BC535 - Der KFZ-Boardcomputer
In einer Entwicklungszeit von fast 4 Jahren ist ein gebrauchstchtiges Gert entstanden, das in der rauhen KFZ 
- Umgebung eines Golf - II Diesel seine Praxistauglichkeit auch unter "extremen" klimatischen Bedingungen 
in den schwlen Sommern im Rheintal als auch bei winterlichen Verhltnissen in den Alpen unter Beweis 
gestellt hat. Aber auch in anderen Applikationen wird die Hauptplatine erfolgreich eingesetzt, da alle 
Schaltungsteile, die rein KFZ-spezifisch sind, auf einer eigenen Platine Platz finden.
Features : 
  Geschwindigkeit
  Strecke in Meter aufgelst
  Mehrere Kurzstreckenzhler
  Strecke seit letztem Tanken
  Tankinhalt in Litern mit automatischer Restkilometeranzeige
  Drehzahl
  Uhrzeit / Datum
  Leichte Bedienbarkeit ber 10er Tastatur und / oder Fernbedienung
  Zentralverriegelungssteuerung, fr IR-Armbanduhren geeignet ( besonders auch fr nachtrglichen Einbau 
geeignet )
  Fahrtenbuchfunktion
  leicht erweiterbar (z.B. Alarmanlage, personenbezogene Fahrkostenabrechnung, Fahrtenschreiber etc. )

Fahrzeugsensoren :
Am einfachsten ist es, wenn die vom Fahrzeughersteller vorgesehenen Sensoren mitverwendet werden knnen. 
Um herauszufinden, wo und wie man die eventuell schon vorhandenen Signale der serienmigen Sensoren 
anzapfen kann, besorgt man sich am besten den Fahrzeugstromlaufplan, den man z.B. in den 
Reparuturhandbchern aus der Reihe "Jetzt helfe ich mir selbst" zu seinem Modell findet. 
Die Beschreibung hier ist natrlich nur fahrzeug- bzw. modellspezifisch, lt sich aber sicher auch leicht auf 
andere Fahrzeugtypen und Hersteller bertragen. In der Regel wird dann eine kleine Softwareanpassung 
erforderlich sein, um die Impulsverhltnisse fr eine korrekte Anzeige anzugleichen.  
Fr die elektronische Geschwindigkeitsmessung ist am Golf II bereits ein Magnetfeldsensor vorgesehen, der an 
der Rckseite des Kombianzeigeinstrumentes einfach eingesteckt wird. Je nach Austattungsvariante kann 
dieser auch schon vorhanden sein, wenn nicht, kann er als  Orginalersatzteil (ca. 50 DM) von VW bezogen 
werden. Auf Selbstbau sollte verzichtet werden, da so die mechanischen Befestigungsprobleme und mglichen 
Beschdigungen an der Leiterfolie am besten umgangen werden, auch wenn der eigentliche Sensor fr ein paar 
Mark erhltlich ist. Der Wegeimpuls liegt brigens dann schon fertig zur Auswertung am weis/gelben Kabel 
(sofern vorhanden) an der Autoradiosteckverbindung an, wo es bei den besseren (VW) Radios normalerweise 
fr eine geschwindigkeitsabhngige Lautstrkeregelung verwendet wird. Da die Amplitude mit 12V fr einen 
direkten Anschlu an den 80535 zu hoch ist, koppelt man das Signal mit einem Optokoppler an den 
Zhlereingang, womit auch gleichzeitig ein Schutz gegen Strungen und berspannungen erreicht wird. Eine 
zustzliche Leuchtdiode in Reihe zur Sendediode dient als Funktionskontrolle. Sie kann Fehlersuche recht 
hilfreich sein und umstndliche Messungen ersparen. Fr die Drehzahlmessung dient ein Signal aus der 
