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Namibia für Nambia-Urlauber
und solche, die es werden wollen

wie war das: für den Inhalt der angegebenen Seiten sind wir natürlich NICHT verantwortlich ....

Ankunft am International Airport
Bei der Passkontrolle lernen die deutschen Urlauber zum ersten Mal die namibische Arbeitsweise kennen: es dauert ewig und schon so mancher hat die ersten zwei Stunden seines Namibia-Urlaubes in der Schlange verbracht. Deswegen so schnell wie möglich raus aus dem Flugzeug und an die Schalter. Die Gepäckausgabe ist insofern tückisch, dass man beide Bänder im Auge behalten muss, um sein komplettes Gepäck zu kriegen. Falls man sein Mietauto nicht am Flughafen entgegen nimmt, kann man mit Bus oder Taxi nach Windhoek fahren (der Flughafen liegt ca. 40km ausserhalb).

Der erste Tag
Für den ersten Tag sollte man sich nicht allzu viel vornehmen. Normalerweise hat man einen Nachtflug hinter sich, bei dem man nicht gut geschlafen hat, Windhoek liegt auf über 1700m Höhe, die Jahreszeiten genau entgegengesetzt zu Europa - da muss man sich erst einmal daran gewöhnen. Also erst mal in der Unterkunft einchecken, evt ein richtiges Frühstück einnehmen und ein paar Stündchen schlafen - es ist doch Urlaub. Später kann man sich immer noch Windhoek ansehen (das ist nicht sooo gross) und ein paar Dinge erledigen (Geld wechseln, einkaufen, Unterkünfte buchen).

Mietauto
Bitte kontrolliert das Mietauto bei der Übernahme genau, besonders die Reifen. Lasst Mängel (z.B. Dellen) protokollieren. Falls die Reifen abgefahren sind, besteht auf neuen. Ein zweiter Ersatzreifen sollte im Auto sein, beide Ersatzreifen sollten in gutem Zustand sein. Klärt ab, ob Euch der Vermieter im Notfall holt. Lasst Euch zeigen, wie der Reifenwechsel und ggf. der Aufbau des Dachzelts funktioniert. Ihr zahlt eine Menge Geld für das Auto, da sollte etwas Zeit von Seiten des Vermieters drin sein.

Einkaufen
Bevor Ihr auf Tour geht, solltet Ihr Euch in Windhoek mit allem Nötigen eindecken (z.B. Wasser, Essen), vor allem wenn Ihr campen wollt. Später gibt es nur noch in Swakopmund ähnlich gute Möglichkeiten. Die Geschäfte in den kleineren Orten können ziemlich ausgeplündert sein.

Unterkünfte
Unterkünfte in den Nationalparks (z.B. Etosha-Pfanne, Sesriem, Naukluft) müssen in den Reservierungsbüros in Windhoek oder Swakopmund vorgebucht werden. Zu den Stosszeiten (Sommerferien) können die Plätze knapp werden. Bei Gästefarmen und Lodges spätestens einen Tag vorher anrufen und reservieren.

Autofahren
Unbedingt langsam und vorsichtig fahren. Autounfälle sind die bei weitem häufigste Todesursache bei Touristen in Namibia. Wegen der Tiere, die gerne auf der Strasse herumtappen, NIE nachts fahren. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 120km/h für Teerstrassen nicht überschreiten und auf Schotterpisten nicht schneller als 80km/h fahren! Lieber ein paar Kilometer weniger am Tag "abreissen" (empfohlen werden max. 300km pro Tag) und die Landschaft geniessen...
Namibia hat Anschnallpflicht und ein Alkohollimit von 0.5 Promille.

Tanken
Never miss the chance to get some petrol. Denn man weiss nie, ob die nächste Tanke wirklich Sprit hat, v.a. wenn man in etwas entlegenere Gegenden fährt. Die Tankstellen nehmen meist nur Bargeld und keine Kreditkarten an.

Banken (Öffnungszeiten)
Montag - Freitag: 9.00 Uhr - 15.30 Uhr
Samstag: 9.00 Uhr - 11.00 Uhr

Geschäfte (Öffnungszeiten)
Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 17.30 Uhr
Samstag: 8.00 Uhr - 13.00 Uhr
Grössere Geschäfte und die "Portugiesen" haben abends länger und auch am Sonntag geöffnet.

Handy
Man hat nur in der Nähe von grösseren Orten Empfang.

Internet
In den grösseren Orten gibt es Internet-Cafes.

Elektrizität
In Namibia haben die Anschlüsse 220/240V. Allerdings braucht man einen Adapter, da die Stecker dreipolig sind.

Trinkgeld
Wenn das Essen und der Service ok waren, sollte man im Restaurant 5-10% Trinkgeld geben.

Wasser
Auch wenn es in einigen Reiseführern als unbedenklich empfohlen wird: wir trinken in Namibia kein Leitungswasser. In Windhoek wird es sehr stark gechlort (warum wohl? vielleicht, weil die mikrobiologische Belastung nicht sooo einwandfrei ist??) und bei manchen Farmen kommt braune Brühe aus der Leitung. Bitte nicht falsch verstehen: viele Farmen haben sehr gutes Wasser, am besten einfach nachfragen.
Generell immer viel Wasser mit sich herumschleppen. Die Luft ist sehr trocken und man muss mehr trinken als in Deutschland.

Wasserberiesler in Swakopmund
Und wenn es noch so heiss ist, bitte setzt Euch nicht unter die Wasserberiesler in Swakopmund. Die Einheimischen amüsieren sich dann über die Touristen, die sich mit Wasser der 1. Klärstufe der Kläranlage berieseln lassen ...

Mehrwertssteuer/Shopping
Hebt die Belege von grösseren Einkäufen (z.B. Schmuck) auf: ab 250N$ kann die Mehrwertssteuer (VAT) zurückerstattet werden. In manchen Geschäften werden die 15% Luxussteuer auch schon vorher vom Kaufpreis abgezogen.

Sicherheit / Kriminalität
Namibia ist sicherer als viele afrikanischen Länder, allerdings sollte man ein paar Dinge beachten, wenn man sich und sein Gepäck wieder heil und ganz heimbringen will:
- nicht alleine und zu Fuss nachts herumlaufen, besser immer mit dem Auto fahren
- Vorsicht beim Geldabheben: Geld in der Bank sicher wegstauen und NIE auf der Strasse abzählen
- nicht mit Kamera behängt als "Raub-mich-aus" herumspringen
- Vorsicht vor kleinen Jungs und Typen, die mit irgendwelchen fadenscheinigen Vorwänden der Kamera, dem Geldbeutel, dem Handy etc. zu nahe kommen
- keine Wertgegenstände (Kamera, Geld, Pass) im Auto liegen lassen, auch nicht kurz und auch nicht im Handschuhfach (irgendeiner hat es doch gesehen, wenn man's reingesteckt hat)
- Auto von den Parkplatzguides bewachen lassen, v.a. wenn es vollgeladen ist (der kriegt 1-2 N$ dafür, nachts nach einem Restaurantbesuch 5N$, mehr nicht!)

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© G. Steppich, 2003

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