| FURCHE Nummer | Autor | Titel | Textanfang | Anmerkungen | Anm |
|---|---|---|---|---|---|
| 1996/40 | Zweig Stefan (1881-1942) | Schachnovelle | Auf dem großen Passagierdampfer, der Mitternacht von New York .. | Fischer 1995, 95 Seiten, öS 73,-- | |
| 1996/41 | Platon | Das Trinkgelage oder Über den Eros | Für eure Wißbegier, denke ich, bin ich ganz gut gewappnet. | Insel 1985, 225 Seiten, öS 131,-- übers. V. Ute Schmidt-Berger | |
| 1996/42 | Melville Herman | Moby Dick | Nennt mich Ismael | Insel 1992, 783 Seiten, öS 184,--übers. Alice u. Hans Seiffert | |
| 1996/43 | Collins Wilkie (1824-1899) | Die Frau in Weiß | Es war der letzte Julitag | dtv, 1995, öS 156,-- übers. Ingeborg Bayr | |
| 1996/44 | Swift Jonathan | Gullivers Reisen | Mein Vater besaß ein kleines Gut in Nottinghamshire; ich war der dritte von seinen fünf Söhnen | übersetzt von Franz Kottenkamp | |
| 1996/45 | Busch Wilhelm (1832-1908) | Balduin Bählam/Maler Klecksel | Wie wohl ist dem, der dann und wann sich etwas Schönes dichten kann | Diogenes 1995, 160 Seiten, öS 100,-- | |
| 1996/46 | Bach Richard | Die Möwe Jonathan | Es war Morgen, und die neue Sonne flimmerte golden über dem Wellengekräusel der stillen See. | Ullstein 1989, 80 Seiten | |
| 1996/47 | Dostojewskij Fjodor M. (1821-1881) | Der Spieler. Aus den Aufzeichnungen eines jungen M | Endlich bin ich von meiner vierzehntäigen Reise zurückgekehrt | dtv 1981 übers. V. Arthur Luther 175 Seiten | |
| 1996/48 | Bronte Emily | Die Sturmhöhe | 1801 | übers von Grete Rambach, Insel 1993, 364 Seiten, öS 147,-- | |
| 1996/49 | Nadolny Sten | Die Entdeckung der Langsamkeit | Schon Franklin war schon zehn Jahre alt und noch immer so langsam, daß er keinen Ball fangen konnte. | Piper 1995, 360 Seiten | |
| 1996/50 | Gernhardt Robert | Wege zum Ruhm | Mein lieber Horst, Du wirst Dich vermutlich darüber wundern, post von Deinem Patenonkel zu erhalten. | Haffmans Verlag, Zürich 1995, 191 Seiten | |
| 1996/51 | Sorbas Alexis | Abenteuer auf Kreta | Ich begegne ihm zuerst in Piräus | ||
| 1997/01 | Poe Edgar Allan (1809-1849) | Die Morde in der Rue Morgue | |||
| 1997/02 | Merkel Inge | Eine ganz gewöhnliche Ehe. Odysseus und Penelope | |||
| 1997/03 | Goethe Johann Wolfgang von (1749-1832) | Die Wahlverwandtschaften | |||
| 1997/04 | Flaubert Gustave | Madame Bovary | |||
| 1997/05 | Goethe Johann Wolfgang von (1749-1832) | Die Leiden des jungen Werther | |||
| 1997/06 | Hemingway Ernest von | Der alte Mann und das Meer | |||
| 1997/07 | Walser Robert | Der Gehülfe | |||
| 1997/08 | Süskind Patrik (*1949) | Das Parfüm. Die Geschichte eines Mörders | |||
| 1997/09 | Thoreau Henry David | Walden oder Leben in den Wäldern | |||
| 1997/10 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Das Fräulein Scuderi | |||
| 1997/11 | Haushofer Marlen (1920-1970) | Die Wand | |||
| 1997/12 | Twain Mark | Tom Sawyer | |||
| 1997/13 | Glauser Friedrich (1896-1938) | Der Chinese | |||
| 1997/14 | Stendhal | Rot und Schwarz | |||
| 1997/15 | Sagan Francoise | Bonjour Tristesse | |||
| 1997/16 | Schwaiger Brigitte | Wie kommt das Salz ins Meer | |||
| 1997/17 | Rosendofer Herbert (*1934) | Ein Liebhaber ungerader Zahlen | |||
| 1997/18 | Defoe Daniel | Robinson Crusoe | Insel 1994, 123,-- | ||
| 1997/19 | Becker Jurek | Jakob der Lügner | |||
| 1997/20 | Orwell George (1903-1950) | Farm der Tiere. Ein Märchen | |||
| 1997/21 | Dostojewskij Fjodor M. (1821-1881) | Schuld und Sühne | |||
| 1997/22 | More Thomas (1478-1535) | Utopia | |||
| 1997/23 | Fontane Theodor (1819-1898) | Der Stechlin | |||
| 1997/24 | Brandstetter Alois * 1938 | Die Abtei | dtv 175 Seiten, öS 72,- | ||
| 1997/25 | Roth Joseph (1894-1939) | Radetzkymarsch | dtv öS 109,- | ||
| 1997/26 | Moritz Karl Philipp (1756-1793) | Anton Reiser. Ein psychologischer Roman | |||
| 1997/27 | Orwell George (1903-1950) | 1984 | |||
| 1997/28 | Exupéry Antoine de Saint (1900-1944) | Der kleine Prinz | |||
| 1997/29 | Storm Theodor (1817-1888) | Pole Poppenspäler | |||
| 1997/30 | Fontane Theodor (1819-1898) | Effi Briest | |||
| 1997/31 | Grass Günter | Die Blechtrommel | |||
| 1997/32 | Hugo Victor (1802-1885) | Der Glöckner von Notre Dame | |||
| 1997/33 | Kästner Erich (1899-1974) | Fabian. Die Geschichte eines Moralisten | |||
| 1997/34 | Musil Robert (1880-1942) | Die Verwirrungen des Zöglings Törleß | |||
| 1997/35 | Wilde Oscar (1854-1900) | Das Bildnis des Dorian Gray | |||
| 1997/36 | Truffaut Francois | Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht | |||
| 1997/37 | Ende Michael (1929-1995) | Momo | |||
| 1997/38 | Hamsun Knut (1859-1952) | Hunger | |||
| 1997/39 | Döblin Alfred (1878-1957) | Berlin Alexanderplatz | |||
| 1997/40 | Böll Heinrich (1917-1985) | Ansichten eines Clown | |||
| 1997/41 | Lindgren Astrid (*1907) | Pippi Langstrumpf | |||
| 1997/42 | Süskind Patrik (*1949) | Die Geschichte von Herrn Sommer | |||
| 1997/43 | Dickens Charles (1812-1870) | Bleakhaus | |||
| 1997/44 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Ein Kind | |||
| 1997/45 | Sempé *1932 | Das Geheimnis des Fahrradhändlers | |||
| 1997/46 | Exupéry Antoine de Saint (1900-1944) | Nachtflug | |||
| 1997/47 | Ebner-Eschenbach, Maria von (1830-1916) | Das Gemeindekind | |||
| 1997/48 | Wolfgruber Gernot *1944 | Herrenjahre | |||
| 1997/49 | Frisch Max (1911-1991) | Homo Faber | |||
| 1997/50 | Lermontow Michail(1814-1841) | Ein Held unserer Zeit | lch
kam mit der Post aus Tiflis."Die fünf Geschichten des Buches, nach
dem hier gefragt wird, ranken sich, aus, verschiedenen Perspektiven erzählt,
um einen fünfundzwanzigjährigen Soldaten, einen merkwürdigen
Menschen,
der aber, wie man aus dem Titel schließen könnte, typisch für eine bestirnmte Epoche war. Eine andere Auslegung des Titels wäre: Wir leben in einer armseligen Epoche. Aus Langeweile, Lebensüberdruß und gekränktem Stolz macht er Frauen in sich verliebt und läßt sie danach fallen, duelliert sich und legt sich mit einem Mörder an. In seinem Tagebuch schreibt er: "Und doch ist ein unfaßbarer, grenzenloser Genuß im Besitz eincr jungen, kaum erblühten Seele. Sie ist wie eine Blume, die ihren schönsten Duft dem ersten Sonnenilichte entgegenhaucht; man muß sie in diesem Augenblick pflücken, und wenn man sich satt gerochen hat, sie auf dem Wege hinwerfen: vielleicht hebt noch jemand sie auf . . . In einem andern das Gefühl der Liebe, der Ergebenheit, der Furcht erwecken ist das nicht das erste Zeichen und der höchste Triumph der Macht? Für jemand die Ursache seiner Leiden und Freuden zu sein, ohne das geringste positive Recht daräuf zu besitzen - ist das nicht die süßeste Speise für unsern Stolz? Und was ist Glück? Gesättigter Stolz." I)er Autor des ßuches ist 2Gjährig bei einem Duell erschossen worden. |
Diogenes 1996, 186 Seiten, öS 123,- | |
| 1997/51-52 | Maupassant Guy de (1850-1898) | Bel-Ami | Nachdem die Kassierin auf sein Fünffrancstück herausgegeben hatte,.. | Insel 1977, 350 Seiten, öS 137,-- | |
| 1998/01 | Carré John Le (David John Moore Cornwell * 1931) | Der Spion der aus der Kälte kam | "Der
Amerikaner reichte Leama, noch eine Tasse Kaffee und sagte ,Warum gehen
Sie nicht heim un~ legen sich schlafen?`."
