�Marx sah schon vor 150 Jahren die Widerspr�che des Kapitalismus, er hat eingesehen, da� Geld die Welt zerst�rt. Und es zerst�rt auch den Fu�ball. Ich m�chte kein konformistischer Fu�baller sein.� (Ivan Ergic, Kapit�n des FC Basel, WOZ, 3.Mai 2007)

Kapitalismus zerst�rt den Fu�ballsport!

�Brot und Spiele� sind geeignet die Laune der Untertanen zu f�rdern und vor allem deren Regierbarkeit zu gew�hrleisten, das wu�ten bereits die alten R�mer. Die Lebensmittelpreise ziehen schon seit geraumer Zeit empfindlich an. Gegen Teuerung der Waren des allt�glichen Bedarfs hilft vor allem Lohnkampf, das sagt uns der gewerkschaftliche Hausverstand. In den, von den Imperialisten in Abh�ngigkeit gehaltenen Weltregionen, besonders in Afrika, Asien und Lateinamerika stehen Hungerrevolten auf der Tagesordnung. Die elenden Zust�nde in den abh�ngigen L�ndern, gehen den Hauptverantwortlichen, den HERRschenden der imperialistischen Staaten wie z. B. �sterreich, am Ges�� vorbei. Zur Verschleierung der Zusammenh�nge haben sie unter anderem (derzeit) f�nf St�ck Parlamentsparteien und jede Menge verbeamtete und freiberufliche Demokratie- und Menschenrechtsheuchler im Sold.
Um das allt�gliche Ungemach des kapitalistischen/imperialistischen Systems erst einmal vergessen zu machen, werden wir jetzt mit einer Fu�ball-EM zwangsbegl�ckt. Dabei ist das sportliche Ereignis eher nur die Rahmenhandlung umsatzf�rdernder Ma�nahmen der Marketingabteilungen diverser Banken und Konzerne.
Aber es geht durchaus nicht nur um Pommes Frites, Fleischlaberl, braune Zuckerlimonade, Bier, Sportbekleidung, Unterhaltungselektronik und �hnliches mehr oder weniger entbehrliches Zeugs, es geht dar�ber hinaus um sogenannte hehre Werte, das erkennen wir bereits an den rot-wei�-roten Fetzen, die jetzt �berall Furore machen. Nationale Wallungen sind gut zu gebrauchen, um die Ziele der herrschenden Klasse notfalls mit kriegerischen Mitteln durchzusetzen. Jetzt schon sind �sterreichische Truppen z.B. am Balkan oder in Afrika im Einsatz, weil der �sterreichische Imperialismus dort Kriegspartei ist. Internationale Sport-Wettk�mpfe sind zur nationalen Mobilmachung in �Friedenszeiten� prima geeignet. Wir sowohl klassen- als auch politisch bewusste Arbeiter/innen wissen aus vielfacher leidvoller Erfahrung, da� die Nation niemals unser Mittel der Wahl ist, sondern vor allem das des Klassenfeinds, der Bourgeoisie. Unsere Vork�mpfer Karl Marx und Friedrich Engels haben bereits vor nunmehr 160 Jahren klargestellt:
�Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zun�chst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren mu�, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.� (Manifest der Kommunistischen Partei, 1848)
Nicht zuletzt deshalb sehen wir auch jetzt, anl��lich der �Schei� EM 08� keinen nachvollziehbaren Grund f�r den klassen�bergreifenden Schulterschluss. Im Gegenteil, wir sind entschieden daf�r, endlich wieder an fr�here klassenk�mpferische Traditionen auch der �sterreichischen Arbeiter/innenklasse anzukn�pfen, um die asozialen Attacken die Staat und Kapital uns, den Arbeiter/innen und Werkt�tigen seit Jahr und Tag zumuten, entschieden zur�ckzuweisen und zur�ckzuwerfen, um in weiterer Folge selbst offensiv voranzugehen! Die Geschichte der Klassenk�mpfe der Neuzeit lehrt unerbittlich, dass die Bourgeoisie nur eine Sprache versteht: das hei�t wir m�ssen ihr ans Eingemachte gehen, also an den Geldsack oder noch besser an die Staatsmacht. Die derzeitigen Kommerzfestspiele k�nnen �ber die Misere des �sterreichischen und EU-Imperialismus keineswegs hinwegt�uschen. Von den Mi�st�nden im Gesundheitswesen, im Bildungswesen, in der Altersversorgung usw. werden wir das ganze Jahr �ber heimgesucht, erst recht wenn sich der Katzenjammer nach der Eu(ro)phorie unweigerlich einstellt. Der allj�hrlichen Automobilmachung in K�rnten k�nnen ja auch h�chstens gehirnamputierte Parlamentarier wie der Herr Westentaler etwas abgewinnen. Im Vollrausch, der das Element solcher Erscheinungen ist, zumal sie im Zustand der N�chternheit unverz�glich Hand an sich legen m�ssten, erscheint denen die dortige orange-blau-braune Megami�wirtschaft als Segen.
Eine Monstershow wie die Fu�ball EM, ist aber auch wie kaum ein anderes Ereignis geeignet den Notstand des imperialistischen Systems selbst zu proben. Alle 27.000 Polizisten, die sich der �sterreichische Staat nach offiziellen Angaben derzeit h�lt, sind mit Urlaubssperre belegt und werden w�hrend der gesamten EM-Dauer im Einsatz sein. Polizeikr�fte aus anderen Staaten sekundieren, wodurch insofern ein realistisches Szenario geschaffen wird, als sich die EU-Aufstandsbek�mpfungs-Einsatzpl�ne der EU-Innenminister auch grenz�bergreifend gegen die Arbeiter/innenklasse richten. Das EM-Spektakel muss unbedingt auch unter dem Gesichtspunkt der Faschisierungsabsichten der �sterreichischen und EU-B�rokraten gesehen werden. Das imperialistische System h�hlt tendenziell den noch vorhandenen Bestand an demokratischen Errungenschaften aus. Nur der ununterbrochene Kampf der Arbeiter/innen und der Unterdr�ckten des imperialistischen Systems f�r die eigenen Interessen kann dieser h�chst gef�hrlichen Tendenz Einhalt gebieten.
