Kopfhaut
Als ich neulich durch den Canyon ritt,
da folgten mir Indianer und sie waren zu dritt.
Ich gab meinem Hengst die Sporen,
doch sie kriegten mich und ich war verloren.
Zwei hatten Pfeil und Bogen, einer ein Beil,
ich wusste, die waren auf meine Kopfhaut geil.
Wir kamen in ihr Dorf und da sagten sie zu mir:
Du kannst gehen aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Kein Wunder, dass ich dies indiskutabel fand,
ich sagte: Meine Herren, dies ist ein freies Land
Sie können das gerne mit meinem Anwalt ausmachen !
Da fingen die Rothäute an zu lachen,
sie sagten, meine Meinung wäre ihnen scheißegal
und sie banden mich an den Marterpfahl.
Sie gaben mir noch ein Ultimatum bis um Vier
Du kannst gehen aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Dann ließen sie mich dort ganz alleine stehn,
diese Fluchtmöglichkeit ließ ich mir nicht entgehn.
Ich zerriss meine Fesseln und rannte los,
ich wusste meine Chancen waren nicht gerade groß.
Ein Indianer warf sich auf mich, so dass ich fiel,
es ging zu wie bei einem Rugbyspiel.
Er kämpfte wie ein Tiger in seiner Gier,
er sagte: Du kannst gehn aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Doch alles was ich tat war absolut vergebens,
und ich denke mir, das ist nun mal der Lauf des Lebens.
Mal geht es dir schlecht, dann gehts dir wieder gut,
ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut !
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