem das korrekte Verhalten der Kainiten wichtig ist, wird daf�r eine Gegenleistung erwarten.
Der Gesellschaftliche Stand
der gesellschaftliche Stand eines Kainiten wird durch drei Faktoren bestimmt: Sein Status, sein Amt und sein Ansehen in der kainitischen Gesellschaft. Wichtig ist zudem Status ist vor dem Amt zu ber�cksichtigen und das Amt vor dem Ansehen, wobei jedoch ein besonders hohes oder schlechtes Ansehen, die beiden ersten Faktoren auch durchaus zur Seite dr�ngen kann. Wenn man nichts �ber das Ansehen seines Gegen�bers wei�, so ist es sinnvoll, es au�er acht zu lassen und sich an dem Verhalten der anderen Kainiten zu orientieren. Einzige Ausnahme ist der Prinz der Dom�ne, da er immer den h�chsten Rang inne hat.
Die Rangordnung der Kainiten
Allgemein baut sich die Hierarchie folgenderma�en auf:
Ahn
Ancilla
Neugeborener Kind
Statuslos
und in der politischen Rangordnung:
Prinz
Prinzregent
Seneschall
eventuell Erstgeborene
und andere �mter*
*Ob die �mter wie Vogt (Sheriff), H�ter des Elysiums, �ber oder unter den Erstgeborenen einzugliedern sind, h�ngt vom Ansehen der Amtierenden und von der Handhabung in den jeweiligen St�dten ab.
Auch zu erw�hnen ist, das selten alle, der nach und nach aufkommenden �mter in einer Stadt besetzt sind. Ein politisches Amt (ausgenommen dem des Prinzen) kann den altersbedingten Status nicht �berwinden, es gilt im Allgemeinen also die Rangfolge:
Prinz der gastgebenden Stadt
andere Prinzen
Ahn mit Amt
Ahn
Ancilla mit Amt
Ancilla
Neugeborener mit Amt
Neugeborener
Kind
Statuslos
Begegnet man Kainiten verschiedenen Geschlechts aber gleichem Ranges, so sollte der Herr immer der Dame den Vortritt lassen. Inwieweit ein Herr einer Dame �ber ihren Rang hinaus den Vorzug gibt, h�ngt von dessen eigener Pers�nlichkeit und beider Ansehen ab. Zudem haben bei gleichem Rang immer die Mitglieder der gastgebenden Stadt, den h�heren Status. Ghule, Sterbliche und Clanlose haben keinen Rang und damit auch keinerlei Anrecht auf Respektsbezeugung. Aber sie k�nnen durchaus ein gewisses Ansehen erringen, das ihnen Sonderrechte einr�umt.
Die Vorstellung
Ein Statusloser verneigt sich leicht vor einem Kind verbeugt sich tief vor einem Neugeborenen kniet vor einem Ancillae kriecht im Staub vor einem Ahnen winselt um Gnade vor einem Prinzen
Ein Kind verneigt sich leicht vor einem Neugeborenen verbeugt sich tief vor einem Ancilla kniet nieder vor einem Ahnen oder Prinzen
Ein Neugeborener verneigt sich leicht vor einem Ancilla verbeugt sich tief vor einem Ahnen kniet nieder vor einem Prinzen
Ein Ancilla verneigt sich leicht vor einem Ahnen verbeugt sich tief vor einem Prinzen
Ein Ahn verneigt sich leicht vor einem Prinzen
Ein Prinz erweist niemandem au�er sich selbst Respekt.
Der Rangh�here entscheidet �ber die Begr��ungsform. Man verbeugt sich zun�chst standesgem��. Reicht der Rangh�here nun dem Rangtieferen die Hand zum H�ndedruck oder f�r den Handku�, so tut der Niedere, was von ihm erwartet wird. Aber er ergreift niemals von sich aus die Hand des H�heren, da es peinlich w�re, wenn dieser dem Niederen die Hand entzieht.
