Disclaimer: Mir gehört niemand der hier drinne erwähnt wird... und ich hatte etwas Hilfe mit der NC17 Szene, da meine Gehirn ständig auf Prüde geschaltet hat und das nachdem ich schon erfolgreich so eine Szene geschrieben hatte...
Beta: niemand

Internet

Sam hatte es sich vor ihrem Computer bequem gemacht und sah sich auf einer der vielen Seiten zur Serie, die man dazu entwickelt hatte das SGC besser zu verheimlichen zu können, um. Sie hatte die Aufgabe übernommen, zusammen mit dem Rest von SG-1 und ein paar anderen im SGC, sich um die Fan-Arbeit zu kümmern. Wer weiß, vielleicht hatte irgendein Fan eine absolut praktische Idee, wie man gegen die Goa'uld vorgehen konnte. Und die ganzen FanFics waren ja auch nicht von schlechten Eltern. Am meisten hatten es ihr die Sam/Martouf-Shipper angetan. Sie hatte sich auf einer Mailingliste dazu eingetragen. Sie rief nebenbei ihre Mails ab und wollte gerade in das Forum gehen, als sie Martouf's Stimme vernahm: "Hallo Samantha. An was arbeitest du gerade?"

Sie drehte sich um und drückte vorher noch das entsprechende Feld an. "Hallo Martouf. Es ist schön dich mal wieder hier zu sehen. Ist mein Vater auch mit hier?" Während Sam Martouf begrüßte, schenkte sie ihm eines ihrer Lächeln.

In dem Moment betrat ihr Vater den Raum und begrüßte sie: "Hey Sammy. Wie geht's dir so?"

"Oh mir geht's gut. Ich arbeite nur an einer zusätzlichen Aufgabe. Wir haben unsere Abenteuer off-world in eine Serie gepackt und..." Während Sam das sagte drehte sie sich um, um auf den Computer zu zeigen. Dabei fiel ihr auf, dass sie auf das falsche Feld gekommen war und anstatt im Forum zu landen war sie auf der Seite mit den Bildern angekommen. Im Vordergrund war ein Bild von JR Bourne zu sehen. Sie klickte schnell auf den Icon, der sie zum Forum brachte und setzte ihre Erklärung fort: " ...und ich und ein paar andere hier im SGC, wir kümmern uns um die Welt der Fans im Internet."

"Hört sich interessant an. Und das kann man im TV sehen? Was passiert den so alles in der Serie?", fragte Jacob nach.

Martouf und Lantash bekamen davon nicht allzu viel mit. Sie waren mehr mit der Frage beschäftigt, warum die Person auf dem Bild eine solch große Ähnlichkeit mit ihm hatte.

"Nun ja. Meistens werden die Abenteuer von SG-1 off-world verfilmt. Manchmal spielt das Hauptgeschehen aber hier im SGC. Je nachdem welches Ereignis gerade näher betrachtet wird. Es kommen aber auch schon mal Episoden vor, die wir nicht erlebt haben oder es wird etwas umgeschrieben. So dass man das ganze nachstellen kann.", erklärte Sam ihrem Vater.

In dem Moment ertönte das Signal dafür, dass alle Mails fertig herunter geladen waren. Sie drehte sich von ihrem Vater wieder weg und wechselte das Fenster zu dem des Outlooks, wo sie sich ansah, was alles für Mails gekommen waren. Von der Mailingliste, auf der sie war, waren ein paar Diskussionen zur bevorstehenden Convention in Vancouver gekommen und auch ein paar neue FanFiction waren dabei.

Als Jacob den Betreff der Mail sah musste er schmunzeln. Ihm kam ein Gedanke, was er machen konnte. Um das ganze in Bewegung zu setzen sagte er: "Ich kenne noch jemand, der sich dafür interessieren würde."

Martouf, der bis dahin geschwiegen hatte, sah Jacob verwirrt an. Er wusste nicht worüber Jacob redete und was dieser damit gemeint hatte. Er schob seine Verwirrung beiseite und fragte Sam: "Warum sah mir die Person auf dem einen Bild eben so ähnlich?"

Sam war sich nicht ganz sicher ob Martouf Englisch lesen und schreiben konnte, aber angesichts seiner Frage vermutete sie, dass dies nicht der Fall war, da er sie ansonsten wohl eher über seinen Namen bei der Mailingliste und bei dem Banner der Seite gefragte hätte. So antwortete sie nur: "Das ist ein Schauspieler. Sein Name ist JR Bourne. Er spielt unter anderen in der Serie mit, die wir auf die Beine gestellt haben."

"Was ist ein Schauspieler?" Weder Martouf noch Lantash hatten eine Ahnung wovon Sam sprechen könnte.

"Wie erkläre ich das am besten. Ein Schauspieler spielt eine andere Person, nach einer Vorgabe, dem so genannten Drehbuch. Das ganze wird gefilmt und später im Kino oder im Fernsehen gezeigt. Es ist zur Unterhaltung gedacht."

"Aha... Muss ich das jetzt verstehen?" Martouf verstand nicht so ganz wie Sam das meinte und auch Lantash wusste nicht weiter.

"Das beste wird sein, wenn du so etwas mal siehst. Vielleicht ist ja Zeit dafür da." Sagte Sam. An ihren Vater gewandt fragte sie: "Dad, wie lange wollt ihr denn bleiben? Man könnte das ganze ja damit verbinden, dass Martouf etwas mehr von der Erde sieht, als das Innere vom SGC."

"Nun ich hatte vor Mark zu besuchen. Ich denke mal du hast genug Zeit Martouf die Gegend zu zeigen. Ich werde mit George alles regeln.", sagte Jacob mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Wenn Sam den Hinweis verstanden haben sollte, dann könnte schon alles so laufen wie er es sich gedacht hatte. Jetzt musste er nur noch alles mit George regeln. Er machte sich auch sofort auf dem Weg zu George Hammond's Büro.

Gen. Hammond's Büro

"George, was würdest du davon halten, wenn Sam Martouf etwas mehr von der Erde zeigt, als diese grauen Wände? Und außerdem ist er gerade etwas verwirrt darüber, was ein Schauspieler ist, nachdem Sam versucht hat ihm zu erklären was genau das ist.", fragte Jacob seinen langjährigen Freund.

Der Angesprochene schien kurz zu überlegen und stimmte dann zu: "Was kann es denn schaden? Ich werde ein paar Sachen für Martouf zusammen suchen lassen, denn in der Tok'Ra-Uniform, kann er nicht da draußen rumlaufen."

"Wer ist eigentlich auf die Idee mit der Serie gekommen?", versuchte Jacob so beiläufig wie möglich zu fragen.

"Ich denke Major Carter ist auf die Idee gekommen. Zusammen mit Cassandra. Es bringt einen ungemeinen Vorteil. Immer wenn jemand off-base von dem Projekt spricht, denken alle, dass er über die Serie spricht."

"Ja das hat seine Vorteile, auch wenn Selmac immer noch nichts in der Öffentlichkeit zu sagen hat. Ich werde Sammy bescheid sagen und dann auch schon zum Flughafen gehen. Wir sehen uns dann in einer Woche." Mit diesen Worten stand Jacob auf und verlies das Büro.

***

Sam schloss ihre Haustür auf und deutet Martouf an einzutreten. Sie betrat den kleinen Flur nach ihm und schloss die Tür hinter sich. Sie nahm Martouf die Jacke ab und hängte diese, zusammen mit ihrer eigenen, an die Garderobe. Sie führte ihn in das Wohnzimmer und fragte: "Möchtest du etwas trinken? Bier? Wasser? Saft?"

"Ja gerne. Wasser wäre fein.", antwortete Martouf unsicher. Er hatte sich schon immer gefragt, wie die Erde wohl außerhalb des SGC's aussehen würde und er hat sich schon immer gewundert an was für einem Ort Samantha wohnen würde. Nun bekam er seine Antworten.

Etwas später kam Sam mit zwei, mit Wasser gefüllten, Gläsern zurück. Sie gab Martouf eins und setzte sich zu ihm auf die Couch. Eine unangenehme Stille breitete sich zwischen den beiden aus. Nach einer Weile sagte Sam: "Du wolltest doch wissen was ein Schauspieler ist, oder? Ich denke ich kann dir am besten erklären, was das ist, wenn du siehst, was das Endprodukt davon ist. Die Schauspieler und Schauspielerinnen schlüpfen je nach Drehbuch dabei immer in eine andere Rolle und aus dem Drehbuch entsteht dann, durch die Aufnahmen die von den Schauspielerin in ihren Rollen gemacht werden, ein Film oder eine Folge einer Serie." Sam sah kurz auf ihre Uhr und fuhr dann fort: "Es ist jetzt 20.10 Uhr. Gleich fängt eine Wiederholung von der Serie an, von der ich gesprochen habe, als ihr angekommen seid. Ich glaube heute kommt ... wie passend das mal wieder ist... heute müsste die Doppelfolge 'Die Tok'Ra' kommen. Darin geht es darum, wie wir damals auf euch getroffen sind."

Sam schaltete den Fernseher ein und erklärte Martouf noch ein paar grundlegende Dinge über die Serie. Martouf hatte Sam ja früher am Tag nicht zu gehört, als sie ihrem Vater erklärt hatte worum es in der Serie geht. Kurz darauf fing die Folge auch schon an. Martouf sah die Erinnerung interessiert an und erinnerte sich an jenen Tag. Unglaublich, dass eine so kurze Zeitspanne zu einem wichtigen Bündnis werden konnte.

Martouf bekam nun zum ersten Mal mit, was vor dem Zeitpunkt passiert war, als sie zum ersten Mal Kontakt mit dem Tau'ri hatten und wie das alles aus der Sicht dieser gewirkt hatte. Es bot einen komplett anderen Blickwinkel, den weder Martouf noch Lantash richtig verstehen konnten. Beide waren schon lange Tok'Ra und konnten sich ein Leben ohne den anderen kaum vorstellen. Mit der Zeit wurde ihm auch klar, was Samantha damit gemeint hatte, was Schauspieler sind. Diese Ereignisse sind alle nachgestellt worden und Schauspieler haben die Rollen der Personen übernommen. Es war fast wie bei einigen Spionen, nur das, wie Samantha es erklärt hatte, der Text und die Aktionen sowie die Reaktionen schon vorgegeben waren. Er versuchte sich innerhalb des gezeigten zeitlich zurecht zu finden und sich daran zu erinnern, was als nächstes passierte und gesagt wurde.

Er war etwas verwirrt, als die Folge durch eine Werbepause unterbrochen wurde und Sam hatte hart damit zu kämpfen nicht los zu lachen. Es schien als wenn Martouf und Lantash die Bedeutung der Werbung nicht verstehen würden. Aber andererseits hatten sie noch nie in ihrem Leben, solang es auch schon andauerte, etwas mit Werbung zu tun gehabt.

Da beide einen langen und anstrengenden Tag hinter sich hatten, schliefen sie auf der Couch, aneinander gelehnt, ein.

***

Lantash erwachte am nächsten Morgen und sah sich verwirrt um. Nach ein paar Sekunden fiel ihm wieder ein, wo er sich befand. Er bemerkte, wie Sam an ihn gelehnt schlief. Er genoss das Gefühl so dicht bei ihr zu sein. Wann bekam er schon die Chance, dass Sam an ihn gelehnt schlief? Plötzlich fiel ihm eine Sorgen erregende Tatsache ein. Hatten die Tau'ri nicht den Stützpunkt der Tok'Ra gezeigt? OK, sie waren schon weiter gezogen, aber die meisten Schauspieler, wie Samantha sie nannte, hatten große Ähnlichkeit, mit den aktuellen Wirten. Bestände dadurch nicht auch die Gefahr der Entdeckung? Lantash versuchte Martouf aus seinem Schlaf auf zu wecken, aber dieser drehte sich nur mental um und schlief weiter. Lantash versuchte es noch ein paar Mal und gab es dann auf. Martouf war morgens einfach nicht wach zu bekommen. Damit Martouf im Moment nichts anzufangen war, entschloss sich Lantash Sam zu fragen, ohne vorher über das Problem mit Martouf gesprochen zu haben. Es war ja nicht seine Schuld, dass Martouf so ein Morgenmuffel war.

Er drehte sich ein wenig, so dass er Sam richtig sehen konnte. Bevor er sie weckte beobachtete er sie noch für einen Augenblick. Sie sah so friedlich aus, wenn sie schlief. Lantash seufzte und wünschte sich, dass er wissen würde, was sie für Martouf und ihn empfindet. Ob sie ihre Gefühle erwiderte. Aber weder Martouf noch er brachten den Mut auf, sie danach zu fragen. Dann versuchte er sie zu wecken, indem er leise, in der Nähe ihres Ohres, sagte: "Samantha."

Dies hatte zur Auswirkung, dass sie sich etwas drehte und etwas vor sich hinmurmelte. Durch das gute Gehör, dass Lantash sein eigen nannte, konnte er noch verstehen, was sie gesagt hatte: "Noch 5 Minuten, Daddy, dann komme ich sofort."

Er wusste nicht was er damit anfangen sollte. Nach kurzer Zeit des Überlegens, beschloss er sie danach zu fragen. Zunächst aber sagte er leise zu ihr: "Erstens bin ich nicht dein Vater und zweitens habe ich da eine Frage."

Dieses mal drehte Sam sich nicht um sondern schlug die Augen auf und stellte fest, dass sie auf ihrer Couch eingeschlafen war. Sie wunderte sich an was sie sich angelehnt hatte und wer dazu ihr sprach. Sie drehte sich zurück und sah in die Augen von Martouf. Sie versank in dem grau und blieb reglos an ihm gelehnt.

Lantash besann sich auf seine Frage und unterbrach den Moment der Stille: "Ist es nicht gefährlich, den Standort der Tok'Ra zu verwenden? Und was ist mit den... wie nanntest du es? Schauspielern?... jedenfalls haben sie alle eine große Ähnlichkeit zu den aktuellen Wirten. Was ist, wenn das ein Goa'uld oder gar ein Systemlord sieht? Damit wären unsere Identitäten aufgedeckt."

"Nun ja. Da hast du recht, aber nenne mir einen Goa'uld oder Systemlord, der sich für die Unterhaltung oder die Technologie oder überhaupt die Erde im ganzen, interessiert. Das SGC und SG-1 ausgenommen. Und wenn nicht gerade einer hier auf der Erde herumlungert wie Seth, dann weiß ganz sicher keiner der Goa'uld über unsere kleine Serie. Aber ich werde diesen Einwand General Hammond vortragen.", sagte Sam.

Sie hielt die Unterhaltung für beendet und wollte aufstehen, als Lantash fragte: "Warum hast du eben, als ich dich wecken wollte, gesagt: Noch 5 Minuten, Daddy, dann komme ich runter?"

Sam sah ihn an und antwortete mit einer Gegenfrage: "Habe ich das gesagt?" Als Lantash diese Frage mit einem Nicken beantwortete sagte Sam: "Nun, dass letzte mal, dass ich geweckt worden bin, die Akademie ausgenommen, war ich noch in der Schule und wenn mein Vater daheim war hat er mich geweckt. Gewöhnlich wollte ich noch etwas schlafen. Durch das Training im Militär bin ich dann daran gewöhnt worden auch ziemlich früh auf zu stehen."

Lantash nahm dies mit einem Schmunzeln war und sagte dann: "Also so ein Langschläfer wie Martouf bist du nicht. Schön zu wissen, dass ich da nicht ganz allein bin."

Diese Aussage quittierte Sam mit einem Lachen "Martouf ist ein Langschläfer? Das passt ja wirklich hervorragend. Ich nehme an du liebst es in den frühen Morgenstunden aufzustehen." Mit diesen Worten ging Sam Richtung Küche und fragte Lantash, bevor sie darin verschwand, noch: "Irgendwelche Wünsche für's Frühstück?"

"Was isst man den auf der Erde zum Frühstück?", fragte Lantash während er Sam in die Küche folgte.

Sam begann sich einen Kaffee zu machen und zählte Lantash ein paar Dinge auf: "Nun ja. Manche essen gar nichts zum Frühstück. Dann essen welchen gebratenen Speck. Andere essen Müsli, Cornflakes und was weiß ich nicht alles zusammen mit Milch. Wiederum andere essen Pfannkuchen mit Marmelade, Schokolade und was man da so alles draufmachen kann..."

Als Sam das Wort Marmelade erwähnte kam Lantash eine Idee. Bevor Sam mehr aufzählen konnte fragte er: "Was hast du denn alles für Marmelade?"

Sam öffnete daraufhin den Kühlschrank und kramte etwas darin herum. Immer wenn sie ein weiteres Marmeladenglas in der Hand hatte, sagte sie Lantash um was es sich handelte: "Also ich habe hier... Himbeermarmelade...mmh.. das kann gleich draußen bleiben. ... Dann hätte ich noch... wer hat das denn gekauft??? Johannisbeermarmelade... das esse ich doch nicht... was soll's... und hier haben wir noch Erdbeermarmelade."

