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Eines Tages, als ein Bauer auf seinen Feldern spazieren ging, fand er einen jungen Adler, der einen seiner Fl�gel verletzt hatte. Der Bauer nahm das Tier mit auf seinen Hof und dachte sich, dieses Tier hat Federn, sieht aus wie ein Vogel, dann ist es auch einer, so wie meine H�hner auch, und sperrte ihn ganz selbstverst�ndlich in den H�hnerstall, zu den anderen H�hnern.
Tag f�r Tag f�tterte er sie mit Korn und gab ihnen zu trinken. Auch der Adler begann nach den K�rnern zu picken, von seinem Wasser zu trinken und er begann auch, genau so wie die H�hner, am Boden nach W�rmern zu scharren. Und so lebte der Adler als Vogel wie die H�hner, der Bauer war zufrieden, denn er hatte nun ein Huhn mehr.
An einem sch�nen Nachmittag kam ein Vogelkundler des Weges und sah den Adler bei den H�hnern. Entsetzt rief er den Bauer und fragte ihn, wie er denn den Adler in den H�hnerstall sperren kann. Ein Adler mu� fliegen, er braucht seine Freiheit. Der Bauer winkte ab, es ist ein Vogel so wie meine H�hner auch, schau doch wie er das Korn aufpickt und am Boden scharrt. Der fliegt nicht und er hat doch Angst au�erhalb des K�figs. Er sch�ttelte den Kopf und konnte den Vogelkundler nicht verstehen.
Darauf hin machte der Vogelkundler dem Bauern einen Vorschlag. Wenn ich dir zeigen kann, da� dieser Adler fliegt, wirst du ihm dann seine Freiheit geben? Aber sicher doch, versuch es ruhig, aber glaub mir, er wird nicht fliegen. Der Vogelkundler nahm den Adler aus dem Stall, setzte ihn auf seine ausgestreckte Hand, und sagte zu ihm flieg Adler, flieg in deine Freiheit. Der Adler jedoch h�pfte zu Boden und ging in den H�hnerstall wo er wieder zu scharren begann. Lauthals lachte der Bauer aus sich heraus, glaubst du es jetzt? Der Vogelkundler verstand die Welt nicht mehr und bat den Bauern um noch einen Versuch, der willigte ein. Diesmal stieg er mit den Adler auf das Dach des Hauses, setzte ihn wieder auf seine Hand und sagte zu ihm flieg Adler, flieg in deine Freiheit. Der Adler h�pfte auf das Dach, auf den Boden und ging in den H�hnerstall begann wieder am Boden zu scharren und pickte nach den K�rnern. Wieder lachte der Bauer und sagte, jetzt wirst du wohl keine Zweifel mehr haben.
Traurig, die Augen voll Tr�nen setzte sich der Vogelkundler auf einen Stein. Einmal m�chte ich es noch versuchen, la� mich den Adler mitnehmen. Am fr�hen Morgen m�chte ich mit ihm auf einen hohen Berg gehen und dann, erst dann will ich mich geschlagen geben und er wird eines deiner H�hner sein. Ich bitte dich darum. Der Bauer sch�ttelte abermals den Kopf, gew�hrte ihm jedoch seine Bitte. Zeitig in der Fr�h brach der Vogelkundler auf, den Adler auf seinem Arm. Oben auf dem Gipfel des Berges setzte er sich und wartete bis die Sonne aufging. Als sie am Horizont ihre ersten Strahlen �ber das Land schickte hielt er den Adler in die H�he und fl�sterte zu ihm flieg Adler flieg in deine Freiheit flieg dorthin wo du sein willst flieg heim und erinnere dich wer du bist. Er nahm den Kopf des Adlers, hielt ihn leicht hoch, in Richtung der Sonne. Pl�tzlich sp�rten sie einen Windhauch und im selben Moment spiegelte sich das Licht der Sonne im Auge des Adlers wieder. Da spannte sich der K�rper des Adlers er breitete seine Schwingen aus und schwang sich mit einem kr�ftigen Ruck in die Luft. Er begann wieder zu fliegen, zog seine Kreise in der Luft und stie� seinen Schrei aus, der �ber das ganze Land zu h�ren war. Der Schrei der Freiheit. Gl�cklich setzte sich der Vogelkundler, denn nun wu�te er, da� sich der Adler erinnert hat, wer er war ein Adler, der immer ein Adler war und einer sein wird, egal wie lange er es nicht zu sein schien, aber er hat es niemals vergessen.
Ein Adler ist immer ein Adler und Freiheit ist Freiheit verge�t es einfach nicht |
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