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Meine
Meinung: |
Kurzbeschreibung:
Trotz aller Unkenrufe: Der Untergang des Abendlandes hat bisher nicht
stattgefunden. Und dennoch sind Friede und Wohlstand in Europa keineswegs auf
Dauer gesichert. Neue Probleme müssen bewältigt werden. Noch ist vielen
Verantwortlichen - auch manchen Politikern in Berlin - die Dimension nicht klar.
Nur wenn Europa gemeinsam auftritt, hat es angesichts der globalen
Herausforderungen überhaupt eine Chance, im Konzert der Weltmächte gehört zu
werden. Aber trotz großer Fortschritte ist die Europäische Union allzu
schwerfällig.
Eine rasche Verdoppelung der teilnehmenden Staaten kann ihre Funktionsfähigkeit
entscheidend gefährden.
Außen- und sicherheitspolitisch ist die EU noch lange nicht handlungsfähig,
das haben zuletzt Bosnien und Kosovo gezeigt, das unterstreichen die wachsenden
Spannungen im Verhältnis zu den USA. Wenn jedoch die innere Entwicklung der EU
nicht Schritt hält mit ihrer Erweiterung, dann - so die Diagnose von
Altbundeskanzler Schmidt - ist ein Scheitern der EU keineswegs ausgeschlossen.
Helmut Schmidt entwickelt eine Reihe von Vorschlägen für die weitere
Entfaltung der Europäischen Union. Dabei erklärt er die Selbsteinbindung
Frankreichs und Deutschlands und engste Zusammenarbeit zwischen beiden zur
vorrangigen Notwendigkeit. |