"Johannisbeere?", fragte Lantash mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Ich denke ich werde diese einmal ausprobieren."

Sam verstand nicht warum Lantash grinsen musste. Sie vermutete aber mal, dass sie noch früh genug den Grund dafür erfahren würde.

Ein paar Minuten später aßen beide ihre Pfannkuchen mit Marmelade und unterhielten sich über die Unterschiede zwischen den Tok'Ra und den Menschen auf der Erde.

Sam erklärte Lantash gerade das Prinzip des Geldes und der reichen Leute, wobei sie am meisten auf die Unterhaltungsbranche ging, als Martouf aufwachte. Noch halb im Schlaf fragte er Lantash: >Was isst du denn da?<

>Och nur etwas typisches für die Tau'ri. Es heißt Pfannkuchen. Man kann es mit Marmelade bzw. Schokolade essen< sagte Lantash mehr beiläufig als informierend.

Nach einiger Zeit fragte Martouf: >Was isst du zu den Pfannkuchen?<

>Nichts weiter besonderes... nur etwas Johannisbeermarmelade.< während er dies sagte, sah er Martouf mit einem mentalen Grinsen an und schob sich den nächsten bissen in den Mund.

>JOHANNISBEERMARMELADE????? Lantash du weißt ganz genau, dass ich die hasse! Wie konntest du??? Das ist total unfair...<

Bevor Martouf sich weiter in beschweren konnte, sagte Lantash: >Wer wollte heute morgen denn weiterschlafen? Du oder ich? Und da ich mir nun mal aussuchen durfte, was wir essen, habe ich mir eben das ausgesucht.<

Sam bemerkte, dass Lantash ihr nicht mehr richtig zu hörte. Als sie ihn ansah konnte sie den Grund erahnen. Martouf war mit aller Wahrscheinlichkeit aufgewacht. Über was sie sich wohl unterhielten? Als sich wieder das Grinsen auf Lantash's Gesicht bildete, fragte Sam: "Über was amüsierst du dich denn so, Lantash?"

"Martouf ist gerade aufgewacht und ich muss gestehen, dass er Johannisbeermarmelade verabscheut. Ich habe ihn erst mal erzählt, was es gerade zum Frühstück gibt und habe ihn anschließend wieder halbwegs beruhigt. Er hätte ja immerhin aufwachen können, als ich ihn wecken wollte."

Nun fing auch Sam an zu grinsen. "Das nenne ich wirklich fies. Da bin ich ja wirklich froh, dass ich nicht an Martouf's Stelle bin."

"Wir necken uns öfters mal auf diese Weise. Und ich liebe es auszunutzen, dass Martouf ein Langschläfer ist. Dafür hat er andere Methoden mich zu ärgern.", erklärte Lantash.

Sam konnte ihr Lachen kaum unter Kontrolle halten. "Sagt mal, wie häufig spielt ihr euch denn solche Streiche? Ich würde ja zu gern wissen, was euch alles einfällt um den anderen einen Streich zu spielen."

"Bei Gelegenheit werden wir dir ein paar erzählen. Wir können aber auch anders. Manchmal, wenn eine absolut langweilige Besprechung oder Unterhaltung stattfindet oder wir uns aus irgend einem anderen Grund langweilen, da reden wir über andere Tok'Ra... ich denke dein Vater sagte tratschen dazu... Jedenfalls ist es sehr amüsant... Manchmal diskutieren wir auch darüber wer gut mit wem zusammen passen würde.", erklärte Martouf nach einer Pause weiter.

Das brachte Sam wieder zum Grinsen: "Schade, dass ich als Schüler kein Wirt gewesen bin. Vom ganzen Wissen mal abgesehen, hätte man mitten im Unterricht über Lehrer lästern können, ohne das diese es bemerken... Und ich hätte ein paar Arbeiten nicht schreiben brauchen... Ich meine wenn man sich den Körper teilt, kann man genauso auch so was teilen..."

"Oh ja... so was kann man zur genüge machen. Über andere Leuten reden, selbst wenn die in unmittelbarer Nähe sind, ohne das die was davon wissen. Aber was für Arbeiten hast du gemeint?", fragte Martouf.

Sam klärte ihn daraufhin auf: "Mit Arbeiten meine ich... Arbeiten. Sie sind dazu da um zu überprüfen, ob die Schüler sich mit dem Unterrichtsstoff befassen und man gibt darauf Noten. Die Noten sind abhängig davon, wie gut ein Schüler in der jeweiligen Arbeit war."

"Auf was für Arbeiten hättest du denn verzichtet?" Martouf war neugierig, welches Gebiet ihr nicht so gut lag.

Sam antwortete darauf: "Es war unterschiedlich... manchmal hatte ich null bock auf irgendwelche Aufsätze die wir schreiben mussten oder es wurde gerade irgendein idiotisches Thema behandelt. Es kam aber nur selten vor."

Nach dem Frühstück ging es erst einmal daran Martouf das Verhalten in der Öffentlichkeit und wesentliche Dinge zu erklären. Man konnte ja nie ahnen, wie verschieden die Kulturen waren. Das meiste davon verstanden die beiden relativ schnell. Was sie aber verwirrte, war die Tatsache, dass es viele verschiedene Kulturen in Amerika und auf der Welt gab. Ein großes Problem bereitete es ihm aber auch sich vorzustellen, dass es nahezu genauso viele Sprachen auf der Welt gab. Wozu nutzte so etwas denn? Es hinderte doch nur die Kommunikation.

Am Nachmittag kam Daniel vorbei und half Sam bei der Erklärung.

"Die vielen Sprachen und Kulturen begründen sich zum Teil darauf, dass sich verschiedene Kulturen entwickelt haben. Schon zur Zeit des alten Ägyptens gab es verschiedene Kulturen und Sprachen... Die Sprache ging meistens mit einer Religion einher. Die meisten aktuellen und auch frühere Kriege gingen nicht auf die Sprache zurück sondern viel eher wegen der anderen Kultur. In den meisten Religionen heißt es, dass es nur einen Gott gibt und man nur an diesen Glauben darf. Es gibt 3 große Religionen, die auseinander hervorgegangen sind. Trotzdem kämpften die Anhänger dieser Religion gegeneinander...", versuchte Daniel ihm die Komplexität der Kulturen auf der Erde zu erklären.

Martouf war etwas verwirrt über diese neuen Informationen, schob diesen Wahnsinn auf die Dummheit die scheinbar einem Teil der Menschheit zu Grunde lag. Aber er wusste nun immer noch nicht, warum hier in diesem... wie nannte Samantha es?... Land?... in diesem Land so viele Kulturen lebten. "Samantha sagtest du nicht, dass in diesem Land hier auch viele Kulturen zusammen leben?", fragte Martouf.

Sam atmete erst einmal tief durch und überlegte, wie sie diese Frage beantworten konnte: "Das stimmt schon, aber Amerika wurde 1492 erstmals entdeckt und später besiedelt. Die meisten die hier leben, kommen aus den unterschiedlichsten Ländern und mit ihnen kamen die ganzen Religionen. Es gab aber schon Ureinwohner hier. Man hatte einen blutigen Krieg gegen sie geführt und viele der Bevölkerungsgruppen ausgelöscht oder in Reservate umgesiedelt. Man musste sich erst geistig weit genug entwickeln um zu bemerken was man da überhaupt getan hat. Diese Einsicht kam für viele aber zu spät. Sie kam Jahrhunderte später in die Sinne der ganzen Bevölkerung. Aber selbst heute gibt es noch Leute die das nicht so sehen."

Während Daniel Martouf und Lantash weitere Aspekte der Geschichte und der Kulturen auf der Erde erklärte, kümmerte Sam sich wieder um ihre Arbeit im Internet. Sie lud sich die neusten Mails runter und sah auf die anderen Seiten im Netz, die sei regelmäßig besuchte.

Als sie ihre Mails durchlas fiel ihr wieder ein, was ihr Vater gesagt hatte: "Ich kenne noch jemand, der sich dafür interessieren würde."

Wen hatte er wohl damit gemeint? Vielleicht Martouf und Lantash? Bestand die Möglichkeit dazu? Oder interpretierte sie zuviel in den Satz? War es vielleicht möglich?...

Nein, Sam konnte sich nicht so einfach auf eine Aussage von ihrem Vater verlassen. Aber wie konnte sie ihre Frage beantworten?

Während sie weiter überlegte sah Sam sich die Mails an. In der letzten Mail gab es eine Umfrage: 'Wie soll Martouf wieder kommen?'

Auf einmal kam ihr eine Idee. Sie konnte einfach eine kleine Umfrage daraus machen. Sam beantwortete die Mail und las sich anschließend den neusten Teil einer FF im Forum durch. Bevor sie off-line ging, schrieb sie noch schnell Feedback dazu. Ihr gefiel die Idee, dass Jolinar wieder auftaucht. Der neue Teil war einfach lustig. Da beißt Jolinar einfach in Sam's Pulsader. Die Autorin Ghani leistete durchaus gute Arbeit.

Als sie wieder in das Wohnzimmer zurückging waren Daniel und Martouf in eine Diskussion über die alten Religionen im Vergleich zu den Goa'uld versunken. Sam setzte sich zu ihnen und hörte zu. Vielleicht kommt einem das eines Tages zu gute. Man konnte ja nie wissen.

Als Sam in die Küche ging um Kaffee und Tee zumachen, Martouf und Lantash waren auf den Geschmack von Tee gekommen, bemerkte sie, dass es schon dunkel draußen war. Ein Blick auf die Uhr in der Küche verriet ihr, dass es schon 2200 war.

Während der Kaffee durchlief und der Tee zog, ging Sam wieder in die Stube und sagte: "Ist euch schon mal aufgefallen, wie spät es schon ist?"

"Nein. Wie spät ist es denn?", fragte Daniel.

Sam warf demonstrativ einen Blick auf ihre Armbanduhr und sagte dann: "Es ist jetzt 5 nach 10."

"So spät schon? Ich wollte heute Abend noch eine Doku über die Maya auf dem Discovery Channel ansehen. Ich gehe dann mal." Mit diesen Worten verabschiedete sich Daniel von den beiden.

Etwas später war dann auch der Kaffee durchgelaufen und der Tee hatte lang genug gezogen. Sam und Martouf machten es sich auf der Couch gemütlich und Martouf kam nun endlich in den Genuss die Musik der Erde zu hören. Sam erklärte ihm, während sie die Musik startete: "Es gibt auf der Erde so ziemlich alles an Musik. Angefangen mit den Werken, der Komponisten der vergangenen Jahrhunderte bis zu der heutigen facettenreichen Musik. Auf der CD sind die unterschiedlichen Gruppen mit ihren Liedern vertreten. Es sind viele gute Stücke drauf."

Martouf hörte eine Zeitlang der Musik zu. Der Liedtext faszinierte ihn. Er schien etwas auszusagen. Es ging um das Thema Liebe vermutete Martouf. Die Aussage des Textes war, dass Niemand alleine sein wollte. Martouf und Lantash sinnierten weiter über den Sinn des Textes und kamen wieder zurück zu der Frage, was Samantha für sie empfand. Oder war sie vielleicht sogar mit jemanden zusammen? O'Neill vielleicht? Oder konnte es sein, dass sie ihre Gefühle erwiderte? Weder Martouf noch Lantash wagten dies zu hoffen.

Sam unterbrach ihre Gedankengänge, als sie fragte: "Es gibt da auf einer der Seiten, die ich im Rahmen der Nachforschungen zur Meinung der Fans öfters mal ansehe, eine Umfrage. Mich würde interessieren, was du antworten würdest."

"Ich kenne mich mit der Serie aber nicht so gut aus. Um was geht es denn genau?", fragte Martouf verwirrt.

Sam kaute auf ihrer Lippe um nicht zu viel Hoffnung in die Frage mit reinzulegen: "Es geht um Beziehungen in die ich kommen könnte. Zur Auswahl des Partners stehen: Jack O'Neill, Narim, ihr beide oder irgendjemand anderes."

Ohne weiter über die Antwort nachzudenken sagte Martouf: "Also ich würde uns als Antwort bevorzugen." Momente später fiel ihm sein Fehler auf. Er machte sich Vorwürfe so leichtfertig geantwortet zu haben. Was wenn sie ihre Gefühle nicht teilte? Ein Teil von ihm (nicht Lantash!) fragte leise aber bestimmt: 'Was wenn doch?'

In Sam hallte ein Freudenschrei wieder. Es bestätigte ihre Vermutung, oder wohl eher Hoffnung auf das, was ihr Vater gemeint hatte. Aber eine innere Stimme in ihr fragte immer noch, was ist, wenn er ihre Gefühle nicht erwiderte.

Es gab nur eine Möglichkeit die letzten Zweifel aus dem Weg zu räumen. Sie musste es riskieren. Aber konnte sie das auch durchziehen? Was wenn er ihre Gefühle doch nicht erwiderte? Aber hätte er dann so geantwortet? Sicher nicht. Sie konnte nur sicher gehen, wenn sie alles riskierte. Mehr als blamieren konnte sie sich nicht. Sie nahm all ihren Mut zusammen und beugte sich langsam vor.

Martouf und Lantash Gedanken waren so blank, dass sie anfangs nicht mitbekamen, wie Sam's Lippen sanft ihre berührten. Sie reagierten erst darauf, als Sam den Kuss beenden wollte. Sie konnten ihr Glück nicht fassen. Dieser Kuss konnte nur bedeuten, dass Sam ihre Gefühle erwiderte.

Sam wollte schon enttäuscht den Kuss beenden, als Martouf eine Reaktion zeigte. Ihre Gefühle fuhren Achterbahn mit ihr.

Der anfangs zärtliche Kuss gewann mit der Zeit an Intensität und wurde immer leidenschaftlicher. Langsam begannen Sam's Hände Martouf's Rücken hoch zu wandern, während die von Martouf sich unter den Saum von Sam's Shirt schoben und anfingen sanft ihre Haut zu massieren. Während Sam's Hände Martouf's Kopf näher zogen, forderte Sam's Zunge Einlass in seinen Mund. Er konnte nicht anders und gewährte ihr diesen.

Unterdessen wanderten Martouf's Hände langsam Sam's Rücken hoch und runter. Sam machte sich daran Martouf seines T-Shirts zu entledigen. Sie warf es in die nächst beste Ecke und bewunderte Martouf's muskulösen Bauch. Mit ihren Händen drückte sie ihn runter auf die Couch.

Während sie sich weiter voller Leidenschaft küssten, machte sich Martouf nun seinerseits daran Sam ihr T-Shirt auszuziehen. Nachdem er es ihr über den Kopf gezogen hatte, warf er es ebenfalls achtlos zur Seite. Er bewunderte ihren Oberkörper und begann anschließend damit ihre rechte Schulter zu küssen und wanderte dabei Richtung Nacken. Die sanften Küsse entlockten Sam ein paar Seufzer.

"Martouf...", versuchte Sam stockend zu sagen, "Martouf... vielleicht sollten wir... das ins Schlaf... ins Schlafzimmer... verlegen..."

Dieser schien ihrer Meinung zu sein. Binnen weniger Sekunden hatte er die Frau in seinen Armen auf die Couch gedrückt, erhob sich, nahm sie auf den Arm und trug sie in den oberen Stock, jedoch ohne die geteilten Küsse zu beenden.

Als Sam im dunklen Schlafzimmer auf ihrem Bett landete und in die grauen Augen des muskulösen Mannes über sich blickte, konnte sie nicht fassen, was sie hier tat. Binnen weniger Minuten hatte sich ein Traum von ihr (... und ganz sicher auch, der vieler Fans) in die Realität geschlichen und war nun im Begriff ausgelebt zu werden.

Die glühenden Augen ihres Gegenübers leuchteten auf und rissen sie wieder aus ihren Überlegungen. Lantash musterte sie für einen kleinen Moment, bevor er sich mit den Worten "So schön... so liebevoll" wieder ihrem Hals zu wandte. Die metallische Stimme des Symbionten hatte etwas anziehendes an sich, sie war so kräftig, zeugte von Stärke, versprach Leidenschaft, aber auch den Willen für Überzeugungen einzutreten, sogar zu sterben. Was Samantha in diesem Moment betraf, so zeugte sie nur von einem. Lantash hatte die Kontrolle und war der stürmische Teil der beiden im Bett. War Martouf eben sanft, zärtlich und liebevoll gewesen, so benahm sich der Symbiont wie ein kleines wildes Tier, seine Küsse waren leidenschaftlicher, trotz, dass er darauf achtete der Frau in seinen Armen nicht weh zu tun, schaffte er es sie in den Wahnsinn zu treiben. Die Art der Liebe war vollkommen anders und doch genauso schön und begehrenswert.

Jetzt jedoch wollte Sam nicht nur geliebt werden, sie wollte selbst in Aktion treten. Inzwischen hatte sich Lantash ihren Brüsten zu gewandt, verwöhnte diese mit intensiven Küssen und Saugbewegungen, während seine Hände sich mit ihren Beinen beschäftigten und sie kaum noch einen einigermaßen klaren Gedanken fassen ließen.

