Briefe, die das Wohnungs- bzw. Sozialamt erreichten
Hier einige Auszüge aus den Briefen:
„Ich habe den Rheumatismus und ein Kind von 4
Jahren, was auf die Feuchtigkeit zurückzuführen ist.“
„Ich möchte eine Wohnung angewiesen bekommen,
da ich großen Heiratsdrang in mir verspüre.“
„In dieser Wohnung kann ich nicht bleiben, da
ich dauernd der Sittlichkeit ausgesetzt bin.“
„Ich habe eine Tochter und 4 Söhne und wir sind
alle so beschränkt, dass wir nur 2 Betten aufstellen können. In einem Bett
schlafen die Jungens, in dem anderen meine Tochter und ich, was schon gegen das
Zuchthaus ist.“
„Ich bin seit 2 Monaten verheiratet und habe
noch keine Familienwohnung. Meine Frau ist in anderen Umständen. Nun frage ich
Sie, "Muss das sein?". Die Ursache ist darauf zurückzuführen, dass
hier der Hausherr seine Spitze gegen meine Frau richtet.“
„Ich muss Sie bitten, mich innerhalb von 8
Tagen zu befriedigen, sonst muss ich mich an die Öffentlichkeit wenden.“
„Mein Mann macht keine Geschäfte mehr, wenn er
mal eins macht, dann sind es nur Tropfen auf den heißen Stein.“
„Hiermit stelle ich einen Antrag auf ein Bett
mit Inhalt.“
„In der Kammer schläft meine Tochter und über
ihr die Gasuhr. Dieselbe kommt in einem Monat nieder. Nun frage ich:
"Wohin mit ihr?".“
„Frau Müller lässt dauernd ihr Wasser mit
lautem Getöse laufen. Ich bitte, einen Mann zu schicken, der Abhilfe schafft.“
„Mein Mann braucht dringend eine neue Hose für
seine Tätigkeit als Musiker, da er in der alten keine Musik mehr machen kann.“
„Der Beamte, der meine Kohlen abgelehnt hat,
soll mal im Winter bei mir schlafen, damit er fühlt, was für ein kaltes Loch
ich habe.“
„Ich, 72 Jahre alt, meine Frau 68, wir haben 9
Kinder gezeugt und tun unsere Pflicht noch heute, aber bei dem Schnee und der
Kälte ist es ohne Schuhe nicht mehr möglich.“
„Ich bitte dringend, mir einen Elektriker zu
schicken, sonst muss ich in der nächsten Nacht wieder die Kerze nehmen.“