Schweren Herzens ritt Mela zum Dorf zur�ck. Nichts w�re ihr lieber gewesen als bei ihm zu bleiben, aber ein paar Dinge musste sie noch zusammen suchen um f�r immer zu verschwinden. Ein L�cheln huschte ihr �ber das blasse Gesicht, als sie an die R�ckkehr zu Albanac dachte. In der Ferne konnte sie schon die blassen Lichter des Dorfes erkennen und ritt langsam darauf zu. Kurz bevor sie den Waldrand erreicht hatte, z�gelte sie die Stute und sprang leise auf den Boden. Z�rtlich kraulte sie ihr die N�stern und fl�sterte leise * nun lauf zur�ck zu Albanac*. Allerdings bewegte sich die Stute keinen Meter und sah sie mit gro�en braunen Augen fast flehend an. Liebevoll schlang sie ihre Arme um ihren Hals und kraulte sie an den Ohren *morgen bin ich wieder da...nun lauf* Leise wieherte sie, drehte sich um und lief in die Dunkelheit. Traurig blickte Mela ihr hinterher. Nun war sie ganz allein. Im Schutz der Schatten lief sie zur H�tte ihrer Eltern und erstarrte, als sie Licht brennen sah. Angst machte sich in ihr breit und verzweifelt �berlegte sie sich eine Ausrede die auch wirklich glaubhaft klingen musste. Leise �ffnete sie die T�r und schlich in die H�tte. Kaum hatte sie die T�r hinter sich geschlossen, stand ihr Vater vor ihr und funkelte sie w�tend an. Am ganzen K�rper zitternd stand sie da und lie� alles �ber sich ergehen. Er br�llte so laut, dass sie Gl�ser auf den Regal zitterten und nach und nach zu Boden fielen. Seine Worte �berschlugen sich und das einzige was sie deutlich verstand war, dass sie den Elben nie wieder sehen durfte. Fassungslos sah sie ihren Vater an und st�hnte innerlich. `Also hatte es sich doch rumgesprochen` schoss es ihr durch den Kopf und bebte vor Wut und Verzweiflung. Tr�nen k�mpften sich in ihre Augen und rollten ihr �ber die Wangen. Um nicht noch den Spott ertragen zu m�ssen, schaute sie zum Kamin und blickte in die Flammen. Ihr Vater kochte innerlich vor Zorn, packte ihr brutal an die Schulter und riss sie zu sich herum. Flehend sah sie ihn an und wimmerte vor Schmerz. F�r einen Moment erschreckt, lie� er sie los, aber der Schmerz blieb. Ihre Seele schrie mit aller Macht, aber keinen weiteren Ton gab sie von sich. Es kam auch kein weiterer Laut �ber ihre Lippen als ihr Vater ihr androhte den Elben zu t�ten, wenn er es wagen w�rde sich dem Dorf zu n�hern. In Gedanken sah sie Albanac vor sich und l�chelte pl�tzlich ohne es selber zu bemerken. Verwundert sah ihr Vater sie an und wiederholte seine Forderung. Verwirrt blickte sie zu ihm hoch und ehe sie etwas sagen konnte, schallte die Ohrfeige. Durch die Wucht verlor sie den Halt und landete unsanft auf dem Boden. Um nicht noch eine Ohrfeige einstecken zu m�ssen nickte sie nur, als ihr Vater ihr mitteilte das sie die H�tte nicht mehr zu verlassen habe und dr�ckte sich �ngstlich gegen die Lehmwand. Zufrieden ging ihr Vater ins Nebenzimmer und legte sich ger�uschvoll auf sein Bett. Undeutlich h�rte sie wie er noch mit ihrer Mutter sprach, die nur leise seufzte und dann die T�r schloss. Tausend Gedanken schossen Mela durch den Kopf. Sie musste hier weg, aber nun doch nicht so schnell wie sie es gehofft hatte. Leise legte sie sich auf den dicken Teppich vor dem Kamin und schlief Stunden sp�ter ein.
Fr�h war sie am n�chsten Morgen wach und erledigte ihre h�uslichen Pflichten ohne ein Wort mit ihren Eltern zu sprechen. Ihre Gedanken waren nur bei Albanac. Nur so war sie in der Lage alles �ber sich ergehen zu lassen, denn bald w�rde sie fort sein und nie wieder zur�ckkommen. Ungeduldig wartete sie auf die Nacht und verbrachte die Zeit bis zur D�mmerung am Fenster. Langsamer als sonst vergingen die Stunden und ihre Sehnsucht wurde von Stunde zu Stunde gr��er. Sie wusste, dass Albanac da sein w�rde und ihr Herz schlug schneller. Ihn dann wieder fort schicken zu m�ssen trieb ihr fast die Tr�nen in die Augen. Schnell verdr�ngte sie den Gedanken wieder, denn ihre Eltern beobachteten sie mit Argusaugen. Als die Kirchturmuhr zehn Mal schlug, legten sich ihre Eltern schlafen und sich wickelte sich vor dem Kamin in eine Decke. Innerlich nerv�s wartete sie zwei weitere Stunden, erhob sich leise und lauschte an der T�r des Schlafzimmers ihrer Eltern. Sie h�rte das leise schnarchen und l�chelte zufrieden. Nun endlich konnte sie die H�tte verlassen um endlich Albanac in die Arme schlie�en zu k�nnen. Vorsichtig blickte sie aus dem Fenster und blickte ins Dorf. Kaum noch Lichter brannten in den H�tten und alles wirkte friedlich.
Klammheimlich hatte sich Albanac aus dem Schloss geschlichen und war in Windeseile zum Dorf geritten.` Endlich sind die qu�lenden Stunden vorbei und Mela wird f�r immer bei mir sein` dachte er sich und stand verborgen im Schatten es Baumes. Ungeduldig wartete er und blickte immer wieder zum Dorf. Leise schlich Mela zur T�r, �ffnet sie ohne ein Ger�usch zu hinterlassen und legt sich ihren Umhang um. Nachdem sie die T�r wieder verschlossen hatte, lief sie zum Waldrand und sah sich vorsichtig um. Kein fremdes Ger�usch war zu h�ren und ihre Angst entdeckt zu werden wich aus ihrem K�rper. Ein leises wiehern war zu h�ren und f�r einen kurzen Augenblick schreckte sie zusammen. Albanac ist schon da` dachte sie mit einem L�cheln im Gesicht und lief lautlos weiter. Ungeduldig ging Albanac auf und ab und seine Sorge um die Frau die er �ber alles liebte wurde immer gr��er. Nie w�rde er sich verzeihen wenn ihr etwas zusto�en w�rde und w�re am liebsten ins Dorf gelaufen um sie zu suchen.
