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Runder Tisch am Hafen
Bebauungsplan für Tempelhofer Hafen
beschlossen
HDK
Tempelhof. Der Stadtplanungsausschuss hat
auf seiner letzten Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplans sowie
die Installation eines "runden Tisches" beschlossen. Damit kommt jetzt
Bewegung in die Diskussion um die Nutzung des Tempelhofer Hafens.
Wie mehrfach berichtet, hat die Ufa-Fabrik in den vergangenen zwei
Jahren ein Konzept entwickelt, um den Industriestandort mit dem
denkmalgeschützten Lagerhaus in ein Kultur- und
Dienstleistungszentrum mit Wohnen und Arbeiten zu verwandeln. Unter
anderem sind ein Naturwarenhaus im historischen Speicher, ein Hotel
mit Wellness-Center, Jugendher-berge und Biergarten mit Brauhaus sowie
Ankerplätze für Vergnügungsdampfer geplant. Die Energieversorgung soll
mittels einer gigantischen 500-Kilowatt-Photovoltaikanlage
bewerkstelligt werden. "Und wir haben einen finanzkräftigen Investor,
um dieses europäische Modellprojekt in die Tat umzusetzen", so
Ufa-Chef Juppi. Er träumt von einer Vernetzung der Ufa-Fabrik mit dem
Hafen und dem Ullsteinhaus und wünscht sich zu diesem Zweck auch den
Bau einer Fußgängerbrücke über den Tempelhofer Damm.
Noch gehört das 4,4 Hektar große Hafengelände (einschließlich 1,3
Hektar Wasserfläche) den Landkreisen Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald
und Potsdam-Mittelmark. Plötzlich wollen die Brandenburger ihre
Berliner Immobilie verkaufen. Daraufhin schrillten im Stadtplanungsamt
die Alarmsirenen: Stadtplanungs-Stadträtin Dr. Elisabeth Ziemer: "Den
Brandenburgern geht es natürlich in erster Linie darum, den Hafen so
teuer als möglich zu verkaufen. Aber wir haben die Planungshoheit und
werden jetzt einen Bebauungsplan nach unseren Vorgaben aufstellen.
Dabei legen wir fest, wieviel Handel, Gewerbe und Wohnungsbau im
Rahmen einer Mischnutzung entstehen darf. Potenzielle Investoren
sollen wissen, was möglich ist und was nicht. Danach wird sich
schließlich auch der Kaufpreis richten."
Schon innerhalb der kommenden vier Wochen soll Konkretes auf den
"runden Tisch", kündigt die Stadträtin an. Am Tisch werden auch die
Ufa-Leute sitzen. Allerdings nicht allein. Ziemer rechnet mit reger
Beteiligung verschiedener Interessengruppen. Juppi: "Wir haben die
Vorarbeit bereits geleistet. Wenn die uns machen lassen, wird in
Tempelhof ein neuer Stadtkern als Anziehungspunkt für die gesamte
Region entstehen." Juppi rechnet mit einer Gesamtinvestition zwischen
50 und l00 Millionen Euro. |
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