Der etwa 50jährige Alec Leamas ist, sachlich formuliert, in leitender Außendienstposition für ein Dienstleistungsunternehmen tätig. In letzter Zeit war er offensichtlich nicht besonders erfolgreich, und daher muß er damit rechnen, in Zukunft mit weniger interessanten und lukrativen Dingen befaßt zu sein oder gar entlassen zu werden. In dieser Situation läßt er sich auf etwas ein, wovon er sich und dem "Dienstleistungsunternehmen", für das er arbeitet, große Vorteile verspricht. Er erhält genaue Instruktionen, wie er seinen persönlichen Verfall in Arbeitslosigkeit, Trunksucht ünd Gewaltbereitschaft markieren soll, und tatsächlich: Der schärfste Konkurrent will ihn haben. Er wird in ein anderes Land gebracht und bekommt es mit zwei höchstrangigen Mitarbeitern seiner Branche zu tun. Er weiß, daß die zwei einander hassen und freut sich schon darauf, den seiner Ansicht nach schlimmeren der beiden ausgeschaltet zu sehen. Alles scheint nach Plan zu verlaufen, doch eine Frau bringt unabsichtlich die Wende. Leamas durchschaut das schmutzige Spiel, für das er benützt wurde, und verliert die restlichen Illusionen. Die Frau, seine F'reundin, wird erschossen. Zum Schluß fällt er von einer Mauer auf die westliche Seite. Geretteta |
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| 1998/02 | Belli Gioconda | Bewohnte Frau | Bei Sonnenaufgang kam ich wieder ans Licht" Zweifellos kann man eine Geschichte aus verschiedensten Perspektiven erzählen. Manche davon sind erfolgversprechend, manche nicht. Die Geschichte, die mit dem zitierten Satz beginnt, wird zum Teil von einem Orangenbaum erzählt, eigentlich aber von einer Frau, die viele Jahre vor Beginn der aktuellen Geschichte vom Gott des Regens in den Orangenbaum gezaubert worden war. Das funktioniert hervorragend. Der Orangenbaum steht neben . dem Haus der jungen Architektin Lavinia, und diese konsumiert die Früchte. Aus Lavinia, die reiche Eltern hat und sich als Einwohnerin einer südamerikanischen Militärdiktatur in erster Linie ein schönes Leben machen möchte, wird eine engagierte Kämpferin für die Sache der Gerechtigkeit. Immer wieder kommentiert der Orangenbaum die Entwicklung der Frau, ihre Liebe zur Arbeit, zu einem Kollegen und Untergrundkämpfer, ihren Einsatz für die Emanzipation der Frau und ihre Teilnahme am Kampf gegen das Regime, zeigt Parallelen auf. Für einen besonders brutalen Vertreter des Gewaltregimes soll Lavinia ein Haus bauen, sie tut es in der Hoffnung, daß dies einst eine Schule sein wird. Ihr Geliebter wird von einem Taxifahrer angeschossen und bittet sie sterbend, seinen Platz im Guerillakommando einzunehmen. Das tut sie mit allen Konsequenzen. | Peter Hammer Verlag, 1995, 336S, öS 181,-- | |
| 1998/03 | Voltaire | Candide oder Der Optimist | "In
Westfalen lebte auf dem Schloß des Freiherrn von Thunder ten Tronck
ein Jüngling, dem die Natur den sanftmütigsten Charakter mit
auf die Welt gegeben hatte." Der Jüngling,. dessen Name im Titel des
Buches vorkommt, ist anfangs der festen, ihm von seinem Lehrer eingeimpften
Überzeugung, daß in der Welt alles aufs beste geregelt sei.
Es bedarf einer ganzen Reihe höchst grausamer Ereignisse, um den Helden
von dieser Überzeugung abzizbringen und ihn zu einem gereiften Menschen
zu machen, der seine eigenen Möglichkeiten richtig einschätzt.
I'~r wird unter anderem Soldat
, kommt viel in der Welt herum, sogar bis nach El Dorado, von wo man ihn kaum fortlassen will, er verliebt sich, immer wieder kommt er mit leidgeprüften Menschen zusammen, verliert sie und findet sie ganz woanders wieder. Er wird mit einer Vielzahl von Lebensauffassungen konfrontiert und versucht, in der Welt, die vor Grausamkeit, Ungerechtigkeit und Niederträchtigkeit nur so strotzt, Halt und Trost zu f"mden. Endlich kommt er zum Schluß, daß den beiden größten Übeln des Menschen, der Not und der Langeweile, nur mit einer erfüllenden Arbeit zu begegnen ist, und stürzt sich in die Pflege seines Gartens. Der Autor des Buches, der kurioserweise behauptet, das Buch aus dem Deutschen übersetzt zu haben, schrieb unter einem Pseudonym. |
Insel 1996, 192 S, öS 108,-- | |
| 1998/04 | Allende Isabel (*1942) | Das Geisterhaus | "Barabbas kam auf dem Seeweg in die Familie`, trug die kleine Clara in ihrer zarten Schönschrift ein." Barabbas ist ein Hund und als solcher eine Nebenfigur, Clara allerdings ist eine der Zentralgestalten des Buches, ihre Aufzeichnungen sind eine der wesentlichen (~uellen der fiktiven Erzählerin. Clara verliert ihre schöne große Schwester durch Gift, spricht jahrelang kein Wort, nachdem sie mitangesehen hat, wie zwei Männer sich an ihrer toten Schwester vergangen haben, erst kurz vor der Hochzeit mit einer anderen Hauptfigur der Geschichte, einem brutalen, feudalen, lüsternen Gutsbesitzer, der für neuE politische und gesellschaftliche EntwicklungEn kein Verständnis aufbringt, spricht sie wieder. Die Geschichte zieht sich über vier Generationen, vom Beginn unseres Jahrhunderts bis in die 70er Jahre und spielt in einem Land, das eine ausgefallene F'orm hat, was durch seine Lage zwischen dem Meer und einem Gebirge bedingt ist. Neben den erwähnten Figuren gibt es noch eine Reihe änderer, die zum Teil höchst skurril ~sind, z. B. einen totgeglaubten Onkel, ungleiche ~,willinge, eine bei lebendigem Leib verfaulende Mutter, einen Gitarristen, dem ein paar Finger fehlen, drei spiritistische Schwestern und einen Präsidenten, der bei einem Militärputsch getötet wird. h.rzählt wird die Geschichte von Claras Enkeliri und dem Gutsbesitzer. | Suhrkamp 1984, 400Seiten, öS 350,- | |
| 1998/05 | Grillparzer Franz ( 1791-1872) | Der arme Spielmann | "In Wien ist der Sonntag nach dem Vollmonde im Monat Juli jedes Jahr samt dem darauffolgenden Tage ein eigentliches Volksfest, wenn je ein Fest diesen Namen verdient hat." Der Ich-Erzähler des Werkes ist eine Nebenfigur, er berichtet von seinem Zusammentreffen mit der 'riteliigur und deren 'hod wenige Monate später. Sie lernen einander auf dem oben erwähnten Volksfest kennen, und der Ich-Erzähler, ein Beamter, besucht den anderen zu Hause. Der Titelheld, ein alter Mann, ist, kurz gesagt, ein Versager der liebenswerten, tragischen Sorte. In einem gewaltigen Monolog erzählt er dem Berichterstatter schonungslos aus seinem Leben, das, nicht zuletzt aufgrund des überstrengen, herzlosen Vaters in jeder Hinsicht ein Scheitern war: beruflich, privat und persönlich. Auf dem oben erwähnten Volksfest versucht er sich als Unterhalter, aber sein Können reicht nicht einmal dafür. Nur spärlich kommt Geld daher: Als junger Mann war der Unterhalter jahrelang hinter der Tochter eines Greißlers her, die schließlich einen Fleischhauer geheiratet und ihr Gewicht inzwischen verdoppelt hat. Verbissen arbeitet der alte Mann an der Perfektionierung seiner Fertigkeit, sehr zum Unwillen der Nachbarn. Bei einem Hochwasser setzt er für andere sein Leben aufs Spiel und kommt dabei um. Beim Toten findet der Ich-Erzähler die Fleischhauerin. | dtv, 1997, 96 Seiten, öS 44,- | |
| 1998/06 | Golding William * 1911 | Der Herr der Fliegen | "Der
blondhaarige Junge glitt das letzte Stück Felsen hinab und begann,
sich zur Lagune durchzuarbeiten."
Es hat lange gedauert, unsere Zivilisation zu errichten, und es könnte vieles noch besser sein. Zivilisation im Sinne von allgemeinem Wohlstand, Sicherheit, Frieden~ Toleranz, Gerechtigkeit, Schutz der Menschenrechte - wie schwer ist das alles zu erreichen?! WWie schwer es erst die haben, denen es an der Einsicht und dem IJrteilsvermögen eines Erwachsenen fehlt, davon handelt das Buch, nach dem hier gefragt wird. Es geht um eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die, offenbar aufgrund ~Ton Kriegshandlungen, auf einer Pazifikinsel gelarldetunddortvöllig auf sich allein gestellt sind. Sie sind zwar alle "englisch" erzogerl worden und überzeugt, dadurch hätten sie es leichter, aber bald stellt sich heraus, daß dem nicht so ist. W as die Personen betrifft, so gibt es den zaudernden Führer und dessen machthungrigen, verschlagenen Gegenspieler, den von beiden ungeliebten Intellektuellen mit der lebenswichtigen Brille, die ängstlichen uhd nicht zum Mitdenken fähigen Untertanen (die; die angeblich' eine starke Hand wollen . . . ), und natürlich den Feind,. sei er nun real od~r nicht. Jedenfalls kommt es zur Katastrophe mit zwei Toten, zum Schluß werden alle gerettet, sind aber ernüchtert oder gar verzweifelt. |
Fischer 1997, öS 94,-- | |
| 1998/07 | Bulgakow Michail (1891-1940) | Der Meister und Margarita | "An
einem ungewöhnlichen heißen Frühlingstag erschienen bei
Sonnenaufgang auf dem Moskauer Patriarchenteichboulevard zwei Männer."