*Albanac?* fl�sterte sie leise und zog den Umhang enger um sich. *Mela* fl�sterte er kaum noch h�rbar und ein Stein fiel ihm vom Herzen als er ihre Stimme h�rte. Nun konnte er sie endlich mit in sein Reich nehmen und niemand k�nnte sie je wieder trennen. Gl�cklich rannte sie auf ihn zu und ihr Umhang rutschte ihr fast von den Schultern. Mit einem Strahlen im Gesicht sprang sei ihm in die Arme und k�sste ihn leidenschaftlich. Erleichtert und gl�cklich schloss Albanac sie in die Arme und erwiderte ihren Kuss innig. Von Gef�hlen beherrscht dr�ckte er sich an sich und wollte sie nie wieder los lassen. Z�rtlich l�ste sie sich von ihm und sah ihn traurig an. `wie soll ich ihm das jetzt sagen?` Verzweiflung stieg in ihr auf. *Albanac...ich ....ich kann nicht mit dir kommen* fl�sterte sie und blickte zu Boden. Wie Pfeilspitzen bohrten sich ihre Worte in seine Seele. Fassungslos sah er sie an und konnte nicht fassen was er eben geh�rt hatte. *aber warum* fragte er mit zitternder Stimme.
*du weisst wie sehr ich dich liebe und deswegen musst du allein zur�ck* erwiderte sie und k�mpfe mit den Tr�nen. *nein...ich lasse dich nicht hier alleine* nahm sie in den Arm und hielt sie fest. Viel zu gl�cklich war er in ihrer N�he um sie einfach wieder gehen zu lassen. *das ganze Dorf weiss Bescheid und wenn ich jetzt gehe, dann werden sie dich t�ten....das kann ich nicht zulassen....wir m�ssen warten bis sie sich beruhigt haben* versuchte sie ihm zu erkl�ren und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. W�rme durchstr�mte ihren zitternden K�rper und alles h�tte sie daf�r getan jetzt mit ihm gehen zu k�nnen. *ich habe keine Angst, kein Tod kann so schmerzhaft sein als von dir getrennt zu sein* fl�sterte er ihr ins Ohr und k�sste sie sanft auf die Wange. Ihre Haut roch nach Rosen�l und eine G�nsehaut jagte ihm �ber den R�cken.
*ich werde zu sehr beobachtet....sie werden mich dann finden...ich bringe dich nicht in Gefahr...keinen Elben* erkl�rte sie weiter und sah ihn verzweifelt an
*sie k�nnen uns nichts tun Mela. Bitte komm mit mir*
*bitte...wir m�ssen warten* flehte sie ihn an und klammerte sich an ihn.
Sie h�tte es auch lieber anderes entschieden, aber die Gefahr war einfach zu gross jetzt mit ihm zu gehen. Sie w�rden alles nach ihr absuchen und nie w�rden sie sicher sein. Ein Leben auf der Flucht wollte sie nicht leben. Von einem Schmerz gepackt, setzte sich Albanac auf den Boden. Innerlich zitterte er vor Kummer und wollte es einfach nicht begreifen. Leise setzte sie sich zu ihm und schmiegte sich an ihn. Vor Verzweiflung konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Pl�tzlich h�rte sie ein Ger�usch in der N�he und erstarrte. �ngstlich blickte sie sich um und wurde blass.
*es ist jemand hier...sie lassen mich nicht aus den Augen...ich komme bald* fl�sterte sie und umklammerte mit ihren Fingern seine eiskalte Hand.
Z�rtlich nahm er sie in den Arm und dr�ckte sie an sich *lass mich nicht alleine* fl�sterte er ihr ins Ohr und sah sich ebenfalls besorgt um.
*es wird nicht f�r lange sein*
V�llig durcheinander und gegen s�mtliche Gef�hle ank�mpfend, blickte er ihr zitternd in die Augen *ich warte auf dich.. ich liebe dich*
*ich muss zur�ck bevor wer was merkt. Ich liebe dich und niemand kann uns trennen. Bald bin ich f�r immer bei dir* sagte sich mit sanfter Stimme und blickte ihm liebevoll in die Augen.
So viel Schmerz konnte sie in seinen Augen lesen und nichts konnte sie tun um ihm diesen Schmerz zu nehmen.
*ich warte auf dich. Bitte sei bald bei mir* fl�sterte Albanac mit tr�nenerstickter Stimme und k�sste sie z�rtlich. Den Kuss z�rtlich erwidernd, schloss sie ihre Augen und genoss diesen kurzen Moment mit jeder Faser ihres K�rpers. Innerlich zerriss es ihr fast das Herz zu wissen ihn gleich verlassen zu m�ssen. Liebevoll strich ihr Albanac �ber die Wange und sah sie verschwommen durch einen Tr�nenschleier an. Z�rtlich hielt Mela seine Hand fest und k�mpfte ihre Tr�nen hinunter. Alles in ihr schrie vor Verzweiflung, aber sie musste sich jetzt von ihm verabschieden. Wenn ihre Eltern aufwachten und sie war nicht dort, dann w�rde sie die H�lle auf Erden erleben. Ihr Vater war, wenn er so w�tend war, zu allem f�hig und Angst erfasste ihre Seele. Vorsichtig wischte sie mit ihrem �rmel Albanac die Tr�nen von den Wangen und fl�sterte mit zittriger Stimme *ich bin bald f�r immer bei dir*
Hilflos sah er sie an und versuchte zu l�cheln. Wie sehr sehnte er sich den Moment herbei sie wieder in die Arme zu schlie�en zu k�nnen und mit ihr in sein Reich zu verschwinden. Der Zeitpunkt sich zu verabschieden kam immer n�her und der Schmerz in ihnen wurde immer gr��er. Keiner wollte den anderen wirklich gehen lassen, aber Mela hatte keinen Chance als erst mal wieder zur�ck zu kehren. Sobald sich die Aufregung gelegt hatte, wollte sie das Dorf f�r immer verlassen, aber noch stand sie von allen zu sehr unter Beobachtung. Leise erhob sie sich und Albanac sprang lautlos auf. Ein letztes Mal nahm er sie in den Arm und genoss ihre N�he und streichelte ihr �ber das Haar. Mela klammerte sich fast an ihn und schloss die Augen. Laut konnte sie seinen Herzschlag h�ren und Tr�nen rollten ihr �ber die Wangen. Um sich nichts anmerken zu lassen und es beiden nicht noch schwerer zu machen, l�ste sie sich schnell aus seinen Armen und lief verborgen durch die Schatten der Dunkelheit zur H�tte ihrer Eltern zur�ck. Als sie an der T�r angekommen war, drehte sie sich noch ein Mal um und blickte in den Wald ~ich liebe dich �ber alles~ sagte sie ihm in ihren Gedanken und w�re am liebsten wieder zur�ckgelaufen.
Traurig blickte ihr Albanac hinterher und lehnte sich entt�uscht an einen Baum. Sein Gl�ck war zum Greifen nah und nun doch wieder so fern. ~ich liebe dich mehr als alles andere~ erwiderte er in der gleichen Art und ein L�cheln huschte ihm kurz �ber das Gesicht.