"Lanta... bitte.", stöhnte sie vor sich hin, während sie sich unter seinen Liebkosungen räkelte, sie wollte mehr von der sanften Tortur. Der Symbiont schien dies zu merken, kurzzeitig erhob er seinen Kopf und ließ von ihren, von Erregung zeugenden, Brüsten ab und lächelte sie verschwörerisch an, nur um sich dann wieder demselben Spiel zu zuwenden.

Sam wollte sich nicht mit der Rolle der Verwöhnten zufrieden geben und begann damit in seinen Haaren zu wühlen, ihre Beine um seinen Körper zu schlingen und sich fest an ihn zu drücken. Seine Wirkung hatte dies auf jeden Fall nicht verfehlt, er war so überrascht, dass er kurzzeitig die Kontrolle verlor, somit auch seine 'Verteidigung', und im Handumdrehen auf dem Rücken lag, über ihm eine blonde Schönheit, die nicht so schnell die Herrschaft aufgeben würde.

Sie erhob sich von seinem Körper, grinste ihn diabolisch an, musterte ihn abschätzend und wandte sich dann seiner Brust zu. Jetzt war er an der Reihe 'verhört' zu werden.

Die metallische Stimme hörte sich unter Erregung noch viel besser an. "Samantha, bitte, lass mich...", weiter kam er nicht mehr, etwas zwischen seinen Beinen wurde sanften Liebkosungen ausgesetzt.

"Nein, jetzt seit ihr an der Reihe.", schnell wurde das Glied in ihrer Hand größer und härter.

Martouf schien, auch wenn er nicht die Kontrolle über seinen Körper hatte, nur einen Gedanken fassen zu können und dieser bestand an das, was gerade passierte. Ohne darüber nach zu denken, zog Lantash seine Geliebte zu sich, um ihr einen stürmischen Kuss zu geben, wieder schaffte er es, sie auf den Rücken zu drängen und er begann damit sich ihren Schenkeln zu widmen, in dem er sie zärtlich küsste, sich mit seinen Händen erogeneren Zonen widmete und von den Lauten Samanthas noch mehr erregt wurde.

Langsam wurde Samantha klar, dass sie dieses Spiel nicht mehr lange aushalten würde, als die Liebkosungen des Tok'Ras plötzlich abrupt endeten. Als sie sich verwirrt nach dem Grund dafür umsah, fand sie einen faszinierten Mann, der nackt vor ihr hockte und ihren Körper erneut eingehend musterte.

"Du bist so schön, Samantha, wieso haben wir nur so lange damit gewartet?", fragte er schwer atmend.

"Weil die Produzenten dieses Films verrückt sind und mich mit Jack zusammen bringen wollen.", erwiderte sie liebevoll lächelnd und krabbelte auf seinen Schoß, um dort seinen steifen Penis in sich einzuführen.

Ein angenehmes Gefühl durchflutete ihren Körper, noch nie hatte sie sich so sicher, so gut aufgehoben, in den Armen eines Mannes gefühlt. Für einen kurzen Moment genossen beide das vollkommene Gefühl, bevor Lantash begann einen Rhythmus vorzugeben, dem sich Sam schnell anpasste. Lantash verbiss sich im Hals seiner Geliebten, liebkoste ihn, als würde sein Leben davon abhängen und flüsterte immer wieder ihren Namen. Ihr Rhythmus, die Bewegung ineinander, wurde immer schneller, bis sie spürte, dass sie ihn nicht mehr lange halten konnte, Lantash schien es nicht anders zu gehen. Einen kurzen Augenblick später ergoss sich Martouf's Samen in Samantha und beide erlebten einen Augenblick, der einem Feuerwerk gleichkam. Auch wenn der Höhepunkt als solcher für gewöhnlich in seiner Art und Länge überschätzt wurde, dieser traf genau die Beschreibungen.

Nach einer kleinen Verschnaufpause schafften sie es sich unter die Bettdecke zu manövrieren und eng aneinander gekuschelt einzuschlafen.

***

Als Sam aufwachte, wunderte sie sich auf was sie lag. Es war definitiv nicht ihr Bettlacken, denn das fühlte sich ganz sicher nicht so... so... ihr fiel kein Vergleich ein, aber jedenfalls war es mit Sicherheit nicht ihr Bettlaken. Sie öffnete vorsichtig ihre Augen und sah ihre Decke und etwas, das aussah wie ein menschlicher Körper. Eine Sekunde später kamen ihre Erinnerungen an den letzten Abend und die letzte Nacht wieder und sie wusste um wen es sich handelte. Sie drehte sich so, dass sie nicht mehr an Martouf runter sah sondern in sein Gesicht. Er schlief noch. Während Sam damit beschäftigt war sein Gesicht anzusehen wunderte sie sich, ob Martouf und Lantash einen gemeinsamen Traum hatten oder jeder seinen eigenen. Sie kam mit ihren Überlegungen aber nicht weit, da Martouf (oder war schlief der mal wieder länger?) aufwachte.

Er schien etwas desorientiert, doch als er Sam sah erinnerte er sich, wo er war.

"Morgen", sagte Sam zu ihm.

Lantash zog sie zu sich und gab ihr einen Kuss bevor er sagte: "Einen wunderschönen guten Morgen"

>Ich will auch mal<, sagte sofort ein noch verschlafen klingender Martouf.

>Ach, schon wach?<

>Ja schon wach... ich Samantha auch einen guten Morgen wünschen<

Lantash wollte es gerade ausrichten, als Martouf in die gemeinsamen Gedanken sagte: >Ich würde es gerne persönlich machen<

>Wenn ich das aber machen will?<

>Das ist mein Körper, also entscheide ich... gib mir die Kontrolle<

Lantash gab widerwillig die Kontrolle an Martouf ab. Warum muss er auch immer wach sein, wenn sie mit einer so wunderschönen Frau im Bett lagen. Wenn es mal wichtig war, dann lies er sich nicht stören, aber bei so was... Lantash fand es ungerecht, dass es immer so war.

Samantha sah, wie Martouf's Kopf sich nach vorn beugte. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Martouf jetzt die Kontrolle übernommen hatte.

"Ich wünsche dir auch einen schönen guten Morgen.", sagte er kurz darauf und lies es sich nehmen ihr einen weiteren Guten Morgen Kuss zu geben.

Sam sah ihn mit strahlenden Augen an und sagte: "Und für dich auch ein Morgen."

So lagen sie eine Zeit dar und sahen sich einfach nur an. Nach einiger Zeit fragte Sam: "Hab ich nur das Gefühl oder streitet ihr euch gerade um die Kontrolle?"

Martouf nahm sich noch die Zeit zu Lantash zu sagen: >Du bekommst die Kontrolle noch früh genug zurück< dann sagte er zu Sam: "Ich befürchte, dass du nicht nur das Gefühl hast. Lantash fühlt sich mal wieder unheimlich benachteiligt."

>Ist ja auch kein wunder, wenn du immer so lange wie möglich schläfst, aber sobald wir mit einer so wunderschönen Person, die wir lieben, in den Armen liegen bist du auf einmal ein Frühaufsteher... Da ist es doch kein Wunder. Alles ist gegen mich. Gib mir doch mal wieder die Kontrolle... bevor du noch alles herumdrehst.<

>Ich alles herumdrehen? So was mache ich nie!<

>Ach? Und was war das dann als wir von...<

Lantash kam gar nicht dazu den Namen auszusprechen, da zog sich Martouf schon zurück und sagte wütend: >Du musst jedes Mal darauf rumreiten, oder? Hier hast du die Kontrolle... Ich hoffe, dass du jetzt glücklich bist<

>Martouf so war das nicht gemeint... < Martouf zeigte keine Reaktion darauf. Lantash verlor mit der Zeit die Geduld und sagte, bevor er die Kontrolle übernahm: >Dann sei doch eben beleidigt<

"Martouf bekomme ich auch noch eine Antwort?", fragte Sam jetzt schon zweiten mal. Er schien in einer Diskussion mit Lantash zu stecken. Sam überlegte, über was die beiden sich wohl genau streiten würden, als Lantash plötzlich fragte: "Was wolltest du wissen?"

"Ich wollte nur wissen, warum du dich benachteiligt fühlst", stellte Sam ihre Frage noch mal.

"Och das liegt nur daran, dass Martouf wie gesagt ein Langschläfer ist, aber sobald wir ein Bett mit einer so wunderschönen Frau wie dir teilen, dann mutiert er zum Frühaufsteher und beansprucht die Kontrolle für sich. Und ich fürchte, dass er jetzt beleidigt ist, weil ich einen Punkt angesprochen habe, wo er sämtliche Tatsachen verdreht hatte."

"Das hört sich nicht gerade gut an. Worum ging es denn?", fragte Sam neugierig.

"Er hat zwei Symbole vertauscht und wir sind auf einem Planeten gelandet, auf dem es mehrere Grad unter Null waren und zu allem Überfluss war das DHD noch defekt. Mal davon abgesehen hatten wir nicht allzu dicke Kleidung an. Und später hat er die ganze Schuld auf mich geschoben.", erklärte Lantash mehr nebenbei.

>Ja und ohne mich würdest du dich immer noch über die Kälte beklagen. Wer von uns beiden kam denn auf die rettende Idee?<, warf Martouf mental ein. >Gib mir die Kontrolle, damit ich das auch richtig stellen kann...<

Sam bemerkte, dass Lantash abwesend wirkte. Scheinbar gab es wieder einen Streit darum, wer die Kontrolle haben würde. Sie überlegte, was sie tun könnte und ihr erster Gedanke war, dass ein Kaffee mit Sicherheit gut tun würde.

Sie setzte sich auf und sagte: "Martouf, Lantash, während ihr euch weiter um die Kontrolle streitet mache ich mir erst mal einen Kaffee und etwas Frühstück. Teilt mir das Ergebnis mit und bei Gelegenheit auch, was ihr zum Frühstück wollt."

Die angesprochenen unterbrachen ihre Diskussion und sahen zu, wie Sam aufstand und ihre Sachen zusammen suchte und sich anschließend anzog. Ihr Blick verfolgte, wie Sam Richtung Tür lief und durch diese verschwand.

>Das ist alles deine Schuld. Wenn du nicht so egoistisch wärst und mir mal die Kontrolle gegeben hättest, wäre sie jetzt nicht gegangen.< sagte Martouf in die geteilten Gedanken hinein.

Lantash antwortete darauf mit einem schnippischem: >Das glaubst aber auch nur du!<

>Sei nicht so rechthaberisch<

So stritten die beiden noch eine Weile.

***

Sam lies den Kaffee durchlaufen und schaltete das Radio in der Küche an. Sie entschloss sich dafür, dass sie es bei dem Kaffee belassen würde und wartete darauf, dass dieser fertig durchlief.

Während sie wartete, wunderte sie sich warum sich die beiden um die Kontrolle stritten. Doch nicht etwa wegen ihr? Sam fand es als ergreifend, dass beide in ihrer Nähe die Kontrolle haben wollten. Aber irgendwie mussten sie sich doch einigen können. Am Abend zuvor und in der Nacht ging es doch auch. Warum also nicht jetzt?

Während Sam weiter nachdachte, hörte sie abwesend, wie der Moderator im Radio die Zeit verkündete. Da sie diese nur halb mitbekommen hatte, sah sie auf die Uhr, die in ihrer Küche hing und stellte überrascht fest, dass es schon kurz nach 12 Uhr war. Hatten sie wirklich so lange geschlafen?

Ihre Gedanken wurden durch das Klingeln des Telefons unterbrochen. Es stellte sich heraus, dass es sich um Janet handelte: "Sam? Ich bin es Janet. Könntest du auf Cassie aufpassen? Wir evakuieren gerade einen Planeten und ich weiß noch nicht, wann ich hier fortkomme."

"Sicher kann ich das. Ich weiß nur nicht, wie sie auf Martouf reagieren wird."

"Besten Dank. Wir haben ihr ja schon erklärt, was die Tok'Ra sind. Sie wird es schon nicht schwer nehmen. Ich werde Cassie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Sie kommt dann rüber."

"Ja gut. Also ich glaube ich bin froh, dass General Hammond mir die Tage freigegeben hat, in denen ich Martouf die Erde zeigen soll. Hört sich ja wirklich nach Arbeit an. Wir sehen uns. Und viel Spass noch."

"Danke und tschüß... muss los die nächste Fuhre ist grade angekommen."

Damit legte Janet auf und das Gespräch war beendet. Sam legte ebenfalls auf und sah, wie Martouf die Treppe herunterkam.

Sam überlegte wie man den Streit beilegen konnte, jedoch fiel ihr nicht mehr ein, als Kontrollzeiten einzuführen und das war etwas was sie selbst nicht wollte. Eine weitere Lösung wäre ja immer noch, dass Sam sich aussucht, wer die Kontrolle hat. Immerhin stritten sie sich ihretwegen. Aber dies wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein weiterer Streitpunkt, da man es so hätte auslegen können, dass Sam einen der beiden mehr liebt, was ganz und gar nicht der Tatsachen entsprach. Beide hatten ihre Vorzüge. Aber wie konnte man sonst einen Streit zwischen einen Symbionten und seinem Wirt beenden?

Während sie nachdachte sah sie weiter in die Richtung von Martouf. Dieser sah sie mit einen fragenden Blick an und als Sam nicht darauf reagierte fragte er: "Mit wem hast du geredet?"

Sam registrierte anfangs nicht, dass Martouf sie etwas gefragt hatte. Bevor er seine Frage jedoch wiederholen konnte sagte sie: "Was? Ach so ja. Janet hat angerufen. Sie hat gefragt, ob ich auf Cassie aufpassen könnte, da sie noch nicht weiß, wann sie nach Hause kommt, da gerade ein Planet evakuiert wird. Zum Glück wohnen die beiden gleich nebenan."

>Wer ist Janet?< fragte Lantash verwirrt.

>Keine Ahnung. Vielleicht meint Samantha die Ärztin im SGC. Soweit ich weiß heißt sie Janet.<

>Und wer ist Cassie?<

>Also alles kann ich ja nun auch wieder nicht wissen, Lantash< antwortete Martouf gereizt. Sie waren nur zu einem Waffenstillstand gekommen. Eine genaue Lösung mussten sie noch finden und bis dahin konnte jeden Augenblick ein neuerlicher Streit ausbrechen.

>Dann frag sie mal<

"Lantash würde gerne wissen, wer Cassie ist.", sagte Martouf daraufhin zu Sam.

Sam sah Martouf einen Moment lang an und erklärte dann: "Sie ist die einzige Überlebende eines Massaker von Niirti gewesen. Die ganze Zivilisation von Hanka, so nannten sie den Planeten, und ein SG-Team kamen dabei ums Leben. Man hatte ihr eine Bombe eingepflanzt in der Hoffnung, dass unser Stargate für immer verschlossen bleiben würde."

"Oh. Kein sehr schönes Erlebnis." Martouf wusste nicht, was er sonst noch hätte sagen können. Was soll man zu so etwas denn sagen?

Sam unterbrach seine Gedanken, als sie fragte: "Habt ihr beide euren Streit beendet?"

"Was? Nein, wir haben nur einen vorübergehenden Waffenstillstand zustande gebracht.", bekam Sam als Antwort.

Auf ihrem Gesicht zeigt sich ein kleines Lächeln: "Ist doch besser als gar nichts. Vielleicht finden wir ja noch eine Lösung."

Mit diesen Worten sah sie auf ihre Uhr. Es war jetzt 1215. Es würde also noch mehr als 1 Stunde dauern, bis Cassie Schulschluss hat. Sie beschloss, dass man auch jetzt schon an der Idee einer Lösung arbeiten könnte und schlug daher vor: "Bis Cassie Schulschluss hat haben wir noch über 1 Stunde und ich weiß nicht, ob sie gleich rüberkommt, was uns vielleicht sogar noch mehr Zeit gibt. Auf jeden Fall können wir uns ja mal überlegen, wie wir euren kleinen Streit beenden können ohne das nur ein Waffenstillstand herrscht. Wie habt ihr das eigentlich zustande gebracht?"

"Nun ja, weder Lantash noch ich wollten, alleine in dem Bett bleiben. Darum haben wir beschlossen uns anzuziehen und das ich die Kontrolle übernehme, da es ja mein Körper ist. Diese Einigung ist aber nur vorübergehend und ich weiß nicht, wann wir wieder anfangen uns um die Kontrolle zu streiten, wenn ich ehrlich bin.", erklärte Martouf.

>Man kann nur einen Konflikt lösen, wenn man die Meinung beider Seiten kennt. Leider hörst du nicht meinen Argumenten zu. Nun erklär mir mal bitte, wie wir uns da einigen wollen? Gib mir mal die Kontrolle.< beschwerte sich Lantash sofort.

