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seit 15.11.2002
Ausz�ge aus meiner Autobiographie |
Bis zu meinem 10. Lebensjahr habe ich au�er der mir unbewusst gebliebenen Taufe als S�ugling in Stettin zu Christentum und Kirche keine Beziehung.
| Ich wurde am 21. April (Ostern) 1935 in der 1906 bis 1909 erbauten und von J�rgen Kr�ger entworfenen neogotischen Bugenhagen-Kirche (heute St. Adalbert gewidtmet) in Stettin getauft. |
Mein Vater ist kirchlich v�llig uninteressiert, meine Mutter keine besonders �fromme� Frau, geht aber des �fteren in die Kirche und betet abends mit uns Kindern am Bett. Als wir nach der Flucht in Grevesm�hlen in Mecklenburg landen, dauert es etwa ein Jahr, bis sich das �ffentliche Leben wieder soweit stabilisiert, dass die Schulen ihren Betrieb neu aufnehmen.
| In diese Leere hinein st��t die kreative Aktivit�t zweier aus dem Osten Deutschlands gefl�chteter christlich-pietistischer M�nner, Hollmann und Alexander Kuschfeld , die den Kindergottesdienst in der Grevesm�hlener Kirche aktivieren. |
| Als offizieller Seelsorger amtiert in Grevesm�hlen der alte, kleine und schlanke, wei�haarige und sehr w�rdevolle Propst M�nster, der unter normalen Verh�ltnissen schon l�ngst im Ruhestand gewesen w�re, aber durch den Krieg und seine Folgen noch sein Amt ausf�llt, weil die wehrf�higen M�nner �im Felde� und sp�ter in Kriegsgefangenschaft weilen, es Frauen im Pfarramt damals noch nicht gibt, allenfalls hier und da mal eine Vikarin. |
Der alte Propst ist mit Sonntagspredigt in leisem, schon etwas m�dem Tonfall, vielen Kasualien und Konfirmandenunterricht in riesigen Gruppen voll ausgelastet und h�tte f�r Kinder- und Jugendarbeit weder Kraft und Zeit noch Charisma.
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| Der zweite Pastor,
Friedrich Wilhelm Gasse , ist
noch jahrelang in russischer Kriegsgefangenschaft.
von links nach rechts: Propst Lietz, zuvor Pastor in M�hlen-Eichsen, Propst M�nster, Pastor Gasse (Sp�ter Oberkirchenrat in Schwerin) |
Als meine Mutter die Einladung zum Kindergottesdienst im Schaukasten der Kirche sieht, ermuntert sie mich, dieses Angebot �Sonntagsschule� zu besuchen. Alexander Kuschfeld und Hollmann wirken mit ihrem Kindergottesdienst recht engagiert und segensreich. Jeden Sonntag versammeln sie etwa f�nf bis zehn Dutzend Kinder in der Kirche. Sie haben einen Kreis von Helfern, die in nach Alter differenzierten Untergruppen die biblischen Texte erz�hlen und in kindgem��er Weise interpretieren. Jedes Kind bekommt eine Sammelmappe aus Pappe, in die hektographierte Liedertexte und Bilder zu biblischen Geschichten zu geheftet sind, die Sonntag f�r Sonntag neu verteilt werden. Ich gehe jeden Sonntag regelm��ig und gerne in den Kindergottesdienst und singe begeistert die pietistischen, oft aus England stammenden Lieder, zum Beispiel: �Wenn wir zieh�n, von S�nden frei und rein, in das gelobte Kanaan ein. Jesus, sieh her, ich komm!� oder �Singt froh dem Herrn, ihr jugendlichen Ch�re�. Die fromme Saat f�llt bei mir auf fruchtbaren Boden und geht auf. Sp�ter werde ich selber flei�iger Kindergottesdiensthelfer. Zur Zeit des Vorkonfirmandenunterrichts folge ich einer Einladung zu den Gruppenstunden der kirchlichen Jugend, die zun�chst ein Herr Heydeck, sp�ter der Gemeindediakon Karl Fischer leitet. Fischer ist kein besonders �frommer� Mann, etwas derb, raubeinig und polterig. Er stammte aus dem Schwarzwald, hatte im Rauhen Haus in Hamburg die Diakonenausbildung durchlaufen und dann eine Stelle als Volkspfleger bei der Jugendbeh�rde in Hamburg gefunden. Da seine Frau aus Reppenhagen, einem Dorf bei Grevesm�hlen stammte, war er nach Kriegsende nach Grevesm�hlen verschlagen worden und hatte sich dort f�r einige Jahre als Gemeindediakon verdingt. In den Gruppenstunden erz�hlt er uns ausgiebig von seinen Kriegserlebnissen in Frankreich und seinen Nahkampfkontakten mit amerikanischen Soldaten. In den D�rfern rund um Grevesm�hlen h�lt er Gottesdienste. Auf den Fahrten dorthin begleite ich ihn �fter zusammen mit anderen Jugendgruppenmitgliedern. In dem Jugendkreis lerne ich Hans Gottschalk kennen, mit dem ich mich intensiv anfreunde und jahrelang eng verbunden bleibe.
Mit Karl Fischer unternehmen wir mit etwa neun Jungen, darunter Dieter Polster, Horst Nagler, Hans-Georg Schmeling und Hans Gottschalk, einen Zweitagesausflug zur Ostseesteilk�ste in Brook und �bernachten unterwegs in Reppenhagen bei einem F�rster auf einem Heuboden. Es ist ein pr�gendes gemeinschaftsbildendes Erlebnis. Singen und Gemeinschaftserlebnis, die Gef�hlsebene ansprechende Aktionen sind es vor allem, die mich in christlich-kirchliche Gruppen einbinden. Wir �ben Krippenspiele und Verk�ndigungs-Laienspiele ein und f�hren sie vor. Einige Male �bernehme ich Hauptrollen, so im Krippenspiel als �Josef� oder in dem Spiel �Die Trossbuben�, das wir mehrmals in der Kirche in Grevesm�hlen vor vollem Hause und auch in Dorfkirchen in der Nachbarschaft auff�hren. - Im Konfirmandenunterricht bei Propst M�nster, der damals bei den starken Geburtsjahrg�ngen riesige Gruppen zu unterweisen hat, werden noch in herk�mmlicher Weise gro�e Teile des Kleinen Katechismus, Psalmen und Choralverse auswendig gelernt. Da in der sowjetischen Besatzungszone kein Religionsunterricht in der Schule erteilt werden darf, stellt die Kirche Katecheten an und organisiert selber die �Christenlehre�, an der auch ich teilnehme. Eine der Katechetinnen, Fr�ulein Stolz, gr�ndet einen Blockfl�tenkreis und bringt mir die Fl�tent�ne bei. Willi Gottschalk, Hans� Vater, ein aus Westpreu�en stammender gl�ubiger Pietist, gr�ndet zusammen mit Kuschfeld einen Posaunenchor, in dem auch ich das �Tr�ten� lerne, zun�chst auf einem Tenorhorn, sp�ter mit der Zugposaune. Dieter Kuschfeld spielt Piston, Hans Gottschalk Fl�gelhorn und sp�ter Tuba.
Der Posaunenchor in Grevesm�hlen unter Leitung von Willi Gottschalk. Ich bin ganz links auf dem Bild. |
So werde ich ein frommer Knabe und noch frommerer J�ngling. Hans Gottschalk (2007 verstorben) will Pastor werden, ich voll jugendlicher Begeisterung Missionar.
Dobbertiner
Bruderschaft
Vom 11. bis 16. April 1949, in der Karwoche, findet auf dem Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf eine �R�stzeit� der �Dobbertiner Bruderschaft� statt. Der mecklenburgische Landesjugendpastor Wellingerhof hatte alle jungen M�nner eingeladen, die sich mit dem Gedanken trugen, als Pastoren oder in anderen kirchlichen Berufen in den hauptamtlichen Dienst der Kirche zu treten. In meiner damaligen pubert�ren Phase will ich Missionar werden.
�ber den Diakon Karl Fischer erhalte
ich auch die Einl
| Teilnehmer der Jungen Gemeinde aus Grevesm�hlen am Landesjugendtag 1950 der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Mecklenburgs in G�strow |
Besondere Erlebnisse sind die
Landesjugendtage in G�strow, zu denen
Tausende junger Leute aus ganz Mecklenburg j�hrlich
zusammenkommen, so am 19. Juni 1949. Von Grevesm�hlen aus
fahren wir in einer Gruppe mit einem Lastkraftwagen um 6 Uhr
fr�h ab, um gegen 8.50 Uhr in G�strow zu sein. Gottesdienste
in Dom und Pfarrkirche mit Predigten bekannter Theologen aus ganz
Deutschland, gemeinsames Singen im Garten der Superintendentur,
Verk�ndigungsspiel auf dem Domplatz: �Glaube und Heimat�.
1950 findet wieder ein Landesjugendtag in G�strow statt, an dem
wir mit etwa 30 Jungen und M�dchen aus Grevesm�hlen
teilnehmen.
Mehrere
Tagestreffen der Dobbertiner Bruderschaft im
Gemeindehaus der Schelfkirche in der Puschkinstra�e in Schwerin
vertiefen die Erlebnisse der Karwochen-Freizeiten, so am Bu�-
und Bettag 1949 (16. November) mit Teilnahme am Gottesdienst in
der Schelfkirche, Bericht von Pastor Vo� �ber die
�Kessiner Bruderschaft� und Teilname am
Aussprachenachmittag der Schweriner Jugendkreise im Wichernhaus.