Gerade als sich Mela vor den Kamin gelegt hatte, stand ihr Vater drohend vor ihr. Wieder beschimpfte er sie und um nicht wieder geschlagen zu werden, erwiderte sie nichts. W�tend rannte er in der kleinen H�tte auf und ab und br�llte sie an ohne ein Mal Luft zu holen. Dieses mal drohte er damit sie zu Verwandten in die Stadt zu schicken und alles in Mela krampfte sich zusammen. Innerlich st�hnte sie vor Schmerz bei dem Gedanken Albanac nie wieder sehen zu k�nnen. Flehend blickte sie zu ihrem Vater hoch und fl�sterte *ich tue was du w�nscht*. Sie hasste sich selber daf�r sich ihm zu unterwerfen, aber sie w�rde eher sterben als sich von Albanac f�r immer zu trennen. Zufrieden sah er sie an und seine Gesichtsfarbe wurde langsam wieder blasser. Er wusste genau wie sehr Mela die Stadt verabscheute und nun konnte er sich sicher sein, dass sie es nicht noch einmal wagen w�rde sich ihm zu widersetzten. Polternd ging ihr Vater ins Schlafzimmer zur�ck und Mela atmete erleichtert auf. Immer wieder musste sie an die kurze Zeit mit Albanac denken und mit diesen Gedanken schlief sie l�chelnd ein. Entt�uscht und mit Tr�nen in den Augen stand Albanac im Wald und f�hlte sich in diesem Moment sehr allein. So sehr hatte er gehofft, dass Mela mit ihm kommen w�rde. Nachdenklich lehnte er sich an einen Baum und dachte nach was er jetzt als n�chstes tun w�rde. Noch wollte er nicht ins Schloss zur�ck, aber wenn sie bemerkt hatten das er fort ist, dann w�rden sie sich sicher Sorgen machen. Noch mehr �rger wollte er nicht bekommen, drehte sich noch ein letztes Mal zu der H�tte um in der Mela schon schlief und lief zur�ck zum Schloss. Nichts f�hlte er. Alles war tot und leer in ihm. K�lte machte sich in ihm breit und er zog seinen dicken Umhang dichter um sich. Um sich gegen den aufkommenden Wind zu sch�tzen, setzte er seine Kapuze auf und kam seinem Zuhause immer n�her. Sein Blick war starr gerade aus gerichtet als der den Schlosshof betrat und w�re jetzt am liebsten allein mit seinem Kummer gewesen.
Auf seinen Freund wartend, sa� Ithilden auf einem dickeren Ast und blickte in die Dunkelheit. Als er Albanac kommen sah, sprang er auf den weichen Boden und sah ihn fragend an. `warum ist er allein?` �berlegte der Waldelb, aber nachzufragen traute er sich nicht. In Albanacs Gesicht war zu lesen, dass es passiert sein musste. Noch nicht begreifend warum sie nicht mitgekommen war, blickte Albanac seinen Freund an und die Worte blieben ihm fast im Hals stecken.
*sie konnte nicht mit...* sagte er leise und mit zitternder Stimme.
*wie sie konnte nicht mit* fragte Ithilden verwundert nach. Es war doch beschlossen das sie das Dorf verl�sst und bei ihm bleiben wird.
Die ersten Zweifel an ihren Worten meldeten sich bei Albanac. War es wirklich die Wahrheit das sie ihn nicht begleiten konnte oder nur eine Ausrede. Immer weiter versank er in Gedanken aus denen er mich mit Gewalt riss um den Schmerz nicht noch gr��er werden zu lassen.
*sie ...sie meint wir m�ssen warten es gibt �rger in ihrem Dorf* versuchte er zu erkl�ren und lehnte sich schwer gegen den Baum. Wie sollte er es seinem Freund verst�ndlich machen, wenn er selber schon an ihren Worten zweifelte.
*�rger...inwiefern* fragte er noch ein Mal nach und sah ihn aufmunternd an. *das wird bestimmt wieder*.
Niedergeschlagen lie� sich Albanac den Baumstamm hinunter rutschen und bemerkte gar nicht wie sich kleine Splitter in sein Haut bohrten. Sein seelischer Schmerz �berdeckte alles und schrie in ihm laut um Hilfe.
*ich verstehe das nicht* fl�sterte er und sch�ttelte immer wieder den Kopf. Ithilden kniete sich neben ihn und sah ihn ruhig an
*sie wird ihren Grund haben* versuchte er Albanac zu beruhigen und wusste nicht wen er tats�chlich damit beruhigen wollte. Er hatte doch Mela erlebt. Gesehen wie gut es beiden ging wenn sie zusammen waren. Gab es vielleicht etwas was sie nicht erz�hlt hatte und jetzt entdeckt werden w�rde, wenn sie das Dorf verl�sst. So sehr er sich auch bem�hte, er fand einfach keinen Grund der alles h�tte erkl�ren k�nnen. Nur konnte er das jetzt Albanac auf keinen Fall sagen. Sein Freund sa� wie ein H�ufchen Elend vor ihm und noch mehr Gedanken sollte er sich nicht machen.
*aber...* murmelt er fassungslos und voller Schmerz. *ich habe doch keine vor diesen Menschen und Schaden k�nnen sie uns auch nicht*
*beruhige dich mein Freund. Wir wissen nicht warum sie so gehandelt hat...* redete Ithilden beruhigend auf Albanac ein und wusste das er sich damit sicher nicht beruhigen lassen w�rde.
Immer wieder sch�ttelte er den Kopf und sah Mela wie sie bei ihm wahr um ihm zu sagen, dass sie nicht mit ihm gehen w�rde. Verzweifelt k�mpfte er gegen die aufsteigenden Tr�nen an. Noch nie in seinem Leben hatte er sich so verzweifelt und hilflos gef�hlt. Alles in seinem K�rper schrie vor Traurigkeit. Ithilden f�hlte sich genauso hilflos. Seinen Freund so zu sehen und nichts tun zu k�nnen, war der schlimmste Augenblick.
*komm Albanac geh in dein Zimmer und ruhe dich aus* Widerwillig sch�ttelte er den Kopf. Innerlich hatte er die Hoffnung das Mela gleich auftauchen w�rde und blickte immer wieder in den dunklen Wald. Beruhigend legte Ithilden ihm die Hand auf die Schulter und sagte leise *nun komm schon Albanac*.
Wie paralysiert stand Albanac auf und ging zum Schloss. Seine Hoffnung, dass sie kommen w�rde, war zerst�rt.
*lass mich bitte allein.. ich will alleine sein* sagte er mit einem ausdrucklosen Ton in der Stimme und stieg die Treppe hoch. `Sie liebt mich also doch nicht` schoss es ihm durch den Kopf und ging leise durch den Flur zu seinem Zimmer. Traurig blickte sein Freund ihm hinterher. So gern er ihm geholfen h�tte, aber Albanac w�rde momentan jede Hilfe ablehnen. Leise pfiff er nach seinem Pferd und lehnte sich gegen einen Baum. Sacht kraulte er die Stirn seines Pferdes und dachte nach. `Es muss doch einen Weg geben ihm zu helfen `dachte er sich und schlief �ber diesem Gedanken ein.