Lichtmaschine (wird mit Klemme W bezeichnet), da es bei einem Diesel keine Zndimpulse gibt, die man 
auswerten knnte. Der TV verwendet fr Drehzahlmessungen bei der Abgasuntersuchung brigens einen 
Piezosensor, der die durch die hohen Drucknderungen in den Einspritzleitungen verursachten nderungen 
des Durchmessers in einen elektrischen Impuls umwandelt. Vielleicht sieht darin noch jemand eine 
Mglichkeit  die Drehzahl zu erfassen, wenn die Lichtmaschine keinen entsprechenden Anschlu bietet. Sonst 
gbe es noch die Alternative, mittels aufgeklebter Magnete und einem Hallsensor ein Signal zu erhalten. Unter 
den extremen Bedingungen im Motorraum ist es aber immer etwas schwierig, damit eine dauerhafte Lsung zu 
realisieren. Verwendet man die Klemme W als "Drehgeber", mu noch der bersetzungsfaktor durch den 
Keilriemen zwischen Motor und Lichtmaschine bei der Auswertung bercksichtigt werden. Dieser liegt beim 
Golf Diesel bei ca. 1,9. Zudem sei noch angemerkt, da durch den Keilriemen systembedingt immer ein 
unberechenbar kleiner Schlupf (durch Temperatur, l, Wasser etc. beeinflut) auftritt, was sich auf die 
Genauigkeit der ermittelten Drehzahl auswirken kann. In der Praxis wird das aber kaum ein Rolle spielen, 
zumal die Anzeige sowieso nur in 10er Schritten erfolgt. Das so erreichte Ergebnis wird dennoch in jedem Fall 
genauer als die blichen anlogen Anzeigeinstrumente sein, richtige Softwareangleichung vorausgesetzt. 
Tankinhalt: Die Messung des Tankinhaltes erfolgt nach dem einfachen Spannungs- bzw. Stromteilerprinzip. 
Im Tank sitzt ein vernderbarer Widerstand, der mit einem Schwimmer verbunden ist. Je nachdem wie hoch 
der Kraftstoff im Tank steht, um so grer oder kleiner ist der Widerstand und damit der hindurchfliessende 
Strom, der in der Tankanzeige eine Bimetallfeder erhitzt und einen entsprechenden Zeigerausschlag bewirkt. 
Da die Erwrmung bzw. Abkhlung relativ langsam erfolgt, wird eine gewnschte hohe Trgheit der Anzeige 
erreicht, um nicht den "Wellengang" im Tank auf die Tanknadel zu bertragen. Fr den Boardcomputer mu 
diese Trgheit knstlich durch Software erzeugt werden, in dem die gemessenen Werte aufaddiert und ber 
mehrere Sekunden gemittelt werden.
Gemessen wird mit dem internen AD-Wandler des 535, der ber einen relativ hochohmige Spannungsteiler 
parallel zur Tankuhr angeschlossen wird, um die Messung nicht zu beeinflussen. Der Teiler ist notwendig, da 
der AD-Wandlereingang nur max.5V verarbeiten kann, die Tankuhr aber am 12V Netz arbeitet. Weil der 
Tankgeber aber nicht den vollen Bereich zwischen 0 und 12 Volt ausntzt, mu in der Software noch der 
Spannungsbereich fr die AD-Wandlung programmiert werden, um eine mglichst hohe Auflsung zu 
erzielen. Bei Fahrzeugen mit Zndanlagen kann es eventuell noch erforderlich sein, den AD-Eingang mit einer 
Zenerdioden vor berspannungen zu schtzen. Beim Diesel gab es diesbezglich bisher noch keine 
Schwierigkeiten.