>Was soll das heißen, ich höre mir deine Argumente nicht an? Mir bleibt ja gar nichts anderes übrig, mit dir in meinem Kopf.<

>Ach? Trotzdem ignorierst du sie. Das kommt auf dasselbe hinaus. Und jetzt gib mir mal die Kontrolle.<

>Nein, ich habe sie jetzt.<

Sam bemerkte, wie Martouf sich mit Lantash unterhielt. Seinem Gesichtsausdruck zufolge stritten die beiden wieder. Das konnte ja noch herrlich werden. Wie sollte sie das je in den Griff bekommen.

"Martouf?", fragte Sam vorsichtig um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.

>Warum musst du denn jetzt unbedingt die Kontrolle haben? Du kannst sie doch immer haben, wenn du willst, wenn wir bei den Tok'Ra.<

>Samantha ist aber nicht bei den Tok'Ra und ich denke sie will etwas von dir. Zum Beispiel deine Aufmerksamkeit.< beendete Lantash vorerst den Streit. Er wusste weder ein noch aus.

"Was?", fragte Martouf verwirrt.

"Ich hatte über mögliche Lösungen für euer Problem nachgedacht. Zum einen kam mir in den Sinn, dass man Zeiten verabreden könnte und zum anderen, dass ich sage wer die Kontrolle hat. Beides scheint mir jedoch nicht so ganz angepasst und daher habe ich diese beiden Ideen sofort wieder verworfen. Also müssen wir das Problem an der Wurzel anpacken.", sagte Sam.

Martouf sah sie nun noch verwirrter an: "An der Wurzel anpacken? Ich wusste nicht, dass Probleme Wurzeln haben."

"Das ist eine Redewendung. Damit meinte ich, dass wir die Ursache des Streites finden sollten.", erklärte Sam, "Anschließend könntet ihr dann einen Kompromiss schließen."

Daraufhin sah Martouf leicht beschämt auf den Boden. Konnte er ihr wirklich sagen, dass sie sich um die Kontrolle wegen ihr stritten? Der Grund war einfach zu kindisch um ein wirklicher Grund zu sein. Warum stritten sie eigentlich darüber? Martouf wusste es nicht.

Sam beobachtete Martouf die ganze Zeit über, wie er, mit dem Blick auf den Boden gerichtet, nachdachte. Sie beschloss die Zeit etwas zu verkürzen und ihm mitzuteilen, was sie dachte, dass der Grund war: "Also wenn ich der Grund für euren Streit bin, dann wundert es mich, dass es gestern Abend so wunderbar mit der Kontrolle geklappt hat und ihr euch nicht darum streiten musstet, es jetzt aber tut. Das ist doch kindisch."

Martouf sah Sam erschrocken an. Sie wusste warum Lantash und er stritten? Und sie fand das genauso kindisch. Aber sie hatte recht. Gestern Abend und auch in der Nacht hatte es keinen Streit gegeben. Das hatte erst heute morgen angefangen. Vielleicht lag es ja auch nur daran, dass es neu für Lantash und ihn war, neben Samantha aufzuwachen. Vielleicht.

>Das könnte wirklich eine Erklärung sein. Warum ich da noch nicht drauf gekommen bin.<

>Lantash bitte, ich versuch nachzudenken um eine Lösung zu finden.<

>Immer noch? Ich kenn sie schon. Wir legen einfach den Streit bei und vertragen uns wieder. Wir beide sind morgens nicht immer gut drauf und wir beiden lieben Samantha. Vielleicht waren wir auf uns eifersüchtig. Also Friede?<

>Friede< sagte Martouf erleichtert. Warum haben sie es sich bloß so kompliziert gemacht? Lantash hatte recht, sie beide liebten Samantha. Und wenn sie sich schon einen Körper teilten, wurde das auch nicht allzu schwer.

Sam sah, wie Martouf's Lippen ein Lächeln bildeten. Offenbar hatte er seinen Streit mit Lantash ad acta gelegt.

"Interpretiere ich dein Lächeln richtig, wenn ich vermute, dass ihr euch jetzt wieder vertragt?", fragte Sam sichtlich erleichtert.

Martouf sah Sam an und sagte: "Wir haben gerade Frieden geschlossen und fragen uns, wie es zu diesem Streit kommen konnte. Und du hattest recht. Es ging um dich."

"Ok, da es schon halb 1 ist, gibt es kein Frühstück mehr. Also, nur die Entscheidung, was du zum Mittag willst. Oder soll ich dir einfach irgendwas zubereiten und du lässt dich überraschen? Dafür müsste ich dann aber wissen, was du nicht magst und so.", fragte Sam glücklich, dass sich Lantash und Martouf wieder vertrugen.

Martouf sah sie mit einem verschmitzten Grinsen an: "Als ich wüsste da schon was ich jetzt gerne haben würde."

Von diesen Worten geleitet ging Martouf einen Schritt auf Sam zu und fing an sie zu küssen. Von dieser Aktion überwältigt, vergas sie, dass sie etwas anderes vorgehabt hatte und gab sich dem Kuss hin. Er wurde schnell immer leidenschaftlicher, nachdem Sam's Zunge Einlass in Martouf's Mund gefordert hatte. Sam's Hände wühlten durch Martouf's Haare während seine auf ihrem Rücken hoch und runter glitten. So beschäftigt gingen sie langsam rückwärts in die Richtung der Couch. Bevor beide etwas mitbekommen konnten lagen sie auf dieser und Martouf versuchte Sam ihr Shirt auszuziehen.

Sich der Lage bewusst werdend und wieder daran erinnernd, dass sie eigentlich noch die Sachen von gestern wegräumen wollte (die Kaffee- und Teetassen vom Vorabend standen noch da, genauso wie die beiden Shirts noch im Wohnzimmer verteilt waren) unterbrach Sam den Kuss und sagte: "Ich..." Sie wurde von einem neuerlichen Kuss von Martouf unterbrochen. Während Martouf sich wieder zu ihrem Nacken arbeitete, fing Sam noch mal an: "Martouf ich muss hier noch etwas aufräumen. Können wir das nicht auf später verschieben?"

"Warum denn verschieben?", Martouf sah sich schuldbewusst um. Dabei fiel ihm erst jetzt auf, dass das Wohnzimmer noch genauso aussah, wie sie dieses am Abend zuvor verlassen hatten. "Kann man das nicht auch danach noch wegräumen?"

Sam sah ihn tröstend an: "Cassie kommt vielleicht in 3/4 Stunde und bis dahin hätte ich gerne etwas mehr Ordnung und auch etwas zu essen. Damit wird die Zeit auch schon knapp. Wenn du willst kannst du mir ja helfen, dann geht das bestimmt etwas schneller und ich könnte dir auch noch das Internet erklären, wo so viele Bilder von JR Bourne sind, wie er dich spielt. Wie wäre der Vorschlag?"

"Aber wir kommen auf das hier wieder zurück.", fragte Lantash nun.

Sam sah ihn lächelnd an: "Aber immer doch."

Damit machte sie sich an die Arbeit. Martouf hob die beiden Shirts auf und nahm die Teetasse in die andere Hand. Sam nahm unterdessen, die beiden Kaffeetassen. Zusammen trugen sie die Tassen in die Küche.

Während Martouf die beiden Shirts hoch in das Schlafzimmer trug, überlegte Sam, was sie zum Mittag machen könnte. Während sie einige Möglichkeiten betrachtete und wieder verwarf, sah sie nach, was sie noch alles hatte. Als Martouf die Küche betrat, entschloss sie sich dafür einen Nudelauflauf zu machen.

Während sie die Nudeln aus einem Schrank holte sagte sie: "Martouf ich muss noch was für das Mittagessen holen. Wartest du solange hier? Es wird nicht lange dauern."

"Ich habe nichts dagegen. Ich denke ich werde mich weiter mit der Unterhaltung der Tau'ri befassen. Was gibt es denn zum Mittag?", erwiderte Martouf darauf.

Sam drehte sich um und antwortete: "Ich habe an einen Nudelauflauf gedacht und ich brauche noch etwas Fleisch dafür. Soll ich dir den Fernseher anmachen oder weißt du wie das geht?"

"Ich denke ich weiß noch wie du das gemacht hast.", antwortete Martouf.

Sam küsste Martouf noch mal kurz und verlies dann die Küche und ging Richtung Tür, wo sie sich ihre Jacke anzog und ihr Portmanie und die Schlüssel einsteckte. Anschließend verlies sie die Wohnung.

Martouf ging in das Wohnzimmer und setzte sich auf die Couch. Er nahm die Fernbedienung in die Hand und studierte sie für einen Moment. Dann fragte er seinen Symbionten: >Was meinst du, welche Taste sollen wir als erstes ausprobieren?<

>Ich bin nicht wählerisch, aber ich denke, dass es entweder die rote oder die schwarze oben ist.<

Martouf drückte auf die rote Taste und das Gerät ging an. Nach einigen probieren schaltete er durch die Kanäle und blieb dann auf einem Sender, der gerade etwas über das antike Ägypten, die Pyramiden sowie der Glaube an die alten Götter berichtete. Aufmerksam verfolgten Martouf und Lantash die Sendung und amüsierten sich über die Darstellung der Götter.

15 Minuten später, war Sam auch schon wieder zurück. Nachdem sie ihre Jacke weggehängt hatte, sah sie sich kurz an, was Martouf und Lantash so faszinierend fanden. Sie hörte, wie der Sprecher, gerade etwas über den Kult um Ra erzählte und in welcher Beziehung die Pyramiden dazu standen. Sam konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Keiner von beiden hatte sie offensichtlich bemerkt. Bevor sie in die Küche ging, fragte sie sich, ob Martouf und Lantash über diese Theorien diskutierten.

Sie stellte den Einkaufsbeutel auf den Küchentisch und setzte Wasser auf. Da es noch etwas dauern würde, bis das Wasser kocht, ging Sam zurück in das Wohnzimmer und schlich sich von hinten an die beiden an. Sie schienen tatsächlich so abgelenkt zu sein, dass sie zusammenzuckten, als Sam ihre Arme von hinten um den Hals legte. Sam beugte sich vor und flüsterte in Martouf's Ohr: "Ich bin wieder da."

Martouf drehte sich um und sah sie überrascht an. "Ich habe gar nicht mitbekommen, wie du hereingekommen bist. Bist du dabei immer so leise?"

"Ich bin genau so laut wie immer gewesen. Für gewöhnlich seid ihr, das vermute ich jetzt mal, auch nicht so abgelenkt. Ist es denn interessant, was ihr euch da anseht?", konterte Sam.

Martouf senkte seinen Kopf und als er ihn wieder hob leuchteten seine Augen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Lantash jetzt die Kontrolle hatte. Er drehte sich um und sagte: "Es ist erstaunlich, was man nicht alles über eine so alte Kultur sagen kann. Und wenn man vergleiche zu den Systemlords zieht sind manche Erkenntnisse einfach lachhaft. Ich frage mich direkt, was Dr. Jackson gemacht hat, als er das Chaapa'ai das erste mal gesehen hatte."

"Diese Frage kann ich dir nicht beantworten, aber ich kann dir sagen, dass er den Text der auf der Steinplatte, die über dem Tor lag übersetzt hat und die Bedeutung der Symbole herausgefunden hat und das bevor er von dem Tor gewusst hatte. Catherine hatte ihn für das Projekt angeworben, weil er von allen anderen Experten auf dem Gebiet, wegen seiner Theorie, dass die Pyramiden an die 10.000 Jahre alt und von Außerirdischen erbaut worden sind ausgelacht wurde. Es wurde also nur seine Theorie bestätigt. Ich muss jetzt aber erst mal wieder nach dem Wasser sehen. Ich sag dir bescheid, wenn das Essen fertig ist.", sagte Sam.

Lantash, der sich wieder zu Sam gedreht hatte, holte sich noch einen Kuss bevor er seine Aufmerksamkeit wieder der 'Dokumentation' zuwandte.

Etwa eine halbe Stunde später, setzte sich Sam zu Martouf und Lantash auf die Couch. Der Bericht war gerade zu Ende und Lantash fokussierte seine Aufmerksamkeit wieder auf Sam. "Und was machen wir jetzt?", fragte er eher nebenbei.

Sam sah in mit einem Grinsen an: "Jetzt? Jetzt warten wir noch ca. 20 Minuten auf den Auflauf und dann essen wir Mittag." Sam sah kurz auf die Uhr und fuhr dann fort: "Und wenn das Essen fertig ist, dann könnte Cassie auch gerade ankommen. Bis dahin kann ich dir ja schon mal erklären, was es alles im Internet gibt. Vielleicht gibt es auch ein paar schöne FanFictions, die ich dir zeigen kann."

"Das klingt sehr interessant.", sagte Lantash daraufhin.

Bevor er mehr sagen konnte fragte Sam: "Gehe ich richtig davon aus, wenn ich vermute, dass du kein Englisch lesen kannst?"

"Das müsste so sein. Kann man etwas dagegen unternehmen?", erwiderte Lantash.

Sam sah ihn kurz an und sagte dann lächelnd: "Sicher kann man das. Du musst es einfach nur lernen. Aber bis dahin kann ich ja auch vorlesen. Oder zumindest zusammenfassen, wenn ich den Inhalt schon kenne und es mal schneller gehen soll."

"Die Idee gefällt mir.", sagte Martouf, nachdem er wieder die Kontrolle übernommen hatte.

Damit gingen die beiden in Sam's Arbeitszimmer. Während der Computer hochfuhr erklärte Sam Martouf was es mit dem Internet auf sich hatte: "Alle Computer die Internetanschluss haben sind auf eine Art miteinander verbunden. Ich könnte jetzt zwar nicht auf die Daten eines anderen Computers Zugriff nehmen, aber durch eine Vielzahl von sogenannten Homepages werden bestimmte Informationen für jeden zugänglich. Ich kann innerhalb einer Sekunde jemanden eine Nachricht schicken. Und man kann sich mit jemanden unterhalten, der auf der anderen Seite der Welt lebt. Man muss nur zur selben Zeit online, was soviel bedeutet wie eine aktive Verbindung zum Internet zu haben, und im selben Chat Raum sein. Ein Chat ist ein Ort im Internet wo man andere Leute trifft und direkt, na ja sprechen nicht direkt, aber man schreibt etwas und das sieht der andere dann und er kann sofort darauf reagieren. Es ist schwer zu beschreiben. Wenn du irgendwelche besonderen Fragen hast, dann frag."

"Ich denke, dass ich soweit alles wichtige verstanden habe. Du hast eben etwas von FanFiction erwähnt. Was genau ist das?", fragte Martouf neugierig.

Sam lächelte leicht und sagte: "Fans schreiben Geschichten über Dinge, Serien, Filme, Bands und was es sonst noch so alles gibt und veröffentlichen die dann. Dafür steht der Begriff."

"Und was schreiben die so alles?"

"Nun ja. Da gibt es Unterteilungen nach dem Pairing, nach dem Rating, dabei wird gesagt ab welchem Alter Personen diese Geschichte lesen dürfen, was mit dem Inhalt zusammenhängt und dann nach der Kategorie, also ob es eine pure Romanze ist oder mehr was für diejenigen, die eher für Action sind. Es gibt eigentlich keine Beschränkungen."

Während Sam dies erklärte öffnete sie einen Programm. Martouf sah sich genau an, was sie macht und bemerkte, dass sich weitere Bilder von diesem Schauspieler auf diesem Computer befanden.

Währenddessen erklärte Sam weiter: "Das hier ist ein Programm, mit dem man sich Bilder ansehen kann. Ich habe sie nach Personen und zum Teil auch nach Folgen geordnet. Ihr beide könnt sie euch ansehen, während ich noch mal nach dem Essen sehe. OK?"

"Ich denke, dass wir irgendwie schon ein paar interessante Bilder finden.", sagte Lantash daraufhin, der gerade einen anderen Ordner ausgewählt hatte und nun Bilder von der Darstellerin gefunden hatte, die Sam in der Serie spielt.

***

Sam hatte gerade den Ofen ausgestellt, als sie Cassie ihren Namen rufen hörte. "Ich bin in der Küche." rief Sam Cassie zu.

Kurze Zeit später erschien sie auch schon in der Tür und fragte: "Mh, das riecht ja lecker. Was gibt es denn?"

"Nudelauflauf. Hilfst du mir den Tisch zu decken?"

"Gerne, wenn du mir sagst, wer noch zu Gast ist. Mum hat gesagt, dass ein Tok'Ra dich besuchen würde. Sind die wirklich anders als die Goa'uld?", fragte Cassie unsicher, während sie drei Teller aus dem Schrank holte.

Sam lachte und sagte: "Nun mal langsam. Ja, er ist ein Tok'Ra, wie Janet gesagt hat. Die Tok'Ra sind biologisch gesehen Goa'uld, aber sie kämpfen gegen diese. Sie sind der Meinung, dass sie friedlich und als eine Einheit, wenn man das so bezeichnen kann, mit ihrem Wirt leben sollten. Wirt und Symbiont teilen sich den Körper und jeder hat mal die Kontrolle. Außerdem sind sie dagegen, als Götter aufzutreten und Menschen zu versklaven oder zu töten."