In seinem Zimmer angekommen, legte sich Albanac auf sein Bett und starrte an die Decke. Ein Sturm tobte in seinem Inneren. Trotz der vielen Gef�hle, f�hlte er sich innerlich leer und kalt. Nichts schien mehr wichtig. Selbst die Angriffe und Sticheleien von Finrod wurden ihm egal. Ein paar Stunden sp�ter schlief er ersch�pft ein.
Den ganzen Tag hatte sich Albanac in seinem Zimmer aufgehalten. Lustlos sa� er vor seinem Kamin und blickte reglos in die Flammen. Leise ging Ithilden zu ihm und kniete sich neben ihn. Es schmerzte ihn sehr seinen Freund so zu sehen. *Albanac ... geh doch etwas raus...*
*ich will nicht* erwiderte Albanac und blickte ihn mit leeren Augen an und starrte dann weiter ins Feuer. `so kann es nicht weitergehen dachte sich Ithilden und fasste einen Entschluss. *ich werde gehen und mit ihr reden*
*nein...*rief Albanac pl�tzlich und blickte ihn fast erschrocken an. Immer noch klang die Warnung in seinem Ohr und Ithilden sollte sich nicht in Gefahr bringen. *mich wird niemand sehen...ich bin ein Waldelb das sagt doch jeder ...und ich wei� wie jeder Waldelb mich zu verbergen* erwiderte er ruhig und l�chelte ihn an. Er musste einfach etwas unternehmen. So konnte es nicht weitergehen. Seine Sorge das sein Freund daran zerbrechen k�nnte war einfach zu gro�. Unsicherheit lag in Albanacs Blick. Wie gern w�re er selber gegangen, aber vielleicht hatte sie ihn schon vergessen. Vielleicht gab es einen Anderen in ihrem Leben und sie wollte deswegen nicht mit ihm gehen. Der Gedanke das sie ihn vielleicht schon vergessen hatte, fra� sich tief in sein Herz und der unbeschreibliche Schmerz sie verloren zu haben, kehrte zur�ck.
*ich sehe deine Unentschlossenheit. Lass mich gehen und ich verspreche dir auf mich und auf sie zu achten* Langsam nickte Albanac und hoffte inst�ndig, dass es Ithilden gelingen w�rde sie ihm zur�ckzubringen.
*passe auf dich auf die Sterne sollen dich begleiten* fl�sterte er leise und sah ihn mit einem fast flehenden Blick an. Wenn seinem Freund nun auch noch etwas zusto�en w�rde, dann h�tte er f�r immer alles verloren was ihm wichtig war. L�chelnd erhob sich Ithilden und rannte eilig aus dem Schloss. Sich noch einsamer f�hlend ging Albanac ans Fenster und konnte ihn noch in den Wald laufen sehen.
Den ganzen Tag war Mela mit ihren Gedanken bei Albanac. Die Zeit ohne ihn wurde immer schmerzhafter und die Stunden kamen ihr eher wie Tage vor. Immer wieder blickte sie zum Ward und die Traurigkeit setzte sich immer tiefer in ihrem Herzen fest. Ihre Eltern bemerkten ihre Verschlossenheit, aber deuteten es in die falsche Richtung. Zum Gl�ck, denn sonst h�tten sie ihre Tochter gleich in die Stadt geschickt. Als endlich die D�mmerung hereingebrochen war, setzte sich Mela ans Fenster und blickte nach drau�en. Nebel zog �ber den Feldern auf und bedeckte alles wie mit einem Schleier. Fr�h an diesem Abend hatten sich ihre Eltern zur�ckgezogen. Vorher verriegelten sie die T�r und sahen sie noch ein Mal warnend an. Ver�ngstigt blickte sie zu Boden und kauerte sich auf der Fensterbank zusammen. So sa� sie da noch eine Stunde, immer lauschend in die Richtung des elterlichen Schlafzimmers. Leise erhob sie sich, packte ein paar pers�nliche Sachen in ihren kleinen Lederbeutel und versteckte ihn in einem Geheimfach im Schrank. Danach setzte sie sich wieder an Fenster und hoffe so sehr auf ein Zeichen von Albanac. Sie wusste sie sehr er leiden w�rde und ihr Herz krampfte sich bei dem Gedanken zusammen. Leise zog sie ihre Beine an, legte ihren Kopf auf ihre Knie und weinte innerlich.
Leise lief Ithilden durch den Wald. Immer in den Schatten der B�ume verborgen und bis in jede Muskelfaser angespannt. Endlich erreichte er den Waldrand und blickte zum Dorf. F�r einen Moment hilflos wirkend, blickte er sich um und schlich langsam weiter. `Wie soll ich sie hier nur finden` dachte er sich und lehnte sich kurz an eine Mauer.
Aufmerksam suchte er das Dorf nach einem Hinweis nach Mela ab und wenn er noch so klein war. Irgendwie musste es m�glich sein sie hier zu finden.
Vertr�umt schaute Mela zum Dorf und immer mehr Lichter wurden gel�scht. Den Klang der Kirchturmuhr hatte sie gar nicht wahrgenommen, aber es musste Mitternacht sein. Pl�tzlich zuckte sie zusammen und sah noch ein Mal genauer hin. Da lehnte jemand an einer Mauer, aber sie konnte nicht erkennen wer es war. Sofort h�pfte ihr Herz in die H�he. Nur einer w�rde dieses Wagnis eingehen um sie zu sehen und blitzschnell rutschte sie von der Fensterbank. Ganz leise �ffnete sie das Fenster, kletterte hinaus und lehnte es wieder so dicht wie m�glich an. Auch Ithilden hatte etwas bemerkt und blickte zu der H�tte, aus der jemand aus dem Fenster kletterte. Er wusste nicht warum, aber er war sich sicher, dass das nur Mela sein konnte. Eilig lief er einen Bogen zum Wald zur�ck und wartete unruhig auf sie. Mela hatte der Schatten der sich bewegt hatte aus den Augen verloren, aber dennoch lief sie in den Wald, um Albanac endlich wieder in die Arme schlie�en zu k�nnen.
~Albanac...?~
*ruhig ich bin es ich tue euch nichts* fl�sterte Ithilden und legte ihr die Hand auf den Mund. Erschreckt und erfreut schaute sie ihn an. Schnell lie� er sie wieder los und l�chelte sie an *verzeiht*
*kommt ..nicht hier..* fl�sterte die zur�ck, ergriff seine Hand und zog ihn tiefer in den Wald. Leise folgte er ihr und sah sie fragend an. Nach ein paar Metern setzte sich Mela auf den Boden und fragte ungeduldig * wie geht es Albanac?*
Ithilden sah sie kurz an und schwieg. Noch immer verstand er nicht was hier vor sich ging.