Da nun der Zusammenhang zwischen Tankinhalt und gemessener Spannung wegen des unfrmigen Tanks 
keineswegs linear ist, die Anzeige aber in Litern erfolgen soll, wird der Tankinhalt ber eine Tabelle ermittelt, 
die jedem Spannungswert eine Zahl zuordnet, die dem noch verbleibenden Inhalt in Litern entspricht. Leider 
knnen die letzten ca. 2-3 Liter und die ersten ca. 10 Liter nicht erfat werden, da diese auerhalb des 
Schwimmerbereiches liegen. Somit lt sich zwar keine auf den Kilometer genaue Reichweitenanzeige 
realisieren, aber die nun linearisierte Anzeige ist doch insbesondere fr jemanden, der nicht mit dem 
serienmigen "Schtzeisen" vertraut ist, eine wertvolle Hilfe fr die Planung des nchsten Tankstops. Von der 
Realisierung einer direkten Verbrauchsanzeige wurde bisher abgesehen, da ein Diesel neben der Leitung vom 
Tank zur Einspritzpumpe auch ber eine Rcklaufleitung von den Einspritzdsen verfgt, durch die der 
berschssige Kraftstoff, vermutlich stark veschumt, wieder zum Tank zurckfliet. Dadurch wren also zwei 
Durchflugeber erforderlich, deren Werte voneinander subtrahiert werden. Da dann kaum noch mit einer 
brauchbaren Genauigkeit gerechnet werden kann, wurde dieses Feature bisher nicht verwirklicht. Bei einer 
elektrischen Einspritzanlage wre eine Verbrauchsanzeige eher mglich, da dort ein konstanter Druck in der 
Leitung herrscht und ber die Impulsdauer die ffnungszeit der Einspritzdsen gesteuert wird und damit die 
Einspritzmenge genau festlegt ist. Diese wird dann ber eine bestimmte Strecke addiert und ergibt somit den 
gewnschten Wert in Volumen pro Strecke.
Infrarotempfang : Zwar mag die IR - Fernbedienung auf den ersten Blick fr die meisten etwas berflssig 
erscheinen, hat aber zwei wesentliche Grnde : 
1.	Ist somit eine komfortable Zentralverriegelungssteuerung mittels einer IR-Armbanduhr, wie sie z.B. von 
Casio angeboten wird, mglich und 
2.	kann man auf eine Tastatur am Gert ganz verzichten und sich somit den Einbau erheblich erleichtern, da 
nur noch das Display im Sichtbereich des Fahrers plaziert werden mu. Als Eingabegert dient dann 
einfach irgendeine IR-Fernbedienung aus der Unterhaltungselektronik, Hauptsache sie kann den RC5 - 
Code ausgeben. 
Der SFH 506 enthlt bereits die gesamte Empfangs- und Demodulierungsschaltung, so da man sich nur noch 
um die Dekodierung und Bereitstellung des Signals in einer fr den Mikrokontroller verwertbaren Form 
kmmern mu. Eigentlich knnte das der 535 auch selbst machen, indem man das IR-Empfangs IC direkt an 
einen Porteingang des Prozessors anschliet. Allerdings wrde die dann notwendige Software relativ viel 
Rechenzeit und auch einen Timer beanspruchen, den man vielleicht noch fr andere Aufgaben bentigt. Bei 
der realisierten rein hardwaremigen Dekodierung kann man den Empfnger einfach wie das externe RAM 
ansprechen und das Datenwort auslesen. Im Gegensatz zu den meisten bisher verffentlichten Applikationen 
kann beim BC535 auch die IR-Adresse des Senders vollstndig gelesen werden, womit 11 Bit sowie das 
Toggle-Bit bertragen und ausgewertet werden knnen. 
Der Decoderschaltkreis ist ein eigener kleiner Mikrocontroller, der auer RC5 auch noch den von einigen 
Herstellern verwendeten RCS80-Code dekodieren kann, dieser ist jedoch fr den BC535 nicht vorgesehen.
Um  dem 535er mitteilen zu knnen, da ein Datenwort empfangen wurde, ist der "Received" (RCVD)-
Ausgang des SAA3049 mit INT1 verbunden. ber IC11 kann dann das Datum, und ber IC12 die  zugehrige 
Adresse des Senders abgeholt werden.
Der 74138 sorgt dafr, da die Bits an die richtige Stelle im externen Rambereich gespiegelt werden.