Einer der zwei Männer verliert kurz darauf buchstäblich seinen Kopf, der andere kommt ins Irrenhaus und träumt irgendwann von einer historischen Figur aus d~r Zeit um Christi Geburt. Die Geschichte dieser histo~rischen Figur zieht sich in Form von Erzählungen, Träumen und sonstigen Einschüben durch den ganzen Roman und ist auch selbst ein Roman, den eine der zwei Titelfiguren verfaßt hat. Die Titelfigur sitzt übrigens auch im Irrenhaus . . . Die andere Titelfigur flitzt pudelnackt durch. Moskau und nimmt in ebensolcher Kostümierung an einem Ball teil. Zuvor aber machen noch vier Gestalten die Stadt unsicher und bringen alles durcheinander. Sie sind keine Moskauer, sondern kommen, naiv gesprochen, von ganz weit unten, aus einer sehr heißen Gegend. F,iner von ihnen hat nach eigenen Worten die historische Figur persönlich gekannt, dies führt er als Beweis dafür an, daß Atheismus nicht gerechtfertigt sei. Ausgerechnet erl Einer der Höhepunkte des Buches ist eine von den vier Gestalten (einer schaut aus wie ein Kater) bestrittene Varieteshow , bei der Geld und Kleider herbeigezaubert werden. Der Titel des Buches erinnert an ein bekanntes Werk von Johann Wolfgang von Goethe. |
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| 1998/08 | Gombrowicz Witold (1904-1969) | Die Besessenen | ",Sehen
Sie nicht, daß dort ein Schild »Nicht hinauslehnen« angebracht
ist?`"
Das Personal des Romans, nach dem hier gefragt wird, ist höchst bemerkenswert: ein junger Mann, zunächst Tennislehrer, eine junge Frau, Tennistalent, , eiri Kunsthistoriker, ein zwielichtiger und gieriger Sekretär, ein von Alpträumen und Ängsten heimgesuchter Fürst, dessen Sohn, ein alter Diener sowie ein begnadeter und gläubiger Hellseher. Die vielen anderen Figuren sind Chargen, im Mittelpunkt der Handlung stehen aber noch einige mysteriöse Dinge: ein Schloß, von Moor und Nebel umgeben, ein Tintenbleistift und ein Gegenstand, der normalerweise auch in ~ intimste Regionen des Körpers vordringt, im Roman aber nur hängt, ein wenig zittert und schließlich in einem Koffer landet. Der junge Mann, der ab etwa Seite 4~0 kurioserweise einen anderen Namen bekommt, und die junge Frau sind einander ganz ähnlich, aber das hat in erster Linie negative Folgen. Ein ganz besonderer Ort ist ein Raum des Schlosses, in dem es zu spuken ' scheint und in dem sich der dritte Gegenstand befmdet. Daneben gibt es im Schloß auch Kunstgegenstände von sagenhaftem Wert und eine Menge Müll. Der Kunsthistoriker und der Hellseher, zwei Leute mit gefestigtem Charakter, bringen alles wieder ins Lot. Der Autor dieses Werkes hat viele Jahre in Argentinien verbracht, st.mt aber aus li,uropa. |
dtv 1997, 333Seiten, öS 123,- | |
| 1998/09 | Goethe Johann Wolfgang von (1749-1832) | Novelle | "Ein dichter Herbstnebel verhüllte noch in der Frühe die weiten Räume des ft.irstlichen Schlosses, als man schon mehr oder weniger durch den sich lichtenden Schleier die ganze Jägerei zu Pferde und zu Fuß durcheinander bewegt sah,ü Auf dem Schloß wohnen zwei Fürsten, nämlich der junge und sein Onkel Friedrich. Der junge hat gerade geheiratet und reitet mit seinem Gefolge auf die Jagd. Zurück läßt er seinen Onkel und seinen Diener Honorio. Der Alte hat Zeichnungen mitgebracht, die das Schloß und dessen Umgebung zeigen. Daraufhin will die junge Frau einen Spazierritt unternehmen. Es ist gerade Markt, und neben allerlei Krimskrams sind auch Raubtiere zu sehen, ein Tiger und ein Löwe. Da erinnert sich der Alte wieder einmal, wie es auf solch einem Markt einst gebrannt hat und er fast ums Leben gekommen wäre. Von der Ferne sehen sie, wie tatsächlich ein Feuer ausbricht, worauf 0nkel Friedrich sich auf den Rückweg macht. In der allgemeinen Panik sind dic Raubtiere entkommen. Honorio tötet den Tiger, darauf erscheint die seltsame Familie, der die Raubtiere gehören: Vater, Mutter, Sohn sowie der junge Fürst, der auch den Löwen töten will. Die drei Fremden setzen sich jedoch für diesen ein, und es gelingt dem Sohn, das Tier mit orientalischem Flötenspiel und einem rätselhaften ~edicht zu besänftigen und ihm einen Dorn zu entfernen. | Insel Verlag | |
| 1998/10 | Roth Joseph (1894-1939) | Die Kapuzienergruft (1938) | Wir heißen Trotta." Der Ich-Erzähler ist ein Mann, der keiner Beschäftigung nächgeht und das als Adeliger auch gar nicht nötig hat. Um wenigstens in Ansätzen Langeweile und innerer Leere zu entkommen, trifft er sich regelmäßig mit ein paar Bekannten, die ebenfalls nichts zu tun haben, bisweilen verführt er auch eine Kellnerin oder Wäscherin oder geht ins Bordell. Die Beziehung des Einzelkinds zu seiner Mutter ist distanziert und kalt, Vater hat er keinen mehr. Als er zwei Freunde besuchen will - der eine ist ein Maronibrater, der andere hat einen hochmusikalischen Sohn und in einen weit entfernten Teil des Reiches fährt, bricht der Krieg aus. F;r liebt seinen Herrscher und meldet sich sofort zum Dienst. Nun gibt es auch endlich einmal etwas zu tun. Da ihm die Freunde mehr bedeuten als die Bekannten, meldet er sich mit ihnen an die Ostfront. Vor dem Einzug heiratet er noch schnell eine F'rau, die er insgeheim schon jahrelang liebt. Er und seine F'reunde geraten bald in Gefangenschaft, er wird aber von ihnen getrennt. Nach dem Krieg ist alles anders: Adelstitel sind abgeschafft, jeder muß Geld verdienen oder Schulden machen. Seine Frau ver'sucht sich erfolglos im Kunstgewerbe und verläßt ihn und den Sohn schließlich, die Mutter wird beinahe taub, das Kind muß er ins Ausland schicken, die Freunde ~ind von den Tolgen des Krieges ge~eichnet, der Herrscher ist tot, das Eieich zerfallen. Zum Schluß ergreift ~in Diktator die Macht. | Kiepenheuer &Witsch 1987, 190S, öS 108,-- | |
| 1998/11 | Tolstoj Leo N. (1828-1910) | Die Kreutzersonate | Es
war im Frühling."
Nein; dies ist keine Liebesgeschichte, sondern eine über die Unmöglichkeit ewiger Liebe. Aber der Reihe nach. Der Ich-Erzähler, eine Nebenfigur, ist im Zug unterwegs, wo er im selben Abteil wie ein geheimnisvoller, zunächst schweigsamer Mann sitzt. Einige der Mitreisenden unterhalten sich über die Ehe im allgemeinen und die dauerhafte Liebe im besonderen. Schließlich mischt sich der geheimnisvolle Fremde ein und schildert seine durchaus pessimistische Sicht der Dinge, womit er alle gegen sich aufbringt. Darauf erzählt er ganz trocken, daß er seine Frau umgebracht habe. Kurz darauf beginnt er, dem Ich-Erzähler, der es als einziger noch bei ihm aushält, aus seinem Leben zu erzählen. Er berichtet von seiner Jugend als Sproß einer Gutsbesitzerfamilie, . von seinen Erfahrungen mit Masturbation und Prostitutierten und den Ansichten seiner Zeit dazu. Schließlich,. so erzählt er, hat er geheiratet, sprich: er ist der Schönheit einer Frau erlegen, die gar nicht zu ihm gepaßt hat. Er hat die Frau allmählich hassen gelernt. Trotzdem ist er eifersüchtig , vermutet, daß sie eine Liebschaft mit ihrem I~lavierlehrer hat. In seiner Raserei ersticht er sie und kommt. für relativ kurze Zeit ins Gefängnis, wo er eine "sittliche Wandlung" erlebt. Das ßuch ist verglichen mit anderen des Autors recht dünn und näch einem Beethoven-Klavierstück benannt. ` |
Insel, 1993, 176S öS 79,-- | |
| 1998/12 | Keller Gottfried (1819-1890) | Romeo und Julia auf dem Dorfe | "Die`se
Geschichte zu erzählen, würde eine müßige Nachahmung
sein, wenn sie nicht auf einem wirklichen Vorfall beruhte, zum Beweise,
v~~ie tief im Menschenleben jede jener ~'abeln ~wurzelt, auf welchen die
großen alten Werke gebaut sind."
Normalerweise ist der sogenännte Geschlechtsverkehr etwas sehr Erfrischendes, niemand will hinterher sterben. Anders in dem Buch, nach dem hier gefragt wird. Hauptpersonen sind ein junger Mann und eine junge Frau, ihre Muttersprache ist Deutsch. Die jungen Leute, die einander schon von Kind auf kennen, wissen, daß ihre Liebe unter den herrschenden Umständen keine Chance hat, daß sie schon gar nicht heiraten dürfen. Sie leben in drückenden wirtschaftlichen Verhältnissen, und das hat seine Ursache in einem Jahre zurückliegenden Streit ihrer Väter, die einst Nachbarn waren, sich aber wegen eines Feldes überworfen haben, dessen wahrer F.igentümer aufgrund seiner Abstammung seine Ansprüche nicht geltend machen konnte, und das der eine schließlich erworben hät. Erst nach dem Streit, als die jungen Leute zufällig aufeinandertreffen, verlieben sie sich ineinander. Sie flüchten, tref£en auf den rechtmäßigen Eigentümer des Feldes, der sie verhöhnt und anschließend einlädt, mit ihm und seiner Sippe zu ziehen, bereiten sich au£ einem losgebundenen Floß ein Liebeslager und ertrinken schließlich. |
Insel 1984, 140 Seoten, öS 93,- | |
| 1998/13 | Jansson Tove ( | Mumins wundersame Inselabenteuer | An irgendeinem Nachmittag Ende August wanderte | Arena 1993, 190 Seiten, öS 123,-- | |
| 1998/14 | Büchner Georg (1813-1837) | Lenz | Den 20. Ging [NAME] durchs Gebirg | dtv 1997, 64S, öS 44,-- | Ein junger Mann, Autor mehrerer Dramen, fühlt sich leer, ausgebrannt und haltlos. "Das All war für ihn in Wunden." Er will, wie er sagt, endlich zur Ruhe kommen, die Stille aber hält er nicht aus. Er kommt in das Haus eines Pfarrers, und dieser beobachtet den psychischen Verfall seines Gastes. Vergeblich versucht er, dem ebenfalls theologisch Ausgebildeten den Glauben wieder näherzubringen. Dieser will gleich ein totes Mädchen zum Leben erwecken, das Scheitern stürzt ihn nur in neue Depressionen. h:inem anderen Besucher gegenüber schildert er seine künstlerischen Intentionen, scheint aber nicht mehr fähig zu sein, diese in einem Werk auszudrücken. Nach und nach stellt sich heraus, daß er eine unglücklic~he Liebschaft gehabt hat und glaubt, die h'rau sei gestorben und er sei daran schuld. Ständig steht er am Rande des Selbstmords. Nur Zeichnen, Beten, . Reden kann ihn kurzfristig ablenken. Schließlich verläßt er das Pfarrhaus, das Il~nde des Werkes ist abrupt und fällt gegen das Niveau des Restes beträchtlich ab. Der Besuch des jungen Mannes hat wirklich stattgefunden, der Autor hat die Aufzeichnungen des Pfarrers für sein nicht fertiggestelltes Werk benützt. Das Werk ist erst nach dem Tod des Autors erschienen, das Manuskript ist verschollen. Die Titelfigur des Werkes kommt auch in Goethes "Dichtung und Wahrheit" vor. |
| 1998/15 | Nabokow Vladimir (1899-1977) | Lolita | "(NAME~,
Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden."
