Wasser
- Quelle des Lebens
Nicht nur eine gute Versorgung mit Vitalstoffen ist lebenswichtig für den menschlichen Organismus.
Auch die Zufuhr einer stets ausreichenden Menge von Wasser kann darüber entscheiden, ob wir uns gesund oder krank fühlen.
Wie
viel Wasser braucht der Mensch?
Länger als einen Monat kann der Mensch ohne Nehrung auskommen; ohne Wasser überlebt er keine sechs Tage. Kein Wunder - besteht er doch zu 70 Prozent aus Wasser. Der größte Teil davon befindet sich innerhalb der Zellen (intrazellulär), ungefähr ein Viertel füllt die Gewebezwischenräume (interstitiell) und 4 Prozent davon finden sich im Blutplasma. Im Verlauf des Lebens nimmt der Wasseranteil etwas ab, er sinkt jedoch nicht unter 50 bis 60 Prozent der Körpermasse - der tägliche Wasserverlust muss also beständig ausgeglichen werden.
Rund 2,5 Liter sind dafür täglich nötig, denn diese Menge "verbraucht" der Organismus, um Körperfunktionen wie das Atmen, das Schwitzen und das Ausscheiden von Schadstoffen in Gang zu halten. Sportler und Menschen, die sich sehr salzhaltig ernähren, haben einen höheren Wasserbedarf, aber auch die Umgebungstemperaturen wirken auf den Bedarf. An besonders heißen Sommertagen kann der Wasserbedarf im Extremfall auf bis zu zehn (!) Liter ansteigen. Der fortwährende Wasserverlust muss also ständig ausgeglichen werden - am besten je zur Hälfte durch Getränke und durch Lebensmittel.
Gefährlicher Wassermangel
Auf Wassermangel reagiert der Körper, schon bevor wir einen trockenen Mund oder das bekannte Durstgefühl verspüren. Wenn Sie sich öfters schlapp und ausgelaugt fühlen und Kopfschmerzen oder Übelkeit Sie plagen, leiden Sie womöglich unter einem Wassermangel. Dies sind nämlich erste Anzeichen für die ernste Gesundheitsgefährdung, die ein Wassermangel mit sich bringen kann. Schon ein Wasserverlust (eine Dehydration) von 4 bis 6 Prozent führt zu deutlichen Leistungsminderungen (siehe Tabelle ). Dass wir diese Vorboten viel zu oft gar nicht als Hinweis auf einen Wassermangel deuten, liegt an der ausgeprägten Fähigkeit unseres Körpers zur Krisenbewältigung. Falls nicht genug Wasser von außen zugeführt wird oder unser Körper durch Fieber, Erbrechen oder Durchfall Flüssigkeit verliert, beginnt unser Organismus sofort, die vorhandenen Wasservorräte zu rationieren, um den "Körperbetrieb" aufrechtzuerhalten. Dabei hat das Gehirn Vorrang vor allen anderen Organen. Während sein gewicht nur ein Fünfzigsten des Körpergewichts beträgt, erhält es fast ein Fünftel des zirkulierenden Blutes. Durch diese Rationierungsmechanismen des Körpers spüren wir das Risiko einer Dehydration nicht sofort, sondern beginnen erst dann, Wasser nachzuliefern, wenn der Körper uns schon spezielle Notsignale sendet, zum Beispiel Mundtrockenheit, Durst oder auch Appetitlosigkeit. Bis dahin laufen viele Organe bzw. Organfunktionen jedoch schon auf Sparbetrieb. Und dieser Sparbetrieb kann Beschwerden verursachen, die viele Menschen nicht mit Wassermangel in Verbindung bringen, da sie keinen Durst verspüren. Viele Menschen gestehen dem Wasser leider nicht die ihm zukommende Bedeutung zu. Sie verkennen, dass Wassermangel schon Beschwerden verursacht, noch bevor man Durst verspürt.
Gesundheitliche Folgen
Störungen des Wasserhaushaltes können die Gesundheit jedoch ernsthaft gefährden, zum Beispiel infolge
einer mangelhaften Nierenfunktion,
einer mangelhaften Entgiftung,
der Gefahr von Nierensteinen,
der Gefahr von Harnwegsinfekten,
der Gefahr von Verstopfungen,
einer Verschlechterung der Fließeigenschaften des Blutes sowie von deren Folgen.