*was ist mit ihm...sagt es mir bitte* sagte sie voller Sorge.
*es geht ihm gut...er ist unverletzt im Schloss angekommen* erwiderte er leise und noch immer hatte er viele Fragen an sie. Nur sie ihr alle zu stellen traute er sich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Erleichtert atmete sie auf * dem Himmel sei Dank. Aber was macht ihr hier? es ist zu gef�hrlich*
*gef�hrlich...ich habe schon schlimmeres erlebt* erwiderte er mit einem L�cheln und blickte kurz zum Dorf. Mela folgte seinem Blick und sah ihn flehend an. Jeden Augenblick konnte jemand aus dem Dorf pl�tzlich hier auftauchen und dann g�be es f�r beide keine Rettung.
bitte...ihr m�sst wieder fort von hier...hier seid ihr nicht sicher*
*gef�hrlicher als im Schloss in Finrod�s N�he kann es nicht sein* sagte er mit einer Ruhe in der Stimme die sie verwundern lie�. So gelassen hatte sie ihn noch nicht erlebt. Vor allem nicht, wenn es um Finrod ging. Zu gut konnte sie sich noch an das Zusammentreffen der beiden im Schloss erinnern. *aber warum seid ihr nun hier?*
*um euch zu fragen ob ihr mit mir kommt. Albanac braucht euch und au�erdem wenn es so gef�hrlich hier ist warum seid ihr dann noch an diesem Ort?* fast z�rtlich nahm er ihre Hand und sah ihr in die Augen. Zu gut konnte er verstehen das Albanac diese Frau liebte und er w�rde alles tun um sie ihm zur�ckzubringen.
Traurig blickte Mela auf den Boden und schluckte die Tr�nen hinunter. Sie w�rde so gern alles hinter sich lassen, aber noch war nicht der richtige Zeitpunkt.
*ich kann nicht ....noch nicht ....ich muss warten bis sich das Dorf beruhigt hat und sie nicht mehr auf Schritt und Tritt beobachten* versuchte sie ihm zu erkl�ren.
*geht doch einfach...sie werden euch bestimmt nicht folgen* schlug er vor und wollte sich erheben. Entsetzt sch�ttelte sie den Kopf und zog ihn wieder zu sich auf den Boden
*sie werden mich dann finden und ich bringe alle in Gefahr ...ich liebe Albanac so sehr und das kann ich nicht ...es darf ihm nichts geschehen* sagte sie schluchzend und die Tr�nen hatten den Kampf gewonnen. Hemmungslos rollten sie ihr �ber die Wangen und tropften ihm auf den Handr�cken.
*bitte...vertraut mir...ich komme sobald ich kann* sagte sie leise und blickte ihn durch einen Tr�nenschleier an. Sie litt genauso unter der Trennung wie Albanac und sp�testens jetzt wusste Ithilden, dass Mela Albanac �ber alles liebte.
*Eure Abwesenheit schmerzt ihn mehr als alles andere...er..* stockte er und sprach lieber nicht weiter. Ihr Leiden wollte er nicht noch vergr��ern, denn in ihren Augen lag der gleich Schmerz, den er bei Albanac gesehen hatte. Ihr das zu sagen, w�rde sie mehr verletzten als alles andere. Er mochte Mela sehr und h�tte sie am liebsten sofort mit ins Schloss zur�ckgenommen, aber er musste sich ihrem Willen und Wunsch f�gen.
Pl�tzlich schreckte Mela zusammen als sie nicht weit entfernt ein Ger�usch h�rte. Schnell legte sie Ithilden ihre Hand auf den Mund und sah sich �ngstlich um. Ithilden spannte seine Muskeln an und schaute aufmerksam um sich. Flach atmend sa� sie da und war starr vor Angst. Ein Bewohner des Dorfes kam nicht weit von ihnen aus dem Wald und ging direkt auf die Taverne zu. Um die H�tte Mela�s Eltern machte er einen gr��eren Bogen und bemerkte nicht das angelehnte Fenster.
*wisst ihr nun was ich meine ? deswegen kann ich nicht weg* fl�sterte sie als der Mann weit genug entfernt war. Leise seufzte Ithilden und nickte *ich akzeptiere euren Willen.. aber ihr w�ret sicher bei uns*
*ich w�rde aber nicht lebend bei euch ankommen....sie werden mich t�ten... erst meine Magie und nun meine Liebe zu Albanac*
*das lasse ich nicht zu...* erwiderte er entschlossen und sah sie aufmunternd an.
*jede Sekunde denke ich an ihn ...bitte sagt ihm das... ich werde zu ihm zur�ckkommen sobald ich kann* sagte sie verzweifelt und w�nschte sie nichts sehnlicher als bei Albanac zu sein.
*ich werde es ihm sagen*
*danke....ich muss zur�ck bevor mich jemand vermisst... achtet bitte auf ihn... es ist alles was ich habe* fl�sterte sie wieder und Tr�nen rollten ihr �ber das Gesicht. Sacht erhob sie sich und blickte zu ihm auf.
*ich werde auf ihn achten. Das verspreche ich. Egal was kommen wird*
Mit zittrigen Fingern tastete sie nach ihrer silbernen Kette und nahm sie ab. Ein kleiner Anh�nger in Form einer Muschel hing an ihr. Sacht nahm sie Ithilden�s Hand und legte die Kette hinein.
*gebt ihm diese Kette Ich h�nge an ihr und Albanac soll sie haben als Zeichen meiner Liebe zu ihm. Meine Eltern wissen nichts von dieser Kette Sie ist ein Geschenk meiner Gro�mutter*
*ich werde sie ihm geben* sagte er mit belegter Stimme und lie� die Kette in einem Lederbeutel an seinem G�rtel verschwinden. Beruhigt l�chelte sie ihn an.
*ich werde bald bei euch sein und ihn nie wieder verlassen, aber geht jetzt lieber*
Gl�cklich nahm sie ihn zum Abschied in den Arm ohne zu wissen das es das letzte Mal war. Ithilden legte seine Arme um sie und fl�sterte zu ihr
*passt auf euch auf*
*das werde ich...bis bald* Ein letztes mal l�chelte er sie an und verschwand ger�uschlos in den Schatten. Leise lief Mela zur H�tte zur�ck und lauschte. Kein befremdliches Ger�usch war zu h�ren. Lautlos kletterte sie durch das Fenster zur�ck, schloss es und legte sich mit einem Gef�hl des Gl�cks vor den Kamin. Schnell legte sie noch ein bisschen Holz nach und schlief dann l�cheln ein.
