Kuba ist die größte Antilleninsel. Sie ist rund 1250 km lang und maximal 200 Kilometer breit und umfasst eine Fläche von gut 105.000 Quadratkilometern. Hinzu kommen etwa 1600 Inseln und Inselchen mit noch einmal rund 6000 Quadratkilometern Fläche, wie z.B. das im Süden Vorgelagerte Archipel Jardines de la Reina oder die im Norden Vorgelagerten Archipele von Sabana und Camaguey. Die schönsten Strände mit weißem Sand liegen im Norden am Atlan-tik (z. B. Varadero), die karibischen Strände im Süden sind grobkörniger und goldfarben. Größte Stadt ist Havanna mit knapp 2 Millionen Einwohnern. Weitere bedeutende Städte sind Santiago de Kuba im Osten, Camaguüy, Santa Clara im Zentrum sowie Pinar siel Rio im Westen der Insel.
Die Provinzen westlich von Havanna sind vor allem für ihren Tabak berühmt, wer in den Osten des Landes reist, trifft hingegen auf unendlich erscheinende Zuckerrohrfelder. In der Sierra Maestra und in den Bergen rund um Baracoa wird vor allem Kaffee und Kakao angebaut. Längster Fluss ist der Rio Cauto mit gut 340 km Länge. Während Zentral-Kuba verhältnismäßig flach ist, ragen im Westen die Sierra de los Organos und die Sierra del Rosario bis auf 692 m Höhe (Pan de Guajaibön). Hier prägt Kegelkarst die Landschaft. Im Osten bildet in der Sierra Maestra der Pico Turguino reit 1972 m den höchsten Berg der Insel. Neben einigen anderen Gebirgszügen (Maciza de Guamuhaya bei Trinidad und Sierra de Cubitas nördlich von Camaguey, Gebirgszüge rund um Baracoa) ist die Landschaft Kubas verhältnismäßig wenig reliefiert. Nur rund ein Viertel der Landesfläche ist von Bergen bedeckt. Dennoch hat Kuba eine Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen für Flora und Fauna zu bieten. Das Spektrum reicht von ausgedehnten Mangrovensürnpfen (Peninsula de Zapata) bis hin zu den immergrünen Gebirgswäldern im Osten Kubas (Macizo de Baracoa).
Das tropische Klima, das bis auf nur geringe regionale Temperatur- und Feuchteunterschiede in ganz Kuba herrscht, lässt die Flora üppig gedeihen. Wenn es so etwas wie einen Charakterbaum gibt, dann ist das die Königspalme (Roystonia regia), die überall auf Kuba anzutreffen ist und bis zu 40 m hoch in den Himmel ragt. Aus ihren Palmwedeln fertigen die Bauern die Dächer für ihre traditionellen "bohios". Die Palmfrüchte dienen als Viehfutter. Als heiliger Baum gilt der Kapokbaum (span.ceiba) Flammenbäume, Palisander, Korallenbäume, Oleander und Bougainvillea sind nur einige der blühenden Bäume, die die Insel je nach Jahreszeit mit ihrer Farbenpracht überziehen.
Die Tierwelt ist verglichen mit anderen tropischen Ländern hingegen eher artenarm, hat aber trotzdem einiges an Besonderheiten zu bieten. Dazu zählen die vom Aussterben bedrohten Spitzkrokodile oder die als "manati" bezeichneten Seekühe, die wie die Krokodile ihre letzten Rückzugsgebiete in den Sümpfen der Zapata-Halbinsel haben. Von den 14 auf Kuba vorkommenden Schlangenarten ist keine giftig. Die Kubanische Schlank-Boa, die in Feuchtgebieten zu Hause ist, erreicht allerdings eine Länge von bis zu 4,5 m, Neben Reptilien und Amphibien hat Kuba eine vergleichsweise artenreiche Vogelwelt. Kolibri, Kuba-Trogon, Amazonenpapagei und Pelikan sind nur einige der hier lebenden Arten. Am häufigstenwird der Reisende auf die schlanken, weißen Kuhreiher treffen. Auch die schwarzen Geier mit dem roten Kopf, die vorzugsweise auf Strommasten und Zuggleisen hocken, werden den Reisenden durch das ganze Land begleiten. Neben bunten Schmetterlingen werden auch die stechwütigen Mosquitos dem Reisenden in Erinnerung bleiben. Angst vor Malaria braucht man allerdings nicht zu haben, denn auf Kuba gibt es keine Malaria mehr.
Familienurlaub - Reisen - Lastminute - Urlaub - geo4 - geo5