Wassermangel führt zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen: In einer geringeren Menge Wasser werden auch weniger Nährstoffe transportiert. Die Stoffwechseltätigkeit nimmt ab, und die Organe werden mangelhaft mit Blut versorgt. Mit dem Mangel an Flüssigkeit verschlechtern sich die Fließeigenschaften des Blutes, es wird quasi "dickflüssiger". Es kann zu Durchblutungsstörungen kommen, die im schlimmsten Fall zu Infektionen oder zu Organfunktionsstörungen kommen, die im schlimmsten Fall zu Infektionen oder zu Organfunktionsstörungen führen. Achten Sie also darauf, täglich mindestens 2 bis 2,5 Liter Wasser zu sich zu nehmen - auch, wenn Sie gerade keinen Durst verspüren.
Folgen der Dehydration Wasserverlust in Prozent des Körpergewichts.
Quelle: Bundesverband der Deutschen Erfrischungsgetränke e.V.
1-3 Prozent:
Durst, Mundtrockenheit, Verringerung der Harnproduktion4-6 Prozent:
Müdigkeit, Schwäche, Übelkeit, motorische Störungen, Herzrasen, erhöhte Körpertemperatur7-1 Prozent:
Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Atemnot, vermindertes Blutvolumen, Unfähigkeit zu gehenÜber 11 Prozent:
Verwirrtheit, Krämpfe, DeliriumÜber 20 Prozent:
Tod
Mineralwasser - Durstlöscher Nr. 1
Stellen Sie sich einen heißen Sommertag vor. Die Sonne brennt auf Sie hernieder, und die Kleidung klebt Ihnen am Körper. Schweiß rinnt aus allen Poren, und die Zunge klebt am Gaumen: Durst. Millionen Deutsche und Österreicher greifen in diesem Moment am liebsten zur Mineralwasserflasche. Das hängt mit dem gestiegenen Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein zusammen. Denn schließlich weiß inzwischen jeder: Wasser ist gesund sowie kalorienarm und es gehört zu einer ausgewogenen Ernährung wie das täglich Brot.
Vom Regen in die Flasche...
"Reines Wasser muss durch einen tiefen Stein" - diese Werbebotschaft hat durchaus ihre Berechtigung. Denn die Bodenschichten, aus denen natürliches Mineralwasser gefördert wird, liegen in einer Tiefe zwischen 100 und 800 m. Den Rohstoff für das Mineral- wie auch für unser Trinkwasser liefert das Regenwasser, das durch das Erdreich und durch diverse Gesteinsschichten sickert. Während Trinkwasser aus den oberen Erdschichten gefördert wird, entstammt Mineralwasser aus wesentlich tieferen Bodenschichten. Es hat f Passagezeiten von mehreren hundert oder gar tausend Jahren hinter sich. Beim Versickern durch Kies, Sand und Gestein wird es gefiltert und mikrobiologisch gereinigt. Auf seinem Wag durch die Gesteinsschichten nimmt es Mineralstoffe wie Kalium, Natrium, Calcium oder Magnesium auf. Auch Spurenelemente wie Zink, Jodid, Mangan, Eisen oder Fluorid und Kohlensäure (die aus dem Erdinneren aufsteigt) reichern sich bei diesem Vorgang im Wasser an.
Staatlich geprüft und anerkannt
Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das amtlich anerkannt werden muss und kaum verändert werden darf. Was sich Mineralwasser nennen darf, legt die Mineral- und Tafelwasserverordnung fest. Die Qualitätsordnung setzt voraus, dass natürliches Mineralwasser aus unterirdischen Quellen stammt, ursprünglich rein und vor menschlichen Verunreinigungen geschützt ist; aufgrund seines Gehalts an Mineralien und Spurenelementen ernährungsphysiologisch günstige Wirkungen hat; hinsichtlich des Gehalts von unerwünschten Stoffen (wie Nickel, Blei, Quecksilber) bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet; in seiner Zusammensetzung und seinen wesentlichen Merkmalen im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant ist.
Das Etikett: Die Visitenkarte des Wassers
Auf dem Etikett müssen der Name der Quelle, der Herkunftsort und das Feststellungsdatum der geltenden Analyse ausgewiesen sein. Je älter das Analysedatum, desto beständiger ist die Zusammensetzung des untersuchten Wassers, denn der Gesetzgeber schreibt vor, dass das Wasser in seiner Zusammensetzung beständig sein muss. Die Angabe der wesentlichen Inhaltsstoffe erfolgt in zwei Listen: einer "Kationen+ - Liste" und einer "Anionen - Liste" - das sind die positiv bzw. negativ geladenen Teilchen (Ionen), in die Mineralsalze zerfallen, wenn sie in Wasser gelöst werden. Außer Kohlendioxid darf dem natürlichen Mineralwasser nichts zugesetzt werden. Eisen und Schwefel dürfen aus optischen und geschmacklichen Gründen entzogen, Kohlensäure darf zugesetzt oder abgetrennt werden. All das muss aus dem Etikett klar hervorgehen. "Enteisen" bedeutet übrigens nicht, wie irrtümlich oft angenommen, dass das Wasser dem Körper Eisen entzieht, sondern dass dem Wasser (aus geschmacklichen und optischen Gründen) Eisen entzogen wurde.
