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Informatives
für Nambia-Urlauber
und solche, die es werden wollen
wie war das: für den Inhalt der angegebenen Seiten sind wir natürlich NICHT verantwortlich ....
Was kann man eigentlich unternehmen??
Namibia bietet fast für jeden etwas: man kann die unterschiedlichsten Tiere beobachten, wandern, angeln, jagen, golfen, Sterne gucken, mit Buschmännern die Natur erkunden, Flugsafaris, Geologiestudien betreiben, Himbas treffen, Sundowner einnehmen, Bootstouren, schlemmen etc.
ABER: wer ein aktives Nachtleben mit Discos sucht oder einen Städteurlaub mit Shopping machen will, ist hier falsch. Auch Menschen mit Stauballergie werden einen Urlaub in Namibia nicht unbedingt geniessen.Reisezeit/Klima
Namibia kann ganzjährig bereist werden, hängt allerdings davon ab, was man unternehmen möchte. Es hat grossteils Wüstenklima, d.h. tagsüber warm und nachts kalt. Der namibische Sommer (Dezember/Januar/Februar) ist sehr heiss mit Tagestemperaturen über 35 Grad. In dieser Zeit ist auch die Regensaison und das Land ist sehr grün. Durch die abkommenden Reviere kann man bestimmte Reiseziele nicht erreichen (z.B. Kaokofeld). Es regnet übrigens meistens nur kurz einmal am Tag, meistens abends. März/April/Mai haben angenehme Temperaturen, was gut ist, wenn man wandern will. Tierbeobachtung ist nicht ganz so optimal, da die Tiere aufgrund des guten Nahrungs- und Wasserangebotes nicht unbedingt an die Wasserstellen kommen. Im Winter (Juni/Juli/August) hat es tagsüber Temperaturen um die 20Grad, nachts können sie unter den Gefrierpunkt fallen. Diese Jahreszeit eignet sich besser für Tierbeobachtungen, da es recht trocken ist und die Tiere zu den Wasserstellen kommen. Auch September/Oktober/November sind optimal zum Tierebeobachten, noch nicht so warm und nicht mehr kalt. Am Atlantik (z.B. Swakopmund) ist es eigentlich immer recht frisch, da es morgens und abends und manchmal auch den ganzen Tag neblig ist.Zeitverschiebung
Angenehmerweise beträgt die Zeitverschiebung zu Deutschland maximal 1 Stunde.Reisepass
Der Reisepass muss bei Wiederausreise aus Namibia noch 6 Monate gültig sein. Ein Visum wird nicht benötigt. Kinder brauchen einen eigenen Reisepass oder müssen im Pass der Eltern eingetragen sein.Flüge
LTU (ab München) und Air Namibia (ab Frankfurt) fliegen direkt nach Windhoek. Der Direktflug dauert ca. 9 1/2 Stunden. Die Flüge kosten um die 800 Euro. Bei LTU gibt es auch die Möglichkeit, Flüge im Internet mit "biet & flieg" zu ersteigern, allerdings sollte man in diesem Fall nicht terminlich gebunden sein. Nicht erschrecken, wenn man beim Surfen im Internet sieht, dass alle Flüge ausgebucht sind. Reisegesellschaften belegen meist grosse Kontingente und letztendlich kommt man doch noch im gewünschten Flieger unter (aber nur 1 bis 2 Personen!). Im Dezember/Januar sind die Flüge oft billiger.
SAA (South African Airlines) fliegt über Frankfurt und Johannesburg nach Windhoek (Gesamtflugdauer bis zu 16 Stunden und mehr, je nach Anschluss).Auto
Ohne Auto gestaltet sich das Reisen sehr schwierig, ausser man fährt bei einem Veranstalter im Buss mit. Es ist billiger, das Auto von Deutschland aus zu mieten. Unser persönlicher Favorit ist ein 4x4 double cab, z.B. der Toyota Hilux. Je nachdem, ob man campen will oder nicht, kann man ihn mit kompletter Campingausrüstung (da ist vom Geschirr über die Gasflasche bis zum Besen wirklich alles dabei) und Dachzelt mieten. Wir haben mit Pegasus Car Hire sehr gute, mit Europcar sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wieviel Eigenbeteiligung man akzeptiert, muss jeder für sich entscheiden. Eine Auswahl von Autovermietern gibt's hier.Internationaler Führerschein
Ein Muss, wenn man ein Auto mieten will. Man bekommt ihn beim jeweiligen Landratsamt, wenn man den nationalen Führerschein und 2 Lichtbilder dabei hat. Je nach Landratsamt kann das ganz schnell gehen (Biberach 15 Minuten).Unterkünfte
Die Palette der Unterkünfte reicht von Pensionen, Hotels, B&Bs über Gästefarmen und luxuriösen Lodges bis hin zu Camping- und Caravanplätzen. Je nach Geldbeutel kann man sich seine Unterkunft aussuchen. Wir campen sehr gerne, da die Campingplätze normalerweise gut in Schuss sind und es einfach schön ist, unter dem afrikanischen Sternenhimmel zu schlafen.