- Ein zweites solches Treffen findet am 23.112.50 von 9 bis 18 Uhr
statt mit Morgenwache, Bibelarbeit, Vortrag des Landesbischofs
Beste �ber �Probleme unserer Kirche in der Gegenwart�
und Berichten von Theologiestudenten.
Vom
3. bis 8. April 1950 weile ich zum zweiten Male zusammen mit Hans
Gottschalk zu einer Karwochen-R�stzeit der Dobbertiner
Bruderschaft f�r kirchlichen Berufsnachwuchs auf dem Michaelshof
in Rostock-Gehlsdorf.
Von Oktober 1950 bis Mai 1953 lebe ich in Schwerin und durchlaufe dort eine Ausbildung bei der Deutschen Post. Ich lebe im Postlehrlingsheim.
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Unser Lehrlingsheim in Schwerin-G�rries war fr�her einmal Dienstvilla des Fliegerhorstkommandanten und liegt abseits, ruhig und idyllisch am Ufer eines Sees. Mit einem guten Dutzend Lehrlingen wohnen wir hier zusammen mit dem Heimleiterehepaar Trulson. Fast alle Heimbewohner werden als Fernmeldemonteure (�Strippenzieher�) ausgebildet. Nur Ulrich Fentzahn und ich sind �Paketheber�. Nach einigen Tagen ziehe ich mit Lothar Goeritz zusammen in ein Zimmer. Der dritte Bewohner unserer Bude ist Dieter Vierus, �berzeugter FDJler und Materialist. Ich muss mich erst in die neuen Verh�ltnisse einleben. Die ersten Tage bei der Post sind hart f�r mich. In dieser ersten Zeit bin ich recht niedergeschlagen, aber bald habe ich das Tief �berwunden. - Zu Beginn der Ausbildung werde ich zur Schweigepflicht vergattert: Ich habe das Postgeheimnis zu wahren und besonders darf niemandem etwas �ber die Zensurabteilung erz�hlt werden, die auch f�r uns Postbedienstete streng tabu ist. Alle Post kommt sofort nach der Kastenleerung vor dem Stempeln zu der in einem Seitenfl�gel untergebrachten von der Stasi verwalteten Zensurstelle. Wir legen die S�cke dort vor die T�r und bekommen sie irgendwann wieder zur�ck. - In unserem Jahrgang sind wir ungef�hr 20 Lehrlinge, Jungen und M�dchen in meinem Alter. Zweimal w�chentlich haben wir im Postamt Fachunterricht und allgemeinbildende F�cher in der nahegelegenen Kaufm�nnischen Kreisberufsschule. Den Fachunterricht erteilt unser p�dagogisch sehr bef�higter Ausbildungsleiter Hansen. In Fachkunde ist die �Allgemeine Dienstanweisung� Grundlage des Unterrichts. In �Fachgeographie� lernen wir die Stationen der Eisenbahnstrecken ganz Deutschlands auswendig: im mecklenburgischen Bereich jede Station, im entfernteren Deutschland alle gr��eren St�dte. In der allgemeinen Geographie werden die vorhandenen Schulkenntnisse weltweit gr�ndlich aufgefrischt und vertieft. Die praktische Ausbildung erfolgt in unterschiedlichen Abteilungen. Zun�chst bin ich in der Wertabteilung, in der Einschreiben und Wertbriefe gesondert l�ckenlos nachgewiesen werden, sp�ter in der Zustellung, der Briefsortierung, bei der Bahnpost und im Schalterdienst besch�ftigt. Die Werktage verbringe ich in Schwerin. Morgens versorge ich mich im Lehrlingsheim selber mit Fr�hst�ck. Mittag- und Abendessen bekomme ich in der Werkk�che der Post. Beim Postamt Schwerin durchlaufe ich eine durch Krankheit unterbrochene zweij�hrige Ausbildung.
Fast jeden Morgen fahre ich fr�her los, entweder per Fahrrad oder eine Station mit dem Zug, um vor der Arbeit um 7 Uhr im Dom an der �Morgenwache�, einer zehnmin�tigen Andacht, teilzunehmen, die wir Jugendlichen der Jungen Gemeinde umschichtig selber stehend vor dem Altar halten. Zum Abschluss singen wir immer den Choral �Erhalt uns Frieden gn�diglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist ja doch kein andrer nicht, der f�r uns k�nnte streiten, denn Du unser Gott alleine.�
Am Wochenende fahre ich in der Regel nach Grevesm�hlen, wo ich sonnabends meistens am Posaunen�ben teilnehme und mich ansonsten viel mit Hans Gottschalk treffe, der in Grevesm�hlen die Oberschule besucht. Nachdem wir gut ein Jahr lang in G�rries im Lehrlingsheim gewohnt hatten, ziehen die Fernmeldelehrlinge in ein neues Heim um und es kommen im neuen Lehrjahr nur noch M�dchen zur Gelben Post, auch zu uns beiden verbliebenen m�nnlichen Postlehrlingen ins Lehrlingsheim.
| Einige Zeit sp�ter beansprucht die sowjetische Rote Armee unser Haus in G�rries und stellt uns statt dessen in der Schlossgartenallee, wo sie ein gro�es Areal von beschlagnahmten Villen r�umt, ein Geb�ude zur Verf�gung. Hier wohnen wir noch sch�ner, weil dichter an der Stadt. |
Vor unserem Hause vorbei f�hrt die
Stra�enbahnlinie zur Innenstadt. Obwohl eine Fahrt nur 20
Pfennig kostet, fahre ich bei gutem Wetter immer mit dem Fahrrad.
W�hrend meines Aufenthaltes in Schwerin nehme ich weiterhin rege am Leben der Jungen Gemeinde teil.
W�hrend
meiner Zeit in Schwerin erlebe ich in der vollbesetzten
Schelfkirche Albert Schweitzer anl�sslich eines Vortrages live.
Zu dieser Zeit lese ich mit Begeisterung und gro�em Gewinn das uns von P.W. empfohlene Buch �Las Casas vor Karl dem V.�, in dem von dem engagierten Eintreten des sensiblen spanischen Dominikanerm�nches f�r die Rechte der indianischen V�lker und gegen die Unterdr�ckung und Ausrottung durch die Konquistadoren berichtet wird. Auch Hans-Otto W�lbers neunteilige Reihe �Studienbl�tter f�r evangelische Jugendf�hrung� arbeite ich mit Interesse durch, ohne zu ahnen, dass er sp�ter mal mein Dozent sein wird. Regelm��ig beziehe und lese ich auch die Zeitschrift der Jungen Gemeinde �Die Stafette�.
| Kirchentag in Berlin 1951 Mit vielen Jugendlichen aus Schwerin und einigen Freunden aus Grevesm�hlen zusammen nehme ich im Juli 1951 am legend�ren Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin teil, der noch gesamtdeutsch �ber die Sektorengrenzen hinweg gefeiert wird. Es ist ein �berw�ltigendes Ereignis. Pause auf der Reise nach Berlin: mit Hans Gottschalk und Adolf M�ller (ich im offenen Kragen) |
�Der Kirchentag war ein einzigartiges Erlebnis. Man kann sich in einen Israeliten der Zeit Christi versetzen, der zusammen mit vielen tausend Gleichgesinnten zu Festzeiten nach Jerusalem zum Tempel pilgerte. Leider klappte die geplante Radfahrt nicht, da ich in der Woche vorher eine Panne am Rad hatte und kein Fahrradmonteur die Reparatur annahm. So fuhr ich mit dem Sonderzug der Deutschen Reichsbahn und konnte auch mein Tenorhorn mitnehmen, was ich nicht bereue. Durch den Dienst als Bl�ser konnte ich zwar manche Veranstaltung nicht besuchen, zu der ich sonst gerne gegangen w�re, daf�r hatte ich beim Blasen in den gro�en Ch�ren segensreiche Erlebnisse. Besonders sch�ne Erinnerungen habe ich an die Jugendkundgebung im Walter-Ulbricht-Stadion und an den Vortrag von Pastor Wilhelm Busch in einer der Messehallen am Funkturm. Von der Abschlusskundgebung hatte ich leider nicht so viel, da die Posaunenbl�ser in drei riesige Ch�re aufgeteilt waren und mein Chor auf dem Maifeld blies, w�hrend die Kundgebung im �berf�llten Olympiastadion stattfand und per Lautsprecher zu uns �bertragen wurde.�
Leitbilder
W�hrend meiner fr�hen Jugend sind vier hauptamtliche Kirchenm�nner, alle im Alter um die 30 herum, f�r mich pr�gend: der bereits erw�hnte Friedrich Franz Wellingerhof, damals g�ngige Kurzbezeichnung P.W., der als Landesjugendpastor f�r ganz Mecklenburg, aber besonders auch im Stadtbereich Schwerin segensreich wirkt. - Sein Vater war Diakon des Stephanstiftes Hannover und offenbar um 1912 herum Hausvater der Herberge zur Heimat in der Hartestra�e 21 in Rostock, gleichzeitig mit dem dortigen Lesezimmer die erste Seemannsmissionsstation in Rostock.
