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Frankfurt am Main ist mit
763.380 Einwohnern (31. Dezember 2019) die größte Stadt Hessens und die
fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum des
Ballungsraums Frankfurt mit mehr als 2,3 Millionen[2] Einwohnern. In der
gesamten Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main leben etwa 5,8 Millionen[3]
Menschen.
Seit dem Mittelalter gehört
Frankfurt am Main zu den bedeutenden städtischen Zentren Deutschlands. Im Jahr
794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit 1372 Reichsstadt. Bis zum Ende des
Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden die meisten römisch-deutschen Könige in
Frankfurt am Main gewählt und seit 1562 auch zum Kaiser gekrönt. Von 1815 an
war die Freie Stadt Frankfurt ein souveräner Mitgliedsstaat des Deutschen
Bundes. Hier tagten die Bundesversammlung und 1848/49 in der Paulskirche mit
der Nationalversammlung das erste deutsche Parlament. Nach dem Deutschen Krieg 1866
annektierte Preußen die Freie Stadt Frankfurt. Durch die rasche
Industrialisierung setzte ein Bevölkerungsschub ein. Seit 1875 zählte die Stadt
über 100.000 Einwohner, seit 1928 mehr als 500.000, seit 2013 mehr als 700.000.
Als Zeichen der Verpflichtung zur europäischen Einigung nennt sich Frankfurt
seit 1998 Europastadt.[4]
Heute ist Frankfurt am Main
einer der wichtigsten internationalen Finanzplätze, bedeutendes Industrie-,
Dienstleistungs- und Messezentrum und zählt zu den Weltstädten.[5] Frankfurt am
Main ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der
Frankfurter Wertpapierbörse, zahlreicher Finanzinstitute (darunter Deutsche
Bank, Commerzbank, DZ Bank, KfW), der Aufsichtsbehörden BaFin und EIOPA und der
Messe Frankfurt. Die Frankfurter Buchmesse und die Musikmesse gelten als
Weltleitmessen ihrer Sparten, die Internationale Automobil-Ausstellung fand
hier bis 2019 statt. Die Stadt ist zudem Sitz vieler nationaler Sportverbände,
darunter der Deutsche Olympische Sportbund, der Deutsche Fußball-Bund oder der
Deutsche Motor Sport Bund.
Dank seiner zentralen Lage ist
Frankfurt am Main ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Der Flughafen gehört zu
den größten der Welt, der Hauptbahnhof ist ein zentraler Bahnknotenpunkt und das
Frankfurter Kreuz der meistbefahrene Straßenknotenpunkt Deutschlands. Darüber
hinaus ist der DE-CIX in Frankfurt, gemessen am Durchsatz, der weltweit größte
Internet-Knoten.
Eine Besonderheit für eine
europäische Stadt ist die stetig wachsende Hochhaus-Skyline Frankfurts. Einige
markante Wolkenkratzer gehören zu den höchsten Europas. Deshalb wird Frankfurt
am Main mitunter ironisch als Mainhattan bezeichnet. Historische Wahrzeichen
der Stadt sind die Alte Oper und das teils rekonstruierte Ensemble der Altstadt
mit Römerberg samt Rathaus Römer, Dom-Römer-Areal und Kaiserdom. Mehr als 40
Prozent des Stadtgebiets sind Parks und Landschaftsschutzgebiete, darunter der
Frankfurter Grüngürtel mit dem seit 1372 im Besitz der Stadt befindlichen
Frankfurter Stadtwald.
Das kulturelle Leben der Stadt
ist traditionell von bürgerlichen Stiftungen, Mäzenatentum und liberalen
Privatinitiativen geprägt. Daraus entstanden die Städtischen Bühnen mit den
beiden Sparten Oper Frankfurt und Schauspiel Frankfurt, das Frankfurter
Museumsufer, das Senckenberg Naturmuseum, die Schirn Kunsthalle und das Museum
für Moderne Kunst, das Historische Museum und Goethes Geburtshaus in der
Altstadt, die Alte Oper, das English Theatre, der Zoo und der Palmengarten. Die
1914 durch eine Bürgerstiftung als Königliche Universität gegründete
Goethe-Universität ist die viertgrößte deutsche Hochschule nach Anzahl der
Studenten. Sie brachte mehrere Leibniz- und Nobelpreisträger hervor. Darüber
hinaus gibt es in der Stadt sieben weitere staatliche, kirchliche und private
Hochschulen mit zusammen über 60.000 Studenten.
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248,31 km² |
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763.380 (2019) |
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Zuletzt
bearbeitet: Mittwoch,
18. November 2020