German Fairy Tales
Der Froschkönig
oder der eiserne Heinrich
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| "Die
Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielzeug
wieder erblickte."
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| anfangen (ä;
i, a) - begin
aufheben (o, o) - pick up
aufmachen - open
r Brunnen (-) - well
denken (dachte, gedacht) - think
r Edelstein (-e) - jewel
eisern (adj.) - iron erblicken - catch sight of,
see
fallen (ä; fiel, a) - fall
fangen (ä; i, a) - catch
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r Frosch (-e) - frog
golden - golden
holen - go get, fetch
jemand - someone
r König (-e) - king
e Krone (-n)
- crown
e Kugel (-n) - ball; bullet
nahe bei (w/ dat.) - near
e Perle (-n) - pearl
quaken - quack; croak
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s Schloß (¨-sser) - castle; lock
r Spielkamerad (-en, -en) - playmate
s Spielzeug (-e) - toy
e Stimme (-n) - voice
tief - deep
verschwinden (a, u) -
disappear
versprechen (i; a, o) - promise
weinen - cry
werfen (i; a, o) - throw
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In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen
hat, lebte ein König, dessen Töchter alle schön waren, aber die
jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen
hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem
Schlosse des Königs lag ein großer dunkler Wald, und in dem Walde unter
einer alten Linde war ein Brunnen. Wenn nun der Tag sehr heiß war, so
ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des
kühlen Brunnens, und wenn sie Langeweile hatte, so nahm sie eine große
Kugel, warf sie in die Höhe und fing sie wieder; und das war ihr liebstes
Spiel. |
das Wünschen:
wishing
dessen:
(genitive of relative pronoun) whose
die Sonne selber: the sun itself
sich verwunderte: was amazed
sooft: as often as
Gesicht: face
lag: lay dunkel: dark
Linde: linden tree
so: (untranslated following wenn-clause)
setzte sich: sat down
Rand: edge
Langeweile hatte: was bored
in die Höhe: up
liebstes: favorite
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Nun trug es sich einmal zu, daß die goldene Kugel der
Königstochter nicht in ihr Händchen fiel, das sie in die Höhe gehalten
hatte, sondern vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser
hineinrollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen nach, aber die
Kugel verschwand, und der Brunnen war so tief, daß man keinen Grund sah.
Da fing sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht
trösten. Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu: "Was hast du vor,
Königstochter, du schreist ja, daß sich ein Stein erbarmen möchte."
Sie sah sich um, woher die Stimme käme, da erblickte sie einen Frosch,
der seinen dicken häßlichen Kopf aus
dem Wasser streckte. "Ach, du bist's, alter Wasserpatscher",
sagte sie. "Ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den
Brunnen hinabgefallen ist."
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trug es sich zu: it happened
Händchen = kleine Hand
gehalten hatte: had held
vorbei auf die Erde schlug: missed and
hit the ground
geradezu: straight
hineinrollte: rolled in
folgte ihr mit den Augen nach: followed
it with her eyes
Grund: bottom
immer lauter: louder and louder
sich trösten: cheer up
klagte: complained
rief ihr zu: called to her
Was hast du vor? - What are you up to? schreist:
scream
sich erbarmen möchte: would take
pity
dick: fat
häßlich: ugly
streckte: stretched
du bists: it's you
Wasserpatscher: water splasher
hinabgefallen ist: fell down
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"Sei still und weine nicht", antwortete der
Frosch, "ich kann dir wohl Rat schaffen. Aber was gibst du mir, wenn
ich dein Spielzeug wieder heraufhole?"
"Was du haben willst, lieber Frosch", sagte
sie, "meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die
goldene Krone, die ich trage."
Der Frosch antwortete: "Deine Kleider, deine
Perlen und Edelsteine und deine goldene Krone, die mag ich nicht. Aber
wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad
sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen, von deinem goldenen Tellerlein
essen, aus deinem Becherlein trinken, in deinem Bettlein schlafen: wenn du
mir das versprichst, so will ich hinuntersteigen und dir die goldene Kugel
wieder heraufholen."
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Sei still: Be quiet
Rat schaffen: help
heraufhole: get and bring up
lieber: dear
Kleider: clothes
die mag ich nicht: I don't want
them
lieb haben: like
Geselle: companion
Tellerlein: plate
Becherlein: cup (one can usually
disregard the diminutive suffixes -chen and -lein when translating the
Grimms' fairy tales into English)
will: (in these stories, forms of wollen
often act as future-tense indicators)
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"Ach, ja," sagte sie, "ich verspreche
dir alles, was du willst, wenn du mir die Kugel wiederbringst." Sie
dachte aber: "Was der einfältige Frosch schwätzt, der sitzt im
Wasser bei seinesgleichen und quakt, und kann keines Menschen Geselle sein."