Unruhig wanderte Albanac in seinem Zimmer umher und die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Am Liebsten h�tte er gegen die Wand geschlagen, so sehr �rgerte er sich �ber seine eigene Feigheit noch ein mal zu ihr zu gehen. Gedankenverloren blickte er aus dem Fenster `ich kann nicht ohne dich nicht mehr sein, oh Mela ich liebe dich doch so sehr` dachte er und Tr�nen der Trauer und Verzweiflung kullerten aus seinen Augen.
Z�gig eilte Ithilden zum Schloss zur�ck und �berlegte sich verzweifelt wie er das nun Albanac beibringen sollte. So sehr hoffte er doch, dass sie nun bei ihm war.Ungeduldig und innerlich nerv�s stand Albanac am Fenster und sein Herz h�rte fast auf zu schlagen vor Schmerz, als er Ithilden allein kommen sah. Entschlossen betrat der Waldelb Albanac�s Zimmer und ging auf ihn zu.
*sie wird bald bei dir sein mein Freund...zweifle nicht an ihrer Liebe...sie ist stark genauso wie sie und nun wenn du sie liebst dann sei es auch*
Traurig lie� Albanac den Kopf h�ngen und schloss f�r einen kurzen Augenblick die Augen. Zu grausam war der Anblick ihn allein stehen zu sehen. Sacht nahm Ithilden seine Hand und legte die Kette, die Mela ihm gegeben hatte, hinein.
*sei stark mein Freund...bald ist sie bei dir* Wehm�tig betrachtete er den kleinen Anh�nger und dr�ckte die Kette an sein Herz
*danke Ithilden...* murmelte er fast zu leise und blickte sehns�chtig aus dem Fenster. Stumm stand Ithilden neben ihm und hoffte mit ganzem Herzen das der Kummer und das Leid seines Freundes bald beendet sein m�ge. Die n�chsten Tage wurde f�r alle nur noch schlimmer. Jeder litt tausend Tode vor Sehnsucht. Albanac versuchte sich krampfhaft mit Unterrichtsstunden abzulenken, aber gelingen wollte es nicht. Immer wieder schweiften seine Gedanken zu Mela und alles um ihn herum wurde unwichtig. Auch Finrod konnte ihm in diesem Zustand nichts mehr anhaben. Absolute K�lte und Leere waren in seinem Herzen. Das einzige was er noch sp�rte war der Schmerz der Sehnsucht. Die Stunden schlichen nur so dahin. Wann konnte er sich endlich wieder in den Arm nehmen. Wann w�rde sie endlich bei ihm sein. Immer wieder geisterten diese Gedanken in seinem Kopf herum. Jede erdenkliche Gelegenheit nutze er die kleine Kette in seinen H�nden zu halten um sie so ein bisschen bei sich zu sp�ren. Sobald er die kleine Muschel ber�hrte, strahlte sie eine ungew�hnliche W�rme aus und Albanac �berkam das Gef�hl, dass Mela jetzt bei ihm war. Er konnte sie fast sp�ren, ihr lachen h�ren das so glockenklar klang, den Duft ihrer Haut riechen. Vertr�umt setzte er sich auf den Boden und schloss die Augen. Ithilden versuchte seinen Freund so gut es ging abzulenken, aber Albanac zog sich immer mehr in sich zur�ck. Seit dem letzten Treffen hatte er nichts mehr gegessen und kaum geschlafen. Zu sehr hielten ihn seine Gedanken davon ab. Nach ein paar Tagen hielt er den Zustand einfach nicht mehr aus. Es musste sie einfach sehen. Egal wie, aber er musste zu ihr. Heimlich schlich er sich aus dem Schloss und lief in den Wald. Aber er durfte nicht. Er konnte nicht zu ihr. Ihre Worte klangen noch in seinen Ohren und er wollte sie auf keinen Fall in Gefahr bringen. Lautlos ging er durch die B�ume mit dem festen Willen sich vom Dorf fernzuhalten. Er bemerkte gar nicht wie er sich instinktiv dem Dorf n�herte. Verzweifelt ballte er seine Hand zur Faust und �rgerte sich �ber seine eigene Schw�che nicht bei ihr zu sein. Mela erging es nicht anders. Sie litt still und leise und ertrug all die Beschimpfungen ihres Vater ohne ein Wort des Widerspruchs. Als ihr Bruder noch am Leben war, wagte ihr Vater es nicht so mit ihr umzugehen, aber nun war sie allein. Selbst ihre Mutter war ihr keine Hilfe. Den ganzen Tag war Mela nerv�s und k�mpfte darum es sich nicht anmerken zu lassen. Verzweifelt suchte sie einem Weg dem ganzen zu entkommen. Wenn es eine Chance gab, dann war sie an dem heutigen Tag. Es hatte sich im Dorf wieder beruhigt und sie wurde nicht mehr mit Argusaugen beobachtet, aber die Unsicherheit blieb. Dennoch beschloss sie heute Nacht f�r immer das Dorf zu verlassen. Sobald die Dunkelheit herein gebrochen war, wollte sie zu Albanac. Zu lang war sie schon von ihm fort und die Sehnsucht nach ihm war kaum noch auszuhalten. Nach dem Mittagessen legten sich ihre Eltern, wie jeden Sonntag, zur Mittagsruhe. Leise ging sie zur T�r und lauschte. Ihr Herz pochte so laut, dass sie Angst hatte ihre Eltern k�nnten es h�ren. Aber kein Ger�usch drang durch die T�r und erleichtert atmete sie auf.Endlich konnte sie in den Wald und die Einsamkeit genie�en. Kurz dachte sie an ihren Lederbeutel, aber den w�rde sie erst heute Nacht brauchen. Inst�ndig hoffte sie darauf Albanac oder Ithilden zu treffen, denn nachts hatte sie Angst allein im Wald. Aber auch wenn sie nicht dort w�ren, sie w�rde das Dorf verlassen. Leise verlie� sie, mit ihrem Schwert in der Hand, die H�tte und blickte zum Dorf hin�ber. Alles war still und friedlich. Niemand schien etwas von ihrem Vorhaben zu merken. Erleichtert rannte sie zum Wald und blieb erst stehen als sie au�er Sichtweite war. Endlich war sie wieder allein. So frei hatte sie sich schon lange nicht mehr gef�hlt und genoss die Stille des Waldes. Langsam ging sie immer tiefer und bemerkte pl�tzlich einen Schatten. Instinktiv wusste sie wer das nur sein konnte und ihr Herz machte einen Luftsprung vor Freude. ~Albanac?~ Wie erstarrt blieb Albanac stehen und konnte es gar nicht glauben ~Mela..~ St�rmisch rannte sie auf ihn zu und fiel ihm gl�cklich um den Hals.
*oh Albanac, ich habe dich so vermisst...*
Gl�cklich schlang er seine Arme um sie und hielt sie fest *Mela, Mela...ich bin so froh dich zu sehen* Freudentr�nen schossen in seine Augen. Auch Mela konnte es noch gar nicht glauben ihn endlich wieder im Arm zu haben und k�sste ihn innig. Erst jetzt wurde ihr bewusst wie sehr sie ihn vermisst hatte. Leidenschaftlich erwiderte Albanac ihren Kuss und hielt sie weiter fest an sich gedr�ckt. Nie wieder w�rde er sie loslassen. Sacht l�ste sie sich von ihm und blickte ihn vorwurfvoll und besorgt zugleich an.