"Wenn du das sagst, dann muss es stimmen. Erzähl mir was über deinen Gast.", fragte Cassie wissbegierig.

In der Zwischenzeit war der Tisch fertig gedeckt und Sam machte sich auf den Weg Martouf bescheid zu sagen. Zu Cassie sagte sie vorher noch: "Sein Name ist Martouf und sein Symbiont heißt Lantash. Warum fragst du die beiden nicht einfach? Ich hole sie nur schnell."

***

"Martouf, Lantash? Das Essen ist fertig.", sagte Sam als sie in das Arbeitszimmer trat. Sie warf einen Blick über die Schulter von Martouf um zu sehen, was seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Als Sam sah, welche Bilder er sich ansah musste sie schmunzeln... "Wollt ihr beide euch die Bilder ansehen oder lieber was essen. Cassie ist auch schon da und hat mit Sicherheit eine Menge Fragen an dich.", sagte Sam in Martouf's Ohr.

Martouf drehte sich überrascht um und sagte: "Ich habe gar nicht mitbekommen, dass du wieder da bist. Vielleicht sollte ich was gegen diese Abgelenktheit unternehmen." Auf seinem Gesicht bildete sich ein breites Lächeln.

***

Als die beiden in der Küche ankamen wurden sie schon von einer wartenden, sehr nervösen Cassie empfangen. Sam und Martouf setzten sich an den Tisch und Sam teilte den Nudelauflauf.

Cassie aß schweigend ihr Mittagessen und blickte Martouf von Zeit zu Zeit argwöhnisch an. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihn fragen sollte oder nicht. Wenn sie es genau betrachtete hatte sie Angst. >Was ist, wenn er nicht nett ist? Was passiert, wenn dieser Lantash die Kontrolle hatte? Was ist, wenn meine Fragen ihn verärgern?...< ging es ihr durch den Kopf. Somit begnügte sie sich für's erste damit, schweigend zu essen und Martouf zu beobachten.

Martouf bemerkte, wie Cassie ihn beobachtete, wenn sie glaubte, dass niemand es mitbekommen würde. Er erinnerte sich daran, dass Sam gemeint hatte, dass sie sicher viele Fragen an ihn hatte.

>Lantash, vielleicht hat sie Angst, dass wir sie beißen könnten.<

>Ach was. Warum sollten wir sie beißen?<

>Du hast recht. Sie hat Angst, dass du sie beißen könntest.<

>Warum sollte ich sie beißen????<

>Es ist eine von Jacobs Redewendungen, wenn du dich recht erinnerst. Und ich denke, dass sie Angst vor dir hat. Immerhin hat Sam erzählt, dass alle Bewohner ihres ganzen Dorfes von Niirti getötet worden. Wer wäre da nicht ängstlich?<

Während Martouf und Lantash in ihre Diskussion vertieft waren und Cassie öfters mal aufblickte um die beiden zu beobachten, sah sich Sam das ganze Schauspiel an. Sie überlegte, wie sie die Situation entschärfen könnte und Cassie zeigen konnte, dass Martouf und Lantash nette Menschen, oder Symbionten, wie man das nimmt, sind. Um die Spannung etwas aufzulockern, fragte Sam: "Wie war denn die Schule heute?"

"Och nicht weiter aufregend. Wir mussten nur ein bescheuertes Gedicht interpretieren und in Mathe dämliche Dreiecke konstruieren.", antwortete Cassie.

Sam musste schmunzeln: "Ich habe Geometrie auch gehasst, aber es hat auch seine Vorteile. Dummerweise wird man sich dessen erst bewusst, wenn es zu spät ist."

"Ach? Wo is denn die Geometrie so wichtig?", fragte Cassie.

Sam antwortete darauf: "Zum Beispiel, wenn man ein Haus baut, oder ein Zimmer einrichten will. Man braucht die Geometrie, um zu wissen wie viel Platz man hat. Oder für Schaltkreise, Mikrochips und so was. Es ist wichtig für alles Räumliche."

Nach diesem kleinen Gespräch kam wieder ein Schweigen auf. Cassie nahm wieder ihre Tätigkeit auf, Martouf von Zeit zu Zeit zu beäugen und Sam ihre, Martouf und Cassie zu beobachten. Cassie dachte wieder über dieselben Fragen nach, wie vorher. Irgendwann nahm sie all ihren Mut zusammen, warf alle Fragen über Bord und fragte: "Sind die Tok'Ra wirklich besser als die Goa'uld?"

"Ich wäre nicht hier, wenn das nicht der Fall wäre.", antwortete Martouf mit einem Lächeln. Er hoffte, dass Cassie dadurch auch ihre letzte Furcht verlieren würde. Was er jedoch nicht ahnen konnte, war dass er damit eine Flutwelle von Fragen auslöste.

"Warum würde sich jemand freiwillig als Wirt melden? Warum hast du dich dazu entschlossen?", fragte Cassie.

Bevor sie weitere Fragen stellen konnte unterbrach Martouf sie: "Nicht so viele Fragen auf einmal. Gründe um Wirt zu werden gibt es einige. Durch einen Symbionten wird die Lebensspanne verdoppelt und man erhält das gesamte Wissen des Symbionten. Mal davon abgesehen wird man nicht mehr so schnell krank und man kann herrlich über Leute quatschen, während diese gerade neben einem stehen, ohne das irgendjemand etwas mitbekommt."

"Das klingt ja klasse... da könnte man sich über irgendwelche lästigen Lehrer auslassen ohne, dass die was dagegen sagen können, weil man ja im Unterricht quatscht. Und warum bist du nun Wirt? Ich denke mal nich, dass das der Grund für dich war, oder?", sagte Cassie, bevor sie sich den nächsten Bissen in den Mund schob.

Von Martouf's Gesicht verschwand das Gesicht und mit einer von Trauer durchzogenen Stimme sagte er: "Meine Familie wurde von den Goa'uld versklavt und ermordet. Ein Tok'Ra half mir damals zur Flucht und seitdem habe ich bei den Tok'Ra gelebt. Ich habe mich in dieser Zeit mit Lantash und seinem damaligen Wirt Mian angefreundet. Eines Tages kamen sie schwer verletzt durch das Stargate. Für Mian bestand keine Hoffnung mehr und da ich nicht zwei Freunde an einem Tag verlieren wollte, entschied ich mich Wirt für Lantash zu werden. Vielleicht lag es auch daran, dass Lantash und Mian eine Art Vaterersatz waren. Auch wenn mir das damals nicht so bewusst gewesen ist."

>Davon hab ich ja noch gar nichts gewusst. Wann bist du denn zu der Erkenntnis gekommen?< fragte Lantash erstaunt. Mit so etwas hatte er nicht gerechnet.

>Was? Das mit der Vaterrolle? Ich denke irgendwann nach dem du es dir an meiner Wirbelsäule bequem gemacht hast<

>Hättest ja ruhig mal was sagen können... <

"Oh.", sagte Cassie daraufhin nur.

Selbst Sam war erstaunt über diese Wendung. Sie fragte sich, ob Lantash davon gewusst hatte. Die beiden schienen sich jedenfalls gut zu verstehen.

Nach einiger Zeit fragte Cassie: "Wie ist Lantash eigentlich so?"

Martouf sah Cassie kurz an und fragte: "Willst du das wirklich wissen? ... Nun ja er kann nie still sein, er schiebt immer die Schuld auf mich und momentan beschwert er sich, dass ich nie erwähnt habe, dass er wie eine Vaterfigur war. Aber ansonsten ist er ganz umgänglich. Auch wenn wir uns heute morgen erst um die Kontrolle gestritten haben und Samantha uns bei der Beilegung des Streites helfen musste."

"Warum habt ihr euch denn gestritten?", fragte Cassie neugierig.

Bevor Martouf antworten konnte, sagte Sam: "Weil beide mit mir reden wollten und sie sich gerade gegenseitig schlecht machen wollten."

"Da wäre ich gerne dabei gewesen. Wer entscheidet eigentlich in so einem Fall, wer die Kontrolle hat?", fragte Cassie weiter.

Martouf antwortete mit einem Lächeln: "Da mir der Körper gehört, hatte ich die Kontrolle."

Der Rest des Essen ging schnell vorüber mit weiteren Fragen.

Als alle satt waren, räumten sie zusammen den Tisch ab. Während Sam den Geschirrspüler anstellte, gingen Cassie und Martouf schon in das Wohnzimmer.

Cassie sah kurz zurück zur Küche und sagte dann leise zu Martouf: "Wenn du willst kann ich dir ein paar Sachen von Sam erzählen, die sie dir ganz bestimmt nicht erzählt hat."

"Das hört sich richtig interessant an. Darüber müssen wir mal reden.", sagte Martouf.

Sam kam gerade rechtzeitig um die letzte Aussage von Martouf mitzubekommen. Verwundert fragte sie: "Worüber müsst ihr euch mal unterhalten?"

"Och.. nichts weiter Besonderes.", sagte Cassie.

Sam sah Cassie ungläubig an und erwiderte: "Wenn du das schon so sagst, dann ist es ganz sicher etwas was mir nicht gefällt. Martouf, wie lautet deine Antwort auf die Frage?"

"Wie Cassandra schon sagte. Es ist nichts weiter besonderes.", antwortete dieser mit einem Grinsen.

Sam seufzte und sagte dann: "Ihr wollt es mir also nicht verraten? Also gut, was wollen wir jetzt machen?"

"Wir könnten was spielen.", schlug Cassie vor.

"Eine gute Idee. Was wollen wir spielen?", fragte Sam.

Cassie überlegte kurz und sagte dann: "Was hast du denn für Spiele?"

"Lass mich überlegen. Ich habe Scrabble, Kartenspiele, Monopoly...", sagte Sam, als sie von Cassie unterbrochen wurde: "Monopoly? Das hört sich gut an."

"Was ist Monopoly?", fragte ein verwirrter Martouf.

Sam konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen und sagte: "Monopoly ist ein Spiel bei dem man versuchen muss soviel Geld wie möglich zu erspielen. Man kann Straßen kaufen und Häuser bauen und wenn ein andere Spieler auf eine Straße kommt, die einem gehört, dann muss er Miete zahlen...", als Sam das verwirrte Gesicht von Martouf sah musste sie sich ein Lachen verkneifen und fuhr dann fort, "Du wirst es am besten verstehen, wenn du das Spiel siehst."

"Vielleicht sollte ich für den Anfang mit einem von euch ein Team bilden.", sagte Martouf.

Cassie's Augen leuchteten auf, als sie sagte: "Wenn du willst können wir zusammenspielen."

Hey, dann seid ihr ja zu dritt und ich muss alleine spielen. Martouf ich habe einen anderen Vorschlag. Bilde doch mit Lantash ein Team.

Aber Lantash kann das doch genauso wenig ich spielen. Und uns beide in 2 verschiedene Teams zu stecken, würde ich nicht unbedingt ausprobieren, wenn du dich noch an heute morgen erinnerst.", führte Martouf an.

Cassie sah Sam, schmollend an und sagte: "Och bitte. Wenn wir das nächste mal spielen, dann kannst du ja auch mit Martouf und Lantash ein Team bilden."

Den Blicken von Cassie und Martouf nicht stand halten könnend, gab Sam schließlich nach: "OK, ok, dann spielt eben zusammen. Aber wehe ihr versucht zu betrügen."

Mit diesen Worten holte Sam das Spiel und baute es zusammen mit Cassie auf, während Martouf zusah. Nach ein paar Minuten war alles an Ort und Stelle und sie fingen an zu spielen. Martouf stellte dabei viele Fragen und Sam und Cassie beantworteten diese zum Teil mit einem Schmunzeln. Nach einem häufigen Wechsel des Teams mit dem meisten Geld gewann Sam nach vier Stunden, nachdem Cassie und Martouf zuerst auf ihrer Parkstraße mit einem Hotel und dann gleich auf ihrer Schlossallee mit ebenfalls einem Hotel gelandet waren.

"Also wenn ich gewusst hätte, dass wir verlieren hätte ich lieber mit Sam gespielt.", sagte Martouf.

Sam konnte nicht anders und musste schmunzeln, während Cassie sagte: "Das musst du gerade sagen, wo du doch die 2 gewürfelt und unser letztes Geld verspielt hast."

"Ich kann doch nichts dafür, dass auf beiden Würfeln eine 1 gewürfelt wurde. Das war Pech.", verteidigte sich Martouf.

Bevor sich ein handfester Streit entwickeln konnte sagte Sam: "Es war eben Pech, dass ich vor euch auf der Straße war und sie gekauft habe. Es hätte ja auch genau anders herum sein können. Und was wollen wir jetzt machen?"

"Keine Ahnung. Wie spät ist es denn?", fragte Cassie.

Sam sah kurz auf ihre Uhr und sagte dann: "Es ist jetzt kurz nach halb sieben."

"Was könnte man da machen? Die Simpsons kommen jetzt glaub ich.", sagte Cassie daraufhin.

Martouf sah Cassie verwirrt an und fragte dann: "Was sind die Simpsons?"

"Die Simpsons ist eine Zeichentrickfamilie rund um die Familie Simpson.", erklärte Sam, "OK, während ich schon mal das Abendessen vorbereite, könnt ihr ja schon mal die Simpsons gucken." Mit diesen Worten ging Sam Richtung Küche und Cassie schaltete den Fernseher an.

Während im Fernsehen gerade die Titelmusik zu den Simpsons lief, fragte Martouf: "So, was weißt du alles über Sam, dass sie mir nicht erzählen würde?"

"Zu aller erst einmal ist sie selber ein großer Sam/Martouf Shipper und zum anderen schreibt sie auch selber FanFictions...", fing Cassie an zu erzählen.

Martouf und Lantash wussten, dass Sam FanFiction liest, aber dass sie auch selber welche schrieb, dass war neu für sie. "Also mir hat sie nur erzählt, dass es ziemlich viele gute FanFictions gibt, aber dass sie auch welche schreibt wusste ich nicht. Und was heißt Shipper?"

"Ein Shipper ist jemand, der eine Beziehung zwischen zwei Charakteren bevorzugt. Zu Stargate gibt es ganz viele verschiedene Shippergruppen. Die bringen sogar Leute mit Teal'c zusammen!", erklärte Cassie.

Martouf wunderte sich wie viele Gruppen es genau gab.

>Also ich denke, dass es mindestens schon mal die gibt, die Sam aufgezählt hatte.< sagte Lantash in Martouf's Gedanken.

>Wann hat sie so was aufgezählt?... Ach warte ich weiß es wieder, als sie uns nach unserem Lieblingspartner für Sam gefragt hat.<

>Genau.<

"Was gibt es denn so alles für Shipper Gruppen?", fragte Martouf neugierig.

Cassie überlegte kurz und zählte dann auf: "Also ich weiß von Sam/Jack, Sam/Daniel, Sam und euch beiden, Sam/Teal'c, Sam/Narim. Die letzten beiden sind aber relativ klein. Dann gibt es noch Janet/Jack, Janet/Daniel und Janet/Teal'c. Wobei es auch häufig FanFictions mit 2 verschiedenen Pairings gibt. Weit verbreitet sind zum Beispiel auch welche, wo Janet/Daniel und Sam/Jack zusammen vorkommen. Ich persönlich bevorzuge aber Janet/Jack."

>Also mir würden da noch ein paar ganz andere Partner für Jack einfallen...<

>Also Lantash, bitte. So gemein sind wir nun auch wieder nicht! Außerdem denke ich nicht, dass er das mit Jack machen würde. Er würde praktischer denken und ihn eher foltern um an den IrisCode zukommen.<

>Da hast du ausnahmsweise mal recht.<

>Ach? Wirklich? Und das kommt auch noch von dir? Ich glaub ich bin im falschen Film um Jacob zu zitieren.<, sagte Martouf zu Lantash.

>Ich wusste gar nicht, dass du sarkastisch sein kannst<, stichelte Lantash zurück.

"Redest du grade mit Lantash oder warum wirkst du so abwesend?", fragte Cassie in das Gespräch von Martouf hinein.

Martouf sah Cassie zuerst fragend an und sagte dann: "Wir haben nur gerade darüber diskutiert mit wem man Jack noch zusammentun könnte. Aber so fies sind wir nicht."

"Mit wem wollt ihr ihn denn zusammenbringen? Und was habt ihr gegen ihn?", Cassie war nicht entgangen, dass Martouf Jack's Namen etwas weniger freundlich betont hatte.

Martouf antwortete: "Weder Lantash noch ich haben etwas gegen ihn. Aber um ehrlich zu sein, hat er etwas gegen die Tok'Ra und im speziellen etwas gegen uns. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass er eifersüchtig ist."

"Und was hast du eben mit Lantash beredet?"