Erzähler der Geschichte und neben der Titeliigur eine der Hauptfiguren ist ein gebildeter, selbstbewußter, vor Ironie sprühender Mann um die vier-zig. Der Roman ist sozusagen seine Stellungnahme oder Aussage vor Ge-richt. Kurioserweise sind bei ihm Vor- und Familienname gleich. Er kennt sich gut aus in der Literatur, aber sein eigentliches Faible sind weibliche Wesen einer ganz be-stimmten Sorte. Er lernt eine Mutter und deren Tochter Dolores kennen. Die Mutter ist rasend in ihn verliebt, er heiratet sie, obwohl er sie nicht liebt, die Ehe dauert fünfzig Tage, die Frau stirbt bei einem Autounfall (Selbstmord?), zurück bleiben also der Mann und seine Stieftochter. Der Mann kümmert sich um ihre Schul-ausbildung. Er liebt Dolores mehr als sein eigenes Kind, und das ist es auch, was ihm zum Verhängnis wird. Ge-meinsam ziehen sie herum, die Jah-re vergehen, schließlich kommt dem Stiefvater ein anderer Mann in die Quere, ein Theaterautor, der ihm in-tellektuell zumindest ebenbürtig ist und seine Absichten offenbar durch-schaut und den er umbringt. Seine Stieftochter hat inzwischen geheira-tet und ist schwanger, darum inter-essiert sie ihn auch nicht mehr. Er hofft, der Todesstrafe zu entkom-men. Das Buch ist bisher zweimal verfilmt worden, der Kosename der weibliche~l Hauptfigur ist wohl für alle ein Begriff. |
Rowolth 1996, 528 Seiten, 95.-- öS | |
| 1998/16 | Scott Walter (1771-1832) | Ivanhoe | In jener lieblichen Gegend Englands, welche der Fluß Don bewässert, erstreckte sich vor alten Zeiten ein ansehnlicher Wald, der den größten Teil der schönen Hügel und Täler bedeckte, die zwischen Sheffield und der freundlichen Stadt Doncaster liegen." | Insel , 350 Seiten, 203,-- öS | |
| 1998/17 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Frost (1963) | Eine Famulatur besteht ja nicht nur aus dem Zuschauen bei komplizierten Darmoperationen, aus Bauchfellaufschneiden, Lungenflügelzuklammern und Fußabsägen, sie besteht wirklich nicht nur aus Totenaugenzudrücken und Kinderherausziehen in die Welt." Der Famulant, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, begibt sich auf Wunsch des Chirurgen, bei dem er arbeitet, in die Provinz, in einen Ort namens Weng, um den Bruder des Arztes, einen Maler, zu besuchen und etwas über dessen Zustand in Erfahrung zu bringen. Da kommt also einer in die sogenannte Natur, wo angeblich noch alles in Ordnung ist, und was muß er erfahren: Nichts ist in Ordnung, zumindest nicht aus der Sicht des für verrückt gehaltenen Malers, dessen egornanische geistige Absonderungen der Famulant gewissenhaft notiert. Mehr und mehr gerät er in den Bann des Malers . Schließlich erfährt er aus der Zeitung, daß der Mann offenbar iri einem Schneesturm umgekommen ist. Das Buch ist 1963 erschienen und war für den damals 32jährigen Autor der Durchbruch. Nur in Ansätzen freilich ist die für ihn später typische Sprache vorhanden, sogar das Wort "natürlich", das er später peinlichst gemieden hat, kommt noch vor, ja, er macht sogar noch Absätze und Anführungszeichen. Das Buch ist nach einem Wetterphänomen benannt, das in unseren Breiten regelmäßig vorkommt. | Suhrkamp Verlag, 1994, 320Seiten, öS 203,-- | |
| 1998/18 | Chamisso Adelbert | Peter Schlehmils wundersame Geschichte | Nach einer glücklichen, jedoch für mich beschwerlichen Seefahrt, erreichten wir endlich den Hafen | Insel 1973, 130 Seiten, 93 öS | Wenn man manchmal einfach nur vorher wüßte, was dabei herauskommt, würde man sich gewisse Dinge wohl nicht antun - schließlich sind wir Menschen ja im großen und ganzen bereit, vernünftig zu handeln, wir wollen uns nicht scha-den. Der Mensch ist allerdings verführbar und lernt vielleicht gerade aus seinen Fehlern am meisten. Der Held des ßuches, nach dem hier ge-fragt wird, meint zunächst auch, vernünftig gehandelt, das heißt, sich einen Vorteil verschafft oder ein Problem gelöst zu haben. (Diese Geschichten sind immer die besten!) Der Held kommt zu unermeßli-chem Reichtum, aber der Preis für diesen Reichtum, nämlich der Verlust einer Sache, die durch hochfrequente Wellen (oder sind es 7'eil-chen?) hervorgerufen wird, ist un-verhältnismäßig hoch. Der Held muß erkennen, daß er trotz seines Reichtums nicht als freier Mann le-ben kann, denn denen, die ihn nicht gerade verachten, ist er unheimlich. F,me Llebe zerbricht daran. Wie soll er nun den Rest seines Lebens verbringen? Nun , er findet einen Weg,einen einsamen, nützlichen, beglückenden, nicht zuletzt durch den Besitz ganz besonderer Wanderstiefel. Der Autor gibt an, den Helden persönlich zu kennen, dieser habe ihm auch die ganze Geschichte erzählt. |
| 1998/19 | Potocki Jan (1761-1815) | Die Handschrift von Saragossa | Als Offizier der französischen Armee nahm ich an der Belagerung von Saragossa teil. | Insel 1997, 870 Seiten, öS 254,-- | |
| 1998/20 | Fitzgerald Francis Scott | Der große Gatsby | "In
meinen jüngeren Jahren, als ich noch zarter besaitet war, gab mein
Vater mir einmal einen Rat, der mir seitdem wieder und wieder durch den
Kopf gegangen ist."
Der Ich-Erzähler wohnt auf einer Insel nahe einer riesigen Stadt und hat die Titelfigur zum Nachbarn. Dieser Nachbar, bisweilen rosa gekleidet, ist stinkreich und gibt fast jeden Tag rauschende Feste für eine schmarotzende Meute, die ihre Theorien über die Vergangenheit des Gästgebers zum Besten gibt. Der Mann, der einst arm war, hat sich das Vermögen und das Haus nur aus einem Grund erworben: um die Frau zurückzugewinnen, die die Liebe seines Lebens ist und ebenfalls auf der Insel wohnt. Die F'rau hat sich damals für einen reichen, brutalen Kerl entschieden. Mit Hilfe des Ich-Erzählers will die Titelfigur wieder an die F'rau herankommen, denn dieser kennt sie und ihren Mann, er weiß, daß dieser eine C'Teliebte hat. Tatsächlich kommen die ehemaligen Liebenden zusammen, . der 'I'itelheld hat alles Coole, Lässige verloren, ist nur noch ein Mensch, der verzweifelt nach Liebe sucht. Anläßlich eines Ausfluges kommt es zum Showdown: Der Ehemann fertigt seinen Gegner brutal ab, deckt dessen dunkle Geschäfte auf. Auf der Heimfahrt töten der Titelheld und seine große Liebe uriabsichtlich die Geliebte des Ehemannes, worauf deren Witwer zum Mörder und Selbstmörder wird. |
Diogenes 1974, 192 Seiten, 93,--öS | |
| 1998/21 | Cervantes Saavedra Miguel de (1547-1616) | Der scharfsinnige Ritter Don Quixote von der Manch | Der Held unserer Geschichte wohnte vor nicht allzu langer Zeit in einem Dorfe | ||
| 1998/22 | Carroll Lewis (Charles Lutwidge Dodgson 1832-1898 | Alice im Wunderland | .... War es allmählich leid, neben ihrer Schwester am Bachufer | Insel, 150S, öS 79,- | |
| 1998/23 | Keller Helen, Sullivan Anne | Öffne mir das Tor zur Welt | Nur noch eine ganze Kleinigkeit, und dann bist du fertig. | dtv 1993, öS 94,-- | |
| 1998/24 | Milne A.A. | Pu der Bär. Gesamtausgabe | Wenn du zufällig schon ein anderes Buch über... Gelesen h | Celilie Dresler Verl. 1989, 327 S, öS 145,- | |
| 1998/25 | Dostojewskij Fjodor M. (1821-1881) | Doe Brüder Karamasow | "(NAME
1) war der dritte Sohn des Gutsbesitzers aus unserem Landkreis (NAME 2),
der seinerzeit wegen seines tragischen und dunklen Endes, das sich vor
genau dreizehn Jahren zutrug und worüber ich an gehöriger Stelle
berichten werde, allgemein bekannt war (und dessen man sich bei uns auch
heute noch erinnert~."
Dies ist unter anderem die Geschichte eines Mordes und des darauffol~ genden Prozesses. Ermordet wird der brutale, lüsterne und habgierige Gutsbesitzer; einer seiner Söhne wird deswegen verurteilt. Neben den drei Söhnen des Gutsbesitzers gibt es möglicherweise noch einen vierten, einen unehelichen, sowie eine Reihe weiterer Figuren, unter anderem einen sogenannten Starez; einen Weisen, der schon beim Anblick des später verurteilten Sohnes böse Vorahnungen zu haben scheint, sowie eine Reihe differenzierter F'rauenfiguren. Die Lebenswege der drei (vier) Brüder sind grundverschieden, einer schreibt eineri bemerkenswerten Aufsatz über eirien Inquisitor, ein anderer hat tatsächlich vor, seinen Vater umzubringen - es ist ihm jedoch schon ein anderer zuvorgekommen ... P,iner der Brüder erhärigt sich. Die Geschichte ist, wie bei diesem Autor auch nicht anders zu erwarten, penibel konstruiert und mit einem gewissen Hang zur Weitschweifigkeit erzählt. |
dtv 1990, 1064S öS 211,-- | |
| 1998/26 | Busch Wilhelm (1832-1908) | Max und Moritz, polyglott | "Heu
funestam iuventutem! Nullam video virtutem ~ Nunc in nostris liberis, ~
Nullam etiam in his."
Wenn an dieser Stelle schon sonst fast immer nach deutschsprachigen Ausgaben fremdsprachiger Bücher gefragt wird, so ist es doch einmal an der Zeit, es anders zu machen. Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich um ein lateinisches Zitat, das Werk, nach dem hier gefragt wird, ist aber noch in ganz andere Sprachen übersetzt worden, z. B. ins Altenglische, und die oben zitierte lateinische IJbersetzung ist nicht die einzige! F,s muß sich also um ein überaus bedeutendes Buch hand~eln, ein Buch von enormer Breitenwirkung. Was den Inhalt betrifft: Es geht urx~ die Abenteuer zweier namentlich erwähnter Außenseiter der ländlichidyllischen Gesellschaft, die, anstatt sich, wie es von ihnen erwartet würde, zu integrieren, das heißt, zu ihrem eigenen Besten die in der Nähe vorhandenen Bildungseinrichtungen zu konsumieren und die Stützen der Gesellschaft zu respektieren, um schließlich selbst zu solchen zu werden, insgesamt mehr als sechsmal für Ärgernis sorgen, dabei aber schließlich an den Falschen geraten und - das ist der überaus drastische Schluß - der "Mühle der Gerechtigkeit" nicht entgehen. Der Autor der Geschichte ist nicht nur durch seine Texte berühmt geworden, sondern auch wegen seiner graphischen F'ähigkeiten. |
dtv 1982, 168S, öS 72,-- | |
| 1998/27 | Walser Anton (*1927) | Ein Fliehendes Pferd | "Plötzlich
drängte Sabine aus dem Strom der Promenierenden heraus und ging auf
ein Tischchen zu, auf dem noch niemand saß."