*was machst du hier so weit weg vom Schloss?* fragte sie ihn und strich ihm liebevoll �ber die Wange.
*ich will nicht im Schloss sein. Ich.. Ich will einfach bei dir sein.. Ich halte das nicht mehr aus* stotterte er und sah ihr hilflos in die Augen.
Sie sah ihn an und fasste einen Entschluss. Sie konnte ihn nicht noch ein Mal verlassen. Jetzt musste sie mit ihm gehen und alles hinter sich lassen. Kurz dachte sie an ihren kleinen Lederbeutel, aber den w�rden ihre Eltern wahrscheinlich eh nicht finden.
*ich komme mit....ich gehe nicht mehr zur�ck* sagte sie vorsichtig und strahlte ihn an. *es schlafen alle und niemand hat mich gesehen*
Albanac konnte gar nicht glauben was sie da gerade gesagt hatte und nickt freudig. Eng schmiegte sie sich an ihn. Ihn nach einer ihr endlos erscheinen Zeit wieder in ihrer N�he zu haben erf�llte sie mit mehr Gl�ck als sie es je vermutet h�tte.
*nun kann uns nichts mehr trennen* fl�sterte sie und ihre Augen strahlten nur so vor Gl�ck.
*dann komm...ich will dich nie wieder verlieren* erwiderte er ohne sie loszulassen. Zu sch�n war es sie ihm Arm halten zu k�nnen. Wie lange hatte er auf diesen Augenblick warten m�ssen. Auch wenn es nur ein paar Tage waren. F�r ihn war es eine Ewigkeit.
*nie wieder werde ich dich allein lassen. Ich habe nur an dich denken m�ssen. Es war so furchtbar ohne dich.* sagte sie und erinnerte sich an die schmerzvollen Stunden ohne ihn
*es war mehr als furchtbar du bist mein Leben* fl�sterte er ihn Ohr und dr�ckte sie sacht an sich. Liebevoll blickte sie ihn an und wieder strahlten seine Augen so viel W�rme und Ruhe aus. Wie beim ersten Mal. Alles um sie herum wurde unwichtig, aber pl�tzlich erschrak sie.
*ist Ithilden gesund zum Schloss zur�ckgekehrt?* fragte sie gesorgt. An ihn hatte sie in der ganzen Freude nicht mehr gedacht und ein leichtes Schuldgef�hl nagte an ihr.
*dass ist er * erwiderte Albanac l�chelnd, umfaste ihre Taille und wirbelte sie �berm�tig durch die Luft. Lachend sah sie ihn an und ihre Haare wehten im Wind
*ich liebe dich �ber alles. Mehr als mein Leben* *und ich dich....* sagte er mit einem Glanz in den Augen und stellte sie wieder vorsichtig auf ihre F��e. Tief blickte er ihr in die Augen und f�hlte sich so frei und gl�cklich wie noch nie zuvor. Pl�tzlich schreckte Mela zusammen und sah zum Dorf. Lauter Tumult wurde vom Wind zu ihnen her�ber getragen.
*nein... sie ....wir m�ssen weg* sagte sie panisch, ergriff seine Hand und rannte durch den Wald. Albanac st�rzte ihr hinterher und bereute sein Pferd nicht mitgenommen zu haben. Wie einfach w�re jetzt die Flucht. Die M�nner des Dorfes kamen immer n�her und Mela begriff das sie nicht weit kommen w�rden. Ruckartig blieb sie stehen und sah Albanac an.
*lauf zur�ck Albanac... bitte...sie wollen nicht dich* Kopfsch�ttelnd zog er sie weiter
*ich lasse dich nicht allein*
*lauf ... bitte bring dich in Sicherheit* sagte sie hektisch und lie� seine Hand los. Sie musste ihn sch�tzen, auch wenn es f�r sie keine Rettung gab. Ihm durfte nichts geschehen. Eilig rannte sie weiter und lie� ihn zur�ck. Entsetzt blickte Albanac ihr hinterher. Er konnte sie nicht alleine lassen. Ohne sie wollte und konnte er nicht mehr leben. Ohne sie war alles so leer und tot ihn ihm. Mit einem Satz sprang er auf einen Baum und kletterte von dort aus weiter. Wie ein gejagtes Tier rannte sie durch das Unterholz und konnte die M�nner nicht absch�tteln. Immer wieder versuche sie ihnen zu entkommen, aber es gab kein Entrinnen. Die Panik in ihr wurde immer gr��er als sie umzingelt wurde. `Darauf haben sie also die ganze Zeit gewartet` schoss es ihr in den Kopf und blickte sich nach Albanac um. Als sie ihn nirgends entdecken konnte atmete sie innerlich auf ` ihm darf nichts geschehen` Immer schneller kletterte Albanac durch die B�ume und fluchte stumm als er bemerkte. dass er sein Schwert nicht mitgenommen hatte. Aber auch das konnte ihn nicht davon abhalten zu Mela zu eilen und sie da rauszuholen. Aufgebracht blicke sie die M�nner an und blieb stehen. Sie wusste das sie nicht entkommen konnte. Es gab keinen Ausweg mehr und ihr wurde bewusst, dass sie sterben w�rde und Albanac nie wieder sehen k�nnte. Der Gedanke ihm nun so auf diese Weise entrissen worden zu sein, raubte ihr fast den Atem. Sie hatte nicht den Hauch einer Chance ihm lebe wohl zu sagen. Tr�nen der Verzweiflung rannen ihr �ber die Wangen, die schnell wieder versiegten als sie ihren Vater erkannte. Entt�uscht blickte sie ihn an und sch�ttelte den Kopf. Mit versteinerter Miene sah er zu seiner Tochter ohne auch nur ein Wort zu sagen. Endlich kam Albanac immer n�her und sah wie Mela umzingelt von den M�nnern dastand. Blitzschnell sprang er vom Baum und landete neben ihr. *Mela...*
Entsetzt blickte sie ihn an. *nein Albanac... bitte verschwinde....*
*ich lasse dich nicht allein* entgegnete er und stellte sich dicht neben sie
*du bist wahnsinnig...sie wollen mich und nicht dich.. *sagte sie mit zittriger Stimme und sah die M�nner mit ihren Waffen in den H�nden immer n�her kommen `wenn es einen Gott gibt, dann bitte hilf mir... rette Albanac` bettete sie stumm und blickte kurz zum Himmel.