Es ist stressfreier, wenn man die erste Unterkunft in Windhoek von Deutschland aus bucht.Geld/Kreditkarten/EC-Karten/Traveller Schecks
Der namibische Dollar (N$)und der südafrikanische Rand (ZAR) werden überall akzeptiert. Tauschen sollte man erst in Namibia, zum einen, weil man nur 500N$ einführen darf, zum anderen, weil der Kurs in Namibia deutlich besser ist.
Man kann Euros in Cash mitnehmen, was den Nachteil hat, dass sie unwiderruflich weg sind, wenn man beklaut wird.
Kreditkarten (VISA, Mastercard) werden in vielen Geschäften, Restaurants und Hotels akzeptiert. Zum Bezahlen des Autos und Hinterlegen der Kaution braucht man auf jeden Fall eine Kreditkarte! In kleineren Orten und beim Tanken sollte man Bargeld dabeihaben bzw. sich vorher bei der Unterkunft erkundigen, ob sie Kreditkarten annehmen. Mittlerweile kann man mit EC- oder Kreditkarte auch Geld an den Geldautomaten abheben (aber nur mit PIN-Nummer!).
Eine sehr sichere Sache sind Traveller Schecks (z.B. American Express). Diese bekommt man bei seiner Hausbank und kann sie im Urlaubsland wieder gegen Bargeld einlösen. Falls sie geklaut werden, werden sie wieder ersetzt. Sie verfallen auch nicht, so dass man nicht eingelöste Schecks im nächsten Urlaub verwenden kann. Nachteil sind die anfallenden Gebühren. Um sie möglichst klein zu halten, sollte man die Schecks in Euro nehmen.Impfungen/Malariapropylaxe
Bei Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben, allerdings ist es sinnvoll nachzuprüfen, ob man die bisherigen Impfungen (Tetanus, Kinderlähmung) auffrischen muss. Wir haben uns ausserdem gegen Hepatitis impfen lassen.
Ob man im südlichen Afrika Malariaprophylaxe einnehmen soll oder nicht, ist Gegenstand hitziger Diskussionen. In der Regenzeit wird für den Norden (inkl. Etosha Pfanne) Prophylaxe empfohlen. Lariam und Konsorten kann man in Windhoek deutlich günstiger als in Deutschland und rezeptfrei bekommen. Man sollte sich auf jeden Fall durch helle Kleidung, Moskitonetz und Autan vor Mückenstichen schützen.Auslandskrankenversicherung
Wenn die eigene Krankenversicherung nichts fürs Ausland anbietet, sollte man zusätzlich eine abschliessen. Bei den meisten Banken gibt es die mit einem Jahr Gültigkeitsdauer. Sie sollte ohne irgendwelche Klauseln den Rücktransport per Flugzeug im Krankheitsfall beinhalten.Sprache
Amtssprache ist Englisch, man kann aber auch mit Deutsch ganz gut durchkommen.Jagdzeiten/Waffen
Die offizielle Jagdzeit beginnt am 01. Februar und endet am 30. November. In dieser Zeit sind alle Tiere freigegeben.
Für normales Wild wird mindestens 30.06 oder 7x64, für Büffel und Elefant 375, H&H oder 485 empfohlen. Für die Waffe benötigt man einen Europäischen Feuerwaffenpass oder besser noch eine Internationale Waffenbesitzkarte.
In Namibia wird oft über sehr weite Entfernungen geschossen, daher empfiehlt es sich, die Waffe auf über 150m einzuschiessen.Haustier
Theoretisch kann man sein Haustier zum Urlaub nach Namibia mitnehmen aber:
- der Flug dauert 10 Stunden (ohne Ein- und Auschecken). Das "lohnt" sich erst bei längerem Aufenthalt.
- in den Nationalparks sind Tiere generell nicht erlaubt.
- in vielen Unterkünften und Restaurants sind Tiere nicht erlaubt.
Wenn der Abflugstag näher rückt, taucht die Frage auf: was sollte ich für einen Urlaub in Namibia einpacken?
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© G. Steppich, 2003