Am 23. März ging‘ s los. Mit meiner Familie und meinem Freund bin ich zunächst zum Flughafen nach Bremen gefahren ,wo wir ca. um 6.00 abgeflogen sind. Am Nächsten Tag erreichten wir dann nach zwei Zwischenstopps, in Frankfurt und in San Francisco um ca. 3 pm den Flughafen in San Diego. Hier hat mich dann meine Gastfamilie empfangen, meine Austauschpartnerin Eileen Becker, ihre Schwester Emily und meine Guestmum Pat. Eigentlich wollte ich sofort ins Bett, aber als wir dann erst mal das Flughafengelände verlassen hatten, habe ich diesen Entschluss ganz schnell revidiert: Strahlend blauer Himmel, tolles Wetter… wer will da noch ins Bett? Und dann war da ja noch meine „ crazy“ Gastfamilie, mit der ich mich von Anfang an super verstanden hab. - - Ich fühle mich mittlerweile so wohl bei ihnen, wenn ich meine richtige Familie, meinen Freund und meine Freunde nicht so vermissen würde, würde ich wahrscheinlich hier bleiben wollen. -
Als wir nach einer Fahrt auf dem Freeway „zu Hause“ ankamen, hat Eileen mir erst mal das Haus gezeigt. Besonders angetan war ich natürlich von ihrem eigenen Pool… - Wenn wir da sind, verbringe ich dort (außer am Computer) die meiste Zeit. Annie, der Hund der Familie, wartet dort immer auf mich, damit ich mit ihm spiele.-
Bei meiner Gastfamilie ist noch eine Austauschschülerin aus Deutschland, die hier für ein Jahr ist. Mit ihr verstehe ich mich auch super und sie hat mir am Anfang die Kommunikation mit meiner Gastfamilie doch um einiges erleichtert. Mittlerweile fällt es mir aber überhaupt nicht mehr schwer, die ganze Zeit Englisch zu sprechen.
Viel Schlaf blieb dann nicht mehr, um 5.45 hieß es aufstehen, da um 6.50 der typisch amerikanische gelbe Schulbus kommt, um einen praktisch vor der Haustür abzuholen. Hier habe ich dann gleich die ersten Freunde von Eileen kennergelernt. Auch in der Schule waren alle total nett. Keine Spur von „du bist Deutsche- du bist gegen den Krieg- wir wollen dich hier nicht“. Alle wollten einen gleich kennenlernen und fanden es total aufregend, dass jemand aus Deutschland da ist und einige von Eileens Freunden haben mir gleich angeboten, mich irgendwohin mitzunehmen. Auch von Eileens English Literature Lehrer wurde ich freundlich begrüßt und an der West Hills willkommen geheißen. Die zweite Stunde war dann U.S. History, welches mein Lieblingsunterricht wurde. Der Lehrer ist sehr sympathisch und er gestaltet den Unterricht mit Power- Point und zahlreichen Videos sehr anschaulich. Er gibt sich auch viel Mühe, mich in den Unterricht einzubeziehen. Auch an den Unterricht auf Englisch habe ich mich schnell gewöhnt. Nach Chemie, Deutsch und Band trafen wir uns dann beim Santee Trolley Centre, wo dir Rallye begann. Wir mussten bestimmte Fragen beantworten, die wir zum Teil Selbst oder durch Befragen von Leuten herausfinden mussten. An den Geschichtsfragen, bzw. daran, dass die Befragten kein wirklich großes geschichtliches Hintergrundwissen besaßen, sind wir dann gescheitert. Nach dem Santee Trolley Centre hat Eileen mir dann gleich die nächste Shopping Mall gezeigt: Parkway Mall. In bezug auf Einkaufen gehen, befindet man sich hier wirklich im Paradies.