Die Vorstellung der eigenen Person, sollte aus sprachlichen Gr�nden folgenderma�en verlaufen:
der Niedere erw�hnt seinen Namen, seinen Status, seinen Clan, sowie sein Amt und seine Heimatstadt; z.B. "Mein Name ist X, [Status] des [Clans], [Amt] der [Heimatstadt]" Das sind die Grundinformationen, die jedem Kainiten zustehen, und die man von sich aus preisgeben sollte. Es ist nicht �blich, au�erhalb des eigenen Clans mehr zu erw�hnen. Man sollte sich langsam, laut und deutlich vorstellen, damit dem Gegen�ber peinliches Nachfragen erspart bleibt, und damit keine unangenehmen Mi�verst�ndnisse entstehen. Ist man unsicher, so sollte man sich von jemand anderem vorstellen lassen. Ein Neugeborener sollte sich niemals selbst einem Ahnen vorstellen, besser sollte er einen Ancilla finden, der gewillt ist, dies f�r ihn zu tun. Auch f�r Ancillae und Ahnen ist es angeraten, sich eine "Empfehlung" einzuholen.
Niemals unterbricht man ein Gespr�ch unter Rangh�heren. Auch nicht um sich vorzustellen. Sollte man einen Rangh�heren sprechen wollen, so n�hert man sich der Gespr�chsrunde und bleibt au�erhalb der H�rweite stehen. Dann versucht man Blickkontakt zu der gew�nschten Person aufzunehmen. Sollte man ignoriert werden, so w�hlt man einen anderen Zeitpunkt oder man l��t es einfach. Sollte die Person den Blickkontakt aufnehmen, so verbeugt man sich leicht. Wenn man an einem laufenden Gespr�ch teilhaben m�chte, so sollte man nach der Vorstellung beim rangh�chsten Gespr�chsteilnehmer h�flich erfragen, ob die Teilnahme gestattet sei.
Der Handku�
Beim Handku� h�lt die Dame ihre Hand mit dem Handr�cken nach oben etwa auf Brusth�he dem Herrn hin, wenn sie sitzt (und sitzen bleiben darf!), etwas h�her. H�lt sie die Hand niedriger und mit dem Handr�cken zur Seite, hei�t das wohl, dass sie keinen Handku� erwartet. Man darf dann vorsichtig antasten, ob sie nur bescheiden ist, oder ob sie keinen w�nscht, indem man ihre Hand leicht zu drehen versucht. Die Hand mit Gewalt zu verdrehen ist ausgeschlossen, ebenso, sie zu ergreifen und zu sich zu rei�en. Der Herr sollte die Hand der Dame sanft mit der seinen st�tzen und ein wenig zu sich heben, gleichzeitig beugt er sich leicht zu ihr hinunter. Die Lippen ber�hren die Hand nicht, noch werden sie zum Ku�mund gesch�rzt. Normalerweise schaut man der Dame beim Handku� nicht in die Augen, ganz bestimmt auch nicht ins Dekollet�! Am besten senkt man den Blick oder schlie�t die Augen. H�lt man den Blick, gilt das als herausfordernd.
Die Vorstellung beim Prinzen
Vor dem Prinzen mu� man sich in geb�hrendem Abstand standesgem�� verbeugen. Die Art der Verbeugung darf individuell variieren, je nach dem, aus welcher Kultur und Zeit man stammt. Dann kann man sich aller Form nach vorstellen. Im Optimalfall folgt ein kurzer Dank f�r die Einladung und die Gastfreundschaft und eine weitere Verbeugung, bis der Prinz das Wort an einen richtet. Der Prinz hat dann die M�glichkeit, den Gast mit ein paar Worten in seiner Stadt willkommen zu hei�en, womit er den Gast oder Neuank�mmling in den Abend entl��t. Erst dann darf man sich vom Prinzen entfernen: Es empfiehlt es sich, ein bis drei Schritte r�ckw�rts zu gehen, und sich nochmals leicht zu verbeugen, bevor man ihm den R�cken zukehrt. Sollte man zu einer Delegation geh�ren, oder sich im Gefolge eines H�hergestellten befinden, so verbeugt man sich, wenn der Sprecher der Delegation/der H�hergestellte sich verbeugt. Sollte der Sprecher der Delegation oder der H�hergestellte die einzelnen Namen in seinem Gefolge nennen, so tritt man vor, wenn der eigene Name genannt wird, verbeugt sich, und tritt entsprechend wieder zur�ck.
