Als ich dann am Flughafen in San Diego aber meine Gastmutter und Austauschpartnerin kennenlernte, die mir auf Anhieb sympathisch waren, waren die Anstrengungen vergessen. Allerdings ging es mir immer noch ziemlich schlecht, weshalb ich dann am ersten Tag auch schon um f�nf ins Bett ging. Eigentlich nur um mich kurz auszuruhen nach der langen Reise. Aber als ich das n�chste Mal wieder aufwachte war schon Montag morgen. Gleich am ersten Tag mit Alison, meiner Austauschpartnerin, in der Schule, wurde mir klar, dass dies der langweiligere Teil werden w�rde. Ich sa� sechs Stunden einfach nur da und machte gar nichts. Klassen, die mich interessierten waren h�chstens Europ�ische Geschichte und Deutsch. In Geschichte sprachen sie gerade �ber die Weimarer Republik und das Dritte Reich. F�hlte mich als Deutsche zwar manchmal komisch dabei, aber konnte auch ein paar Fragen beantworten.
Die erste Woche war ziemlich verplant. Am ersten Tag machten wir gleich nach der Schule eine Santee-Rally, bei der wir bei ziemlich viel Wind durch das Santee-Centre laufen mussten und irgendwelche Amerikaner Fragen u.a. zur Geschichte ihrer Stadt stellen mussten, auf die die wenigsten antworten konnten. Am Dienstag war wieder ein langer Schulvormittag auf dem Plan und abends gingen wir ins Schulmusical Music Man. Dieses Musical war echt beeindruckend. Nicht im geringsten zu vergleichen mit den Theaterauff�hrungen unserer Schule was Ausstattung und Aufwand angeht. Am dritten Tag durften wir abends bei der Freshman Orientation den zuk�nftigen Sch�lern �ber den Austausch berichten und sie davon �berzeugen, Deutsch zu w�hlen.
Nachdem die ersten Tage schon ziemlich warm waren, wurde es nun richtig hei�. Deshalb war es echt nervig, als wir in der prallen Sonne ungef�hr eine dreiviertel Stunde zu einem Park mit einem historischen Damm laufen mussten. Als wir danach schon total m�de waren durften wir uns noch ein Schul-Baseballspiel anschauen, was wirklich langweilig war. Ich war froh, als dieser Tag vorbei war.
Am Freitag hatte die Schule Pack Day. Das hei�t die Eltern konnten mit zur Schule kommen und sich den Unterricht anschauen. Nat�rlich nutzten Frau Grote und Herr Davey gleich die Gelegenheit und lie�en uns Presentations machen, um den Eltern einen Eindruck von dem Austausch zu geben. Gott sei Dank waren Janna und ich, wir hatten Referate �ber deutsche Musik vorbereitet, heute noch nicht dran, was dann auch wieder den Nachteil hatte, dass wir uns einen weiteren Tag langweilen konnten. Interessanter wurde es dann nachmittags als wir nach Downtown San Diego fuhren und ein bisschen shoppen konnten. Am Samstag fuhren wir in die W�ste und besuchten einen Park mit interessanten Pflanzen. Hielten auch noch zweimal, um zu essen, aber insgesamt bestand der Tag mehr oder weniger aus Autofahren durch die Berge.
Am Sonntag hatten wir dann endlich frei und ich nutzte die Gelegenheit, mit meiner Gastmutter, Janna und Miriam einkaufen zu gehen. Dieser Tag war bis jetzt der hei�este von allen, ich sch�tz mal so ungef�hr 35 Grad. Nebenbei sollte ich vielleicht anmerken, dass ich meinen Freund schrecklich vermisste, weshalb ich vielleicht nicht ganz so viel Spa� hatte wie die anderen. In der zweiten Woche hatten wir etwas mehr Freizeit, die ich aber eher weniger zum Sightseeing nutzte, als mit meinem Freund zu chatten. Die Zeitverschiebung von neun Stunden war dabei nicht gerade sehr f�rderlich.
Am zweiten Montag besuchten wir die �lteste Mission Kaliforniens. War ganz interessant, aber unsere F�hrerin hat ein bisschen zu viel geredet. Am Dienstag waren Janna und ich schlie�lich mit unseren Presentations dran. F�nf mal hinter einander erz�hlten wir den amerikanischen Deutschsch�lern von Herbert Gr�nemeyer, Xavier Naidoo und Nena und sie fragten uns nach Country Music. Abends gingen wir zu einem professionellen Baseball Spiel: die San Diego Padres gegen die San Francisco Giants. Die Padres verloren haushoch. Gestern schlie�lich hatten wir ein Osterpicknick mit unseren Gastgebern, bei dem wir Eier suchten und die anderen Volleyball spielten. Das Wetter ist diese Woche leider schlechter geworden. Gestern war es total windig und heute hat es sogar schon geregnet.