Als zustzlicher Bonus gibt es in der Software noch einen Menpunkt "Fernbedienungstest", bei dem alle 
gesendeten RC5-Befehle im Display angezeigt werden. Als eigenstndiges Gert kostet so etwas weit ber 100 
DM! Der SFH 506 wird entweder auf der Tastaturplatine eingeltet  oder extern an einer empfangsgnstigeren 
Stelle untergebracht.  
Verwendet man abgeschirmtes Kabel fr den Sensor, kann der Abstand zwischen dem Empfangs IC und dem 
Dekodierer auch grer ausfallen. In einer anderen Anwendung wird der Empfnger mit einem 20m langem 
Koaxkabel betrieben!.
Bei der internen Variante ist noch eine Drahtverbindung von CONN_6 Pin 18 nach CONN_7 Pin 2 zu ziehen.
Realtimeclock:
Um immer und unabhngig von der externen Spannungsversorgung die richtige Uhrzeit und Datum zu haben, 
ist fr diese Aufgabe ebenfalls ein eigener Chip zustndig,auch ist die Ersparnis von Rechenzeit  und internen 
Timern wieder ein Grund. Die RTC72421 ist fr diese Aufgabe hervorragend geeignet, da sie direkt an den 
Prozessorbus angeschlossen werden kann. Es mu dann nur noch eine Chipselectleitung extra versorgt werden, 
wofr einfach ein weiterer Ausgang des 74138 dient. Relevant fr die Kommunikation mit dem Prozessor sind 
immer nur die unteren vier Bits des Adress- und Datenbusses, da nur diese von der RTC verwendet werden. 
Die Spannungsversorgung erhlt sie zusammen mit dem RAM vom MAX690, der automatisch auf 
Batterieversorgung umschaltet, so bald die Versorgunsspannung abgeschaltet wird. Wird die Batterie leer, 
macht sich das zuerst am Ausfall der Uhrzeit bemerkbar Das RAM kommt mit einer niedrigeren Spannung aus 
und es knnen so noch die Daten gesichert werden, bevor auch das RAM durch den Batteriewechsel sein 
Gedchtnis verliert. Das sollte aber eigentlich nur alle paar Jahre vorkommen.
Aufbau : Das Layout der Platine wurde so entworfen, da man problemlos mit einer einseitigen Platine 
auskommt und somit auf die aufwendige doppelseitige Belichtung und Durchkontaktierung verzichten kann, 
aber nicht mu, was wiederum einige (ca. 50-60) Drahtbrcken einspart. Wer also lieber eine doppelseitige 
Platine mchte, der nimmt als zweite Seite zum Belichten einfach die Vorlage fr die Drahtbrcken. An den 
Bauteilen selbst sind dadurch keine Durchkontaktierungen  erforderlich, sondern nur an den Punkten, an denen 
beim einseitigen Layout die Durchkontaktierungen eingesetzt werden.
Belichten : Gute Erfahrung wurde mit einfachen Ausdrucken auf Normalpapier aus dem Laserdrucker 
gemacht, ohne (!) Verwendung von Klarpausspray, wobei ein handelsbliches Belichtungsgert verwendet 
wird. Damit gibt es dann auch keine Schwierigkeiten durch Verzerrungen, wie sie bei zweilagiger Folie oft 
entstehen. Die Qualitt ist auf jeden Fall ausreichend, um auch zwei Leiterbahnen gleichzeitig zwischen den 
IC-Beinchen durchfhren zu knnen, wie es an manchen Stellen notwendig wurde. Wo es aber mglich war, 
wurde auf solche Engstellen verzichtet.
Bohren : Zum Bohren empfiehlt sich eine gutgelagerte Minibohrmaschine und 0,8 mm Hartmetallfrser bei 
hchster Drehzahl (mglichst ber 20 000 Upm) , selbstverstndlich mit Bohrstnder. HSS- Bohrer sind 
erfahrungsgem schon nach wenigen hundert Lchern stumpf und brechen ab, d.h. man braucht mehrere 
Bohrer fr eine Platine, whrend ein Hartmetallfrer einigen tausend Lchern, sorgsame Handhabung 
vorausgesetzt, standhlt.
