Die Eigentümer des Hafens
Tempelhof - die drei Landkreise Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und
Potsdam-Mittelmark - zeigen Interesse an einem raschen Abschluss der
Verkaufsverhandlungen. Inzwischen hat sich der Kreis der Kandidaten
für das Projekt rund um das denkmalgeschützte Lagerhaus auf vier bis
fünf reduziert. "Davon werden wir noch im März die Hälfte
auswählen", sagt Rainer Nebeling, Geschäftsführer der Teltower
Kreiswerke, der den Verkauf für die Landkreise abwickelt. Diese
Investoren sollen dann ihre Pläne im Bezirksamt präsentieren.
"Derjenige, dessen Konzept am ehesten den Vorstellungen des Bezirks
und der Landkreise entspricht, macht das Rennen", so Nebeling.
Bezirksbürgermeister
Ekkehard Band (SPD) freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den
Landkreisen. Die war zu Beginn weniger harmonisch, weil die
Eigentümer durch die Vorgaben des Bezirks um den anvisierten Erlös
von 13-15 Millionen Euro für das Areal fürchteten. Das scheint sich
gelegt zu haben, denn die Kandidaten kennen die Vorgaben betreffs
des Nutzungsmixes von Kultur, Handel, Wohnen und Gewerbe. "Die
Eigentümer haben Interesse am Konsens mit uns gezeigt", sagt Band.
Neben den
Projektentwicklern ECE und Sepa sind unter anderen auch die
Ingenieure der Ufafabrik, die so etwas wie die Urheber des Projekts
"Hafen der Kulturen" sind, mit im Rennen. Sie treten gemeinsam mit
der Strabag Planungsgesellschaft als Bieter auf. Winfried Wroskowiak
von der Strabag will das Ufa-Konzept im Wesentlichen übernehmen: "Es
ist stimmig, passt dorthin und wird die berühmte Nachhaltigkeit
haben, ohne subventioniert werden zu müssen." Er plädiert jedoch für
eine geringere Bebauung. Das bedeute Abstriche beim Kaufpreis. Nun
müsse sich zeigen, ob der Bezirk bei seinen Vorstellungen bleibt und
gegenüber den Landkreisen und der ECE, die am Hafen großflächigen
Einzelhandel plant, nicht umfällt.
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