"Nun ich habe ihm nur erklärt, dass die Person nicht das tun würde, an das er gedacht hat sondern eher versuchen würde an den IrisCode der Erde zu kommen und Lantash hat mir recht gegeben, was nahezu eine Prämiere ist. Während Martouf das sagte, sah er das erste mal bewusst das, was im Fernsehen zu sehen war und war verwirrt. "Warum sind die gelb? Ich habe noch nie gelbe Menschen gesehen."

"Das ist eine Zeichentrickserie, die vor allem auf Humor abzielt. Warum genau die gelb sind weiß ich auch nicht, aber es ist wie der Rest des Aussehens sehr charakteristisch für die Serie.", erklärte Cassie.

>Das war sehr aufschlussreich. Die Menschen haben so viele Dinge, die eigentlich keine Rolle spielen und auf die sie sehr viel Wert legen.<

>Vielleicht gibt es für die Tau'ri einen Grund für die Wichtigkeit und wir sehen ihn nicht, weil wir eben anders denken. Wir sind nicht an ein solches Leben gewöhnt, liebster Lantash<

>Na na, wir wollen mal beim normalen Ton bleiben oder soll ich dich wieder mein Junge nennen?<

>Ist ja schon gut.<

"Was ist denn so lustig?", fragte Cassie, nachdem sie Martouf's Grinsen bemerkt hatte.

Martouf antwortete: "Lantash und ich haben uns nur ein klein wenig geneckt."

Bevor er mehr dazu sagen konnte, beugte er seinen Kopf nach vorne und als er ihn hob sagte er: "Erschreck bitte nicht. Ich bin Lantash. Es ist nur so, dass ich Martouf angeboten habe einen alten Spitznamen aus der Zeit bevor wir verschmolzen sind, zu verwenden nachdem er überfreundlich geworden ist."

"Hört sich lustig an und bis jetzt bist du auch netter als Jolinar.", sagte Cassie.

Lantash war von dieser Aussage überrascht. "Du kanntest Jolinar?"

"Sie hat gesagt, dass sie mich umbringen würde, wenn ich irgendjemanden erzählen würde, dass sie in Sam ist.", sagte Cassie.

Lantash konnte nicht glauben, was er da hörte. Da kam Jolinar also tatsächlich schlechter mit Kindern zurecht, als sie immer behauptete. Und da hatte sie immer gesagt, dass sie besser mit Kindern umgehen könnte als er.

Cassie wollte nun ihrerseits wissen: "Wie gut kanntest du denn Jolinar?"

"Sie war für über 100 Jahre meine Gefährtin. Und weißt du was? Sie hat immer behauptet, dass sie mit Kindern besser umgehen könnte als Martouf und ich.", sagte Lantash, "Da sieht man wie sehr man sich irren kann."

"Da hat sie sich aber sehr geirrt. Ich finde dich viel netter.", antwortete Cassie mit einem breiten Grinsen.

Sam stand in der Tür zur Küche. Sie hatte zugehört, wie Cassie zur Entscheidung kam, dass Lantash netter als Jolinar ist. "Ich möchte eure traute Zweisamkeit ja nicht unbedingt stören, aber das Abendessen ist jetzt fertig."

"Was gibt es denn?", fragte Cassie.

Sam sah kurz zurück in die Küche und sagte dann: "Wie wäre es mit Sandwiches?"

"Was für welche denn?", fragte Cassie weiter.

Sam setzte ein fieses Lächeln auf und sagte dann: "Also das musst du schon selber rausfinden. Ich habe 3 verschiedene Sorten gemacht."

Während Sam das sagte, stand Cassie auf und ging in die Küche. Nachdem auch Martouf an Sam vorbei in den Raum trat, folgte Sam und setzte sich an den Tisch.

Während sie Abendbrot aßen fragte Sam: "Sag mal Cassie, warum findest du Lantash netter als Jolinar?"

"Weil Jolinar mich umbringen wollte und Lantash überhaupt nichts in diese Richtung plant.", antwortete Cassie.

Sam musst schmunzeln und sagte dann: "Es gibt aber auch einen Unterschied zwischen Lantash und Jolinar. Hinter Jolinar war ein Ashrak her und außerdem hat niemand hier auf der Erde von den Tok'Ra gewusst. Und ich erinnere mich noch zu gut wie Kawalsky endete, nachdem er Wirt wurde. Jolinar hatte Angst. Wer weiß wie sie unter anderen Umständen reagiert hätte. Und ich glaube nicht, dass sie dir irgendetwas angetan hätte."

"Aber sie hat es gesagt.", verteidigte sich Cassie.

Martouf versuchte die Diskussion zu beenden: "Bei den Tok'Ra empfindet der Wirt genau dasselbe wie der Symbiont und umgekehrt. Daher glaube ich, dass es Jolinar bei der Drohung gelassen hätte. Aber sie hätte dir keine Angst einjagen sollen."

Den Rest des Essens unterhielten sie sich über die Tok'Ra und Jolinar und was für Fehler Jolinar gemacht hatte und wie sie bei den Tok'Ra war. Eine ganze Weile später, waren dann auch alle fertig und räumten den Tisch ab.

Während Cassie gerade einen Teller in den Geschirrspüler stellte, fragte sie: "Kann ich heute hier übernachten?"

"Ich weiß nicht, da müssen wir zuerst Janet fragen.", sagte Sam.

Cassie strahlte und sagte: "Ich rufe sie sofort an." Einen Augenblick später, war sie aus der Küche verschwunden.

Sam konnte nur Lächeln. Martouf nahm sie von hinten in die Arme und flüsterte in ihr Ohr: "Aber dein Versprechen hast du noch nicht vergessen?"

Nein das habe ich nicht. Wie könnte ich das denn?, antwortete Sam während sie sich in seinen Armen umdrehte.

Martouf grinste und sagte: "Das ist gut zu wissen."

"Ach ehrlich?", fragte Sam gespielt erstaunt.

"Und wie.", erklärte Martouf mit einem ernsten Gesicht. Das konnte er aber nicht lange halten und er fing an zu grinsen. "Was haben wir jetzt noch vor?"

"Ich dachte daran, dir weiter vorzuführen, was ein Schauspieler ist. JR Bourne, also der der dich spielt, ist heute in einem Film zu sehen. Dieses mal aber in der Rolle des Bösen.", sagte Sam.

Martouf fragte gespielt erstaunt: "So, so. Du magst uns wohl lieber böse..."

Bevor Sam etwas antworten konnte, kam Cassie wieder in die Küche. Beide nahmen sofort wieder Abstand von einander und sahen sie gespannt an.

"Und was hat Janet gesagt?", fragte Sam.

Cassie's Gesicht zeigte ein Pokerface, während sie sagte: "Sie hat mich an etwas erinnert, was ich vergessen hatte."

"Und das wäre?", fragte Sam.

Cassie antwortete darauf: "Jack hat mir versprochen, dass er mich zum Ice Hockey Spiel heute mitnimmt."

"Stimmt, er hat schon die ganze Woche darüber geredet.", sagte Sam, "Wann will er dich denn abholen?"

Cassie überlegte kurz und sah dann auf ihre Uhr: "Da das Spiel um 9 anfängt, wollte er gegen viertel Neun kommen und jetzt ist es kurz vor 8. Ich muss also rüber um mich fertig zu machen."

"Dann beeil dich besser.", sagte Sam.

Bevor Cassie ging verabschiedete sie sich noch von Martouf und Lantash. Sie umarmte beide und sagte: "Ich hoffe wir sehen uns irgendwann noch mal."

"Das hoffe ich auch.", antwortete Lantash.

Sam brachte sie noch zur Tür. Dort angekommen, sagte sie: "Ich wünsch dir viel Spaß und vielleicht klappt das mit dem hier übernachten irgendwann noch mal."

"Jipp, das hoffe ich auch. Wir sehen uns.", mit diesen Worten verlies Cassie das Haus.

Sam ging in die Küche zurück und umarmte Martouf, während sie fragte: So und was wollen wir bis viertel Neun machen?

"Du könntest mir vorlesen.", antwortete Lantash mit einem frechen Grinsen.

Sam sah ihn gespielt überrascht an und sagte: "So, könnte ich das? Was soll ich dir denn vorlesen?"

"Wie wäre es mit einer dieser, wie hast du es doch gleich genannt? FanFiction?", fragte Lantash.

Sam löste sich von ihm und sagte: "Na dann lass mich doch mal nachsehen, was ich für welche ausgedruckt habe." Sie deutete Lantash an ihr zu folgen und ging dann in Richtung Schlafzimmer.

***

Im Schlafzimmer angekommen, zog sie ein Fach ihres Nachtschränkchens auf und nahm einen kleinen Stapel Papier heraus. "Also gut, was würdest du denn gerne hören? Ich habe hier, 'Five Days', 'England', 'Zu Spät?', 'Isis Resurectionis',..."

"'Zu Spät?' klingt interessant. Worum geht es denn darin?", fragte Martouf neugierig.

Sam setzte ein desinteressierte Gesicht auf und sagte: "Nichts weiter, außer dass ich sterbe, einige Dinge klar werden und ich am Ende wieder lebe. Und die ganze Geschichte ist von verschiedenen Personen erzählt."

"Wie von verschiedenen Personen?"

"Nun ja, im ersten Abschnitt werden meine Gedanken erzählt, wie ich sterbe, der zweite Teil sind deine Gedanken, als du davon erzählt bekommst und im letzten Teil werde ich wieder belebt und es kommen, außer den Gedanken von uns beiden noch die von General Hammond, meinem Vater und Colonel O'Neill dazu.", erklärte Sam.

Martouf überlegte kurz und sagte dann: "Lantash und ich, wir sind uns einig, dass wir die vorgelesen bekommen wollen..."

"OK, dann lass uns wieder in's Wohnzimmer gehen und ich lese dir dort vor, bis der Film anfängt."

***

Im Wohnzimmer angekommen, setzte sich Martouf auf die Couch und deutete Sam an sich vor ihn auf die Couch zu setzen. Nachdem sie sich gesetzt hatte, fing sie an vorzulesen: "Sam: Ich höre wie der Colonel meinen Namen ruft und drehe mich um. Gerade noch rechzeitig um zu sehen, wie die Energie einer Stabwaffe auf mich zu kommt. Aber zu spät um ihr auszuweichen. Es ist alles wie in Zeitlupe und trotzdem kann ich mich nicht von der Stelle bewegen. Ich stehe einfach nur da und warte, dass mich der Schuss trifft. [...]"

Genau eine viertel Stunde später kam Sam beim Ende der FanFiction an: "[...] Jack: Ich habe mich jetzt endgültig dazu entschlossen, Sam zu sagen, was ich für sie empfinde. Leise gehe ich zu ihrem Bett um sie nicht zu wecken, falls sie noch schläft. Ich kann nicht glauben, was ich sehe, als ich in Sichtweite des Bettes komme. Wie kann sie mir das antun? Da knutscht sie mit dieser Schlange rum! Was findet sie an Marty so gut? Was hat er, dass ich nicht habe?? Enttäuscht gehe ich wieder. Das wird mit Sicherheit eine lange Nacht. Ende"

"Die Geschichte gefällt mir.", flüsterte Martouf in Sam's Ohr, "Sehr sogar."

"Das ist gut zu wissen.", wiederholte Sam, einen Satz von Martouf. "Dann lass uns jetzt mal einen anderen Aspekt von dir sehen." Während Sam das sagte schaltete sie den Fernseher ein und auf den entsprechenden Sender. Gerade rechtzeitig um zu sehen, wie auf der Wand eines Wolkenkratzers ein, mit einer großen Tätowierung bedecktes, Gesicht zu sehen war. Gleichzeitig war eine Stimme zu hören: "Eric Sythe, Führer der Hawaiianischen Befreiungsorganisation ist verschwunden, nachdem er vor der 3 Tagen die Verhandlungen mit Gouverneur McKina unter Protest verlassen hat..."

"Soll ich mir vielleicht auch mein Gesicht auf diese Art verschönern lassen?", fragte Martouf neckend.

Sam drehte sich überrascht um: "Wer sagt, dass mir die Tätowierung gefällt?"

"Nachdem du so von der Rolle meines Schauspielers geschwärmt hast, bin ich davon ausgegangen, dass diese Tätowierung, was ist das eigentlich für ein Name? dir auch gefällt. Es gehört doch zur Rolle, soweit ich es verstanden habe.", erwiderte Martouf.

Sam drehte sich wieder um, während sie sagte: "Ich gebe zu, dass die Tätowierung nicht übel aus sieht, aber ohne siehst du eindeutig besser aus. Und woher der Name kommt, weiß ich nicht. Es ist eben die Bezeichnung dafür... genauso wie wir das Stargate eben Stargate nennen."

"Aha. Und worum geht es in diesem Film genau?", fragte Martouf in ihr Ohr.

Sam antwortete erst nach einer Weile: "Nun ja, im Mittelpunkt steht ein Spiel und der Kerl, der eben in dem Bett gelegen hat, fordert die HLO, wie die Befreiungsbewegung abgekürzt wird, heraus. Der Sieger darf entscheiden, was mit Hawaii passiert. Natürlich verlieren die Vertreter der HLO und die meisten der HLO werden gefangen genommen. Davon abgesehen spielt das ganze in der Zukunft..."

"Aha. Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher.", sagte Martouf.

Sam musste lächeln und sagte: "Dann sieh es dir an und bei irgendwelchen Fragen, fragst du einfach."

"Gut zu wissen.", antwortete Martouf und sah wieder auf den Fernseher.

Nach einer Weile sagte Lantash zu Martouf: >Irgendwie kann ich mich nicht auf den Film konzentrieren. Wir könnten doch jetzt schon das Versprechen von Samantha einholen. Was hältst du davon Martouf?<

>Eine fabelhafte Idee. Ich selber hätte keine bessere haben können.<

Martouf wandte seine Aufmerksamkeit vom Film ab und fing an Sam's Ohrläppchen zu küssen. Dies brachte Sam dazu, ihr Position ein kleinwenig zu verändern. Als Folge daraus konnte Martouf ihr Ohrläppchen besser erreichen. Langsam fing er an mit seinen Händen über ihren Bauch zu streichen und flüsterte in ihr Ohr: "Könnten wir nicht jetzt schon da fortfahren, wo wir heute Mittag aufgehört haben?"

Sam drehte sich langsam um und legte ihr Arme um Martouf's Hals, während sie demonstrativ sagte: "Wenn du schon so fragst..."

Mit Hilfe ihrer Arme zog sie Martouf's Kopf näher an sich heran. Sie begannen sich erst langsam und dann immer leidenschaftlicher zu küssen. Ihre Hände fingen an den Körper des anderen zu erkunden. Sam drehte Martouf so, dass sich beide auf die Couch legen konnten. Während Sam's Hände mit Martouf's Kopf beschäftigt waren, wanderten Martouf's auf ihrem Rücken auf und ab. Martouf drehte sich so, dass Sam unter ihm lag. Was er dabei jedoch nicht bedacht hatte war, dass die Couch nicht unbegrenzt in der Weite war. Als Folge dessen fielen beide auf den Boden. Dort angekommen, wich Sam den nächsten Kuss aus und sagte stattdessen: "Ich denke, ein Bett wäre hier etwas besser geeignet."

"Eine gute Idee.", antwortete Martouf und half ihr beim Aufstehen. Sam schaltete den Fernseher aus und ging dann, von Martouf gefolgt, zum Schlafzimmer.

***

Im Schlafzimmer angekommen stoppte Martouf und zog Sam zu sich, bevor sie das Bett erreichen konnte. "Du hattest doch nicht etwa vor, mit Sachen ins Bett zu gehen?", fragte er mit einem breitem Grinsen. Er drückte Sam dicht an sich, auf dass dieser Moment ewig dauern würde.

"Hattest du etwa daran gedacht?" Während Sam antwortete bewegte sich ihr Kopf immer näher zu Martouf's und als sie fertig mit sprechen war küsste sie ihn. Der Kuss gewann schnell an Intensität. Martouf spielte mit dem Saum von Sam's Shirt auf ihren Rücken, während Sam, seine Haare durchwühlte. Langsam fanden Martouf's Hände den Weg unter ihr Shirt und nach einer Weile beschloss Martouf, dass das Shirt nur störte und machte sich daran es Sam auszuziehen. Sam murrte, als Martouf den Kuss unterbrach, lies ihn aber bereitwillig ihr Shirt über ihren Kopf ziehen.

Während Martouf ihren Nacken küsste gingen beide langsam Richtung Bett. Sam machte sich nun ihrerseits daran Martouf seines Shirtes zu entledigen. Nachdem sie es geschafft hatte, fuhr sie mit ihren Händen über seinen muskulösen Bauch. Sie manövrierte Martouf und sich so, dass Martouf nun mit dem Rücken zum Bett stand und fing an den Knopf an Martouf's Hose langsam zu öffnen. Martouf hörte auf sie zu küssen und beobachtete sie. Nach einer Weile fragte er: "Was hast du denn vor? Da muss man sich ja gleich mal revanchieren."