Reihenfolge der Begr��ung
die Vorstellung bzw. Begr��ung (und auch die Verabschiedung) geht im Idealfall streng nach der f�r den Abend g�ltigen Rangordnung, meist gen�gt es aber, wenn man nur den Prinzen und den Gastgeber f�rmlich begr��t. Sind Ahnen der eigenen Stadt anwesend, ist es h�flich, danach auch sie zu begr��en. Wenn man nicht alle Ahnen kennt oder sich nicht sicher ist, welche Ahnen man in welcher Reihenfolge begr��en sollte, kann man sich beim Prinzregenten, oder einem anderen Kainskind danach erkundigen. Es ist es kl�ger, sich bei keinem von ihnen explizit vorzustellen, als einen von ihnen zu br�skieren, weil man ihn vergi�t oder an unangemessener Stelle begr��t. Begegnet man einem bekannten h�herrangigen Kainiten, bevor man sich beim Prinzen oder beim Gastgeber vorgestellt hat, verbeugt man sich kurz vor ihm. Macht dieser dann den Eindruck, dass er eine f�rmliche Begr��ung erwartet (d.h. er richtet das Wort an den Gast oder h�lt ihm die Hand hin), darf man ihm diese nicht verwehren, es ist aber absolut korrekt, wenn man gleich darauf hinweist, dass man sich auf dem Weg zum Prinzen / zum Gastgeber befindet, um die gebotene Aufwartung zu machen. Ein wohlerzogener Kainit wird den Gast dann bald entlassen und anmelden, falls er w�nscht, dass nach der obligatorischen Vorstellung das begonnene Gespr�ch fortgesetzt wird. Trifft man auf eine Gruppe, ist man nicht verpflichtet, jeden einzeln zu begr��en, ein freundliches Nicken in die Runde reicht. Wenn man allerdings pers�nlich begr��en m�chte, dann bitte jeden und in der richtigen Reihenfolge. Sollte ein bestimmtes Kainskind f�r den Empfang der G�ste zust�ndig sein und sich dem Gast am Eingang als solches vorstellen, darf man sich ihr ebenfalls noch vor dem Prinzen vorstellen. Diese wird ihn zum Prinzen/ zum Gastgeber und dann gegebenenfalls zu einem Vertreter seines Clans f�hren. Sie macht sich zum Ansprechpartner f�r die lokalen oder f�r den Abend g�ltigen Verhaltensregeln und kann z.B. den Gast dar�ber aufkl�ren, ob der Prinz von der Norm abweichende Erwartungen an die Begr��ung stellt.
Umgang mit Ahnen
Betritt ein Ahn zum ersten Mal den Raum, sollten alle, die niedrigeren Ranges sind, aufstehen. Wenn er im Laufe des Abends �fter mal die R�umlichkeiten verl��t und dann wieder betritt, so braucht man nicht jedes Mal aufzustehen. Wenn also eine unbekannte Person den Raum betritt, sollte man zuerst auf die Reaktion der anderen Kainskinder oder der anderen Kainiten achten. Wenn sie aufstehen, kann man sicher sein, dass es sich um einen Ahnen handelt, und sollte selbst auch aufstehen. Sind uneingeweihte Menschen anwesend, braucht man nat�rlich nicht aufzustehen, man kann es allerdings kurz andeuten. Der Ahn kann dann die H�flichkeit besitzen, mit einem Zeichen zu bedeuten, dass er diese Respektsbezeugung wahrgenommen hat, und dass man sich wieder setzen darf. Tut er es nicht, steht man, bis der Ahn Platz selbst genommen hat. Wenn dieser allerdings kein Zeichen gegeben hat, lange herumsteht und den Eindruck macht, sich der stehenden Kainiten nicht mehr bewu�t zu sein, darf man sich nach angemessener Zeit wieder setzen und �rgern. Man braucht nicht jedes Mal aufzustehen, wenn sich ein Ahn nur n�hert. Dies wird nur erwartet, wenn ein Ahn sich selbst erhebt oder sich direkt an den Gast selbst oder an einen oder mehrere seiner eigenen Gespr�chspartner richtet (auch in der menschlichen �ffentlichkeit ist es hierbei nicht falsch, das Aufstehen wenigstens ansatzweise anzudeuten). der Rangh�chste in der Gespr�chsrunde sollte dann den Ahnen einladen, am Gespr�ch teilzunehmen oder verdammt gute Gr�nde nennen, weswegen das gerade nicht m�glich ist. Wenn kein Platz mehr in der Runde frei ist, so wird vom Rangniedersten erwartet, dass er dem Ahnen seinen Platz anbietet. Kommt ihm jemand Rangh�heres aus der Runde zuvor, kann er letzterem h�flicherweise anbieten, seinen Platz zu behalten und dem Ahnen selbst, falls dieser noch nicht den ersten angenommen hat, im Austausch den eigenen Platz anbieten. Hat der Ahn den anderen Platz schon angenommen, so bleibt einem nur, dem nun stehenden h�herrangigen Kainiten den eigenen Platz anzubieten. Kommt man diesen Erwartungen nicht nach, so kann eine unsch�ne Einforderung solcher Pflichten seitens eines anderen Kainiten oder gar der H�herrangigen selbst die Folge sein. Man sollte versuchen, einem Ahnen, der in der N�he steht, nicht den R�cken zuzukehren. Man spricht Ahnen im Zweifelsfall mit ihrem Namen an. Ansonsten empfiehlt es sich wie immer, sich vorher zu erkundigen - eventuell auch beim Ahnen selbst - wie er angeredet werden m�chte.