Von herausragender Bedeutung f�r mich als Leitbild ist Diakon Gerhard Luckow, den ich als meinen geistlichen Vater betrachte, und der Anfang der 50er Jahre das Amt des Landesjugendwarts f�r Mecklenburg ausf�llt, sp�ter in G�strow ein Lehrlingsheim �bernimmt, dann in Berlin f�r die Innere Mission wirkt und zuletzt ein gro�es Heim f�r Behinderte in Templin leitet. In einer Patengemeinde in Ostberlin, die ich sp�ter von Soest aus betreue, wohnt auch Diakon Gerhard Luckow, den ich in Berlin mit Monica zusammen auch einmal besuche. Er arbeitet in den 60er Jahren in Ostberlin f�r das Diakonische Werk. Jahrelang verwalte ich f�r ihn ein Westgeldkonto und schicke ihm davon nach Wunsch und Bedarf Kleidung und Haushaltsger�te f�r seine gro�e Familie. Sp�ter geht Luckow als Leiter des Waldhofes, einer Behinderteneinrichtung der Diakonie, nach Templin. Zu der Zeit habe ich aber kaum noch Kontakt zu ihm. Einige Monate nach seinem Tode schreibt mir seine Witwe Helga aus Templin:
�... Es ist
nun schon viele Monate her, seit wir meinen Mann auf dem Friedhof
des Waldhofes begruben. Sie wissen vielleicht, dass mein
Mann von 1971 bis zu seinem ersten Herzinfarkt im Jahre 1980 den
Waldhof leitete, eine psychiatrische Pflege- und
F�rdereinrichtung mit 200 Betten. Da Sie meinen Mann
kannten, k�nnen Sie sich sicher vorstellen, wie er diese Arbeit
getan hat: �Entweder Ihr gebt mir Geld und M�glichkeit zu
bauen oder Ihr macht das Haus zu!� So hie� es 1971.
Es waren gute und harte Jahre. Die Arbeit meines Mannes hat
ihre Spuren hinterlassen. In den letzten Jahren nach seiner
Invalidisierung hat er endlich das tun k�nnen, was ihm nie
m�glich war und ihm doch so sehr am Herzen lag: Er konnte sich
um den einzelnen Heimbewohner k�mmern, der zu ihm kam
......�
| Zwei Neinstedter Diakone pr�gen meinen
Berufswunsch: Gerhard Luckow, Landesjugendwart in Mecklenburg und Eberhard Br�sel, Stadtjugendwart f�r Schwerin |
Zwei weitere Neinstedter Diakone sind zu nennen: Eberhard Br�sel, Stadtjugendwart f�r Schwerin, der etwa 1952 pl�tzlich Hals �ber Kopf in den Westen fliehen muss, nachdem er vier Monate lang w�chentlich im Arsenal von Stasioffizieren verh�rt und bedroht worden war. Er leitet in S�dwestdeutschland zun�chst ein Heim f�r Fremdenlegionsfl�chtlinge und arbeitet jahrzehntelang im Schwarzwald f�hrend in der christlichen Jugenddorfbewegung, zuletzt 24 Jahre in Altensteig, wo der Vater von 7 Kindern und Opa von 10 Enkeln jetzt seinen Ruhestand verbringt. Er wird in Schwerin als Stadtjugendwart von Bernhard Kr�nz abgel�st, der sp�ter als Gemeindediakon zu P.W. nach Gnoien geht und darnach eine Pfarrstelle in dem kleinen Dorf L�bsee zwischen Sch�nberg und Grevesm�hlen �bernimmt, wo ich ihn in den 60er Jahren auch mal zusammen mit meiner Frau Monica besuche.
| W�hrend der R�stzeiten der Dobbertiner Bruderschaft in Rostock-Gehlsdorf f�r Jungen, die sich mit dem Gedanken tragen, einen kirchlichen Beruf zu ergreifen, begegne ich das erstemal Gerhard Luckow, dem damaligen mecklenburgischen Landesjugendwart, der mir als Jugendlicher Identifikationsfigur wird, den ich sp�ter als meinen geistlichen Vater betrachte und der den Wunsch in mir wachsen l�sst, selber Diakon zu werden. |
In M�hlen-Eichsen, einem kleinen Dorf zwischen Grevesm�hlen und Schwerin erlebe ich als 14j�hriger �Knabe� in einer Gruppe Gleichaltriger einige Monate nach meiner Konfirmation vom 29.7. bis 4.8.1949 eine Freizeit unter Leitung Gerhard Luckows und seines Assistenten Hans Reinke (Dobbertiner Bruderschaft) im Pfarrhaus des seinerzeit dort amtierenden kinderreichen Pastors Hannes Lietz (sp�ter Propst in Grevesm�hlen). Die Freizeitlosung hei�t: �Sieger m�ssen bei Christus sein�, nach dem Refrain des in dieser Freizeit erlernten und immer wieder gesungenen Liedes �Hei� das Blut, das die Adern durchrauscht, kalt der Wind, der das Fahnentuch bauscht, hei� oder kalt, ja oder nein, niemals wollen wir lauwarm sein. - Fest den Blick in das Dunkel gespannt. Fest das Herz und die Nacht ist gebannt! Hei� oder kalt, ja oder nein! Schlagt dem Teufel die T�re ein! - Halber Wille ist ganzer Verzicht. Halbe Menschen gefallen Gott nicht. Hei� oder kalt, ja oder nein! Sieger m�ssen bei Christus sein.� Die Lieder dieser Nachkriegs-Jugendbewegung sind oft schmissig und strotzen von k�mpferischen Begriffen. Oft werden sie im Marschrhythmus gesungen. Und die Kanons! Immer und �berall werden Kanons gesungen, oft mit sehr sch�nen seelsorgerischen Texten und herrlichen Melodien: �Und ob das Herz auch klagt, ausharr ich unverzagt, wer Gottes Pfad gewagt, tr�gt still sein Kreuz�, �Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen� oder �Dona nobis pacem�. Die Lieder, das gemeinsame Singen, die Gemeinschaft bewirken mehr als alle Predigten und Vortr�ge. Wir schlafen auf dem Heuboden des Pfarrhauses und halten im Gemeinderaum unsere Bibelarbeiten, Singstunden und sonstigen Veranstaltungen ab. Diese Begegnung mit einem engagierten Diakon ist f�r mich stark pr�gend f�r meinen sp�teren Berufswunsch. Ein markantes Ereignis dieser Woche ist f�r uns Halbstarke ein besonderes Abenteuer und sollte f�r Luckow noch ein Nachspiel haben: Vom damaligen Bischof Niklot Beste bekommt Luckow eine offizielle disziplinarische �Zigarre�, weil er am sp�ten Abend des 31.7.1949 in der D�mmerung mit uns ins benachbarte, einige Kilometer entfernte Dorf Cramon zieht, wo eine M�dchenfreizeitgruppe ebenfalls in der Pfarrscheune auf Heu und Stroh gerade im ersten Schlaf ruht. Mit einem schauerlichen Geheul rund um die Scheune bringen wir die jungen Damen zu mittern�chtlicher Stunde nach
Luckows
Aktionsplan in gr��te Angst und Panik. Die Mentalit�t
der Zeit ist wohl noch stark gepr�gt von Verhaltensmustern der
romantischen Jugendbewegung und auch noch von den rauen Sitten
der gerade erst zu Ende gegangenen Epoche der Hitlerjugend mit
Sinn f�r derlei grobe Scherze. Darauf gibt es seitens der
Freizeitleitung der M�dchen eine Beschwerde bei der
Landeskirchenleitung und in Folge die Zitierung Luckows zum
Bischof.
Toitenwinkel
In der Karwoche 1951 nehme ich vom 19. bis 24. M�rz an einer R�stzeit in Toitenwinkel bei Rostock f�r Jugendliche teil, die als Diakone, Katecheten oder sonst wie als Nicht-Volltheologen hauptberuflich in den kirchlichen Dienst zu treten beabsichtigen. Auch diese Freizeit wird von Diakon Gerhard Luckow geleitet.