Dienstag ging es dann abends zum Schulmusical „Music Man“. Der Aufwand, die Ausstattungen und die schauspielerischen Leistungen waren einfach der Wahnsinn. Leider war ich aufgrund des Zeitunterschieds von 9 Stunden so müde, dass ich meine Augen irgendwann nicht mehr aufhalten konnte. Mittwoch nachmittag haben Anna und ich zunächst bei mir zu Hause am Pool verbracht und abends stand die Freshmen Orientation an. Hier haben wir unsere Schule repräsentiert und versucht, potentielle Teilnehmer für Mr. Daveys` - der amerikanische Austauschlehrer- Deutschkurs anzuwerben. Er erschien übrigens in Lederhosen J Mittwoch hatten wir dann nur 2 Stunden Unterricht- mittlerweile wurde die Schule dann doch eher zum langweiligeren Teil- und sind dann zum Mission Trail Park gelaufen, eine 3/4 Stunde bei praller Sonne und Frau Grote, die versuchte Anna und mich anzutreiben, doch endlich schneller zu laufen die sich und sich nicht damit anfreunden konnte, dass ich- obwohl wir meilenweit vom kleiderordnungspflichtigen Schulgelände entfernt waren- bei dieser Hitze eine etwas kürzere Hose anziehen wollte, die Sätze „ Janna, Anna, Rock hochziehen, T-Shirt runterziehen, das ist aber arg kurz, morgen bitte nicht so was anziehen…“ und ähnliches wurden von da an zu unserem ständigen Begleiter. Ansonsten gibt Frau Grote sich aber sehr viel Mühe, uns den Aufenthalt hier so schön wie möglich zu machen. Herr Davey und sie stehen immer bereit, falls es Probleme gibt, und beantworten noch so blöde fragen. Am Nachmittag ging‘ s dann auch noch zum Schulbaseball, was uns eher ziemlich gelangweilt hat. Ich war froh, als ich an dem Tag endlich im Bett lag. Freitag war Pack Day , an diesem Tag können die Eltern der Schüler mit in die Schule kommen, und ein Teil unserer Gruppe hat ihre Präsentationen vorgetragen. Nachmittags sind wir dann mit dem Trolley nach Downtown San Diego gefahren, dort hat es mir super gefallen und während den freien Tagen werden meine Familie und ich mit Sicherheit noch mal dorthin gehen. Auch da gibt es eine tolle Shopping Mall, Horton Plaza. Hier haben wir dann zum ersten Mal bei Panda Express, eine chinesische Imbisskette, gegessen.
Am Samstag sind wir dann in die Wüste gefahren. Dieser Tag war bisher einer der besten, nicht zuletzt, weil meine Familie mit dabei war. Am Freitag war auch Frank, Eileens Vater, von einer Geschäftsreise wiedergekommen. Auf der Fahrt haben wir die gegensätzlichen Landschaften hier in der Gegend kennengelernt, was sehr faszinierend war. Der erste Zwischenstopp war beim Barona Museum, wo uns über die einheimischen Indianer berichtet wurde. Nachdem wir in der Wüste angekommen sind, hatten wir eine Stunde Zeit, uns umzuschauen. Der Nächste Zwischenstopp war in Julian, wo wir den traditionellen Apple Pie probiert haben. Wir kamen rechtzeitig wieder in Santee an, da Eileen von Donnerstag bis Samstag jeden Abend zur Schule musste, weil sie bei der Bandabordnung für das Musical dabei war. Ich hätte mit ihren Freunden zu einem Konzert gehen sollen, aber ich war schlicht und einfach zu müde, mittlerweile gewöhne ich mich aber an die Zeit.
Da Eileen nicht da war, habe ich die Zeit mit ihrer Familie verbracht und endlich konnte ich mal länger mit meinem Freund reden, da ich nicht rund um die Uhr beschäftigt war. Am Sonntag war ich mit Annas Gastfamilie in Shopping Valley einkaufen. Dies war der heißeste Tag,, schätzungsweise 35 Grad Celsius. Danach habe ich mich also sofort an den Pool gelegt.
Montag waren Präsentationen fuer die Deutschklassen, wir waren allerdings erst Dienstag dran. Fünf Mal das Gleiche und immer die gleiche Frage von den Schaleren: habt ihr kein Country, also noch mal: NEIN, kein Country! Montag nach der Schule haben wir einen Ausflug zur Mission San Diego gemacht, es war langweilig und die Frau, die uns geführt hat, hat einen sehr subjektiven Bericht in negativer Weise über die Indianer gegeben. Abends war ich mit meiner Gastfamilie japanisch essen, jetzt kann ich Stäbchen benutzen! Dienstag abend waren wir beim Baseball Game von den Padres, die 1:8 verloren haben. Die Atmosphäre in dem riesigen Stadion war zwar gut, aber ansonsten war’s langweilig.