Nur bei den Pfostenfeldsteckern und ein paar wenigen anderen Bauteilen mu noch mit 0,9mm nachgebohrt 
werden. Beim Trimmer P1 und der Batteriehalterung darf es auch etwas mehr sein. Dafr reichen dann auch 
normale Bohrer bei geringer (ca. 3000 Upm) Drehzahl.
Bestckung : Zuerst sind die Drahtbrcken bzw. die Durchkontaktierungen an der Reihe, da die meisten unter 
den Speicherbausteinen liegen und spter fast nicht mehr zu erreichen sind. Danach arbeitet  man sich langsam 
hoch und achtet vor allem auf die Bauteile, die spter von anderen berdeckt werden knnen (z.B. die Diode 
unter dem Spannungsregler ). Alle IC's werden, am besten mit Przionssockel gesockelt. Die beiden 
Speicherbausteine mssen wegen den darunterliegenden Drahtbrcken unbedingt mit den gedrehten Fassungen 
gesockelt werden. 
Inbetriebnahme : Nach sorgfltiger Sichtkontrolle, die IC's bleiben zunchst unbestckt, prft man zuerst, ob 
der Spannungsregler richtig arbeitet (Sicherung nicht vergessen ). Als Spannungsquelle gengt ein einfaches 
Steckernetzteil mit mehr als 8V Ausgansspannung (belastet). Die Stromaufnahme sollte jetzt 10 mA nicht 
wesentlich bersteigen und der LT1076 darf sich nur unwesentlich erwrmen. Ist die Ausgangsspannung (5V) 
in Ordnung, kann der MAX 690, die Batterie, der Prozessor, das programmierte Eprom und der 74573  
eingesetzt werden. Wenn jetzt das Display angeschlossen wird, mu es sofort  etwas anzeigen. Als nchstes 
bestckt man den IR Empfnger, dazu gehren IC9, IC10, IC11 und IC12 sowie der extern anzuschlieende 
SFH506. Mit einem beliebigen RC5-Code-Sender sollte jetzt die LED D1 zum Blinken gebracht werden, sonst 
liegt ein Fehler bei den Bauteilen um IC10 vor. Ist alles in Ordnung, kann jetzt der Rest bestckt und getestet 
werden.
Die RTC mu wahrscheinlich nach der Erstinbetriebnahme bzw. nach einer Unterbrechung der 
Batteriepufferung erst noch initialisiert werden. 
Werden nicht alle Funktionen bentigt, knnen die entsprechenden IC's auch eingespart werden. Dazu zhlen 
der SAA3049 mit den beiden 74541 und allen "Kleinteilen", die fr den IR-Empfang notwendig sind, der 
RTC72421 als batteriegepufferte Uhr, der Rambaustein mit den beiden BS170, der MAX 232 sowie der 74154 
als Tastaturdecoder.
Auerdem brauchen der Spannungsteiler fr die Betriebsspannungsmessung, die Treibertransistoren fr die 
Hintergrundbeleuchtung und die Referenzspannungsquelle fr den AD-Wandler auch nicht unbedingt bestckt 
zu werden, wenn der Rechner in einer anderen Applikation Verwendung finden soll. Auch der Schaltregler 
und die Drossel knnen entfallen, wenn schon geregelte 5V zur Verfgung stehen.
Gehuse : Als Gehuse wurde ein Euro- Aluminiumprofilgehuse von ISEL vorgesehen, in das sich die Platine 
problemlos einschieben lt.
Einbauhinweise am Beispiel des Golf II :
Ziel war es, am Fahrzeug so wenig wie mglich, sowohl elektrisch, als auch mechanisch verndern zu mssen.
Trotzdem lieen sich einige Sge- und Feilarbeiten an der Mittelkonsole nicht vermeiden.