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Neben mir sind es 13
Teilnehmer: Erhard Bremer, *21.01.35, Rolf Br�ker,
*5.08., sp�ter Organist in Dornburg bei
Magdeburg, Klaus Hartig, *12.35, sp�ter Pastor in
Rittmannshagen, Werner Klug, Klaus Kr�ger, *13.01.36,
sp�ter Diakon, Hartmut Lange, Spitzname: Igel, Willi
Lange, *17.02.36, sp�ter Pastor in Dreveskirchen bei
Wismar, Rolf N�lle, *16.01.36, Harry Salowski, sp�ter
Pastor, *23.03.30, sp�ter Pfarrer in Velefanz im
Brandenburgischen, Siegfried Schlowik, *7.09.36,
Klaus-Dieter Schuldt, *22.02.36, sp�ter Kirchenmusiker
in Rostock, Tassilo Stolz, *29.03.37, ging sp�ter zur
NVA und wurde Volkspolizist in Warnem�nde, Wolfgang
Weidler, *20.03.36, Spitzname: Jonny. Oben in der Mitte bin ich im karierten Hemd im Bild |
Teilnehmer der R�stzeit f�r an diakonischen Berufen interessierte Jugendliche in Toitenwinkel bei Rostock in der Karwoche 1951 |
Toitenwinkel ist zu der Zeit noch ein von Gehlsdorf etwas entfernt liegendes einsames Dorf in weiter Flur. �berseehafen und Autobahn gibt es noch nicht. An der sch�nen alten gotischen Dorfkirche amtiert Pastor Bahr, der mit einigen Vortr�gen und Gespr�chen aktiv an unserer R�stzeit teilnimmt, so �ber �Das 6. Gebot� und zum Thema �Warum lutherisch?�: sola fide: allein aus dem Glauben! - sola scriptura: allein aus der Schrift! - nur die Kirche darf sich lutherisch nennen, die sich alleine auf die Schrift st�tzt! - sowie �ber �Apologetik� und �Mein Dienst als Pastor�. Luckow referiert zum Thema: �Mein Dienst als Diakon�: Der angehende Diakon hat drei Entscheidungen zu treffen: 1. Christus ja oder nein, 2. den bisherigen Beruf aufgeben, 3. mit der Kirche als menschlicher Institution fertig werden. Luckow erz�hlt uns, wie er selber zu der Entscheidung kommt, Diakon zu werden. Er war begeisterter deutscher Soldat mit patriotischem Kampfgeist f�r den �Endsieg�. Der Zusammenbruch Deutschlands zerst�rte alle seine Ideale und Hoffnungen. In der Gefangenschaft erkrankte er lebensbedrohlich. In dieser Situation betete er und legte ein Gel�bnis ab: �Lieber Gott, wenn Du mich hier wieder lebendig herausbringst, will ich Dir lebenslang dienen!� Als er sich sp�ter erkundigte, wie ein solches Dienen wohl m�glich sei, riet man ihm, Diakon zu werden. So kam er nach Neinstedt und pflegte geistig Behinderte. Diakonie sei w�rtlich �bersetzt: Dienen durch den Staub, Sklavendienst. Er macht es uns an einem Beispiel klar, das er erlebt hat: In Neinstedt sei eine Toilette verstopft gewesen. Die stinkende Kloake habe darin bis zum Rand gestanden. Er sollte sie wieder gangbar machen. Sein Vorsteher, Pastor Knolle, habe von ihm verlangt, mit seinem Arm bis zum Ellenbogen da hineinzugreifen, um die Verstopfung zu beheben. Als er sich nach einigem inneren Widerstand dazu durchgerungen habe, habe er gewusst, dass er allen Versuchungen standgehalten habe, seinen Weg der Diakonie, den Dienst durch Staub und Kot, aufzugeben. Dieses Beispiel wird mich selber sp�ter in meiner eigenen Diakonenausbildung noch oft befl�geln, Versuchungen im Dienst zu widerstehen. - Weitere Themen: �Stegreifspiel�, �Geschichte der Diakonie� an drei Tagen: 1. Biblische Grundlagen, 2. Entwicklung des Diakonenamtes in der Kirchengeschichte, 3. Diakonie in den letzten 100 Jahren�. - Wir haben Diakonensch�ler vom Michaelshof zu Gast und wandern nach Gehlsdorf, um das dortige Werk der Inneren Mission zu besichtigen. Die t�glichen Bibelarbeiten befassen sich mit Passionstexten des Johannes- (13, 1-17) und des Lukasevangeliums, Kapitel 23.
go west
Es ist Mitte Mai 1953. Ende Juni soll die Lehrabschlusspr�fung bei der Post stattfinden. Da kommt ein neues, nicht eingeplantes Hindernis: Der Kirchenkampf spitzt sich zu. Die evangelische Jugend innerhalb der DDR wird vom atheistischen Staat als Feind betrachtet und soll ausgeschaltet werden. Unsere Treffen, die stark bibelzentriert stattfinden, werden von Stasileuten besucht und beschattet. Man will uns m�rbe machen.
In der FDJ-Zeitung �Junge Welt�, aber auch in der �Ostsee-Zeitung� im Bezirk Rostock erscheinen Anfang Mai 1953 fast t�glich Hetzartikel gegen die Junge Gemeinde, gegen Pastoren und Hausv�ter diakonischer Einrichtungen. In Nr. 106 der �Ostsee-Zeitung� vom 7. Mai 1953 hetzt man gegen den Grevesm�hlener Pastor Lietz. In dem Zeitungsartikel wird die Junge Gemeinde als �Spionageorganisation� und �faschistische Mordorganisation� bezeichnet. Auf derselben Seite dieser Zeitung hei�t es unter der �berschrift:
�Jugendliche
wollen sich nicht missbrauchen lassen:
Grevesm�hlen.
Immer mehr erkennen die jungen Menschen, dass sie in der
Spionageorganisation �Junge
Gemeinde� nichts zu suchen haben. So erkl�rt uns
die Obersch�lerin Erika Beier: �Ich habe in der
�Jungen Welt� gelesen und erkl�re hiermit, dass ich
aus der �Jungen Gemeinde� austrete. Die
Jugendfreundin Christa Hecht bemerkt: �Ich bin seit 1952 in
der �Jungen Gemeinde� gewesen. Nachdem ich ihre
sch�ndliche Arbeit zur Kenntnis genommen habe, erkl�re ich
hiermit meinen Austritt aus der �Jungen Gemeinde�.
�hnlich �u�erten sich ...�
Und
so geht es weiter.
Solche erpressten Abwendungsbekenntnisse erscheinen fast t�glich in den DDR-Zeitungen. Auf dem flachen Lande und in den kleineren St�dten werden zuerst die christlichen Sch�ler aus den Oberschulen verwiesen, soweit sie nicht bereit sind, sich �ffentlich von der Kirche loszusagen. Mein Freund Hans Gottschalk ist bereits kurz vor dem Abitur aus der Oberschule entlassen worden. Noch h�lt sich die Betriebsleitung bei der Deutschen Post in Schwerin zur�ck, doch bald w�chst der Druck auf sie, und unseren Ausbildern bleibt keine Wahl: Man muss etwas gegen uns unternehmen. Mehrere Kolleginnen und ich, von denen bekannt ist, dass wir uns zur Jungen Gemeinde halten, werden am 13. Mai in Anwesenheit der Ausbilder Hansen, Gerth und Meltz und des Lehrlingsheimleiters Trulson zu einer Besprechung in den Kulturraum des Postamtes zusammengerufen und aufgefordert, eine Resolution zu unterschreiben, in der wir die Junge Gemeinde als �Tarnorganisation der westlichen Imperialisten� erkennen und uns verpflichten, �deren Machenschaften zu verabscheuen und zu verurteilen�. Solche �Resolutionen� aus Schulen und Betrieben findet man ja zur Zeit fast t�glich in den Zeitungen. Die Kolleginnen bringt man alle dazu, zu unterschreiben. Ich weigere mich. Damit ist meine Zukunft besiegelt! Eine berufliche Zukunft bei der Post gibt es nicht mehr. Die will ich ohnehin nicht, denn f�r mich steht sowieso fest, dass ich Diakon werden will. Daf�r ben�tigte ich jedoch zuvor eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach einer schweren Rippenfellentz�ndung hatte ich mir eine Lymphdr�sentuberkulose zugezogen, gegen die es in der DDR keine Medikamente gab. Aber mit meiner Erkrankung ist mir auch die Diakonenausbildung verbaut. F�r uns Christen in der DDR gilt die Devise: Trotz Verfolgung durch die staatlichen Organe: Ausharren! Keine Flucht in den Westen. Aber welche Perspektiven habe ich in meinem Fall? Ich wollte nach dem Abschluss der Lehre bei der Post nach Neinstedt im Harz in die Diakonenausbildung gehen, aber die Neinstedter Anstalten sind kurz zuvor verstaatlicht worden. Hinzu kommt, dass mir bekannt geworden ist, dass im Westen die ersten erfolgversprechenden Medikamente gegen die Tbc auf den Markt gekommen sind. Ich fahre sofort nach Grevesm�hlen, um die Lage mit meinen Eltern zu besprechen. Mein Vater ist emp�rt. Er verlangt, dass ich mich anpasse, unterschreibe. Er ist pers�nlicher Kraftfahrer des Genossen Vorsitzenden des Rates des Kreises (fr�her sagte man Landrat). Dieser hatte ihn ohnehin schon mit der kritischen Bemerkung konfrontiert, es sei f�r einen Parteigenossen ehrenr�hrig, einen �Kugelkreuzler� als Sohn zu haben. �Ihr sollt Gott mehr gehorchen als den Menschen.� Das Familienklima ist gespannt. Mutter r�t mir zu, in den Westen zu gehen. Ich habe innerhalb weniger Stunden einen inneren Kampf auszufechten.
Am
fr�hen Morgen des 14. Mai 1953 steige ich mit nur einer
Aktentasche als unauff�lliges Gep�ck in Grevesm�hlen in den Zug, um
auf dem Umweg �ber Neubrandenburg nach Berlin zu fahren. Die
Zonengrenze ist undurchl�ssig. Nur das Schlupfloch Berlin
ist noch geblieben. Dort kann man noch ungehindert mit der
S-Bahn oder zu Fu� die Sektorengrenze �berqueren. Aber
rings um Gro�-Berlin herum hat die Volkspolizei einen
Kontrollring gelegt. Viele fluchtverd�chtige Reisende
werden aus den Z�gen geholt und nach Verh�ren zur�ckgeschickt.