Gestern stand ein ebenfalls eher uninteressanter Besuch im Student Senate an. Besser war das Easter Picknick. Es war recht lustig, als die ganze Gruppe unter den Palmen nach Ostereiern gesucht hat. Viel Spaß hatte ich dann nachmittags mit den Freunden von Eileen in der Parkway Mall. Jetzt sitzen wir im Computerraum und schreiben Berichte. In einer Woche und vier Tagen geht es von San Francisco wieder nach Hause und so schön es hier auch ist, freue ich mich schon sehr darauf, weil ich dann endlich meinen Freund wieder hab…
Fortsetzung: Auch die restliche Zeit in Californien war sehr schön. Ich war während der Ferien mit meiner Gastfamilie u.a. ein weiteres Mal in Downtown, im Disneyland und in Seaworld. Wir hatten viel Spaß, besonders auch auf der Beach Party am letzten Tag in San Diego. Als es dann am Donnerstag weiterging, war ich einerseits traurig, dass ich meine Gastfamilie verlassen musste, hab mich andererseits aber auch auf San Francisco gefreut. Die Unterkunft dort war klasse, was man aber von der Gegend leider nicht sagen kann und das Wetter war auch nicht gut. Trotzdem hatten wir einen schönen Aufenthalt. Wir haben viel von der Stadt gesehen, waren noch mal richtig shoppen und ein Highlight war natürlich, auf der Golden Gate Bridge zu laufen. Alcatraz hat mir auch gut gefallen, obwohl es etwas beängstigend war. Sonntag abend ging es dann endlich in den Flieger und nach einem perfekten Flug sind wir nach mitteleuropäischer Zeit Montag Abend wieder in München gelandet. Von dort aus ging es dann weiter nach Bremen, wo wir von unseren Freunden und Verwandten empfangen wurden :-)
Hier noch ein kleiner Tipp, für alle, die planen, an einem der nächsten Austausche mit Frau Grote teilzunehmen, wenn ihr nicht noch am Flughafen Ärger bekommen wollt: Egal, wen ihr da draußen vor der Glastür auf euch warten seht, den ihr wahnsinnig vermisst und mehr als 3 Wochen nicht gesehen habt, nicht einfach rausrennen, sondern erst mal schön am Gepäckband auf das Gepäck warten!
“At home” Eileen first showed me their house and I got to know Miriam, her other German exchange partner, who is staying here for one year. There was not much time to sleep left that day: At 5.45 I had to get up, because the bus collects us at 6.50am. In school everybody was very nice and friendly. I got to know Eileens friends and her teachers. I like her U.S. history classes best. I became accustomed to the classes in English very quickly. After English Literature, U.S. History, Chemistry, German and Band we met at Santee Trolley Center. Here the rally started. We had to answer certain questions by asking people, unfortunately most of them did not know very much about Santee history. Right after Santee trolley center Eileen showed me the next shopping center: Parkway Mall. I liked it very much. The next day we went to “Music Man”. I was really impressed by the efforts the students made, the stage setting and the actors’ abilities. Unfortunately I was very tired because of the time difference of 9 hours and I could not really pay attention. The afternoon Anna and me spent together at my home. In the evening we went to Freshmen Orientation and tried to convince the parents and their children to take German class.
On Wednesday we walked to Mission Trail Park. In the afternoon we watched school baseball. I did not really like it. On Friday there was Pack Day and some of us presented to the students and their parents. In the afternoon we went to Downtown San Diego by trolley. I really enjoyed that trip. I liked the seaside, Seaport Village and Horton Plaza. (and I loved the food at Panda Express!) We will go to Downtown San Diego again.
On Saturday, we went to the desert. That day I liked most, especially since my host family went on the trip, too. First our group met at Barona Museum, then at Anza Borrego, where we had one hour to look around and at last at Julian. Here we tried the wonderful apple pie. During the drive, I liked watching the landscape. On Sunday I went to Fashion Valley together with Anna` s host family. In the evening Eileen, Miriam and me watched Legally Blond J
On Monday there have been presentations by the German students again, on Tuesday it was our turn, Anna and I talked about German Music. Monday afternoon there was a trip to Mission San Diego, it was boring. In the evening my host family took me to a Japanese restaurant and I learned to eat with chopsticks.
Tuesday evening there was the Padres baseball game. I liked the atmosphere in that huge stadium but the rest was boring. I enjoyed the Easter picnic yesterday; it was funny to play the” Chubby Bunny” game and to search for some Easter eggs. I had a lot of fun in the afternoon, when I went to Parkway Mall together with Eileen and her friends. I really enjoy staying here, but I’m also looking forward to come home, as I miss my boyfriend that much…
I want to thank my guest family for everything! Greetings to everyone!!!