Hier wird nach einem Buch gefragt, das mit demselben Satz aufhört, mit dem es begonnen hat. Soll das eine Aufforderung sein, es gleich noch einmal,zu.lesen? Egal. In dem Buch prallen zwei verschiedene Standpunkte aufeinander, zwei Standpunkte, die ihre Berechtigung haben und darum weiter bestehen werden. Also: W as ist besser: Die Flücht nach vorn und oder die Flucht nach innen? Die zwei Standpunkte werden gezeigt anhand von zwei ehemaligen Schulkollegen, die nun, Jahre später, einander im Urlaub am Bodensee treffen. Beide haben ihre Frauen mit, und auch einen Hund gibt es. Der Protagonist ist Lehrer, sein Antagonist betätigt sich als Journalist, tritt nach außen hin selbstsicher und lässig auf, stellt sich aber als Würstchen heraus, das nur eine erfolglose Frau an seiner Seite duldet. Als die beiden Männer zusammen eine Segeltour unternehmen, kommt ein Sturm auf, der Journalist purzelt ins Wasser, gilt als ertrunken, bis er einfach wieder in `der Tür steht und gleich darauf ohne F.rklärung mit seiner Frau abreist. Auch der Lehrer und seine F'rau wollen abreisen. Zuvor muß aber noch erzählt werden, was während der Segeltour wirklieh passiert ist. Das Buch ("Novelle") ist nach einem sich panisch entfernenden Tier benannt. . |
Surkamp, 1997, 151 Seiten, öS 79,-- | |
| 1998/28 | James Henry (1843-1916) | Die Drehung der Schraube | Die Erzählung hatte uns... | dtv 1993, 250 Seiten, öS 73,-- | 1898 erschienen: geniale Gruseligkeit |
| 1998/29 | Kafka Franz (1883-1924) | Das Schloß | Es war spätabends, als .... Ankam | Fischer 1994, 416 Seiten, 109,-- | |
| 1998/30 | Roth Joseph (1894-1939) | Die Legende vom heiligen Trinker | An einem Frühlingsabend des Jahres 1934 stieg ein Herr gesetzen Alters die steinernen Stufen hinunter, die von einer der Brücken über die Seine zu deren Ufer führen | ||
| 1998/31 | Barrie James Matthew (1860-1937) | Peter Pan | Alle Kinder werden erwachsen | Arena, 1995, 256S, öS 108,-- | |
| 1998/32 | Dürrenmatt Friedrich (1921-1990) | Der Richter und sein Henker | Alphons Clenin, der Polizist von Twann, fand am Morgen des dritten Novembers.. | Rowolth 1992, 192S, öS 65,-- | |
| 1998/33 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Meister Martin der Küfer und seine Gesellen | Am ersten Mai des Jahres 1580 hielt die ehrsame Zunft der..... | Dausien verlag, 144S, öS 93,-- | |
| 1998/34 | Schnitzler Arthur ( 1862-1931) | Traumnovelle | Vierundzwanzig braune Sklaven ruderten die prächtige Galeere, die den Prinzen Amigad zu dem Palast des Kalifen bringen sollte. | Fischer 1992, 96 S, öS 123,-- | |
| 1998/35 | Keller Gottfried (1819-1890) | Die drei gerechten Kammacher | Die
Leute von ~ORT~ haben beviesen, daß eine ganze Stadt von Tngerechten
oder Leichtsinnigen ur Not fortbestehen kann im Vechsel der Zeiten und
des Ver:ehrs; die drei ~BERUF~ aber, daß iicht drei Gerechte unter
einem )ach~ leben können, ohne sich in lie Haare zu geraten."
3en Hecht, ein Hollywood-Autor, ;oll einmal auf die Frage nach seiiem Erfolgsrezept gesagt haben: ,Ganz einfach: Zwei Hunde und ein i~nochen!" Wenn zwei dasselbe wol.en, aber nur einer es bekommen ~ann, entsteht daraus ein schwerer Konflikt, und in der Art, wie sie ihr Ziel verfolgen, enthüllen sie ihren Charakter. In der satirischen Geschichte, nach der hier gefragt wird, wollen sogar drei dasselbe, nämlich zunächst einmal für den Rest des Lebens dort bleiben, wo sie sind, und schließlich wollen sie dieselbe Frau beziehungsweise deren Erspartes. Komischerweise sind die Kollegen, die Titelfi,~uren, sozusagen aus dienstrech~.ic:i ..,=n Gründen gezwungen, gemeinsam in einem Doppelbett zu schla~en. Da die drei ihre Ziel immer energischer verfolgen, macht ihr Vorgesetzter den Vorschlag, ein Wettrennen zu veranstalten. Wer siegt, darf bleiben. Auch die Frau, die gern schwatzt und faselt, ist dafür. Es gibt einen völlig unerwarteten Sieger und Bräutigam, aber glücklich wird keiner von den dreien. Sie wollten Knochen, waren aber wohl keine Hunde . . . |
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| 1998/36 | Busch Wilhelm (1832-1908) | Die fromme Helene | ;,Wie
der Wind in Trauerweiden tönt des frommen Sängers Lied, wenn
er auf die Lasterfreuden in den großen Städten sieht:"
Hauptfigur dieses Werkes ist eine Frau, die am Schluß qualvoll stirbt. Zunächst aber wird in Episoden ihre Jugend geschildert. Sie wächst bei Onkel und Tante auf, zwei kreuzbraven Menschen, und spielt ihnen so manchen Streich. Das Mädchen ist überaus lebhaft und neugierig und interessiert sich nicht nur für die anatomische Beschaffenheit seines Cousins. Dieser Cousin ist die große Liebe der Frau und hilft ihr später, so könnte man sagen, aus einer großen Verlegenheit. Er hilft unter dem Motto: Wer schnell hilft; hilft doppelt. Zuvor aber wird sie, weil sie mit ihren Streichen nicht aufhören will, von Onkel und Tante auf die Straße gesetzt, führt eine Zeitlang das Leben einer Junggesellin und heiratet aus Langeweile einen dicken und überaus durstigen älteren Mann, der offenbar nicht willens oder fähig ist, gewisse Bedürfnisse seiner Frau zu befriedigen. Die Frau, die sich ein Kind wünscht, macht eine Pilgerreise und kehrt guter Hoffnung zurück. Kurz nach der Niederkunft wird sie Witwe, ist sozusagen frei für ihre große Liebe. Der Mann nimmt es mit der Treue aber nicht so genau und wird von seinem Nebenbuhler getötet. Die Frau legt sich ein Alkoholproblem zu und stirbt den erwähnten qualvollen Tod. |
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| 1998/37 | Boccaccio Giovanni (1313-1375) | Das Dekameron | "Sooft
ich, meine holdseligen Damen, sinnend betrachte, wie mitleidig ihr alle
von Natur aus seid, erkenne ich, daß das gegenwärtige Werk nach
euerm Urteile einen harten und traurigen Anfang haben wird, weil es an
seiner Stirn die schmerzliche Erinnerung an das verwichene große
Sterben trägt, das allgemein von jedem verflucht wird, der es miterlebt
oder davon erfahren hat."
' Bei dem "großen Sterben" handelt es sich um eine bisher nie dagewesene Katastrophe, es herrschen Chaos und Weltuntergangsstimmung, wer nicht gerade fliehen kann, läßt sich gehen und treiben, der allgemeine Untergang scheint unausweichlich. Da hat eine junge Frau eine Idee. Auch sie kann die Katastrophe nicht aufhalten, aber sie hat ein Mittel gegen den Verfall der Sitten. Zusammen mit einer Reihe anderer junger Leute zieht sie ~sich auf das Land zurück, und alle zusammen geben sich einer Beschäftigung hin, die sicher schon seit Jahrtausenden erfolgreich Langeweile und Verzweiflung. zu vertreiben vermag: Reihum müssen alle sich mehrmals in einer Kunst bewähren, die Zuschauer und Zuschauerinnen werden dadurch zum Lachen gebracht, zum Nachdenken, manchmal auch zum Mitleiden. Nach ungefähr zwei Wochen trennen sich die jungen Leute voneinander, und nie wieder ist von ihnen zu hören, vielleicht werden sie Opfer der Katastrophe. |
Insel 1987, 988S, öS 254,-- | |
| 1998/38 | Schlink Bernhard * 1944 | Der Vorleser | "Als
ich fiinfzehn war, hatte ich Gelbsucht."
Monatelang muß der Held und IchErzähler wegen der Krankheit das Bett hüten, bevor er seinen ersten Spaziergang machen kann-und eine Frau kennen lernt, die ihn auf recht ungewöhnliche Weise durch sein Leben begleitet. Die Frau ist bedeutend älter als er, es ist ihr ein leichtes, ihn zu verführen. Er genießt das Zusammensein mit ihr, aber seine Eltern und seine Klassenkameraden erfahren davon nichts. Eines Tages ist die Frau, eine Straßenbahnschaffnerin, verschwunden, und der junge Mann sieht sie erst Jahre später, inzwischen Student, bei einerri KZProzeß wieder. Die Frau war, wie sich herausstellt, KZ-Aufseherin und hat viel~ Frauen und Mädchen in den Tod geschickt. Hauptbeweismittel ist ein Buch zweier überlebender Frauen. Daß die Angeklagte sich äußerst ungeschickt verteidigt und als einzige von allen lebenslänglich bekommt, liegt an einem Geheimnis, das bis dahin auch ihrem Ex-Geliebten verborgen war. Als er die Wahrheit herausfindet, will er mit dem Richter sprechen, aber der läßt ihn nicht zu Wort kommen. Die Frau kommt also ins Gefängnis, der Mann hat ein paar wenig erfolgreiche Liebesbeziehungen, kann die Ex-Geliebte nicht vergessen. Er schickt ihr Tonbandkassetten ins Gefängnis, sie lernt dadurch, was sie vorher nicht gekonnt hat. Aus dem Gefängnis kommt sie aber nicht mehr ~lebend heraus. |
Diogenes 1997, 208S öS 109,-- | |
| 1998/39 | Tolstoj Leo N. (1828-1910) | Anna Karenina | "Alle
glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche
aber ist auf ihre eigene Art unglücklich."
Das ist eine These, und Thesen schreien danach, entweder bewiesen oder widerlegt zu werden, Im Buch, nach dem hier gefragt wird, ist die These am Schluß bewiesen. Es müssen dabei mehrere unglückliche Familien dargestellt werden, es genügt aber die Darstellung einer einzigen glücklichen. Die Titelfigur (nicht unbedingt Häuptfigur!) verläßt ihre Familie, weil sie das Kind liebt, aber nicht den Mann, und kom m t in eine Familie, wo sie zwar den Mann liebt, aber nicht das (gemeinsame) Kind. Zum Schluß bringt sie sich um, weil sie glaubt, daß der Männ sie nicht mehr liebt. Ihr Gegenstück ist ein junger Mann, der eine erstaunliche Entwicklung durchmacht, von der geliebten Frau zunächst einen Korb bekommt, sie aber dann doch gewinnt und mit ihr eine Familie gründet, die, wenn schon nicht ideal, immerhin glücklich ist. Auch er denkt an Se~bstmord, jedoch nicht wegen Liebeskummers, sondern weil er lange keinen Sinn im Leben findet. Erst zum Schluß kommt ihm die Erkenntnis: Der Sinn des Lebens ist es, das Gute zu tun, denn das Gute ist Ausdruck des Göttlichen. Wie schön, daß er auch bisher fast immer Gutes getan hat, er muß also sein Leben gar nicht umstellen. Das Buch ist relativ umfangreich, der Titel wird der Fülle der Handlungsstränge nicht gerecht. |
940 Seiten | |
| 1998/40 | Ebner-Eschenbach, Maria von (1830-1916) | Krambambuli | Reclam 1996, 64S, 22,- öS | ||
| 1998/41 | Schnitzler Arthur ( 1862-1931) | Leutnant Gustl | Wie lang´wird denn das noch dauern? | Fischer 95, 160S, öS 161,- | |
| 1998/42 | Fontane Theodor (1819-1898) | Unterm Birnbaum | Vor dem in dem großen und reichen Oderbruchdorfe Tschechin | dtv 1997, 128 S, öS 72 | |
| 1998/43 | Lem Stanislaw (* 1921) | Solaris | Um neunzehn Uhr Bordzeit | dtv, 1983, 240S, öS 109,-- | |
| 1998/44 | Dürrenmatt Friedrich (1921-1990) | Der Verdacht | "(NAME~
war anfangs November 194~8 ins Salem eingeliefert worden, in jenes Spital,
von dem aus man die Altstadt Berns mit dem Rathaus sieht."