Heute also sitzen wir im Computer Raum und schreiben Berichte. Es sind noch eine Woche und vier Tage. So sch�n es hier auch ist, ich hoffe dass die Zeit hier schnell vergehen wird, damit ich meinen Freund bald wieder habe.
Das erste Ferienwochenende verbrachte ich zu Haus bei Alison. Den Montag und Dienstag der letzten Woche verbrachten wir � Alison, ihre Mutter und ich � in Disneyland. Ich glaube, um es richtig toll zu finden, muss man es schon als Kind erleben. Die Rides waren sogar f�r mich Angsthasen noch harmlos. Aber ansonsten war alles ganz niedlich gemacht und wir hatten ne Menge Spa�. Mittlerweile war auch das Wetter wieder super, so dass unser Abschiedspicknick am Strand Mittwoch sehr sch�n wurde. Wir grillten, sonnten uns und testeten das Wasser des Pazifiks, welches doch f�r die meisten von uns eindeutig zu kalt war. Am Donnerstag morgen, als wir uns schlie�lich alle am Flughafen trafen f�hlte ich mich ein wenig einsam zwischen all den heulenden Leuten, da meine Gastmutter mich auf dem Weg zur Arbeit nur abgesetzt hatte und ich somit ganz allein war. Aber so hatte ich noch ein bisschen Zeit mit Frau Palenzatis zu plaudern, die uns in letzter Minute noch einen Besuch abstattete. Als sich dann endlich alle lang und breit verabschiedet hatten und letzte Fotos geschossen waren konnten wir in Richtung San Francisco starten.
Noch am gleichen Tag folgte in San Francisco dann ein ausgiebiger Spaziergang durchs Zentrum, um die Umgebung unserer Jugendherberge zu erkunden. Die Jugendherberge war �brigens echt sch�n und ist auf jeden Fall zu empfehlen. Am Freitag bekamen wie eine sehr interessante Stadtf�hrung und besuchten danach den Pier 39, ein alter Pier, der mit touristischen Shops bebaut war. Am Samstag hatten wir dann Zeit ausgiebig zu shoppen. Sp�ter spazierten wir noch �ber die Golden Gate Bridge, wobei uns das Wetter, wie so oft in San Francisco, nicht grade wohlgesonnen war. �berhaupt regnete es viel und war zudem noch windig.
Der letzte Tag wurde noch mal richtig anstrengend. Am Morgen machten wir uns auf den Weg zur F�hre nach Alcatraz, wo wir den ganzen Vormittag verbrachten. Danach f�hrte uns eine Freundin von Frau Grote wieder einmal quer durch die Stadt, bis wir am Abend wirklich total kaputt waren. Das hatte jedoch auch Vorteile, so schliefen die meisten von uns lange w�hrend des Fluges. Auch wenn ich den R�ckflug insgesamt nicht so stressig fand wie den Hinflug, war ich doch froh endlich in Bremen anzukommen. Mein Freund und meine Eltern nahmen mich in Empfang und ich war ehrlich gesagt froh, wieder zuhause zu sein.
The next day in school I found out that school is organized in a different way than in Germany. Here teachers have their own room and students have the same classes every day.
The activities that took place after school were most of the time interesting. We did for example on the first day a Santee Rally. We had to ask Americans historic questions and had to find out things. We also visited the Music Man, which was very impressive. At the baseball game Padres vs. Giants we learnt about this typical American sport that is not very popular in Germany. At the freshman orientation we presented the German class of Mr. Davey and the GAPP exchange program. We also gave presentations to the American German students about our region, our school and German music. Live with my host family I really liked. My host Alison Sample was very nice. Even though she was two years younger we get along very well. When there was no program I spent time with my best friend Janna who also joined the exchange or chatted with my boyfriend. I miss him so badly!
The best thing about California is the weather! In Germany there would never be so much sun in this time of the year. I guess the Americans may have wondered why the Germans always want to sit down and burn in the sun. But that�s just because we only have this nice weather during summer time. We also spent the first week of spring break in Santee. I had so much fun going to Disneyland! The last day we had a nice picnic at the beach. Thursday we flew to San Francisco where we spent another four days. I really liked the city even if the weather was bad. We visited Alcatraz, the Golden Gate Bridge and Pier 39. Best of all was the shopping though. We did a lot of walking around the city so in the evenings we were all pretty tired.
The flight back home was not too bad and I was really happy to see my baby and my parents again at the airport because I missed them very much. I think it was really worth all the effort and money it took to come over. I made new friends and had a great experience I would not want to miss. My English also improved a lot. So if anybody things about participating in this GAPP program - just do it! You will have a great time with nice people!