Gesagt, getan. Nun fing Martouf an ganz langsam Sam's Hose zu öffnen. Langsam ging er in die Knie. Seine Hände glitten dabei genauso langsam an Sam's Seiten nach unten. Als er bei dem Bund ihrer Hose angekommen war, zog er diese ganz langsam nach unten. Nachdem diese Hürde überwunden war, wollte er sich dem nächsten Hindernis zu wenden, als Sam ihn langsam nach oben zog. Sie drückte ihn nach hinten auf's Bett und befreite ihn von seiner Hose. Nachdem diese auch, achtlos auf der Seite gelandet war, gesellte sich Sam zu Martouf ins Bett.

Bevor Sam sich Martouf zu wenden konnte, hatte dieser sie bereits in seiner Hand. Martouf küsste Sam leidenschaftlich. Gleichzeitig versuchte er sich daran, ihren BH öffnen, was ihm auch relativ einfach gelang, nachdem er ihr am morgen dabei zugesehen hatte, wie sie ihn geschlossen hatte.

Nachdem dies geschafft war bahnte er sich langsam einen Weg über ihre Schultern zu ihren Brüsten. Er fing an Sam's Brustwarze zu küssen und sanft daran zu knabbern. Gleichzeitig beschäftigte sich eine seiner Hände mit ihrer anderen Brust. Sam fing an leise zu stöhnen, was Martouf dazu brachte seine Tätigkeit fortzuführen und zu intensivieren. Nach einiger Zeit wechselte er die Brüste.

Mit der Zeit bahnte sich Martouf seinen Weg küssend weiter nach unten. Als er an seinem Ziel angekommen war machte er sich daran, Sam langsam ihren Slip auszuziehen. Nachdem auch dieses Kleidungsstück auf dem Boden gelandet war, betrachtete Martouf Sam kurz.

Bevor er irgendetwas anderes unternehmen konnte, kroch Sam zu ihn und sagte: "Willst du hier nur rum sitzen und mich beobachten oder endlich deine Boxershorts loswerden?".

Unterdessen hatte Sam Martouf sanft zum liegen gebracht und zog ihm sein letztes Kleidungsstück aus. Da Martouf gerne Sam verwöhnen wollte entbrach ein kleiner Kampf um die Rolle des Verwöhnenden. Abwechselnd hatten Martouf und Sam die Kontrolle. Nach einiger Zeit schaffte es Sam, dass Martouf unter ihr war und küsste sich ihren Weg immer tiefer. Als sie an ihrem Ziel angekommen war, küsste sie die Spitze von Martouf's Penis und stimulierte ihn mit ihrem Mund und ihren Händen weiter. Sie spürte wie er steif wurde. Martouf stöhnte immer lauter und nach einiger Zeit zog er Sam wieder hoch und küsste sie stürmisch. Er drehte sie so, dass er wieder auf Sam herunter sah. Sam schlang ihre Beine um Martouf's Hüfte und flüsterte verführerisch in sein Ohr: "Ich will dich spüren... Jetzt."

Er lies sich nicht lange bitten und drang langsam in sie ein. Er baute einen genauso langsamen Rhythmus auf. Nach einiger Zeit und einer Menge von Sam's betteln erhöhte er das Tempo.

Martouf spürte, dass Sam ihrem Höhepunkt immer näher kam. Er küsste Sam ein letzte Mal, bevor beide ihren Höhepunkt gleichzeitig hatten.

In Sam brach ein Feuerwerk aus. Martouf drehte sie beide so, dass er auf den Rücken lag, immer noch vereint. Erst nachdem beide etwas Luft geholt hatten, glitt er aus ihr heraus.

Sam küsste Martouf sanft und legte dann ihren Kopf erschöpft auf seine Brust. Innerhalb kurzer Zeit schliefen beide friedlich ein.

***

Sam öffnete langsam ihre Augen und genoss es Martouf so nahe zu sein. Sie atmete seinen Geruch ein und erinnerte sich mit wohlwollen an die letzte Nacht. Sie positionierte sich so, dass sie Martouf bequem ins Gesicht sehen konnte um ihn beim schlafen zu beobachten. Gerade als sie die perfekte Position gefunden hatte, klingelte das Telefon. Sam seufzte kurz und griff dann nach den Hörer um zu verhindern, dass Martouf oder Lantash wach wurden.

"Ja?", fragte sie mehr oder weniger genervt. Unterdessen beobachtete sie Martouf's Gesicht.

"Sammy, ich bin es. Ich wollte dir nur mitteilen, dass ich heute noch zurückgehe. Könntest du Martouf bis... sagen wir bis spätestens 1100 ins SGC bringen?", fragte ihr Vater am anderen Ende.

Sam drehte sich um und sah kurz auf die Uhr, die neben ihrem Bett stand. Es war jetzt 9 Uhr.

"Ja kann ich machen. Auch wenn es schade ist, dass ihr jetzt schon gehen müsst.", sagte Sam traurig.

"Bis nachher dann.", beendete ihr Vater das Gespräch.

Sam legte wieder auf und wandte sich ihrer Beobachtung von Martouf zu. Dieser war in der Zwischenzeit schon aufgewacht.

Er legte sich so, dass er Sam direkt ins Gesicht sah. "Guten Morgen.", sagte Lantash verführerisch.

Sam beugte sich zu ihm rüber und gab ihm einen Guten-Morgen-Kuss, bevor sie ihm auch einen guten Morgen wünschte. Lantash zog sie zu sich rüber und drehte sich wieder auf den Rücken. Anschließend fragte er: "Mit wem hast du eben gesprochen?"

"Mein Vater hat angerufen.", sagte Sam.

Lantash wusste instinktiv, dass sie sich bald verabschieden mussten.

"Er sagt, dass wir spätestens in zwei Stunden im SGC sein müssen.", fuhr Sam fort.

Lantash zog Sam noch näher zu sich und sagte: "Eigentlich möchte ich gar nicht wieder zurück. Ich möchte einfach nur hier mit dir liegen."

"Ja, und was würde mein Vater dazu sagen? Oder Garshow? Habt ihr nicht eine Aufgabe zu erfüllen?", fragte Sam.

Lantash sah sie ernst an und sagte: "Das alles sind gute Fragen. Und leider kann man daran nichts ändern."

Während sich Lantash und Sam über die Probleme einer Fernbeziehung unterhielten wachte Martouf langsam auf. Verwirrt über Lantash's Trauer fragte er: >Warum so traurig, wenn wir bei Samantha im Bett liegen und du die Kontrolle hast?<

>Jacob hat angerufen und gesagt, dass wir heute wieder zurück müssen.<

>Oh, schon?<

Lantash gab Martouf die Kontrolle, damit er auch noch etwas davon hatte mit Sam in einem Bett zu liegen.

"Guten Morgen, meine Schönheit.", sagte Martouf.

Sam grinste und sagte: "Auch dir einen Guten Morgen Dornröschen."

>Was ist ein Dornröschen?<

"Was ist ein Dornröschen?", fragte Martouf und Lantash zeitgleich. Nur mit dem Unterschied, dass Sam Lantash's Frage nicht hörte.

Sam's Grinsen wurde breiter, während sie erklärte: "Dornröschen ist ein Märchen. In diesem Märchen geht es um eine Prinzessin, die 100 Jahre lang schläft, bis sie von einem Prinzen wach geküsst wird."

"Ich bin aber nicht weiblich!", währte sich Martouf.

>Aber du könntest genau so lange schlafen.< sagte Lantash zu Martouf.

Sam lies sich nicht beirren und antwortete: "Ja und ich bin nicht männlich. Und so genau muss man ja nicht auf das Geschlecht achten. Oder soll ich dich nicht küssen?"

"Wenn das so ist, dann denke ich, dass ich das durchgehen lassen kann.", antwortete Martouf mit einem Grinsen.

Sam grinste verführerisch und beugte ihren Kopf langsam zu Martouf, um ihn dann einen leidenschaftlichen Kuss zugeben. Nachdem der Kuss geendet hatte, fragte Martouf: "So, und was wollen wir jetzt machen?"

"Nun ja, ich muss noch meine Arbeit von den letzten Tagen nachholen. Ihr könntet mir ja dabei helfen.", sagte Sam mit einen unschuldigen Unterton.

Martouf lächelte und sagte: "Wenn das bedeutet, dass wir dabei in deiner Nähe sind, dann sind wir vollkommen zu Diensten."

"Das ist gut. Aber dafür müssen wir jetzt schon ins SGC.", sagte Sam spielerisch. Sie wandte sich aus Martouf's Umarmung und stand auf. Martouf beobachtete sie, während sie sich anzog. Er verfolgte jede ihrer Bewegungen. Als Sam fertig war, sah sie Martouf vorwurfsvoll an und sagte: "Was ist? Wollt ihr den ganzen Tag im Bett bleiben oder wollt ihr mir helfen?"

Das genügte um Martouf aus dem Bett zu holen. "Wenn es denn unbedingt sein muss.", murmelte Martouf vor sich hin. Ihm war es außerhalb des wärmenden Bettes eindeutig zu kalt.

Während Martouf sich beeilte seine Sachen zusammenzusuchen, ging Sam Richtung Tür. Bevor sie den Raum verlies sagte sie: "Ich werd mich schon mal um's Frühstück kümmern."

***

Nach ein paar Minuten leistete Martouf Sam in der Küche Gesellschaft. Er umarmte sie von hinten und sah über ihre Schulter um herauszufinden, was sie gerade tat. Als er daraus nicht schlau wurde fragte er: "Was machst du da?"

"Rührei mit Schinken.", sagte Sam, während sie sich weiter darauf konzentrierte, dass das Ei nicht anbrennt.

Martouf legte sein Kinn auf Sam's Schulter und sah ihr weiter dabei zu, wie sie Wurst schnitt und in eine Pfanne mit einer gelblichen Flüssigkeit tat. Mit der Zeit gewann die Flüssigkeit auch langsam an Festigkeit.

Unterdessen fragte Martouf Lantash: >Irgendeine Idee, was Rührei ist?<

>Nicht die Geringste. Vielleicht hat es was mit Eiern zu tun.<

>Das ist eine Überlegung wert.<

>Aber was ist das gelbe in der Pfanne da. Wie Eier sieht das ja nicht gerade aus.<

>Da hast du... warte mal, das könnten Eier sein.<

>Wie das denn?? Eier sind doch immer...<

>Lantash, lass mich doch mal ausreden. Mir ist als Kind schon mal ein rohes Ei runtergefallen und das sah ähnlich aus, wie die Flüssigkeit in der Pfanne. Nur nicht so durcheinander.<

>Ja, vielleicht hat Sam das ganze noch etwas umgerührt, um diese weniger schmackhaft aussehende Substanz zu kreieren.<

>Das ist es! Rührei... ein gerührtes rohes Ei. Aber ich glaube das wird es auch erst in der Pfanne. In dem festen Zustand sieht es doch schon viel schmackhafter aus.<

>Könntest recht haben.< sagte Lantash. >Aber das ändert nichts daran, dass ich gegen Eier allergisch bin.<

>Stimmt ja gar nicht. Wenn ich nicht dagegen allergisch bin, dann bist du das auch nicht und selbst wenn ich es gewesen wäre, wäre ich es dank dir so wie so nicht mehr. Du bist doch sonst nicht so.<

>Normalerweise weiß ich, worauf ich mich einlasse.<

Sam spürte, dass Martouf etwas amüsierte. Während sie weiter aufpasste, dass die Eier und der Schinken nicht anbrannten fragte sie: "Worüber redet ihr denn jetzt schon wieder?"

"Lantash ist der Meinung, dass er gegen Eier allergisch ist. Da ich es aber nicht bin, ist er es auch nicht. Mal davon abgesehen hat er noch nie solch ein Gezeter gemacht, wenn es ums Essen ging.", erklärte Martouf.

Sam drehte sich leicht, um Martouf anzusehen und trotzdem noch ein Auge auf die Pfanne werfen konnte. "Schmeiße ich etwa euren Ernährungsplan durcheinander?"

"Nicht im geringsten. Bei den Tok'Ra ist das Essen vom Planten abhängig, auf dem wir gerade sind und wenn wir auf einer Mission bei einem Systemlord sind, dann müssen wir auch essen, was wir vorgesetzt bekommen..." Bevor Martouf mehr sagen konnte, übernahm Lantash die Kontrolle und sagte: "nter normalen Umständen, weiß ich um was es sich in etwa handelt und mit was ich rechnen muss. Aber ich habe keine Ahnung, wie Rühreier schmecken und nach Martouf's These, was Rühreier sind, bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das nun was mit Eiern zu tun hat."

Sam's Grinsen wurde immer größer, während Lantash Erklärung. Als er geendet hatte, sagte Sam: "Ich weiß zwar nicht, was Martouf für eine These aufgestellt hat, aber Rühreier sind normale Hühnereier, mit Milch und Salz vermixt und in der Pfanne gebraten. Man kann es so essen oder man kann auch Wurst und anderes, in verschiedenen Varianten dazu essen."

"Das entsprach schon so etwas Martouf's These. Aber ich bin immer noch nicht ganz überzeugt.", sagte Lantash immer noch skeptisch.

Sam kam plötzlich eine Idee, während sie den Herd abstellte und das Rührei auf zwei Brotscheiben verteilte. "Würde es dich mehr überzeugen, dass ich von Rührei begeistert bin, seit ich ein kleines Kind war?"

"Du isst das schon so lange? Dann kann es ja nicht schaden, es wenigsten mal zu probieren.", sagte Lantash mit einem Seufzer der Ergebung.

Nach anfangs zögerlichen Probieren, schmeckte Lantash das Rührei dann doch. Er konnte es sich aber nicht verkneifen zu fragen: "Und was bekomme ich jetzt dafür, dass ich aufgegessen habe?" Dabei setzte er das Gesicht eines Jungen auf der auf die Belohnung seiner Gehorsamkeit von seiner Mutter wartete.

"Du willst eine Belohnung?", fragte Sam gespielt überrascht. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich eine erwähnt hätte. Aber wenn es denn sein muss. An was hast du denn so gedacht?"

"Ähm... ich weiß nicht, was bekommt man denn da so? Ich weiß, dass Martouf immer zum spielen durfte, aber damals war er ja noch ein Kind.", sagte Lantash.

Sam überlegte kurz und fragte dann: "Wie wäre es mit einem Kuss?"

"Die Idee gefällt mir.", sagte Lantash mit einem breiten Grinsen.

Sam stand auf und ging zu Lantash rüber. Sie setzte sich auf seinen Schoß und sah ihn mit großen, unschuldigen Augen an, während sie ihre Arme um seinen Hals legte. "Wo soll ich dich den küssen?"

"Wie wäre es mit... hier?", sagte Lantash darauf mit einer unschuldig klingenden Stimme, während er auf seinen Mund zeigte.

Sam lies sich das nicht zweimal sagen und küsste Lantash leidenschaftlich. Nach einiger Zeit unterbrachen sie den Kuss um Luft zu holen. Bevor Lantash etwas unternehmen konnte, stand Sam und räumte den Tisch ab. Als Sam Lantash's enttäuschten Gesichtsausdruck sagte sie: "Du hast deine Belohnung bekommen. Es gibt also keinen Grund wie 7 Tage Regenwetter aus der Wäsche zu sehen."

"Es hat in den letzten Tagen nicht geregnet und wie meinst du das, mit dem aus der Wäsche sehen?", fragte Lantash verwirrt.

Sam musst lächeln und sagte: "Es ist eine Redewendung, wobei sich das mit dem Regenwetter auf schlechte Laune bezieht und das mit der Wäsche ist... was für ein Gesichtsausdruck hat... Ich denke ich sollte mal ein Redewendungen Wörterbuch für dich anlegen. Teal'c könnte es ganz sicher gebrauchen und Dad hat sich auch schon ein wenig beschwert, dass niemand versteht was er sagt. Da könnten wir uns ja mal zusammen tun... Aber jetzt wollen wir erst mal los."

Daraufhin zogen sich beide ihre Jacken an und machten sich auf den Weg ins SGC.

***

Nach einer 45 Minuten kamen sie dann im SGC an. Die Fahrt hatte 15 Minuten länger gedauert, als Sam normal brauchte, was wohl auch daran lag, dass weder Martouf noch Lantash eine Gelegenheit ausgelassen hatten, Sam abzulenken und Schabernack zu treiben. Nach weiteren 10 Minuten waren beide dann in Sam's Labor angekommen.

Nachdem sie den Raum betreten hatten, umarmte Lantash Sam von hinten und fragte: "So und wobei sollen wir dir jetzt helfen?"

Sam manövrierte sie zu ihrem Schreibtisch, während sie sagte: "Nun, dass letzte mit dem ich mich befasst habe waren seltsam aussehen Geräte von P3..." Sam unterbrach sich mitten im Satz und schien kurz nachzudenken bevor sie fort fuhr: "Ich denke nicht, dass dir der Name was sagen wird. Jedenfalls habe wir die Geräte bei unserer letzten Mission gefunden und weder Daniel noch ich waren in der Lage herauszufinden, wofür sie verwendet wurden." Sie kramte auf dem Tisch etwas herum und holte dann einen flachen, ovalen Gegenstand unter einigen Papieren hervor. "Hier ist eines davon. Das andere ist bei Daniel."