Der Held ist alt und sterbenskrank, er wird pensioniert, aber das ändert nichts daran, daß er noch einmal seinem Beruf und seiner Berufung gemäß handelt. In einer Zeitschrift entdeckt er ein Foto, das einen (mit Maske verhüllten) Arzt zeigt, der während der NS-Zeit an KZ-Gefangenen grausame Experimente durchgeführt hat. Nach und nach erhärtet sich der Verdacht, daß es sich bei diesem Verbrecher um einen Schweizer Arzt handelt, der nunmehr ein Nobelspital betreibt. Der Held beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und den Verbrecher notfalls zu überführen. Daher läßt er sich in dessen Spital bringen, aber er muß bald erkennen, daß er die Intelligenz und die Einflußmöglichkeiten des Verbrechers und die Verdorbenheit seiner Mitarbeiterinnen unterschätzt hat. Er bekommt ein Schlafmittel und sieht keine Möglichkeit zu fliehen. Schließlich kommt es nur Auseinandersetzung der beiden Kontrahenten, es geht um die Themen Glauben und Gerechtigkeit. Der Arzt legt seine "Ethik" dar und fordert seinen Patienten auf, sich zu deklarieren, andernfalls müsse dieser sich einer tödlichen Operation unterziehen. Der Countdown läuft. Der Patient fügt sich in sein Schicksal und schweigt. Er selbst kann nichts mehr tun. |
Diogenes 1995, 128S, öS 72,-- | |
| 1998/45 | Carré John Le (David John Moore Cornwell * 1931) | Dame, König, As, Spion | "Jim
wäre nie zu Thursgood gekommen, wenn den alten Major Dover beim Taunton-l~ennen
nicht der Schlag getroffen hätte."
Jim ist ein Aushilfslehrer für Turnen und Französisch und als solcher eine Nebenfigur. Er hat eine bisweilen nässende Wunde im Rücken, ein Relikt aus seiner bewegten Vergangenheit, von der nur einer der Schüler etwas ahnt. Hauptfiguren der Geschichte eines britischen Autors sind ein ehemaliger Mitarbeiter eines Unternehmens der "Nachrichtenbranche" und seine Gegenspieler, von denen einer des öfteren als "Maulwurf" bezeichnet wird. Privat leidet der Held entsetzlich darunter, daß seine schöne Frau ihn nicht nur immer wieder betrogen, sondern ~ndgültig verlassen hat, "freischaffend" arbeitet er daran, den "Maulwurf" zu finden und zu stellen. Nur auf wenige Getreue kann er sich verlassen, die Spitzenleute seines ehemaligen Unternehmens sind in dieser Hinsicht zu vergessen, denn gerade von oben scheint die Sache, die er aufdecken will, ihren Ausgang genommen zu haben. Inszeniert hat das Ganze offenbar der ausgefuchste Chef der Konkurrenz, mit dem er einst zu tun gehabt und dem er ein wertvolles Feuerzeug geliehen hat. Nach und nach erfährt der Held die Geschichte, an der unfreiwillig auch seine F'rau beteiligt war, es gelingt ihm, den Täter ausfindig zu machen und zu stellen. Seinen Arbeitsplatz bekommt er zurück, seine schöne F'rau allerdings nicht. |
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| 1998/46 | Collins Wilkie (1824-1899) | Der Monddiamant | "Diese
Zeilen - sie sind in Indien geschrieben - richte ich an meine Verwandten
in England."
Die Geschichte ist, dem Genre gemäß, ziemlich verwickelt, aber da der Autor die Kunst des Erzählens perfekt beherrscht und auf die für ihn typische Art für Abwechslung sorgt, ist das Aufspüren des Geheimnisses, das seinen Ausgang in Indien genommen hat, durchaus ein großes Vergnügen: Also: Entwendet und gesucht wird ein Kleinod, das einst einer indischen Götterstatue angehört hat. Alle möglichen Leute bemühen sich, das Kleinod zu finden, darunter ein Polizeünspektor mit einem F'aible ' für Rosen (eine herrliche F'igurl), ein minder begabter Polizist, ein paar Dilettanten und nicht zuletzt - der Mann, der das Kleinod entwendet hat. Ein junges Mädchen bringt sich auf qualvolle Weise um - nahe dem Haus gibt's Treibsand -, ein Mann wird umgebracht, zum Schluß geht das Kleinod aber wieder an seinen rechtmäßigen Besitzer zurück. Neben dem Inspektor mit den Rosen gibt es noch eine Reihe bemerkensvverter Figuren, z. B. einen Hausverwalter, der ein erklärter Robinson Crusoe-F'an ist, eine von Rechtschaffenheit und Frömmigkeit geradezu triefende Dame, drei Brahmamen sowie einen armen Zigeuner und einen nicht gerade drogenfreien Arzt. Das Buch ist nach dem gesuchten Kleinod benannt. Der Autor war auch Maler und hatte großes juristisches Wissen. |
Engelhorn Verlag 1990, 496S, öS 248,-- | |
| 1998/47 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Die Bergwerke zu Falun | "An
einem heitern sonnenhellen Juliustage hatte sich alles Volk zu Göthaborg
auf der Reede versammelt."
Ein ehemaliger Matrose geht aufgrund der Verheißungen einer seltsamen Gestalt in eine schwedische Stadt, die nicht zuletzt für ihren Kupferbergbau berühmt ist. Dort iindet er schnell Arbeit und verliebt sich. Nun gerät er in den zentralen Konflikt der Geschichte: Was ist wichtiger, der Beruf oder das Privatleben? Während der Held, der ehemalige Matrose, der Ansicht ist, daß der Beruf in erster Linie notwendig ist, um die finanzielle Basis für ein erfolgreiches Privatleben zu schaffen, ist die Gestalt, die ihn einst ir~ die Stadt gelockt hat, davon überzeugt, daß der Beruf wichtiger sei, ja daß der Beruf sogar das einzig Wichtige sei und daß jemand, der davon nichts halte, beruflich auch nicht sein Glück machen werde, daß es ihm also nicht gelingen werde, in die tiefen Geheimnisse des Berufes einzudringen. Tatsächlich verunglückt der Held kurz vor seiner Hochzeit, als er für seine Braut noch schnell sozusagen ein paar Überstunden macht, um ihr ein wertvolles Geschenk bereiten zu können. Erst 50 Jahre später wird seine Leiche gefunden, sie ist bestens erhalten und wird von der ehemaligen Braut, die ihr Leben lang treu gewartet hat, identifiziert. Die Geschichte, nach der hier gefragt wird, ist Teil einer größeren Sammlung. |
Reclam 1996, 86 Seiten öS 29 | |
| 1998/48 | Vernes Jules (1828-1905) | Die Reise um die Erde in achtzig Tagen | Das Haus Nr. 7 Savile Row, | Diogenes, 1986, 272 Seiten, öS 109 | |
| 1998/49 | Torberg Friedrich (1908-1979) | Der Schüler Gerber | Der Spätsommermorgen war lau und die Türe zum Klassenzimmer stand offen | dtv 1973, 296 Seiten, öS 94 | |
| 1998/50 | Fruttero Carlo (*1926) | Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz | Als Mr. Silvera endlich(look, look, Mr. Silvera!).. | Piper , 1996, 319 Seiten, öS 218 | |
| 1998/51 | Gotthelf Jeremias (=Albert Bitzius, 1797- 1854) | Die schwarze Spinne | Über die Berge hob sich die Sonne, | Dtv 1997, 128 Seiten, öS 44,-- | Spannende Geschichte über die Zeiten der Pest. |
| 1998/52-53 | Kleist Heinrich von (1777-1811) | Michael Kohlhaas. Aus einer alten Chronik. | An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des | Reclam , 14Seiten, öS 37,-- | |
| 1999/01 | Alechjem Scholem(1859-1916) | Tewje, der Milchmann | "Wenn einem der Haupttreffer beschert ist, hört Ihr, Reb Scholem-Alejchem, so kommt er zu einem ganz von selbst ins Haus, wie es in den Psalmen heißt:, Vorzusingen auf der Githith´: - wenn man Glück hat, so kommt es von allen Seiten gelaufen; und es gehört gar kein Verstand und keine Tüchtigkeit dazu." | Reclam 1995, 220 Seiten, öS 131 | |
| 1999/02 | Kästner Erich (1899-1974) | Die verschwundene Miniatur | Jener Platz in Kopenhagen, an dem die Königliche Oper steht, heißt der Kongens Nytorv | Dtv, 1988, 200 Seiten öS 94 | |
| 1999/03 | Turgenjew Iwan S. | Väter und Söhne | Nun, Pjotr? Noch nichts zu sehen? Fragte am 20. Mai des Jahres 1859 ein Herr in der Mitte der Vierziger mit verstaubtem Mantel und karierten Hosen, der ohne Mütze auf die niedrige Freitreppe... | Dtv 95, 224 öS 110,- | Das Buch v. Turgenjew (1818-1883) ist 1862 erschienen und behandelt mit der Figur Basarow den Nihilismus. Basarow ist eine Figur, sicher niemanden kalt läßt, er ist einer der Söhne. Daß er jung stirbt, ist einerseits tragisch, andererseits bleibt er nur so in seiner ganzen Tadikalität erhalten. Die Geschichte ist virtuos erzählt, die Dialoge sind brillant und pointiert. |
| 1999/04 | Storm Theodor (1817-1888) | Der Schimmelreiter | Was ich zu berichten beabsichtige,ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert.. | Reclam Verlag, Stuttgart 1996, 160 Seiten , öS 44,-- | Das Buch von Theodor Storm ( 1817-1888) ist 1888 erschienen. Hauke Kaien, der Deichgraf, ist ein verantwortungsbewußter, rationaler Mensch, der immer wieder gegen Aberglauben und Mythen zu kämpfen hat und als Schimmelreiter selber eine Sagengestalt wird. Theodor Storm war Jurist und führte ein bewegtes Leben. Das Werk ist seine letzte vollendete Novelle. |
| 1999/05 | Frank Anne | Tagebuch . Von Anne Frank | Ich werde, hoffe ich, Dir alles anvertrauen können, wie ich es noch bei niemandem gekonnt habe, und ich hoffe, Du wirst mir eine große Stütze sein. | Übersetzt von Mirjam Pressler. Mit Illustrationen und Anmerkungen. Fischer - Verlag, Frankfurt 1991 314 Seiten, öS 94,-- | |
| 1999/06 | Eco Umberto geb. 1932 | Der Name der Rose | Am 16. August fiel mir ein Buch aus der Feder eines Gewissen Abbé Vallet in die Hände: | dtv 10551, 676 Seiten | Die eigentliche Geschichte ereignete sich während weniger Novembertage auf einem von einer Mauer |
| 1999/07 | Hawthorne Nathaniel (1804-1864) | Der scharlachrote Buchstabe | Es ist etwas merkwürdig, daß mich trotz meiner Abneigung, am häuslichen Herd und im Kreise meiner Freunde allzuviel von mir und meinen Privatangelegenheiten zu sprechen, zweimal in meinem Leben eine autobiographische Regung ergriffen hat, als ich mich an die Öffentlichkeit wandte." | Das
Buch ist 1850 erschienen. In der Einleitung beschreibt der Autor seine
Zeit als Zollinspektor in Boston. Die eigentliche Geschichte spielt in
Salem , wenige Jahre vor den berüchtigten Hexenprozessen Ende des
17. Jahrhunderts und ist unter anderem eine hervorragende Schilderung puritanischer
Denk- und Lebensweise.