Falls es in meinem Falle zu einer Kontrolle kommen sollte, will
ich zu einer Familienfeier, einer �Silberhochzeit� zu
Verwandten, zur Tante Toni Seth, in Berlin-Treptow. Ein
�Geschenk� habe ich in der Aktentasche, sonst nur
Wasch- und Rasierzeug, nichts was auf eine Flucht hindeuten
k�nnte. Ich komme aber ungehindert nach Berlin hinein und
mit Herzklopfen mit der S-Bahn auch in den Westsektor. Hier
begebe ich mich nach Tempelhof, wo seit Jahren Ulla Schiele,
geborene Feilke, mit ihrem Mann wohnt. Dort bleibe ich die
erste Nacht. Am n�chsten Morgen suche ich die kirchliche
Beratungsstelle f�r junge Fl�chtlinge aus der DDR auf, deren
Adresse ich im Kopf habe. Ich werde aufgefordert, mir mein
Vorhaben doch noch einmal gr�ndlich zu �berlegen, es k�nnten
doch nicht alle weglaufen, was solle dann aus der Kirche in der
DDR werden. Daf�r hatte ich die Reise nach Berlin nun doch
nicht auf mich genommen. Ich habe mich fest entschieden und
bin mir meiner Sache sicher. So nennt man mir die Anschrift
der Kontaktbeh�rde. In diesen Wochen und Monaten kommen
t�glich tausend oder gar mehrere tausend Menschen �ber Berlin
in den Westen. Ein gro�er Exodus blutet die DDR aus, bis
Ulbricht am 13. August 1961 die Mauer bauen l�sst. Auf dem
Messegel�nde am Funkturm sind in den gro�en Ausstellungshallen
riesige Auffangb�ros eingerichtet worden. Ich kenne das
Gel�nde noch vom Kirchentag in Berlin 1951 her. Vor zwei
Jahren war ich hier gewesen. So beantrage ich nun die
�Notaufnahme�. Ich bekomme einen
�Laufzettel�. Es beginnt das Stempelsammeln:
einer vom amerikanischen Dienst, der n�chste vom britischen, der
dritte vom franz�sischen, der vierte von einer �rztlichen
Dienststelle. Ich werde Inhaber eines Gesundheitspasses
f�r Fl�chtlinge. Die �rztliche Untersuchung ist
gr�ndlich und bewirkt sofort, dass ich in ein Krankenhaus nach
Tegel eingewiesen werde.
W�hrend
meines Aufenthaltes in Berlin werden in der DDR pl�tzlich die
straff angezogenen Z�gel wieder gelockert: Der �Neue
Kurs� wird eingel�utet, gem�� dem Motto: Vom gro�en
Bruder lernen. So etwas gab es in den zwanziger Jahren auch
bereits einmal in der Sowjetunion: Die NEP, die �Neue
�konomische Politik�. Die Verfolgung der Kirche wird
abgeblasen, einige Ma�nahmen r�ckg�ngig gemacht. Die von
den Oberschulen verwiesenen christlichen Abiturienten k�nnen ihr
Abitur nachholen. War also meine Flucht umsonst? Im
Hinblick auf meine Heilungschancen durch die neuen Medikamente im
Westen war mein Entschluss der einzig richtige. So bleibe
ich, bekomme einen provisorischen Personalausweis der Stadt
Berlin und werde am 13. Juni 1953 mit anderen jungen
Fl�chtlingen von Berlin nach Hannover �ausgeflogen�
und am selben Tage per Autobus in das Durchgangslager Sandbostel
gebracht. Das Lager Sandbostel im Moor bei Bremerv�rde
hatte zur NS-Zeit als H�ftlingslager gedient. Auf der
Latrine empfangen mich Spr�che wie: �Erst wenn du in der
Fremde bist, wei�t du, wie sch�n die Heimat ist.� Hier
bricht eine Epidemie aus: Typhus oder dergleichen. Auch ich
werde nicht verschont, �berstehe es aber schnell. Eine
Quarant�ne schlie�t sich an. Nach drei Tagen
Lageraufenthalt dringen aufregende Meldungen an unsere Ohren:
Die Bauarbeiter der Stalinallee in Ostberlin f�hlen sich durch
den Neuen Kurs ermutigt und protestieren gegen die hohen
Arbeitsnormen. Daraus entwickelt sich ein Volksaufstand,
der auch auf andere St�dte in der DDR �bergreift. Auch in
Schwerin gibt es Proteste. Wir kommen kaum noch von den
Lautsprechern weg. Die Russen setzen Panzer ein und w�lzen
die �von Westagenten angezettelte Konterrevolution�
brutal nieder.
Stukenbrock
Drei Wochen sp�ter werde ich an das Land Nordrhein Westfalen �bergeben. Man bringt uns, wieder per Bus, in das Lager Stukenbrock in der Senne, einer Heidelandschaft zwischen Bielefeld und Paderborn. Auch hier werden mir noch drei Wochen Quarant�ne auferlegt. Ich komme wieder ins Krankenrevier und finde hier meinen gesundheitlichen Retter. Der Lagerarzt legt mir die neu auf dem Markt befindlichen Tabletten �Neoteben� gegen die Tuberkulose in die offenen Wunden am Hals und am Oberschenkel. Nach einigen Wochen beginnen die Wunden langsam zuzuwachsen. - Auch dieses Lager hatte bereits zur NS-Zeit als Gefangenenlager gedient. Ein riesiger benachbarter Russenfriedhof erinnert noch heute an diese Zeit. In der N�he des Lagers befindet sich ein gro�er Truppen�bungsplatz der Britischen Rheinarmee. An das halbe Jahr in der Senne denke ich gerne zur�ck! Mit den etwa gleichaltrigen anderen jungen Fl�chtlingen unternehme ich in diesem Sommer und Herbst ausgiebige Wanderungen durch das Heidegebiet zur Emsquelle und �ber den Truppen�bungsplatz und durch den Teutoburger Wald zum Hermannsdenkmal. In der Bastelstube produzieren wir Laubs�gearbeiten. Nach und nach schickt mir meine Mutter einen gro�en Teil meiner in Schwerin und Grevesm�hlen zur�ckgelassenen...
Von Stukenbrock aus hatte ich bereits Bethel besucht und mir die dortige Diakonenanstalt Nazareth angeschaut. Ich tendiere jedoch mehr nach Hannover und bewerbe mich von Westerland aus, wo ich drei Monate lang zu einer Kur weile, um die Aufnahme als Diakonensch�ler beim Stephansstift, zu dessen Einzugsgebiet vor dem Kriege auch das lutherische Mecklenburg geh�rte, werde aber auf Grund meiner gesundheitlichen Risiken abgelehnt. So resigniere ich und halte das Ziel, Diakon zu werden, f�r vorerst nicht realisierbar.
Thomas and Anna Potter, Nashville, TN, USA translated this for me. I thank them very much.
My Way to the Church
Until my 10th year, I had no relationship to the church except for my christening as a infant in the Bugenhagen church in Stettin. My father was completely uninterested in the church, but my mother, who was not an especially devout woman, went more often to church and said bedtime prayers with us children each evening. When we landed in Grevesm�hlen in Mecklenburg after our flight, it was about a year until public life again stabilized and the schools began operating.
| This interim void was filled with the creative activity of Hollmann and Dieter Kuschfeld, two dedicated Christians who had fled from East Germany and had reintroduced a children�s worship service in the Grevesm�hlen church. |
Installed as the official
pastor in Grevesm�hlen was the Provost of M�nster, a small,
thin, white-haired and very solemn man, who under normal
circumstances would have long since been in retirement, but, due
to the war and its aftermath, still filled his office because men
fit for military service were �in the field� and later
in prisoner-of-war camps, and there were then no women serving as
pastors, except as a substitute here and there.
The old Provost preached his Sunday sermons in a soft, somewhat tired voice, and occasionally conducted wedding and funerals, and confirmation instruction for large groups, but had neither the strength, time nor charisma for work with children and youth.
|
The second pastor, Friedrich Wilhelm Gasse, was incarcerated for many years as a Russian prisoner-of-war.
| From left to right: Provost Lietz, formerly Pastor in M�hlen-Eichsen; Provost M�nster, Pastor Gasse (later Senior Superintendent in Schwerin). |
When my mother saw the
invitation to the children�s worship service on the church
bulletin board, she encouraged me to attend �Sunday
School.� Kuschfeld and Hollmann were really engaged in their
ministry of religious education for children which was a blessing
to all. Each Sunday, they gathered five to 10 dozen children in
the church. They had a circle of helpers, who in age-graded
sub-groups, explained biblical texts in ways children could
understand. Each child received a bound portfolio filled with
mimeographed songs and pictures of Bible stories to which more
were added each Sunday.
Each Sunday, I went regularly
and willingly to the childrens� worship service and
enthusiastically sang the pietistic hymns, often from England,
such as:�When we enter Canaan free and clear from sin. Look,
Jesus, I am coming!� or �Sing gladly to the Lord, young
Christians.� With me, the holy seed fell on fertile soil and
flourished.
Later, I was myself an active
assistant with the children�s worship service. Before
the beginning of confirmation instruction, I was invited to the
join the group of church youth, which, following Mr. Heydeck, was
led by Deacon Karl Fischer. Fischer was not an especially
�pious� man, but somewhat tough, rough and blustery. He
came from the Black Forest, had completed the deacon�s
program at the Rauhe House in Hamburg and then found a position
as a social services worker with the state Youth Office in
Hamburg. Because his wife came from Reppenhagen, a village near
Grevesm�hlen, he ended up after the war in Grevesm�hlen where
he served several years as a deacon. At the youth group meetings,
he told us in detail about his wartime experiences in France and
his close combat with American soldiers. In the villages near
Grevesm�hlen, he conducted worship services. On these trips, I
often accompanied him together with other members of the youth
group. Among these young people, I met Hans Gottschalk who became
a close friend and remains so after all these many years.