Fest entschlossen sah Albanac ihr in die Augen und wich keinen Meter zur�ck *nur �ber meine Leiche.. ich liebe dich*
Flehend sah Mela zu ihrem Vater. Noch nie hatte sie ihn um etwas gebeten, aber nun konnte sie nicht anders. Wenigstens Albanac sollte verschont bleiben
*bitte Vater.. lasst ihn gehen...* Ihr Vater hingegen sch�ttelte nur ganz kurz mit dem Kopf und wich ihrem Blick aus. Leise st�hnte Mela auf und suchte einen Weg. Es musste eine M�glichkeit geben ihn zu retten. Immer wieder blickte sie sich um und blieb an Albanac�s Blick haften. ~ich gehe nicht ohne dich~
~wenn du mich liebst dann, bring dich in Sicherheit~
~ich kann nicht.. sie wollen dir wehtun~
~deine Familie wird es mir nie verzeihen~
~das ist mir egal...ich geh nicht ohne dich~
Ithilden hatte inzwischen bemerkt das sein Freund verschwunden war und sah sich suchend um. Er hatte die Hoffnung das er vielleicht nur in den Garten gegangen war, aber sein Gef�hl sprach eine andere Sprache. Er musste also zu Mela gegangen sein und trotz der Vorstellung blieb ein merkw�rdiges Gef�hl. Sicher w�rde Albanac auf sich aufpassen k�nnen, aber irgendetwas stimmte nicht. Nerv�s lief er auf dem Schlosshof umher und dachte nach. Es gab daf�r nur eine Erkl�rung. Es musste etwas passiert sein. Aufgeregt rannte er zu ein paar Elben und versuchte ihnen hektisch, wild gestikulierend begreiflich zu machen das Albanac Hilfe ben�tigte. Verwundert sahen sie ihn an und sch�ttelten mit dem Kopf. Aber Ithilden gab nicht auf. Er dachte an die Warnung die Mela ausgesprochen hatte und redete auf die Elben ein. Sie wollten nicht so recht seinen Worten glauben, aber um ihn zu beruhigen, holten sie ihre Waffen und liefen in den Wald. Erleichtert atmete Ithilden auf und st�rmte ihnen hinterher. Verunsichert stand Mela nur ein paar Schritte hinter Albanac und sah die M�nner verzweifelt an. Sie konnte nicht glauben was geschah. Sie war einen von ihnen und es hatte doch niemand das Recht ihr die Liebe zu einem Elben zu verbieten. Albanac atmete unruhig und sp�rte die Angst in sich. Dennoch blieb er entschlossen stehen und funkelte die Menschen w�tend an. Nur ihre Tat wollte und konnte er nicht begreifen. Wie konnten sie eine ihresgleichen t�ten, nur weil sie einen Elben liebte. Weiter kam Albanac mit seinen Gedanken nicht. Mela sp�rte pl�tzlich einen stechenden Schmerz, als sich ein Pfeil in ihren R�cken bohrte. Ihr Schwert fiel ihr aus der Hand und sie und sackte bewusstlos zusammen. Ruckartig wirbelte Albanac zu ihr herum und schrie
*NEIN MELA*
Sofort wurde er von einem der M�nner angegriffen und zu Boden geschlagen. Sofort sprang er wieder auf seine F��e und der n�chste Schlag streckte ihn nieder
*MELA* schrie er erneut und schlug wie von Sinnen um sich. Verbittert k�mpfte er und sp�rte die Schl�ge nicht mehr die ihn trafen. F�r ihn gab es nur einen Gedanken. Er musste zu ihr. Kraftlos lie� er sich neben sie auf die Knie fallen *Mela...* fl�sterte er leise und strich ihr eine Haarstr�hne aus der Stirn. Trotz der Schmerzen die sich langsam bei ihm meldeten, wehrte er einen weiteren Angriff ab und schwarze Punkte tanzten vor seinen Augen. Alles schrie in ihm, aber er durfte nicht aufgeben. Kreidebleich lag Mela im Gras und k�mpfte den Kampf des Todes. Immer tiefer fiel sie in die Dunkelheit und K�lte erfasste ihre Seele.

Nerv�s rannte Ithilden mit den Elben durch den Wald und sah sich suchend um. Weiter entfernt h�rte er Kampfger�usche und �nderte dorthin die Richtung. Entsetzt blieb er stehen, als er begriff was er sah. W�tend z�ckte er seinen Bogen und schoss auf die Menschen die Albanac angreifen wollten. Zu mehr war er nicht in der Lage und �berlie� es den Elben die Dorfbewohner zu vertrieben. Langsam ging er auf Albanac und Mela zu und es zerriss ihm fast das Herz. `Ich komme zu sp�t` schluchzte er innerlich. Langsam �ffnete Mela die Augen und rang nach Luft. Vorsichtig nahm er sie ihn den Arm und streichelte ihr �ber die Wange.
*Mela...ganz ruhig alles wird gut* fl�sterte er und schluckte die Tr�nen runter.
Ganz ruhig sah sie ihn an und fl�sterte zur�ck * ich muss gehen...* liebevoll umklammerte sie seine Hand und ein L�cheln umspielte ihre Mundwinkel.
*nein... nein lass mich nicht alleine...*erwiderte Albanac und konnte seine Tr�nen nicht mehr zur�ckhalten.
* was....was hei�t ich liebe dich in deiner Sprache...*
*man brauch nicht f�r alles Worte* sagte er mit tr�nenerstickter Stimme und k�sste sie sanft. Z�rtlich erwiderte sie seinen Kuss und sp�rte wie ihre Kraft immer mehr nachlie�
*nein... bitte nicht.. nein...* weinte er und sah sie durch einen Tr�nenschleier an.
*gr�� Palanthil .... ich w�re gern ihre Freundin geworden...*
*das wirst du.. bitte halte durch*
Ithilden stand etwas abseits und k�mpfte ebenfalls gegen die Tr�nen. Vorw�rfe qu�lten ihn `warum hab ich nicht fr�her etwas bemerkt
* Wir sehen uns wieder....* sagte sie mit weicher Stimme und dr�ckte seine Hand. Mit letzter Kraft blickte sie zu Ithilden und l�chelte schwach. *passt auf ihn auf....*
*ich habe es euch versprochen* erwiderte er leise und wischte sich die Tr�nen aus dem Gesicht.
Z�rtlich hielt Albanac ihre Hand fest und zog sie sacht an sich *ich liebe dich...* Ein letztes Mal blickte sie ihm in die Augen und l�chelte sanft *ich liebe dich...*
*ich will nicht ohne dich leben...*fl�sterte er und k�sste ihr auf die Stirn. Langsam fielen Mela die Augen zu und die Kraft entwich ihrem K�rper. Mit dem Gef�hl der Liebe in ihrem Herzen starb sie in Albanac�s Armen. Fassungslos schrie Albanac auf und rief immer wieder ihren Namen. Das was er man meisten geliebt hatte, war ihm genommen worden und nichts hatte mehr Bedeutung in seinem Leben. Nach und nach nahm Verzweiflung und Leere seine Seele ein.
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