Zunchst wird diese ausgebaut (falls keine vorhanden ist, kann man sie sich auch fr ca. 100 DM als Ersatzteil 
besorgen ) und der Aschenbecher und Zigarettenanznder entfernt (Rauchen ist sowieso ungesund). Mit einer 
Sge oder einem scharfen Messer entfernt man jetzt die Rckwand vom Aschenbecherfach. Um das 
Alugehuse einschieben zu knnen, mssen die beiden Seitenprofile mit den Fhrungsschienen lngs 
durchgesgt und an der Schnittkante symmetrisch abgefeilt werden, bis ein so breiter Schlitz entsteht, da die 
Fhrungsleisten vom Aschenbecher darin eingefhrt werden knnen.  
Die Frontplatte des Alugehuses wird durch eine grere Aluplatte ersetzt (siehe Zeichnung), die genau in die 
kleine Vertiefung um den Aschenbecher und den Zigarettenanznder pat. So lt sich auch  die ganze Aktion 
wieder rckgngig machen, ohne da ein optischer Schaden zurckbleibt.
Die Rckwand des Gehuses wird einfach bernommen, es mu nur eine Aussparung fr den SUB-D-Stecker 
ausgesgt werden.
Als Frontblende wird klares, 2mm starkes Polystyrol ( Plexiglas ) verwendet. ber einen Holzklotz, der als 
Breite die Hhe der Frontplatte hat, lt es sich gut mit einem Heiluftfn zu einem U-Profil biegen. Um ein 
Reien des Materials zu verhindern, werden die Lcher fr die Taster vor dem Biegen gebohrt.
Als Seitenteile werden Polystyrolstckchen angeklebt und verschliffen. Dabei darf der Sichtbereich des 
Displays nicht verkratzt werden und wird deshalb vorher mit Klebeband abgedeckt. Mit matt-schwarzem 
Autolack wird die Blende schlielich  lackiert.  
Die Erweiterungsplatine dient als Schnittstelle zur rauhen Kraftfahrzeugwelt. Neben den beiden 
Motorbrcken fr die Zentralverriegelung und den Spannungsteilern fr den AD-Wandler sind auf ihr die 
Optokoppler fr die Strecken- / Geschwindigkeits- und Drehzahlerfassung untergebracht. Auerdem ist fr 
nachtrgliche Features ein gengend groes Lochrasterfeld vorhanden. ber einen 37poligen SUB- D-Stecker 
laufen smtliche Verbindungen mit dem Fahrzeug. Aus Kontaksicherheitsgrnden und um hhere 
Spitzenstrme bertragen zu knnen, wird die Versorgungsspannung gleichzeitig ber je drei Pins fr U+ und 
GND gefhrt. Direkt hinter dem Stecker sitzt ein groer Pufferelko, der die Versorgungsspannung vor 
Spannungseinbrchen durch die Einschaltstrme der Zentralverriegelung schtzt.
Die Beschaltung der Motorbrcken ist nach Herstellerangaben erfolgt. Nur auf die Sense-Widerstnde in den 
Masseleitungen zur Messung der Motorstrme wurde verzichtet. Sie sind deshalb im Layout nur als  Watt- 
Widerstnde bercksichtigt, die einfach als Drahtbrcke bestckt werden. Wird doch eine Strommessung 
bentigt, so mssen die Leistungswiderstnde R3 und R4 (je nach gefordertem Strom ca. 5-10 Watt, die 
Leistungsbrcken sind fr einen Dauerstrom von 4A bei ausreichender Khlung ausgelegt !) auf dem 
Lochraster untergebracht werden und mit ausreichendem Leitungsquerschnitt von Hand verdrahtet werden. 
Der L6203 ist gegen (fast) alle Strungen gesichert, seine Ausgnge sind kurzschlufest und werden bei 
bertemperatur abgeschaltet. Durch die integrierte Steuerlogik ist auch eine falsche Ansteuerung 
(gleichzeitiges Durchschalten einer Brckenhlfte an V+ und GND) unmglich. Daher knnen die Eingnge 
ohne zustzlichen Schaltungsaufwand direkt an Port 1 des Mikrocontrollers angeschlossen werden.