With Karl Fischer and about nine other boys, including Dieter Polster, Horst Nagler, Hans-Georg Schmeling and Hans Gottschalk, we took a two-day trip to the Baltic coastal cliffs at Brook and underway stayed overnight at Reppenhagen in a haystack at a forest ranger�s residence. It was a formative and bonding experience: the singing, the fellowship and the activities which touched my heart, above all, bound me to this group of Christians. We practiced and conducted a nativity play and other Gospel plays. Sometimes I was in a leading role, like Joseph in the nativity play, or in Die Trossbuben, which we presented several times to a full house in the Grevesm�hlen church and in neighboring village churches.
With the growing numbers of youth, Provost M�nster had enormous groups to instruct in confirmation classes where a large part of the Little Catechism, Psalms and choral responses were still memorized in the traditional way. In the Soviet occupation zone where no religious instruction in public schools was provided, the churches were engaged in catechetics and, on their own, organized the �Christian Education� in which I participated. One of the catechetical instructors, Miss Stolz, organized a recorder group and taught me how to make music or Fl�tentone on this instrument. Together with Kuschfeld, Willi Gottschalk,Hans�s father and a devout pietist from West Prussia, organized a brass band in which I also learned to play various instruments or Tr�ten including the tenor horn, and later the trombone. Dieter Kuschfeld played cornet, and Hans Gottschalk, the flugelhorn and later the tuba.
The brass band in Grevesm�hlen under the direction of Willi Gottschalk. I am at the far left in the picture. |
So I became a devout boy and an even more devout teenager. Hans Gottschalk wanted to be a minister, and in my youthful enthusiasm, I wanted to be a missionary.
The Dobbertin Brotherhood
During Holy Week, April 11-16, 1949, at the Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf, a retreat was a sponsored by the Dobbertin Order. Wellingerhof, the youth minister of Mecklenburg, had invited all young men who were called to become pastors or who sought to enter other professions in service of the church. In my early teens, I wanted to become a missionary.
Through Deacon Karl Fischer, I got an invitation from Youth Ministry Office at Schwerin in Mecklenburg to another retreat.Together with Hans Gottschalk, Klaus-Dieter Schr�der and Joachim Albrecht from Grevesm�hlen, I went to this retreat on the day after my confirmation, Palm Sunday, April 10, 1949.
I was one of the youngest participants. Here are excerpts from that very rich program: Morning prayer circle, Daily devotions conducted by one of the older participants, and Study of the Gospel of St. John. Typical lectures were: Professor Dr. D�rner, �Believing in Jesus Christ Today;� Senior Superintendent de Boer, �How Do I Find the Way to Jesus Christ?�; Bishop Dr. Beste, �The Mission of the Church,� and Pastor Stark, Director of Michaelshof, �The Mission at Home.� We also heard lectures by older participants about modern biology and physics. We read a Passion play, sang together, participated in a recital of Bach�s Passion of St. Matthew at the Rostock Church of St. Mary; also we visited with the theological faculty at the University of Rostock, and held daily Vespers.
This week which I spent together with conscientious young Christians, several of whom were sons of Mecklenburg pastors, had a strong influence in moulding my faith.
Delegates of the Youth Group from Grevesm�hlen who attended the Youth Day Conference in 1950 at Gustrow, conducted by Evangelical Lutheran Church of Mecklenburg.
A special experience for me
was the annual Youth Day Conference at Gustrow, June 19, 1949,
attended by thousands of young people who came together from all
over Mecklenburg. From Grevesm�hlen, our group left in a truck
at 6:00 o�clock a.m. to arrive in G�strow at 8:50 a.m. We
attended worship services in the cathedral and parish church with
preaching by well-known theologians from all over Germany,
congregational singing in the Superintendent�s garden, and
�Faith and Homeland,� a religious theatre production
held at the cathedral square. In 1950, the Youth Day Conference
was held again in G�strow and 30 of us boys and girls from
Grevesm�hlen attended.
Several day-long meetings of the Dobbertin Order in the congregational hall of the Schelfkirche on Puschkin Street in Schwerin deepened my experiences of the Holy Week retreat On the Day of Prayer and Repentance 1949 (16 November), I participated in worship services, heard a lecture by Pastor Vo� on the Kessin Order, and attended the afternoon open meeting of the Schwerin youth group in the Wichernhaus.
A second all-day meeting was held December 23,1950 with morning devotions, Bible study, a lecture by Bishop Beste on �Present Problems of Our Church� and talks by theology students. On April 3-8,1950, Hans Gottschalk and I again attended the Holy Week retreat of the Dobbertin Order for prospective church professionals in the Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf.
From October 1950 until May 1953, I lived in Schwerin and completed an apprenticeship. I lived in the dormitory for Postal Service Apprentices. Our home in Schwerin-Gorries was once a villa of the airfield commandant and was tucked away, peacefully and idyllically, at a lakeshore. There was a good dozen of us apprentices who lived here together with Mr. and Mrs.Trulson, the couple who managed the home. Almost all residents were trained as telephone line technicians for the postal service. Only Ulrich Fentzahn and I were postal clerks. After several days I moved in together with Lothar Goeritz. The third resident in our quarters was Dieter Vierus, a comitted member of the Freie Deutsche Jugend (the East German national youth organization) and a materialist. I had to get used to this new life. The first days at the Postal Service were hard for me. In these first days, I was rather depressed, but I soon overcame it.
At the beginning of the
apprentice training, I took a confidentiality oath. I had to
maintain postal confidentiality and to be sure that no one would
learn about the censors section, which even we postal workers
were foridden to enter. Directly after the letter bins were
emptied and before the letters were cancelled, the mail came to
the censors section in a side wing which was administered by the
�Stasi� or State Police. We dropped the sacks in front
of the door and got them back sometime later.
In our group were about 20 apprentices, all boys and girls my age. Twice a week, we had vocational instruction about the postal service and general education at the regional vocational school nearby. The vocational classes were conducted very professionally by Training Director Hansen. In vocational training, the �General Service Directive� is the basis of this instruction. In geography, we memorized railroad stations all over Germany: each station in Mecklenburg, and all those in the larger cities elsewhere in Germany. In general geography, our previous knowledge of the world was refreshed and deepened. Practical instruction continued in different departments.
At first, I was involved in the department dealing with registered and insured mail. Later, I was busy in delivering mail, sorting mail, and working with the railway postal service, as well as behind the counter at the post office. I spent workdays in Schwerin. In the morning, I prepared my own breakfast at the apprentices� dormitory. Lunch and dinner were served at the post office cafeteria.
My two-year apprenticeship at the Schwerin post office was interrupted by illness. Almost every morning, I left before work, either by bicycle or train, to participate in the 7 o�clock �Morning Watch,� a 10-minute meditation at the cathedral where we boys of the youth group took turns leading the celebation in front of the altar. In closing, we always sang the hymn, �Grant thy peace and grace, Lord God, to our time; no other can protect us, but you, Our God, alone.�
On weekends, I usually went to Grevesm�hlen where on most Saturday evenings I participated in band practice and also met often with Hans Gottschalk, who visited the high school there. After we had lived a year or more in the villa at G�rries, the telephone cable technicians moved out to a new home and only girls entered this program in the new term. So,we were the last two male apprentices remaining in this dormitory.
Some time later the Soviet
Army commandeered our dormitory in G�rries and gave us a
building on Schlossgartenallee amid a large area of villas
they had taken over. Here we lived even better, because we were
closer to the city.
The streetcar line to the inner city passed in front of our house. Although a ride cost only 20 Pfennig, in good weather I always went by bike.
During my stay in Schwerin, I continued to be active in the youth group.
During my time in Schwerin, I heard Albert Schweitzer give a lecture to a full house in the Schelf church.
About this time, I read enthuastically and beneficially a book recommended by P.W., Las Casa vor Karl dem V., telling about a committed Dominican monk who defended the rights of the Indian people and opposed their suppression and extermination by the Conquistadores.
Also I worked my way through Hans-Otto W�lbers nine-volume series of �Study Sheets for Protesant Youth Leadership� without any idea that he would be my professor later in life. And I regularly read the youth magazine, Die Stafette (The Courier).