Mineralwasser - Gesundheit aus der Flasche
Mineralwasser ist nicht nur ein exzellenter Durstlöscher, sondern auch ein guter Nährstofflieferant. Es enthält Spurenelemente und Mineralien, die im Wasser gelöst sind und somit gut vom Körper aufgenommen werden können. Ihre Menge reicht in der Regel allerdings nicht aus, um den Tagesbedarf zu decken.
H2O: Grundformel des Lebens
Wasser ist zwar kein Nährstoff, aber es ist das wässrige Milieu in unserem Körper, das Stoffwechselvorgänge überhaupt erst möglich macht. Mineralsalze und Spurenelemente wie Natrium, Calcium, Phosphat etc. zerfallen in Wasser nämlich in kleine Teilchen - in Ionen. Sie sind mit einer minimalen elektrischen Ladung versehen Als Kationen+ (positiv geladene Teilchen, z.B. Natrium) und Anionen- (negativ geladene Teilchen, z.B. Phosphat) bauen sie ein Spannungsfeld auf, durch das es in den Zellen zu Austausch- und Stoffwechselreaktionen (Elektrolyse) kommt. Ohne Wasser als Medium wäre das alles gar nicht möglich.
Das Allroundtalent
Das Element mit der chemischen Formel H2O ist Löse- und Transportmittel in einem. Es transportiert die gelösten Stoffe in alle Körperregionen. Seine "Schubkraft" (der osmotische Fluss des Wassers) kommt durch Ladungsunterschiede zwischen den Zellinnenräumen und dem Außenraum zustande. Diese Unterschiede erzeugen Spannungen an den Zellmembranen, die von der Zelle zur Energiegewinnung genutzt werden. Übrigens: Das "Körperwasser" ist rund um die Uhr und unermüdlich im Einsatz - schließlich übernimmt es die führende Rolle bei der Regulierung sämtlicher Körperfunktionen. Der stete Wasserfluss sorgt dabei gleichzeitig als "Kühlmittel" für eine gleichbleibende Temperatur im Körperinnern.
Was ist was?
Rund 350 Mineralwässer, 65 Heilwässer aus deutschen Brunnen sowie Quell- und Tafelwässer stehen dem deutschen Konsumenten zur Auswahl. Damit der Verbraucher den Überblick behält, legt die Mineral- und Tafelwasserverordnung fest, wie sich welches Wasser nennen darf.
Heilwasser
ist im Unterschied zu Quell- und Tafelwasser kein Lebens-, sondern ein Arzneimittel, das als solches zugelassen sein muss. Es soll mindestens ein Gramm Mineralstoffe pro Liter oder hohe Anteile wirksamer Einzelsubstanzen wie Eisen, Schwefel oder Jod enthalten. Anwendungsgebiete und Dosieranleitungen sind auf dem Etikett zu vermerken. Heilwasser ist normalerweise nicht für den dauerhaften Gebrauch bestimmt.
Leitungswasser
entstammt im bundesdeutschen Durchschnitt gesehen zu zwei Dritteln dem Grundwasser und zu einem Drittel dem Oberflächenwasser (aus Seen und Talsperren). Für den Verzehr muss es zumeist gereinigt werden.
Mineralwasser
ist das einzige deutsche Lebensmittel mit Nachweispflicht. Während für Leitungswasser nur gilt, dass es nicht gesundheitsschädigend sein darf, müssen Mineralwässer ernährungsphysiologische Wirkungen aufweisen. Sie dürfen nur aus unterirdischen Quellen gefördert werden, die ursprünglich und rein sind, und sie müssen unmittelbar am Standort des Brunnens in Flaschen abgefüllt werden.
Quellwasser
hat seinen Ursprung (wie das Mineralwasser) in einem unterirdischen Wasservorkommen und darf nur direkt an der Quelle abgefüllt werden. Seine Qualität muss der von Trinkwasser entsprechen. Ernährungsphysiologische Wirkungen werden nicht verlangt.
Tafelwasser
ist kein Naturprodukt, sondern eine Mischung verschiedener Wasserarten (z.B. Mineral-, Trink-, Salzwasser-/Natursole und Meerwasser). Der Zusatz von Mineralsalzen ist genauso gestattet wie der Transport in Containern und Tankwagen.