Der Frosch, als er die Zusage erhalten
hatte, tauchte
seinen Kopf unter, sank hinab, und über ein Weilchen kam er wieder
heraufgerudert, hatte die Kugel him Maul und warf sie ins Gras. Die
Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielzeug wieder
erblickte, hob es auf und sprang damit fort. "Warte, warte",
rief der Frosch, "nimm mich mit, ich kann nicht so laufen wie du."
Aber was half ihm, daß er sein quak quak so laut nachschrie, als er
konnte! Sie hörte nicht darauf, eilte nach Haus und hatte bald den armen
Frosch vergessen, der wieder in seinen Brunnen hinabsteigen mußte.
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wiederbringst: bring back
dachte: thought
Was: (here) How
einfältig: simple-minded
schwätzt: babbles
bei seinesgleichen: with his own
kind
keines Menschen: no man's
Zusage: acceptance
erhalten hatte: had received
tauchte seinen Kopf unter: submerged his
head
über ein Weilchen: a little while
later
kam heraufgerudert: came paddling
up
Maul: (animal's) mouth
sprang damit fort: hurried off with it
nimm mich mit: take me along
quak quak: croak croak
nachschrie: yelled after her
als: In the fairy tales, als is often
used instead of wie in equal comparisons
Sie hörte nicht darauf: She didn't
listen
eilte: hurried
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| Beantworten Sie die
folgenden Fragen!
1. Wie schön war die schöne
Königstochter?
2. Hatte der König auch andere Töchter?
3. Wohin ging die Königstochter
gerne?
4. Was war ihr Lieblingsspiel?
5. Was geschah einmal, als sie mit der Kugel
spielte?
6. Warum holte das Mädchen nicht selbst die Kugel aus
dem Brunnen?
7. Wer bot ihr Hilfe an?
8. Was wollte sie dem Frosch für
seine Hilfe geben?
9. Was mußte sie dem Frosch versprechen?
10. Gelang es dem Frosch, die Kugel wieder
heraufzubringen?
11. Was machte die Königstochter, als sie ihr
Spielzeug wieder erblickte?
12. Was sagte der Frosch dazu?
13. Hat es geholfen?
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| angst sein
(w/ dat.) - be afraid
anrühren - touch
befehlen (ie; a, o) - command
damit - so that
draußen - outside
endlich - finally
sich fürchten vor (w/ dat.) - be afraid of
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s Herz (-ens, -en) - heart
hüpfen - hop
klopfen - knock; beat
oben - upstairs
plitsch
platsch - splish splash
rein - clean; pure
r Riese (-n, -n) - giant
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satt - full (satiated)
schieben (o, o) - shove
schmecken - taste
r Stuhl (¨-e) - chair
r Teller (-) - plate
e Treppe (-n) - stairway; stair
verlangen - ask for, demand
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Am anderen Tage, als sie mit dem König und allen
Hofleuten sich zur Tafel gesetzt hatte und von ihrem goldenen Tellerlein
aß,
da kam, plitsch platsch, plitsch platsch, etwas die Marmortreppe
heraufgekrochen, und als es oben angelangt war, klopfte es an der Tür und
rief: "Königstochter, jüngste, mach mir auf."
Sie lief und wollte sehen, wer draußen wäre. Als sie aber aufmachte,
so saß der Frosch davor. Da warf sie die Tür hastig zu, setzte sich
wieder an den Tisch, und ihr war große angst. Der König sah wohl, daß
ihr das Herz gewaltig klopfte, und sprach: "Mein Kind,
was fürchtest du dich, steht etwa ein Riese vor der Tür und will dich
holen?"
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Am anderen Tage: On the next day
Hofleute: courtiers
Tafel: table
Marmor: marble
kam
heraufgekrochen: came crawling up
angelangt
war: had arrived
wäre: could be
warf sie die Tür hastig
zu: she slammed the door quickly
gewaltig: powerfully
was:
(wovor)
etwa:
perhaps
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"Ach, nein", antwortete sie, "es ist
kein Riese, sondern ein garstiger Frosch."
"Was will der Frosch von dir?"
"Ach, lieber Vater, als ich gestern im Wald bei
dem Brunnen saß und spielte, da fiel meine goldene Kugel ins Wasser. Und
weil ich so weinte, hat sie der Frosch wieder heraufgeholt, und weil er es
durchaus verlangte, so versprach ich ihm, er sollte mein Geselle werden.
Ich dachte aber nimmermehr, daß er aus seinem Wasser heraus könnte. Nun
ist er draußen und will zu mir herein."
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garstig:
nasty
durchaus:
absolutely
sollte: would
nimmermehr:
by no means
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Indem klopfte es zum zweiten Mal und
rief:
"Königstochter, jüngste,
mach mir auf.