Church Day in Berlin 1951
With many young people from Schwerin and several friends from Grevesm�hlen, I participated in the famous German Protestant Church Day in Berlin in 1951, a congress which all Germans celebrated, despite the borders of the different occupation zones.
| Time out on the trip to Berlin with Hans Gottschalk and Adolf M�ller. (I�m the one with the open collar.) |
We Mecklenburgers stayed over night in a tent ground at Grunewald in Area 61 and took the streetcar every day to the big events in the city. Berlin had already experienced so much, but nothing like this. Everywhere large crowds had gathered on roads and squares to await subway trains and streetcars, there was spontaneous singing of hymns and choral rounds. The sprit and atmosphere of this first Berlin Church Day was truly unique. Later, on Friday, September 14,1951, I noted in my diary: �The Church Day was a one-of-a-kind experience. I can imagine an Israelite at the time of Christ, together with many thousands of other like-minded persons, making a pilgrimage to the Temple in Jerusalem during festival times. Unfortunately, the planned bike ride didn�t work out because in the previous week, I damaged the wheel and there was no repairman to fix it. So I went by a special train of the Deutsche Reichsbahn and luckily took along my tenor horn. By serving as a horn player, I missed several events, which I would like to have attended, but instead I was blessed by playing in the large brass sections. I had very special and wonderful experiences at the youth rally in Walter-Ulbricht Stadium and listening to the address by Pastor Wilhelm Busch in the fairground exhibition center by the radio tower. At the closing rally, I wasn�t so lucky because the brass instrument players were divided into three large sections and my group played on the Maifeld while the rally in the overflowing Olympic Stadium took place and reached us by loudspeaker.�
Mentors for Living
During my early youth, four chuch officials, all about 30 years old or so, influenced me. One was Friedrich Franz Wellingerhof, already mentioned, then called �P.W.�, who served so beneficially as Youth Pastor for all Mecklenburg, and especially in the area of Schwerin. His father was a Deacon of Stephanstift at Hannover and apparently served in this area as House Father of the Hostel at Hartestrasse 21, Rostock, and simultaneously with the reading room then at the Rostock Seamans Mission.
| An outstanding mentor for me was Deacon Gerhard Luckow, whom I consider as my spiritual father. He was Superintendent of the Mecklenburg Youth Program in the early 1950s, and later took over the apprentices� home in G�strow; then worked in Berlin for Home Missions, and lastly managed a large home for the handicapped in Templin. |
Reverend Luckow lived in East Berlin where my wife, Monica, and I later visited him while we were serving a Berlin sister congregation from my post in Soest. He worked in the 1960s in East Berlin for the Diaconal Agency. For many years, I administered a West German bank account and purchased the clothing and household equipment he chose for his large family. Later, Reverend Lucknow went to Templin as Manager of Waldhof, a diaconal home for the handicapped, and we had little contact. Several months after his death, his widow, Helga, wrote me from Templin: �...It is now several months since we buried my husband in the Waldhof cemetery. Perhaps you know that from 1971 until his first heart attack in 1980, my husbanb managed Waldhof, a psychiatric clinic with 200 beds. You knew my husband, and you can certainly can imagine how he handled this job: �Either you all give me the money and opportunity to build or you can close place up!� That�s what he said in 1971. The next years were good, but hard. My husband�s work left its mark. Afer he became an invalid in those last years, he was finally able to do what never was possible for him, but still lay on his heart: He had time to take care of every single resident who came to him...�
| Two Neinstedt Deacons
who influenced my career choice:Gerhard Luckow,
Mecklenburg Youth Superintendent, and Eberhard Br�sel,
Schwerin Youth Superintendent. |
Two other Neinstedt Deacons were Eberhard Br�sel, Schwerin Youth Superintendent, who about 1952 suddenly fled on a moment�s notice to the West after he was interrogated and threatened by state security officers week-by-week for four months in the Arsenal. He next directed a home in southwest Germany for deserters fleeing the French Foreign Legion. He worked for decades at the Christian youth village movement in the Black Forest, and finally for 24 years at the children�s home in Altensteig, where he now passes his retirement years as father to seven children and Opa to 10 grandchildren. He was followed by Berhard Kr�nz as Schwerin Youth Superintendent, who later went as parish deacon to P.W. (Friedrich Franz Wellingerhof), to Gnoien and then assumed a pastorate in the little village of Lubsee between Sch�nberg and Grevesm�hlen, where I and my wife, Monica, visited him in the 1960s. During the preparation time for youth at the Dobbertin Order in Rostock-Gehlsdorf when I was considering a professional career in the church, I first encountered Gerhard Lucknow, former Mecklenburg Youth Superintendent, who was a role model for me in my youth, and the spiritual father who nourished in me the wish to become a deacon.
Several months after my confirmation as a 14-year-old lad, I attended a retreat with my age group from 29 July until 4 August 1949 in M�hlen-Eichsen, a small village between Grevesm�hlen and Schwerin. The retreat was led by Gerhard Luckow and his assistant, Hans Reinke of the Dobbertin Order, and it was held in the parsonage of Pastor Hannes Lietz, later Provost in Grevesm�hlen, and then the father of a house full of children. The retreat theme was �Victors must stand with Christ,� after the refrain which was learned in the hymn which we so often sang again and again:
�Hot is the blood that is
pulsing through the body;
�Cold is the wind that fills the bellowing bunting.
�Hot or cold, yes or no! But never lukewarm for us.
�Strong are the eyes straining
in the darkness;
�Strong is the heart that banishes night.
�Hot or cold, yes or no! Shut the Devil out!
�Half a will is not enough; no
lukewarm heart for God.
�Hot or cold, yes or no! Victors must stand with
Christ.�
Songs of the post-war youth movement are often dashing and full of warlike overtones. Sometimes they are even sung in march time. And the rounds! Always and everywhere, the rounds were sung, often with very beautiful spiritual texts and magnificent melodies.
�And if the heart also
groans, I will persist undaunted; whoever ventures along
God�s path quietly carries his cross;� �Blessed
are those who are pure in heart for they shall see God� or
Dona nobis pacem. The hymns that we sang together had greater
effect than all the sermons and lectures. We slept in the hayloft
at the parsonage and held our Bible study, song practice and
other meetings in the congregational hall. These encounters with
a committed deacon strongly influenced me in my later career
choice. A striking event of the week was a special adventure for
us teenage boys, but not without later repercussions for Luckow.
In this sequel, Luckow received an official disciplinary
reprimand from Bishop Niklot Beste because late in the evening of
31 July 1949, Luckow went with us to the neighboring village of
Cramon where a girls� retreat group was just falling asleep
in the hayloft of the parsonage barn. With a terrible howling
around the barn late that night, we greatly frightened and
panicked the young ladies just as Luckow had planned. The
mentality of the time was strongly influenced by the memories and
romance of the youth movement at the turn of the century, but
also by the rough and rude traditions of the Hitler Youth era in
the recent past, known especially for its bawdy merriment.
Because of this, the leadership of the girls� retreat filed
a complaint with the Mecklenburg church administration, and
Luckow was cited by the bishop.
Toitenwinkel
During Holy Week 1951, I participated in a youth retreat at Toitenwinkel in Rostock, where deacons, catechetes and others who planned to serve the church, but without a full theological training. This retreat was also led by Deacon Gerhand Luckow. Besides me, there were 13 other participants, including Erhard Bremer (born 21 Jan. 1935),Rolf Br�ker (born 5 Aug. 1935) and later an organist in Dornburg-Mageburg, Klaus Hartig (born Dec. 1935), later pastor in Rittmannshagen; Wener Klug, Klaus Kr�ger (born 13 Jan. 1936), later a Deacon; Harmut Lange, nicknamed �Hedgehog�; Willi Lange (born 17 Feb. 1936), later a pastor in Dreveskirchen-Wismar; Rolf Nolle (born 16 Jan. 1936); Harry Salowski (born 23 Mar. 1930), later a pastor; Siegfried Schlowik (born 7 Sept. 1936), later a minister in Velefanz in Brandenburg; Klaus-Dieter Schuldt (born 22 Feb. 1936), later a music musician in Rostock; Tassilo Stolz (born 29 Mar. 1937), who later entered the People�s National Army and was a Policeman in Warnem�nde, and Wolfgang Weidler (born 20 Mar. 1936) and called, �Johnny.�
| Participants
at the Toitenwinkel Retreat in Rostock during Holy Week
1951. I am in the checked shirt in the middle of the photo above. |
Toitenwinkel was at that time
still a lonely outlying village in the fields far outside
Gehlsdorf. There were then no overseas harbors and superhighways.
Pastor Bahr, who was minister at the beautiful Old Gothic church
in the village, was an active part of our retreat, giving several
lectures and discussions, such as �The Sixth
Commandment�; the theme of �Why Lutheran?�:
sola fide or By faith alone!; sola criptura or By Scripture
alone! Only the church that undergirds itself with Scripture can
call itself Lutheran. Also he spoke about �Apologetics�
and �My Ministry as a Deacon.� In his paper about his
diaconal ministry, Luckow noted three decisions which a future
Deacon had to make: (1) Yea or nay for Christ; (2) giving up the
former vocation, and (3) coping with the church as a human
institution.
Luckow explained how he himself had decided to become a minister. He was an enthusiastic, patriotic German soldier, full of combative spirit for the �FinalVictory.� The collapse of Germany destroyed all of his ideals and hopes. In prison, he was deadly ill. In this situation, he prayed to God, promising, �Dear God, if you deliver me alive from here, I will serve you all my life!� As he later inquired how such a ministry would really be possible, it was suggested that he should become a minister. So he came to Neinstedt and cared for the mentally handicapped. The words �diaconal ministry� can be translated as serving through muck and mire or the service of a slave. By examples, he made it quite clear what he had experienced.In Neinstedt, a toilet was stopped up. The stinking commode was filled to the rim. He had to open it up so it would flow again. Pastor Knolle, his superior, asked him to reach into the commode up to his elbow and remove the stoppage in the drain.
As he struggled against his
own feeling of disgust, he knew that he would be able handle any
temptation to abandon his diaconal ministry in spite of any muck
and mire along the way. Much later in my own education for the
ministry, this example quickened my resistance when tempted to
give up.
Further themes: �Impromptu Bits,� �History of the Diaconate� in three days: (1) Biblical Foundation, (2) Development of the Diaconate Office in Church History, (3) �The Diaconate in the Last 100 Years.�
We had Diakonate students from
Michealshof as guests and hiked to Gehlsdorf to see the Home
Mission facilities. The daily Bible study featured the Lenten
texts from the Gospels of St. John (Chapter 13, Verses 1-17) and
St. Luke, Chapter 23.