Fr den AD-Wandler sind bereits alle Kanle im Layout mit Spannungsteilern bercksichtigt und nach Auen 
gefhrt. Natrlich mssen die Widerstnde nur bestckt werden, wenn der jeweilige Kanal auch gebraucht 
wird. Hier sollten aber unbedingt Metallfilmwiderstnde verwendet werden, um die Megenauigkeit nicht 
unntig zu verschlechtern. Der jeweils "untere" ( an Masse anliegende ) Widerstand kann auch alternativ als 
Spindeltrimmer bestckt werden, was manchmal einen einfacheren Abgleich ermglichen kann als z.B. bei der 
Batteriespannungsmessung. Fr die Tankanzeige ist aber ein Festwiderstand sinnvoller, da hier ein 
Neuabgleichen nach versehentlichem Verstellen  relativ aufwendig ist (vergleichen mit der Zapfsulenanzeige).
Die Impulserfassung fr Wegstrecken und Drehzahl erfolgt wie schon erwhnt ber Optokoppler, um eine 
saubere Potentialtrennung und Schutz vor EMV- Strungen zu erreichen. Gerade die Klemme W der 
Lichtmaschine drfte in dieser Hinsicht eine der "verseuchtesten" Leitungen sein. Die beiden Leuchtdioden zur 
Funktionskontrolle mssen nicht unbedingt nach auen gefhrt werden. Fr Testzwecke kann die Platine auch 
ohne Prozessorbord angeschlossen werden. Auf der Empfngerseite werden die Ausgnge nur an +5V 
"hochgebunden" und direkt an die Porteingnge des 80535 gelegt.
Die drei jeweils 10poligen Pfostenfeldstecker haben die gleiche Bezeichnung wie die auf dem Prozessorbord, 
mit dem sie mittels Flachbandkabel  verbunden werden mssen. Dabei ist natrlich auf die richtige Polung zu 
achten, weil die Stecker dort eine andere Orientierung haben knnen !
Nach dem momentanen Schaltungstand ist die Zentralverriegelungssteuerung natrlich nur mglich, wenn der 
Boardcomputer an Dauerplus liegt. Das ist aber nur mglich, wenn das Fahrzeug praktisch jeden Tag bewegt 
wird und die Displaybeleuchtung abgeschaltet wird. Sonst wird nach ein paar Tagen eine Fremdstarthilfe ntig. 
Abhilfe kann eine zustzliche Logik schaffen, die ber einen P-Kanal MOS-FET den ganzen Rechner an +12V 
legt, sobald ein IR- Signal empfangen wird. Auf dem Lochrasterfeld ist noch gengend Platz, um diese 
Funktion nachzursten.
Die Software umfat inzwischen ber 3800 Quelltextzeilen, das sind als Standardausdruck ber 60 Seiten ! 
Fr das Eprom bleiben davon noch ca. 5kB als Binrfile brig. Das Programm lt sich hnlich wie ein 
Fernsehgert bedienen. Die einzelnen Menpunkte werden ber eine 10er-Tastatur aufgerufen. Die Punkte 0-9  
knnen direkt aufgerufen werden (Direktmodus), ab Punkt 10 wird mit den Tasten 0 und # (Eingabetaste) auf 
mehrstellige Eingabe umgeschaltet. Es kann dann im "Taschenrechnermodus" (Rechtseintrag) eine Zahl 
zwischen 0 und 255 eingegeben werden und mit der Eingabetaste ausgefhrt werden . Zur Zeit belegt sind die 
Punkte 0 bis 28, darber wird dann einfach die Nummer angezeigt.
Die * -Taste dient als Abbruchtaste, es wird dann sofort wieder in den Direktmodus umgeschaltet. Wird das 
Gert ausgeschaltet, bleibt der zuletzt angezeigte Menpunkt gespeichert und erscheint dann sofort wieder 
beim Einschalten.