Weiß du nicht, was gestern
du zu mir gesagt
bei dem kühlen Brunnenwasser?
Königstochter, jüngste,
mach mir auf."
Da sagte der König: "Was du versprochen hast, das
mußt du auch halten; geh nur und mach ihm auf."
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indem
= indessen: meanwhile
rief: called
was gestern du...:
(unusual word ascribable to poetic license)
halten: (here) do
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Sie ging und öffnete die Tür, da hüpfte der Frosch
herein, ihr immer auf dem Fuße nach, bis zu ihrem Stuhl. Da saß er und
rief: "Heb mich herauf zu dir."
Sie zauderte, bis es endlich der König befahl. Als der
Frosch erst auf dem Stuhl war, wollte er auf den Tisch, und als er da saß,
sprach er: "Nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir
zusammen essen."
Das tat sie zwar, aber man sah
wohl, daß sie’s nicht
gerne tat. Der Frosch ließ sich's gut schmecken, aber ihr blieb fast
jedes Bißlein im Halse.
Endlich sprach er: "Ich habe mich satt
gegessen
und bin müde. Nun trag mich in dein Kämmerlein und mach dein seiden
Bettlein zurecht, da wollen wir uns schlafen legen."
Die Königstochter fing an zu weinen und fürchtete
sich vor dem kalten Frosch, den sie nicht anzurühren getraute, und der
nun in ihrem schönen reinen Bettlein schlafen sollte.
|
ihr immer auf dem Fuße
nach: right at her heels
zauderte:
hesitated
zwar: it is true
ließ sichs gut schmecken
= ließ es sich gut
schmecken: ate
heartily
ihr blieb fast jedes Bißlein im
Halse: almost every
bite stuck in
her throat
Kämmerlein:
little bedroom
seiden:
silk
mach zurecht:
get...ready
da wollen wir uns
chafed legen: we are going to
lie down and sleep
getraute: dared
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Beantworten Sie die
folgenden Fragen!
1. Was geschah am anderen Tag, als die
Königs- tochter
und ihr Vater am Tisch saßen?
2. Was sah das Mädchen, als sie dieTür aufgemacht
hatte?
3. Was machte sie, als sie den Frosch
sah?
4. Wie wußte der König, daß seine Tochter Angst
hatte?
5. Was erzählte das Mädchen ihrem
Vater?
6. Was befahl der König, als est.
zum zweiten Mal an der
Tür klopfte?
7. Wohin ging der Frosch, als er ins Speisezimmer
kam?
8. Was sagte der Frosch, als er zu dem Stuhl der
Königstochter gekommen war?
9. Was sagte er, als er auf dem Tisch
saß?
10. Warum hatte das Mädchen keinen guten
Appetit?
11. Wohin wollte der Frosch gehen, nachdem er genug
gegessen hatte?
12. Warum fing die Königstochter an zu
weinen?
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| aufwecken
- wake (tr.)
s Band (-e) - (poet.) bond; fetter, shackle
böse - mean, evil; angry
brechen (i; a, o) - break; snap; pick (flowers)
r Diener (-) - servant
e Ecke (-n) - corner
einschlafen (ä; ie, a) - go to sleep
erlösen - redeem, free
erzählen - tell
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glücklich - happy; lucky
e Hexe (-n) - witch
e Kette (-n) - chain
krachen - crack
e Kraft (¨-e)
- strength
kriechen (o, o) - crawl
e Not (¨-e) - need
packen - grab
s Reich (-e) - kingdom
e Traurigkeit - sadness
|
treu - loyal, faithful
sich umdrehen - turn
around
verachten - despise
verwandeln - transform
verwünschen - bewitch
e Wand (¨-e) - wall
zerbrechen (i; a, o) - break
to pieces
zornig - angry
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Der König aber wurde zornig und sprach: "Wer dir
geholfen hat, als du in der Not warst, den sollst du hernach nicht
verachten."
Da packte sie ihn mit zwei Fingern, trug ihn hinauf
und setzte ihn in eine Ecke. Als sie aber im Bett lag, kam er gekrochen
und sprach: "Ich bin müde, ich will schlafen so gut wie du. Heb mich
herauf, oder ich sag's deinem Vater."
Da wurde sie erst bitterböse, holte ihn herauf und
warf ihn aus allen Kräften wider die Wand. "Nun wirst du Ruhe haben,
du garstiger Frosch."
|
wer:
whoever
hernach:
afterwards
kam gekrochen: came crawling
bitterböse: bitterly angry
aus allen Kräften:
with all her strength
wider: against
Ruhe haben: get your rest
|
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Als er aber herabfiel, war er kein Frosch, sondern ein
Königssohn mit schönen freundlichen Augen. Der war nun nach ihres Vaters
Willen ihr lieber Geselle und Gemahl. Da erzählte er ihr, er wäre von
einer bösen Hexe verwünscht worden, und niemand hätte ihn aus dem
Brunnen erlösen können als sie allein, und morgen wollten sie zusammen
in sein Reich gehen.