Manesse Verlag Zürich 1996, 440 Seiten, öS 227,-- |
|
| 1999/08 | Keller Gottfried (1819-1890) | Kleider machen Leute | |||
| 1999/09 | Süßkind Patrik (*1949) | Der Kontrabaß | Diogenes 1997, 96 Seiten, öS 94,-- | ||
| 1999/10 | Blixen Tania (=Karen Blixen-Finecke) | Babettes Fest | übers. V. W.E.Süskind, Manesse Verlag, 1996, 85 Seiten, öS 105,-- | ||
| 1999/11 | Laclos , Choderlos de (1741-1803) | Gefährliche Liebschaften | übers. V. Franz Blei, Diogenes, 432 Seiten, öS 137,-- | ||
| 1999/12 | Roth Joseph (1894-1939) | Hiob, Roman eines einfachen Mannes | Kiepenheuer & Witsch Köln, 222 Seiten, 79,-öS | ||
| 1999/13 | Puschkin Alexander S. (1799-1837) | Pique-Dame | Diogenes 1990, 368 Seiten, 123,- öS | ||
| 1999/14 | Salinger J. D. | Der Fänger im Roggen | Rowohlt 1998, 208 Seiten, öS 80,-- | ||
| 1999/15 | Stevenson Robert Louis (1850-1894) | Die Schatzinsel | Reclam Verlag 278Seiten, 73,- öS | ||
| 1999/16 | Grimmelshausen Hans Jakob Christoph von | Der abenteuerliche Simplicissimus | Insel Verlag, 1983, 745 Seiten, öS 181,-- | ||
| 1999/17 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Auslöschung. Ein Zerfall | Suhrkamp Verlag 1996,652 Seiten, öS 203,-- | ||
| 1999/18 | Dostojewskij Fjodor M. (1821-1881) | Der Idiot | Ende November bei Tauwetter | ||
| 1999/19 | Sartre Jean Paul (1905-1980) | Die Wörter | Um das Jahr 1850 ließ | Rowohlt Verlag 1998, 172 Seiten, öS 65,-- | |
| 1999/20 | Schnitzler Arthur ( 1862-1931) | "Fräulein Else" in Leutnant Gustl | Du willst wirklich nicht mehr weiterspielen | Fischer 1995, 160 Seiten, 161,-- öS | |
| 1999/21 | Musil Robert (1880-1942) | Drei Frauen | Es gibt im Leben eine Zeit, wo es sich auffallend verlangsamt, als zögerte es weiterzugehen oder wollte seine Richtung ändern | Rowohlt 58,- öS | |
| 1999/22 | Paul Jean | Blumen-,Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, .. | Insel Verlag 1992, 600 Seiten, 181,-öS | ||
| 1999/23 | Tolstoj Leo N. (1828-1910 | Der Tod des Iwan Iljitsch | Im großen Gebäude des Gerichtshofes hatten sich in einer Pause durch die Verhandlung des Prozesses Melwinskij unterbrochen wurde,... | Insel Verlag 1996, 114 seiten, öS79,- | |
| 1999/24 | Tieck Ludwif (1773-1853) | Des Lebens Überfluß | Reclam Verlag, 1994, öS 22,-- | ||
| 1999/25 | Burgess Anthony (John Burgess Wilson, geb. 1917) | Uhrwerk-Orange | Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 1993, 240 Seiten, öS 263,- | ||
| 1999/26 | Ende Michael (1929-1995) | Die unendliche Geschichte | K.Thienemanns Verlag Stuttgart 1979,428 Seiten, öS 248,-- | ||
| 1999/27 | Goldt Max (geb. 1958) | Die Radiotrinkerin | Haffmannsverlag 1993, 162 Seiten, öS 135,-- | ||
| 1999/28 | Gustafsson Lars (geb. 1936) | Der Tod eines Bienenzüchters | Suhrkamp 1978, 180S, öS 218,-- | ||
| 1999/29 | Bürger Gottfried August (1747-1794) | Wunderbare Reisen ...d. Freiherrn v. Münchhausen | Reclam, 1994, 176S, öS 51,-- | ||
| 1999/30 | Jelinek Elfriede (*1946) | Die Klavierspielerin | Rowohlt 1998, 288S, öS 277,-- | ||
| 1999/31 | Carré John Le (David John Moore Cornwell * 1931) | Das Russland-Haus | Kiepenheuer&Witsch 1989,480S, öS 329,-- | ||
| 1999/32 | Gulik ,van Robert | Merkwürdige Kriminalfälle des Richters Di | Diogenes 1998, 384S, öS 123,-- | ||
| 1999/33 | Süskind Patrik (*1949) | Die Taube | Diogenes 1990, 112S, öS 72,-- | ||
| 1999/34 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Klein Zaches genannt Zinnober | Reclam 1998, 150S, öS 44,- | ||
| 1999/35 | Fontane Theodor (1819-1898) | Schach von Wuthenow | Reclam 1997, 168S, öS 51,-- | ||
| 1999/36 | Márquez Gabriel García | Die Liebe in den Zeiten der Cholera | Kiepenheuer&Witsch 1987, 512S, öS 291,-- | ||
| 1999/37 | Hesse Hermann (1877-1946) | Der Steppenwolf | Suhrkamp 1976,238S, öS 108,-- | ||
| 1999/38 | Caroll Lewis (übers. Enzensberger) | Alice hinter den Spiegeln | Insel, 1974, 140S, öS 93,-- | ||
| 1999/39 | Wimschneider Anna (geb. 1919) | Herbstmilch | Piper Verlag 1995, 200S, öS 123,-- | ||
| 1999/40 | Hauff Wilhelm (1802-1827) | Das Wirtshaus im Spessart | |||
| 1999/41 | Goethe Johann Wolfgang von (1749-1832) | Dichtung und Wahrheit | Insel Verlag 1975, 1000 S, öS 269,-- | ||
| 1999/42 | Glauser Friedrich (1896-1938) | Wachtmeister Studer | Unionsverlag Zürich 1998, 256 S, öS 109,-- | ||
| 1999/43 | Kafka Franz (1883-1924) | Brief an den Vater | Fischer 1997, 88 Seiten, öS 72,-- | ||
| 1999/44 | Keller Gottfried (1819-1890) | Das Fähnlein der sieben Aufrechten | Der Schneidermeister Hediger in Zürich war in dem Alter, wo der | Reclam, Stuttgart öS 22,-- | |
| 1999/45 | Guareschi Giovannino | Don Vamillo und Peppone | Otto Müller Verl. Salzbg, 320 Seiten, öS 188,-- | ||
| 1999/46 | Keller Gottfried (1819-1890) | Martin Salander | Winkler öS 1.327,-- | ||
| 1999/47 | Fouqué Friedrich de la Motte | Undine | Reclam 1997 96 Seiten, öS 29,-- | ||
| 1999/48 | Schnitzler Arthur ( 1862-1931) | Therese | S.Fischer 1992, 304 Seiten, öS 123,- | ||
| 1999/49 | Brednich Rolf Wilhelm | Die Spinne in der Yucca-Palme | C.H.Beck 1997, 157 Seiten öS 72,-- | ||
| 1999/50 | Rosendorfer Herbert, geb. 1934 | Briefe in die chinesische Vergangenheit | Die Zukunft ist ein Abgrund | Nymphenburger 1983/1991, 286/312 S, öS 295,-- | |
| 1999/51-52 | Dickens Charles (1812-1870) | Der Weihnachtsabend | Marley war tot, um damit anzufangen | Reclam, 1996, 120 Seiten, S 44,-- | |
| 2000/01 | Wolfgruber Gernot *1944 | Auf freiem Fuß | Es war alles zu selbstverständlich | Dtv, 1985,152Seiten, S 94,- | |
| 2000/02 | Wolfe Thomas (1900-1938) | Schau heimwärt, Engel! | Ein Schicksal, das Engländer und Pennsylvania-Deutsche | ||
| 2000/03 | Hauff Wilhelm (1802-1827) | Die Karawane in Sämtliche Märchen | Goldmann 1993, 448 S, öS 145,-- | ||
| 2000/04 | Böll Heinrich (1917-1985) | Nicht nur zur Weihnachtszeit | dtv, München 1998, 160 S, öS 72,-- | ||
| 2000/05 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Holzfällen, Eine Erregung | Suhrkamp, Frankfurt 1988, 320 S, öS 137,-- | ||
| 2000/06 | Wallraff Günter (geb. 1942) | Ganz Unten mit einer Dokumentation der Folgen | Kiepenheuer &Witsch, Köln 1992, 444 S, öS 123,-- | ||
| 2000/07 | Poe Edgar Allan (1809-1849) | Das verräterische Herz | Hans Wollschläger u. Kuno Schuhmann, Haffmanns Zürich 1997, 2240 S öS 218,-- | ||
| 2000/08 | Brandstetter Alois * 1938 | Zu Lasten der Briefträger | dtv, München, 1987, 128 S, öS 72,-- | ||
| 2000/09 | Fruttero Carlo u Franco Lucentini | Der rätselhafte Sinn des Lebens | Piper München 1995, 143S, öS 218,-- | ||
| 2000/10 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Der goldene Topf | Am Himmelfahrtstage, nachmittags um drei Uhr,.. | Reclam, 152 S, öS 44,-- | |
| 2000/11 | Frisch Max (1911-1991) | Stiller | Suhrkamp,446S, öS 145,-- | ||
| 2000/12 | Faulkner William (1897-1962) | Licht im August | Lena sitzt am Straßenrand | Rowohlt, 418S, öS 109,-- | |
| 2000/13 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Nußknacker und Mausekönig | Am 24. Dez... | Reclam, 76S, öS 29,-- | |
| 2000/14 | Eco Umberto geb. 1932 | Das Foucaultsche Pendel | übers. V. Burkhart Krorber, Carl Hanser, München, 768S, öS 364,-- | ||
| 2000/15 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Nußknacker und Mausekönig | Reclam, 76 S, öS 29,-- | ||
| 2000/16 | Mann Heinrich (1871-1950) | Professor Unrat | Da endlich sah ich das [Ding] | Rowohlt, 186S, öS 72,-- | |
| 2000/17 | Rosendofer Herbert (*1934) | Die große Umwendung | Kiepenheuer &Witsch 208S, öS 263,-- | ||