Uhrzeit und Datum knnen auf die gleiche Weise eingestellt werden. Im "Uhr stellen" Modus wird beim 
Besttigen der neu eingegebenen Zeit auerdem  die RTC neu initialisiert, falls sie einmal ganz aus dem Takt 
kommen sollte. Da die Temperaturanzeige sich noch im Experimentierstadium befindet, mu die zugehrige 
Softwareroutine noch entsprechend an den verwendeten Sensor angepat werden. Geplant ist eine 
temperaturgesteuerte, linearisierte Stromquelle ( gibt es als integriertes Bauteil z.B. unter der Bezeichnung 
AD592 ) im Bereich der vorderen Stostange, die mit einer zweiadrigen Leitung mit dem Bordcomputer 
verbunden wird. Dadurch sollte die Meanordnung gengend gegen Streinflsse geschtzt sein. Die 
Temperatur kann dann einfach ber einen Widerstand vom AD-Wandler erfat werden.
Damit die Tankanzeige richtig arbeitet, mu sie erst noch abgeglichen werden. Dazu erscheint unter 
Menuepunkt 5 links oben in der Anzeige eine 3stellige Zahl, die dem vom  AD-Wandler ermittelten 
Spannungswert in Form einer Zahl zwischen 0 und 255 (8Bit) darstellt. 
Wenn der Tank jetzt ganz leer ist, schreibt man beim Tanken nach jedem Liter die zugehrige Zahl auf.
Das ist etwas mhsam und dauert auch seine Zeit (sollte man deswegen auch nicht whrend der Rush-hour 
machen !). Etwas besser geht es, wenn man es zu zweit macht. Diese ermittelten Werte werden dann in die am 
Ende des Quelltextes befindliche Tabelle ( Look-up-table) eingetragen. Um eine einigermaen brauchbare 
Restreichweitenanzeige zu erhalten, mu jetzt noch der Durchschnittsverbrauch eingetragen werden.
Die Menpunkte :
0 : "Titelseite" 
Anzeige Programmname, 
Eingegebene Menuenummer (3 stellig)Versionsnummer / Datum

1 : Uhrzeit / Kilometerzhler
Geschwindigkeit / Drehzahl
2 : Uhrzeit / Fahrtkilometerzhler (seit Zndung an)
Geschwindigkeit / Drehzahl
3: Bordspannung
4 : (Temperatur)
Tankinhalt in % (nachdem zuvor Punkt 5 angewhlt war)
5 : AD-Wert Tankgeber (Mittelwert ber 128 Messungen) / Kilometer seit letztem Tanken
Tankinhalt in Liter / Restreichweite
6 : AD-Wert Tankgeber (Ungedmpft)
Tankinhalt in Liter 
7 : 4 Getrennt rcksetzbare Kurzstreckenkilometerzhler bis 1000 km, 1m Auflsung
8 : Uhrzeit / Fahrtkilometerzhler
Geschwindigkeit / Fahrtdauer
9 : Uhrzeit / Datum 
Drehzahl / Empfangener RC-5 Code(Fernbedienungstester)
10 : Fahrtenbuchfunktion
Startzeit / Datum alternierend mit laufender Fahrtnummer
Ankunftszeit alternierend mit Fahrtdauer / Zurckgelegter Weg (bis 1000 km , 1m Auflsung)
Angezeigt wird hier immer die letzte Fahrt
11 : Wie bei 10, nur lassen sich hier mit den Up / Down Tasten alle gespeicherten Fahrten anzeigen
12 : Rcksetzen der Tankkilometeranzeige
(Mit Eingabetaste )
13 : Frei
14 : Stellen des Kilometerzhlers
15 - 18 : Frei
19 : Stellen des Kilometerzhlers ber 10er Tastatur
20 : Zentralverriegelung, Steuerung ber die Zifferntasten
21 - 25 : Frei
26 : Uhrzeit stellen
27 : Datum  stellen 
28 - 255 : frei



Der BC535 wird stndig weiterentwickelt. Eventuelle Fragen knnen per Email an mich 
gerichtet werden. 
Bitte als Betreff "BC535-E" angeben !

Gerald Oppen
Email : opge0011@fh-karlsruhe.de