Go West
It is the middle of May 1953. At the end of June, the apprentice�s final examination at the postal service was held. There was a new, unplanned stumbling block: the church struggle came to a crisis. The Protestant Youth in the GDR were considered as an enemy by the atheistic state government and was to be abolished. Our meeting, which is strongly Bible-centered, was visited and shadowed by the state secret police agents.They wanted to wear down our spirit.
In the Freie Deutsche Jugend newspaper, Youth World, as well as in the Baltic Sea News distributed in the Rostock area in early May 1953, there were almost daily rabble-rowsing articles against the Youth Movement, pastors and directors of the diaconate. In Number 106 of the Baltic Sea News from 7 May 1953, there was an article agitating against Pastor Lietz of Grevesm�hlen. In the article, the Youth Group was labelled as a �spy organization� and �a faschist murder organization.� On the same page of this newspaper, the following text appeared under the headline:
�Youth Will
Not Let Themselves Be Misused: Grevesm�hlen - More and more the
young people recognize that have nothing to gain in the
�Youth Group.�
�I have read the Youth World of the Freie
Deutsche Jugend and now declare that I give up my membership in
the Youth Group,� Erika Beier, a high school student,
stated. Christa Hecht, a sympathizer, stated, �I have been
in the Youth Group since 1952. After I noticed their disgraceful
work, I gave up my membership. Others expressed themselves
similarly...� And on it goes.
Such claims of alienation, obtained by blackmail, appeared in GDR newspapers almost every day. Christian students, who were not ready to publicly renounce the church, were expelled from the high schools at first in the rural areas and in the small cities. My friend, Hans Gottschalk was expelled from high school shortly before graduation. Still the operations management of the German postal service in Schwerin held out, but the pressure soon grew on them. Our instructors had no choice but to take action against us. Several colleagues and I, known to be members of the Youth Group, were called to a meeting on 13 May in the Culure Room at the Post Office.There in the presence of instructors Hansen, Gerth and Meltz, and dormitory manager Trulson, we were told to sign a resolution claiming the Youth Group was a �covert organization of Western Imperialists,� and requiring us to �detest and condemn� their actions. At that time, such �resolutions� from schools and businesses were found in the newspapers almost every day. My colleagues finally gave in and signed.I refused. And so my future was sealed! A career in the postal service was no longer possible.Besides, I didn�t want it because it was clear to me that I wanted become a deacon. But before I could do that, I needed professional certification.
After a serious case of pleurisy, I was diagnosed with lymphatic tuberclosis for which there was no medicinal treatment in the GDR. This illness also prevented my diaconal training. For Christians in the GDR, there was the saying, �Despite harassment by the state, hold out!� Don�t run to the west. But what then are my choices? After concluding my training at the postal service, I had planned to go to Neinstedt in the Harz Mountains and start my diaconal training, but, shortly before that the Neinstedt institutions were nationalized. Also I learned that the first successful medicines for treatment of tuberculosis had come on the market in the West. I drove immediately to Grevesm�hlen to discuss the situation with my parents. My father was indignant. He insisted that I conform and sign the resolution. He was the chauffeur for the Comrade Chairman of the County Court who had already confronted him, of course, with the ciriticism that it would be slanderous for a party member to have a Kugelkreuzler (the Christian symbol of the globe and cross) as a son. �You should obey God more than men.� Family relationships were now strained. Mother advised me to go to the West. Within just a few hours, I had to make a decision to resolve this inner struggle.
Early the morning of 14 May 1953, I boarded the train at Grevesm�hlen with my briefcase serving as luggage, on a roundabout trip through Neubrandenburg to Berlin. The border between East and West Germany was impassable. There was only the �Escape Hole� of Berlin. There it was still possible to cross the sector border unhindered, either by streetcar or foot. However, the People�s Police had established a ring of tight controls all around Greater Berlin. Many travellers, suspected by the police as refugees, were hauled out of the trains and, after interrogation, sent back. In case I should come to a control point, I intended to explain that I was going to a family celebration, to a Silver Wedding Anniversary, to relatives, to Aunt Toni Seth in Berlin-Treptow. I had a �gift� in my briefcase, otherwise clean underwear and a razor; nothing suggesting an escape. However, with my heart pounding, I entered Berlin undeterred and went by streetcar into the West Sector. Here I proceeded to Tempelhof where Ulla Schiele, born Feilke, had lived with her husband for many years. I stayed there the first night. The next morning, I went to the Christian counseling service for young refugees from the GDR, whose address I had memorized. I was advised to think through my plans once again very carefully. If everyone leaves, what will happen to the church in the GDR? But I did not go to Berlin to stay in the GDR. I had made the decision, and I was sure. So, I was given the address of another office which could help me. At that time, thousands or tens of thousands of persons came through Berlin to the West every day, week after week and month after month. This massive exodus was bleeding the GDR until 13 August 1961 when Ulbricht ordered the building of the wall. On the fairgrounds at the radio tower, huge refugee receiving centers were established in the large exhibit halls. I remembered the fairgrounds from Church Day 1951 in Berlin, two years earlier. So, I applied now for asylum. I received my processing papers. This started the collecting of many official authorizing stamps: one from the American service, the next from British, the third from French, and the fourth from a medical center. I became the owner of a health passport for refugees. The medical examination was very thorough and I was immediately sent to a hospital in Tegel.
During my stay in Berlin,
reins previously tightened were suddenly loosened: the �New
Direction� was sounded, according to the motto,
�Learning from Big Brother.� So something from the
Soviet Union of the 1920s, called the NEP or the �New
Politics of Economics,� was now being introduced in the GDR.
Persecution of the church was called off and several measures
were reversed. Expelled Christian students in the high schools
were able to finish their degrees. Was my escape then for
nothing? Looking back on my chances for better health through new
medication, my decision was the only right one. So I remained,
received provisional personal identification papers from the City
of Berlin, and on 13 June 1953 with other young refugees was
flown from Berlin to Hannover and bussed to Sandbostel processing
camp on the same day. Camp Sandbostel on the moors at Bemerv�rde
had served during the Nazi period as a detention camp. In the
latrine, I was greeted by sayings such as, �As a stranger in
a foreign land, you really know how beautiful your homeland
is.�
Here an epidemic broke out: typhus or something similar. I was not spared, but I recuperated quickly. A quarantine was imposed. After a three-day stay, we heard exciting reports. Construction workers on Stalin Alle in East Berlin were encouraged by the �New Direction� and protested against their high work quotas. A people�s uprising developed out of this and spread to other cities in the GDR. In Schwerin, there also were protests. We hardly dared to leave the loudspeakers. The Russians deployed tanks and brutally rolled over the �Counter Revolution� promoted by the circulars of western agents.
Stukenbrock
Three weeks later I was transferred to the province of Nordrhein-Westfalen. We were brought, again by bus, to Camp Stukenbrock in Senne, a land of moors between Bielefeld and Paderborn. Here I was put under a three-weeks quarantine. I was again placed in a medical center and there met my lifesaver. The camp doctor gave me �Neoteben,� a new tablet for open tubercular wounds in the neck and thigh. After several weeks, the wounds began to heal slowly.
This camp also had served as a prison camp during the Nazi era. A huge Russian cemetery nearby is a reminder of that time. In the vicinity of the camp was a large military exercise area of the British Army of the Rhine. I fondly recall this six months on the Senne! With young refugees of about the same age, I hiked in summer and fall through the heather region to Emsquelle, over the military exercise area and through the woods of the Teutoberger Wald to Hermann�s memorial. In the handicraft shop, we made fretwork. After awhile, my mother sent me the largest part of my belongings left behind in Schwerin and Grevesm�hlen...
From Stukenbrock, I made side-trips to Bethel and visited the diaconal institution of Nazareth. However, I preferred Hannover. From Westerland, where I stayed three months for health reasons, I applied as a diaconal student at Stephansstift, which before the war belonged to the Lutheran Church of Mecklenburg. When I was denied as a health risk, I gave up my goal of becoming a deacon because I believed it was not possible at that time.
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| Lesermeinung zu Band 24: Der Band "Traumtrips und Rattendampfer" ist ein sehr gut gelungenes Abbild der Seefahrt. Endlich hat jemand den Mut zu einer ehrlichen Darstellung, besonders "hinter den Kulissen", gefunden. Vieles kann ich nur best�tigen, einiges war auch f�r mich neu. Hervorzuheben und beeindruckend sind die geschilderten Hierarchieverh�ltnisse an Bord, das zwangsweise Zusammenleben aller Besatzungsmitglieder, die wahre Beschreibung bei Begegnungen mit der 3. Welt sowie das tabulose Darstellen aller Lebensgewohnheiten an Bord und bei Landgang. Auch ist es unbegreiflich, was Profitsucht aus einem Menschenleben machen kann! Alle H�rten auf See, aber auch die Sch�nheiten der Welt sind vom Funker Mario Covi in ausgezeichneter Weise dargestellt. Bestimmt k�nnten viele ehemalige Seeleute dicke B�nde schreiben, aber leider hat nicht jeder das Talent von Herrn Covi dazu. Oft verblassen auch die Erinnerungen zu schnell und so wird vieles bedauerlicherweise ungesagt bleiben. --- Nochmals vielen Dank f�r die interessanten Aufzeichnungen von Herrn Mario Covi und auch f�r die Bem�hungen zum Druck von Herrn J�rgen Ruszkowski. Peter J. http://www.zeitzeugenbuch.klack.org weitere B�nde geplant Ich sammle weitere maritime Lebensl�ufe und Erlebnisberichte. - Wer erz�hlt mir noch aus seinem Seemannsleben? |
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