Lantash nahm den Gegenstand in die Hand und betrachtete ihn. Als er nach ein paar Minuten immer noch nichts gesagt hatte, fragte Sam: "Weißt du wofür das gut ist?"

Sie war überrascht, als Martouf ihr plötzlich antwortete, da sie nicht mitbekommen hatte, dass sie die Kontrolle getauscht hatten, aber hörte aufmerksam zu: "Ich habe so etwas schon mal gesehen. Aber es ist lange her. Zu lange um genau zu sein. Ich weiß nicht, wie man es benutzt, aber ich denke, dass man damit Bilder in der Luft darstellen kann. So etwas wie eure Karte der Galaxie in eurem Kontrollraum, nur eben tragbar. Ich denke, dass man je nach Art des Darzustellenden, horizontal und vertikal ausrichten kann. Leider weiß ich nicht, wie es bedient wird."

"Also wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dann stellt es Dinge, Karten und so was, zweidimensional dar. Richtig?", fragte Sam nach.

Martouf gab das Gerät zurück und sagte: "Ja genau. Ich habe es öfters mal gesehen, aber nur vom weitem. Ich kann mich daran erinnern, dass ich nicht in den Raum durfte. Aber die Erinnerung ist verschwommen. Ich weiß nicht warum ich nicht mit dabei sein durfte. Vielleicht fällt mir noch was ein."

Martouf legte sein Kinn auf Sam's Schulter und beobachtete wie sie den Gegenstand drehte und wendete in der Hoffnung so etwas wie eine Schalter zu finden.

Beide waren so auf den Gegenstand konzentriert, dass sie nicht mitbekamen, wie dir Tür geöffnet und wieder geschlossen wurde. Sie bekamen erst mit, dass Daniel den Raum betreten hatte, als dieser scherzhaft fragte: "Ach deshalb hast du vor ein paar Tagen die Uhrzeit so überschwänglich verkündet."

Sam und Martouf drehten sich erschrocken um und Martouf löste die Umarmung auf. "Mein Gott, Daniel hast du mich jetzt erschreckt.", sagte Sam.

"Das hatte ich nicht vor. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob du irgendwelche Fortschritte gemacht hast.", erklärte Daniel sein erscheinen.

Sam grinste und sagte: "So, so... ich bin gerade erst ein paar Minuten hier und soll schon Fortschritte gemacht haben..." Nach einer Pause fuhr sie fort:
"Du hast Glück. Martouf meint, dass man damit Dinge zweidimensional darstellen kann. In etwas wie ein Polylux, nur ohne Wand eben."

"Cool. Du kannst mir nicht durch Zufall dabei helfen die Schriftzeichen zu übersetzen, oder?", fragte Daniel sichtlich beeindruckt.

Jedoch konnte Martouf Daniel nicht helfen: "Tut mir leid, aber ich erkenne ein paar Zeichen, weiß aber nicht was sie bedeuten."

"Na ja, einen Versuch war es wert. Vielleicht finde ich noch etwas.. und wer weiß, vielleicht hilft ja schon zu wissen was es ist um eine Übersetzung zu finden. Ich geh dann mal wieder." Mit diesen Worten drehte sich Daniel um. Bevor er den Raum verlies drehte er sich noch mal um und sagte: "Oh Sam, dein Vater hat gesagt, dass du zu ihm kommen sollst, sobald du hier bist."

"Ich werd gleich zu ihm gehen.", sagte Sam, als Daniel den Raum verlies. Als sie sich wieder zu Martouf umdrehte, sah sie sein Gesicht, das gespielt traurig aussah.

"Und was soll ich in der Zeit machen?", fragte Martouf mit einem Lachen in den Augen.

Sam ging auf Martouf zu und umarmte ihn, während sie sagte: "Das ist eine gute Frage... Du könntest ja mitkommen, vielleicht fällt meinem Vater deine Anwesenheit ja nicht auf."

"Das ist eine Idee. Die müssen wir gleich ausprobieren.", sagte Martouf spielerisch und beugte sich zu Sam rüber.

Bevor er sie jedoch küssen konnte fragte jemand: "Was müsst ihr gleich ausprobieren?"

Erschrocken sah Martouf auf und Sam drehte sich um. In der Tür stand Sam's Vater und er amüsierte sich sichtlich.

Nachdem sich Sam etwas, von dem Schreck erholt hatte, sagte sie: "Dad. Schön dich auch mal wieder zu sehen."

"Wenn ich euere Zweisamkeit störe gehe ich wieder.", sagte Jacob mir einem Grinsen im Gesicht. Er freute sich, dass sein Plan aufgegangen war.

>Das nennst du Plan? Eine kleine Andeutung und ein Gespräch mit General Hammond?< unterbrach Selmac seine Gedanken.

>Es hat doch funktioniert...< sagte Jacob nur während er auf eine Reaktion von einem der beiden wartete und wandte sich zum gehen.

"Dad warte. Daniel hat gemeint, dass du mit mir reden wolltest. Was gibt es denn so wichtiges?", fragte Sam.

Jacob sah Sam überrascht an.

>Ich wollte mit Sammy reden?<

>Ja, du wolltest doch demnächst wieder kommen. Wegen der Sache mit dem Botschafter... Du solltest doch alles klären.< erinnerte ihn Selmac.

>Klar, danke dass du mich erinnerst.<

"Gut, dass du mich daran erinnerst. Es geht darum, dass Garshow zu der Entscheidung gekommen ist, dass wir irgendwann mal eine Verbindungsperson hierher schicken sollten. Ich soll vorher alles abklären und deshalb komme ich demnächst noch mal. Ich wollte dich nur fragen, ob du denjenigen, der dafür ausgesucht wird, eine Unterkunft anbieten könntest.", sagte Jacob.

Bevor Sam antworten konnte, fragte Martouf: "Garshow, hat sich endlich entschieden?"

"Ja hat sie und jetzt will ich euch nicht weiter stören.", während Jacob das sagte, grinste er breit. "Sag mir deine Antwort, sobald du dich entschieden hast, ja?"

"Klar Dad.", antwortete Sam. Nachdem Jacob den Raum verlassen hatte drehte sich Sam wieder um. "Wer schätzt du bekommt die Aufgabe? Ich meine, wenn Anise als Verbindungsperson ausgesucht wird, dann melde ich mich sicher nicht dafür."

Martouf konnte ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Auch wenn ich denke, dass sich Anise melden wird, glaube ich, dass ich immer noch bessere Argumente habe."

"Und wann hattest du vorgehabt mich zu informieren?", fragte Sam gespielt beleidigt.

Martouf sah sie an und sagte: "Lass mich überlegen. Irgendwann nachdem sich Garshow entschieden hat und bevor ich mich freiwillig melde?"

"Warum... Oh. Das wäre ja dann genau jetzt... Was für ein Pech, da darf ich mir ja keine Strafe einfallen lassen...", sagte Sam, nachdem sie realisierte, was Martouf gesagt hatte.

Martouf musste darauf hin Schmunzeln und erwiderte: "Das nenne ich nun wirklich Pech."

Während er das sagte ging er auf Sam zu und startete einen weiteren Versuch sie zu küssen. Er hoffte, dass sich nicht noch jemand entscheiden würde, bei Sam vorbei zu sehen.

Dieses mal schien das Glück auf ihrer Seit zu sein, da niemand den Raum betrat. Nachdem beide sich ausgeküsst hatten setzten sie sich auf Sam's Stuhl und sahen sich den Gegenstand von vorher noch einmal an. Sam betrachtete es von allen Seiten, aber fand nichts, was nach etwas hilfreichen aussah. Martouf nahm ich den Gegenstand wieder aus der Hand und sah ihn sich noch mal an.

Er wusste, dass er so etwas schon mal gesehen hatte. Während er Geistesabwesend, den Gegenstand in der Hand hin und her bewegte. Während er so vor sich hin sah, erinnerte er sich plötzlich an etwas. Er erinnerte sich, wie er in einem Raum mit mehreren solchen Geräten war und eines in der Hand hielt. Plötzlich erschien jemand hinter ihm und sagte wütend: "Martouf. Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass das nichts zum spielen ist. Du bist noch zu jung um damit umzugehen."

Er erinnerte sich, wie er schuldbewusst zu Boden sah. Die Person nahm ihm das Gerät aus der Hand und sagte mit einem befehlenden Ton: "Geh in dein Bett, du solltest schon lange schlafen."

Auch wenn die Stimme befahl so konnte Martouf auch einen weichen Ton heraus hören. Die Person sorgte sich um ihn. Aber wer war er? Woher kannte er ihn?

Sam, der Martouf's Abwesenheit aufgefallen war, fragte ihn: "Woran denkst du?" Sie wandte sich von den Ergebnissen der letzten Untersuchungen ab, um Martouf anzusehen.

"Ich denke ich weiß, warum ich nicht weiß wie es funktioniert. Ich habe mich eben daran erinnert, wie ich mich in einen Raum mit mehreren dieser Geräte geschlichen habe, zumindest vermute ich, dass ich das getan habe. Jedenfalls wurde ich erwischt. Ich bekam eine Standpauke. Ich sei zu jung um mit den Geräten umzugehen.", erklärte Martouf, während er weiter vor sich hin sah.

Sam beachtete dies aber nicht weiter und sagte: "Und wenn etwas passiert ist, bevor du alt genug warst, dann wird es dir mit Sicherheit auch niemand gesagt haben. Das ist eine plausible Erklärung. Aber müsstest du dann nicht trotzdem in der Lage sein, den Text zu übersetzen?"

"Nicht, wenn es früh genug passiert ist. Es könnte gut sein, dass ich die Sprache sprechen kann, aber ich zu jung war um zu lernen sie zu schreiben und zu lesen. Ich kann mich daran erinnern, dass es für viele Dinge ein festgesetztes Alter gab.", beantwortete Martouf Sam's Frage. Langsam fokussierte er seinen Blick wieder und legte seinen Kopf auf Sam's Schulter. Unterdessen umarmte er sie wieder und hielt den Gegenstand so, dass sie beide ihn sehen konnten.

Während beide den Gegenstand betrachteten und über seine Aktivierung rätselten, öffnete sich die Tür ein weiteres Mal und Jack O'Neill betrat den Raum.

Er wollte eigentlich nur mal fragen, an was sie zur Zeit arbeitete, blieb aber mit offenen Mund stehen. Er konnte nicht glauben, was er da sah. Seine Sam saß auf dem Schoss dieses Schlangenkopfes. Er wusste nicht, was machen sollte.

"Wer weiß, vielleicht steht da ja eine Bedienungsanweisung drauf und wir müssten nur eine Übersetzung finden, um es zu aktivieren.", hörte er Sam sagen.

Unterdessen nahm Sam Martouf den Gegenstand aus der Hand und sah ihn sich genauer an.

Martouf umarmte Sam von hinten und drehte seinen Kopf so, dass er Sam's Hals küssen konnte. Gleichzeitig antwortete er: "Das wäre eine Möglichkeit. Man kann ja nie wissen, was einigen Leuten so einfällt."

Jack hatte nach seinem Geschmack schon zu viel gesehen und versuchte ungesehen wieder zu gehen. Er hatte es fasst geschafft, als er die Tür ein wenig zu laut schloss. Zu seinem Glück, konnte man ihn aber nicht mehr sehen.

Als Sam und Martouf die Tür schließen hörten, drehten sich beide zur Tür, nur um sie geschlossen vorzufinden. Außer ihnen war niemand im Raum. Beide wunderten sich darüber, ließen sich aber nicht dadurch stören und gingen wieder ihren Beschäftigungen nach. Für Sam bedeutete dies sich weiter das Gerät anzusehen und für Martouf sich wieder Sam's Hals zu widmen.

***

Jack blieb außerhalb von Sam's Labor stehen und überlegte, was er als nächstes tun sollte. Nah kurzem Überlegen machte er sich auf den Weg zu Daniel's Büro. Auf dem Weg dorthin, dachte er über das nach, was er gerade gesehen hatte. Er konnte nicht glauben, dass seine Sam sich von diesem Schlangenkopf Martouf küssen lies. Er fragte sich die ganze Zeit, wie er Sam dazu überredet haben könnte. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass Sam es von sich aus wollte. Als er bei Daniel ankam, spazierte er wie immer in den Raum rein und fragte: "Und schon Fortschritte?"

"Nein, noch nicht. Auch wenn die Sprache der der Goa'uld ähnlich ist, so ist sie doch anders und ich finde keine Struktur um...", fing Daniel an.

Jack unterbrach ihn jedoch genervt: "Is ja schon gut, ich verstehe... der übliche Quatsch also."

"Das ist kein Quatsch, das ist...", als er den Blick von Jack bemerkte hielt er kurz inne und fuhr dann fort: "Ist ja schon gut. Ich höre auf." Damit sah er wieder in einem seiner Bücher nach um einen möglichen Übersetzungsschlüssel zu finden.

Unterdessen sah sich Jack gelangweilt ihm Raum um und überlegte, ob er über die Sache, die er in Sam's Büro beobachtet hatte, mit Daniel reden sollte. Nach einiger Zeit entschloss er sich dagegen und ging wieder. Er ging ziellos durchs SGC und kam wieder bei Sam's Labor an. Er überlegte, ob er reingehen sollte und die Zweisamkeit der beiden stören sollte, entschied sich aber dagegen. Er ging weiter ohne auf seinen Weg zu achten und dieses mal kam er bei Krankenstation.

***

Weder Sam noch Martouf bekamen mit, wie die Zeit verging und waren überrascht, als Jacob den Raum betrat und sagte: "Martouf, es ist Zeit, dass wir gehen."

"Schon?", fragten Sam und Martouf gleichzeitig.

Jacob konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er sagte: "Es tut mir ja wirklich leid euch trennen zu müssen, aber es geht nicht anders. Es ist jetzt schon 1130 und ich habe hier alles wichtige geklärt und Martouf und Lantash sind für heute Abend für eine Mission eingeteilt, auf die sie sich noch vorbereiten müssen." Er endete mit einem ernsten Gesicht. Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: "Ich werde euch jetzt noch ein paar Minuten lassen. Ich erwarte euch dann beim Stargate." Mit diesen Worten verlies Jacob den Raum.

Martouf legte seinen Kopf auf Sam's Schulter und sah traurig vor sich hin. Nach einer Weile sagte er: "Was soll ich bloß ohne dich machen?"

"Dasselbe wie immer?", fragte Sam scherzhaft. "Wenn wir uns genügend ablenken wird die Zeit wie im Flug vergehen. Aber ich warne euch, wenn ihr durch irgendwelche Dummheiten in Schwierigkeiten kommt, dann werde ich mit euch ein Wörtchen reden."

Während Sam das sagte, fing Martouf an zu Grinsen und sagte: "Oh... davor habe ich angst... Ich glaube da lasse ich mich freiwillig von Apophis in Gefangenschaft nehmen."

"Der wird sich bestimmt freuen. Ich würde ja zu gern seinen Gesichtsausdruck sehen, wenn du ankommst und ihm erklärst, dass er dich gefangen nehmen soll, damit du dich vor mir verstecken kannst.", sagte Sam lachend.

Martouf lachte nun auch: "Ja das würde ich auch gerne sehen. Aber ich denke nicht, dass es soweit kommen wird."

"Ich denke, dass du ihr nun langsam los müsst.", sagte Sam ernst, während sie aufstand.

Martouf war nun auch wieder ernst und folgte Sam's Beispiel.

Sie hatten vorher abgesprochen, dass sie sich in Sam's Labor verabschieden würden, damit der Abschied im Stargate Raum einfacher fallen würde und nicht so öffentlich wäre. Martouf umarmte Sam und sagte: "Ich werde so schnell wie möglich wieder kommen."

Daraufhin küssten sich beide noch mal leidenschaftlich. Nach einer Weile unterbrachen sie den Kuss wieder. Sam konnte sich nicht verkneifen zu sagen: "Das will ich doch auch hoffen."

Anschließend machten sich beide auf den Weg zum Stargate Raum.

***

Dort angekommen warteten Jacob und General Hammond schon. In dem Moment, in dem sie den Raum betraten öffnete sich das Gate. Sam umarmte ihren Vater noch mal zum Abschied, während Martouf sich von General Hammond verabschiedete. Dann gingen Jacob und Martouf die Rampe hinauf und verschwanden in der blauen Oberfläche des Wurmloches. Sam drehte sich langsam um und ging wieder zu ihrem Labor. Wo sie sich wieder in den Stuhl setzte und sich den Gegenstand ansah. Während sie es sich ansah, vermisste sie Martouf hinter sich und fragte sich, warum er sich nur verschwommen an den Gegenstand erinnerte.

The End

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