Ein nicht zu vernachl�ssigender Aspekt des aktuellen Gro�ereignisses ist freilich auch die Selbstbeweihr�ucherung des patriarchalen Systems, die mit dem EM-Schei� unweigerlich einhergeht. Althergebrachte Riten des M�nnlichkeitswahns werden im Fu�ballsport und der dazugeh�rigen Fankultur weitgehend unhinterfragt ausgelebt. Monstr�se Familientrag�dien, wie der Fall in Amstetten, sind die andere Seite der Medaille, der spektakul�re, der nur ausnahmsweise sichtbarwerdende Teil. Der Hort des Terrors ist das (klein-)b�rgerliche Familienidyll, das tagt�glich, auch in alternativen Formen propagiert wird, weil es so eine feste St�tze des Staats und des Systems darstellt.
Zu dieser Seite der EM geh�rt auch das Aufbl�hen der Zuh�lterei und des Frauenhandels, das von den Verantwortlichen des b�rgerlichen Staats bewu�t in Kauf genommen wird. Indem zum Beispiel Migrantinnen einerseits der Zugang zum regul�ren Arbeitsmarkt verwehrt wird, ihnen andererseits die Prostitution als legale Erwerbsm�glichkeit zugewiesen wird, fungiert der b�rgerliche Staat selbst als Zuh�lter. Merke: es ist nicht n�tig diverse Figuren des Rotlichtmilieus mit mehr Verachtung zu strafen als die Repr�sentanten des b�rgerlichen Staats. Skandal�se Enth�llungen bringen in regelm��iger Abfolge die enge Verflechtung zwischen �guter� Gesellschaft und Halbwelt zum Vorschein. Der Frauenhandel funktioniert auf der Basis des Patriarchats und des imperialistischen Systems. Das imperialistische System, das seine Basis in den imperialistischen Zentren, v.a. in der EU, in den Staaten von Nordamerika und in Japan hat, fabriziert die Not und das Elend, das in den drei Kontinenten Afrika, Asien und Lateinamerika aber auch an der europ�ischen Peripherie (z.B. Balkan) vorherrscht.
Die imperialistische und rassistische Grundausrichtung des herrschenden kapitalistischen Systems spiegelt sich auch im Spitzensport selbst wieder. Die talentiertesten Fu�ballspieler der Welt stammen traditionell aus Lateinamerika oder Afrika. F�r sie er�ffnet sich mitunter die M�glichkeit ihrem durch Geburt im falschen Land bestimmten Schicksal zu entgehen. Das Gl�ck von finanzkr�ftigen europ�ischen Fu�ballvereinen eingekauft zu werden erweist sich f�r einige �hnlich �segensreich� wie ein Hauptgewinn im Lotto. Unverh�ltnism��ig gr��er ist die Zahl derer, die der imperialistische Moloch auf der Suche nach dem kleinen Gl�ck zugrunderichtet.
Der Sp�tkapitalismus hat alle gesellschaftlichen Lebensbereiche im globalen Ma�stab mit der r�cksichtslosen wilden Jagd einer zahlenm��ig kleinen aber �u�erst skrupellosen Finanzoligarchie nach Maximalprofit durchdrungen. Das Schwert, das allein geeignet ist den Gordischen Knoten, der dem historischen Fortschritt in der Quere steht, zu durchtrennen, ist die Proletarische Revolution:
�Die Kommunisten verschm�hen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erkl�ren es offen, da� ihre Zwecke nur erreicht werden k�nnen durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. M�gen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
Proletarier aller L�nder, Vereinigt euch!�


(Marx/Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, 1848)

01.06.2008




IA.RKP
Initiative f�r den Aufbau einer Revolution�r Kommunistischen Partei


Wir verbreiten seit 1995 Flugbl�tter, mit denen wir uns vor allem an klassenbewusste Arbeiter/innen wenden, und geben seit 2001 eine Zeitung, jetzt �Proletarische Revolution�, heraus. Unser Ziel ist eine Gesellschaftsordnung ohne Klassen, ohne Unterdr�ckung und Ausbeutung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter eine eigene Kampfpartei aufbauen, die Macht erobern, die Besitzer der Produktionsmittel enteignen und den Klassenkampf fortsetzen, bis alle Reste der b�rgerlichen Ordnung verschwunden sind. Wir stellen uns in die Tradition der internationalen revolution�r-kommunistischen Bewegung, die Mitte der 1960er Jahre in Auseinandersetzung mit den Fehlern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Wegbereiter des b�rokratischen Staatskapitalismus in der Sowjetunion eine marxistisch-leninistische Generallinie verteidigt hat und zur Gr�ndung neuer kommunistischer Parteien f�hrte. Wir sind revolution�re Kommunist/innen und deshalb nicht in der KP� organisiert.

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