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15.9.-19.9.03 Camp in Kachanaburi
22.9.03

So, nun bin ich also wieder zurueckgekehrt. Das heisst ich hab's ueberlebt. Das Camp. Das Outdoor-Education-Camp (auf deutsch: Klassenfahrt) im thailaendischen Busch mit den Jungs und Maedels aus Klasse 10...

Los ging's am
Montag Morgen (15.9.). Fuenf Stunden Busfahrt in den Nord-Westen Thailands, nach Kachanaburi.
Das war eine harte Bewaehrungsprobe fuer die Ohren und Nerven der mitreidenden 'Nichtschueler'.
Doch wir (David und Robyn -der Job der beiden besteht darin, die Schueler auf Camps zu begleiten) und wir Gappies -Stan,Larissa und ich-) entwickelten eine aeusserst eintraegliche und wirksame Methode ungeliebte Aktionen in Schach zu halten. Und das nicht nur waehrend der Busfahrt, sondern die ganze Woche ueber.
Da die lieben Schueler ganz wild auf 'Snacks', also jede Art von Chips und Suessigkeiten sind und aus mir nicht bekannten Gruenden natuerlich auch tonnenweise mitschleppten, hatten sie einen leckeren wunden Punkt.
So musste jeder der nicht artig war eine PACKUNG (nicht nur ein kleines Bonbon) 'Snacks' an die 'Aufsichtspersonen' abliefern. So hatten wir eigentlich immer was zu knabbern, was auch ein Grund dafuer war das ich durchhielt.

Denn schon vor Beginn der Fahrt fuehlte ich mich von meinem letzten Koh Samet Wochenende ein wenig gesundheitlich angeschlagen. Das war auch der Grund, dass ich in dem (klimatisierten) Bus eingepackt war, als gehe es ab in die sibirische Kaelte.

Dann, als wir endlich da waren hiess es raus aus dem Bus und rein in die Rettungswesten.
Zusaetzlich gab es noch ein paar kurze Bedienungshinweise fuer das Paddel und dann nichts wie rein in das Doppelkajak und rauf aus den Fluss (River Kwai).
Das war auch ein recht langer Trip (1 1/2 Stunden), der vor allem bei mir ziehmlich in die Arme ging, weil meine Vorderfrau, Anna, irgendwie viel zu schnell schlapp machte.
Bei unserer Unterkunft fuer diese erste Nacht gingen wir dann auch an Land.
Zwei grosse Raeume (einen fuer Jungen und einen fuer Maedchen) mit Bambusdoppelstockbetten, die irgendwie ein gewisses Haengemattenflair aufwiesen.
Muffigen Stehklos mit manueller Schoepfspuelung (wie eigentlich ueberall im laendlichen Thailand) und ein paar Mosquitos (die Steigerung sollte naemlich erst noch kommen).
Aber das Essen war delicious und die Eigentuemerin hatte eine Hamburger Mutter...

Am
Dienstag Morgen hiess es dann SEHR frueh aufstehen. Des es wurde zur allgemeinen Joggingtour (5 km) durch die Gegend geblasen.
Danach gab es leckeres Fruehstueck und dann ging's auch gleich wieder rein in den Bus. In Richtung dem naechste Abenteuer.
Und das hiess zuerst einmal Bamboo-Rafting. Das war dann auch wirklich sehr harmlos. Nachdem wir wieder alle unsere trendigen Rettungswesten angelegt bekommen hatten platzierten wir uns auf drei Bambusflossen (mit sz!). Damit sind wir dann (diesmal auf einem anderen Fluss quer durch den Urwald geschippert. Sogar vorbei an freilebenden Elefanten (!). Das hatte ich ja nun wirklich noch nict gesehen.
Auf Grund meiner angeschlagenen Gesundheitslage gehoerte ich zu den wenigen, die waerend er Fahrt auf dem Floss blieben. Denn am Tag zuvor war ich beim Kanufahren eigentlich schon genug nass geworden.
Da im Fieber auch meine groesste Angst lag mass ich staendig meine Temperatur, war aber immer sehr mit mir zufrieden.
Kaum hatten wir wieder Fuss auf festem Land gefasst kam dann auch sogleich mein absuluter Lieblingsteil dieses Camps - das Elefantenreiten -.
Ich muss gestehen, dass ich mich auch sogleich in einen der suessen Babyelefanten verliebte. Doch leider durfte ich ihn nicht mitnehmen. Der haette sich so schoen in meinem Zimmer gemacht...
Man stieg auf eine Art geruest, um dann von da aus auf den Zweiersitz zu klettern, der dem Elefant wie ein Sattel aufgeschnallt war. Vor auf dem Kopf sass der "Lenker".
Dann ging es in einer langen Karavane erst durch den Wald und dann durch den Fluss zurueck.
Selbstverstaendlich gab es zwischendurch auch mal die ein oder andere Pause. Denn auch grosse Elefanten haben ab und zu menschliche Beduerfnisse...
Als wir dann wieder nichtschwankenden Boden unter den Fuessen hatten, bekamen wir noch von zwei halbwuechsigen Elefanten Kunststueckchen vorgefuehrt und nahmen unseren lunch ein.
Doch das sollte es ja fuer diesen Tag noch lange nicht gewesen sein.
Als naechstes fuhr uns der Bus zu einem Museeum ueber den "Death Railway". Eine Eisenbahnstrecke zwischen Thailand und Birma, die waehrend des 2. WK von Kriegsgefangenen erbaut worden war.
Nach diesem kulturellen Teil ging es dann, mit Zwischenstopp an einem Wasserfall,  in unser naechstes Camp. Dieses war rein optisch ungeschlagen das Beste der ganzen Woche.
Bambushaeusschen und Zelte inmitten idyllischer Tuempel- und Pflanzen-Gartenarchitektur.
Nachdem obligatorische Unstimmigkeiten wer mit wem und wo schlaeft bei Seite geraeumt worden waren, und wir Abendbrot gegessen hatten, gab es dann sogar noch Live-Musik und lustige Spiele um's Lagerfeuer.


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