Sven Hannawald Interview


BERLINER KURIR 7/1-02 berlinonline.de

"Sch�nster Tag meiner Karriere"

Interview

Sie sind der erste Grand-Slam-Sieger der Skisprung-Geschichte ...

Sven Hannawald: "Unglaublich. Mir ist so hei� in der K�lte - der Grand Slam, der Gesamtsieg, die Pr�mien, das Auto. Das ist der sch�nste Tag meiner Karriere. Sch�n, dass meine Schwester mitfeiern kann, heute Abend geht absolut die Post ab. Jetzt bin ich aber einfach nur froh, dass alles vorbei ist."

Wie gro� ist die Nervenanspannung gewesen?

Hannawald: "Gigantisch. Wenn das noch einen Tag l�nger gedauert h�tte, w�re ich gestorben oder h�tte eine Glatze gehabt. Vor den Spr�ngen habe ich gezittert, und bin dann doch wie ein Flugzeug gelandet. Jetzt f�llt alles runter und ich brauche erstmal eine Pause. Ruhe und Ausschlafen."

Haben Sie irgendwann mal an ihrem Triumph gezweifelt?

Hannawald: "Die Nervosit�t hat irgendwie alles weggesp�lt. Ich habe aber st�ndig in meinen K�rper reingeh�rt, und es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ich habe mir immer vorgenommen, dass ich einfach mein Zeug mache, und wenn ich fertig war, kam zum Gl�ck immer ein Fu�ballspiel. Ich hatte auch immer gute Spr�nge, so dass ich nie zu zweifeln angefangen habe."

Vor welchem Gegner hatten Sie den gr��ten Respekt?

Hannawald: "Wenn ich ehrlich bin, hatte ich den meisten Respekt vor mir. Ich bin selbst mein gr��ter Gegner und mache mich immer selbst verr�ckt. Irgendwie bin ich in dem ganzen Trubel doch locker geblieben."

Wer hat Ihnen am meisten geholfen?

Hannawald: "Meine Eltern und meine Trainer. Ich bin stolz, dass ich allen irgendwie etwas zur�ckgeben konnte."

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