Im Laufe des Abends
Es empfiehlt sich, auch im Laufe des Abends darauf zu achten, dass man niemandem ungewollt auf die F��e tritt. Fast alle H�flichkeitsregeln der menschlichen Etikette haben auch in der kainitischen Gesellschaft Geltung: Man sollte sich in ein Gespr�ch niemals ungefragt einmischen. Man sollte seinen Gespr�chspartner nie unterbrechen. Will man ein Gespr�ch beenden, entschuldigt man sich h�flich daf�r. Wenn es ein Gespr�ch mit einem Ahnen ist, sollte man wirklich gute Gr�nde zur Entschuldigung vorbringen k�nnen. Es ist immer besser zu warten, bis man von einem H�herrangigen angesprochen wird. Es ist immer besser zu warten, bis man von einem H�herrangigen aus einem Gespr�ch entlassen wird. Wenn man sich mit einem H�herrangigen im Gespr�ch befindet, darf man das Gespr�ch nur dann unterbrechen (und gegebenenfalls aufstehen), wenn jemand hinzutritt, der einen h�heren Rang hat als der Gespr�chspartner.
Beim Tanz
Mit einer Person zu tanzen, die weit unter dem eigenen Stand ist, kann keinen Gesichtsverlust bedeuten, wenn das Paar �ber die Tanzfl�che schwebt und alle Blicke auf sich zieht, allenfalls ist es f�r den talentierten T�nzer niedrigen Ranges ein Prestigegewinn, von dem er/sie nur tr�umen konnte! Eine Dame sollte immer ablehnen d�rfen; ohne das Gesicht zu verlieren. Eine Abfuhr sollte allerdings h�flich erfolgen, und immer mit einer (wenn auch fadenscheinigen) Begr�ndung. Auch einer h�herstehende Dame steht H�flichkeit gut zu Gesicht, auch wenn sie bei einem Herrn, der wesentlich unter ihrem Rang steht, durchaus direkter und knapper formuliert werden kann. "Nein, vielen Dank." sollte aber das mindeste sein. W�hrend eines Tanzes wird nicht abgeschlagen! Das ist so ziemlich das Unh�flichste was man tun kann, egal welchen Stand und Rang man bekleidet. Sollte der Dame schwindlig werden oder sie ersch�pft sein, sagt sie es dem Tanzpartner, und der bringt sie zu ihrem Platz zur�ck, was er �brigens immer nach dem Tanz tun sollte. Auf dem Weg zur Tanzfl�che bietet man der Dame immer den rechten Arm an, sie h�ngt sich ein, das gilt auch wenn nur ein paar Schritte zu gehen sind. Ein Gespr�ch w�hrend des Tanzes sollte immer der Herr beginnen. Wenn sich mehrere Herren einer Dame als Tanzpartner anbieten, dann haben Niedrigrangige den H�herrangigen den Vortritt zu lassen und es beim n�chsten Tanz wieder zu probieren. Wenn die Dame von zwei oder mehr gleichgestellten aufgefordert wird, kann sie frei w�hlen, und verspricht den �brigen den/die n�chsten T�nze. Wenn Unf�lle auf dem Parkett passieren (Zusammensto�, Umkippen, Versteigen, auf Kleid einer Dame steigen, jemand auf die Zehen steigen...) ist immer eine h�fliche Entschuldigung und im Bedarfsfalle das Anbieten von Hilfestellung ein Mu�.