Dann schliefen sie ein, und am anderen Morgen, als die
Sonne sie aufweckte, kam ein Wagen herangefahren mit acht weißen Pferden
bespannt, die hatten weiße Straußfedern auf dem Kopf und gingen in
goldenen Ketten, und hinten stand der Diener des jungen Königs, das war
der treue Heinrich.
|
freundlich: friendly
nach...Willen: in accordance with her
father's will
Gemahl: spouse
wäre verwünscht
worden: had been bewitched niemand
als: no
one but
hätte erlösen
können:
could have freed
wollten sie: they were going to
kam ein Wagen
herangefahren: a wagon came driving up
mit acht
weißen Pferden bespannt: hitched to eight white horses
Straußfedern:
ostrich feathers
hinten: in the back
|
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Der treue Heinrich hatte sich so betrübt, als sein
Herr in einen Frosch verwandelt worden war, daß er drei eiserne Bande um
sein Herz hatte legen lassen, damit es ihm nicht vor Weh und Traurigkeit
zerspränge. Der Wagen aber sollte den jungen König in sein Reich abholen.
Der treue Heinrich hob beide hinein, stellte sich wieder hinten auf und
war voller Freude über die Erlösung. Und als sie ein Stück Wegs
gefahren waren, hörte der Königssohn, daß es hinter ihm krachte, als
wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief:
"Heinrich, der Wagen bricht."
"Nein, Herr, der Wagen nicht,
es ist ein Band von meinem Herzen,
das da lag in großen Schmerzen,
als Ihr in dem Brunnen saßt,
als Ihr eine Fretsche wast."
|
hatte sich so betrübt: had
become so sad
um sein Herz hatte legen lassen:
had had...put around his heart
vor Weh:
from pain
zerspränge:
would...burst
abholen:
pick up and take
hob hinein:
lifted in
stellte
sich hinten auf:
took his place in the back
voller:
full of
Erlösung:
release
ein Stück Wegs:
some of the way
als wäre etwas:
as if something were
Schmerzen:
pain
als Ihr eine Fretsche wast
= als Sie ein Frosch
waren (Ihr
was once used as the most polite singular form.)
|
| Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem
Weg, und
der Königssohn meinte immer, der Wagen bräche, und es waren dock nur die
Bande, die vom Herzen des treuen Heinrichs absprangen, weil sein Herr
erlöst und glücklich war. |
meinte:
thought
absprangen:
broke off
|
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Beantworten Sie die
folgenden Fragen!
1. Wen soll man nach dem Rat des Königs nicht
verachten?
2. Wie kam der Frosch nach oben?
3. Wohin setzte das Mädchen den
Frosch?
4. Was sagte der Frosch, als er zum Bett der
Königstochter herübergekommen war?
5. Wie antwortete das Mädchen
darauf?
6. War derjenige, der von der Wand
herabfiel, immer
noch der garstige Frosch?
7. Von wem war der Königssohn in einen Frosch
verwandelt worden?
8. Wer hatte die Macht gehabt, den verwünschten
Königssohn zu erlösen?
9. Wer kam am anderen Morgen an? Wie war er gefahren?
10. Wohin fuhren dann der Königssohn und die Königstochter?
11. Warum hatte Heinrich drei eiserne Bande um sein
Herz legen lassen?
12. Was meinte der
Königssohn, als er dreimal hinter
sich ein Krachen hörte?
13. Wie erklärte der treue Heinrich das
Krachen?
Kurze Aufsätze
Schreiben Sie das Märchen durch die Augen des
Frosches!
Stellen Sie sich vor, die goldene Kugel rollt nicht in
den Brunnen! Was macht der Frosch dann?
|
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Getting
with Grammar |
The definite article (English "the")
has the following forms in German:
| |
masc. |
fem. |
neut. |
plur. |
| nom. |
der |
die |
das |
die |
| acc. |
den |
die |
das |
die |
| dat. |
dem |
der |
dem |
den |
| gen. |
des |
der |
des |
der |
|
The
Brothers Grimm consistently use the narrative
past in their fairy tales. Here are examples of a regular verb (also
called "weak verb"), an irregular verb (also called "strong
verb"), and a mixed verb in the narrative past:
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machen
ich machte
du machtest
er, sie, es
machte
wir machten
ihr machtet
sie, Sie
machten
|
sprechen
ich sprach
du sprachst
er, size, es
sprach
wir sprachen
ihr spracht
sie, Sie
sprachen
|
bringen
ich brachte
du brachtest
er, sie, es
brachte
wir brachten
ihr brachtet
sie, Sie
brachten
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