| 2000/18 | Ende Michael (1929-1995) | Michael Endes Zettelkasten | Weitbrecht Thienemann 320S, öS 307,-- | ||
| 2000/19 | Schlink Bernhard * 1944 | Selbstbetrug | Diogenes 304S, öS 123,-- | ||
| 2000/20 | Joyce James (1882-1941) | Ulysses | Suhrkamp 1996, 1014S, 218,-- | ||
| 2000/21 | Storm Theodor (1817-1888) | Die Regentrude | Reclam öS 19,-- | ||
| 2000/22 | Green Julien (1900-1998) | Moira | Carl Hanser, Münxhen, 1989, 232 Seiten, öS 263,-- | ||
| 2000/23 | Wilde Oscar (1854-1900) | De Profundis | Carl Hanser, 1344 Seiten, öS 613,-- | ||
| 2000/24 | Hoffmann E.T.A. (1776-1822) | Doge und Dogaresse | Reclam, 80 Seiten, öS 22,-- | ||
| 2000/25 | Ledda Gavino (geb. 1938) | Padre Padrone | Benzinger 1988, 546 Seiten, öS 254,-- | ||
| 2000/26 | Ende Michael (1929-1995) | Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch | Thienemann, Wien 1989, 240 Seiten, öS175,-- | ||
| 2000/27 | Keller Gottfried (1819-1890) | Die missbrauchten Liebesbriefe | Reclam, 93 Seiten, öS 29,-- | ||
| 2000/28 | Gotthelf Jeremias (=Albert Bitzius, 1797- 1854) | Elsi, die seltsame Magd | Reclam öS 29,-- | ||
| 2000/29 | Krämer Walter (geb. 1948), Götz Trenkler (geb 1943), Denis Krämer | Lexikon der populären Irrtümer | Piper, 412S, öS 123,-- | ||
| 2000/30 | Schnitzler Arthur ( 1862-1931) | Doktor Gräsler, Badearzt | Fischer, 120S, öS 94,-- | ||
| 2000/31 | Kafka Franz (1883-1924) | In der Strafkolonie | Fischer, 575 S, öS 123,-- | ||
| 2000/32 | Knigge Freiherr von, Adolf Franz Friedrich (1752-1796) | Über den Umgang mit Menschen | Insel, 453 S, öS 145,-- | ||
| 2000/33 | Busch Wilhelm (1832-1908) | Maler Klecksel | Diogenes, 160 S, öS 93,-- | ||
| 2000/34 | Proust Marcel (1871-1922) | In Swanns Welt | Suhrkamp, 536S, öS 181,-- | ||
| 2000/35 | Hesse Hermann (1877-1946) | Der Steppenwolf | Suhrkamp, 238S, öS 108,-- | ||
| 2000/36 | Dürrenmatt Friedrich (1921-1990) | Justiz | Diogenes, 228 Seiten, öS 123,00 | ||
| 2000/37 | McCourt Frank (geb. 1930) | Die Asche meiner Mutter | Rowohlt, 508 S, öS 350,-- | ||
| 2000/38 | Szcypiorski Andrzej (1924-2000) | Sie schöne Frau Seidenmann | Diogenes, 270 S, öS 263,-- | ||
| 2000/39 | Keller Gottfried (1819-1890) | Der grüne Heinrich | Insel, 882S, öS 181,00 | ||
| 2000/40 | Dürrenmatt Friedrich (1921-1990) | Grieche sucht Griechin | Diogenes öS 196,-- | ||
| 2000/41 | Szcypiorski Andrzej (1924-2000) | Eine Messe für die Stadt Arras | An jenem Abend kem er zu mir und sagte zu mir, dass ich unsere Stadt nicht liebe. | Diogenes 197 S, öS 109,-- | |
| 2000/42 | Highsmith Patricia | Der talentierte Mr. Riplay | Diogenes, 327 S, öS 137,-- | ||
| 2000/43 | Dürrenmatt Friedrich (1921-1990) | Das Versprechen | dtv öS 72,-- | ||
| 2000/44 | Homer | Odyssee | Sage mir,Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes | Insel, 851S, öS 203,-- | |
| 2000/45 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Die Ursache | dtv, 144S, öS 113,-- | ||
| 2000/46 | Valentin Karl (Valentin Ludwig Fey 1882-1948) | Buchbinder Wanninger | Reclam 102S, öS 37,-- | ||
| 2000/47 | Hesse Hermann (1877-1946) | Siddhartha | Suhrkamp, 189S, öS 108,-- | ||
| 2000/48 | Camus Albert (1913-1960) | Der Fremde | Rowohlt, 160S, ATS 263,-- | ||
| 2000/49 | Kafka Franz (1883-1924) | Die Verwandlung | Manesse, 107 S, ATS 143,-- | ||
| 2000/50 | Tolstoj Leo N. (1828-1910 | Herr und Knecht in Meistererzählungen | Diogenes, 310S, öS 145,-- | ||
| 2000/51-52 | Ebner-Eschenbach, Maria von (1830-1916) | Er lasst die Hand küssen | Insel, ATS 144,-- | ||
| 2001/01 | Tolstoj Leo N. (1828-1910 | Wieviel Erde braucht der Mensch | Diogenes, 310S, öS 145,-- | ||
| 2001/02 | Fontane Theodor (1819-1898) | Unwiederbringlich | Manesse, 414S, öS 260,-- | ||
| 2001/03 | Puschkin Alexander S. (1799-1837) | Der Mohr Peters des Großen | dtv, 462S, öS 138,-- | ||
| 2001/04 | Ebner-Eschenbach, Maria von (1830-1916) | Aphorismen | Insel, 88 S, öS 129,-- | ||
| 2001/05 | Noll Ingrid (geb. 1935) | Die Häupter meiner Lieben | Diogenes, 288S, öS 109,-- | ||
| 2001/06 | Stoker (Abrah)Bram(1847-1912) | Dracula | Insel 1999, 541 Seiten S 181,-- | ||
| 2001/07 | Timm Uwe (geb. 1940) | Die Entdeckung der Currywurst | Kiepenheuer&Witsch, 221S, öS145,-- | ||
| 2001/08 | Thoma Ludwig (1867-1921) | Lausbu´bengeschichten | Piper, 196S, öS 108,-- | ||
| 2001/09 | Noll Ingrid (geb. 1935) | Die Apothekerin | Diogenes, 248S, ATS 282,-- | ||
| 2001/10 | Aitmatow Tschingis (geb 1928) | Du meine Pappel im roten Kopftuch | Unionsverlag, 154S, ATS 122,-- | ||
| 2001/11 | Noll Ingrid (geb. 1935) | Kalt ist der Abendhauch | Diogenes 246S, öS 122,-- | ||
| 2001/12 | Dostojewskij Fjodor M. (1821-1881) | Der ewige Gatte (in Der Spieler) | Piper, 790S, ATS 347,-- | ||
| 2001/13 | Proust Marcel (1871-1922) | In Swanns Welt. Auf der Suche nach der verlorenen | Suhrkamp, 563S, ATS 181,-- | ||
| 2001/14 | Noll Ingrid (geb. 1935) | Der Hahn ist tot | Diogenes, 266S, ATS 109,-- | ||
| 2001/15 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Der Keller. Eine Entziehung | dtv, 152S, ATS 93,-- | ||
| 2001/16 | Brandstetter Alois * 1938 | Schönschreiben | Residenz, 162S, ATS 268,-- | ||
| 2001/17 | Glauser Friedrich (1896-1938) | Matto regiert | Unionsverlag, 320S, ATS 123,-- | ||
| 2001/18 | Seneca Lucius Anneus (4 v.Chr. - 65) | Die Kürze des Lebens/De brevitate vitae | dtv 96 S, ATS 72,-- | ||
| 2001/19 | Aitmatow Tschingis (geb 1928) | Dshamilja | Suhrkamp, 123S, ATS 72,-- | ||
| 2001/20 | Franklin Benjamin /1706-1790) | Der Weg zum Reichtum, Geschichte meines Lebens | Oesch , 168S, ATS 218,-- | ||
| 2001/21 | Glauser Friedrich (1896-1938) | Krock & Co. | Diogenes , 144S, ATS 64,-- | ||
| 2001/22 | Poe Edgar Allan (1809-1849) | Der Goldkäfer | dtv 224S, ATS 109,- | ||
| 2001/23 | Krämer Walter (geb. 1948), Götz Trenkler (geb 1943), Denis Krämer | Das neue Lexikon der populären Irrtümer | Piper, 387 S, ATS 145,-- | ||
| 2001/24 | Sendak Maurice (geb. 1928) übers. Claudia Schmölders | Wo die wilden Kerle wohnen | Diogenes, 40 S, ATS 182,-- | ||
| 2001/25 | Haushofer Marlen (1920-1970) | Die Mansarde | Claasen 1984, 192 Seiten, ATS 204,-- | ||
| 2001/26 | Bernhard Thomas (1931-1989) | Der Atem. Eine Entscheidung | dtv, 128 S, ATS 99,-- | ||
| 2001/27 | Rowling Joanne K. (geb. 1965) | Harry Potter und der Stein der Weisen | Carlsen Hamburg, 336 S, Ats 203,-- | ||
| 2001/28 | McCourt Frank (geb. 1930) | Ein rundherum tolles Land | Luchterhnad, 488 S, ATS 350,-- | ||
| 2001/29 | Platon | Die Apologie des Sokrates | Artemis , 649 S, ATS 350,-- | ||
| 2001/30 | Haushofer Marlen (1920-1970) | Himmel, der nirgendwo endet. | Claasen, 224S, ATS 204,-- | ||
| 2001/31 | Balzac, Honoré de, (1799-1850) | Eugénie Grandet | Insel, 250S, ATS 102,-- | ||
| 2001/32 | Mankell Henning | Die fünfte Frau | übersetzt vWolfgang Butt, Zsolnay, 544 S, ATS 336,-- | ||
| 2001/33 | Hauptmann Gerhard (1865-1946) | Bahnwärter Thiel | Reclam, ATS 22,-- | ||
| 2001/34 | MannThomas (1875-1955) | Die Buddenbrooks | Fischer, 762 Seiten, ATS 248,-- | ||
| 2001/35 | Noll Ingrid (geb. 1935) | Röslein rot | Diogenes, 288 Seiten, ATS 291,- | ||
| 2001/36 | Schnitzler Arthur ( 1862-1931) | Die Frau des Richters | Fischer , 144 Seiten, ATS 123,-- | ||
| 2001/37 | Dumas Alexandre, Sohn (1824-1895) | Die Kameliendame | Insel, 200 S, ATS 124,-- | ||
| 2001/38 | Fuld Werner (geb. 1947) | Das Lexikon der Fälschungen | Eichborn, 312 S, ATS 321,-- | ||
| 2001/39 | MannThomas (1875-1955) | Mario und der Zauberer, Ein tragisches Reiseerlebn | Fischer, ATS 80,- |