| An meinem Grab (
Neuerdings mach ich mir gerade mal wieder mal etwas mehr Gedanken, was wohl w�re, wenn ich pl�tzlich nicht mehr w�re. Dieser Gedanke ist gef�hrlich und doch macht er auch vieles einfacher, ich hab nicht vor mich umzubringen, so feige bin ich nicht, aber wenn ich zuf�llig von einem Auto �berfahren, aus dem Fenster falle oder f�r die Raucherei an Lungenkrebs verreck, ist es doch ganz praktisch. Wer wird an deinem Grab stehn Wem wirst du wirklich abgehn Wem wirst du wirklich fehln Wer wird um dich trauern Wer wird deinen Tod bedauern wenn du nicht mehr bei uns bist Wer wird echte Tr�nen weinen Wer wird gar nicht erst erscheinen Wem wirst du wirklich fehln Wer wird sich nach dir sehnen Wie viele echte Tr�nen fallen dann auf dich herab Ja, wenn ich mir diese ganzen Streiterein, die doch eigentlich so unn�tz sind anschaue, wenn ich mir anh�re was Leute �ber mich erz�hlen und denken, die ich mal Freunde genannt habe, frage ich mich wirklich, wem w�rde ich wirklich fehlen. 2 vielleicht 3 Leute k�nnt ich nennen, denen ich wirklich fehlen w�rde. Wie gerne w�rde ich diesen schritt gehen und der Engel sein, der alles h�rt, der all die Gedanken lesen kann, auf wen k�nnt ich danach so sch�n verzichten, wie w�rde mich dieses wissen weiter bringen. Nur leider kann man es nicht ausprobieren. Wie unwichtig und kindisch, w�ren pl�tzlich diese Streiterein, wieviel w�rde ein Satz wie �ich schw�re dass ich nie wieder mit Dir befreundet sein werde� wiegen, wie sch�n w�re es mit wehenden Fahnen unterzuegehen und ein letztes mal die L�gner von den Heuchlern zu unterscheiden. Das Erfund'ne und das Wahre Von der Wiege bis zur Bahre, Das er�ffnet sich beredt Dem, der sie zu lesen versteht, Da steh'n L�gen und Intrigen, Da� die Sargbretter sich biegen, Der Tote sich im Grab umdreht, F�r den, der zu lesen versteht, Das Gereimte und Geschleimte Niedertr�chtig Abgefeimte, Sch�n verpackt in Piet�t F�r den, der zu lesen versteht, Auf den Punkt gebracht, geb�ndelt, im Telegrammstil kurz und knapp: Das wahre Leben, das wahre Leben spielt sich doch in den Todesanzeigen ab. Oder hat man je gelesen: �Der war l�ngst f�llig!� oder gar, Da� der teure Heimgegangene ein schlimmer Stinkefinger war? �Widerw�rtig bis zum Ende, Zweitracht war sein Lebenswerk, Ein Geschw�r, ein Spielverderber, ein gift'ger, b�ser Zwerg. Ewig hat der Sack gen�rgelt, hat uns jeden Spa� verpatzt. Endlich und viel zu sp�t ist die alte Ratte abgekratzt. Endlich hat den Sensenmann der Zecke den R�ssel gekappt, Hat ihm die Lampe ausgeschossen und die Hufe hochgeklappt! ...und meint ihr, jemand k�nnte schlecht �ber mich reden, wenn ich nicht mehr bei euch bin, meint ihr, egal was ihr gerade �ber mich denkt, dass ich ein schlechter Mensch bin, dem w�nsch ich den Mut, eines Tages dort vorne zu stehen und genau das vorzutragen was er denkt... Vielleicht und hoffentlich dann merkt ihr endlich, was eigentlich f�r ein Kindergarten zur Zeit am Laufen ist. So leg' ich vorsorglich fest, was eines Tags in meiner steht, Da� mein letztes Inserat nicht auch noch in die Hose geht, Ich will kein �teurer Verblich'ner� und kein �Heimgeruf'ner� sein Ich will nicht noch 'nen Verriss, ich will keine Lobhudelei'n, Wem glaubst du wirst du wirklich fehln Wer wird noch in Jahren von dir erz�hln Wem glaubst du gehst du wirklich ab Wer glaubst du steht an deinem Grab |